Physisches Gold im Portfolio – so hoch sollte der Anteil sein

Eine neue wissenschaftliche Studie hat den idealen Anteil von Gold im Portfolio errechnet. Die Studie der Wissenschaftler von CFin Research der Steinbeis Hochschule und der Reisebank hat dafür zum einen die Ergebnisse vergangener Studien herangezogen als auch eigene Berechnungen angestellt. Dabei verfolgte der analytische Ansatz das Ziel, ein Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen so zu gestalten, dass die erwartete Rendite maximiert und gleichzeitig das Risiko minimiert wird. 

Dabei gilt grundsätzlich, dass ein diversifiziertes, also breit aufgestellter Anlagemix das Risiko verringert und somit Schwankungen einzelner Anlageklassen durch andere ausgeglichen werden.

Um die ideale Portfoliobeimischung von Gold zu bestimmen, wurden insgesamt vier Anlageklassen betrachtet. Neben Gold sind dies Aktien, Anleihen und Immobilien.

Das Ergebnis: In Abhängigkeit vom Anlagespektrum, der Risikobereitschaft und dem Anlagezeitraum, ergibt sich ein optimaler Goldanteil zwischen 5 und 16 Prozent. Nach der jüngsten repräsentativen Goldstudie liegt der durchschnittliche Anteil des Goldes im Vermögensmix der Deutschen aber nur bei knapp drei Prozent.

Menschen, die bereits breit diversifiziert, risikoavers aufgestellt sind und nur einen kurzfristigen Anlagezeitraum anstreben, benötigen demnach deutlich weniger Gold als Anleger*innen, die zum Beispiel mehrheitlich in risikobehafteten Werten investiert haben, wenig diversifiziert sind und sich langfristig gegen Schwankungen absichern wollen. Hier empfiehlt die Studie folglich eine deutlich höhere Beimischung.

Der optimale Anteil von Gold im Portfolio von Anleger*innen variiert basierend auf verschiedenen Faktoren, wie Risikoneigung, Anlagespektrum und Anlagezeitraum*

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass viele Anleger*innen nicht wüssten, welche steuerlichen Vorteile Investments in physisches Gold bieten. Dies würde das Investment mittel- und langfristig zudem attraktiv machen. 

Die Studienergebnisse wurden erstmals in der Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen wissenschaftlich publiziert. Zur Publikation geht es hier.

*Einflussfaktoren auf den Goldanteil:

Risikoneigung
Ein hoher Goldanteil geht i.d.R. mit einer erhöhten Risikobereitschaft einher. Dies liegt zum einen am Absicherungscharakter des Golds eines ansonsten risikoreichen Portfolios. Zum anderen birgt eine hohe Gold-allokation an sich ein Anlagerisiko.

Anlagespektrum
Ist das Anlagespektrum eingeschränkt, sollte der Goldanteil im Portfolio steigen, da Gold zur Diversifikation beiträgt.

Anlagehorizont
Ein längerer Anlagehorizont spricht für einen höheren Goldanteil, da Gold seine stabilisierende Wirkung vor allem über längere Zeit-räume entfaltet.

Weitere Faktoren
Weitere Einflussfaktoren sind u.a. Inflationserwartungen oder der individuelle Liquiditätsbedarf.

Hinweis: Zur Studie veröffentlichen wir in den kommenden Wochen eine Reihe von ausgewählten Schwerpunktthemen. Schauen Sie regelmäßig auf unserer Seite vorbei oder abonnieren Sie unseren Newsletter, um keinen Beitrag zu verpassen!

14. August 2025

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