Venezuela

Südamerika

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Bolivarische Republik Venezuela.

Hauptstadt

Caracas.

Geographie

Venezuela grenzt im Norden an die Karibik, im Osten an Guyana und den Atlantischen Ozean, im Süden an Brasilien und im Westen und Südwesten an Kolumbien. Das Land gliedert sich in vier Regionen: Das Hochland der Anden im Westen, das Maracaibo-Becken mit dem gleichnamigen See im äußersten Nordwesten, das ausgedehnte Orinoco-Tiefland mit den Llanos und das Bergland von Guyana im Osten und Süden, das fast 50% der Gesamtfläche bedeckt. Venezuela bietet vielfältige Landschaften, die Wüste und Sümpfe ebenso einschließen wie schneebedeckte Gipfel und weitläufige Ebenen.

Regierung

Präsidiale Bundesrepublik seit 1961. Neue Verfassung von 1999. Die Nationalversammlung hat 165 Mitglieder. Alle fünf Jahre finden allgemeine Wahlen statt. Wahlpflicht ab 18 Jahren. Unabhängig seit Juli 1811 (Proklamation; ehemalige spanische Kolonie), endgültig 1821. 1830 Loslösung von Großkolumbien.

Staatsoberhaupt

Nicolás Maduro, seit April 2013.

Regierungschef

Nicolás Maduro, seit April 2013.

Elektrizität

120 V, 60 Hz. US-Stecker, Adapter erforderlich.

Zeitzone

Venezuelan Standard Time: MEZ -5

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Venezuelas Fluggesellschaften Aeropostal (Alas de Venezuela) (VH) (Internet: www.aeropostal.com) verbindet Venezuela mit Destinationen in den USA, der Karibik und Südamerika. British Airways (BA) und United Airlines (UA) bieten Flugverbindungen von Europa nach Venezuela.

Airpässe

Der TAM South American Airpass ist gültig auf allen Strecken der teilnehmenden Fluglinien innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Die teilnehmende Fluglinie ist: TAM (JJ). Der Pass gilt für Aufenthalte von mindestens 7 und maximal 45 Tagen und ist nur erhältlich für Passagiere, die ihren Wohnsitz außerhalb Südamerikas haben, in Verbindung mit einem internationalen Hin- und Rückflugticket. Es müssen mindestens 2 und dürfen höchstens 5 Länder bereist werden. Es sind maximal 8 Flugcoupons erlaubt (9 falls Iguazú angeflogen wird), mit maximal 2 Flugunterbrechungen (Stopovers) pro Land. Die Flugroute muss im Flugschein festgelegt und fest reserviert werden. Flüge dürfen umgebucht werden, die Flugroute darf jedoch nicht geändert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 25%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.

Der Oneworld Visit South America Pass ist gültig auf Strecken der teilnehmenden Fluglinien American Airlines, British Airways, LAN, Qatar Airways sowie die dazugehörenden Fluggesellschaften innerhalb Südamerikas in den folgenden Ländern: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Nur anwendbar für Passagiere, deren Wohnsitz außerhalb Südamerikas ist. Maximal 6 Monate ab Ankunft in Südamerika gültig. Der Airpass beinhaltet mindestens 3 Coupons. Die Anzahl der Coupons ist nicht limitiert. Für jeden Streckenabschnitt wird ein Coupon benötigt. Die Stopovers sind beschränkt auf die Anzahl der gekauften Coupons. Kinder ab 2 Jahren: keine Ermäßigung. Kleinkinder unter 2 Jahren frei (kein Sitzplatzanspruch). Die Reservierung der gesamten Strecke muss vor Abreise, bzw. Ticketausstellung erfolgen. Pro Streckenänderung, oder Änderung des Flugdatums wird eine Gebühr erhoben. Stornogebühren: Vor Reiseantritt Erstattungen, nach Reiseantritt keine Erstattung. Flugscheinkauf/Ausstellung vor Reisebeginn in Deutschland.

Ausreisegebühr

23.500 Bs/55 US$, im Ticketpreis enthalten. Transitpassagiere sowie Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren sind davon ausgenommen.

Anreise mit dem Pkw

Verbindungsstraßen führen von Kolumbien (Barranquilla und Medellín) nach Maracaibo sowie vom brasilianischen Amazonasgebiet (Manaus) nach Caracas.

Anreise mit der Bahn

Keine internationalen Bahnverbindungen.

