Brasilien

Südamerika

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Brasilianischer Real (BRL)

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Föderative Republik Brasilien.

Hauptstadt

Brasília. 

Geographie

Brasilien bedeckt fast die Hälfte Südamerikas (fünftgrößtes Land der Erde) und grenzt mit Ausnahme Chiles und Ecuadors an alle südamerikanischen Länder. Der Atlantik bildet die östliche Grenze. Das Land besteht zu ca. 60% aus Hochebene und zu 40% aus Flachland. Im Süden, am Dreiländereck Brasilien, Argentinien und Paraguay befinden sich die Iguaçu-Fälle mitten im Dschungel. Die Guyana-Hochebene nördlich des Amazonas besteht teils aus dichten Wäldern, teils aus Steinwüste. Zwischen dem Amazonas und den Flüssen des Südens liegt der Bundesstaat Mato Grosso, Brasiliens riesige Hochebene. Die Berge im Südosten, Sierra da Mantiqueira, erreichen eine Höhe von rund 2800 m. Niedrigere Berge, z. B. in Rio de Janeiro, bilden eine Barriere an der Atlantikküste, die durch zahlreiche Lagunen durchbrochen wird. Die Bundesstaaten Minas Gerais (im Süden), São Paulo, Rio de Janeiro und Paraná sind dicht besiedelt. Inklusive der vorgelagerten Inseln liegt Brasilien in drei Zeitzonen.

Regierung

Präsidiale föderative Republik seit 1988. Verfassung von 1988, letzte Änderung 2010. Zweikammern-Bundesparlament: Abgeordnetenhaus (513 Mitglieder) und Senat (81 Mitglieder). Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 4 Jahre (einmalige Wiederwahl). Die 26 Bundesstaaten haben eigene Länderparlamente, denen jeweils ein Gouverneur vorsteht. Unabhängig seit 1822 (ehemalige portugiesische Kolonie). Mitglied in den Vereinten Nationen.

Staatsoberhaupt

Übergangspräsident: Michel Temer, seit Mai 2016.

Regierungschef

Michel Temer, seit Mai 2016

Elektrizität

Salvador (Bahia) und Manaus: 127 V / 60 Hz;
Brasília und Recife: 220 V, 60 Hz;
Rio de Janeiro und São Paulo 110-120 V, 60 Hz.

Meist zwei- oder dreipolige Stecker. Adapter notwendig.

Die meisten größeren Hotels verfügen über 110 und 220 V-Steckdosen.

Zeitzone

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Brasiliens nationale Fluggesellschaften ist TAM Airlines (JJ) (Internet: www.tam.com.br). TAM Airlines (JJ) fliegt von Frankfurt nach São Paulo sowie von London, Madrid und Paris viele brasilianische Destinationen an.

Lufthansa (LH) (Internet: http://www.lufthansa.com/) fliegt u.a. täglich von Frankfurt und München und fünfmal in der Woche von Zürich nach São Paulo.

TAP Portugal (TP)
fliegt von Lissabon nach Rio de Janeiro, Sao Paulo, Belo Horizonte, Fortaleza, Recife, Salvador, Brasilia, Porto Alegre, Natal, Campinas und nach Belem und Manaus; von Porto nach Rio de Janeiro und Sao Paulo. Zubringerverbindungen nach Lissabon bestehen von Frankfurt, Hamburg und München. 

Außerdem wird Brasilien von folgenden Fluglinien angeflogen: Air France (AF), Alitalia (AZ), British Airways (BA), Iberia (IB), KLM (KL) und Swiss International (LX).

Flugzeiten

Frankfurt - Rio de Janeiro: 14 Std.; Frankfurt - São Paulo: 11 Std. 45 Min.; Zürich - São Paulo: 12 Std.

Airpässe

Der TAM Brazil Airpass ist nur erhältlich in Verbindung mit einem internationalen Ticket von TAM oder in Verbindung mit Transatlantikflügen anderer internationalen Airlines, mit denen TAM ein multi- oder bilaterales Abkommen hat (gilt nicht für Codeshare-Flüge der TAM). Fluggäste der TAM bezahlen weniger für den Airpass als Reisende, die mit anderen Airlines über den Atlantik fliegen. Der Airpass für bis zu neun Reisezielen ist gültig auf allen Inlandsstrecken mit TAM-Flügen JJ und JJ* in der Economy-Class - OW / RT / CT OJ. Der Pass darf nur an Personen mit ständigem Wohnsitz außerhalb Südamerikas verkauft werden. Für den Preis des Airpasses sind die angeflogenen Flugziele entscheidend, nicht die Anzahl der Coupons.

Der TAM South American Airpass ist gültig auf allen Strecken der teilnehmenden Fluglinien innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Die teilnehmende Fluglinie ist: TAM (JJ). Der Pass gilt für Aufenthalte von mindestens 7 und maximal 45 Tagen und ist nur erhältlich für Passagiere, die ihren Wohnsitz außerhalb Südamerikas haben, in Verbindung mit einem internationalen Hin- und Rückflugticket. Es müssen mindestens 2 und dürfen höchstens 5 Länder bereist werden. Es sind maximal 8 Flugcoupons erlaubt (9 falls Iguazú angeflogen wird), mit maximal 2 Flugunterbrechungen (Stopovers) pro Land. Die Flugroute muss im Flugschein festgelegt und fest reserviert werden. Flüge dürfen umgebucht werden, die Flugroute darf jedoch nicht geändert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 25%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.

