Türkei

Europa

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Türkei.

Hauptstadt

Ankara.

Geographie

Die Türkei grenzt im Nordosten an das Schwarze Meer und Georgien, im Osten an den Iran, im Südosten an den Irak, im Süden an Syrien und das Mittelmeer, im Westen an das Ägäische Meer und im Nordwesten an Griechenland und Bulgarien. Kleinasien (oder Anatolien) umfasst 97% des Landes und liegt auf einer großen, breiten Halbinsel, die von Osten nach Westen 1650 km breit und von Norden nach Süden 650 km lang ist. Die Pontic-Bergkette im Norden und die Taurus-Bergkette im Süden umschließen das zentrale Plateau Anatoliens und gehen dann in das riesige Gebirgsgebiet im Osten des Landes über. Hier entspringen die Flüsse Euphrat und Tigris. Die touristische Küstenregion beherbergt die antiken Stätte Troja, Pergamon und Ephesus, die Landschaft ist von Weingütern mit Zypressen und Ölbäumen geprägt.

Regierung

Präsidialsystem. Republik seit 1923. Verfassung von 1982, letzte Änderungen 2017. Einkammerparlament (Große Nationalversammlung) mit 600 Mitgliedern, die für fünf Jahre direkt gewählt werden. Das Volk wählt den Präsidenten, der zugleich auch Regierungschef ist, auf fünf Jahre. Die erste Wahl wird am 3. November 2019 stattfinden. Unabhängig seit 1923.

Staatsoberhaupt

Recep Tayyip Erdogan, seit August 2014.

Regierungschef

Recep Tayyip Erdogan, seit April 2017.

Elektrizität

230 V, 50 Hz.

Zeitzone

Turkey Time: MEZ +4

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft der Türkei heißt Turkish Airlines (TK) (Internet: www.turkishairlines.com), die u.a. von Frankfurt, Friedrichshafen, Düsseldorf, Graz, Salzburg und Zürich nach Istanbul und Antalya fliegt. Verbindungen bestehen auch von Frankfurt, Berlin, Hannover, Köln und Stuttgart zum Flughafen Sabiha Gökcen in Istanbul. 

Verschiedene Fluggesellschaften bieten Direktflüge nach Ankara, Istanbul, Izmir, Bodrum, Antalya und Dalaman an.

Lufthansa (LH) fliegt nach Ankara, Antalya, Istanbul und Izmir an, Austrian Airlines (OS) Ankara, Antalya und Istanbul. Swiss International (LX) fliegt Antalya an. 

Austrian myHoliday (OS) verbindet u.a. Wien, Innsbruck, Graz und Linz mit Antalya.

Tuifly (X3) verbindet zahlreiche deutsche, österreichische und schweizer Städte mit der Türkei.

Flugzeiten

Frankfurt - Istanbul: 2 Std. 45 Min.; Wien - Istanbul: 2 Std. 15 Min.; Zürich - Istanbul: 2 Std. 50 Min.

Anreise mit dem Pkw

Pkw: Es gibt Straßenverbindungen in die Länder der ehemaligen Sowjetunion, nach Griechenland, Bulgarien und in den Iran. Die Europastraßen E-80 und E-90 führen über die Türkei in den Irak und Iran. Die kürzeste Strecke von Deutschland aus (1.800 km) führt durch das ehemalige Jugoslawien. Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise von Deutschland über Österreich, Ungarn, Rumänien und Bulgarien (ca 2.100 km). Am besten setzt man in Italien von Venedig oder Brindisi aus mit der Autofähre über.

Fernbus:
Eurolines-Busse (Internet: www.eurolines.com) fahren von zahlreichen deutschen Städten und von Wien nach Istanbul.

Anreise mit der Bahn

Von München fährt täglich der Balkan-Express über Wien und Sofia (mit Liege- und Schlafwagen) nach Istanbul; die Fahrzeit beträgt ca 40 Std. Es gibt auch eine Zugverbindung von Köln nach Istanbul; einen Teil der Strecke mit Liegewagen (Fahrzeit ca 45 Std.). Von Wien und Zürich fahren ebenfalls wöchentlich Züge nach Istanbul (Fahrzeit ca 36 bzw. 45 Std.). Ein Nachtzug mit Schlafwagen verkehrt auf der Strecke Moskau nach Istanbul.

Autoreisezüge fahren von deutschen Städten nach Villach in Österreich, von wo aus Anschluss mit den Autoreisezügen von Optima-Tours (Internet: www.optimatours.de) nach Edirne in der Türkei besteht.

Weitere Informationen sind von der DB (Internet: www.bahn.de), ÖBB (Internet: www.oebb.at) und der SBB (Internet: www.sbb.ch) erhältlich.