Anreise mit dem Schiff

Die größten Häfen sind La Guaira, Puerto Cabello, Maracaibo, Guanta, Porlamar und Ciudad Bolívar (am Orinoco).
Eine der größten Schifffahrtslinien, die Venezuela anlaufen, ist Hapag Lloyd (Internet: www.hlkf.de). Südamerika-Kreuzfahrten kann man u.a. auch mit Cunard (Internet: www.cunard.com) und AIDA (Internet: www.aida.de) unternehmen.
Hafengebühr bei Ausreise.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Das beste Verkehrsmittel ist das Flugzeug, fast jede größere Stadt wird von den inländischen Fluggesellschaften Aeropostal (Alas de Venezuela) (VH) angeflogen.

Anmerkung zu Flugreisen

Flughafengebühren


16.800 Bs.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz zwischen den größeren Städten ist sehr gut.
Bus: Es gibt einige Überlandverbindungen.
Mietwagen kann man an den Flughäfen und in den Großstädten erhalten, die Preise sind jedoch hoch. Das Mindestalter beträgt 21 Jahre, und der Wagen muss mit Kreditkarte bezahlt werden. Außerdem muss ein Personalausweis oder ein Reisepass vorgelegt werden. Unterlagen: Internationaler Führerschein.

Unterwegs in der Stadt

Mit der U-Bahn (Internet: www.metrodecaracas.com.ve) fährt man in Caracas bequem und preiswert. Valencia verfügt ebenfalls über eine U-Bahn. Die Por Puestos (Sammeltaxis) machen dem öffentlichen Busnetz starke Konkurrenz. Sie werden von Minibusfirmen betrieben und haben sich inzwischen zum Hauptverkehrsmittel in den größeren Städten entwickelt (außer abends und an Wochenenden gleiche Fahrpreise wie für die Busse). Taxis in Caracas haben Taxameter, trotzdem kann der Fahrpreis vorher ausgehandelt werden. Nach Mitternacht wird der Taxameter nicht mehr benutzt, und man sollte den Fahrpreis auf jeden Fall im Voraus vereinbaren. Nach 20.00 Uhr doppelter Fahrpreis. Am Flughafen hängen die Taxifahrpreise aus.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Das Schienennetz in Venezuela ist noch wenig entwickelt und sollte deshalb nicht in die Reiseplanungen einbezogen werden. Zugverbindungen bestehen zwischen Caracas und Charallave. Bahnverbindungen von Barquisimeto nach Puerto Cabello sowie von Yaritagua über Acarigua nach Turen sind wegen Renovierungsarbeiten stillgelegt worden. Die Strecke Naguanagua - Cagua befindet sich im Bau.

Unterwegs mit dem Schiff

Fähren verkehren zwischen Puerto La Cruz und der Insel Margarita (Fahrzeit 2 Std. 45 Min.).

Reisewarnung

Überblick Venezuela

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 31.01.2017
Unverändert gültig seit: 24.01.2017

Aktuelle Hinweise

Die Regierung Venezuelas hat am 13. Mai 2016 den Ausnahmezustand über das gesamte Land verhängt. Bei politischen Protesten kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Angesichts dieser aktuellen Lageentwicklung und dem fortbestehenden wirtschaftlichen und Versorgungsnotstand im Land wird von nicht dringenden Reisen nach Venezuela abgeraten.

Ausgenommen davon sind die folgenden Touristenziele, sofern sie im Rahmen organisierter Reisen besucht werden: Los Roques, Roraima, Canaima-Nationalpark, Isla Margarita und das Amacuro-Delta. Dabei ist zu beachten, dass es trotz der begonnenen Regenzeit im ganzen Land noch immer zu Ausfällen der Versorgung mit Trinkwasser und Strom kommt. Soweit Trinkwasser verfügbar ist, wird dieses nicht in der in Deutschland gewohnten Qualität bereitgestellt. Dies führt zu Einschränkungen auch im Gesundheits- und Tourismussektor. Die medizinische Versorgungslage in Venezuela verschlechtert sich zunehmend. Die adäquate Behandlung insbesondere von Notfällen – etwa im Zuge von Verkehrsunfällen - ist nicht allerorts und jederzeit gewährleistet. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen (Näheres siehe Medizinische Hinweise).

Aufgrund der sich verschlechternden Wirtschafts- und Versorgungslage kommt es vor allem in den Städten vermehrt zu Demonstrationen, die teils angekündigt werden, teils spontan entstehen. Bei diesen sind in der Vergangenheit wiederholt auch Schusswaffen eingesetzt worden.  Reisenden wird zu erhöhter Aufmerksamkeit geraten und nachdrücklich empfohlen, sich von Demonstrationen und großen Menschenansammlungen fern zu halten. 

