Guyana
Landesdaten
Vorwahl
+592Fläche(qkm)
214969Bevölkerung
786.552Bevölkerungsdichte(pro qkm)
3Bevölkerung im Jahr
2020Mitglied der EU
NoHauptnotrufnummer
913Übersicht
Die Attraktionen Guyanas reichen von Häusern, die in der Hauptstadt Georgetown im 19. Jahrhundert auf Stelzen gebaut wurden bis hin zu den Erfurcht gebietenden Kaieteur Falls am Potaro-Fluss – Wasserfällen, die fünfmal so hoch wie die nordamerikanischen Niagarafälle sind. Guyanas Mischung aus Dschungel, Stränden, Savanne und Flüssen ziehen vor allem Abenteuer-Touristen an, die hier campen, wandern und fischen wollen und mit ganz viel Glück einen Jaguar zu Gesicht bekommen.
Die ersten Europäer, die hier im Jahr 1616 landeten, waren die Niederländer, die ihre Macht bis zum Ende des 18. Jahrhunderts behaupteten. Während der napoleonischen Kriege wechselten die Niederländer, Briten und Franzosen mehrmals die Macht über Guyana. Am Ende, nach dem Sieg über Napoleon 1815, behielt Großbritannien die Oberhand und Guyana wurde zu Britisch-Guyana, ein Status, den es bis zu seiner Unabhängigkeit 1996 beibehielt.
Nach der Abschaffung der Sklaverei importierten Plantagenbesitzer Arbeiter aus Indien, die noch heute die größte ethnische Gruppe in Guyana sind. Die meisten leben in landwirtschaftlich geprägten Gegenden, besonders um Demerara. Andere Einwanderer kamen aus den Amerikas, Europa (vor allem aus Portugal, Großbritannien und den Niederlanden) und aus China.
Allgemeines
Offizieller Name des Staates
Kooperative Republik Guyana.
Regierungschef
Mark Phillips, seit August 2020.
Hauptstadt
Georgetown.
Geographie
Guyana liegt im Nordosten Südamerikas und grenzt im Nordwesten an Venezuela, im Osten an Suriname und im Süden und Südwesten an Brasilien. Im Nordosten bildet der Atlantik eine natürliche Grenze. »Guiana« (ursprüngliche Schreibweise) bedeutet »Land der vielen Wasser«; der Name ist treffend, da das Land von über 1600 km schiffbaren Wasserwegen durchzogen ist. Die Kaieteur-Wasserfälle am Potaro-Fluss sind fünfmal so hoch wie die Niagara-Fälle. Das Landesinnere besteht aus Hochländern wie dem Rupununi-Gebirge an der venezolanischen Grenze oder dem Kanaku-Gebirge im äußersten Südwesten und dichtem Regenwald, der 85% des Landes bedeckt. Am schmalen, 322 km langen Küstenstrich werden Reis und Zucker angebaut. Hier lebt die Mehrheit der Bevölkerung; etwa 25% der Bevölkerung lebt in Georgetown.
Regierung
Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1980. Verfassung von 1980. Einkammerparlament (National Assembly) mit 68 Mitgliedern, davon werden 65 direkt gewählt, Wahl alle 5 Jahre. Unabhängig seit 1966 (ehemalige britische Kolonie).
Staatsoberhaupt
Irfaan Ali, seit August 2020.
Elektrizität
110 V und 220 V, 50 und 60 Hz.
Anreise
Anreise mit dem Flugzeug
Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus gibt es keine Nonstop-Flüge nach Guyana.
In Kooperation mit American Airlines (AA) fliegen Lufthansa (LH) ab München und Frankfurt/M., Austrian (OS) ab Wien und Swiss (LX) ab Genf via New York nach Georgetown.
Swiss (LX) bietet in Kooperation mit Singapore Airlines (SQ) von Zürich nach Georgetown über Singapur an. Qatar Airways (QR) fliegt von Zürich über Doha nach Georgetown.
American Airlines (AA) verbindet nonstop Miami und New York mit Georgetown; Caribbean Airlines (BW) fliegt nonstop ab New York.