InterRail
-
Pässe gelten ebenfalls in der Türkei. Einzelheiten s. Deutschland.

Hinweis: Seit Oktober 2013 verbindet eine S-Bahn den europäischen Teil Istanbuls mit dem asiatischen Teil der Stadt durch den Marmaray-Tunnel unterhalb des Bosporus. Bis Juni 2015 sollen Hochgeschwindigkeitszüge durch den Tunnel fahren. 

Anreise mit dem Schiff

Istanbul, Izmir, Mersin, Antalya, Bandirma und Bodrum sind die wichtigsten Hafenstädte.

Die Reedereien TUI Cruises, Pullman, Royal Caribbean und Celestyal Cruises laufen die Türkei im Rahmen von Kreuzfahrten an.

Folgende Fährverbindungen stehen zur Verfügung:

Nordsee:
Durch den Rhein-Donau-Kanal zum Schwarzen Meer. Durch den Bosporus geht es zum Marmara-Meer und weiter zur Ägäis und zum Mittelmeer.

Italien:
Fähren verkehren auf den Routen Venedig - Izmir, Venedig - Antalya/Marmaris, Venedig - Istanbul über Piraeus sowie Ancona/Brindisi - Çesme.

Griechenland: Von Bodrum gibt es eine Auto- und Passagierfähre zu der griechischen Insel Kos. Von Kusadasi geht im Sommer eine Fähre zu der griechischen Insel Samos, von Ayvalik nach Lesbos, von Çesme nach Chios, von Bodrum nach Kos, von Sömbeki nach Datça und von Marmaris nach Rhodos.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Turkish Airlines (TK) (Internet: www.thy.com) fliegen über Istanbul und Ankara nach Izmir, Adana, Trabzon, Dalaman, Antalya und in alle großen Städte der Türkei.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Die Türkei verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz. Die Istanbuler Schnellstraße führt über die Bosporus-Brücke nach Asien und mündet in die Autobahn Istanbul - Ankara. Die Autobahnen und die beiden Bosporusbrücken, die Fatih Sultan Mehmet Brücke im Norden und die Bogazici Brücke im Süden, sind für Fahrten von Europa nach Asien mautpflichtig, die umgekehrte Richtung ist kostenfrei. Das Mautsystem ist elektronisch, weshalb Anhalten an den Mautstationen nicht mehr nötig ist. Barbezahlung ist durch das neue System nicht mehr möglich. Die HGS-Vignette ist in Postämtern (PTT) und an den Raststätten entlang der Autobahnen erhältlich.

Seit Oktober 2013 verbindet eine S-Bahn durch den Marmaray-Tunnel unter dem Bosporus den asiatischen Teil Istanbuls mit dem europäischen Teil der Stadt. 

An den Hauptverkehrsstraßen befinden sich in regelmäßigen Abständen Tankstellen, die rund um die Uhr geöffnet sind. Wartung, Reparaturwerkstatt und Restaurant sind meistens angeschlossen. Bleifreies Benzin ist in der ganzen Türkei erhältlich.

Reparaturwerkstätten
befinden sich generell in den Außenbezirken der Großstädte und an den Hauptverkehrsstraßen. Im Falle eines Unfalls wendet man sich am besten an den ADAC (s. u.) oder den Türkischen Automobilverband Türkische Touring- und Automobilclub TTOK (Turkiye Turing ve Otomobil Kurumu), der in allen größeren Städten und Urlaubsorten sowie an Grenzübergängen eine Filiale hat. Die Zentrale ist unter folgender Adresse erreichbar: Oto Sanayii Sitesi Yani, 4. Levent, Istanbul. Tel: (0212) 282 81 40.

Eine ADAC-Auslands-Notrufstation ist eingerichtet (Tel: (0212) 288 71 90. Internet: www.adac.de). Sie bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und Unfallschutzes Hilfeleistungen bezüglich Hotels, Mietwagen, Fahrzeug- oder Krankenrücktransporte.

Autovermietungen
gibt es in der ganzen Türkei. Nähere Informationen geben die lokalen Fremdenverkehrsbüros.

Unterlagen:
Bei einem Aufenthalt von mehr als 3 Monaten ist ein Internationaler Führerschein erforderlich. Die Grüne Versicherungskarte wird verlangt. Man sollte vor der Abreise überprüfen, ob die Grüne Versicherungskarte auch für den asiatischen Teil der Türkei gültig ist. Eigene Fahrzeuge dürfen für einen Zeitraum von bis zu 6 Monaten pro Jahr eingeführt werden.