Der Oneworld Visit South America Pass ist gültig auf Strecken der teilnehmenden Fluglinien American Airlines, British Airways, LAN, Qatar Airways sowie die dazugehörenden Fluggesellschaften innerhalb Südamerikas in den folgenden Ländern: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Nur anwendbar für Passagiere, deren Wohnsitz außerhalb Südamerikas ist. Maximal 6 Monate ab Ankunft in Südamerika gültig. Der Airpass beinhaltet mindestens 3 Coupons. Die Anzahl der Coupons ist nicht limitiert. Für jeden Streckenabschnitt wird ein Coupon benötigt. Die Stopovers sind beschränkt auf die Anzahl der gekauften Coupons. Kinder ab 2 Jahren: keine Ermäßigung. Kleinkinder unter 2 Jahren frei (kein Sitzplatzanspruch). Die Reservierung der gesamten Strecke muss vor Abreise, bzw. Ticketausstellung erfolgen. Pro Streckenänderung, oder Änderung des Flugdatums wird eine Gebühr erhoben. Stornierung: Mit Stornogebühren vor Reiseantritt, nach Reiseantritt keine Erstattung. Flugscheinkauf/Ausstellung vor Reisebeginn in Deutschland.

Anreise mit dem Pkw

Man kann von Rio de Janeiro aus in andere lateinamerikanische Länder fahren, die Fahrten sind jedoch sehr lang (Fahrzeit von Rio de Janeiro nach Buenos Aires (Argentinien) ist z.B. 44 Stunden). Weitere Informationen sind von EMBRATUR (s. Adressen) erhältlich.

Anreise mit der Bahn

Es gibt begrenzte Verbindungen nach Argentinien, Bolivien, Chile und Uruguay. Die Hauptstrecken sind u.a. Rio de Janeiro - Buenos Aires, Rio de Janeiro - Santiago, Rio de Janeiro - São Paulo - Montevideo, São Paulo - Bauru - Corumba - Santa Cruz - La Paz, São Paulo - Antofagasta.

Anreise mit dem Schiff

Der größte Hafen ist Rio de Janeiro, in dem viele Kreuzfahrtschiffe anlegen. Andere bekannte Häfen sind Manaus, Fortaleza, Recife, Salvador und Vitória. Die Reederei Grimaldi Freighter bietet Kreuzfahrten von Europa an. Weitere Kreuzfahrtunternehmen sind: Holland Amercia Line, Swan Hellenic, Celebrity, Mediterranean Shipping, Seabourn, Silversea Cruises und Norwegian Cruise Line.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Inlandflüge bieten u.a. die Fluggesellschaften TAM Airlines (JJ) (Internet: www.tam.com.br) und Gol Transportes Aéros (G3). Brasilien hat eines der größten internen Flugnetze der Welt. Es besteht ein Shuttle-Service zwischen São Paulo und Rio de Janeiro, ein regulärer Flugdienst von São Paulo nach Brasília und ein weiterer Shuttle-Service zwischen Brasília und Belo Horizonte. Lufttaxis stehen ebenfalls zur Verfügung. An Wochenenden empfiehlt sich Vorausbuchung.

Flugzeiten

Flugzeiten

von Brasília zu den folgenden größeren Städten (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
Belo Horizonte 1.00
São Paulo 1.30
Rio de Janeiro 1.30
Pôrto Alegre 2.20
Manaus 1.50
Foz do Iguaçu 2.30

Airpässe

Mit dem Brasil Airpass kann man in der Economy Class bis zu neun Strecken fliegen. Er gilt für das gesamte Streckennetz der TAM und regionaler Fluggesellschaften, die ein Abkommen mit TAM haben, in ganz Brasilien, außer auf der Luftbrücke zwischen den Flughäfen Santos Dumont in Rio de Janeiro (SDU) und Congonhas in Sao Paulo (CGH). Die gesamte Reise sollte vor Antritt geplant und gebucht werden. Der Airpass ist ab Reiseantritt bis zu 30 Tage gültig.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz umfasst ca. 2.000.000 km. Die Busverbindungen des Landes sind ausgezeichnet. Einige Straßen sind jedoch in keinem guten Zustand, so dass Langstreckenfahrten unbequem werden können. 97% aller Reisenden fahren mit dem Bus, 2,2% benutzen das Flugzeug und weniger als 1% fahren mit der Bahn.

Fernbus:
Die meisten modernen Überlandbusse sind schnell und bequem. Es bestehen Verbindungen zu allen bewohnten Gegenden Brasiliens. Komfort und Fahrpläne der Busse sind unterschiedlich; Passagiere sollten mit längeren Wartezeiten (auch Aufenthalten über Nacht) zwischen den Anschlüssen rechnen.

