Kamerun

Afrika

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Kamerun.

Hauptstadt

Yaoundé.

Douala ist die wirtschaftliche Hauptstadt.

Geographie

Kamerun grenzt im Westen an den Golf von Guinea, im Nordwesten an Nigeria, im Nordosten an den Tschad, im Osten an die Zentralafrikanische Republik und im Süden an Kongo, Gabun und Äquatorialguinea. Die Halbwüste im Norden geht in die hügelige Adamaoua-Savanne über. In dieser Region, die im Westen an die üppig-grünen Mandara-Berge grenzt, gibt es zahlreiche Tierschutzgebiete und Mineralvorkommen. In den Mandara-Bergen entspringt der Fluss Benue, der im Westen in den Niger mündet. Wasserfälle und bis zu 2000 m hohe Vulkangipfel, die mit Bambus bewachsen sind, befinden sich im Nordwesten. An der landwirtschaftlich genutzten Küste gibt es Mangrovensümpfe, hinter denen ein breiter Waldgürtel zum Savannenhochland ansteigt.

Regierung

Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1972. Verfassung von 1972, letzte Änderung 1996. Das Parlament mit 180 Mitgliedern wird auf 5 Jahre gewählt. Unabhängig seit Januar 1960 (Ost-Kamerun; ehemaliges französisches Mandatsgebiet), seit Oktober 1961 (West-Kamerun; ehemaliges britisches Mandatsgebiet).

Staatsoberhaupt

Paul Biya, seit 1982.

Regierungschef

Ephraïm Inoni, seit 2004.

Elektrizität

220 V, 50 Hz.

Zeitzone

West Africa Time: MEZ +2

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Verbindungen mit Air France (AF) über Paris, von Wien mit Austrian Airlines (OS) oder Brussels Airlines (SN) über Brüssel. Direkter Flugdienst von Zürich mit Swiss (LX) nach Douala. Im Code-Share mit Brussels Airlines fliegt Lufthansa (LH) nach Douala und Jaunde.

Ausreisegebühr

Ca. 15.000 XAF in bar.

Anreise mit dem Pkw

Es gibt Straßenverbindungen in den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, nach Äquatorialguinea, Nigeria und Gabun. Fahrzeuge mit Allradantrieb werden empfohlen, während der Regenzeit und generell nachts sollte man auf diesen Straßen nicht reisen. Der Trans-Africa Highway von Kenia nach Nigeria ist im Bau. Die Grenze zur Republik Kongo wurde geschlossen. Das Grenzgebiet zu Nigeria bei der Bakassi-Halbinsel sollte man meiden.

Busse:
Minibusse und Buschtaxis fahren von Yaoundé und Douala in die Nachbarländer. Eventuell muss das Transportmittel an der Grenze gewechselt werden.

Anreise mit der Bahn

Die Anreise aus benachbarten Ländern ist problematisch, da die Spurweiten nicht einheitlich sind. Eine Verlängerung des Streckennetzes von Mbalmayo nach Bangui (Zentralafrikanische Republik) ist jedoch geplant.

Anreise mit dem Schiff

Schiffsverbindungen zwischen Douala und europäischen Häfen sind unregelmäßig. Schiffe sind oft drei Wochen unterwegs und legen zwischendurch auf den Kanarischen Inseln und an westafrikanischen Häfen an. Einige Frachtschiffe haben bis zu 12 Passagierkabinen.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Das Flugzeug ist das effizienteste Transportmittel in Kamerun. Derzeit gibt es keine Linienflüge. Charterverbindungen sollten vor Ort erfragt werden.

Flughafengebühren: 500 CFA Fr.

Flugzeiten


von Yaoundé zu anderen wichtigen Zentren (ungefähre Angaben in Std. und Min.):

Flugzeug Bahn Bus/Pkw
Bafoussam 0.50 - 3.30
Bamenda 1.10 - 4.30
Douala 0.30 4.00 3.00
Dschang 0.50 - -
Garoua 2.30 - 18.00
Koutaba 1.25 - -
Kribi 0.45 - -
Mamfe 1.00 - -
Maroua 3.45 - 24.00
N'Gaoundéré 2.40 10.00 12.00

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Der Straßenzustand ist generell weniger gut, mit Ausnahme der Straßen mit Schotterbelag von Douala nach Yaoundé, Limbé, Buéa, Bafoussam und Bamenda. Die übrigen Straßen sind während der Regenzeit nicht befahrbar. Rechtsverkehr. Nachtfahrten sollten vermieden werden.