Fernbus: Alle Städte des Landes sind untereinander durch ein von Privatfirmen betriebenes Bussystem verbunden. Die Busse fahren zu jeder Tageszeit in Großstädten von den Busbahnhöfen (Otogar oder Terminal) und in Kleinstädten meistens vom Marktplatz ab. Busfahren ist die billigste Art der Fortbewegung in der Türkei und mit dem Bus kommt man oft schneller ans Ziel als mit der Bahn. Fahrkarten erhält man in den Zweigstellen der verschiedenen Privatunternehmen, entweder am Busbahnhof oder in den Stadtbüros. Es lohnt sich, die Preise zu vergleichen.

Verkehrsbestimmungen:
- Europäische Richtlinien;
- Rechtsverkehr;
- Promillegrenze: 0,5 ‰,
- Internationale Beschilderung;
- auf natürliche und historische Sehenswürdigkeiten weisen gelbe Schilder hin.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
in geschlossenen Ortschaften: 50 km/h,
auf Landstraßen: 90 km/h,
auf Autobahnen: 120 km/h.

Unterwegs in der Stadt

In Istanbul, Ankara und Izmir gibt es ein umfangreiches Busnetz und U-Bahnen. Auch in allen anderen größeren Ortschaften gibt es Busse. Sie sind i. Allg. pünktlich, modern und leicht zu benutzen. Die Fahrkarten kauft man am Kiosk und wirft sie in einen Behälter neben dem Fahrer.

Taxis
, Sammeltaxis und Minibusse stehen ebenfalls zur Verfügung. Die zahlreichen Taxis erkennt man an der gelben Farbe. In Ankara und Istanbul gibt es Taxis mit Taxameter. Trotzdem sollte man den Fahrpreis vorher aushandeln, besonders bei längeren Fahrten.
Ein Dolmus ist ein Sammeltaxi (erkennbar an dem gelb-schwarz-karierten Band), das auf bestimmten Routen fährt. Die Fahrpreise richten sich nach der zurückgelegten Entfernung und werden von den örtlichen Behörden vorgeschrieben. In großen Städten fahren die Dolmus bis in die Vororte, zu Flughäfen und in Nachbarstädte. Sie sind recht praktisch und preiswerter als normale Taxis. Trotz der vorgeschriebenen Fahrpreise sollte man sich vor höheren »Sonderpreisen« in Acht nehmen, die für von der üblichen Route abgelegene Fahrziele, Nachtfahrten und bei schlechtem Wetter verlangt werden.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Zwischen allen größeren Städten verkehren mehrmals täglich Züge der Türkischen Staatsbahn (TCDD) (Internet: www.tcdd.gov.tr). Die besten Verbindungen bestehen zwischen Istanbul und Ankara (z.B. mit dem Ankara Ekspresi), sowie auf den Hauptlinien von Osten nach Westen sowie von Norden nach Süden (kostenlose Platzreservierung erforderlich).

Es besteht eine Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Ankara und Istanbul. Die Fahrtzeit zwischen den beiden Städten beträgt 3,5 Std. 

Hochgeschwindigkeitszüge fahren auch auf den Streckenabschnitten zwischen Eskişehir–İnönü, İnönü – Vezirhan, Vezirhan–Köseköy und Köseköy–Gebze.

Eine weitere türkische Hochgeschwindigkeitsstrecke verbindet Ankara mit Konya. Mittlerweile besteht auch eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von Eskisehir nach Konya. Eine Verbindungskurve bei Polath verbindet die Schnellstrecken Eskisehir – Ankara und Ankara – Konya miteinander.

Nur wenige Züge haben Schlaf-, Liege- und Speisewagen. Züge verfügen über keine Klimaanlagen. Der Ankara Ekspresi verfügt über moderne Schlafwagen und der Anadolu Ekspresi über Schlaf- und Liegewagen.

Eine Fahrkarte für eine Schnellzugverbindung zwischen Istanbul und Ankara ist genauso teuer wie eine Fahrkarte für eine Busfahrt auf dieser Strecke. Auch die Fahrtdauer (9 Std. 30 Min.) stimmt in beiden Transportmitteln auf dieser Strecke überein. Östlich von Ankara ist das Bahnfahren langsamer und weniger komfortabel.

Fahrkarten erhält man auf Bahnhöfen an den TCDD-Schaltern und bei TCDD-Vertretungen. Inhaber eines ISIC-Ausweises erhalten Ermäßigungen.

Unterwegs mit dem Schiff

Eine Autofähre überquert regelmäßig die Dardanellen von Gelibolu (Gallipoli) aus und fährt von Çanakkale nach Eceabat und von Gelibolu nach Lapseki.

Die Deniz Cruise & Ferry Lines (Internet: www.denizline.com/) verkehrt 2009 nicht auf ihrer regulären Strecke Istanbul-Bodrum.

