Myanmar

Asien

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik der Union von Myanmar.

Hauptstadt

Naypyidaw.

Geographie

Das Land grenzt im Osten an China, Laos und Thailand und im Westen an Bangladesch, Indien und den Indischen Ozean (Golf von Bengalen und Andamansee). Der Fluss Irawadi fließt durch die Landesmitte, an der Südküste bildet er ein Delta. Die Hauptstadt des Landes Naypyidaw liegt etwa 300 km nördlich der größten Stadt Yangon. Rangun liegt an einer der zahlreichen Flussmündungen. Nördlich des Deltas liegen das Irawadi-Becken und Zentral-Myanmar, das durch eine hufeisenförmige Bergkette geschützt wird. Sie erreicht eine Höhe von 3000 m und wirkt sich klimatisch auf das Gebiet aus. Im Westen liegen die Berge Arakan, Chin und Naga und die Patkai-Hügel, im Norden die Kachin-Hügel. Das Shan-Plateau im Osten dehnt sich bis zum Irawadi-Becken aus. In der Landesmitte wird intensiv Landwirtschaft betrieben, die Felder werden künstlich bewässert. Auf dem Shan-Plateau gedeihen Obst, Gemüse und Zitrusfrüchte, ein Großteil, etwa 40 % der Gesamtfläche des Landes, ist jedoch von subtropischen Wäldern bedeckt.

Regierung

Staatsform: Präsidialrepublik. Union von Myanmar von 1988 bis 2011. Sozialistische Republik von 1974 bis 1988. Neue Verfassung von 2008. Militärregime von 1962 bis 2011. Parlament mit 664 Mitgliedern (zuletzt 2010 gewählt). Unabhängig seit 1948 (ehemals Teil von Britisch-Indien); bis 1989 Birma bzw. Burma.

Staatsoberhaupt

Htin Kyaw, seit März 2016.

Elektrizität

220/230 V, 50 Hz. Adapter empfohlen.

Zeitzone

Myanmar Time: MEZ +7:30

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Myanmars nationale Fluggesellschaft heißt Myanmar International Airways (UB) (Internet: www.maiair.com). Direktflüge nach Yangon werden von Bangkok, Singapur, Jakarta, Bangladesch, Kalkutta, Kunming und Moskau angeboten.

Vietnam Airlines (VN) fliegt direkt von Hanoi nach Yangon (nach Hanoi bestehen Direktflüge von Frankfurt mit Vietnam Airlines).

Lufthansa (LH)
fliegt mehrmals wöchentlich nach Yangon mit Zwischenstopp in Bangkok. Condor (DE) fliegt direkt von Frankfurt a.M. nach Yangon.

Weitere Fluglinien, die Myanmar anfliegen, sind u.a.: Air China (CA), Air France (AF), Austrian Airlines (OS), British Airways (BA), Malaysia Airlines (MH), Eva Air (BR), Swiss (LX) und Thai Airways (TG).

Ausreisegebühr

10 US$. Transitpassagiere sind davon ausgenommen.

Anreise mit dem Pkw

Zurzeit sind die Grenzübergänge Tarchilek, Myawady und Kawthaung zwischen Myanmar und Thailand geöffnet. Es ist ratsam, sich vor Antritt der Reise bei der jeweiligen Botschaft über die aktuelle Situation zu informieren.

Anreise mit dem Schiff

Der Hafen von Yangon wird von mehreren Kreuzschifffahrtslinien angelaufen.

Vor Ort unterwegs

Warnung

Reisen in bestimmte Landesteile, meist Grenzgebiete, sind nicht gestattet. Einzelheiten von der Botschaft (s. Adressen).

Reisende müssen ihren Reisepass ständig bei sich führen.

Es gibt häufig Straßensperren der Polizei, des Militärs und anderer Behörden auf Überlandstraßen.

Während des Monsuns sind Verkehrswege (Straßen und Bahn) häufig überschwemmt und deshalb unpassierbar.

