Venezuela
Landesdaten
Vorwahl
+58Fläche(qkm)
912050Bevölkerung
28.435.940Bevölkerungsdichte(pro qkm)
32Bevölkerung im Jahr
2020Mitglied der EU
NoHauptnotrufnummer
911Übersicht
Obwohl Venezuela vor allem wegen seiner Ölpolitik und seines angriffslustigen Präsidenten bekannt ist, hat das südamerikanische Land als Reisedestination eine erstaunliche Vielfalt an Landschaften und Attraktionen zu bieten. Dazu zählen u. a. tropische Strände, ausgedehnte Feuchtgebiete, mächtige Flüsse, idyllische Kolonialstädte, fast unberührter Dschungel und majestätische Berge. Touristen können zwischen einer großen Anzahl von Abenteueraktivitäten auswählen oder sich in einer der vielen Ferienanlagen erholen.
Die klaren, warmen Gewässer der Karibikküste und der zahlreichen, dem Festland vorgelagerten Inseln sind ideal zum Schnorcheln und Tauchen geeignet. Im tropischen Flachland findet man eine enorme Vielfalt von Tierarten sowie üppige Vegetation und dramatische Wasserfälle, während es Trekking-Fans und Bergsteiger eher in die imposanten Anden zieht.
Venezuela, das ursprünglich von Carib- und Arawak-Indianern bewohnt war, wurde nach Kolumbus’ Entdeckung 1498 zur spanischen Kolonie. Im 18. Jahrhundert führte Simón Bolívar eine breite Rebellion gegen die Kolonialmacht, aber erst 1830 wurde Venezuela unabhängig. Die heute Politik des Landes bestimmt der durch große Teile der unzufriedenen, verarmten Bevölkerung unterstützte Präsident Hugo Chávez, der trotz fehl geschlagener Versuche, ihn zu stürzen, eine formidable Machtfigur bleibt.
Allgemeines
Offizieller Name des Staates
Bolivarische Republik Venezuela.
Hauptstadt
Caracas.
Geographie
Venezuela grenzt im Norden an die Karibik, im Osten an Guyana und den Atlantischen Ozean, im Süden an Brasilien und im Westen und Südwesten an Kolumbien. Das Land gliedert sich in vier Regionen: Das Hochland der Anden im Westen, das Maracaibo-Becken mit dem gleichnamigen See im äußersten Nordwesten, das ausgedehnte Orinoco-Tiefland mit den Llanos und das Bergland von Guyana im Osten und Süden, das fast 50% der Gesamtfläche bedeckt. Venezuela bietet vielfältige Landschaften, die Wüste und Sümpfe ebenso einschließen wie schneebedeckte Gipfel und weitläufige Ebenen.
Regierung
Präsidiale Bundesrepublik seit 1961. Neue Verfassung von 1999. Die Nationalversammlung hat 165 Mitglieder. Alle fünf Jahre finden allgemeine Wahlen statt. Wahlpflicht ab 18 Jahren. Unabhängig seit Juli 1811 (Proklamation; ehemalige spanische Kolonie), endgültig 1821. 1830 Loslösung von Großkolumbien.
Staatsoberhaupt
Interim-Präsident: Delcy Rodríguez, seit Januar 2025.
Elektrizität
120 V, 60 Hz. US-Stecker, Adapter erforderlich.
Anreise
Anreise mit dem Flugzeug
In Kooperation mit Iberia (IB) bieten Lufthansa (LH) und Air Europa (UX) Flugverbindungen ab Frankfurt/M. und München via Madrid nach Caracas an. (Achtung: Iberia ist zur Zeit auf der venezolanischen Black List).
Turkish Airlines (TK) verbindet u.a. Frankfurt/M., Wien und Zürich via Istanbul mit Caracas.
Plus Ultra Líneas Aéreas (PU) fliegt nonstop von Madrid nach Caracas.
Flugzeiten
Frankfurt/M. - Caracas: 16 Std.; Wien - Caracas: 17 Std. 15 Min.; Zürich - Caracas: 14 Std. 55 Min. (Die Reisezeiten variieren, je nach Länge der Aufenthalte bei den Zwischenstopps.)
Ausreisegebühr
Die Flughafengebühren sind im Ticketpreis enthalten.
Anreise mit dem Pkw
Verbindungsstraßen führen von Kolumbien (Barranquilla und Medellín) nach Maracaibo sowie vom brasilianischen Amazonasgebiet (Manaus) nach Caracas.
In den Grenzgebieten besteht die Gefahr krimineller Übergriffe. Außerdem sind vorübergehende Grenzschließungen jederzeit möglich.
Fernbusse: Es bestehen Busverbindungen von Kolumbien und Brasilien nach Venezuela. Die Fahrtzeit von der kolumbianischen Grenze bei San Antonio del Táchira nach Caracas beträgt ca. 12 Stunden und bis zu 24 Stunden vom brasilianischen Grenzübergang bei Santa Elena de Uairén nach Caracas.
Maut: Für die Straßennutzung werden keine Gebühren erhoben.
Unterlagen: Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein erforderlich.
Anreise mit der Bahn
Es gibt keinen grenzüberschreitenden Bahnverkehr.
Anreise mit dem Schiff
Die größten Häfen sind La Guaira, Puerto Cabello, Maracaibo, Guanta, Porlamar und Ciudad Bolívar (am Orinoco).
Vor Ort unterwegs
Vor Ort unterwegs mit der Bahn
In Venezuela verkehren keine Personenzüge.
Unterwegs mit dem Schiff
Eine Fähre von Gran Cacique Express verbindet täglich Puerto La Cruz mit der Insel Margarita (Fahrtzeit: 3 Std. 40 Min.).
Unterwegs mit dem Flugzeug
Die staatliche Fluggesellschaft Conviasa (V0) und Laser Airlines (QL) bieten Inlandsflüge zu verschiedenen Städten des Landes an.
Unterwegs mit dem Auto/dem Bus
Das Straßennetz hat eine Gesamtlänge von ca. 96.200 Kilometern.
Maut: Für die Straßennutzung werden keine Gebühren erhoben.
Tankstellen sind bei Überlandfahrten oft kaum zu finden, da mitunter Strecken von mehreren hundert Kilometern unbewohnt sind. Bei längeren Fahrten sollte jede Tankgelegenheit genutzt und ein gefüllter Kraftstoffkanister mitgeführt werden.