Türkische Republik-Nordzypern: Fähren verkehren zwischen Mersin - Gazimagosa, Tasucu - Girne und Alanya - Girne. Eine Autofähre verbindet die Städte Mersin und Magosa.

Reisewarnung

Überblick Türkei

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 01.02.2017
Unverändert gültig seit: 26.01.2017

Aktuelle Hinweise

Am 05.01.2017 ist es in Izmir zu einem Bombenanschlag auf das Justizgebäude in Bayrakli gekommen. Am 01.01.2017 ereignete sich ein Terroranschlag auf den Nachtclub "Reina" in Istanbul. Bei beiden Anschlägen gab es Tote und Verletzte.

In der Türkei ist es, insbesondere seit Mitte 2015, wiederholt zu terroristischen Anschlägen gekommen. Es ist nicht auszuschließen, dass terroristische Gruppierungen auch weiterhin versuchen werden, Anschläge, insbesondere in den großen Metropolen, durchzuführen. Diese können sich gezielt auch gegen Ausländer richten. Reisende sollten besonders aufmerksam sein und Menschenansammlungen und Orte, an denen sich regelmäßig viele Ausländer aufhalten, möglichst meiden.

Am 15. Juli 2016 kam es in der Türkei zu einem gewaltsamen Putschversuch. Die türkische Regierung hat daraufhin in allen 81 Provinzen der Türkei den Notstand nach Art. 119 und 120 der türkischen Verfassung und des Notstandgesetzes von 1983 ausgerufen. Dieser wurde am 4. Januar 2017 erneut um drei Monate bis zum 19. April 2017 verlängert. Hiermit können u. a. Ausgangssperren kurzfristig verhängt, Durchsuchungen vorgenommen und allgemeine Personenkontrollen jederzeit durchgeführt werden. Personen, gegen die türkische Behörden strafrechtlich vorgehen (etwa im Nachgang des Putschversuchs oder bei Verdacht auf Verbindungen zur sogenannten Gülen-Bewegung), kann die Ausreise untersagt werden. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass unbeachtlich des gesetzlichen Anspruchs deutscher Staatsangehöriger auf konsularischen Rat und Beistand, konsularischer Schutz gegenüber hoheitlichen Maßnahmen der türkischen Regierung und ihrer Behörden nicht in jedem Fall gewährt werden kann, wenn der oder die Betroffene auch die türkische Staatsangehörigkeit besitzt.

Reisenden wird zu besonderer Wachsamkeit und Vorsicht geraten und empfohlen, sich über die Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise zur weiteren Lageentwicklung informiert zu halten sowie engen Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie zu halten. Im Reiseverkehr kann es weiterhin zu Beeinträchtigungen und insbesondere zu verstärkten Sicherheitskontrollen an den Flughäfen kommen.

Landesweit ist weiter mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen zu rechnen. Im Südosten der Türkei verübt die  als terroristische Vereinigung gelistete „Kurdische Arbeiterpartei" (PKK) seit Mitte 2015 regelmäßig Anschläge. Im August 2016 hat sie landesweite Anschläge angekündigt.

Auch bei Reisen über Land wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Das türkische Militär hat am 24. August 2016 mit militärischen Aktionen in Syrien begonnen und dazu die Stadt Karkamis an der türkisch-syrischen Grenze evakuiert.

Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die Städte Diyarbakır, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, Şırnak und Hakkâri wird dringend abgeraten.   

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus

Seit Ende 2015 waren unter anderem der internationale Flughafen Istanbul Atatürk sowie wiederholt die Innenstädte von Istanbul und Ankara Ziele von Anschlägen mit hohen Opferzahlen. Aus den touristischen Reisezielen entlang der Mittelmeerküste wurden bislang keine sicherheitsrelevanten Ereignisse gemeldet, bei denen ausländische Touristen zu Schaden gekommen sind.

Die Sicherheitsvorkehrungen befinden sich landesweit auf hohem Niveau. Angesichts von Anschlägen terroristischer Gruppierungen auch gegen nicht-militärische Ziele muss aber in allen Teilen der Türkei grundsätzlich von einer terroristischen Gefährdung ausgegangen werden.

Deshalb wird Deutschen, die sich in der Türkei aufhalten oder dorthin reisen möchten, generell empfohlen, sich zur Sicherheitslage laufend mittels dieser Reise- und Sicherheitshinweise sowie der Medienberichterstattung informiert zu halten. Menschenansammlungen, auch auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen sowie der Aufenthalt nahe Regierungs- und Militäreinrichtungen sollten gemieden werden. In Folge des gescheiterten gewaltsamen Putschversuchs soll es vereinzelt zu aggressiven Übergriffen von Anhängern politischer Lager gegen vermeintlich Andersdenkende kommen. Es wird dringend geraten, auf solche Eskalationen zu achten und sich umgehend zu entfernen und einen sicheren Ort aufzusuchen. Zudem sollte die Nutzung von Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs auf das erforderliche Maß eingeschränkt werden. Vorsicht ist auch geboten bei Zufallsbekanntschaften in Bars oder Restaurants.