Unterwegs mit dem Flugzeug

Das Flugzeug ist, wenn innerhalb des Landes große Strecken zurückgelegt werden sollen, das beste Verkehrsmittel. Air Mandalay (6T) (Internet: www.airmandalay.com, Air Yangon (YH) (Internet: www.yangonair.com) und Air Bagan (W9) (Internet: www.airbagan.com) fliegen zu interessanten, touristischen Zielen. Air KBZ (K7) (Internet: www.airkbz.com)  und Asian Wings (AW) (Internet: www.asianwingsair.com) bieten ebenfalls Inlandflüge an.
Das Auswärtige Amt rät, aus Sicherheitsgründen auf Flugreisen mit der staatlichen Inlandsfluggesellschaft Myanma Airways (UB) zu verzichten. Myanma Airways ist nicht identisch mit der international operierenden Myanmar Airways International (8M).
Es gibt Flüge zu den meisten Städten, außerdem Charterflugverkehr. Über 60 Landepisten stehen zur Verfügung. 

Golden Myanmar Airlines (Internet: www.gmairlines.com) fliegt  täglich von Yangon nach Mandalay und wieder zurück. 
 

Flugzeiten

Rangun/ Yangon - Mandalay: 1 Std. (nonstop), 2 Std. 5 Min. (kein Direktflug, 1 Zwischenlandung); Rangun / Yangon - Bagan: 1 Std. 20 Min.; Rangun/ Yangon - Heho: 1 Std. 25 Min.

Ausreisegebühr

Die Flughafengebühr für Inlandflüge beträgt MMK 1000. Meist ist sie im Ticketpreis enthalten. Nur in Ausnahmefällen muss sie beim Check-in bezahlt werden.

Rechtsverkehr/Linksverkehr r Autovermietung

Autofahren ist für Ausländer in Myanmar verboten.

Reisebus

Busse der staatseigenen Transportgesellschaft sind in schlechtem technischen Zustand, inzwischen stehen jedoch auch komfortablere, klimatisierte Busse privater Busunternehmer zur Verfügung. Die Hauptstrecken führen von Yangon nach Meiktila, Pyay, Mandalay und Taunggyi. Tickets sollte man einen Tag im Voraus kaufen.

Unterwegs in der Stadt

Rangun hat eine ringförmige Bahnstrecke. In allen Städten verkehren Busse, die allerdings zumeist veraltet und überfüllt sind. Taxis ohne Taxameter stehen zur Verfügung, außerdem Motor- und Fahrradrikschas. Der Fahrpreis sollte im Voraus vereinbart werden, ein Trinkgeld wird nicht erwartet.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Die Züge der Myanmar Railways befahren diverse Strecken, die wichtigste führt von Rangun nach Mandalay (Fahrzeit 12-14 Std.). Regelmäßige Bahnverbindungen gibt es auf den Strecken Rangun - Bagan, Rangun - Motta und Rangun - Pyi.

Nachtzüge haben normalerweise Schlafwagen. Das Streckennetz führt in fast alle Landesteile. Mit Ausnahme der Strecke Rangun - Mandalay sind alle Zugverbindungen von regelmäßigen Verspätungen und anderen Störungen betroffen, die durch klimatische, technische und bürokratische Schwierigkeiten verursacht werden. Fahrkarten müssen durch Myanmar Travels and Tours erworben werden, möglichst 24 Std. im Voraus. Es empfiehlt sich, 1. Klasse zu fahren.

Unterwegs mit dem Schiff

Am besten lernt man das Land per Boot kennen, insbesondere auf dem Irawady zwischen Bhamo und Mandalay und zwischen Mandalay via Bagan nach Pyay. Luxuskreuzfahrtschiffe von Orient-Express Trains & Cruises fahren auf dem Irawady zwischen Bagan und Rangun sowie von Mandalay über den Chindwin River nach Rangun.