Mietwagen:
In allen größeren Städten erhältlich. Preise sind meist hoch und das Abwickeln der Formalitäten kann lange dauern. Parkplätze sind schwer zu finden, Hauptverkehrsstraßen sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Unterlagen:
Neben dem erforderlichen nationalen Führerschein empfiehlt es sich dringend, auch einen internationalen Führerschein mitzunehmen.

Vorschriften

Promillegrenze: 0,0 ‰.
 

Unterwegs in der Stadt

Das Busnetz in den Großstädten ist ausgezeichnet. Executivo-Schnellbusse mit Klimaanlage sind etwas teurer. In São Paulo und Rio de Janeiro kann man auch die Untergrundbahn oder Vorortzüge benutzen. Oberleitungsbusse fahren in São Paulo und verschiedenen Städten. Fahrpreise sind festgesetzt, auf manchen Linien kann man von der Untergrundbahn in den Bus oder Zug umsteigen.

In den meisten Städten haben Taxis rote Nummernschilder und Taxameter. Passagiere sollten darauf achten, dass der Taxameter eingeschaltet ist. Die Preise liegen generell niedrig, klimatisierte Taxis können etwas teurer sein. Die brasilianischen rasanten Taxifahrer empfehlen gern bestimmte Geschäfte oder Sehenswürdigkeiten und beziehen eine kräftige Provision für ihre Bemühungen.

Mit dem Trem de Corcovado (Internet: www.corcovado.com.br) geht es auf dem gleichnamigen Berg in Rio de Janeiro zur berühmten Cristo-Redentor-Statue (Christus der Erlöser). Der Zug fährt zwischen 08.30-18.30 Uhr im 30-Minuten-Takt (Fahrtdauer: 20 Min.).

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Es gibt nur noch drei regelmäßige öffentliche Bahnverbindungen neben S-Bahn-Strecken:
Belo Horizonte - Vitória täglich, mit 1., 2. und Pullman Klasse;
São Luis - Parauapebas 3x in der Woche, 3 Wagenklassen;
Porto Santana bei Macapá - Serra do Navio.

Vorortsbahnen
in den folgenden Städten (von S-bahnähnlichem Betrieb bis zu nur 2-3 Fahrten am Tag) (siehe auch www.metrobh.gov.br/principal.asp):
Porto Alegre (1 Linie);
São Paulo (Straßenbahn- und Metronetz (Internet: www.metro.sp.gov.br));
Rio de Janeiro (Straßenbahn- und Metronetz (Internet: www.metrorio.com.br));
Brasília (2 Linien (Internet: www.metro.df.gov.br));
Belo Horizonte (1 Linie);
Salvador (1 Linie);
Maceió (1 Linie);
Recife (2 Linien);
João Pessoa (2 Linien);
Natal (2 Linien);
Fortaleza (2 Linien);
Teresina (1 Linie).

Touristische Bahnverbindungen:

Great Brazil Express: Curitiba zu den Wasserfällen von Iguacu, 7-, 8- und 10-Tages-Reisen (Internet: http://www.greatbrazilexpress.com/)
Serra Verde Express: Curitiba - Morretes, die Weiterfahrt bis Paranaguá wird nur sonntags angeboten (Internet: www.serraverdeexpress.com.br);
Trem do Vinho Carlos: Barbosa - Bento Gonçalvez (Internet: www.mfumaca.com.br);
Trem das Termas: Marcelino Ramos - Uruguaí;
Marcelino Ramos - Piratuba u.a.

Einige Verbindungen sollen reaktiviert werden: Corumbá - Campo Grande Trem do Pantanal; Ouro Prêto - Mariana; Belo Horizonte - Rio Acima

Unterwegs mit dem Schiff

Ein Fährdienst verbindet alle Seehäfen. Flussboote sind die besten Verkehrsmittel im Amazonasgebiet. Nachdem die regierungseigene Empresa de Navegação de Amazônia (ENASA) ihren Passagierschiffverkehr eingestellt hat, übernahmen private Gesellschaften den Schiffsverkehr und bieten zunehmend bessere Schiffsverbindungen auf Flüssen landesweit an.

Mit Barcos S/A (Internet: www.barcos-sa.com.br) bestehen Fährverbindungen zwischen Rio de janeiro und Niterói sowie zwischen Angra dos Reis und Ilha Grande. Verschiedene Fährschiffe bedienen die Route Blemém und Manaus. Bootsausflüge vom Festland zu den beliebten und hübschen Inseln Ilha Grande, Ilhabela und Ilha de Santa Catarina sind ebenfalls möglich.

Reisewarnung

Überblick Brasilien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.02.2017
Unverändert gültig seit: 13.02.2017

Aktuelle Hinweise

Wegen der aktuellen politischen Lage in Brasilien werden weiterhin – auch unangekündigt - Demonstrationen erwartet, bei denen Ausschreitungen nicht ausgeschlossen werden können. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Brasilia, São Paulo, Rio de Janeiro sowie daneben für andere Großstädte des Landes. Es wird empfohlen, Menschenansammlungen zu meiden und sich über die Reise- und Sicherheitshinweise und die Medien informiert zu halten.  