Deutschen, die sich längerfristig bzw. dauerhaft im Land aufhalten, wird empfohlen, sich elektronisch in der Deutschenliste der deutschen Auslandsvertretung zu registrieren (unter: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de ) und die dort hinterlegten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand zu halten. Auch bei kurzfristigen Aufenthalten in den Provinzen Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, Muş, Tunceli, Şırnak, Hakkâri und Van wird eine Registrierung nahe gelegt. Generell wird geraten, den Anweisungen der türkischen Sicherheitskräfte Folge zu leisten.

Seit Juli 2015 kommt es wieder zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen türkischen Sicherheitskräften und der als terroristische Vereinigung gelisteten PKK und ihrer Splitterorganisationen. Seit Mitte Dezember 2015 haben die türkischen Sicherheitskräfte Operationen gegen die PKK verstärkt. Insbesondere in grenznahen Regionen und Städten im Südosten des Landes muss mit längeren Ausgangssperren und bewaffneten Auseinandersetzungen gerechnet werden.

Reisen über Land

Von Reisen in das Grenzgebiet zu Syrien und Irak wird dringend abgeraten.

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den türkischen Sicherheitskräften und der PKK haben sich seit Mitte Dezember verschärft. In den Provinzen Hatay, Kilis, Gaziantep, Şanlıurfa, Diyarbakır, Mardin, Batman, Bitlis, Bingöl, Siirt, Muş, Tunceli, Şırnak, Hakkâri und Van besteht ein erhöhtes Risiko für Reisende. Alle nicht zwingend erforderlichen Reisen in diese Gebiete sollten vermieden werden (ansonsten s. unter „Aktuelle Hinweise"). Es wird weiterhin zu größter Vorsicht geraten. Die aktuelle Berichterstattung in den Medien sollte aufmerksam verfolgt werden.

In den letzten Monaten wurden mehrfach „zeitweilige Sicherheitszonen" eingerichtet und Ausgangssperren verhängt, darunter in Cizre, Silopi, Nusaybin, in Stadtteilen von Diyarbakır und in Silvan. Sicherheitszonen und Ausgangssperren werden streng kontrolliert, das Betreten der Sicherheitszonen ist strikt verboten, eine Verletzung der Ausgangssperren kann im Falle von Kampfhandlungen lebensgefährlich sein. Zur Einrichtung von Sicherheitszonen und Verhängung von Ausgangssperren kam es bisher insbesondere im Gebiet südöstlich von Hakkâri entlang der Grenze zum Irak sowie in Diyarbakır und Umgebung sowie südöstlich der Ortschaft Cizre (Dreiländereck Türkei - Syrien - Irak), aber auch in den Provinzen Gaziantep, Kilis, Urfa, Hakkâri, Batman und Aǧrı.

Die türkischen Behörden erteilen aus Sicherheitsgründen keine Erlaubnis mehr, den Berg Ararat zu besteigen.

Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Reisewarnung

hingewiesen. Deutsche Staatsangehörige sind seit dem 01.07.2004 visumspflichtig.

Weiterreise nach Syrien Anlässlich der aktuellen Situation in Syrien warnt das Auswärtige Amt ausdrücklich vor Reisen in dieses Land. Es wird auf die Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Syrien hingewiesen. Aktuellen Nachrichten zufolge hat die syrische Regierung im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien verstärkt Minen ausgelegt, um syrische Staatsangehörige an der Flucht in die Türkei zu hindern.

Es wird darauf hingewiesen, dass gerade im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien das Fotografieren strengstens verboten ist. Dies gilt auch für vermeintlich harmlose Landschaftsaufnahmen.

Einreise in die Türkei aus Ländern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarates sind Die Einreise in die Türkei ist aus Ländern, die nicht Mitgliedstaaten des Europarats (wie z. B. Irak) sind, nur mit dem Reisepass möglich. 

Einreise mit dem PKW Bei der Einreise in die Türkei mit dem Pkw ist die Vorlage eines Reisepasses nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Es wird aber dringend dazu geraten, den Reisepass mitzuführen, um bei eventueller Unkenntnis der Neuregelung vor Ort Probleme bei der Einreise zu vermeiden.

