Indien

Asien

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Indien.

Hauptstadt

Neu-Delhi. 

Geographie

Indien grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Norden an China, Nepal und Bhutan und im Osten an Bangladesch und Myanmar. Die Westküste des riesigen Subkontinents liegt am Arabischen Meer, die Ostküste am Golf von Bengalen und im Süden liegt der Indische Ozean. Sri Lanka liegt südöstlich von Indien, die Malediven liegen in südwestlicher Richtung im Indischen Ozean. Die nordöstlichsten indischen Bundesstaaten und Hoheitsgebiete sind durch einen Landstreifen mit der Hauptmasse Indiens verbunden.

Das Land lässt sich grob in drei Regionen aufteilen: Das Himalaya-Gebirge, welches mit einer Länge von 3500 km die Nord- und Ostgrenze Indiens bildet, das Flussnetz und -delta des Ganges, das den ganzen Norden durchzieht und das im Süden anschließende Hochland des Dekhan mit den Randgebirgszügen der Westlichen und Östlichen Ghats. Die höchste Erhebung Indiens ist der Berg Kangchendzönga mit einer Höhe von 8586 Metern an der Grenze zu Nepal.

Regierung

Bundesrepublik (im Commonwealth) seit 1950. Verfassung von 1950. Zweikammerparlament: Haus des Volkes = Unterhaus (Lok Sabha; 543 Mitglieder) und Rat der Staaten = Oberhaus (Rajya Sabha; max. 250 Mitglieder). Wahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre durch ein Wahlmänner-Kollegium. Unabhängig seit 1947 (ehemalige britische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Pranab Mukherjee, seit Juli 2012.

Regierungschef

Narendra Modi, seit Mai 2014.

Elektrizität

230 Volt, 50 Hz; starke Spannungsschwankungen, verschiedene Steckerformen. Einige Gegenden haben Gleichstrom. Mit Stromausfällen muss gerechnet werden. Adapter notwendig.

Zeitzone

India Standard Time: MEZ +6:30

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Indiens nationale Fluggesellschaft Air India (AI) (Internet: www.airindia.com) bietet Flugdienste von Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Austrian Airlines (OS) fliegt von Wien nach Delhi.

Emirates (EK) (Internet: www.emirates.com/de) fliegt u.a. ab Düsseldorf, Frankfurt und ab München via Dubai nach Delhi.

Finnair (AY) fliegt täglich ab Wien via Helsinki nach Delhi und nach Mumbai.

Lufthansa (LH) bietet Direktflüge von Frankfurt/M. nach Neu-Delhi, Mumbai (ehemals Bombay), Bengaluru (ehemals Bangalore) und nach Kolkata (ehemals Kalkutta) sowie von München nach Neu-Delhi, Mumbai und nach Hyderabad. Die Lufthansa (LH) bietet auch einen Linienflug von München nach Delhi an.

Swiss International (LX) fliegt Mumbai und Delhi von Zürich aus an. Die Swiss-Tochter Edelweiss Air (WK) fliegt während des Winterflugplans einmal wöchentlich den indischen Ferienort Goa von Zürich aus an.

Die indische Inlandfluggesellschaft Indian Airlines (IC) (Internet: http://indian-airlines.nic.in) bietet auch Flugverbindungen nach Bangladesch, Malaysia, den Malediven, Nepal, Pakistan, Singapur, Sri Lanka, Thailand und in den Nahen Osten an.

Etihad Airways (EY)
(Internet: www.etihad.com) fliegt ab Frankfurt, Genf und München via Abu Dhabi nach Mumbai und Neu-Delhi.

Jet Airways (9W) fliegt täglich im Codeshare ab Frankfurt und München via Abu Dhabi nach Chennai.

Anmerkung zur Anreise mit dem Flugzeug

Ermäßigungen:
Die Hauptsaison für Indien liegt zwischen Oktober und Januar. In der Nebensaison (Mitte März - Mitte Juni) werden verbilligte Flüge angeboten. Besonders günstig sind Flüge in der Sommersaison (Anfang Mai - Ende September).

Flugzeiten

Frankfurt - Delhi: 6 Std. 45 Min.; Frankfurt - Kolkata (ehemals Kalkutta): 11 Std. 30 Min.; Frankfurt - Chennai: 8 Std. 40 Min.; Frankfurt - Mumbai: 7 Std. Wien - Delhi: 6 Std. 45 Min.; Zürich - Delhi: 8 Std.

Anreise mit dem Pkw

Bei Indienreisen auf dem Landweg von Europa ist es unbedingt erforderlich, sich vor Abreise über den Grenzverkehr, die Visavorschriften und die aktuelle politische Lage aller Länder auf dem Weg zu informieren. Die Bus- und Bahnverbindungen zwischen Indien und Pakistan sind eingeschränkt. Die folgenden Grenzübergänge sind zurzeit geöffnet:
Von Bangladesch: Benapol-Bangaon, Jalpaiguri-Siliguri.
Von Bhutan: Phuentsholing.
Von Nepal: Birganj-Raxaul, Birganj-Sonauli.
Von Pakistan: Wagah-Attari.
Von Myanmar und China sind keine Landgrenzen geöffnet.

Der Gebirgspass Nathu La zwischen dem indischen Sikkim und Tibet ist nach mehr als vier Jahrzehnten wieder geöffnet worden.

Anreise mit der Bahn

Der einzige Übergangspunkt zwischen Indien und Pakistan liegt zwischen Amritsar und Lahore. Zurzeit verläuft der Grenzverkehr zwischen diesen beiden Ländern allerdings nur eingeschränkt. Die praktischste Überlandstrecke nach Nepal führt per Zug nach Raxaul (Bundesstaat Bihar) und dann mit dem Bus nach Kathmandu oder per Zug nach Gorakphur und von dort über den Grenzübergang Sunauli nach Kathmandu. Es ist auch möglich, mit dem Zug nach Nantanwa (Uttar Pradesh) zu fahren und von dort den Bus nach Kathmandu bzw. Pokhara zu nehmen. Man kann jedoch auch mit dem Bus von Darjeeling über die südlichen Ebenen nach Kathmandu fahren. Nach Bhutan gelangt man, indem man den Zug nach Siliguri und dann den Bus nach Phuntsholing nimmt. Es gibt auch eine Flugverbindung mit Druk Air zwischen Kolkata (ehemals Kalkutta) und Paro. Nach Bangladesch fährt man von Kolkata mit dem Zug bis kurz vor die Grenze bei Bangaon (Westbengalen), dann per Motor-Rikscha über die Grenze nach Benapol mit Anschluss nach Dhaka über Khulna oder Jessore. Eine weitere Route führt von Darjeeling über Siliguri und Jalpaiguri nach Haldibari. Zurzeit ist allerdings nur eine Flugverbindung von Kolkata nach Dhaka möglich.