KLM (KL) fliegt ab Amsterdam via Bridgetown (Barbados) nach Georgetown.
Flugzeiten
Frankfurt/M. - Georgetown: 18 Std. 50 Min.; Wien - Georgetown: 18 Std. 50 Min.; Zürich - Georgetown: 14 Std. 40 Min.
Ausreisegebühr
Ca. 25 € (6.000 G$). Davon befreit sind Transitreisende, die sich nicht länger als 48 Stunden im Land aufhalten sowie Kinder unter 7 Jahren.
Anreise mit dem Pkw
Von Boa Vista (Brasilien) führt eine Straße nach Lethem und über Kurupukari nach Georgetown; für diese Strecke sind Fahrzeuge mit Allradantrieb erforderlich (Fahrtzeit: mindestens 12 Std.). Paramaribo (Suriname) ist durch eine Küstenstraße, die eine Fährstrecke enthält, mit Georgetown verbunden.
Fernbusse: Derzeit gibt es keinen grenzüberschreitenden Busverkehr. Von Boa Vista (Brasilien) fahren täglich Busse nach Bonfim, an der Grenze nach Guyana, die man zu Fuß überquert. In Guyana geht es mit dem Taxi weiter nach Lethem, von wo aus regelmäßig Busse nach Georgetown fahren.
Maut: U.a. sind die Demerara Harbour Brücke in Georgetown und die Brücke bei Linden gebührenpflichtig.
Unterlagen: Während der ersten 60 Tage nach Ankunft in Guyana ist Touristen das Fahren eines Kfz mit ihrem nationalen Führerschein gestattet. Das Führen eines Kfz ist in Guyana ab 60 Tagen nach Ankunft nur mit einem guyanischen Führerschein erlaubt, der gegen Vorlage des gültigen nationalen Führerscheins und falls erforderlich mit dessen Übersetzung ins Englische erworben werden kann.
Anreise mit der Bahn
In Guyana verkehren keine Passagierzüge.
Anreise mit dem Schiff
Zahlreiche Schoner, die sich nicht immer an Fahrpläne halten, verkehren zwischen den Karibikinseln und Guyana. Einzelheiten vor Ort.
Fähranbieter
Es gibt eine Fährverbindung über den Courantyne-Fluss zwischen Suriname und Guyana (man sollte nur die Fähre benutzen - Wassertaxis sind für Touristen illegal).
Vor Ort unterwegs
Unterwegs mit dem Flugzeug
Charterfluglinien wie Trans Guyana Airways und Air Guyana führen Charterflüge zu einer Vielzahl von Orten im ganzen Land und zu den Inseln durch. Weitere Informationen vor Ort.
Flughäfen, die für den Regionalflugverkehr genutzt werden, befinden sich in Ogle (Ogle Internationaler Flughafen (OGL)) an der Ostküste von Demerara sowie in Timehri (Cheddi Jagan International Airport (GEO)).
Unterwegs mit dem Auto/dem Bus
Das Straßennetz hat eine Länge von ca. 8.000 km, wovon ca. 500 km asphaltiert sind. Da Guyana viele Flüsse hat, ist man schon wenige Kilometer außerhalb von Georgetown auf Fähren angewiesen. U.a. setzt man von Vreed en Hoop mit der Fähre über den Río Demerara nach Georgetown über, und auf der Strecke New Amsterdam nach Crabwood Creek überquert man den Río Berbice.
Maut: Verschiedene Brücken sind gebührenpflichtig; u.a. sind dies die Demerara Harbour Brücke und die Brücke bei Linden.
Tankstellen sind ausreichend vorhanden.
Rechtsverkehr/Linksverkehr
lZustand der Straßen
Eine asphaltierte Straße führt entlang der Küste von Charity über Georgetown bis nach Springlands an der Grenze zu Suriname. Gut befahrbar sind auch die Straßen nach Linden und die zur brasilianischen Grenze. Für die übrigen Straßen empfehlen sich Fahrzeuge mit Allradantrieb.
Wegen schlechter Straßenverhältnisse und streunender Tiere wird zu Vorsicht geraten; von Nachtfahrten sollte man generell absehen.