Der türkische Zoll stellt ein Formular aus, in dem das Datum der spätesten Wiederausfuhr festgelegt wird. Ein Überschreiten dieser individuell festgelegten Frist auch um nur einen Tag muss unbedingt vermieden werden, da anderenfalls erhebliche Geldstrafen, die den Wert des Fahrzeugs um ein Vielfaches übersteigen können, und ein Strafverfahren drohen. Als Frist werden in der Regel 30 Tage eingetragen, auf Antrag auch bis zu 90 Tage.

Bitte beachten Sie, dass die grüne Versicherungskarte nur im europäischen Teil der Türkei anerkannt wird. Beabsichtigen Sie mit dem Fahrzeug auch den asiatischen Teil zu bereisen, kann eine Versicherung an der Grenze für die Dauer von mindestens 30 Tagen abgeschlossen werden. Die Kosten variieren je nach Versicherungsdauer und Fahrzeugtyp. Sinnvoll ist auch, sich bereits vor Antritt der Reise mit dem eigenen Versicherungsunternehmen in Verbindung zu setzen und prüfen zu lassen, ob die Reise in den asiatischen Teil der Türkei nicht

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Von Mai bis Oktober besteht in der Çukurova/Amikova-Region und den südöstlichen Landesteilen im Grenzgebiet zu Syrien und dem Irak ein mögliches Malariarisiko (speziell im Rahmen der Staudammbauten in der Harin- und Ceylanpinar Ebenen), allerdings in der weniger gefährlichen Form Plasmodium vivax. In den größeren Touristenzentren des Westens und Südwestens besteht keine Ansteckungsgefahr.

Essen und Trinken

Das Leitungswasser ist in den Städten zwar gechlort, es ist aber dennoch ratsam das überall erhältliche Mineralwasser in Flaschen zu trinken. Wenn eine Wasserquelle mit dem Wort içilmez gekennzeichnet ist, ist es nicht trinkbar; Wasser aus Quellen, die mit içilir oder içme suyu gekennzeichnet sind, können problemlos getrunken werden.

Milch ist pasteurisiert. Man sollte ausschließlich gut durchgegartes Fleisch und Fisch essen. An den Straßenständen ist die übliche Vorsicht geboten; es sollten nur frisch gekochte Speisen verzehrt werden, die idealerweise vor den eigenen Augen zubereitet wurden. Während der Sommermonate können die Temperaturen in der Türkei bis zu 40°C erreichen, so dass man immer eine Wasserflasche dabei haben sollte, um eine Dehydrierung zu vermeiden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor allem im Südosten an der syrischen Grenze vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Laut aktueller Untersuchungen besteht landesweit ein hohes Infektionsrisiko für Hepatitis A und ein mittleres Infektionsrisiko für Hepatitis B. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Landesweit kommen in ländlichen Gebieten vorwiegend im Sommer selten Erreger des Krim-Kongo-Fiebers vor, die von Zecken übertragen werden. Urlauber sollten sich deshalb vor Zeckenbissen schützen. Bei Wanderungen durch Gras oder Unterholz wird empfohlen, Socken, lange Hosen und Hemden zu tragen. Letzte gemeldete Fälle: Im Jahr 2012. 

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt im Süden vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt vor. Bei besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung.

Geld

Währung

1 Türkische Lira (Türk Lirasi)= 100 Kuruş. Währungskürzel: TL, TRY (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20, 10 und 5 TL, Münzen in den Nennbeträgen 1 TL und 50, 25, 10, 5 und 1 Kuruş.

Kreditkarten

Vor allem Visa und MasterCard, aber auch American Express werden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Vorsicht ist beim Bezahlen mit ec-Karte z.B. in Restaurants geboten, in denen man die Karte nicht immer im Auge behalten kann (hier wird oft eine Autorisierung per Ausweis verlangt).

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-17.00 Uhr (z. T. auch durchgehend).

Devisenbestimmungen

Unbeschränkte Einfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen, es besteht jedoch Deklarationspflicht ab einem Gesamtwert von 5.000 US$. Ausfuhr bis zu einem Gesamtbetrag im Gegenwert von 5.000 US$ bzw bis in Höhe des deklarierten Betrages.

Quittungen vom Geldumtausch in der Türkei müssen aufbewahrt werden. Im Falle eines Rückumtausches von TL in eine ausländische Währung, müssen bei der Ausreise alle Quittungen vorgelegt werden.