Anreise mit dem Schiff

Die größten Passagierhäfen sind Mumbai, Kolkata (ehemals Kalkutta), Kochi, Chennai, Calicut, Panaji (Goa) und Rameswaram. Indische Häfen werden von internationalen Reedereien und Kreuzfahrtveranstaltern, u.a. von Cunard Line, Princess Cruises, Seabourn Cruises und Silversea Cruises angelaufen.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Linienflüge:
Die nationale Fluggesellschaft im Inlandverkehr heißt Indian Airlines (IC) (Internet: www.indian-airlines.nic.in). Außerdem gibt es die folgenden privaten Fluggesellschaften: Jagson Airlines, Jet Airways (9W) und Jetlite (S2). Das Flugnetz verbindet über 70 Städte.

Airpässe

Indian Airlines bietet verschiedene vergünstigte Flugtickets für Ausländer an sowie für Inder, die im Ausland leben. Alle Tickets sind ganzjährig erhältlich und müssen in harter Währung (wie US-Dollar oder Euro) bezahlt werden. Ausführliche Informationen über Flugpreisermäßigungen von Indian Airlines (Internet: www.indian-airlines.nic.in).
Jet Airways bietet den Visit India Airpass an. Dieser hat eine Gültigkeit von 7, 15 oder 21 Tagen und ist innerhalb Indiens auf dem Streckennetz von Jet Airways nutzbar mit Ausnahme der Flüge nach Port Blair, Colombo und Kathmandu. Der Visit India Airpass kann nur von Personen mit festem Wohnsitz außerhalb Indiens erworben werden.
Auch Jet Lite bietet Sondertarife an. Weitere Informationen erteilt die Fluggesellschaft.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Bus: Ein umfangreiches Busnetz verbindet alle Landesteile und ist besonders nützlich in den Bergregionen ohne Bahnverkehr. Der öffentliche Verkehr ist jedoch oft überfüllt und nicht besonders komfortabel. Nähere Auskünfte erteilen die regionalen Fremdenverkehrsämter.

Ashok Travels & Tours (ATT)
bietet Bustouren ab Delhi und Agra, von Bengaluru (ehemals Bangalore) nach Tirupati, von Chennai nach Tirupati, von Bengaluru über Mysore und Ooty zurück nach Bengaluru, von Kolkata über Siliguri und zurück nach Kolkata sowie von Mata nach Vaishnodevi. Weitere Informationen gibt es online unter www.theashokgroup.com.

Pkw:
Es gibt National Highways (Autobahnen) und State Highways (Bundesstraßen) in allgemein gutem Zustand, außerdem Land- und Dorfstraßen, die gewöhnlich nicht befestigt sind. Die Landstraßen werden von Autos, Bussen, Lastwagen, Rikschas und Auto-Rikschas, Fahrrädern, Mopeds, Kühen und Fußgängern benutzt, was das Vorwärtskommen oft recht schleppend macht. Hupen und Fahrradklingeln spielen eine große Rolle im Straßenverkehr. Neu ist die mautpflichtige Schnellstraße zwischen Delhi und Agra, wo sich das berühmte Taj Mahal befindet.

Mietwagen:
In den bekanntesten und meistbesuchten Gegenden können staatlich zugelassene Tourist Cars mit Chauffeur (und oft auch Klimaanlage) gemietet werden, die Kosten sind etwas höher als beim normalen Taxi.

Unterlagen:
Ein Carnet de Passage mit voller Versicherung und die grüne Versicherungskarte werden von Personen verlangt, die ihr eigenes Auto mit nach Indien bringen. Ein internationaler Führerschein ist ebenfalls erforderlich. Eine zeitlich begrenzte Fahrlizenz kann aber auch von den örtlichen Behörden gegen Vorlage eines gültigen Ausweises und Führerscheins ausgestellt werden.

Verkehrsbestimmungen:
Linksverkehr.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
in Ortschaften: 50 km/h.

Anmerkung zur Reise auf der Straße

Service-Hotline für Touristen: Tel: 18 00 11 13 63 oder unter der Kurzwahl 1363 rund um die Uhr.

Unterwegs in der Stadt

In den größeren Städten stehen Taxis und Rikschas (meist dreirädrige Motor-Rikschas, manchmal auch Fahrrad-Rikschas) zur Verfügung, der Fahrpreis wird pro Kilometer berechnet. Rikschas sollten nur von Reisenden mit starken Nerven benutzt werden, da der zum Teil abenteuerliche Verkehr hautnah miterlebt wird. Die meisten Taxis haben Taxameter; man sollte darauf bestehen, dass der Taxameter, falls vorhanden, eingeschaltet wird. Die Tarife ändern sich von Zeit zu Zeit, es kommt daher oft vor, dass der verlangte Preis nicht mit der Summe auf dem Zähler übereinstimmt; die Fahrer sollten jedoch die neuesten Listen auf Anfrage vorlegen.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zwar billig, jedoch oft überfüllt. Mumbai Electric Supply & Transport (BEST) betreibt ein ausgezeichnetes Nahverkehrsnetz in Mumbai, die Stoßzeiten sollte man jedoch meiden und sich besonders in den Bussen vor Taschendieben in Acht nehmen.

In Delhi und in Kolkata gibt es eine U-Bahn.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Indiens nationales Eisenbahnnetz wird von Indian Railways (Internet: www.indianrail.gov.in oder www.indianrailways.gov.in) betrieben, und ist das größte Asiens und das zweitgrößte der Welt. Die gesamte Schienenstrecke beträgt ca. 62.000 km; es gibt über 7000 Bahnhöfe und es fahren rund 11.000 Züge, von denen etwa 7.000 Passagierzüge sind.

Zugreisen sind relativ preiswert. Fahrkarten können auch online unter www.irctc.co.in gekauft werden. Schnellzüge verbinden alle größeren Städte, Nahverkehrszüge den Rest des Landes. Alle Fernzüge verfügen über Speisewagen und bieten unter anderem 1. und 2. Klasse (klimatisiert), sowie 1.Klasse Schlafwagen an. Hauptrouten:
Mumbai-Ahmadabad (5 x täglich), (mittlere Westküste);
Mumbai-Bengaluru (ehemals Bangalore)-Mysore (2 x täglich), (von der mittleren Westküste in den Süden);
Mumbai-Kolkata (3 x täglich), (von der Westküste an die Ostküste);
Mumbai-Chennai (3 x täglich), (von der mittleren Westküste an die Südostküste);
Mumbai-New Delhi (4 x täglich), (von der mittleren Westküste in den Norden);
Mumbai-Patna (5 x täglich), (von der mittleren Westküste in den Nordosten);
Mumbai-Pune (5 x täglich), (an der mittleren Westküste in Richtung Süden);

Kolkata-Allahabad (3 x täglich), (von der Ostküste in den Norden);
Kolkata-New Jalpaiguri-Darjeeling (historische Schmalspurbahn, 1 x täglich), (von der Ostküste weiter in den Nordosten);
Kolkata-Chennai (3 x täglich), (von der mittleren Westküste an die Südostküste);
Kolkata-New Delhi (3 x täglich), (von der mittleren Westküste in den Norden);

Delhi-Agra (Taj Express, 5 x täglich), (im Norden ein Stück Richtung Süden);
Delhi-Ahmedabad (4 x täglich), (vom Norden in Richtung Südwest);
Delhi-Allahabad (5 x täglich), (vom Norden in Richtung Osten);
Delhi-Jaipur (5 x täglich), (im Norden in Richtung Südwest);
Delhi-Chennai (3 x täglich), (vom Norden an die Südostküste);

Chennai-Ernakulam-Kochi (1 x täglich), (von der Südostküste an die Südwestküste).