Bus:
Es gibt Verbindungen mit modernen Fernbussen zwischen Yaoundé und Douala, Bafoussam und Bamenda sowie Fouban und Dschanga. Die Busse in ländlichen Gegenden sind oft unzuverlässig und teilweise gefährlich.

Mietwagen
mit oder ohne Chauffeur sind relativ teuer, Filialen gibt es in Douala, Yaoundé und Limbé.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein wird empfohlen. Unterlagen: internationaler Führerschein empfohlen, internationale grüne Versicherungskarte.

Unterwegs in der Stadt

In Douala und Yaoundé verkehren Busse (Einheitsfahrpreise). Taxis und Sammeltaxis stehen zu festgesetzten Preisen zur Verfügung. Sie sind nicht immer in sicherem Zustand; mit Überfällen muss gerechnet werden. 10% Trinkgeld liegt im Ermessen des Fahrgastes.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Kamerunische Züge sind langsam, aber preiswert (und immer noch schneller als Busse). Es gibt tägliche Bahnverbindungen von Yaoundé nach Ngaoundéré mit dem 'Gazelle du Nord', der von Douala über Yaoundé und Belabo nach Ngaoundéré fährt. Außerdem gibt es tägliche Verbindungen von Yaoundé nach Douala mit Anschluss nach Nkongsamba sowie von Douala nach Kumba. Einige Züge haben Liegewagen, nur wenige sind klimatisiert oder führen Speisewagen. Fahrkarten müssen am Tag der Abreise gekauft werden.

Reisewarnung

Überblick Kamerun

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 25.01.2017
Unverändert gültig seit: 20.01.2017

Aktuelle Hinweise

Derzeit kommt es in den anglophonen Regionen Nord-Ouest/Northwest  und Sud-Ouest/Southwest (in und um Bamenda und Buea) nach Streiks von anglophonen Lehrkräften und Juristen zu gewalttätigen Demonstrationen und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften, die bereits mehrere Opfer gefordert haben. Reisende sollten die lokalen Medien verfolgen und Demonstrationen und größere Menschenansammlungen unbedingt meiden.

Aufgrund eines erhöhten Anschlags- und Entführungsrisikos für Staatsangehörige westlicher Staaten wird bis auf weiteres von Reisen in entlegene Gebiete Kameruns eindringlich abgeraten. Darüber hinaus wird zu erhöhter Aufmerksamkeit vor allem auf öffentlichen Plätzen, beim Besuch internationaler Einrichtungen sowie an exponierten touristischen Sehenswürdigkeiten, geraten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

In den letzten Jahren wurden in der Region „Extrême-Nord" mehr als 20 Ausländer entführt. Dort besteht weiterhin ein sehr hohes Entführungsrisiko. An der Grenze zu Nigeria und in Maroua, der Hauptstadt der Region Extrême-Nord, ist es zu Selbstmordanschlägen mit zahlreichen Todesopfern gekommen. Vor Reisen in die Region Extrême-Nord (auch Tschadsee) wird daher gewarnt. Deutsche Staatsangehörige, die sich dort aufhalten, sollten die Region verlassen.

Das Grenzgebiet mit der Zentralafrikanischen Republik gilt wegen grenzüberschreitender Übergriffe bewaffneter Gruppender dortigen Rebellen als unsicher.Es besteht außerdem die Gefahr, Opfer von Entführungen oder Raubüberfällen zu werden. Vor Reisen in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird daher ebenfalls gewarnt.

Gewarnt wird darüber hinaus vor Reisen zur Halbinsel Bakassi und Umgebung aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme. Im gesamten Golf von Guinea gibt es Bandenunwesen. In der Vergangenheit gab es Überfälle auf Küstenorte, Fischkutter, Öltanker oder Ölplattformen und Geiselnahmen.In den Regionen Nord und Adamaoua sowie in den Grenzgebieten zu Nigeria und Tschad kommt es vermehrt zu gewalttätigen Raubüberfällen und Entführungen. Von Reisen in die Regionen Adamaoua und Nord wird daher abgeraten. Vor Reisen in die Grenzgebiete zu Nigeria und Tschad (jeweils auf der gesamten Länge der Grenzen) wird gewarnt.