Geldwechsel

Alle Umtausch- und Einkaufsbelege müssen als Nachweis für legalen Umtausch aufbewahrt werden. Die Kurse können in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Bank zu Bank unterschiedlich sein. Geld und Reiseschecks können an allen PTT-Ämtern getauscht werden. Flughäfen, Hotels und Banken verlangen hohe Provisionen. Besser sucht man eine der zahlreichen freien Wechselstuben (Döviz Bürosu) auf. Wechselstuben haben meist auch am Wochenende und während der Hochsaison oft bis Mitternacht geöffnet.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Türkisch. Im Südosten der Türkei wird teilweise Kurdisch gesprochen, außerdem hört man mitunter Arabisch, Griechisch und Armenisch. In Städten und Touristenorten wird oft Deutsch gesprochen, daneben Englisch und Französisch.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Ramazan Bayrami vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Ramazan Bayrami auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Kurban Bayrami, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
 

Hinweis: I. Allg. sind Touristenzentren und Hotelanlagen meist nicht betroffen.
 

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Ramazan Bayrami vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Ramazan Bayrami auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Kurban Bayrami, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
 

Hinweis: I. Allg. sind Touristenzentren und Hotelanlagen meist nicht betroffen.
 

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Türkei eingeführt werden:

400 Zigaretten, 100 Zigarillos oder 50 Zigarren, 250 g Zigarettentabak (mit 200 Blatt Zigarettenpapier), 250 g Pfeifentabak oder 200 g Kautabak oder 200 g blauer Tabak oder 50 g Schnupftabak;
Getränke mit einem Alkoholgehalt über 22%: 1 Liter;
 
Getränke mit einem Alkoholgehalt bis zu 22%: 1 Liter;
 
Reisende unter 18 Jahren dürfen weder alkoholhaltige Getränke noch Tabakwaren einführen. 
 
Eau de Toilette, Parfüm, Eau de Cologne, Lavendelwasser, Essenz und Lotionen (Gesamtmenge nicht über 600 ml);
 
5 Stücke Hautpflegemittel und Toilettenartikel.
1 kg Kaffee, 1 kg löslicher Kaffee, 1 kg Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg Süßigkeiten.
Geschenke, medizinische Geräte und Medikamente zusammen im Wert von bis zu 300 € (Kinder unter 15 J. 145 €).
 
Die Ein- und Ausfuhr von persönlichem Schmuck bis zu einem Wert von 15.000 US$ ist erlaubt. Schmuck der mehr als 15.000 US$ wert ist, muss deklariert werden. Wird Schmuck in der Türkei erworben, sind Kaufnachweise erforderlich.
 
Nur bestimmte Artikel für den persönlichen Gebrauch dürfen zollfrei eingeführt werden. Eine vollständige Liste ist vom Generalkonsulat erhältlich (s. Kontaktadressen).
Ausländische Touristen sollten ihre Wertsachen bei der Einreise in ihrem Reisepass registrieren lassen, damit es später bei der Ausreise zu keinen Problemen kommt.
Die Mitnahme eines Kaufbeleges für ein mitgeführtes Mobiltelefon ist empfehlenswert.
 
Importbestimmungen

Für die Einfuhr von Waffen und Schneidwerkzeug wird eine besondere Erlaubnis benötigt.

Verbotene Importe

Die Einfuhr von Rauschgiften aller Art ist streng verboten. Es wird darauf hingewiesen, dass Drogenschmuggel in und aus der Türkei wie auch der illegale Drogenkonsum mit hohen Gefängnisstrafen geahndet werden.

Verbotene Exporte

Verboten ist der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von Kultur- und Naturgütern (z.B. Antiquitäten, alte Münzen, Fossilien, Steine, Fossilien). Diese gelten als staatliches Eigentum. Verstöße werden mit mehreren Monaten Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z.Zt. ca. 9.000,- Euro) gehandet. Dabei spielt der Wert der Antiquitäten keine Rolle. 
Es besteht jedoch die Möglichkeit, eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen. Beantragt werden diese bei den dem türkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen.

Wirtschaft

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-17.30 Uhr.

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0090.  Das interne Telefonnetz ist umfassend. Man benötigt entweder Telefonkarten oder -münzen (Jetons) zum Telefonieren. Diese sind in Postämtern und an Zeitungsständen erhältlich. Ortsgespräche, nationale und internationale Telefongespräche können in PTT-Büros (Postämtern) geführt werden. Notrufnummern sind: Polizei 155 und Feuerwehr 110.

Mobiltelefon

GSM 900/1800. Hauptnetzbetreiber sind Turkcell (Internet: www.turkcell.com.tr), Avea (Internet: www.avea.com.tr) und Vodafone Türkei (Internet: www.vodafone.com.tr). Roaming-Verträge mit europäischen und internationalen Anbietern bestehen. Ggf. lohnt sich der Erwerb einer türkischen SIM-Karte. Die Netzabdeckung ist gut und nur im Osten des Landes in einigen ländlichen Gebieten etwas lückenhaft. 