Anmerkung zur Bahnreise

Sonderzüge:
Die Luxuszüge Palace-on-Wheels (Internet: http://www.palaceonwheels.net/) und Royal Orient (Internet: www.royalorienttrain.com) sowie der neue Royal Rajasthan on Wheels (Internet: http://www.theluxurytrains.com/indien/royal-rajasthan-on-wheels/) sind im Stil der Salonwagen indischer Maharajas ausgestattete Züge mit Dampflok, die den Indienreisenden zu faszinierenden Destinationen in Gujarat und Rajasthan bringen.

Alle Waggons sind mit Salon, Badezimmern, zwei Toiletten und kleiner Kochnische sowie vier Kabinen mit je zwei nebeneinander liegenden Betten ausgestattet. Die Waggons weisen Klima- und Stereoanlage sowie ein Funktelefon auf, mit dem man jederzeit den Service rufen kann. Zusätzlich hat der Zug einen Speisewagen, eine Bar, eine Aussichtsplattform und ein vollständig eingerichtetes Erste-Hilfe-Abteil. Reisekosten, alle Mahlzeiten, Elefanten- und Kamelritte, Bootsfahrten, Besichtigungsfahrten mit Führer und Eintrittsgebühren sind im Fahrpreis inbegriffen. Buchungen und nähere Informationen von der Generalvertretung der Indischen Eisenbahnen Asra-Orient (Adresse s. u.).

Der Luxusreisezug The Golden Chariot (Internet http://golden-chariot.com/) fährt durch Südindien, vorbei an historischen Stätten, Palästen, Stränden und naturbelassener Fauna und Flora (drei verschiedene Strecken, Fahrzeit: sieben bzw. acht Tage).

Der Fairy Queen fährt von Neu-Delhi nach Alwar und hat die älteste Dampflok der Welt, die heute noch in Betrieb ist.
Die Deccan Odyssey (Internet: http://www.mtdcdeccanodyssey.com/) bietet einwöchige Rundreisen durch Maharashtra, die in Mumbai beginnen und enden.
Shatabdi Express-Züge fahren ab Neu-Delhi, Mumbai und Chennai in wichtige indische Großstädte.
Der Taj Express fährt täglich von Neu-Delhi nach Bhopal über Agra und zurück.
Weitere Auskünfte erteilt auch das Fremdenverkehrsamt.

Bergzüge:
Die gemächlichen Bergzüge, die im 19. Jahrhundert gebaut wurden, verbinden viele Hill Stations und Bergregionen. Die Route Kolkata-Darjeeling ist besonders malerisch, auf dieser Zugstrecke überquert man 500 große und kleine Brücken (Fahrtzeit 8 Std.) und hat hervorragende Möglichkeiten, die Landschaft zu fotografieren, da das Fahrttempo langsam und gemütlich ist.
Die Züge des Rajdhani Express sind Luxus-Schnellzüge, die Delhi mit Mumbai, Kolkata, Chennai, Bengaluru (ehemals Bangalore), Bhubhaneswar, Guwahati, Jabalpur, Jammu Tawi, Secunderabad, Thiruvananthapuram, Ahmedabad und weiteren Städten verbinden.
Der Konkan Kanya Express verbindet die Bundesstaaten Maharashtra, Goa, Karnatka und Kerala. Die Fahrtstrecke führt durch 72 Tunnel und über viele Brücken.

Ermäßigungen:
Der Indrail Pass gilt für unbegrenzte Zugfahrten innerhalb der Gültigkeitsdauer und muss in ausländischer Währung bezahlt werden (US-Dollar, Euro oder Britisches Pfund). Kinder zwischen 5 und 12 Jahren haben Anspruch auf den Child Indrail Pass und bezahlen ungefähr die Hälfte. Kinder unter 5 Jahren fahren umsonst. Indrail-Pass-Benutzer müssen für Reservierungen und Zuschläge nicht extra bezahlen.
Reservierungen können schon vom Wohnsitzland aus vorgenommen werden. Es gibt drei Klassen: klimatisiert mit Schlafwagon; 1. Klasse mit Liege oder klimatisiertem Sesselwagon; 2. Klasse. Gültigkeitsdauer: Der Indrail Pass ist ein Jahr lang gültig, innerhalb dieses Zeitraums fängt die Gültigkeitsdauer vom Datum der ersten Zugfahrt an und endet je nach Pass nach einem ½ Tag oder 1-90 Tage später.
Platzreservierung ist dringend erforderlich, speziell bei Nachtfahrten, und kann schon im Reisebüro im Heimatland, andernfalls am Bahnhof oder in Reisebüros in Indien gemacht werden. Reservierungen werden der Reihe nach bearbeitet, daher sollte man auf viel befahrenen Strecken 2-3 Monate im Voraus buchen. Buchungen werden bis zu 12 Monate im Voraus entgegengenommen. Verlängerungen des Indrail Pass sind nur unter ganz außergewöhnlichen Umständen möglich, können auf Anfrage beim Büro des Railway Divisional oder Zonal Headquarter bewilligt werden und erläuternde Dokumente oder Unterlagen müssen beigefügt werden.
Der Indrail Pass kann entweder in Indien in Delhi, Mumbai, Kolkata und in Chennai oder außerhalb Indiens bei den Generalvertretungen der Indian Railways in Finnland, Großbritannien und in Deutschland bei Asra Orient erworben werden: Kaiserstr. 50, D-60329 Frankfurt/M. Tel: (069) 25 30 98 (Internet: http://www.asra-orient.de/).

Unterwegs mit dem Schiff

Fähren fahren von Kolkata (ehemals Kalkutta), Vishakapatnam und Chennai nach Port Blair auf die Andaman-Inseln sowie von Kochin und Calicut zu den Lakshadweep-Inseln. Der Fahrplan ist saisonbedingt und generell während des Monsuns eingestellt. Eine besonders schöne Bootsfahrt führt durch die »Backwaters« in der Umgebung von Kochi in Kerala. Verschiedene örtliche Touren sind möglich. Zum Beispiel Calicut - Cochin und Allepey - Kottayam.

Reisewarnung

Überblick Indien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.02.2017
Unverändert gültig seit: 14.02.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Terrorismus Die Sicherheitslage in Indien bleibt vor dem Hintergrund zahlreicher schwerer Terroranschläge in den letzten Jahren angespannt. Angesichts der terroristischen Gefahren wird landesweit zu besonderer Wachsamkeit geraten, insbesondere beim Besuch von Märkten und öffentlichen Plätzen, bei großen Menschenansammlungen sowie in der Nähe von Regierungsgebäuden und nationalen Wahrzeichen. Dies gilt insbesondere im zeitlichen Umfeld staatlicher und religiöser Feiertage sowie von Großereignissen. Es muss davon ausgegangen werden, dass insbesondere New Delhi und andere Metropolen des Landes im Fokus terroristischer Aktivitäten stehen. Die Anschläge der letzten Jahre bestätigen die Tendenz, dass auch touristisch frequentierte Orte zunehmend ins Visier der Terroristen geraten.