In ganz Kamerun, vor allem in größeren Städten wie auch in den von ausländischen Touristen frequentierten Ferienorten, z.B. Kribi, Limbe und den Twin Lakes bei Melong, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen unbedingt zu beachten:

  • Tragen auffälliger Wertgegenstände/Schmuck vermeiden (auch beim Restaurantbesuch),
  • nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu Fuß unterwegs sein, ein Minimum an Geld mitführen, um bei Überfällen keine Gewaltanwendung zu provozieren,
  • Geld auf mehrere Taschen verteilen,
  • möglichst nicht allein unterwegs sein.

Reisende sollten versuchen, sich zu versichern, ob ein angeblicher Sicherheitsbeamter (Polizei, Gendarmerie) tatsächlich ein solcher ist und auf ihrem Recht bestehen, mit der Deutschen Botschaft in Jaunde Kontakt aufzunehmen. Anstelle des Reisepasses sollte eine beglaubigte Kopie mitgeführt werden. Diese kann auf Antrag in der Konsularabteilung der Deutschen Botschaft gebührenpflichtig angefertigt werden.

An unbelebten Abschnitten der Strände von Kribi und Limbe sowie in der Region um Melong sind Touristen, die allein oder zu zweit und mit Gepäck unterwegs waren, in mehreren Fällen auch tagsüber beraubt worden.

Nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18:00 Uhr) sollten Reisende nicht zu Fuß unterwegs sein und  kein Taxi vom Straßenrand mehr heranwinken. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht das Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. Es ist besser, sich auf ein Hoteltaxi oder einen bekannten Taxifahrer zu verlassen. Außerhalb der größeren Städte ersetzen sog. Mototaxi (Motorräder) die Autotaxis. Es empfiehlt sich, einen vertrauenswürdigen Fahrer zu wählen und diesen für die Dauer des Aufenthalts zu reservieren.

Von Überlandfahrten bei Dunkelheit wird dringend abgeraten. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem unverantwortlichen Verkehrsverhalten vieler Fahrer, insbesondere von LKW, besteht ein vielfach höheres Unfallrisiko als in Europa.

Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich werden. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Reisen Erkundigungen einzuholen.

Seit 2012 kommt es zu Übergriffen ausländischer bewaffneter Gruppen (Tschad, Zentralafrikanische Republik, Nigeria) auf kamerunische Einrichtungen (Nationalparks, Grenzposten). Vor Grenzübertritten auf dem Landweg wird gewarnt. 

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Reisewarnung

In den letzten Jahren wurden in der Region „Extrême-Nord" mehr als 20 Ausländer entführt. Dort besteht weiterhin ein sehr hohes Entführungsrisiko. An der Grenze zu Nigeria und in Maroua, der Hauptstadt der Region Extrême-Nord, ist es zu Selbstmordanschlägen mit zahlreichen Todesopfern gekommen. Vor Reisen in die Region Extrême-Nord (auch Tschadsee) wird daher gewarnt. Deutsche Staatsangehörige, die sich dort aufhalten, sollten die Region verlassen.

Das Grenzgebiet mit der Zentralafrikanischen Republik gilt wegen grenzüberschreitender Übergriffe bewaffneter Gruppender dortigen Rebellen als unsicher.Es besteht außerdem die Gefahr, Opfer von Entführungen oder Raubüberfällen zu werden. Vor Reisen in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird daher ebenfalls gewarnt.

Gewarnt wird darüber hinaus vor Reisen zur Halbinsel Bakassi und Umgebung aufgrund fortdauernder Sicherheitsprobleme. Im gesamten Golf von Guinea gibt es Bandenunwesen. In der Vergangenheit gab es Überfälle auf Küstenorte, Fischkutter, Öltanker oder Ölplattformen und Geiselnahmen.In den Regionen Nord und Adamaoua sowie in den Grenzgebieten zu Nigeria und Tschad kommt es vermehrt zu gewalttätigen Raubüberfällen und Entführungen. Von Reisen in die Regionen Adamaoua und Nord wird daher abgeraten. Vor Reisen in die Grenzgebiete zu Nigeria und Tschad (jeweils auf der gesamten Länge der Grenzen) wird gewarnt.