Der Irawady entspringt im Himalaya und fließt über 2170 Kilometer durch Myanmar bis er im Indischen Ozean mündet. Nur zwischen Mandalay und Bagan besteht eine Expressverbindung, ansonsten sind Schiffs- oder Bootsreisen eher langsam. 

Schiffe verkehren u.a. auch auf dem Kalanda-Fluss zwischen Mrauk U und Sittwe.

Neben der in staatlicher Hand befindlichen Inland Water Transport gibt es auch private Schifffahrtsgesellschaften, u.a. Mandalay - Bagan Express Ferry. Tickets und Reservierungen sind bei Reisebüros oder Myanmar Travels and Tours erhältlich.

Reisewarnung

Überblick Myanmar

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 10.01.2017
Unverändert gültig seit: 03.01.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Reisen im Land

In Teilen des Kachin State bzw. nördlichen Shan State werden weiterhin bewaffnete Konflikte zwischen Rebellenarmeen und dem myanmarischen Militär ausgetragen, bei denen es auch zu Todesopfern kam. Viele Menschen sind auf der Flucht, Grenzübergänge zu China wurden teilweise geschlossen.

  In einigen Grenzregionen, in denen bewaffnete Rebellengruppen operieren (Teile des Chin State und der Sagaing Region, Teile der Shan, Mon, Kayin, Karen und Kayah States) bleibt die Lage angespannt. Besondere Vorsicht ist hier geboten. Ungekennzeichnete Minenfelder stellen eine zusätzliche Gefahr dar.

Es kommt immer wieder zu ethnisch motivierten Zusammenstößen im Rakhine State. Der Ausnahmezustand im gesamten Rakhine State wurde aufgehoben. In einigen Teilen bestehen jedoch abends Ausgangssperren.

Von Reisen in die oben genannten  Regionen wird derzeit abgeraten.

Flugverkehr

Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes Fluggerät lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeinträchtigt sein. Die Chartergesellschaft FMI setzt neuerdings kleine, neubeschaffte Düsenflugzeuge ein, die überwiegend von ausländischen Piloten geflogen werden.

Gefahren aufgrund politischer Spannungen

Politisch motivierte Gewalttaten können nicht ausgeschlossen werden. Immer wieder werden in Myanmar Sprengstoffanschläge verübt, bei denen es auch zu Toten und Verletzten kommt.

Bei Demonstrationen in größeren Städten des Landes besteht stets die Gefahr, dass sie von Sicherheitskräften gewaltsam aufgelöst werden. Daher wird empfohlen, sich von eventuellen Protestzügen und Demonstrationen fernzuhalten. Auch zunächst friedliche Proteste können unvermittelt in gewalttätigen Auseinandersetzungen enden.

Naturkatastrophen

Myanmar befindet sich in einer Region, in der mit Erd- und Seebeben gerechnet werden muss. In den Küstenregionen treten während des Monsuns (Mai bis Oktober) Zyklone auf.

Während des Monsuns kann es im ganzen Land aufgrund starker Regenfälle zu Überschwemmungen und Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Insbesondere Landstraßen im Gebirge oder in der Nähe von Flussläufen, aber auch Bahnverbindungen, können tagelang unpassierbar sein.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt oder Transit in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen. Ausgenommen sind Transitreisende, die in den Infektionsgebieten den Transitraum nicht verlassen haben sowie Transitpassagiere, die in Myanmar den Flughafen nicht verlassen.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, ein geringes Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariarisiko besteht ganzjährig in allen Landesteilen unter 1000 m außer in den größeren Städten der Distrikte Yangon und Mandalay. Am höchsten ist das Risiko in den entfernter gelegenen ländlichen, hügeligen und bewaldeten Gegenden. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll stark gegen Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethamin resistent sein. In der Provinz Schan ist die Form P. falciparum resistent gegen Melfloquin. Die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax ist gegen Chloroquin resistent.
[4] Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser weiterverarbeiten. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit besonders von Juni bis Oktober vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Die ebenfalls durch Mücken übertragene Filariose kommt landesweit vor.

