Myanmar

Landesdaten

Hauptnotrufnummer

192

Vorwahl

+95

Fläche(qkm)

676578

Bevölkerung

54.409.800

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

81

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

No

Übersicht

Dichte Wälder, eine artenreiche Tierwelt, freundliche Menschen, eine reiche Kultur und bislang wenig entwickelte Ferienorte an der Küste machen Myanmar (früher Burma) zweifellos zu einem schönen Land im fernen Asien.
Leider ist die für die Entwicklung des Tourismus nachteilige politische Instabilität für Besucher problematisch. Wer es dennoch wagen möchte, muss sich seine Entscheidung gut überlegen. Myanmar verfügt über viele Attraktionen. Dazu zählen Tausende von Pagoden, eine faszinierende Kultur und historische Städte. Touristen würden auch von den Einheimischen, die sich nach Neuigkeiten aus der Welt sehnen und eine Einnahmequelle hätten, mit offenen Armen empfangen werden.
Reisende sollten jedoch beachten, dass bestimmte Regionen seit einigen Jahren wegen politischer Unruhen nicht betreten werden können und die Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam verfolgen.

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik der Union von Myanmar.

Regierungschef

Premierminister der Übergangsregierung: Nyo Saw, seit Juli 2025.

Hauptstadt

Naypyidaw.

Geographie

Das Land grenzt im Osten an China, Laos und Thailand und im Westen an Bangladesch, Indien und den Indischen Ozean (Golf von Bengalen und Andamansee). Der Fluss Irawadi fließt durch die Landesmitte, an der Südküste bildet er ein Delta. Die Hauptstadt des Landes Naypyidaw liegt etwa 300 km nördlich der größten Stadt Yangon. Rangun liegt an einer der zahlreichen Flussmündungen. Nördlich des Deltas liegen das Irawadi-Becken und Zentral-Myanmar, das durch eine hufeisenförmige Bergkette geschützt wird. Sie erreicht eine Höhe von 3000 m und wirkt sich klimatisch auf das Gebiet aus. Im Westen liegen die Berge Arakan, Chin und Naga und die Patkai-Hügel, im Norden die Kachin-Hügel. Das Shan-Plateau im Osten dehnt sich bis zum Irawadi-Becken aus. In der Landesmitte wird intensiv Landwirtschaft betrieben, die Felder werden künstlich bewässert. Auf dem Shan-Plateau gedeihen Obst, Gemüse und Zitrusfrüchte, ein Großteil, etwa 40 % der Gesamtfläche des Landes, ist jedoch von subtropischen Wäldern bedeckt.

Regierung

Staatsform: Präsidialrepublik. Union von Myanmar von 1988 bis 2011. Sozialistische Republik von 1974 bis 1988. Neue Verfassung von 2008. Militärregime von 1962 bis 2011. Parlament mit 664 Mitgliedern (zuletzt 2010 gewählt). Unabhängig seit 1948 (ehemals Teil von Britisch-Indien); bis 1989 Birma bzw. Burma.

Staatsoberhaupt

Vorsitzender der Nationalen Friedens- und Sicherheitskommission: Senior General Min Aung Hlaing, seit August 2025.

Elektrizität

220/230 V, 50 Hz. Adapter empfohlen.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus gibt es keine Nonstop-Flüge nach Myanmar.

Die Fluggesellschaft Myanmar International Airways (8M) bietet Direktflüge u.a. zwischen Yangon und China, Singapur sowie Indien an.

Vietnam Airlines (VN) verbindet Frankfurt/M. via Ho-Chi-Minh-Stadt mit Yangon.

Austrian (OS) bietet in Kooperation mit Thai Airways (TG) Flugverbindungen zwischen Wien und Yangon via Bangkok an. ANA - All Nippon Airways (NH) fliegt ab Wien mit Flughafenwechsel in Tokio nach Yangon.

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Yangon: 16 Std. 5 Min.; Wien - Yangon: 14 Std. 55 Min.; Zürich - Yangon: 17 Std. 10 Min. (die Reisezeiten variieren, je nach Länge der Aufenthalte).

Ausreisegebühr

Ca. 19 € (20 US$). Transitpassagiere, die mit demselben Flugzeug weiterfliegen, sind davon ausgenommen.

 

Anreise mit dem Pkw

Die Einreise nach Myanmar auf dem Landweg gestaltet sich organisatorisch schwierig und ist daher nicht empfehlenswert.