In ganz Kamerun, vor allem in größeren Städten wie auch in den von ausländischen Touristen frequentierten Ferienorten, z.B. Kribi, Limbe und den Twin Lakes bei Melong, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen unbedingt zu beachten:

  • Tragen auffälliger Wertgegenstände/Schmuck vermeiden (auch beim Restaurantbesuch),
  • nach Einbruch der Dunkelheit nicht zu Fuß unterwegs sein, ein Minimum an Geld mitführen, um bei Überfällen keine Gewaltanwendung zu provozieren,
  • Geld auf mehrere Taschen verteilen,
  • möglichst nicht allein unterwegs sein.

Reisende sollten versuchen, sich zu versichern, ob ein angeblicher Sicherheitsbeamter (Polizei, Gendarmerie) tatsächlich ein solcher ist und auf ihrem Recht bestehen, mit der Deutschen Botschaft in Jaunde Kontakt aufzunehmen. Anstelle des Reisepasses sollte eine beglaubigte Kopie mitgeführt werden. Diese kann auf Antrag in der Konsularabteilung der Deutschen Botschaft gebührenpflichtig angefertigt werden.

An unbelebten Abschnitten der Strände von Kribi und Limbe sowie in der Region um Melong sind Touristen, die allein oder zu zweit und mit Gepäck unterwegs waren, in mehreren Fällen auch tagsüber beraubt worden.

Nach Einbruch der Dämmerung (d.h. nach 18:00 Uhr) sollten Reisende nicht zu Fuß unterwegs sein und  kein Taxi vom Straßenrand mehr heranwinken. Insbesondere bei Sammeltaxen besteht das Risiko bewaffneter Überfälle, bei denen die Opfer Verletzungen davontragen können. Selbst als Gruppe sollte man unbekannte Stadtviertel abends unbedingt meiden und auf gut beleuchteten Hauptverkehrsstraßen bleiben. Es ist besser, sich auf ein Hoteltaxi oder einen bekannten Taxifahrer zu verlassen. Außerhalb der größeren Städte ersetzen sog. Mototaxi (Motorräder) die Autotaxis. Es empfiehlt sich, einen vertrauenswürdigen Fahrer zu wählen und diesen für die Dauer des Aufenthalts zu reservieren.

Von Überlandfahrten bei Dunkelheit wird dringend abgeraten. Wegen technischer Mängel an den Fahrzeugen und dem unverantwortlichen Verkehrsverhalten vieler Fahrer, insbesondere von LKW, besteht ein vielfach höheres Unfallrisiko als in Europa.

Die Weiterreise von Kamerun auf dem Landweg in angrenzende Länder kann aufgrund kurzfristig eintretender politischer Entwicklungen problematisch bzw. unmöglich werden. Hier empfiehlt es sich, kurz vor geplanten Reisen Erkundigungen einzuholen.

Seit 2012 kommt es zu Übergriffen ausländischer bewaffneter Gruppen (Tschad, Zentralafrikanische Republik, Nigeria) auf kamerunische Einrichtungen (Nationalparks, Grenzposten). Vor Grenzübertritten auf dem Landweg wird gewarnt. 

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Kamerun gilt laut WHO als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (Prov. L'Extreme Nord). Ein internationaler Impfausweis mit dem Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung wird von allen Reisenden im Alter von über einem Jahr verlangt. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die in Kamerun den Transitraum nicht verlassen. Ein Gelbfieberimpfschutz wird generell empfohlen.

[2] Generell besteht landesweit ein geringes Cholera-Infektionsrisiko, das vor allem die einheimische Bevölkerung betrifft. Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, kann aber - abweichend von den offiziellen Bestimmungen - gelegentlich verlangt werden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztliche Hilfe einzuholen. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden.

[3]
Hohes Malariarisiko ganzjährig landesweit, einschließlich der Städte. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (85 %) soll stark gegen Chloroquin und Sulfadoxin/Pyrimethamin resistent sein. Empfehlung: Mückenschutz und Vorbeugung duch Medikamente.