Internet

Internetanbieter ist u.a. EfesNet (Internet: www.efes.net.tr). Internet-Cafés stehen in allen Städten und zahlreichen Dörfern zur Verfügung. Fast alle Hotels sowie zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars bieten kostenlosen Wi-Fi-Service an. 

Post

Luftpost nach Europa ist ca. drei Tage unterwegs. Die Postämter haben ein gelbes Schild mit der Aufschrift PTT. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00-00.00 Uhr und So 09.00-19.00 Uhr (Hauptpostämter). Kleine Postämter haben die gleichen Öffnungszeiten wie Behörden.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Der Kapali-Carsi-Basar in Istanbul bietet eine große Auswahl an Schmuck, Teppichen und Antiquitäten. Außerdem Textilien, Stickereien, Teppichen, Lederwaren, Intarsienarbeiten und bemalte Kacheln.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Sa 09.30-13.00 und 14.00-20.00 Uhr. Der große Basar in Istanbul ist Mo-Sa 08.00-19.00 Uhr geöffnet.

Nachtleben

Einleitung

In fast allen größeren Städten gibt es Kinos und Nachtklubs mit europäischer und orientalischer Musik. In Izmir, Istanbul und Ankara kann man Theater- und Konzertveranstaltungen besuchen. Zahlreiche Restaurants und Hotels veranstalten Unterhaltungsabende. In den Urlaubsorten ist die Auswahl an Diskotheken und Bars recht groß.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

Die meisten großen Hotels befinden sich in Großstädten wie Istanbul, Ankara und Izmir. In den Küstenorten und Touristengebieten gibt es zahlreiche Hotels, Motels und Campingplätze. In den abgelegenen Landesteilen sind die Unterkünfte recht einfach und entsprechen kaum westlichem Niveau.

Alle Unterkünfte müssen ein Beschwerdebuch haben, in das man aber auch positive Bemerkungen oder Vorschläge eintragen kann. Beschwerden können außerdem direkt an das Ministerium für Tourismus gerichtet werden (s. Adressen) oder an das Fremdenverkehrsamt des jeweiligen Ortes. Allgemeine Informationen auch von: TUROB (Turistik Otelciler ve Isletmeciler Birligi), Yildiz Posta Cad. Dedemen Ticaret Merkezi, 52/1 Kat. 6, TR-Esentepe Istanbul. (Tel: (0212) 275 05 50, 274 33 53. Internet: www.turob.org).

Kategorien: Hotels haben 1 bis 5 Sterne (1-5 Yildizli). Motels und Ferienhäuser sind entweder 1. Klasse oder 2. Klasse (1/2 Sinif).

Camping

Es gibt zahlreiche recht einfache Campingplätze. Eine Campingbroschüre ist bei allen Informationsabteilungen erhältlich (s. Adressen).

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Inhaber eines ISIC-Studentenausweises oder eines internationalen Jugendherbergsausweises bekommen Ermäßigungen in Jugendherbergen. Weitere Informationen von Yücelt Interyouth Hostel, Caferiye Sok No 6/1, Sultanahmet 34400, TR-Istanbul. (Tel: (0212) 513 61 50).

Kultur

Religion

Islam (99,8%, meist Sunniten); christliche und jüdische Minderheit.

Soziale Verhaltensregeln


Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Türken sind sehr gastfreundlich. Besucher sollten islamische Sitten und Gebräuche respektieren.

Kleidung: Legere Kleidung wird überall akzeptiert, Badebekleidung gehört jedoch an den Strand.

Rauchen: In allen öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern, Einkaufszentren, Sportstadien, Kinos, Theatern, Restaurants, Bars, Diskotheken, Cafés sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln darf nicht geraucht werden.

Trinkgeld: In den Rechnungen der Hotels ist Bedienungsgeld bereits enthalten. Zimmermädchen und Kofferträger erwarten jedoch ein Trinkgeld. Im Restaurant sind 10% Trinkgeld üblich. Im Taxi wird der Fahrpreis aufgerundet.

Klima

Beste Reisezeit

Das Klima variiert in der Türkei je nach Region. Die Gebiete an den Küsten der Ägäis, des Mittelmeeres und am Marmara-Meer haben typisches Mittelmeerklima mit heißen Sommern und milden Wintern. In Inneranatolien bringt das kontinentale Klima heiße und trockene Sommer sowie kalte und schneereiche Winter. Die Zeit von April bis November gilt zwar für die gesamte Türkei als die beste Reisezeit, dennoch sind Istanbul und die türkische Mittelmeerküste ganzjährig beliebte Reiseziele. 

Landesdaten

Vorwahl +90 Fläche(qkm) 783562 Bevölkerung 79414269 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 101 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 112

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