Ein Risiko für das durch Kleiderläuse übertragene Fleckfieber besteht landesweit. Man schützt sich durch konsequente Körperhygiene und regelmäßigen Wäschewechsel.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/AIDS ist mittlerweile auch in Myanmar, insbesondere in größeren Städten und in den östlichen Grenzgebieten, ein gravierendes Problem. Gefährdet sind alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht in ländlichen Gebieten von Mai bis Oktober.

Die Pest kommt landesweit vor. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Tollwut kommt landesweit vor. Asien gilt als der Kontinent mit den meisten Tollwuterkrankungen. Übertragung hauptsächlich durch streunende Hunde und Katzen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Vogelgrippe

Die hochpathogene Vogelgrippe durch Influenza A (H5N1) wurde im März 2006 offiziell bestätigt. Im ersten Halbjahr von 2007 gab es Vogelgrippefälle auf Geflügelfarmen. Mitte Dezember 2007 wurde der bislang einzige Vogelgrippefall bei einem Menschen in Myanmar gemeldet.

Reisende sollen sich von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden. Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden. Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden. Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.

Geld

Währung

1 Kyat = 100 Pya. Währungskürzel: K, MMK (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5.000, 1.000, 500, 200, 100, 90, 50, 45, 20, 15, 10, 5 und 1 K und 50 Pya im Umlauf. Münzen im Wert von 100, 50, 25, 10, 5 und 1 Pya. Um den Schwarzmarkt zu unterbinden und die finanzielle Situation der Dissidentengruppen zu schwächen, werden gelegentlich bestimmte Banknoten ohne Vorwarnung für ungültig erklärt. US$ werden nur in neueren und unbeschädigten Scheinen akzeptiert, in manchen Gegenden werden auch Singapur-Dollar als Zahlungsmittel angenommen.

Kreditkarten

Kreditkarten werden zunehmend in Einkaufszentren und Hotels angenommen, jedoch muss man mit hohen Extragebühren rechnen.

Bargeldabhebungen mit Kreditkarten sind mit Visa und Master Card an Geldautomaten der CB Bank und der Kanbawza Bank in Yangon, Mandalay, Bagan, Taungoo und Pyinmana möglich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Ausländische Touristen müssen bestimmte Leistungen wie Flüge, Zugtickets, Eintrittsgebühren, Schiffsreise und Hotelrechnungen in bar bezahlen.

Achtung: Seit dem 1. November 2015 dürfen Hotels, Restaurants und Souvenirläden keine Devisen mehr annehmen. Das Auswärtige Amt empfiehlt dennoch dringend, ausreichende Barmittel, vorzugsweise in US-Dollar, mitzubringen.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Geldabheben mit ec-Karten ist nicht an allen Geldautomaten in Myanmar möglich. Meist ist das Geldabheben in größeren Städten in großen Supermärkten, in Hotels, Flughäfen und in Touristenmärkten möglich. Vor der Reise sollte man sich erkundigen, ob das Geldabheben mit der eigenen Bankkarte funktioniert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 10.00-14.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Landeswährung darf weder ein- noch ausgeführt werden. Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht aller Zahlungsmittel ab einer Summe von 10.000 US$. Die Deklaration muss aufbewahrt werden, da die Ausfuhr auf die bei der Einreise deklarierte Summe beschränkt ist. Persönlicher Schmuck sollte bei der Einreise allenfalls deklariert werden, um beim Verlassen des Landes Schwierigkeiten zu vermeiden. Am Flughafen in Rangun finden regelmäßig Kontrollen statt. Daher sollten alle Quittungen zum Nachweis der im Lande ausgegebenen Summen aufbewahrt werden.