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Jedes Jahr reisen Tausende deutscher Urlauber und Geschäftsreisender nach Brasilien, die allermeisten davon ohne Zwischenfälle. Um mögliche Schwierigkeiten zu vermeiden, sollten die folgenden Hinweise beachtet werden:

Kriminalität

Die Gefahr, Opfer eines Raubüberfalls oder eines anderen Gewaltverbrechens zu werden, ist in Brasilien erheblich höher als in Westeuropa. Besonders Großstädte wie Belém, Porto Alegre, Recife, Salvador, Fortaleza, São Luiz, Maceio, Rio de Janeiro und São Paulo weisen hohe Kriminalitätsraten auf. Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Landes- oder Stadtteilen. Besonders stark von Kriminalität und Gewalt betroffen sind Armensiedlungen (Favelas). Von Favela-Besuchen wird daher dringend abgeraten. Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen und Drogenbanden kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.

Eine Häufung krimineller Zwischenfälle ist vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zu den Flughäfen zu verzeichnen. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden, was mit höherer Sicherheit verbunden ist. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im Gepäck aufbewahrt sondern „am Mann" getragen werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien und eine Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen. Laptops sollten unauffällig, z.B. in einer verschließbaren Reisetasche, verstaut oder auch in den Safe gelegt werden.

Es wird empfohlen, beim Straßenbummel auf auffällige Kleidung, Uhren und (Mode-) Schmuck zu verzichten und Geld und Wertsachen (Kameras, Uhren, Smartphones etc.) nur im erforderlichen Umfang mitzunehmen und verdeckt zu tragen. Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück. Es ist ratsam, stets einen geringeren Geldbetrag zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.

Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) wird besonders hingewiesen. Berüchtigt ist die Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen. Von der Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das eigene Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten. 

Zur Verringerung des Risikos, Opfer eines – nicht selten auch vorgetäuschten - Verkehrsunfalls oder Fahrzeugraubs zu werden, sollte von Überlandfahrten in der Nacht abgesehen werden. Insistieren Sie nicht auf Ihr Vorfahrtsrecht. Im Stadtverkehr sollten die Fenster des Fahrzeugs geschlossen,  die Türen verriegelt und Wertgegenstände außer Sichtweite verstaut werden. An Ampeln und im stockenden Verkehr wird zur besonderen Vorsicht geraten. Bei drei- oder mehrspurigen Straßen empfiehlt es sich, die mittlere Spur zu nutzen.

Zur Hauptverkehrszeit kommt es in überfüllten Bussen und Zügen häufiger zu Taschendiebstählen.  Insbesondere nachts sind Taxis öffentlichen Verkehrsmitteln vorzuziehen.

Demonstrationen

In Brasilien finden - zumeist in den großen Städten -  immer wieder unerwartet Demonstrationen statt, die in der Vergangenheit vereinzelt zu Ausschreitungen geführt haben. Es wird empfohlen, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzuhalten und sich besonders umsichtig zu verhalten. Die Medienberichterstattung sollte aufmerksam verfolgt werden.

Hinweise für Rio de Janeiro Das Zentrum (Centro) Rios ist nach Geschäftsschluss am Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen unbelebt und nicht sicher. Die oft menschenleeren Straßen der Innenstadt sollten daher am Wochenende, feiertags und nachts gemieden werden.

Vor dem Hintergrund zuletzt wieder aufflammender Schusswechsel, wird von einem Besuch aller Favelas von Rio de Janeiro, auch derjenigen im Bereich der Südzone und des Zentrums, ausdrücklich abgeraten.

Auch an den Stränden und Promenaden, in den beliebten Stadtvierteln Copacabana, Ipanema, Leblon und im Ausgehviertel Lapa ereignen sich immer wieder Diebstähle und Überfälle, auch tagsüber, wobei insbesondere Mobiltelefone, Schmuck und Bargeld für die Täter von Interesse sind. Hier ist, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, Wachsamkeit geboten. Von nächtlichen Strandspaziergängen wird dringend abgeraten.

Hinweise für São Paulo In São Paulo ist das historische Stadtzentrum um die Praça da Sé (vor der Kathedrale) unter der Woche nachts sowie nach Geschäftsschluss am Wochenende unbelebt und nicht sicher; gleiches gilt für die Gegend um die belebte Metro-Station „Estaçao da Luz", die man zu den genannten Zeiten meiden sollte. Im Stadtzentrum gibt es viele Obdachlose, die zum Teil drogensüchtig sind und Passanten zuweilen belästigen.

Auch bewaffnete Überfälle und Blitzentführungen in bevorzugten, besseren Wohngegenden haben zugenommen und führen nicht selten zu Schusswechseln mit privaten Sicherheitskräften oder Polizisten (häufig auch in Zivil), auch tagsüber, so dass erhöhte Aufmerksamkeit im gesamten Stadtgebiet angezeigt ist. 