Rechtsverkehr/Linksverkehr
rZustand der Straßen
Ca. 39.000 Kilometer des gesamten Straßennetzes sind befestigt. Die Hauptstraßen sind in Caracas und ins Landesinnere gut ausgebaut. Abseits der Hauptstraßen ist mit teils tiefen Schlaglöchern zu rechnen. Nachtfahrten sollte man nach Möglichkeit generell vermeiden.
Staßenklassifizierung
Das venezolanische Straßennetz besteht aus Autobahnen, Nationalstraßen, Regionalstraßen und Nebenstraßen.
Autovermietung
Mietwagen sind an Flughäfen und in größeren Städten verfügbar. Fahrer müssen mindestens 18 Jahre alt und seit mindestens 1 Jahr im Besitz eines Führerscheins sein. Fahrer unter 25 Jahren bezahlen mitunter eine Jungfahrergebühr.
Taxi
Taxis sind in den Städten überall zu finden. In Caracas sind Taxameter vorhanden, die allerdings nachts oft nicht eingeschaltet sind. Der Fahrpreis sollte dann vor Fahrtantritt vereinbart werden. Es ist sicherer, in Caracas die weißen, lizenzierten Taxis mit gelben Nummernschildern zu nutzen.
Sammeltaxis, in Form von Kleinbussen oder alten US-Wägen, sind ebenfalls üblich. Sie bedienen festgelegte Strecken und sind wesentlich günstiger als Einzeltaxis, fahren allerdings erst ab, wenn sie voll besetzt sind.
Fahrrad
In Caracas können günstig Fahrräder über Bim Bim Bikes gemietet werden.
Reisebus
Busse verkehren im ganzen Land; ihr Zustand ist sehr unterschiedlich, die Tarife allgemein günstig.
In Caracas starten am Terminal de Oriente, im Osten der Stadt, Busse in Richtung Osten und Südosten und vom Terminal la Bandera in Richtung Westen und Südwesten.
Luxusbusse, z.B. von Aeroexpresos Ejecutivos, haben eigene Terminals und bedienen verschiedene Ziele.
Vorschriften
Verkehrsbestimmungen:
- Gurtpflicht auf den Vordersitzen;
- Helmpflicht für Motorradfahrer;
- Promillegrenze: 0,8 ‰.
Geschwindigkeitsbeschränkungen:
- innerorts: 60 km/h;
- auf Landstraßen: 80 km/h;
- auf Autobahnen: 120 km/h.
Pannenhilfsdienst
Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (0)89 76 76 76.
Bei Pannen oder Unfällen mit dem Mietwagen ist zunächst der Autovermieter zu kontaktieren.
Dokumentation
Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein erforderlich. Bei der Fahrt mit dem eigenen Pkw ist ein Carnet de Passage mitzuführen, das beim ADAC erhältlich ist.
Unterwegs in der Stadt
Mit der U-Bahn fährt man in Caracas und Valencia bequem und preiswert. Außerdem verkehren in den Städten Busse und Sammeltaxis, sogenannte Por Puestos, die von Minibusfirmen betrieben und gern genutzt werden.
Taxis sind ebenfalls überall zu finden. Fahrpreislisten hängen am Flughafen aus.
Gesundheitsvorsorge
Gesundheitszeugnis
Für ein Arbeitsvisum wird ein negativer HIV-Test benötigt.
Anmerkungen Impfungen
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[2] In Venezuela besteht außerhalb der größeren Städte und an der zentralen Nordküste ein Gelbfieber-Übertragungsrisiko. Eine Übertragung auf den Menschen durch Stechmücken ist leicht möglich. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber ist bei direkter Einreise aus europäischen Ländern zwar nicht vorgeschrieben, aber empfohlen sowie bei Einreise nach einem Aufenthalt in einem WHO-Gelfieber-Endemiegebiet verlangt. Bei Aufenthalten außerhalb der größeren Städte und bei Reisen ins Landesinnere wird jedoch allen Reisenden eine Impfung von der WHO ausdrücklich empfohlen.
[3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[4] Ein Malariarisiko besteht ganzjährig in den südlichen und östlichen Provinzen. Erhöhtes Malariarisiko für die gefährlichere Form Malaria tropica (Plasmodium falciparum) besteht in den Urwaldregionen des Amazonas (Atabapo), Bolivar (Cedeno, Gran Sabana, Sifontes, Raul Leoni und Sucre) und Delta Amacuro (Antonia Diaz, Casacoima und Pedernales). Überwiegend die weniger gefährliche Form Malaria tertiana (Plasmodium vivax) in den ländlichen Regionen von Apure, Barinas, Sucre und Tachira; eine deutliche Zunahme der Fälle wird derzeit von Bolivar und Amazonas berichtet. Kein Malariarisiko besteht in den Städten sowie an den mittleren Küstenabschnitten und auf den vorgelagerten Inseln (z.B. Insel Margarita). Die Plasmodium falciparum soll chloroquinresistent sein. In den südlichen und östlichen Provinzen wird eine Notfallmedikation empfohlen, ansonsten reicht ein Schutz durch langärmelige Kleidung und Insektenschutzmittel.
[5] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
[6] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
Essen und Trinken
Wegen der hohen Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Trinkwasser ist normalerweise gechlort und kann u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Das Leitungswasser hat nicht die in Europa gewohnte Qualität. Wasser außerhalb der Städte ist nicht immer keimfrei und sollte sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte aus ungekochter Milch, Fleischwaren, Geflügel, Meeresfrüchte verzehrt, Obst und Gemüse jedoch sollten vorsorglich geschält werden.
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, jedoch kann abweichend von offiziellen Bestimmungen gelegentlich ein Cholera-Impfzertifikat verlangt werden. Insbesondere dann, wenn im Herkunftsland Cholera vorkommt bzw. wenn man außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt einreist. Touristen sind jedoch in der Regel nicht betroffen. Das Risiko einer Infektion ist nicht auszuschließen. Cholera kommt gelegentlich in den Bundesstaaten Anzoátegui, Delta Amacuro, Monagas, Nueva Esparta und Sucre vor. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.
Andere Risiken
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger können landesweit (v.a. in den ländlichen Gebieten von Maracay, Aragua, Corabobo und Valencia) in manchen Teichen und Flüssen vorkommen. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in den ländlichen Gebieten im Norden vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.
Vereinzelt tritt in ländlichen Gebieten die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.
HIV/Aids ist weltweit ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Die bekannten Risiken sollte man auch hier meiden.
Durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor und kann durch Insektenschutz vermieden werden.
Übersicht
In den größeren Städten ist die medizinische Versorgung gut.