Autovermietung
Mietwägen sind in Georgetown am Flughafen und in der Stadt erhältlich; auch mit Chauffeur. Fahrer müssen mindestens 21 Jahre alt sein.
Taxi
Taxis sind ausreichend vorhanden und besonders nachts empfehlenswert. In den Städten gilt ein Einheitstarif; für Langstrecken und Nachtfahrten werden Zuschläge erhoben. Der Fahrpreis sollte vor Fahrtbeginn vereinbart werden. Üblich sind 10% Trinkgeld.
Reisebus
Kleinbusse verkehren regelmäßig auf festen Strecken in den Städten und deren Umgebung. Die Busse können an der Straße angehalten werden und halten an beliebigen Stellen zum Ausstieg. Auch ganze Busse können günstig gemietet werden.
Vorschriften
Geschwindigkeitsbeschränkungen:
- innerorts: 50 km/h;
- außerorts: 80-100 km/h.
Pannenhilfsdienst
Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (0)89 76 76 76.
Bei Pannen oder Unfällen mit dem Mietwagen ist zunächst der Autovermieter zu kontaktieren.
Dokumentation
Während der ersten 60 Tage nach Ankunft in Guyana ist Touristen das Fahren eines Kfz mit ihrem nationalen Führerschein gestattet. Das Führen eines Kfz ist in Guyana ab 60 Tagen nach Ankunft nur mit einem guyanischen Führerschein erlaubt, der gegen Vorlage des gültigen nationalen Führerscheins und falls erforderlich mit dessen Übersetzung ins Englische erworben werden kann.
Unterwegs in der Stadt
Georgetowns Stabroek-Markt ist der Busbahnhof für Minibusse. Die Busse fahren ganztags und sind oft überfüllt. Die Stadt kann aber auch gut zu Fuß erkundet werden.
Vor Ort unterwegs mit der Bahn
In Guyana verkehren keine Passagierzüge.
Unterwegs mit dem Schiff
Es gibt über 1.000 km schiffbare Wasserwege; die wichtigsten sind der Río Essequibo, der Río Potaro, der Río Demerara und der Río Berbice.
Staatliche Schiffe verkehren auf den Flüssen Río Essequibo und Río Berbice; die Verbindungen sind jedoch unregelmäßig, da Überschwemmungen und Stromschnellen den Schiffsverkehr häufig behindern.
Von Georgetown laufen Küstenfähren mehrere Häfen im Norden an. Kleinere Boote verkehren zwischen weiteren Ortschaften.
Reisewarnung
Überblick
Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de
Stand - Fri, 26 Sep 2025 11:45:00 +0200(Unverändert gültig seit: Fri, 26 Sep 2025 11:56:52 +0200)
Letzte Änderungen:
Sicherheit – Innenpolitische Lage
Gesundheit – Impfschutz
Redaktionelle Änderungen
Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.
Sicherheit
Terrorismus
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Mit dem Ergebnis der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen Anfang September 2025 wurde Dr. Irfaan Ali als Staatspräsident und Regierungschef im Amt bestätigt.
Vereinzelt kann es zu Demonstrationen oder Protesten kommen, bei denen gewaltsame Auseinandersetzungen (und Verkehrsbehinderungen) nicht ausgeschlossen werden können.
- Meiden Sie Proteste und größere Menschenansammlungen.
- Befolgen Sie die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Gewaltkriminalität ist weit verbreitet. Vor allem in Georgetown, auf der Straße nach New Amsterdam, entlang der „Eastcoast of Demerara", in der Gegend von Buxton, Friendship und Annandale sowie auf der Strecke zwischen Georgetown und dem internationalen Flughafen Cheddi Jagan kommt es immer wieder zu Fällen von „Car Jacking", bewaffneten Raubüberfällen und Schießereien mit manchmal tödlichem Ausgang.
Auch Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub sowie Autoeinbrüche kommen regelmäßig vor.
Raubüberfälle auf ankernde oder sich in Küstennähe befindende Schiffe bzw. Fälle von Piraterie in der Ostkaribik kommen sporadisch vor, auch wenn vor Guyana bisher hauptsächlich Fischerboote betroffen sind.