Allgemeine Kriminalität

Das Risiko, dem ausländische Reisende durch Gewaltkriminalität ausgesetzt sind, ist in den touristisch erschlossenen Gebieten Indiens eher gering. Reisende sollten sich dennoch stets von Vorsicht leiten lassen. Situationsangemessenes und kulturbewusstes Verhalten empfiehlt sich vor dem Hintergrund der Berichte über sexuelle Übergriffe vor allem auch für alleinreisende Frauen.

Touristen in New Delhi und anderen indischen Städten werden gelegentlich von örtlichen Reiseveranstaltern (vornehmlich im Stadtzentrum von New Delhi "Connaught Place") mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf überteuerter Reisen genötigt. Diese Büros geben sich regelmäßig als "staatlich anerkannt" aus, um besondere Qualität und Reputation vorzugeben. Örtliche Taxifahrer arbeiten mitunter mit diesen Veranstaltern zusammen und fahren Touristen gezielt dorthin, insbesondere direkt nach Ankunft am Flughafen in Delhi. Reisende sollten bei Reisebuchungen in indischen Reisebüros besonders wachsam sein. Reisende, die in Bedrängnis geraten, sollte auf unverzügliche Kontaktaufnahme mit der lokalen Polizei (in Delhi die spezielle 24 Stunden operierende "Tourist Police", Notruf 100) bestehen.

Es wird darauf hingewiesen, dass Touristen – besonders in Rajasthan und Goa - wiederholt Opfer gut organisierter Trickbetrüger geworden sind, u. a. über das Angebot lukrativer Juwelengeschäfte.

Bundesstaat Jammu und Kaschmir (siehe auch aktuelle Hinweise) Seit September 2016 kommt es wieder verstärkt zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen indischen und pakistanischen Truppen wie auch mit verschiedenen Separatistengruppen entlang der internationalen Grenze und der Waffenstillstandslinie (LoC) in Jammu und Kaschmir. Es wird empfohlen, vor Reisen in die Region aktuelle Informationen über die Sicherheitslage einzuholen und den Anweisungen der lokalen Behörden Folge zu leisten.

Unbedingt erforderliche Reisen nach Srinagar sollten auf dem Luftweg erfolgen. Wegen der Gefahr terroristischer Gewalttaten und unvorhersehbaren Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei bzw. Armee wird jedoch stets zu besonderer Vorsicht geraten. Unmittelbar vor und während der Reise in den Landesteil Kaschmir sollten aktuelle Informationen über die Sicherheits- und Infrastrukturlage eingeholt werden.  

Der Kaschmirkonflikt hat in den vergangenen Jahrzehnten zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften und zu zahlreichen Bombenanschlägen mit vielen Todesopfern geführt. Gegen Ausländer gerichtete Einzelaktionen (auch Entführungen) können in der gesamten Region nicht ausgeschlossen werden.

Landesteil Jammu In Jammu ist die Sicherheitslage grundsätzlich stabil. Allerdings kann es auch hier zu unvorhersehbaren gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften kommen, sodass unmittelbar vor einer Reise nach Jammu aktuelle Informationen eingeholt und vor Ort größere Menschenansammlungen vermieden werden sollten.

Landesteil Ladakh Trekkern wird dringend geraten, sich hinsichtlich der Auswahl der Trekkingrouten vor Ort von vertrauenswürdigen und ortskundigen Führern beraten zu lassen. Generell wird dringend abgeraten, allein oder mit einem nicht ausgewiesenen Führer durch diese Gegenden zu trekken, per Autostopp zu reisen oder an einsamen Plätzen zu zelten. Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken sollten in Ladakh die Grenzgebiete gemieden werden. In diesem Zusammenhang wird auf die Genehmigungspflicht von Reisen in grenznahe Gebiete durch die indischen Behörden verwiesen.

Nordosten In den nordöstlichen  Bundesstaaten  Indiens – (Arunachal Pradesh, Assam, Nagaland, Manipur, Meghalaya, Mizoram und Tripura) –  sind in einigen Regionen noch militante politische Gruppen und auch kriminelle Banden aktiv. Touristen sind zumindest bisher nicht Ziel von Anschlägen und Entführungen, können aber dennoch leicht in Gefahr geraten.

Bei Reisen in den Nordosten Indiens sollten sich Reisende daher auf sicherheitsbewusste, zuverlässige lokale Partner (Reiseveranstalter, Hotels/Ressorts, Geschäftspartner) verlassen und sich situationsgerecht verhalten. Für einige Gebiete sind zusätzlich zum Visum Einreisegenehmigungen erforderlich. Es wird empfohlen, zur aktuellen Sicherheitslage und zu eventuellen besonderen Genehmigungserfordernissen kurz vor einer Reise in den Nordosten Indiens aktuelle Informationen, z. B. von lokalen Reiseveranstaltern, einzuholen.

Andere Regionen Die Bundesstaaten Bihar, Jharkand, Chhattisgarh, der äußerste Südwesten von Orissa, der äußerste Norden von Andhra Pradesh und der äußerste Osten von Maharashtra verzeichnen - insbesondere in ländlichen Gebieten - bewaffnete Aktivitäten einer militant-sozialrevolutionären maoistischen Bewegung, die in einzelnen Distrikten bis hin zur Ausübung quasistaatlicher Gewalt gehen. Die Aktivitäten richteten sich bislang nicht gegen Ausländer, in 2012 ist es jedoch zu einem Entführungsfall gekommen. Auch Sabotageakte und Anschläge auf das öffentliche Eisenbahnnetz wurden in der Vergangenheit verübt. Generell wird dringend geraten, vor Reisen in die genannten Gebiete Informationen über die Sicherheitslage einzuholen und touristische Aktivitäten nicht ohne ortskundige einheimische Begleitung durchzuführen.

Besondere Reisegenehmigungen werden u. a. für Teile von Sikkim, Arunachal Pradesh und für die Lakkadiven (Lakshadweep Islands) benötigt. Die Genehmigungen müssen in Indien vor der Einreise in die genannten Staaten eingeholt werden. Die Genehmigungspflicht für Reisen nach Nagaland, Mizoram und die Andamanen wurde aufgehoben. Eine Registrierung nach Ankunft ist erforderlich. Die Inselgruppe der Nicobaren (Nicobar Islands) ist nach wie vor für Touristen nicht zugänglich. Informationen zu Reisegenehmigungen können bei den indischen Auslandsvertretungen in Deutschland eingeholt werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Alle Reisenden, die über sechs Monate alt sind und innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet einreisen, benötigen eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber. Gelbfieberimpfung kann gelegentlich auch bei Einreise aus südafrikanischen Ländern (z.B. Simbawe) verlangt werden, die laut WHO nicht zu den endemischen Gebieten gehören.