Die Versorgung mit Medikamenten ist jedoch mangelhaft. Daher sollte an eine gut ausgestattete Reiseapotheke gedacht werden.
Der Abschluss einer weltweit gültigen Reisekrankenversicherung inkl. Rückholversicherung wird dringend empfohlen. Selbst in der Notfallaufnahme in Krankenhäusern wird eine Behandlung verweigert, wenn keine Vorauszahlung oder Sicherheitsleistung (Kredikarten) erbracht wird.
Reisewarnung
Überblick
Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de
Stand - Wed, 18 Feb 2026 17:00:00 +0100(Unverändert gültig seit: Wed, 18 Feb 2026 17:06:33 +0100)
Letzte Änderungen:
Aktuelles
Sicherheit – Teilreisewarnung
Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr
Einreise und Zoll - Visum
Redaktionelle Änderungen
Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.
Aktuelles
Vor Reisen in die Bundesstaaten an der Grenze zu Kolumbien (mit Ausnahme der Stadt Maracaibo), Brasilien und Guayana wird gewarnt.
Von Reisen in die anderen Landesteile Venezuelas sowie in die Stadt Maracaibo wird derzeit abgeraten.
Sicherheitslage
Am 3. Januar 2026 kam es zu Luftschlägen US-amerikanischer Streitkräfte in der Hauptstadt Caracas und in weiteren Landesteilen; der bisherige Präsident Maduro wurde festgenommen und außer Landes gebracht.
Seither hat sich die Sicherheitslage in Venezuela weitgehend stabilisiert. Internationale Fluggesellschaften haben den Flugbetrieb zum Teil wieder aufgenommen. Politisch orientierte Milizionäre, die sogenannten Colectivos, sind jedoch noch aktiv und oft bewaffnet. Personen- und Fahrzeugkontrollen, sog. Alcabalas, können jederzeit auftreten. Kontrollen können auch von Colectivos durchgeführt werden.
Es besteht weiterhin die Möglichkeit von Unruhen, Demonstrationen und spontanen Kundgebungen.
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Meiden Sie Menschenansammlungen und belebte öffentliche Orte weiträumig.
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Halten Sie sich über die aktuelle Nachrichtenlage in den internationalen und lokalen Medien informiert.
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Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte.
- Bleiben Sie bei Kontrollen ruhig und folgen Sie unbedingt den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
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Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Schalten Sie auch die Funktion der Notfall-Benachrichtigung per SMS frei. Sollten Sie Venezuela inzwischen verlassen haben, vermerken Sie dies bitte dort ebenfalls.
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Achten Sie vorsorglich auf eine ausreichende Vorratshaltung (Wasser, Lebensmittel, Medikamente, Bargeld).
Festnahmen
In der Vergangenheit kam es bei der Einreise nach sowie der Ausreise aus Venezuela oftmals zu langwierigen Personenkontrollen und Befragungen von Ausländern. Auch kam es zu Einreiseverweigerungen sowie Verhaftungen deutscher und anderer EU-Staatsangehöriger. Eine konsularische Betreuung durch die zuständigen diplomatischen Vertretungen war in diesen Fällen kaum möglich. Alle EU-Staatsangehörigen, die in den vergangenen zwei Jahren aus politischen Gründen inhaftiert waren, wurden mittlerweile freigelassen.
- Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung sowie den Sicherheitshinweis.
- Seien Sie weiterhin vorsichtig und halten Sie sich informiert.
- Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig.
- Fotografieren Sie keine Menschenansammlungen, Sicherheitskräfte oder öffentliche Gebäude bzw. militärische Einrichtungen.
- Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in die Bundesstaaten an der Grenze zu Kolumbien (mit Ausnahme der Stadt Maracaibo), Brasilien und Guayana wird gewarnt.
Von Reisen in die anderen Landesteile Venezuelas sowie in die Stadt Maracaibo wird derzeit abgeraten.
Terrorismus
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Siehe Aktuelles
Aufgrund der anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Krise ist es vor allem in den Städten auch spontan zu Demonstrationen gekommen. Diese können sich jederzeit wiederholen. Gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten sowie Straßensperrungen sind möglich.
- Seien Sie besonders vorsichtig und halten Sie sich informiert.
- Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Grenzgebiete zu Kolumbien, Brasilien und Guyana
In den Gebieten entlang der kolumbianischen Grenze, insbesondere in den venezolanischen Teilstaaten Amazonas, Apure, Barinas, Táchira und Zulia, aber auch im Grenzgebiet zu Brasilien, besteht eine hohe Gefahr durch organisierte Kriminalität mit Entführungen und anderen Gewaltverbrechen. Im Bundesstaat Apure kommt es regelmäßig zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Drogenbanden bzw. Mitgliedern ehemaliger Guerillagruppen (FARC), siehe Kriminalität.
Vorübergehende Schließungen der Grenzen zu Kolumbien und Brasilien können jederzeit kurzfristig verfügt werden.
- Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung.
- Seien Sie besonders aufmerksam und informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Informieren Sie sich über mögliche Grenzschließungen vor Antritt notwendiger Reisen in die Grenzgebiete zu Kolumbien und Brasilien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Gewaltkriminalität (auch gegen Ausländer) ist - trotz Meldungen über sinkende Zahlen bei Tötungsdelikten - weit verbreitet.
Entführungen zur Erpressung von Geldzahlungen und Überfälle mit Waffengewalt erfolgen regelmäßig. Auch Deutsche waren schon davon betroffen. Die Straßenkriminalität in venezolanischen Großstädten, besonders in Caracas und Maracaibo, ist unvermindert hoch. Auch außerhalb der Städte ist mit Gewaltkriminalität und Überfällen zu rechnen, z.B. auf Landstraßen. Besonders auf der Autobahn zwischen dem Flughafen und Caracas ist es bei Dunkelheit mehrfach zu Überfällen gekommen.
Im Grenzgebiet zu Kolumbien und Brasilien kommt es verstärkt zu Erpressungen, Entführungen und Gewalttaten durch Gruppen der organisierten Kriminalität, in die auch offizielle Sicherheitskräfte verwickelt sind.
Bei Kontrollen im Stadtgebiet, bei Straßenkontrollen, und selbst am Flughafen sind bereits Reisende von uniformierten Kontrolleuren (Polizei, Militär) beraubt oder zu Geldzahlungen bzw. Geldumtausch genötigt worden. Am Flughafen Caracas kam es zu Übergriffen unter Beteiligung von Uniformträgern und Taxifahrern.