- Lassen Sie größtmögliche Vorsicht walten bei Spaziergängen in wenig belebten Vierteln, bzw. Parks größerer Städte oder Siedlungen.
- Vermeiden Sie Spaziergänge, Überlandfahrten und Tankstellen nach Einbruch der Dunkelheit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen an Flughäfen, an Busbahnhöfen, auf Märkten, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bars besonders aufmerksam und verzichten Sie auf Schmuck oder andere Wertsachen.
- Achten Sie darauf, dass Ihnen nach dem Abheben von Bargeld auf einer Bank niemand folgt. Nutzen Sie vorzugsweise die Bankautomaten in internationalen Hotels (derzeit im Marriott und Pegasus Hotel verfügbar).
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
- Halten Sie Autotüren während der Fahrt immer versperrt und die Fenster geschlossen.
- Nutzen Sie möglichst nur Hauptstraßen und keine Nebenstraßen.
- Nehmen Sie keine Anhalter mit und reisen Sie nicht selbst als Anhalter.
- Achten Sie während der Reise sorgfältig auf Ihr Reisegepäck und lassen Sie es unter keinen Umständen aus den Augen.
- Denken Sie als Segler an Vorsichtsmaßnahmen und Eigensicherung bei Nacht, insbesondere mit spontanen Gästen an Bord.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Natur und Klima
Guyana liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.
Das Klima ist tropisch-feuchtheiß, an Küsten von Seewinden gemindert.
In den Regenzeiten von Mai bis Juli und von November bis Januar kommt es regelmäßig zu schweren Überschwemmungen in bestimmten Küstengebieten.
- Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben des Deutschen GeoForschungsZentrums vertraut.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
Reiseinfos
Zuständige Auslandsvertretung
In Guyana gibt es keine deutsche Botschaft. Zuständig für Guyana ist die deutsche Botschaft in Port-of-Spain, Trinidad und Tobago. In Notfällen kann der deutsche Honorarkonsul in Georgetown kontaktiert werden.
Infrastruktur/Verkehr
Die touristische Infrastruktur befindet sich noch im Aufbau.
Reisen in das Landesinnere werden in der Regel vom Eugene F. Correia International Airport aus mit ein- oder zweimotorigen Flugzeugen durchgeführt.
Es herrscht Linksverkehr. Das Straßennetz ist nur teilweise ausgebaut, die meisten Straßen sind zweispurig, eng und zum Teil kurvenreich. Aufgrund vieler Sandstraßen, Schlaglöcher, herumstreunender Tiere sowie der unorthodoxen Fahrweise besteht im Straßenverkehr eine hohe Unfallgefahr.
- Fahren Sie stets vorsichtig und defensiv.
- Es ist dringend zu empfehlen, ca. zwei Stunden vor dem planmäßigen Abflug am Flughafen einzuchecken, um sicherzugehen, dass die eigene Reservierung nicht wegen einer evtl. Überbuchung gestrichen wird.
Führerschein
Reisende dürfen für max. 60 Tage mit ihrem nationalen Führerschein fahren. Das Fahren eines Kfz ist auf Dauer nur mit einem lokalen Führerschein gestattet, der gegen Vorlage des deutschen oder internationalen Führerscheins erworben werden kann.
LGBTIQ
Homosexuelle Handlungen sind zwar strafbar; es sind jedoch keine Fälle bekannt, bei denen es zu einer strafrechtlichen Verfolgung gekommen ist.
- Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Rechtliche Besonderheiten
Drogenkonsum und -handel, auch in geringsten Mengen, werden von den Polizeibehörden strengstens verfolgt; dies gilt auch für ausländische Staatsangehörige. Bei Verstößen gegen die Drogengesetzgebung werden hohe Geld- und Gefängnisstrafen verhängt; eine Freilassung gegen Kaution ist in der Regel nicht möglich.
- Lassen Sie Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt und befördern Sie keine Pakete für Fremde.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der Guyana-Dollar (GYD). USD können in Hotels, Wechselstuben und in den meisten Banken getauscht werden.