Wer auf dem Seeweg oder per Flugzeug ohne Impfbescheinigung ankommt, wird sechs Tage in Quarantäne gehalten, falls der Reisende:

(a) innerhalb der letzten sechs Tage ein Infektionsgebiet verlassen hat,

(b) einen Transitaufenthalt in einem Infektionsgebiet hatte (ausgenommen, der Transit erfolgte per Flugzeug und der Transitraum wurde nicht verlassen; es liegt jedoch im Ermessen der Gesundheitsbehörden, ob diese Ausnahmeregelung anerkannt wird),

(c) mit einem Schiff ankommt, das innerhalb der letzten 30 Tage von einem im Infektionsgebiet liegenden Hafen ausgelaufen ist oder dort angelegt hat (ausgenommen, das Schiff ist zuvor nach WHO-Standards desinfiziert worden) und

(d) mit einem Flugzeug aus einem Infektionsgebiet einreist und nicht gemäß Indian Aircraft Public Health Rules von 1954 oder WHO-Standards desinfiziert worden ist.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch landesweit. Dennoch ist die Infektionsgefahr für Touristen sehr gering. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] In Indien besteht ein erhöhtes Polioerkrankungsrisiko. Reisenden wird empfohlen, nur mit gültigem Polioimpfschutz einzureisen. Eine Pflichtimpfung gegen Polio besteht für Reisende, die aus Ländern mit gemeldeten Polio-Erkrankungen (z. B. Pakistan, Afghanistan, Nigeria, u. a.) nach Indien einreisen. Bei der Einreise muss die Impfung mindestens sechs Wochen und maximal ein Jahr her sein. Für deutsche Staatsbürger tritt diese Bestimmung jedoch nicht in Kraft. Außerdem ist ein Impfnachweis nach WHO-Standard mitzuführen. Deutsche Reisende benötigen jedoch keinen Impfnachweis.

Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging, Rucksacktourist u.a.) kann Impfschutz gegen Typhus sinnvoll sein. 

[4] Ein ganzjähriges mittleres Malariarisiko besteht in Gebieten unter 1500 m Höhe auch in den Großstädten besonders Mumbai und Delhi. Die gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum soll stark chloroquinresistent sein.
Im Nordosten Indiens werden jährlich ca. 500 bis 600 Malaria-Todesfälle registriert. Reisenden nach Goa wird neben einem sorgfältigen Mückenschutz auch weiterhin eine vorbeugende Tabletteneinnahme empfohlen. Im Süden des Landes ist das Malariarisiko geringer als im Norden. Auf sorgfältigen Schutz vor Stechmücken in den Abend- und Nachtstunden ist in jedem Fall zu achten. Bei Fieber ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch qualifizierten Arzt wird vor der Reise nach Indien, speziell nach Goa, derzeit dringend empfohlen. 

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch ist vielerorts erhältlich und sollte auch nur mit keimfreiem Wasser angerührt werden. In größeren Städten ist H-Milch erhältlich. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- oder Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß essen. Der Genuss von Schweinefleisch, Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen im Ratnagiri-Distrikt vorkommen, das Schwimmen und Waten in diesen Gewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) ist verbreitet. Vor allem während der Monsunregenzeiten und unmittelbar nach dem Monsun muss mit einem Infektionsrisiko gerechnet werden, besonders in den Großstädten und an den Küsten. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt während der Regenzeit und in den Monaten nach der Regenzeit landesweit vor, zurzeit besonders an den Küsten und in den großen Ballungsräumen. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

In den Küstenregionen, insbesondere im Südosten, tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende sollten einen wirksamen Insektenschutz benutzen. 

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, Piercings, Tätowierungen, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen. 

Die Höhenkrankheit tritt in Höhen ab etwa 2300 m bei einem zu raschem Aufstieg auf. Die Symptome reichen von Atemnot und Kopfschmerzen bis hin zu Koordinationsstörungen und Erbrechen.

Ein geringes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht landesweit während der Regenzeit in den ländlichen Regionen. Höhere Fallzahlen von Japanischer Enzephalitis treten vor allem in Bihar, in Uttar Pradesh und im Distrikt von Muzaffarpur (Region Bajjikanchal) auf. Um sich zu schützen, sollte man einen wirksamen Insektenschutz und hautbedeckende Kleidung benutzen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vor allem im Osten, die ebenfalls durch Mücken übertragene Krankheit Kala Azar kommt dagegen vereinzelt im Nordwesten vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen sollten sich vor allem Risikogruppen und Reisende, die einen Langzeitaufenthalt planen, über eine mögliche Impfung beraten lassen. 

Tollwut kommt landesweit und in großer Fallzahl vor. Hauptüberträger sind (streunende) Hunde, aber auch Katzen und andere Tiere. Eine Impfung wird für alle Reisenden empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Tuberkulose kommt landesweit vor. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion. 

In allen tropischen Ländern gibt es eine Reihe an Gifttieren, deren Bisse oder Stiche schwere Körperschäden oder den Tod zur Folge haben können. Daher sollte man Abstand von Schlangen, Skorpionen und Spinnen halten. Keinesfalls unter Laub, Erdlöcher oder in  Steinspalten fassen.

Geld

Währung

1 Indische Rupie = 100 Paise. Währungskürzel: Rs, INR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 2000, 500, 100, 50, 20, 10, 5 Rupien; Münzen in den Nennbeträgen 10, 5, 2 und 1 Rs sowie 50, 25, 20, 10 und 5 Paise.
Anmerkung: Banknoten im Wert von 1 und 2 Rupien und Münzen zu 5 Paisen werden nicht mehr hergestellt, sind jedoch noch vielfach im Umlauf.

Achtung: Die alten 500- und 1000-Rupien-Scheine wurden im November 2016 für ungültig erklärt. Es sind inzwischen neue 500-Rupien-Scheine und 2000-Rupien-Scheine herausgegeben worden. Neue 1000-, 100- und 50-Rupien-Scheine sollen in naher Zukunft in Umlauf gebracht werden.

Kreditkarten

American Express, Diners Club, MasterCard und Visa werden angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Geldautomaten sind in großen Städten und touristischen Gegenden gut zu finden, bei einer Abhebung mit ec-Karte können teils hohe Gebühren fällig werden. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Hinweis: Zurzeit kann an Geldautomaten nur wenig Bargeld abgehoben werden (meist nur bis 2500 Rupien, vereinzelt bis zu 10.000 Rupien).

Öffnungszeiten der Bank

I. Allg. Mo-Fr 10.00-14.00/15.00 Uhr, Sa 10.00-12.00 Uhr (Abweichungen sind möglich).

Devisenbestimmungen

Für die Einfuhr der Landeswährung besteht ab einem Wert von 25.000 Rs Deklarationspflicht. Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu 25000 Rs erlaubt.

Für die Einfuhr von Fremdwährungen, die einen Wert von 5.000 US$ in Bargeld und/oder 10.000 US$ in Reisechecks übersteigen, besteht Deklarationspflicht (Deklaration auch bei niedrigeren Beträgen empfohlen). Ausfuhr bis zur Höhe des deklarierten Betrags, abzüglich der Umtauschbeträge. Beim Geldumtausch muss ein Beleg gegengezeichnet oder eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt werden. Diese Belege müssen bei der Ausreise vorgelegt werden, um den Rücktausch zu ermöglichen.