Im Hinblick auf die verbreitete, hohe Gewaltkriminalität, der immer wieder auch Ausländer zum Opfer fallen, ist besondere Vorsicht geboten.

Deutschen, die sich im Land aufhalten und sich bisher nicht in die Deutschenliste der Botschaft eingetragen haben, wird empfohlen, sich elektronisch unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de  zu registrieren, um im Fall einer Verschlechterung der Sicherheitslage zentral erreichbar zu sein. Dieser Service kann auch von deutschen Staatsangehörigen genutzt werden, die sich nur kurzzeitig im Land aufhalten.

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Demonstrationen Es wird nachdrücklich empfohlen, sich von Menschenansammlungen und Demonstrationen fernzuhalten und die Medienberichterstattung und diese Reisehinweise regelmäßig und aufmerksam zu verfolgen.

Grenzgebiet zu Kolumbien Von Reisen in die Grenzregion zu Kolumbien wird abgeraten. In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze insbesondere in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia besteht als Folge des kolumbianischen Binnenkonflikts immer noch eine erhöhte Gefahr von Entführungen und anderen Gewaltverbrechen.  

Abgeraten wird auch von der Ausreise über den Landweg von und nach Kolumbien. Vorübergehende Schließungen der Grenze zu Kolumbien können jederzeit kurzfristig verfügt werden. Grenzschließungen ziehen erfahrungsgemäß teilweise extrem lange Wartezeiten nach sich.

Ferieninsel Margarita Auf der Ferieninsel Margarita besteht die Gefahr bewaffneter Raubüberfälle, auch in Hotelanlagen und bei begleiteten und organisierten Gruppenexkursionen. Das Zentrum von Porlamar sollte insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit gemieden werden.

Piraterie Segler sollten beachten, dass Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie entlang der venezolanischen Küste sporadisch vorkommen und entsprechende Maßnahmen ergreifen (Vorsicht mit spontanen Gästen an Bord, Eigensicherung bei Nacht).

Kriminalität Eine deutliche Gefährdung sowohl für Individual- als auch für Gruppenreisende stellt  die hohe Kriminalitätsrate in Venezuela dar. Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt haben zugenommen. Auch Deutsche sind davon betroffen gewesen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas, ist unvermindert hoch. Auch außerhalb der Städte ist, z.B. auf Landstraßen, mit Gewaltkriminalität und Überfällen zu rechnen.

Bei Kontrollen durch Uniformierte (Polizei, Militär) im Stadtgebiet, bei Straßenkontrollen, und selbst am Flughafen sind in der Vergangenheit Reisende von den uniformierten Kontrolleuren beraubt oder zu Geldzahlungen bzw. Geldumtausch genötigt worden. Reisende sollten bei derartigen Kontrollen nach Möglichkeit nur eine Kopie des Passes und nicht das Originaldokument aushändigen.

Es wird dringend geraten, die folgenden Hinweise zu beachten:

  • Fahrten bei Dunkelheit sollten aus Sicherheitsgründen vermieden werden. Besonders auf der Autobahn zwischen dem Flughafen und Caracas ist es während der Dunkelheit mehrfach zu Überfällen gekommen. Reisenden wird deshalb generell davon abgeraten, nachts diese Strecke zu nutzen.
  • Reisende sollten keine Reisen per Anhalter durchführen und nicht campen.
  • Bei Ausflügen ohne einheimische Reiseleiter sollten Reisende sich genauestens erkundigen, welche Orte unbedingt zu meiden sind (z.B. Armenviertel, die sogenannten „barrios").
  • Bei der Ankunft auf dem Flughafen Caracas kam es in der Vergangenheit zu Überfällen unter Beteiligung von Uniformträgern und Taxifahrern. Reisende sollten in der Ankunftshalle des Flughafens deshalb insbesondere nicht auf Transportangebote von vorgeblichen Taxifahrern oder autorisiert wirkenden Personen eingehen, sondern ausschließlich die offiziellen Flughafen-Taxis benutzen, die unmittelbar vor der Ankunftshalle warten.
  • Bei der Benutzung von Taxis und Bussen sollten nur Fahrzeuge in gutem technischen Zustand gewählt werden, die in Funkverkehr mit ihrer Firmenzentrale stehen. Es können auch Taxis oder Kleinbusse benutzt werden, die vom Hotel ausdrücklich empfohlen werden. Bei der Benutzung von vermeintlich preiswerteren Taxis und Bussen besteht ein hohes Risiko ausgeraubt zu werden.
  • Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem bewaffneten Überfall kommen, wird empfohlen, auf keinen Fall Widerstand zu leisten.
  • Geld sollte nur an den dafür ausgewiesenen Schaltern getauscht werden.
  • Wertvolle Gegenstände oder größere Geldbeträge sollten nicht mitgeführt werden; dies gilt auch bei der Abreise für die Fahrt zum und den Aufenthalt am Flughafen.