[4] Landesweit besteht ein erhöhtes Risiko für Darminfektionen. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Unpasteurisierte

Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

[5] Bei der Ausreise muss ein internationales Impfzertifikat mit einer dokumentierten Poliomyelitis (Kinderlähmung)-Impfung vorgelegt werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit im Süßwasser vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind ungefährlich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Fleckfieber tritt ebenfalls landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A ist weit verbreitet, Hepatitis B ist hochendemisch. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen, bei Langzeitaufenthalten und bei Kindern und Jugendlichen auch gegen Hepatitis B.

HIV/Aids ist im Land ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt im Norden vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis können vorkommen, insbesondere während der Trockenzeit (Dez. bis Mai) in den Savannengebieten. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Es besteht ein landesweites Infektionsrisiko für Schlafkrankheit, die durch Mücken übertragenen wird. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber tritt landesweit auf.

Vogelgrippe

In Kamerun wurde das Vogelgrippevirus (H5/H5N1) in Vögeln von der Welttierorganisation (OIE) erstmals am 12. März 2006 bestätigt.

Reisende sollen sich daher von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden. Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden. Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden. Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.

Gesundheitszeugnis

Für Langzeitaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") in französischer Sprache verlangt.

Geld

Währung

1 Comunauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XAF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000, 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10, 5, 2 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Wird von der Banque des Etats de l'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegeben und von Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Kongo, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik verwendet. Der von der Banque des Etats de l'Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XOF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Kamerun. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Kreditkarten

American Express, Diners Club, MasterCard und Visa werden nur teilweise angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In Jaunde und Douala sind einige Bankautomaten, an denen, wenn sie funktionieren, mit der Visa-Karte Geld abgehoben werden kann. Die Gebühren für diesen Service können jedoch relativ hoch sein.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

EC-Karten mit dem Maestro-Zeichen werden weltweit akzeptiert. Da einige Automaten nicht funktionstüchtig oder leer sind, sollte man sich, bei Möglichkeit, mit genügend Bargeld eindecken.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 07.30/08.00-11.30/12.30 Uhr, z. T. auch bis 15.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Landeswährung ist für touristische Zwecke auf 20.000 CFA Fr, für geschäftliche Zwecke auf 450.000 CFA Fr begrenzt. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht ab einem Gegenwert von ca. 1 Mio. FCFA (ca. 1524,50 Euro). Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge.

Geldwechsel

Euro oder US-Dollar empfohlen. Von einem Tausch bei Straßenhändlern ist dringend abzuraten. Ein Geldwechsel bei Banken erfolgt in der Regel gebührenfrei. Eine Empfehlung ist, nur nach Bedarf zu tauschen, da bei einem Rücktausch ein hoher Kursverlust eingerechnet werden muss. 

Sprache

Überblick

Amtssprachen sind Englisch (20%) und Französisch (80%). Laut Verfassung wird beiden Sprachen die gleiche Stellung eingeräumt. Bantu, Semibantu und andere afrikanische Sprachen sind gebräuchlich.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Kamerun eingeführt werden:

400 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 5 Päckchen Tabak;
1 Flasche alkoholische Getränke;
5 Flakons Parfüm.

Verbotene Exporte

Elfenbein, antike Kunstgegenstände.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate Juli bis September. Vor allem in Städten wird Englisch gesprochen.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr.

Wirtschaft

Handelsabteilung der Botschaft von Kamerun
Kurfürstendamm 136, D-10711 Berlin
Tel: (030) 89 06 80 90.
Internet: www.ambacam.de

Chambre de Commerce, d'Industrie et des Mines du Cameroun (Industrie- und Handelskammer)
BP 4011, CM-Douala
Tel: 42 68 55.

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft von Kamerun
Kurfürstendamm 136, D-10711 Berlin
Tel: (030) 89 06 80 90.
Internet: www.ambacam.de

Chambre de Commerce, d'Industrie et des Mines du Cameroun (Industrie- und Handelskammer)
BP 4011, CM-Douala
Tel: 42 68 55.