Geldwechsel

Achtung: Seit dem 1. November 2015 dürfen Hotels, Restaurants und Souvenirläden keine Devisen mehr annehmen. Dennoch empfiehlt das Auswärtige Amt die Mitnahme von Devisen in ausreichender Menge, vorzugsweise in US$.

In Rangun wird der Euro (neue ungebrauchte Geldscheine) in Wechselstuben getauscht. Wegen Betrugsversuchen ist vom Umtausch auf dem Schwarzmarkt dringend abzuraten. Große Scheine bieten den besten Tauschkurs.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Birmanisch, außerdem werden über 100 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. In Geschäftskreisen spricht man Englisch.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Die Daten für buddhistische Feiertage hängen vom Mondkalender ab. Minoritäten haben unterschiedliche Feiertage. Im Oktober begehen die Hindus das Lichterfest Diwali, Muslime feiern Bakri Idd Ende November, Weihnachten und Ostern werden von Christen begangen, der Stamm der Karen feiert Anfang Januar Neujahr. Weitere Informationen von den diplomatischen Vertretungen.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Myanmar eingeführt werden (Personen ab 17 J.):

400 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 250 g Tabak;
2 l Spirituosen;
150 ml Parfüm oder Eau de Toilette.

Exportbeschränkungen

Nicht ausgeführt werden dürfen Antiquitäten. Die Ausfuhr von Edelsteinen, Schmuck und Silber ist nur bei Vorlage der Kaufquittung eines staatlichen Händlers möglich.

Importbestimmungen

Tragbare Computer (Laptops) dürfen ohne vorherige Genehmigung eingeführt werden, sie müssen jedoch deklariert werden. Für die Einfuhr aller Telekommunikationsgeräte (u. a. Modems und Telefaxgeräte) wird jedoch eine Einfuhrgenehmigung benötigt. Diese kann beim Information & Technology Department (Kaba Aye Pagoda Road, Mayangone Township, Yangon, Tel. (00951) 65 08 90, Internet: www.mpt.net.mm) beantragt werden. Mobiltelefone müssen theoretisch bis zur Wiederausreise beim Zoll hinterlegt werden, in der Praxis wird dies aber selten durchgesetzt.

Verbotene Exporte

Nicht eingeführt werden dürfen Waffen, pornographische Materialien, Spielkarten und Gegenstände, die die Staatsflagge Myanmars und/oder das Bildnis Buddhas oder myanmarische Pagoden zeigen.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Leichter Anzug oder Sommerkleid sind angemessen für geschäftliche Termine. Gespräche auf höchster Ebene erfordern konservativere Kleidung. Die Geschäftssprache ist i. allg. Englisch. Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate Oktober bis Februar.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 09.30-16.30 Uhr.

Wirtschaft

Handelsabteilung der Botschaft der Union Myanmar
Thielallee 19, D-14195 Berlin
Tel: (030) 206 15 70.
Internet: www.botschaft-myanmar.de

Handelsabteilung des Generalkonsulats der Union Myanmar
47 Avenue Blanc, CH-1202 Genève
Tel: (022) 906 98 80.

Es gibt über 20 Staatsunternehmen, die in allen geschäftlichen Fragen behilflich sein können. Nähere Informationen erteilen die Handelsabteilungen der Botschaften.

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft der Union Myanmar
Thielallee 19, D-14195 Berlin
Tel: (030) 206 15 70.
Internet: www.botschaft-myanmar.de

Handelsabteilung des Generalkonsulats der Union Myanmar
47 Avenue Blanc, CH-1202 Genève
Tel: (022) 906 98 80.

Es gibt über 20 Staatsunternehmen, die in allen geschäftlichen Fragen behilflich sein können. Nähere Informationen erteilen die Handelsabteilungen der Botschaften.

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst zu den wichtigsten Städten. Telefonverbindungen bestehen allerdings nicht zwischen allen Städten. Das interne Telefonnetz ist begrenzt sowie häufig defekt oder überlastet.