Beim Einsatz von Kreditkarten/Bankkarten ist erhöhte Vorsicht angebracht, da es immer wieder Fälle von betrügerischen Abbuchungen gibt.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] In Venezuela besteht außerhalb der größeren Städte und an der zentralen Nordküste ein Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Eine Übertragung auf den Menschen durch Stechmücken ist leicht möglich. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber ist bei direkter Einreise aus europäischen Ländern zwar nicht vorgeschrieben, wird aber bei Einreise innerhalb von 6 Tagen nach einem Aufenthalt in einem WHO-Gelfieber-Endemiegebiet verlangt. Bei Aufenthalten außerhalb der größeren Städte und bei Reisen ins Landesinnere wird jedoch allen Reisenden eine Impfung von der WHO ausdrücklich empfohlen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, jedoch kann abweichend von offiziellen Bestimmungen gelegentlich ein Cholera-Impfzertifikat verlangt werden. Insbesondere dann, wenn im Herkunftsland Cholera vorkommt bzw. wenn man außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt einreist. Touristen sind jedoch in der Regel nicht betroffen. Das Risiko einer Infektion ist nicht auszuschließen. Cholera kommt gelegentlich in den Bundesstaaten Anzoátegui, Delta Amacuro, Monagas, Nueva Esparta und Sucre vor. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4] Ein Malariarisiko besteht ganzjährig in den südlichen und östlichen Provinzen. Erhöhtes Malariarisiko für die gefährlichere Form Malaria tropica (Plasmodium falciparum) besteht in den Urwaldregionen des Amazonas (Atabapo), Bolivar (Cedeno, Gran Sabana, Sifontes, Raul Leoni und Sucre) und Delta Amacuro (Antonia Diaz, Casacoima und Pedernales). Überwiegend die weniger gefährliche Form Malaria tertiana (Plasmodium vivax) in den ländlichen Regionen von Apure, Barinas, Sucre und Tachira; eine deutliche Zunahme der Fälle wird derzeit von Bolivar und Amazonas berichtet. Kein Malariarisiko besteht in den Städten sowie an den mittleren Küstenabschnitten und auf den vorgelagerten Inseln (z.B. Insel Margarita). Die Plasmodium falciparum soll chloroquinresistent sein. In den südlichen und östlichen Provinzen wird eine Notfallmedikation empfohlen, ansonsten reicht ein Schutz durch langärmelige Kleidung und Insektenschutzmittel.

Essen und Trinken

Wegen der hohen Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Trinkwasser ist normalerweise gechlort und kann u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Das Leitungswasser hat nicht die in Europa gewohnte Qualität. Wasser außerhalb der Städte ist nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte aus ungekochter Milch, Fleischwaren, Geflügel, Meeresfrüchte verzehrt, Obst und Gemüse jedoch sollten vorsorglich geschält werden

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger können landesweit (v.a. in den ländlichen Gebieten von Maracay, Aragua, Corabobo und Valencia) in manchen Teichen und Flüssen vorkommen. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in den ländlichen Gebieten im Norden vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) ist verbreitet und die Fallzahlen stark gestiegen. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor allem während der Regenzeit von Mai bis Dezember landesweit, vor allem aber im Norden (auch Maracaibo-See) einschließlich der Hauptstadt, vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Vereinzelt tritt in ländlichen Gebieten die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weltweit ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Die bekannten Risiken sollte man auch hier meiden.

Durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden.