Auch Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle und Handtaschenraub sind insbesondere in den Großstädten an der Tagesordnung, genau wie Fahrzeugdiebstähle und -aufbrüche – vor allem auf unbewachten Parkplätzen.
Vereinzelt kommt es in Bars und Nachtclubs zu überhöhten Rechnungen und dem Einsatz von K.-o.-Tropfen.
Reisende werden gegen ihren Willen und in Unkenntnis als Drogenkuriere missbraucht.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
- Vermeiden Sie auf der Straße Telefonate mit Ihrem Smartphone.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, an Bahnhöfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Fahren Sie nicht bei Dunkelheit, führen Sie keine Reisen per Anhalter durch und campen Sie nicht (Entführungsrisiko).
- Erkundigen Sie sich vor Ausflügen ohne einheimische Reiseleiter genau, welche Orte unbedingt zu meiden sind (wie z.B. Armenviertel, die sogenannten „barrios").
- Gehen Sie in der Ankunftshalle des Flughafens nicht auf Transportangebote von vorgeblichen Taxifahrern oder autorisiert wirkenden Personen ein, sondern stellen Sie eine Abholung vom Flughafen bereits vor Ankunft sicher.
- Leisten Sie im Fall eines Überfalls auf keinen Fall Widerstand.
- Lassen Sie Getränke nie unbeaufsichtigt und prüfen Sie Preise vor Bestellungen.
- Seien Sie besonders vorsichtig bei Lockangeboten z.B. über das Internet, um auf Kosten anderer eine Reise durchzuführen.
- Nehmen Sie kein Gepäck für Fremde mit und kontrollieren Sie den Inhalt des eigenen Gepäcks.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Natur und Klima
Venezuela liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.
Das Klima ist tropisch, in Höhenlagen gemäßigt bis kühl.
In Zentralamerika und der Karibik ist ca. von Juni bis Ende November Hurrikan-Saison. Ausläufer können auch Venezuela erreichen. In dieser Zeit ist insbesondere an den Küsten mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen zu rechnen.
- Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben des Deutschen GeoForschungsZentrums vertraut.
- Verfolgen Sie in der Hurrikan-Saison regelmäßig Wetterberichte und achten Sie auf Sturmwarnungen des National Hurricane Center.
- Beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland bzw. die Hinweise des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Fall einer Sturmwarnung.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
Reiseinfos
Siehe Aktuelles
Infrastruktur/Verkehr
Fast das gesamte Land einschließlich des Flughafens Caracas International ist immer wieder von Stromausfällen sowie Störungen der Mobilfunknetze und des Internets betroffen.
Soweit Wasser über öffentliche Versorgungsnetze verfügbar ist, wird dieses nicht in Trinkwasserqualität bereitgestellt. Die Versorgung der Haushalte mit Gas ist prekär. Mit Benzinknappheit muss jederzeit gerechnet werden, insbesondere außerhalb der Region Caracas. Proteste aufgrund der Notlage und Versorgungsengpässe führen regelmäßig zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Teilweise sind Direktflüge von und in verschiedene Länder der Region immer noch ausgesetzt, der Flugbetrieb normalisiert sich im zunehmenden Maße.
Die Fluggesellschaften verlangen, dass die Fluggäste bei Inlandsflügen mindestens zwei, bei internationalen Flügen mindestens drei Stunden vor planmäßigem Abflug zum Check-in erscheinen.
Es kommt gelegentlich vor, dass Auslandsflüge venezolanischer Fluggesellschaften wegen nicht beglichener Verbindlichkeiten kurzfristig gestrichen werden.
Das Netz der Inlandsflüge ist ausgedünnt worden. Bei venezolanischen Inlandsflügen und bei Flügen mit privaten Kleinflugzeugen, die u.a. zur Beförderung von Touristen eingesetzt werden, wird gelegentlich über technische Probleme berichtet. Beim eingesetzten Fluggerät handelt es sich oftmals um ältere Maschinen, deren Wartung sich schwierig gestaltet. Die Flugzeuge der Gesellschaft Avior stehen derzeit auf der Liste unsicherer Fluggesellschaften der EU.
Es gibt Eisenbahn- und Busverbindungen. In den Städten existieren zudem U-Bahn- und Schnellbahnverbindungen. Venezuela verfügt über keine ausgeprägte touristische Infrastruktur, der Straßenverkehr ist streckenweise gefährlich. Eine adäquate Behandlung von Unfallopfern ist aufgrund des medizinischen Versorgungsnotstands nicht mehr gewährleistet.
In der Regenzeit ist regelmäßig mit der Unterbrechung von Straßenverbindungen durch Erdrutsche oder Unterspülungen zu rechnen. Besonders betroffen sind die Straßenverbindungen über die Anden, wie z.B. die Landverbindung nach Kolumbien und die Passstrecken zu beliebten Feriengebieten wie Merida und Choroní.
Bei der Benutzung vermeintlich preiswerter Taxis und Busse besteht ein hohes Risiko, ausgeraubt zu werden.
- Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung sowie die Reise- und Sicherheitshinweise der Nachbarstaaten.
- Vermeiden Sie Flugverbindungen über Flughäfen in Venezuela, insbesondere über den internationalen Flughafen Maiquetía.
- Vermeiden Sie Flugverbindungen, die An- und Abfahrten zum Flughafen bei Dunkelheit erforderlich machen.
- Checken Sie schon am Vortag des Fluges online ein.
- Informieren Sie sich vor Antritt einer Überlandfahrt über die Situation nicht nur am Ankunftsort, sondern auch auf der Strecke; vermeiden Sie generell Fahrten in der Dunkelheit.
- Benutzen Sie nur Taxis und Busse in technisch gutem Zustand mit Funkverkehr zu ihrer Firmenzentrale oder von Hotels empfohlene bzw. gebuchte Fahrzeuge.
Führerschein
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
LGBTIQ
- Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Rechtliche Besonderheiten
Venezolanische Sicherheitskräfte gehen in der Regel konsequent und gelegentlich mit großer Härte gegen Drogenhandel und -konsum vor. Es drohen hohe Gefängnisstrafen.
Drogenkuriere müssen je nach gefundener Menge und Art der Drogen mit einer Freiheitsstrafe von mindestens acht Jahren bis zu 18 Jahren rechnen. Drogenstraftätern werden keine Hafterleichterungen gewährt.