Geldwechsel

Der Umtausch darf nur bei Banken oder offiziellen Wechselstuben erfolgen. Man sollte beim Geldumtausch darauf achten, keine beschädigten Geldscheine zu bekommen, da u. U. die Annahme verweigert wird. Bargeld in US-Dollar, Euro oder britischen Pfund Sterling ist am einfachsten zu wechseln. In allen Großstädten und internationalen Flughäfen gibt es Wechselstuben und/oder Automaten, wo rund um die Uhr Geld gewechselt werden kann. Umtauschbelege sind aufzubewahren.

Sprache

Überblick

Landessprachen sind Hindi und Englisch. Hindi wird in der Devanagri-Schrift geschrieben und von ca. 41% der Bevölkerung gesprochen. Daneben gibt es 21 gleichberechtigte Regionalsprachen, u. a. Bengali, Gujarati, Marathi, Punjabi, Sanskrit und Urdu im Norden sowie Tamil und Telegu im Süden.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

(a) Fast alle indischen religiösen Feste und Feiertage werden nach dem Mondjahr berechnet, ihr Datum ändert sich daher von Jahr zu Jahr. Zusätzlich zu den oben genannten Feiertagen gibt es zahlreiche weitere religiöse Festivals, die in manchen Bundesstaaten als Feiertage gelten. Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich.

b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Id ul Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Id ul Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Idu'l Zuha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

(c) Obwohl Weihnachten (25./26. Dez.) und Neujahr (1. Jan.) offiziell keine gesetzlichen Feiertage sind, werden sie als solche landesweit begangen.

Anmerkung

(a) Fast alle indischen religiösen Feste und Feiertage werden nach dem Mondjahr berechnet, ihr Datum ändert sich daher von Jahr zu Jahr. Zusätzlich zu den oben genannten Feiertagen gibt es zahlreiche weitere religiöse Festivals, die in manchen Bundesstaaten als Feiertage gelten. Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich.

b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Id ul Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Id ul Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Idu'l Zuha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

(c) Obwohl Weihnachten (25./26. Dez.) und Neujahr (1. Jan.) offiziell keine gesetzlichen Feiertage sind, werden sie als solche landesweit begangen.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Die folgenden Artikel dürfen zollfrei nach Indien eingeführt werden (Personen ab 17 J.), wenn die Einreise nicht über Nepal erfolgt:

100 Zigaretten oder 25 Zigarren oder 125 g Tabak;
2 l Spirituosen;
ein Laptop;
Artikel für den persönlichen Bedarf und Geschenke bis zum Wert von 8.000 Rs; andere Beträge für Staatsbürger Indiens, Bhutans, Nepals und Pakistans je nach Aufenthaltsland und -länge.
Hochwertige Gegenstände wie z.B. Videokameras müssen bei der Einreise deklariert werden. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden bereits beim Besitz von kleinen Mengen (auch Haschisch) mit drakonischen Haftstrafen geahndet. Bei Verstößen gegen Zollvorschriften droht Verhaftung bei der Ausreise.

Verbotene Importe

Geflügel, Geflügelprodukte (einschließlich Eier, Federn und Fleisch), Schweine, Produkte aus Schweinefleisch und Waffen ohne Sondergenehmigung, pornografische Erzeugnisse, Goldmünzen und -barren.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Englisch ist als Geschäftssprache weit verbreitet. Es gibt viele englischsprachige Dolmetscher und Übersetzungsbüros. Indische Geschäftsleute sind Besuchern gegenüber äußerst gastfreundlich. Es ist üblich, Visitenkarten auszutauschen; die Visitenkarte sollte dem indischen Geschäftspartner mit beiden Händen überreicht werden. Die besten Monate für Geschäftsreisen sind von Oktober bis März, Unterkunft sollte im Voraus gebucht werden.


Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.30-17.30 Uhr und Sa 09.30-13.00 Uhr.

Wirtschaft

Indo-German Chamber of Commerce
Postanschrift: PO Box 11092, IN-Mumbai 400 020
Straßenadresse: Maker Tower 'E', 1st floor, Cuffe Parade, IN-Mumbai 400 005
Tel: (022) 66 65 21 21.
Internet: www.indo-german.com

Schweizerisch-Indische Handelskammer
c/o Switzerland Global Enterprise (S-GE), 
Bleicherweg 10
CH-8002 Zürich

Tel: (044) 365 51 51. 
Internet: www.sicc.ch und www.s-ge.com

Ministry of External Affairs
South Block, IN-New Delhi 110 011
Tel: (11) 23 01 23 18.
Internet: http://meaindia.nic.in

Associated Chambers of Commerce and Industry of India (ASSOCHAM)
Corporate House, 147 B Gautam Nagar Gulmohar Enclave, IN-New Delhi 110 048
Tel.: (11) 26 51 24 77.
Internet: www.assocham.org

Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry (FICCI)
Federation House, 1 Tansen Marg, IN-New Delhi 110001
Tel: (11) 23 73 87 60 70.
Internet: www.ficci.com

Geschäftskontakte

Indo-German Chamber of Commerce
Postanschrift: PO Box 11092, IN-Mumbai 400 020
Straßenadresse: Maker Tower 'E', 1st floor, Cuffe Parade, IN-Mumbai 400 005
Tel: (022) 66 65 21 21.
Internet: www.indo-german.com

Schweizerisch-Indische Handelskammer
c/o Switzerland Global Enterprise (S-GE),
Bleicherweg 10, CH-8002 Zürich

Tel: (044) 365 51 51.
Internet: www.sicc.ch und www.s-ge.com


Ministry of External Affairs
South Block, IN-New Delhi 110 011
Tel: (11) 23 01 23 18.
Internet: http://meaindia.nic.in

Associated Chambers of Commerce and Industry of India (ASSOCHAM)
Corporate House, 147 B Gautam Nagar Gulmohar Enclave, IN-New Delhi 110 048
Tel.: (11) 26 51 24 77.
Internet: www.assocham.org

Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry (FICCI)
Federation House, 1 Tansen Marg, IN-New Delhi 110001
Tel: (11) 23 73 87 60 70.
Internet: www.ficci.com

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0091. Der führende Anbieter Airtel bietet einen guten Service. Fest- und Mobilnetze bestehen auch in abgelegeneren Gebieten, jedoch manchmal mit Einschränkungen. Gebühren sind niedriger als in Europa, jedoch sind Internet-Dienste teurer. Öffentliche Telefone werden meist mit Karten genutzt, die am Kiosk oder in Geschäften für Elektrowaren verkauft werden. Internationale Gespräche können von Telefon-Cafés getätigt werden. Skypen ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, um mit der Heimat in Kontakt zu bleiben. 

Mobiltelefon

GSM 900/1800. Der Sende-/ Empfangsbereich für Mobilfunk deckt von einigen Nationalparks abgesehen fast das ganze Land ab. Internationale Roaming-Verträge bestehen. Außerdem kann man indische Prepaid-Karten erwerben. Touristen, die mit einem elektronischen Visum einreisen, erhalten eine kostenlose SIM-Card.  