Hilfe im Notfall Reisende , die trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch Opfer einer Straftat oder anderweitig in Not geraten sind , erhalten von den deutschen Auslandsvertretungen in Brasilien Hilfe. (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.brasil.diplo.de)

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird zurzeit nicht verlangt.

Unabhängig von den offiziellen Impfbestimmungen wird eine Gelbfieber-Impfung vom Auswärtigen Amt beim Besuch in jedem Gelbfiebergebiet von Brasilien dringend angeraten. Zu diesen Gebieten zählen die Hauptstadt Brasilia, die Stadt Salvador sowie Acre, Amapá, Amazonas, Distrito Federal, Espirito Santo, Goiás, Iguazu-Wasserfälle, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Minas Gerais, Roraima, Pará, Rondônia, Tocantins und bestimmte Regionen von Bahia, Parana, Piaui, Rio Grande de Norte, Rio Grande so Sul, Santa Catarina, der gesamte Bundesstaat Rio de Janeiro einschließlich der Stadt Rio de Janeiro sowie der Bundesstaat Sao Paulo und Campinas. Für die Stadt Sao Paula gilt keine Impfempfehlung. Eine Liste der Gelbfieber-Endemiegebiete ist auch unter www.who.int zu finden.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist für die Einreise nicht erforderlich, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Die Infektionsgebiete liegen in den Staaten Alagoas, Bahia, Paraíba, Pernambuco und Sergipe.

[3] Typhus kommt vor. Eine Impfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4] Die weniger gefährliche Malaria-Art Plasmodium vivax und die gefährlichere Form Plasmodium falciparum herrschen vor. Es gibt weitaus mehr Infizierungen mit Plasmodium vivax als mit Plasmodium falciparum. Die weniger häufig vorkommende Form Plasmodium falciparum ist gegen Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethamin äußerst resistent. Empfohlen wird der Impfstoff Mefloquine.

Malariaschutz ist ebenfalls ganzjährig erforderlich in den meisten bewaldeten Gebieten unter 900 m. Es besteht ein hohes Malariarisiko in Amapà, Amazonas, Maranhao (W), Mato Grosso (N), Parà (außer Belèm City), Tocantins (W) und den Außenbezirken der Städte Pôrto Velho, Boa Vista, Macapà Manaus, Santarém, Maraba, Rio Branco und Cruzeiro do Sul.

Essen und Trinken

Wasser sollte zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete in der Regel nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser weiterverarbeiten. Produkte aus ungekochter Milch sollte man meiden. Fleisch- oder Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß serviert gegessen werden. Den Genuss von Schweinefleisch, Mayonnaise und Salat am besten vermeiden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor. Herdförmiges Vorkommen im Norden und Osten, im Mato Grosso und Amazonasbecken. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Chikungunya kommt in einigen Bundesstaaten (ländlichen Gebieten) von Brasilien vor. Es wird deshalb ein ausreichender Schutz gegen Mücken empfohlen. 

Während des Sommers muss vor allem im Süden Brasiliens, insbesonders in den Bundesstaaten Rio de Janeiro und Sao Paulo, wieder mit neuen Ausbrüchen von Dengue-Fieber gerechnet werden. Im Norden besteht ein ganzjährigen Risiko; dort sind vor allem die Staaten Ceara, Bahia, Maranhao, Paraiba, Pernambuco und Piaui betroffen. Schutz vor tag- und nachtaktiven Überträgermücken beachten.  

Landesweit tritt vereinzelt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. 

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. Vorkommen von Hepatitis B vor allem im Amazonasbecken.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Leishmaniose kommt landesweit, besonders aber in der Küstenregion vor. Auch hier empfiehlt sich ein Insektenschutz.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor allem in den Slums der östlichen Großstädte vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen.

Fälle der Pest sind vereinzelt im Nordosten in Bahia und Paraiba aufgetreten. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeren Wäschewechsel sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflich in Pestgebieten Tätigen empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind vor allem in den Bundesstaaten Maranhão und Pará Flughunde ("Vampire"), aber auch Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.
 
Wegen starker Strömungen und mancherorts gefährlichen Fischarten sollte man das Badeverbot (rote Flagge) und die Anweisungen der Ortskundigen beachten.
Gesundheitszeugnis

Für eine Arbeitserlaubnis sind ein Gesundheitszeugnis sowie ein negativer HIV-Test in deutscher und portugiesischer Sprache erforderlich.

Geld

Währung

1 Brasilianischer Real = 100 Centavos. Währungskürzel: R$, BRL (ISO-Code). 

Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 BRL; 

Münzen in den Nennbeträgen 1 BRL und 50, 25, 10, 5 und 1 Centavos. 

Die Banknote 1 BRL wird nicht mehr gedruckt, ist aber weiterhin gültig. 

In manchen Geschäften wird sie jedoch nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert.

1 Centavo-Münzen sind kaum noch im Umlauf.

Kreditkarten

Die meisten internationalen Kreditkarten werden in Brasilien überall akzeptiert. American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden weitgehend akzeptiert, Eurocard ist weniger gebräuchlich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Autoverleiher akzeptieren Kreditkarten.


