Seit Jahrtausenden ist Gold ein Symbol für Reichtum, Sicherheit und Beständigkeit. Dennoch ranken sich zahlreiche Mythen um das Edelmetall, die viele Anlegerinnen und Anleger verunsichern. Wir räumen mit neun gängigen Irrtümern auf und zeigen Ihnen, warum Gold eine wertvolle Ergänzung für jedes Portfolio sein kann.
1. „Gold ist nur für Krisenzeiten geeignet“
Gold wird oft als „Krisenwährung“ bezeichnet – mit Recht, denn in wirtschaftlich unsicheren Zeiten möchten Investorinnen und Investoren ihr Vermögen mit Gold schützen, da es unabhängig von Finanzsystemen ist. Doch Gold kann mehr als Krise: Über Jahrhunderte hinweg hat es sich als wertbeständiges Anlagegut bewährt. Auch in stabilen Zeiten kann Gold eine wichtige Rolle im Portfolio spielen, da es zur Diversifikation beiträgt und das Risiko volatiler Anlageklassen ausgleicht. Langfristig zeigt sich: Gold hat seinen Wert stets erhalten, unabhängig von wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen.
2. „Gold können sich nur Reiche leisten“
Viele denken, Gold sei nur etwas für Wohlhabende – das stimmt jedoch nicht. Schon kleine Beträge in Gold lohnen sich für die Investition. So gibt es klassische Anlagemünzen wie den Krügerrand oder Barren mit kleiner Grammzahl, die bereits mit wenig Kapital erschwinglich sind. Zudem bieten viele Anbieter sogenannte Goldsparpläne an, bei denen Sie monatlich kleine Beträge in physisches Gold investieren können. Damit können Sie Schritt für Schritt ein Vermögen aufbauen – unabhängig vom Einkommen.
3. „Gold ist keine nachhaltige Anlage“
Es ist wahr, dass der traditionelle Goldabbau in Minen oft mit Umweltbelastungen und sozialen Problemen verbunden ist. Doch die Branche hat sich gewandelt: Immer mehr Anbieter führen nachhaltiger produziertes Anlagegold im Sortiment, das aus recycelten Goldprodukten stammt.
Wichtig zu wissen: Recyclingbarren haben den gleichen Feingehalt wie neu geschürftes Gold, sind also genauso viel wert. Wer bewusst investiert, kann also nicht nur sein Vermögen schützen, sondern auch einen positiven Beitrag für die Umwelt leisten.
4. „Alte Münzen sind weniger wert“
Apropos nachhaltigeres Gold: Die CO2-Bilanz von Münzen, die bereits in Umlauf waren – sogenanntes Vintage-Gold – ist noch besser als die von Recycling-Gold. Viele glauben jedoch, dass alte Münzen ihren Wert verlieren. Dies ist jedoch nicht der Fall, denn auf der Ankaufsseite ist nur das Feingewicht entscheidend – Gold ist Gold. Deshalb kauft die Reisebank Gold 2. Wahl oder Vintage-Gold grundsätzlich zum Preis 1. Wahl an.
5. „Gold ist ein Relikt aus der Vergangenheit“
Gold mag auf eine sehr lange Geschichte zurückblicken, doch ist es alles andere als veraltet. Das Edelmetall wird nicht nur als Anlage geschätzt, sondern spielt auch in der modernen Industrie eine wichtige Rolle – etwa in der Elektronik oder Medizintechnik. Smartphones, Computerchips und sogar die Raumfahrttechnologie nutzen Gold aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften wie Korrosionsbeständigkeit und Leitfähigkeit. Hinzu kommt: Begrenzte Ressourcen machen Gold langfristig zu einem wertvollen Gut, dessen Bedeutung in Zukunft bestehen bleiben wird.
6. „Gold kann nicht gefälscht werden“
Dieser Mythos hält sich hartnäckig – doch leider kann auch Gold gefälscht werden. Besonders bei vermeintlichen Schnäppchen oder Käufen von unseriösen Quellen besteht die Gefahr von Fälschungen oder minderwertigen Legierungen. Die gute Nachricht: Moderne Prüfmethoden wie Ultraschalltests oder Röntgenfluoreszenz machen es nahezu unmöglich, Fälschungen nicht zu erkennen. Wer bei zertifizierten Händlern kauft und auf das LBMA-Prüfsiegel (London Bullion Market Association) achtet, ist auf der sicheren Seite. Die Reisebank prüft jedes einzelne Stück, weshalb Endkunden sowie über 600 Partnerbanken seit vielen Jahren auf uns vertrauen.
7. „Das Investment in Gold erfordert umfangreiches Fachwissen“
Es stimmt zwar, dass es verschiedene Formen von Goldanlagen gibt – physisches Gold wie Barren oder Münzen sowie digitale und papierbasierte Investments wie ETFs oder Zertifikate –, doch der Einstieg ist einfacher als gedacht. Mit einer kurzen Recherche oder einem Informationsgespräch durch Expertinnen oder Experten lassen sich schnell die wichtigsten Grundlagen erlernen. Insbesondere physisches Gold erfordert keine komplizierten Strategien wie andere Anlageklassen.
8. „Die Goldanlage hat keine Steuervorteile“
Ein weitverbreiteter Irrtum, denn physisches Gold bietet in Deutschland sogar einen erheblichen steuerlichen Vorteil. Gewinne aus dem Verkauf von physischem Gold sind nach einer Haltedauer von zwölf Monaten komplett steuerfrei – ein großer Pluspunkt gegenüber Aktien oder Fonds, bei denen Kapitalertragssteuern anfallen können. Zudem fällt beim Kauf von Anlagegold keine Mehrwertsteuer an (im Gegensatz zu Silber, Platin und Palladium).
9. „Gold ist extrem rar“
Es stimmt zwar, dass die Menge an neu abbaubarem Gold begrenzt ist – Schätzungen zufolge könnten die bekannten Vorkommen innerhalb weniger Jahrzehnte erschöpft sein –, doch das Recycling von Gold sorgt dafür, dass genug vom beliebten Edelmetall verfügbar bleibt. Bereits heute stammt ein großer Teil des weltweiten Angebots aus recyceltem Material, etwa aus alten Schmuckstücken oder Elektronikgeräten. Diese Wiederverwertung macht das Edelmetall nachhaltiger nutzbar und sorgt dafür, dass Anlegerinnen und Anleger auch langfristig Zugang zu diesem wertvollen Rohstoff haben.
Fazit
Diese und weitere Mythen halten viele davon ab, Gold in ihr Portfolio aufzunehmen – dabei bietet es zahlreiche Vorteile: Ob als langfristiger Schutz vor Inflation, zur Portfoliodiversifikation oder als nachhaltigere Anlage: Gold hat seinen Platz in der modernen Investmentwelt mehr als verdient.