Internet

Internetanbieter ist u.a. Narmada (Internet: www.narmada.net.in). Internet-Cafés sind landesweit vorhanden. Drahtlosen Zugang zum Internet via Wi-Fi bieten viele Hotels und auch zunehmend Internet-Cafés. 

Post

Luftpost nach Europa benötigt etwa eine Woche. Briefmarken werden oft auch in Hotels verkauft.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Die Traditionen und Methoden des indischen Kunsthandwerks sind seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben und dadurch vervollkommnet worden. Jede Region hat ihre eigene Spezialität und jede Stadt ihre eigenen Kunsthandwerker mit besonderen Fingerfertigkeiten. Seiden, Gewürze, Schmuck und viele andere typisch indische Waren sind weltbekannt. Handeln ist üblich, außer in State Emporiums und einigen anderen Läden mit Festpreisen. State Emporiums sind die Kunstgewerbeläden einzelner Bundesstaaten, deren festgesetzte Preise der Unterstützung der Kunsthandwerker zugute kommen sollen.

Textilien:
Die Stoffherstellung ist eine der wichtigsten Industrien; indische Seiden, Baumwollstoffe und Wollfasern zählen zu den besten der Welt. Unter den Seidenstoffen ist Brokat aus Varanasi der bekannteste, andere Variationen kommen aus Patna, Murshidabad, Kanchipuram und Surat. In Rajasthan werden bunte Batik-Baumwollstoffe hergestellt, während Chennai für einen Stoff bekannt ist, bei dem sich die Farben nach einigen Wäschen vermischen, was als besonderer Effekt geschätzt wird. Landesweit wird das Himroo-Tuch angefertigt, eine Mischung aus Seide und Baumwolle. Kaschmirwolle dürfte wohl das bekannteste Ausfuhrgut Indiens sein.

Teppiche:
Indiens Teppichindustrie ist ebenfalls eine der größten der Welt, und viele Beispiele dieses alten und wunderschönen Handwerks sind in Museen ausgestellt. Kaschmirs Teppiche zeigen Muster persischen Ursprungs, sind aus reiner Wolle, Baumwollgarn oder Seide hergestellt, außerordentlich erlesen und sehr teuer. In Darjeeling findet man die unverkennbaren bunten tibetanischen Läufer.

Kleidung
ist sehr preiswert und wird in vielen Geschäften auf Wunsch innerhalb kurzer Zeit nach Maß angefertigt oder geändert. Kleider gibt es aus Seide, Himroo, Baumwolle, Brokat, Chiffon und Chinons. Kleidung aus Rajasthan ist bunt und mit unzähligen kleinen Spiegeln besetzt; auch Taschen, Mützen und Geldgürtel in diesem Stil sind zu finden.

Schmuck
ist traditionsreich, schwer (besonders aus Rajasthan) und überaus vielfältig. Indische Silberware ist weltberühmt. Man kann Schmucksteine direkt am Kaufort verarbeiten lassen. Außer Diamanten gibt es Lapislazuli, Rubine, Saphire, Mondsteine und Aquamarine. Hyderabad ist eines der Weltzentren für Perlen. Indische Frauen und Mädchen tragen oft eine große Anzahl Armreifen aus Silber, buntem Glas oder Plastik, die es auf jedem Markt in erstaunlicher Farben- und Größenvielfalt zu kaufen gibt.

Kunstgewerbe und Lederwaren:
Auch hier hat jede Region ihre eigene Spezialität. Erhältlich sind Arbeiten aus Bronze, Messing (oft mit Silber eingelegt), Flechtwerk und Keramik. Kaschmir ist bekannt für die kunstvolle Verarbeitung von Pappmaché; die fertigen Produkte werden oft mit Blattgold dekoriert. Agras Spezialität sind Marmor- und Alabastereinlegearbeiten in Schachspielen und Schmucktellern. Indische Lederwaren wie Sandalen und Hausschuhe sind von ausgezeichneter Qualität.

Holzartikel:
Statuen, Kästchen, Schalen und andere Gegenstände aus Sandelholz werden in Karnataka, aus Rosenholz in Kerala und Chennai, aus indischem Walnussholz in Kaschmir angefertigt.

Weitere Spezialitäten:
Chutneys, Gewürze und Teesorten; Parfüm, Seifen, handgefertigtes Papier, Spielkarten aus Odisha und Musikinstrumente.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Sa 09.30-18.00 Uhr in den großen Geschäften.

Nachtleben

Einleitung

Ein Nachtleben im westlichen Sinne ist in Indien schwer zu finden, nur in einigen großen Städten gibt es Nachtklubs und Diskotheken. Kulturelle Veranstaltungen mit Darbietungen indischer Tänze und Musik sind die üblichen Höhepunkte. Mumbai und Kolkata (ehemals Kalkutta) sind die Metropolen der indischen Filmindustrie (auch Bollywood genannt. Der Name stammt von der Abkürzung Bombay Hollywood), die Zahl der produzierten Spielfilme ist dreimal so hoch wie in den USA. Fast jede Stadt hat mindestens ein Kino, einige zeigen manchmal Filme in englischer Sprache. Musik und Tanz, Liebesdramen und Politik spielen, zusammen mit anderen Einflüssen, eine große Rolle in der indischen Filmkunst. In Großstädten führen Theater oft Bühnenstücke in englischer Sprache auf.

Kulinarisches

Wissenswertes

Im Umkreis von 500 m von Nationalstraßen darf kein Alkohohl verkauft werden. 

Unterkunft

Hotels

Moderne Hotels von internationalem Rang gibt es in allen großen Städten und Urlaubsorten. Im Allgemeinen wird erstklassige europäische und indische Küche angeboten. Die bekannte Hotelkette Taj Group bietet erstklassige Unterkunft sowohl in ihren 8 Luxusshotels als auch in ihren diversen gut ausgestatteten Geschäftshotels. Einige so genannte Palast-Hotels sowie Freizeitanlagen in atemberaubender Landschaft und Hotels in Regionen von kultureller Bedeutung gehören ebenfalls zu dieser internationalen Kette. Die Preise sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern niedrig. Meistens werden 10% Bedienung und 7-15% Luxussteuer berechnet.

Ein Hotelverzeichnis ist beim Fremdenverkehrsamt erhältlich oder von The Federation of Hotel and Restaurant Associations of India, B-82, 8th Floor, Himalaya House, 23, Kasturba Gandhi Marg, IN-New Delhi 110048. (Tel: (11) 40 78 07 80. Internet: www.fhrai.com).

Kategorien: Luxuriöse 5- und 4-Sterne-Hotels mit Klimaanlagen, komfortable 3-Sterne-Hotels mit klimatisierten Räumen und einfache 1- und 2-Sterne-Hotels.

Camping

Adressen der Zeltplätze für Pfadfinder vom General Secretary for India, All India Boy Scouts Association. Informationen über Bharat-Zeltplätze (ebenfalls Pfadfinder) vom National Secretary, Bharat Scouts & Guides.