Einige Hotels verfügen über internationale Direktdurchwahl.

Im zentralen Telefon- und Telegrafenamt (CTT) in Rangun, Ecke Pansodan und Mahabandoola Street können internationale Telefonanrufe getätigt werden. Das Amt ist Mo-Fr von 08.00-16.00 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen von 09.00-14.00 Uhr geöffnet.

 

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber ist MPT GSM Network, eine Tochter der Myanmar Posts and Telecommunications. Gebühren sind hoch.

Roaming-Verträge mit europäischen Netzbetreibern bestehen nicht. Es macht keinen Sinn, sein Mobilfunkgerät mit nach Myanmar mitzunehmen. Für die Einfuhr von Telekommunikationgeräten (u. a. Modems, Mobil- und Satellitentelefone sowie Telefaxgeräte) wird eine vorherige Genehmigung durch das myanmarische Post & Telecommunications Department benötigt. Mobiltelefone, für die keine Einfuhrgenehmigung vorliegt, müssen eigentlich laut Gesetz bei Entdeckung bis zur Ausreise beim Zoll hinterlegt werden. In der Praxis wird dieses Gesetz jedoch nur selten befolgt.

Außerhalb von größeren Städten besteht kein Mobilfunkempfang.

Internet

Internetanbieter ist das Ministry of Post and Telecommunication (Internet: www.mpt.net.mm). Internetanschlussgebühren sind sehr hoch. Das Internet wird von der Regierung zensiert und seine Nutzung stark überwacht.

Internet-Cafés gibt es in größeren Städten. Internetzugang bieten auch einige Hotels an. Die Nutzungskosten sind jedoch hoch. Downloads dauern nachts nicht ganz so lange wie tagsüber.

Post

Luftpost nach Europa ist ca. 10- 14 Tage unterwegs. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Post ankommt. Es empfiehlt sich, Briefe persönlich aufzugeben und eine Bescheinigung dafür zu verlangen (geringe Gebühr). Postämter haben Mo-Fr von 09.30-16.30 Uhr geöffnet.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Schmuck und Edelsteine (Rubine) sollte man nur in hierzu offiziell berechtigten Geschäften kaufen.

Nachtleben

Einleitung

Gelegentlich finden Veranstaltungen in den drei Theatern Yangons statt. Kinos sind populär, sieben der 50 Kinos in Yangon zeigen regelmäßig Filme in englischer Sprache.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

In Yangon gibt es ca. 1000 Hotelzimmer. Man sollte Reservierungen im Voraus vornehmen bei der Hotel and Tourist Corporation (gleiche Adresse wie Myanmar Travels and Tours, s. Adressen).
Hotels gibt es außerdem in den Urlaubsorten Sandoway, Taunggyi und Pagan. Von November bis März sollte man besonders früh buchen.

Kategorien:
Luxus-, Erste- und Touristenklasse.

Kultur

Religion

Buddhismus (89 %); Islam (4 %), Christentum (4 %), Anhänger von Naturreligionen (1 %) und andere.

Soziale Verhaltensregeln


Höfliches Benehmen und Respekt für Tradition und Religion werden erwartet. Vor dem Betreten religiöser Gebäude muss man Schuhe und Strümpfe ausziehen. Beim Sitzen sollten die Fußsohlen nicht sichtbar sein, dies wird als Beleidigung aufgefasst. Shorts und Miniröcke sollten nicht getragen werden. Trinkgeld: Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. In Hotels und Restaurants gibt man zwischen 5% und 10%.

Klima

Beste Reisezeit

In Myanmar gibt es drei Jahreszeiten — die heißeste Jahreszeit liegt zwischen März und Mai mit geringem Niederschlag. Die Monsunzeit dauert von Juni bis September. Von Oktober bis Februar herrscht trockenes, kühleres Wetter.

Landesdaten

Vorwahl +95 Fläche(qkm) 676578 Bevölkerung 56320206 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 83 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 192

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