Zahlung per Kreditkarte (z.B. Mastercard, VISA) ist zumindest in der Hauptstadt in den größeren Hotels, Restaurants, Reisebüros und einigen Geschäften möglich.
In Abhängigkeit vom aufstellenden Kreditinstitut akzeptieren nicht alle Geldautomaten gängige Kredit- oder Debitkarten (Girocard).
Einreise und Zoll
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
- Reisepass: Ja
- Vorläufiger Reisepass: Ja
- Personalausweis: Nein
- Vorläufiger Personalausweis: Nein
- Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein. Ein Online-Einreise- und Ausreiseformular muss vor Ein- und Ausreise ausgefüllt und den Grenz- und Zollbehörden vorgezeigt werden.
Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.
- Bitte erkundigen Sie sich ggf. vor Reiseantritt bei Ihrer Fluggesellschaft.
Visum
Für die Einreise nach Guyana und einer Aufenthaltsdauer bis zu 90 Tagen benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum. Flugreisende sollten im Besitz eines Weiter- oder Rückflugtickets sein.
Minderjährige
Alleinreisende Minderjährige sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten mitführen.
- Beachten Sie ggf. die Hinweise für eine Einverständniserklärung für Minderjährige.
Ein- und Ausreise über die USA
- Für Ein- und Ausreise über die USA beachten Sie die Einreisebestimmungen für die USA.
Einfuhrbestimmungen
Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt erlaubt, jedoch deklarationspflichtig.
Die Einfuhr von Waffen (auch Schreckschusspistolen, Taucher- und Bootssignalpistolen) ist nur mit besonderer Einfuhrgenehmigung erlaubt.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Gesundheit
Impfschutz
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus oder bei einem Transit länger als 4 Stunden durch ein Gelbfieberendemiegebiet ist eine Gelbfieberimpfung für alle Personen älter als ein Jahr nachzuweisen. Dies gilt nicht für Einreisen aus Argentinien, Paraguay, Trinidad und Tobago. Es wird dringend zu einer Gelbfieberimpfung vor der Einreise nach Guyana geraten.
- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
- Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B, Tollwut und ggf. Typhus empfohlen.
Malaria
Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria.
- Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.
Ein ganzjährig hohes Risiko besteht in den Regionen Barima-Waini, Supenaam, Cuyuni-Mazaruni, Potaro-Siparuni, Upper Takutu-Upper Essequibo, ein mittleres Risiko in den Regionen Essequibo-Islands-West-Damara, Pomeroon, Demerara-Mahaica, Mahaica-Berbice, East Berbice-Corentyne, Upper Demerara und Berbice, ein sehr geringes Risiko in Georgetown und Neu Amsterdam. Der Anteil an Malaria tertiana (P. vivax) beträgt 67 %, der Rest sind Malaria tropica Fälle (P. falciparum) und Mischinfektionen. Eine Karte der Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.
Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:
- Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
- Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
- Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.
Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.
- Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
- Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.
Zika-Virus-Infektion
Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.
- Beachten Sie für Ihre Reise die Empfehlungen zur Zika-Virus-Infektion.
Chikungunya-Fieber
Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.
- Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
Chagas-Krankheit (südamerikanische Trypanosomiasis, „Mal de Chagas")
Die Übertragung erfolgt normalerweise durch Raubwanzen, deren infizierter Kot in die Bisswunde gelangt. In den ländlichen Regionen kann es in sehr einfachen Unterkünften bei fehlenden Schutzmaßnahmen zu Infektionen mit der Chagas-Krankheit kommen.
Eine Übertragung kann ebenfalls durch die orale Aufnahme der Parasiten über verunreinigten Frucht- bzw. Zuckerrohrsäften („garapa") erfolgen. Dieser Übertragungsweg scheint sich zu häufen und soll inzwischen für die meisten Fälle in den Endemiegebieten Südamerikas verantwortlich sein.
In der akuten Erkrankungsphase treten grippeähnliche Symptome und bei Übertragung durch den infizierten Kot in bis zu 50% eine Schwellung des Augenlides auf. Jahre nach der Infektion kann es zu gravierende Organveränderungen mit Todesfällen kommen.