Tollwut kommt landesweit (v.a. in Zulia) vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher
dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen
ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe.
Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Geld

Währung

1 Bolívar fuerte (kurz: Bolívar) = 100 Céntimos. Währungskürzel: Bs.F., VEF (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 20.000, 10.000, 5.000, 2.000, 1.000, 500 Bs.F. und Münzen sind im Wert von 500, 100, 50, 20 und 10 Bs.F. sowie in 50, 25, 121/2, 10, 5 und 1 Céntimos im Umlauf. Der Bolívar Fuerte ist an den US-Dollar gebunden.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten wie Visa und MasterCard werden in den Städten und Touristenzentren von größeren Hotels, Geschäften und Mietwagenfirmen akzeptiert. Geldautomaten der Touristengebiete der großen Städte akzeptieren ebenfalls Kreditkarten zum Geld abheben. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Einige Geldautomaten, die entsprechend gekennzeichnet sind, akzeptieren ec-Karten zum abheben jedoch nicht für bargeldlose Zahlungen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr, teils mit Mittagspause.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen, Deklarationspflicht ab 10.000 US$.

Geldwechsel

Ist nur in Wechselstuben (Cambios), Banken und in internationalen Hotels zum staatlich festgelegten Kurs gestattet. US$ werden in kleinen Stückelungen auch als Zahlungsmittel akzeptiert. Euro werden nur in Großstadtbanken getauscht.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Spanisch. Indianische Sprachen dienen regional als Umgangssprache. Englisch, Französisch, Deutsch und Portugiesisch werden ebenfalls teilweise gesprochen.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Zusätzlich gibt es noch regionale Feiertage. Einzelheiten von der Botschaft oder vom Fremdenverkehrsamt.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Venezuela eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 25 Zigarren oder 250 g Tabak;
2 l alkoholische Getränke;
Parfüm und Eau de Toilette für den persönlichen Gebrauch;
Geschenke bis zum Wert von 1.000 US$.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

In Geschäftskreisen wird überwiegend Englisch gesprochen, Spanischkenntnisse sind jedoch von Vorteil. Termine sollten rechtzeitig vereinbart werden, und Pünktlichkeit wird erwartet. Visitenkarten werden ausgetauscht.


Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr mit einer ausgedehnten Mittagspause zwischen 12.00-15.00 Uhr um der Mittagshitze zu entgehen.

Wirtschaft

Handelsabteilung der Botschaft von Venezuela
Schillstraße 9-10, D-10785 Berlin
Tel: (030) 832 24 00.

Deutsch-Venezolanische Industrie- und Handelskammer (CAVENAL)
Centro COINASA, Piso 4, Avda. San Felipe, La Castellana, VE-Caracas
Tel: (02 12) 277 38 11.
Internet: www.cavenal.org

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Federación Venezolana de Cámaras y Asociaciones de Comercio y Producción (FEDECAMARAS)
Apdo. 2568, Edificio Fedecàmaras, Piso 5, Pent-House 2, Avenida El Empalme, Urb El Bosque, VE-Caracas
Tel: (02) 731 17 11.
Internet: www.fedecamaras.org.ve

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft von Venezuela
Schillstraße 9-10, D-10785 Berlin
Tel: (030) 832 24 00.

Deutsch-Venezolanische Industrie- und Handelskammer (CAVENAL)
Centro COINASA, Piso 4, Avda. San Felipe, La Castellana, VE-Caracas
Tel: (02 12) 277 38 11.
Internet: www.cavenal.org

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Federación Venezolana de Cámaras y Asociaciones de Comercio y Producción (FEDECAMARAS)
Apdo. 2568, Edificio Fedecàmaras, Piso 5, Pent-House 2, Avenida El Empalme, Urb El Bosque, VE-Caracas
Tel: (02) 731 17 11.
Internet: www.fedecamaras.org.ve

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0058. Alle größeren Städte sind gut mit öffentlichen Telefonen ausgestattet. Sie können mit Münzen oder Telefonkarten genutzt werden. Die günstigste Möglichkeit zu telefonieren, bieten Prepaid-Karten, die man am Flughafen, in Hotels, in CANTV-Geschäftsstellen, am Kiosk, im Postamt oder in Tabakläden kaufen kann. Notrufnummern sind: Polizei 17, Feuerwehr 18 und Rettungswagen 15.

Mobiltelefon

GSM 900 und GSM 850. Zu den Mobilfunkgesellschaften gehört u.a. Digitel (Internet: www.digitel.com.ve). Der Empfangs-/Sendebereich ist auf Caracas und Umgebung begrenzt. Internationale Roaming-Verträge bestehen. Ggf. lohnt sich der Erwerb einer venezolanischen SIM-Karte. 

Internet

Hauptanbieter ist u.a. CantvNet (Internet: www.cantv.net). In den meisten Städten gibt es Internet-Cafés.