 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. Außerdem wird darauf hingewiesen, dass Reisende kein Bargeld an Automaten auf offener Straße abheben sollten. Sicherer ist die Bargeldabhebung an Automaten in Banken und Einkaufszentren. Reisende sollten beim Geldabheben am Automaten immer auf Vorrichtungen achten, mit denen Kriminelle den Geheimcode und die Bankkarte kopieren.

Hinweis: Bargeldabhebungen an zahlreichen Geldautomaten mit Kreditkarten und ec-Karten ist zurzeit oft entweder gar nicht oder nur eingeschränkt möglich. Reisende sollten deshalb über eine alternative Geldversorgung verfügen.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist unbeschränkt; Deklarationspflicht für Beträge ab dem Gegenwert von 10.000 BRL.

Geldwechsel

Fast alle Banken, Wechselstuben, Reisebüros und autorisierte Hotels wechseln Reiseschecks und ausländische Währungen. In den Großstädten gibt es Geldautomaten, an denen Bargeld in Landeswährung abgehoben werden kann. Vorsichtshalber sollte man jedoch bereits am Flughafen mit einer Kreditkarte Bargeld abheben oder Reiseschecks (s. Reiseschecks) mit sich führen.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Portugiesisch in brasilianischer Variante. Englisch und Spanisch werden vereinzelt gesprochen. Im Süden wird auch Deutsch gesprochen, besonders in Santa Catarina, Rio Grande do Sul und Paraná ebenso Französisch und Italienisch; rund 180 Indianersprachen.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Feiertage, die auf einen Wochentag fallen, werden auf den vorhergehenden Montag verlegt, ausgenommen sind Neujahr, Tag der Arbeit, Unabhängigkeitstag, Weihnachten und Karfreitag.

*Feiertage werden nur regional eingehalten.

Anmerkung

Feiertage, die auf einen Wochentag fallen, werden auf den vorhergehenden Montag verlegt, ausgenommen sind Neujahr, Tag der Arbeit, Unabhängigkeitstag, Weihnachten und Karfreitag.

*Feiertage werden nur regional eingehalten.

Zollfrei Einkaufen

Überblick
Die folgenden Artikel können zollfrei nach Brasilien eingeführt werden:
 
Einreise mit dem Flugzeug oder Schiff oder über Land:
10 Zigaretten-Schachteln à 20 Stück Zigaretten und 25 Zigarren/Zigarillos und
250 g Pfeifentabak (Personen ab 18 J.);
12 l alkoholische Getränke (Personen ab 18 J.);
Persönliche Gebrauchsgegenstände und Geschenke im Gegenwert von bis zu 500 US$ (bei Einreise mit dem Flugzeug) bzw. 300 US$ (bei Einreise über Land, See oder Fluss).
 
Achtung: Internationale Passagiere dürfen zusätzlich im Gegenwert von bis zu 500 US$ Waren einführen, die in Duty-Free-Shops in brasilianischen Flughäfen erworben wurden (Mengenbeschränkungen: 24 Alkoholeinheiten, vorbehaltlich der Höchstmenge von 12 Stück pro Art des Getränks; 20 Pakete von im Ausland hergestellten Zigaretten; 25 Stück Zigarren/Zigarillos; 250 g Tabak; 10 Stück Toilettenartikel; Max. 3 Uhren, Maschinen, Geräte, Spielzeug, Spiele oder elektrische Instrumente.).
 
 

Anmerkung: Außerhalb von Brasilien erworbene Mobiltelefone müssen beim Zoll angemeldet werden.

Verbotene Importe

Frische Lebensmittel, Fleisch- und Käseprodukte sowie andere von Tieren stammende Produkte, Obst, Gemüse, Pflanzen und Pflanzenteile, Tierfutter, landwirtschaftliche Produkte (Honig, Wachs, etc.), Drogen, exportierte brasilianische Alkoholika, lebende Vögel, Insekten und Schnecken, Impfserum, Viren, landwirtschaftliche Vernichtungsmittel etc.

Die Botschaft erteilt weitere Auskünfte (s.  Kontaktadressen).

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Anzug und Krawatte bzw. Kostüm oder Kleid sind angebracht. Termine (möglichst mit gleichrangigen Partnern) sollten im Voraus vereinbart werden; Visitenkarten sind üblich.
Rio de Janeiro
Visitenkarten werden beim ersten Treffen ausgetauscht, und Geschäftsleute gehen davon aus, es mit einer gleichgestellten Person zu tun zu haben. Bei Treffen mit der Unternehmensleitung oder bei halb-formellen gesellschaftlichen Anlässen in exklusiven Clubs und Restaurants ist das Tragen von Anzügen und Kostümen erforderlich. Häufig finden Geschäftstreffen bei einem Abendessen in einem Restaurant statt. Geschäftsreisende sollten Geschenke mitbringen wie z.B. Konfekt aus der Heimat.