- Verzichten Sie auf den Genuss von nicht-industriell verarbeiteten Frucht- und Zuckerohrsäften, z.B. auch von Açaí-Saft.
- Schützen Sie sich durch eine Expositionsprophylaxe insbesondere durch korrekt angebrachte Bettnetze vor nächtlichen Raubwanzenbissen in einfachen Unterkünften auf dem Land.
Leishmaniasis
In den ländlichen Regionen im ganzen Land kommt sowohl die Haut-/Schleimhaut-Leishmaniasis als auch die Organ-Leishmaniasis vor. Überträger der Parasiten sind dämmerungs- und nachtaktive kleine Sandmücken, die sich bevorzugt in feuchten und schattigen Habitaten aufhalten. Bei schlecht-heilende Insektenstichen oder z.B. anhaltendem unklaren Fieber sollte beide Erkrankungen ausgeschlossen werden.
- Schützen Sie sich zur Vermeidung der Leishmaniasen im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere abends und nachts konsequent vor Mückenstichen.
HIV/AIDS
Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
Durchfallerkrankungen
Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:
- Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser.
- Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
- Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
- Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
- Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
- Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
- Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.
Medizinische Versorgung
Das Angebot zur Gesundheits- und Notfallversorgung ist flächendeckend insbesondere in ländlichen Gebieten nicht mit westeuropäischen Standards vergleichbar.
- Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
- Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
- Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Länderinfos zu Ihrem Reiseland
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere Hinweise für Ihre Reise
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Pass- und Visabestimmungen
Reisepassinformationen
Allgemein erforderlich, muss noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.
Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass
Vor der Ein- bzw. Ausreise nach/ aus Guyana muss diese jeweils online über ein Ein- und Ausreiseformular registriert werden.
Visainformationen
Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen, sofern sie ein Rück- oder Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel für die Dauer des Aufenthaltes besitzen:
EU-Länder und Schweiz ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Rumänien, Slowakische Republik, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern).
Hinweis: Österreicher benötigen prinzipiell kein Visum. Da es bei der Durchreise über Miami und Port-au-Prince aber zu Zurückweisungen von Reisenden ohne Visum gekommen ist, wird dennoch ein Visum empfohlen.
Kosten
Die aktuellen Visumgebühren sind auf Anfrage bei den zuständigen diplomatischen Vertretungen erhältlich.
Visaarten und Kosten
Touristen- und Geschäftsvisa.
Gültigkeit
3 Monate ab Ausstellungsdatum. Aufenthaltsdauer und Verlängerung im Ermessen der Einreisebehörde.
Temporärer Wohnsitz
Anfragen an das Innenministerium.
Transit
Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss innerhalb von 7 Std. weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. (Wenn damit gerechnet werden muss, dass der Aufenthalt länger als 7 Std. dauert, muss vorher ein Transitvisum eingeholt werden).
Achtung: Staatsangehörige mancher Länder sind hiervon ausgenommen und benötigen in jedem Fall ein Transitvisum, darunter Bulgarien, Polen, Rumänien und Ungarn.
Bürger der Slowakischen und der Tschechischen Republik können ein Transitvisum bei der Ankunft erhalten, wenn sie durch ihre Fluggesellschaften vorher angemeldet wurden.
JAXBElement
Anträge sollten mindestens 6 Wochen vor Reiseantritt bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen) eingereicht werden.
Antrag erforderlich
(a) 3 Antragsformulare.
(b) 3 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über den Aufenthalt hinaus gültig ist.
(d) Nachweis ausreichender Geldmittel für die Dauer des Aufenthalts.
(e) Kopie aller Reiseunterlagen (Geplanter Reiseverlauf, Flugtickets, Hotelbuchung, etc.).
(f) Gebühr (in bar bei Antragstellung oder per Überweisung).
Geschäftsvisum zusätzlich:
(g) Firmenschreiben oder Einladung einer in Guyana registrierten Firma.
Besuchsreisen zusätzlich:
(h) Einladung des Gastgebers.
Der postalischen Antragstellung sollte ein adressierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg der Gebühren beigelegt werden.