Post

Luftpost nach Europa ist 3 Tage bis 5 Wochen unterwegs; Sendungen im inländischen Postverkehr brauchen manchmal länger. Auf dem Land- und Seeweg ist Post nach Europa mindestens einen Monat unterwegs. Auf den Postämtern (ipostel) sind neben Briefmarken auch Briefbögen für Luftpost erhältlich, in deren Preis das Porto eingeschlossen ist. Briefkästen für Auslandspost sind mit extranjero bzw. internacional gekennzeichnet. Postämter haben Mo-Fr von 08.00-18.00 Uhr geöffnet. Mit einer zwei- bis dreistündigen Mittagspause sollte immer gerechnet werden.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Edelsteine, Schmuck, Cacique-Münzen, Gold, Perlen, Schuhe, Handtaschen, Pfeil und Bogen der Indios, Matten, Pfeifen, Körbe, Alpargatas (traditionelle einheimische Fußbekleidung der Campesinos) und Chinchorros (Hängematten).

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Sa 09.00-13.00 und 15.00-19.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

In den größeren Städten gibt es Nachtclubs und Diskotheken. Im Nationaltheater und auf den vielen städtischen Bühnen kann man Konzerte, Ballettaufführungen, Theaterstücke, Opern und Operetten genießen. Caracas bietet daneben Freilichttheater und Kinos.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

In Caracas stehen dem Feriengast ausgezeichnete Hotels zur Verfügung. Im ganzen Land gibt es viele kleinere Hotels; Vorausbuchung empfohlen.

Kategorien:
Hotels werden in drei Kategorien eingestuft. Je teurer das Hotel, desto mehr Komfort wird geboten. Bedienungsgeld wird nicht berechnet, und es gibt keine saisonalen Preisunterschiede.
Hotels außerhalb der Hauptstadt sind preiswerter, der Standard liegt allerdings etwas niedriger. Genauere Informationen enthält der Guía Turistica de Caracas Littoral y Venezuela, der von der Corporación de Turismo de Venezuela herausgebracht wird (s. Adressen).

Camping

Es gibt es keine offiziellen Campingplätze. Man kann sein Zelt an Stränden, auf Inseln, in den Llanos oder den Bergen aufschlagen. Reiseveranstalter, die Dschungeltouren anbieten, organisieren manchmal auch Campingausflüge.

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Auskünfte erteilt: Hostelling International, Av. Lecuna Parque Central, Edif. Tajamar, Nivel OFC 1, Of. 107, Caracas (Tel: (02) 576 44 93) sowie Idiomas Vivos s.r.l., Res. La Hacienda Local 1-4-T, Final Av. ppal. Las Mercedes, Aptdo. 80160, Caracas 1080. Tel: (02) 993 39 30.

Kultur

Religion

Römisch-katholisch (96 %). Protestantische (2 %), orthodoxe und jüdische Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Das Abrazo, eine Kombination aus Umarmung und Händedruck, ist ebenfalls üblich.

Kleidung: In Caracas ist zurückhaltende Alltagskleidung angebracht. Männer sollten bei Geschäftstreffen Anzüge tragen. In Restaurants und zu gesellschaftlichen Anlässen werden Sakko und Krawatte erwartet. An der Küste ist die Kleidung salopper, aber Badebekleidung gehört an den Strand.

Rauchen: Das Rauchen ist in geschlossenen öffentlichen Räumen wie am Arbeitsplatz, in Einkaufszentren, in Restaurants, in Bars, in Diskotheken etc. verboten.

Trinkgeld: Der Betrag liegt in der Regel im Ermessen des Gastes. In den meisten Bar- und Restaurantrechnungen sind 10% Bedienungsgeld enthalten, weitere 5-10% sind üblich. Das Hotelpersonal erwartet ebenfalls Trinkgeld. Taxifahrern gibt man Trinkgeld, indem man den Fahrpreis aufrundet, wenn sie z.B. mit dem Gepäck helfen. In Caracas gibt man mehr Trinkgeld als in anderen Landesteilen. Fremdenführer erhalten üblicherweise 5-10% Trinkgeld.

Klima

Beste Reisezeit

In den Ebenen herrscht tropisches, im Gebirge gemäßigtes Klima. In Höhenlagen über 2000 m kann es recht kalt werden. Regenzeit von Mai bis Dezember. Am besten reist man in der Zeit von August bis Oktober nach Venezuela. 

Landesdaten

Vorwahl +58 Fläche(qkm) 912050 Bevölkerung 31518855 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 32 Bevölkerung im Jahr 2016 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 911

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