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Sind praktische und preiswerte Stützpunkte für organisierte Touren, zum Wandern und Bergsteigen. Die ca. 20 Herbergen des Ministeriums für Tourismus sind über alle Regionen verteilt und ideal gelegen, um sowohl die Tiefebene als auch Bergstationen (die besten Erholungsorte während der heißen Sommermonate) zu erforschen. Jede Herberge hat ca. 40 Betten in getrennten Schlafsälen. Matratzen, Bettwäsche, Decken, abschließbare Schränke, Steckdosen, Gemeinschaftsküchen sowie Parkplätze stehen zur Verfügung. Weitere Informationen sind erhältlich bei der Youth Hostels Association of India, 5 Nyaya Marg, Chanakyapuri, IN-New Delhi 110021. (Tel: (11) 26 11 02 50. Internet: www.yhaindia.org).

Kultur

Religion

80,5% Hindus, 13,4% Muslime (8% Sunniten, 3% Schiiten), 2,3% Christen, 1,9% Sikh, 0,9% Buddhisten und andere Glaubensrichtungen.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: In Indien grüßt man sich bei formellen Anlässen mit gefalteten Händen, über die der Kopf gebeugt wird, und sagt Namaste. Für indische Frauen ist es unziemlich, die Hand zum Gruß zu geben. Als Zeichen des Respekts berührt man die Füße älterer Leute zur Begrüßung. Beim Betreten heiliger Stätten wird man gebeten, die Schuhe auszuziehen. Die meisten Inder ziehen auch vor dem Betreten ihrer Häuser die Schuhe aus. In den meisten Gegenden isst man mit der Hand, dabei wird ausschließlich die rechte Hand benutzt. Strikte, seit langer Zeit gültige Verhaltensweisen regeln vielerorts noch heute religiöse und gesellschaftliche Anlässe. Zahlreiche Hindus sind Vegetarier und viele, besonders Frauen, trinken keinen Alkohol. Sikhs und Parsis rauchen nicht. Es ist wichtig, diese Bräuche zu beachten. Kleine Geschenke als Anerkennung der gebotenen Gastlichkeit sind angebracht. Frauen sollten sich dezent kleiden, kurze oder sehr enge Kleider sollten vermieden werden, sie rufen nur unwillkommene Beachtung hervor. Ausgebildete englischsprachige Fremdenführer gibt es in allen Touristengegenden, manche sprechen auch Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch oder Japanisch. Die Gebühren sind festgelegt, das regionale Fremdenverkehrsamt gibt gern Auskunft. Offizielle Fremdenführer besitzen einen Ausweis des Ministeriums für Tourismus. Bestimmte, geschützte Sehenswürdigkeiten dürfen von inoffiziellen Fremdenführern nicht betreten werden.

Fotografieren: Es gibt Einschränkungen zum Schutz mancher Sehenswürdigkeiten und der Nationalparks. Genehmigungen für die Benutzung von Blitzlicht und Stativ in bestimmten Gebäuden erteilt die Archaeological Survey of India, New Delhi. In Naturschutzparks wird eine Gebühr erhoben. Brücken und militärische Einrichtungen darf man zumeist nicht fotografieren, auch auf Bahnhöfen sind Kameras offiziell nicht gern gesehen. Fotografieren in Stammesgebieten ist nicht gestattet. Näheres von den Fremdenverkehrsämtern.

Rauchen: In Indien ist das Rauchen in der Öffentlichkeit wie in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Krankenhäusern, in Kinos, Restaurants, Bars, Hotels, in Parkanlagen, Einkaufszentren etc. verboten. 

Trinkgeld: Es ist üblich, Trägern, Kellnern, Zimmermädchen und Fremdenführern Trinkgeld zu geben. In Hotels und in besseren Restaurants ist das Trinkgeld normalerweise in der Rechnung enthalten. Ein kleines, zusätzliches Trinkgeld wird dort trotzdem erwartet. In Restaurants, in denen das Trinkgeld nicht schon in der Rechnung enthalten ist, sind 5-10% üblich. Es ist nicht üblich, Taxifahrern ein Trinkgeld zu geben.

Klima

Beste Reisezeit

Meist heiß und tropisch während des ganzen Jahres mit großen regionalen Unterschieden. Kühler von Ende November bis Anfang März mit kühlen Temperaturen am Morgen und Abend sowie viel Sonne während des Tages. Die heißeste Zeit mit trockener und staubiger Luft ist zwischen März und Juni. Monsun-Regen gibt es in den meisten Regionen im Sommer irgendwann zwischen Juni und Anfang Oktober.

Nördliche Ebenen: Städte wie Neu-Delhi, Varanasi, Lakhnau und Patna erleben im Laufe eines Jahres extreme Temperaturunterschiede. In der Regel ist es in diesen Städten von April bis Mitte Juni warm, während die Temperaturen im Winter von November bis Februar nachts fast unter den Gefrierpunkt fallen. Die Sommer sind heiß. Die Monsunzeit ist zwischen Juni und September.

Westhimalaya: Srinagar ist am schönsten zwischen Mai und Oktober, in der Zeit von Juli bis August ist es meist sehr heiß und im Winter ist es kalt und feucht. Simla liegt höher und ist daher kälter im Winter, und Orte wie Pahalgam, Gulmarg und Manali sind zu dieser Zeit normalerweise eingeschneit (Dezember bis März). In Ladakh, eine hoch gelegene Wüste, kann es zu extremen Temperaturabfällen kommen. Die Bergpässe von Ladakh sind von Juli bis Oktober passierbar.

Zentralindien: Im Bundesstaat Madhya Pradesh ist die Hitze im Sommer erträglicher, Monsunregen sind hier am stärksten zwischen Juli und September. Im Winter nachts recht kalt.

Westen: Am angenehmsten von November bis Februar, die Abende können jedoch ziemlich kalt sein. Mitunter sehr heiß im Sommer, Monsunregen fallen zwischen Mitte Juni und Mitte September.

Südwesten: Am schönsten ist das Wetter zwischen November und März. Die Regenzeit fällt zwischen Ende April und Juli. Die Sommertemperaturen sind nicht so hoch wie in Nordindien, jedoch sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Kühle Brisen an der Küste. Im Binnenland haben Mysore und Bijapur ein angenehmes Klima mit wenig Regen.

Osten: Das Wetter ist in Staaten wie Odisha, der häufig mit Überschwemmungen zu kämpfen hat, von Oktober bis Februar kühl. In den Monaten März bis Mai ist es glühend heiß. Von Juni bis Oktober bringt der Monsun viel Regen und Überschwemmungen. 

Südosten: Tamil Nadu hat nordöstliche Monsunregen zwischen Oktober und Dezember, Temperaturen und Luftfeuchtigkeit sind das ganze Jahr über hoch. In den Bergen muss man in der Wintersaison mit Kälte rechnen. Hyderabad ist heiß, aber weniger drückend im Sommer und bedeutend kühler im Winter.

Nordosten: März bis Juni und September bis November sind die angenehmsten und trockensten Monate. Während des restlichen Jahres gibt es hier heftige Monsun-Regenfälle.

Landesdaten

Vorwahl +91 Fläche(qkm) 3287263 Bevölkerung 1251695584 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 381 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 102

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