Bearbeitungsdauer
Bis zu einem Monat.
Nachweis ausreichender Geldmittel
Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.
Einreise mit Kindern
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Reist ein Kind nur mit einem Elternteil, müssen bestimmte Dokumente wie eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung des anderen Elternteils vorgelegt werden. Allein reisende Minderjährige sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Sorgeberechtigten mitführen.
Sehenswürdigkeiten
Gesundheitsvorsorge
Anmerkungen Impfungen
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als ein Jahr sind und nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet sowie aus Argentinien, Paraguay, Trinidad und Tobago einreisen wollen. Ausgenommen sind Transit-Passagiere, die sich in den genannten Ländern weniger als 4 Stunden im Transit aufgehalten haben.
Unabhängig von den Einreisebestimmungen ist eine Gelbfieber-Impfung medizinisch unbedingt ratsam.
[3] Hepatitis A ist weitverbreitet, Hepatitis B kommt landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[4] Malariaschutz ganzjährig in allen Landesteilen, besonders im Landesinnern, erforderlich. Ein ganzjährig hohes Risiko besteht in den Regionen Barima-Waini, Supenaam, Cuyuni-Mazaruni, Potaro-Siparuni, Upper Takutu-Upper Essequibo, ein mittleres Risiko in den Regionen Essequibo-Islands-West-Damara, Pomeroon, Demerara-Mahaica, Mahaica-Berbice, East Berbice-Corentyne, Upper Demerara und Berbice, ein sehr geringes Risiko in Georgetown und Neu Amsterdam. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum hat einen ca. 33%igen Anteil der vorkommenden Malariafälle. Empfehlung: Mückenschutz und Notfallmedikation.
[5] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
[6] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.
Essen und Trinken
Andere Risiken
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Chagas-Erkrankungen, die durch Raubwanzen herbeigeführt werden, treten sporadisch auf. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.
Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.
Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.
HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Übersicht
Aufgrund der sehr schlechten medizinischen Versorgung sollte unbedingt vor Reiseantritt eine Auslandsreise-Krankenversicherung abgeschlossen werden, die einen Rücktransport im Notfall mit einschließt. Die Krankenhausbehandlung ist in Georgetown kostenlos, Ärzte verlangen jedoch ein Honorar.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Geld
Währung
1 Guyana-Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: G$, GYD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5000, 1000, 500, 100 und 20 G$; Münzen sind im Wert von 10, 5 und 1 G$ im Umlauf. US-Dollar werden häufig akzeptiert.
Kreditkarten
Die gängigsten Kreditkarten, vor allem Visa und Mastercard, werden in größeren Hotels, Banken, Reisebüros, größeren Geschäften und Restaurants akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Geldautomaten
Geldautomaten sind meist nur in Georgetown, New Amsterdam und Bartica zu finden.
Reiseschecks
Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks können in Guyana in Georgetown und in Bartica in Banken eingelöst werden.
Öffnungszeiten der Bank
Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).
Devisenbestimmungen
Keine Beschränkungen für die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung. Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge abzüglich der Umtauschbeträge.
Öffentliche Feiertage
Anmerkung
(a) Hinduistische Feste werden nach dem Mondkalender bestimmt und sind daher veränderlich.
(b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.
Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.
Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.
Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
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2026Zollfrei Einkaufen
Überblick
Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Guyana eingeführt werden (Personen ab 16 J.):
227 g Tabakwaren;
758 ml Spirituosen;
758 ml Wein.
Persönliche Gegenstände und Geschenke können nur dann zollfrei eingeführt werden, wenn ihr Gesamtwert nicht 100 US$ übersteigt.
Kontaktadressen
Wirtschaft
Geschäftsetikette
Terminvereinbarung und Visitenkarten sind üblich, Pünktlichkeit wird allgemein erwartet. Die karibische Mentalität macht sich auch im Geschäftsleben bemerkbar, die Atmosphäre ist entspannt.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-11.30 und 13.00-16.30 Uhr.
Geschäftskontakte
Guyana Manufacturing and Services Association (Vereinigung der herstellenden Industrie)
157 Waterloo St., North Cummingsburg, Georgetown, Guyana
Tel. +592 (0)223 74 05, +481 (0)223 74 06.