Brasilianer sind lässiger als andere Lateinamerikaner, es ist allerdings wichtig, sich sorgfältig zu kleiden und Respekt zu zeigen - am Anfang eines Gesprächs sollten Fremde mit dem formellen „o senhor” bzw. „a senhora”' angesprochen werden bis man zum informellen „tu” oder „você”, dem Duzen, übergeht. Man kann des öfteren hören, daß Personen der höheren Berufsstände mit „o doutor” ('Doktor') angesprochen werden, ganz gleich welchem Beruf sie nachgehen. Obwohl viele Geschäftsleute in höheren Positionen Englisch sprechen, ist es ratsam, Geschäfte in Portugiesisch abzuwickeln, sofern dies möglich ist. 

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Wirtschaft

Brasilianisch-Deutsche Handelskammer (Büro Rio de Janeiro)
Avenida Graca Aranha, 1-6 andar, 20030-002 BR-Rio de Janeiro - RJ
Tel: (021) 22 24 21 23.
Internet: www.ahk.com.br
Es gibt weitere AHK-Niederlassungen u.a. in Porte Alegre und Sao Paulo.

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Geschäftskontakte

Brasilianisch-Deutsche Handelskammer (Büro Rio de Janeiro)
Avenida Graca Aranha, 1-6 andar, 20030-002 BR-Rio de Janeiro - RJ
Tel: (021) 22 24 21 23.
Internet: www.ahk.com.br
Es gibt weitere AHK-Niederlassungen u.a. in Porte Alegre und Sao Paulo.

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Kommunikation

Telefon

Die Ländervorwahl ist 0055. Öffentliche Telefone können mit Telefonkarten, den Cartões telefônicos, benutzt werden. Sie sind in Kiosken erhältlich. In der Regel werden internationale Telefonate via Skype getätigt, da sie ansonsten sehr teuer sind. Die Nummer zur Vermittlung eines R-Gespräches nach Deutschland lautet 000111.

Mobiltelefon

GSM 900/1800 Netzwerke. Hauptnetzbetreiber sind u.a. Telemar (Internet: www.oi.com.br) und TIM Brasil (Internet: www.timbrasil.com.br). Der Empfang ist gut und Roamingverträge existieren.
Hinweis: Im Umkreis von 3 km von Flughäfen, insbesondere Rio und Sao Paulo, sollten Mobiltelefone nicht eingeschaltet werden, um unberechtigte Nutzung des Telefonanschlusses durch Dritte zu vermeiden.

Internet

Zu den Hauptanbietern zählt Terra (Internet: www.terra.com.br); Internetcafés findet man in den Städten. Einige Hotels bieten ihren Gästen Internetanschlüsse, allerdings sind diese nicht immer kostenlos. Oft gibt es auch auf Flughäfen und manchmal auch in Postämtern Zugang zum Internet. Eine Übersicht der Hotspots bietet www.hotspotlocations.com .

Post

Der Postverkehr ist verhältnismäßig zuverlässig. Wer Briefe per Einschreiben schickt oder eine Frankiermaschine benutzt, umgeht das Risiko, dass die Briefmarke abgelöst wird. Luftpost nach Europa benötigt 4-6 Tage, auf dem Seeweg mindestens 4 Wochen.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Geschäfte und Märkte in Rio und São Paulo sind bis in die späten Abendstunden geöffnet. Zahlreiche Geschäfte in Rio und Bahia bieten Antiquitäten und Schmuck an. Edelsteine (insbesondere Smaragde), Schmuck (vor allem Silber), Andenken, zum Verkauf freigegebene Antiquitäten und Lederwaren werden überall angeboten. In São Paulo kann man Kleidung, Antiquitäten, Kristall und Keramik erwerben. Vor den »Dschungel-Souvenirs«, die vor allem in Belém angeboten werden, sei gewarnt - mit dem Erwerb unterstützt man die systematische Plünderung des Regenwaldes.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 09.00-19.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Einkaufszentren: Mo-Sa 10.00-18.00 Uhr, So 13.00-18.00 Uhr. Öffnungszeiten variieren, zahlreiche Geschäfte schließen erst in den späten Abendstunden.

Nachtleben

Einleitung

Das vielseitigste Angebot gibt es in Rio und São Paulo. In den größeren Nachtklubs in Rio fangen die Shows erst nach Mitternacht an; zahlreiche kleine Nachtklubs (Boites) bieten allabendlich Programme an. Die Nachtlokale in São Paulo sind im Allgemeinen eleganter, die Auswahl größer. Viele Shows fangen früher an als in Rio.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

Der Standard der Hotels ist regional verschieden. Die besten Hotels sind im Wesentlichen auf die Städte im Süden begrenzt. Weitere Informationen erteilt: Associacão Brasileira da Industria de Hoteis, sala 213, Avenida das Americas, Bl.1, BR-Rio de Janeiro. (Tel: (021) 33 28 75 45 oder 34 10 51 31. Internet: www.abih.com.br).

Rio de Janeiro/São Paulo:
Hotels aller Preisklassen. Zur Karnevalszeit (jährlich im Februar/März) müssen Hotels in Rio lange im Voraus gebucht werden.