Geld/Kreditkarten
Die Landeswährung Bolívar Digital (VES) wurde 2021 eingeführt. De facto wurden aufgrund der weiterhin hohen Inflation sechs Nullen der vorherigen Währung, Bolívar Soberano, gestrichen. Landeswährung ist kaum erhältlich, es kann deshalb in der Regel kein Geld getauscht werden und die Ausgabe an Geldautomaten wurde eingestellt.Der Zahlungsverkehr erfolgt weitgehend elektronisch und ist meist auch mit internationalen Kreditkarten möglich. Beim Einsatz von Kreditkarten ist allerdings erhöhte Vorsicht angebracht, da es immer wieder Fälle von betrügerischen Abbuchungen gibt.
Der USD hat sich als Zahlungsmittel größtenteils im Land etabliert, ist jedoch vor Ort kaum erhältlich. Deshalb sollte ausreichend Bargeld in möglichst kleinen Scheinen (es gibt kein Wechselgeld) mitgeführt werden. Der Kurs gegenüber dem Bolívar Digital ändert sich nahezu täglich.
Einreise und Zoll
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
- Reisepass: Ja
- Vorläufiger Reisepass: Ja
- Personalausweis: Nein
- Vorläufiger Personalausweis: Nein
- Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Deutsch-venezolanische Doppelstaater müssen mit einem venezolanischen Pass ein- und ausreisen.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise für einen Aufenthalt von maximal 90 Tagen kein Visum.
In Venezuela müssen sich auch Ausländer jederzeit ausweisen und ihren legalen Aufenthaltsstatus nachweisen können. Im Fall eines illegalen Aufenthalts droht die Abschiebung nach z.T. längerer Abschiebehaft.
Minderjährige
Bei Ausreise aus Venezuela werden auch von ausländischen Reisenden regelmäßig die Geburtsurkunden der mitreisenden Kinder verlangt. Familien mit Kindern sollten daher (internationale) Geburtsurkunden aller Kinder mit sich führen. Sollte ein Elternteil allein mit einem oder mehreren Kindern aus Venezuela ausreisen wollen, ist eine beglaubigte Einverständniserklärung des anderen mitsorgeberechtigten Elternteils in spanischer Sprache vorzulegen. Lebt der nicht mitreisende Elternteil im Ausland, ist die Beglaubigung der Urkunde durch die zuständige venezolanische Auslandsvertretung erforderlich.
- Beachten Sie ggf. die Hinweise für eine Einverständniserklärung für Minderjährige.
Ehemalige venezolanische Staatsangehörige
Es sind in der letzten Zeit vermehrt Fälle aufgetreten, bei denen Staatsangehörige, die ihre venezolanische Staatsangehörigkeit für eine Einbürgerung in Deutschland aufgegeben haben, Schwierigkeiten bei der Ein – und Ausreise in Venezuela hatten, weil angeblich Zweifel an der Aufgabe der Staatsangehörigkeit bestünden.
- Führen Sie Nachweise der zuständigen venezolanischen Behörde über die Entlassung aus der venezolanischen Staatsangehörigkeit mit sich.
Ausreisesteuer
Bei der Ausreise per Flugzeug ist die Ausreisesteuer bereits im Flugticketpreis enthalten. Es kommt aber vor, dass im Zuge von Preiserhöhungen zwischen Ticketkauf und Reisedatum beim Abflug Nachzahlungen geleistet werden müssen.
Einreise aus/über Brasilien
Reisende, die aus oder über Brasilien einreisen möchten, müssen derzeit eine Gelbfieberimpfung nachweisen, ohne die bereits die Beförderung von Flughäfen in Brasilien abgelehnt werden kann.
Einfuhrbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung ist unbegrenzt möglich, ab einem Wert von 10.000 USD aber deklarationspflichtig.
Die Einfuhr von Blumen, Pflanzen, Früchten, Fleischprodukten und Gemüse ist verboten.
Tiere
Für die Einfuhr von Haustieren sind ein amtstierärztliches Gesundheitszeugnis und ein Tollwutimpfzeugnis erforderlich. Beide Unterlagen dürfen nicht älter als 15 Tage und müssen in spanischer Übersetzung und vom zuständigen venezolanischen Konsulat legalisiert bzw. mit Apostille des Ausstellungsstaates versehen sein.
Gesundheit
Pflichtimpfungen
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus Brasilien wird der Nachweis einer Gelbfieberimpfung von allen Personen ab einem Jahr verlangt. Das gilt auch bei einem Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit.
Reiseimpfungen
Es sind Impfungen gegen Gelbfieber (bei Reisen in nahezu alle Landesteile außer zentraler Abschnitte der Nordküste) und Hepatitis A empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunyafieber, Denguefieber, Hepatitis B und Tollwut empfohlen.
Standardimpfungen
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Medizinische Versorgung
Das öffentliche Gesundheitssystem in Venezuela ist nicht in der Lage, Kranke adäquat zu versorgen oder notwendige Operationen durchzuführen. Im privaten Sektor ist in der Hauptstadt Caracas ggf. eine gute medizinische Versorgung gegeben. In Caracas können gängige Medikamente in Apotheken verfügbar sein. Für Reisen außerhalb der Hauptstadt wird die Mitnahme einer gut ausgestatteten Reiseapotheke empfohlen. Eine medizinische Notfallversorgung außerhalb der Hauptstadt ist nicht gegeben. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass regelmäßig vor der Aufnahme und Behandlung in Privatkliniken unabhängig einer bestehenden Auslandskrankenversicherung eine Vorauszahlung in bar oder per Kreditkarte zu leisten ist, sonst wird unter Umständen gar nicht erst mit der Diagnostik oder Behandlung begonnen. Im Erkrankungsfall können sich Reisende bei der Deutschen Botschaft in Caracas über Ärzte und Krankenhäuser in Venezuela informieren.
- Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
- Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
- Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen
Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Ein Gelbfieberrisiko besteht im Großteil des Landes mit Ausnahme von Gebieten oberhalb von 2.300 Höhenmetern in den Bundesstaaten Merida, Trujillo und Tachira, den gesamten Bundesstaaten Falcon und Lara, der Isla Margarita, der Hauptstadt Caracas und der Stadt Valencia. In den Bundesstaaten Aragua, Carabobo, Miranda, Vargas und Yaracuy sowie dem Hauptstadtdistrikt Distrito Capital besteht ein geringes Risiko für eine Gelbfieberexposition. Der Anteil an der überwiegend vorkommenden Malaria tertiana, verursacht durch Plasmodium vivax, beträgt 74%. 26% entfallen auf die Malaria tropica, verursacht durch Plasmodium falciparum und Mischinfektionen. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko besteht ganzjährig und ist regional unterschiedlich:
- Hohes Risiko: in Gebieten südlich des Orinoko; Orinoko-Delta; Bundesstaaten Sucre, Delta Amacuro; Teile der Bundesstaaten Falcon, Mérida, Zulia
- Mittleres Risiko: Regionen nördlich des Orinoko (Ausnahmen s. o.) einschl. Caracas, Isla Margarita und andere Inseln
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig landesweit auftreten können: Chikungunyafieber, Denguefieber, Leishmaniose, Oropouche-Fieber und Zikavirus-Infektion.