Website: gmsagy.org
Georgetown Chamber of Commerce and Industry (Industrie- und Handelskammer)
156 Waterloo Street North, Cummingsburg, Georgetown, Guyana
Tel. + 592 (0)226 35 19, +592 (0)225 58 46, +592 (0)227 64 41.
Website: gcci.gy
Ministry of Tourism, Industry and Commerce (Ministerium für Tourismus, Industrie und Handel)
229 South Road, Georgetown
Tel. +592 (0)226 25 05.
Website: www.business.gov.gy
Kommunikation
Telefon
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 00592.
Mobiltelefon
G4- und teilweise G5-Mobilfunknetz. Mobilfunkbetreiber ist u.a. Digicel.
Internet
In Georgetown stehen Internetcafés zur Verfügung.
Radio
Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Guyana empfangen.
Post
Post nach Europa benötigt 7-9 Tage, umgekehrt dauert es länger.
Unterkunft
Hotels
In Georgetown gibt es 10 Hotels, einige davon bieten gehobenen internationalen Standard. Man zahlt keinen Zuschlag in der Hauptsaison. Da Stromausfälle häufig vorkommen, sollte man eine Taschenlampe mitnehmen. Auskünfte von der Tourism & Hospitality Association of Guyana (s. Adressen).
Einkaufen
Überblick
Auf dem Stabroek-Markt in Georgetown werden einheimische Strohhüte, Körbe, Tongefäße und Schmuck angeboten. Andere Geschäfte verkaufen indianische Bogen und Pfeile, Hängematten, Tonwaren und Schüsseln. In den staatlichen Geschäften findet man ausgezeichneten Schmuck aus Gold, Silber, Edel- und Halbedelsteinen. Preise sind niedrig, die Qualität gut. Quittungen und Zertifikate sollten unbedingt bis zur Ausfuhr für den Zoll aufbewahrt werden. Öffnungszeiten der Geschäfte: i.A. Mo-Fr 08.00-11.30 und 13.00-16.00 Uhr, Sa 08.00-11.30 Uhr.
Nachtleben
Einleitung
Es gibt diverse Nachtklubs in Georgetown.
Kulinarisches
Übersicht
Die Auswahl der Gerichte spiegelt die Einflüsse der verschiedenen Kulturen wider. Die indische Küche mit ihren Curry, Lamm-, Garnelen- und Huhngerichten ist ebenso vertreten wie die afrikanischen Gerichte Fu-Fu (Kochbananen) und Metemgee (Edows, Yams, Maniok und Kochbananen in Kokosmilch und Kokosfleisch gekocht). Typische Spezialitäten sind portugiesisches Schweinefleisch mit Knoblauch und indianischer Pfeffertopf. Auf den meisten Speisekarten findet man Geflügel, Schweinefleisch, Steak und Garnelen. In Georgetown gibt es gute chinesische, indische und kreolische Restaurants. Getränke: Demerara-Rum, eine Spezialität des Landes, sollte man unbedingt probieren. Das örtliche Bier heißt Banks.
Kultur
Religion
50 % Christen (vorwiegend Anglikaner und Katholiken), 35 % Hindus und 10 % Moslems.
Soziale Verhaltensregeln
Gastfreundschaft ist selbstverständlich, und Einladungen in Privathäuser sind häufig. Freizeitkleidung ist üblich, Männer sollten jedoch keine Shorts tragen. In manchen Restaurants und zu besonderen gesellschaftlichen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. Trinkgeld: 10% in Hotels und Restaurants.
Klima
Beste Reisezeit
Tropisch. Niederschläge und hohe Luftfeuchtigkeit ganzjährig. Regenzeiten von November bis Januar sowie Mai bis August. An der Küste kühler.
Sprache
Überblick
Amtssprache ist Englisch. Daneben werden Hindi und Urdu sowie indianische Sprachen gesprochen.
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes - https://www.auswaertiges-amt.de/
VR International Länderinformationen Bereitgestellt von Columbus Travel Media Ltd.
https://www.derreisefuehrer.com
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