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Keine Ortsnetzkennzahlen. Die größeren Städte können direkt angewählt werden. Die nationalen Telefonverbindungen sind häufig schlecht. Telefone sind in Postämtern und Restaurants vorhanden, in den größeren Orten gibt es Telefonzellen. Internationale Telefonanrufe können von Intelcam-Büros (Internet: http://www.camnet.cm/intelcam1/) getätigt werden. Es gibt Telefonkarten.

Mobiltelefon

GSM 900. Mobilfunkgesellschaften umfassen MTN Cameroon Ltd, Mobilis und Orange Cameroun SA (Internet: www.orange.cm). Roaming-Verträge bestehen u.a. mit Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Internet

Hauptanbieter: Camnet (Internet: www.camnet.cm). Es gibt immer mehr Internetcafés in den größeren Städten. Außerhalb von Yaoundé und Douala sind die Gebühren für Internetnutzung oft sehr viel höher.

Post

Briefmarken sind nur in Postämtern erhältlich. Luftpost nach Europa benötigt ca. eine Woche. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.30-18.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Luxusartikel sind teuer. Beliebte Souvenirs sind dekorierte Töpfe, Kannen, Flaschen und Tassen. Große Steingutschüsseln und andere Keramikwaren, Matten und Läufer aus Gras, Raffiabast, Kamelhaar oder Baumwolle, bestickte Kleidungsstücke und Schmuck sind ebenfalls schöne Mitbringsel. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. A. Mo-Sa 07.30-18.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Einheimische Unterhaltungskünstler kann man vor allem während der Festtage in vielen Regionalstädten sehen. In Douala und besonders in Yaoundé gibt es Nachtclubs und Spielkasinos. Die meisten Hotels haben ein Kasino. In vielen internationalen Hotels schließen die Bars erst, wenn der letzte Gast gegangen ist.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

In Douala, Yaoundé, Bamenda, Garoua und Maroua gibt es eine gute Auswahl an Hotels der internationalen Klasse. Die guten Hotels (Einstufung durch die Regierung, es werden zwei oder mehr Sterne vergeben) haben Klimaanlagen, Swimmingpools und Sportanlagen. Den meisten Zimmern ist eine Dusche angeschlossen. Diese Hotels akzeptieren auch Kreditkarten. Übernachtungspreise schließen keine Mahlzeiten ein. Preiswertere Unterkünfte sind ebenfalls vorhanden. Das Hotel de Waza, außerhalb des Waza-Nationalparks im Norden, ist ein Camp mit zwei Pavillons und Einzelzimmern in Strohhütten. Die Hotels sind meist frühzeitig ausgebucht; man sollte rechtzeitig vorbestellen und auf eine schriftliche Bestätigung bestehen. Weitere Informationen vom Ministère du Tourisme (s. Adressen).

Camping

Zelten ist im Boubandjida-Nationalpark am Ufer des Mayo Lidi gestattet.

Kultur

Religion

40 % Christen, 40 % Anhänger von Naturreligionen, 20 % Muslime.

Soziale Verhaltensregeln


Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Im Norden leben zahlreiche Muslime, und Besucher sollten deren Sitten und Gebräuche respektieren. Steinerne Gebetszirkel dürfen nicht betreten werden. Auf dem Land findet man traditionelle Glaubensrichtungen, denen Besucher ebenfalls mit Takt und Offenheit gegenübertreten sollten. Fotografieren: In ländlichen Regionen sollte man beim Fotografieren behutsam vorgehen. Es sollte immer um Erlaubnis gefragt werden, bevor jemand fotografiert wird. Flughäfen, offizielle Gebäude oder militärische Anlagen sollten nicht fotografiert werden. Trinkgeld: Gepäckträger und Hotelpersonal erhalten etwa 10%. Normalerweise ist das Bedienungsgeld in der Rechnung enthalten.

Klima

Beste Reisezeit

Im Süden ist es von November bis Februar sehr trocken. Zwischen März und Juni fällt etwas Regen; Hauptregenzeit Juli - Oktober. Die Temperaturen im Norden schwanken zwischen kühl und sehr heiß. Auf dem Adamaoua-Plateau wird es nachts recht kalt; Regenzeit Mai - Oktober. Regelmäßige Niederschläge in den Ebenen im Landesinneren.

Landesdaten

Vorwahl +237 Fläche(qkm) 475442 Bevölkerung 23739218 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 50 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 112

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