- Schützen Sie sich tags und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
- Es gibt Impfungen gegen Gelbfieber, Chikungunyafieber und Denguefieber. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
- Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
- Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
- Bei schlecht heilenden Insektenstichen oder anhaltendem unklaren Fieber sollte eine Leishmaniose ausgeschlossen werden.
Die Chagas-Krankheit wird über Raubwanzen und verunreinigte Frucht- oder Zuckerrohrsäfte („garapa") übertragen.
- Schützen Sie sich bei naturnahen Aufenthalten im Freien und suchen Sie Ihren Körper im Anschluss sorgfältig ab. Verwenden Sie vor allem in einfachen Unterkünften auf dem Land Bettnetze, um nächtliche Raubwanzenbisse zu vermeiden, siehe Schutz vor Insekten.
- Verzichten Sie auf den Genuss von nicht-industriell verarbeiteten Frucht- und Zuckerohrsäften, z.B. auch von Açaí-Saft.
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) treten auch bei Reisenden auf.
- Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
- Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A-Impfung beraten.
Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen
HIV-Infektionen und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen
Hantavirus-Infektionen und Leptospirose werden durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde. Vor allem im Amazonasgebiet kommen Giftschlangen vor.
- Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
- Sollten Sie von einem Hund oder einer Giftschlange gebissen werden, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung.
- Meiden Sie den Kontakt zu stehenden oder langsam fließenden Gewässern, da diese mit Urin von Nagetieren verunreinigt sein können.
- Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs und rohen tierischen Produkten.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich sind.
- Beachten Sie unsere Hinweise zu Schlangenbissen.
Weitere Gesundheitsgefahren
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosoma übertragen werden.
- Sehen Sie vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
- Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
- Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.
Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
- Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Länderinfos zu Ihrem Reiseland
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere Hinweise für Ihre Reise
Pass- und Visabestimmungen
Reisepassinformationen
Allgemein erforderlich, muss mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
Anmerkung zum Reisepass
Die Visabestimmungen ändern sich häufig, aktuelle Informationen von der zuständigen konsularischen Vertretung.
In Venezuela besteht Ausweispflicht. Der Reisepass muss jederzeit vorgelegt werden können.
Visainformationen
Ein Visum ist allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, die mit einer Touristenkarte DEX-2 (Tarjeta de Ingreso) für einen touristischen Aufenthalt von maximal 90 Tagen einreisen können (nicht verlängerbar):
EU-Länder, Schweiz und Türkei.
Die Touristenkarte ist für die Einreise per Flugzeug und mit Kreuzschiffen gültig. Bei der Einreise mit privaten Jachten ist die Touristenkarte nicht nutzbar; in diesem Fall besteht Visumpflicht. Touristenkarten sind bei autorisierten Fluggesellschaften und Kreuzschifffahrtsgesellschaften erhältlich und müssen bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Die konsularischen Vertretungen erteilen weitere Auskünfte.
Anmerkung zum Visum
Visumpflicht besteht für Reisende nach Venezuela, die mit einem privaten Transportmittel einreisen (z.B: Segeljacht).
Kosten
Deutschland und Österreich
Die Preise richten sich nach den täglichen Wechselkursen. Die Visagebühren gelten für visumpflichtige Staatsangehörige, die eine gültige Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz haben.
Touristen- und Transitvisum: 30 €.
Geschäftsvisum: 60 €.
Anmerkung: Die Visagebühren können sich kurzfristig ändern, aktuelle Angaben von den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).
Visaarten und Kosten
U.a. Touristen-, Geschäfts-, Arbeits-, Studenten- und Transitvisa.
Gültigkeit
Touristenvisum und Geschäftsvisum (mehrmalige Ein- und Ausreise möglich, muss im Antrag vermerkt werden): bis zu 1 Jahr, maximale Aufenthaltsdauer 90 Tage pro Einreise (der Grenzbeamte entscheidet aber im Einzelfall über die genehmigte Aufenthaltsdauer). Kann vor Ablauf der 90-Tagefrist vor Ort beim Ministerium des Innern und der Justiz um weitere 90 Tage verlängert werden.
Transitvisum: 72 Std. Aufenthalt (bei Hin- und Rückflug über Venezuela: zweimaliger Transit, jeweils bis zu 72 Std.).
Touristenkarte: 90 Tage gültig, nicht verlängerbar.
Transit
Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Visum.
JAXBElement
Persönlich bei der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen).
Antrag erforderlich
(a) Ausgefülltes und unterschriebenes Antragsformular (downloadbar auf der Website der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Rück- bzw. Weiterreiseticket.
(e) Ggf. Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(f) Arbeitsbescheinigung oder Bafög-Bescheinigung oder Bürgschaft der Eltern.
(g) Kontoauszug oder Lohnabrechnung sowie ausreichend finanzielle Mittel für den Unterhalt während des Aufenthalts.
(h) Gebühr (per Überweisung mit Zahlungsnachweis).
(i) Ggf. Erlaubnisschreiben für Minderjährige.
(j) Gespräch mit dem Leiter der Konsularabteilung.
(k) Dienstreisevisum: ein Schreiben der Firma mit genauen Daten der Ein- bzw. Ausreise, der Länge des Aufenthaltes, dem Aufenthaltsort und der Bezugsperson sowie einer Bestätigung, dass die Firma für alle Kosten aufkommen wird, sowie mit Angaben zu Gehalt und Stellenbezeichnung.
(l) Schreiben des einladenden Betriebes in Venezuela in spanischer Sprache.
(m) Arbeitsvisum: Beglaubigte Kopie der vom Arbeitsministerium in Venezuela erteilten Arbeitserlaubnis sowie Nachweis über Befähigung zur Ausübung der Tätigkeit (Übersetzung).
Der postalischen Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.
Temporärer Wohnsitz
Auskünfte vom Innenministerium in Caracas.
Bearbeitungsdauer
In der Regel 1-2 Wochen. Je nach Nationalität unterschiedlich, ist bei der Visumbeantragung zu erfragen.