Brasília: Regierungs- und Verwaltungssitz. Es gibt nur wenige gute Hotels. Die meisten Besucher fliegen von Rio oder São Paulo für einen Tagesausflug oder eine Übernachtung hierher.

Salvador:
Geringe Anzahl guter Hotels, einige wenige teure Hotels, Pensionen ebenfalls vorhanden sowie Jugendherbergen und Familienunterkünfte. Zur Karnevalszeit sind alle Unterkunftsmöglichkeiten frühzeitig ausgebucht.

Amazonasbecken:
Ein Teil dieser Region wird zum Touristengebiet ausgebaut.

Kategorien:
Das Sterne-System gilt in fast allen Hotels. Die Klassifizierung entspricht jedoch nicht amerikanischem oder europäischem Niveau. Luxushotels haben 5 Sterne. 3-Sterne-Hotels sind preisgünstig und gutbürgerlich, 1-Stern-Hotels bieten das Allernotwendigste.

Camping

Organisierte Safaris und Campingtouren in das Amazonasgebiet werden angeboten. Da jedoch zahlreiche Gegenden Brasiliens weitgehend unerforscht sind, sollte man sich unbedingt an befestigte Straßen halten. Am besten zeltet man in organisierten Gruppen mit offizieller Genehmigung oder übernachtet in Hotels.

Dem Camping Clube do Brasil (Campingverband) gehören 52 Campingplätze in 14 Bundesstaaten an. Der in den meisten Buchhandlungen und Kiosken in Brasilien erhältliche Guia Camping enthält alle notwendigen Informationen. Näheres auch vom Camping Clube do Brasil, Divisao de Campings, Rua Senador Dantas 75, 29 Andar, BR-20000 Rio de Janeiro. (Tel: (021) 210 31 71. Internet: www.macamp.com.br/CCB.htm.

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Es gibt über 90 Jugendherbergen. Eine Liste ist erhältlich von Federaçao Brasileira dos Albergues da Juventude, Rua General Dionisio 63, BR-Rio de Janeiro. (Tel: (021) 286 03 03. (Internet: www.hostel.org.br).
Aufgrund einer Regierungsinitiative entstanden im und um den Regenwald des Amazonas so genannte Ökohotels, die in der Regel recht teuer sind. Manche sind als Baumhotels mit Luxuskomfort angelegt und bieten Entdeckungstouren in den Regenwald.

Die so genannten Dormitórios bieten preiswerte Unterkunft in Mehrbettzimmern mit Gemeinschaftsbädern. Übernachtungen in Pousadas (kleine Pensionen) sind ebenfalls preiswert, jedoch teurer als in Dormitórios. Zimmer mit eigenen Bädern werden meist als Apartamentos bezeichnet, Zimmer mit Gemeinschaftsbädern als Quartos.
Motels sind weit verbreitet, sehr gepflegt, preisgünstig und eignen sich ideal für die Zwischenübernachtung. Allerdings benutzen brasilianische Pärchen die Motels vor allen Dingen am Wochenende gerne als Liebesnest. Weil die Jugend in Brasilien meist bis zur Hochzeit bei den Eltern wohnt, können die Pärchen nur dort mal für sich ganz alleine sein.

Kultur

Religion

Überwiegend römisch-katholisch; ca. 16% Protestanten, andere christliche Gemeinschaften, Minderheiten von Buddhisten, Bahai, Muslimen und Juden; Naturreligionen und afrobrasilianische Kulte.

Soziale Verhaltensregeln

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Brasilianer sind sehr gastfreundlich und bieten häufig Tee oder Kaffee oder sogar ein ganzes Essen an. Ein Brasilianer nimmt sich viel Zeit und überstürzt nichts. Dementsprechend viel Zeit muss man selber mitbringen z.B. in Banken, Imbissen, bei der Gepäckaufbewahrung usw. Ein Blumenstrauß wird gern angenommen. Andenken aus dem Heimatland des Besuchers sind ebenfalls beliebt. Freizeitkleidung ist tagsüber akzeptabel, abends zieht man sich etwas eleganter an. Schriftliche Einladungen zu gesellschaftlichen Ereignissen enthalten im Allgemeinen Hinweise zur Garderobe. 

Rauchen ist fast überall gestattet. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch und sehr gläubig, Besucher sollten dies respektieren. In Großstädten sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen.

Trinkgeld: 10-15% sind angemessen. Mitunter ist das Bedienungsgeld bereits in der Rechnung enthalten.

Klima

Beste Reisezeit

Trockenes Buschland im Landesinneren, Regenwald am Amazonas und Strände an der Ostküste sorgen für ein regional stark unterschiedliches Klima. Im Süden sind Temperaturen gemäßigter bzw. subtropisch im Norden sind sie tropisch. Regenzeit im Norden von Januar - April, im Nordosten von April - Juli und in der Gegend Rio/São Paulo von November - März. Trotz Regenzeit ist die beste Reisezeit im brasilianischen Frühling und Winter von April bis Oktober.

Landesdaten

Vorwahl +55 Fläche(qkm) 8515770 Bevölkerung 210274356 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 24 Bevölkerung im Jahr 2016 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 192

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