Eine Expressbearbeitung in Frankfurt dauert derzeit 3-5 Tage.
Nachweis ausreichender Geldmittel
Ausländer müssen für den Aufenthalt über ausreichende Geldmittel verfügen.
Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung
Visumpflichtige Reisende müssen sich beim Außenministerium, Dirección de Extranjería, registrieren lassen Ausgenommen sind Reisende mit Transitvisa sowie Inhaber von Touristenkarten.
Benötigte Dokumente bei der Einreise
Es wird empfohlen, Kopien der Auslandskranken- und Reisegepäckversicherungen bei Ein- und Ausreise nach/aus Venezuela mit sich zu führen.
Einreise mit Kindern
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden).
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Bei der Ausreise von Minderjährigen wird oft eine internationale Geburtsurkunde verlangt. Außerdem benötigen alleinreisende Minderjährige eine beglaubigte Reiseerlaubnis in Spanisch von ihren Eltern bzw. ihren Sorgeberechtigten. Will ein Elternteil allein mit einem oder mehreren Kindern aus Venezuela ausreisen, ist eine beglaubigte Einverständniserklärung des anderen mitsorgeberechtigten Elternteils – in spanischer Sprache – vorzulegen. Lebt der nicht mitreisende Elternteil im Ausland, ist die Beglaubigung der Urkunde durch die zuständige venezolanische Auslandsvertretung erforderlich.
Einreise mit Haustieren
Wer mit einem Haustier nach Venezuela einreisen möchte, muss den internationalen Impfpass des Tieres (gegen Tollwut und bei Hunden gegen Hundestaupe) vorlegen, der mit Unterschrift und Stempel eines Amtstierarztes versehen sein muss und dessen Unterschrift von der Konsularabteilung der venezolanischen Botschaft oder des venezulanischen Konsulats, in dessen Zuständigkeitsbereich der Antragsteller wohnt, beglaubigt sein muss. Bei Ankunft, die 24 Std. im Voraus anzumelden ist, findet eine tierärztliche Untersuchung statt. Die daraus resultierende Gesundheitsbescheinigung ist gebührenpflichtig.
Informationen zu weiteren Einfuhrbedingungen von den zuständigen diplomatischen Vetretungen (s. Kontaktadressen).
Kommunikation
Telefon
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 0058.
Mobiltelefon
3G-, 4G- und nur in Caracas und in Valencia 5G-Mobilfunknetz. Zu den Mobilfunkgesellschaften gehören u.a. Movistar Movil und Digitel. Der Empfangs-/Sendebereich ist auf größere Städte im Norden von Venezuela und auf ihr Umland sowie auf ihre Verbindungsstraßen begrenzt. Internationale Roaming-Verträge bestehen. Ggf. lohnt sich der Erwerb einer venezolanischen SIM-Karte.
Internet
In den größeren Städten im Norden von Venezuela gibt es kostenloses WLAN in zahlreichen Hotels und Restaurants.
Post
Post nach Europa ist 3 Tage bis 5 Wochen unterwegs; Sendungen im inländischen Postverkehr brauchen manchmal länger. Auf dem Land- und Seeweg ist Post nach Europa mindestens einen Monat unterwegs. Briefkästen für Auslandspost sind mit extranjero bzw. internacional gekennzeichnet. Postämter haben Mo-Fr von 08.00-18.00 Uhr geöffnet. Mit einer zwei- bis dreistündigen Mittagspause sollte immer gerechnet werden.
Geld
Währung
Neue Währung: Bolivar digital. Währungskürzel: Bs.D., VED (ISO-Code). Hinweis: Der Bolivar digital hat 6 Nullen weniger als der Bolivar Soberano.
Veraltete Währung: 1 Bolívar Soberano (kurz: Bolívar) = 100 Céntimos. Währungskürzel: Bs.D., VES (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 500.000.000, 200.000.000, 1.000.000, 100, 50, 20, 10, 5 Bs.D. und Münzen sind im Wert von 1 Bs.D. sowie in 50 und 25 Céntimos im Umlauf.
Hinweis: Der US-Dollar wird häufig von Hotels, Restaurants und Mietwagenfirmen akzeptiert. Bezahlung in Bolivar erfolgt in der Regel über elektronische Transaktionen, weil kaum US-Dollar und kaum Landeswährung im Umlauf sind.
Kreditkarten
Gängige Kreditkarten wie Visa und Mastercard werden akzeptiert. Elektronische Transaktionen sind die Regel, weil kaum Bargeld im Umlauf ist. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Geldautomaten
Bankkarten
In Venezuela kann zurzeit an Geldautomaten mit Kredit- oder Bankkundenkarte kein Bargeld abgehoben werden. Reisende sollten sich mit ausreichend Bargeld eindecken. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.
Reiseschecks
Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks können in Venezuela in den Großstädten bei der Wechselstube Italcambio eingelöst werden.
Öffnungszeiten der Bank
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr, teils mit Mittagspause.
Devisenbestimmungen
Keine Beschränkungen, Deklarationspflicht ab 10.000 US$.
Öffentliche Feiertage
Anmerkung
Zusätzlich gibt es noch regionale Feiertage. Einzelheiten von der Botschaft oder vom Fremdenverkehrsamt.
year
2026Zollfrei Einkaufen
Überblick
Folgende Artikel können zollfrei nach Venezuela eingeführt werden:
Geschenke und persönliche Gebrauchsgegenstände wie Uhren, Kleidung, Laptops, Mobiltelefone, Musikinstrumente, Videokameras, Fotoapparate, Sportausrüstung, Spielzeug etc. bis zum Wert von 1.000 US$ in Landeswährung.
Verbotene Importe
Synthetische Drogen, radioaktive, bakteriologische und chemische Substanzen dürfen nicht nach Venezuela eingeführt werden.
Importbeschränkungen
Eine Einfuhrlizenz wird für die Einfuhr u.a. von Waffen, lebenden Tieren und Lebensmitteln benötigt.
Kontaktadressen
Wirtschaft
Geschäftsetikette
In Geschäftskreisen wird überwiegend Englisch gesprochen, Spanischkenntnisse sind jedoch von Vorteil. Termine sollten rechtzeitig vereinbart werden, und Pünktlichkeit wird erwartet. Visitenkarten werden ausgetauscht.
Öffnungszeiten
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-18.00 Uhr mit einer ausgedehnten Mittagspause zwischen 12.00-15.00 Uhr um der Mittagshitze zu entgehen.
Geschäftskontakte
Handelsabteilung der Botschaft von Venezuela
Schillstraße 9-10, D-10785 Berlin
Tel: (030) 832 24 00.
Deutsch-Venezolanische Industrie- und Handelskammer (CAVENAL)
Centro COINASA, Piso 4, Avda. San Felipe, La Castellana, VE-Caracas
Tel: (02 12) 277 38 11.
Internet: www.cavenal.org
Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch
Federación Venezolana de Cámaras y Asociaciones de Comercio y Producción (FEDECAMARAS)
Apdo. 2568, Edificio Fedecàmaras, Piso 5, Pent-House 2, Avenida El Empalme, Urb El Bosque, VE-Caracas
Tel: (02) 731 17 11.
Internet: www.fedecamaras.org.ve
Sehenswürdigkeiten
Unterkunft
Hotels
In Caracas stehen dem Feriengast ausgezeichnete Hotels zur Verfügung. Im ganzen Land gibt es viele kleinere Hotels; Vorausbuchung empfohlen.
Kategorien: Hotels werden in drei Kategorien eingestuft. Je teurer das Hotel, desto mehr Komfort wird geboten. Bedienungsgeld wird nicht berechnet, und es gibt keine saisonalen Preisunterschiede.
Hotels außerhalb der Hauptstadt sind preiswerter, der Standard liegt allerdings etwas niedriger. Genauere Informationen enthält der Guía Turistica de Caracas Littoral y Venezuela, der von der Corporación de Turismo de Venezuela herausgebracht wird (s. Adressen).
Camping
Es gibt es keine offiziellen Campingplätze. Man kann sein Zelt an Stränden, auf Inseln, in den Llanos oder den Bergen aufschlagen. Reiseveranstalter, die Dschungeltouren anbieten, organisieren manchmal auch Campingausflüge.
Andere Unterkunftsmöglichkeiten
Auskünfte erteilt: Hostelling International, Av. Lecuna Parque Central, Edif. Tajamar, Nivel OFC 1, Of. 107, Caracas (Tel: (02) 576 44 93) sowie Idiomas Vivos s.r.l., Res. La Hacienda Local 1-4-T, Final Av. ppal. Las Mercedes, Aptdo. 80160, Caracas 1080. Tel: (02) 993 39 30.
Einkaufen
Überblick
Edelsteine, Schmuck, Cacique-Münzen, Gold, Perlen, Schuhe, Handtaschen, Pfeil und Bogen der Indios, Matten, Pfeifen, Körbe, Alpargatas (traditionelle einheimische Fußbekleidung der Campesinos) und Chinchorros (Hängematten).
Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-13.00 und 15.00-19.00 Uhr.
Nachtleben
Einleitung
In den größeren Städten gibt es Nachtclubs und Diskotheken. Im Nationaltheater und auf den vielen städtischen Bühnen kann man Konzerte, Ballettaufführungen, Theaterstücke, Opern und Operetten genießen. Caracas bietet daneben Freilichttheater und Kinos.
Kulinarisches
Übersicht
Spezialitäten sind die Vorspeise Tequenos (dünner Teig um weißen Käse gewickelt und gebraten), Arepas (Maisbrot), Tostadas (das Brotinnere wird entfernt und die knusprige Schale mit Schinken, Käse, gewürztem Fleisch, Hühnersalat oder Quark gefüllt) und Empanadas (Fleischpastete). Roast Lapa (saftiger Braten), Chipi Chipi (Suppe aus kleinen Venusmuscheln) und Hervido (Suppe mit Rindfleisch-, Huhn- oder Fischstücken und einheimischem Gemüse) sind ebenfalls äußerst wohl schmeckend. Die ziemlich scharfe Beilage Guasacaca wird normalerweise zu Fleisch gegessen, Pabellón Criollo (Hackbraten) mit schwarzen Bohnen, Kochbananen und Reis ist eine weitere Delikatesse. Tischbedienung ist üblich. Öffnungszeiten: 19.30-01.00/02.00 Uhr.
Getränke: Ausländische Weine werden im Land abgefüllt. Mehrere gute einheimische Biersorten, der Aperitif Pousse-Café, Gin und der ausgezeichnete Rum sind zu empfehlen. Merengada (Fruchtfleisch, Eis, Milch und Zucker) ist ein besonders erfrischendes Getränk. Batido ist ebenfalls ein guter Durstlöscher, wird jedoch mit Wasser zubereitet. In den Bars wird am Tisch oder Tresen bedient. Die meisten Bars haben bis spät geöffnet.
Kultur
Religion
Römisch-katholisch (96 %). Protestantische (2 %), orthodoxe und jüdische Minderheiten.
Soziale Verhaltensregeln
Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Das Abrazo, eine Kombination aus Umarmung und Händedruck, ist ebenfalls üblich.
Kleidung: In Caracas ist zurückhaltende Alltagskleidung angebracht. Männer sollten bei Geschäftstreffen Anzüge tragen. In Restaurants und zu gesellschaftlichen Anlässen werden Sakko und Krawatte erwartet. An der Küste ist die Kleidung salopper, aber Badebekleidung gehört an den Strand.
Rauchen: Das Rauchen ist in geschlossenen öffentlichen Räumen wie am Arbeitsplatz, in Einkaufszentren, in Restaurants, in Bars, in Diskotheken etc. verboten.
Trinkgeld: Der Betrag liegt in der Regel im Ermessen des Gastes. In den meisten Bar- und Restaurantrechnungen sind 10% Bedienungsgeld enthalten, weitere 5-10% sind üblich. Das Hotelpersonal erwartet ebenfalls Trinkgeld. Taxifahrern gibt man Trinkgeld, indem man den Fahrpreis aufrundet, wenn sie z.B. mit dem Gepäck helfen. In Caracas gibt man mehr Trinkgeld als in anderen Landesteilen. Fremdenführer erhalten üblicherweise 5-10% Trinkgeld.
Sprache
Überblick
Amtssprache ist Spanisch. Indianische Sprachen dienen regional als Umgangssprache. Englisch, Französisch, Deutsch und Portugiesisch werden ebenfalls teilweise gesprochen.
Klima
Beste Reisezeit
In den Ebenen herrscht tropisches, im Gebirge gemäßigtes Klima. In Höhenlagen über 2000 m kann es recht kalt werden. Regenzeit von Mai bis Dezember. Am besten reist man in der Zeit von August bis Oktober nach Venezuela.
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes - https://www.auswaertiges-amt.de/
VR International Länderinformationen Bereitgestellt von Columbus Travel Media Ltd.
https://www.derreisefuehrer.com
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