Die einzige realistische Option sind die thailändischen Grenzübergänge Ranong/Kawthaung, Mae Sot/Myawaddy und Mae Sai/Tachiliek, die mit einem Touristenvisum überquert werden können. Da sich die Vorschriften immer wieder ändern, ist es ratsam, sich vor Reiseantritt bei der jeweiligen Botschaft über die aktuelle Situation zu informieren.

Die Grenzen zu Laos und Bangladesch sind für Touristen völlig geschlossen. Für die Einreise zwischen Manipuh (Indien) und Tamu ist eine Genehmigung erforderlich, die oft erst nach mehreren Monaten erteilt wird. Der Grenzübergang von Ruili (China) nach Muse ist nur für organisierte Reisegruppen mit Sondergenehmigung passierbar.

Fernbusse: Mehrmals täglich fahren Busse von Bangkok nach Maesot (Thailand), wo man die Grenze nach Myawaddy zu Fuß überquert, um dann mit dem Bus nach Yangon weiterzufahren.

Maut: Die Schnellstraße Yangon-Mandalay ist mautpflichtig. Mautstationen befinden sich entlang der Schnellstraße.

Unterlagen: Ausländische Führerscheine sind in Myanmar nicht gültig! Ausländern ist es nicht erlaubt, ein Fahrzeug zu führen.

 

Anreise mit der Bahn

Es besteht kein grenzüberschreitender Bahnverkehr.

 

Anreise mit dem Schiff

Der Hafen von Yangon ist der wichtigste des Landes; er wird von verschiedenen Kreuzschifffahrtslinien angelaufen.

Kreuzfahrtschiffe

Regent Seven Seas bietet Kreuzfahrten ab Spanien mit Zwischenstopp in Yangon an.

Kreuzfahrtanbieter wie Hapag Lloyd Cruises, Oceania Cruises, Azamara und Silversea laufen auf ihren in asiatischen Ländern und den USA startenden Kreuzfahrten ebenfalls den Hafen von Yangon an.

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Das Flugzeug ist für weite Strecken im Land das beste Verkehrsmittel. Für einige Flugziele, zum Beispiel für Lashio und Tachilek müssen Ausländer vor der Reise eine Genehmigung vom Ministerium für Hotel und Tourismus einholen.

Myanmar National Airlines (UB), die staatliche nationale Fluggesellschaft für Inlandflüge, bedient von Yangon aus zahlreiche Orte des Landes.

Verschiedene private Fluglinien, wie Air Thanlwin (YH)Air Bagan (W9) und Golden Myanmar Airlines (Y5) fliegen ebenfalls Ziele im ganzen Land an.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz hat eine Gesamtlänge von ca. 33.000 km. Der Yangon-Mandalay Expressway verläuft weitgehend parallel zur älteren Nationalstraße 1 und verbindet die beiden größten Städte des Landes.

Straßen sind für Touristen oft gesperrt; vor allem in Gebieten, in denen Konflikte zwischen der Regierung und Milizen ethnischer Minderheiten bestehen. Reisende müssen ihren Reisepass ständig bei sich führen. Auf Überlandstraßen gibt es häufig Straßensperren der Polizei, des Militärs und anderer Behörden.

Tankstellen: In den Städten und an den Hauptverbindungsstrecken gibt es ausreichend Tankstellen. Das Tankstellennetz wird ständig erweitert.

Maut: Die Schnellstraße Yangon-Mandalay ist mautpflichtig; Mautstationen befinden sich entlang der Straße.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Die am besten ausgebaute und gewartete Straße des Landes ist der Yangon-Mandalay Expressway

Ansonsten sind die Straßen, sobald man das Stadtgebiet größerer Städte verlässt, oft in einem schlechten Zustand, die Beschilderung fehlt und Brücken sind beschädigt. Während des Monsuns sind Verkehrswege häufig überschwemmt und damit unpassierbar.

Maut: 

Staßenklassifizierung

Der Yangon-Mandalay Expressway ist die einzige Autobahn des Landes. Es gibt einige Fernstraßen, die nummeriert sind. Die meisten Straßen sind jedoch nicht klassifiziert.

Autovermietung

Ausländer dürfen nur mit Sondergenehmigung, die im Übrigen nur sehr schwierig zu bekommen ist, selbst ein Auto führen. Daher sind Mietwägen nur mit Fahrer erhältlich.

Taxi

In den großen Städten und an beliebten Touristenzielen sind Taxis überall verfügbar. In Yangon verkehren blaue staatliche Taxis, mit festgelegten Tarifen. Es ist dennoch ratsam, sich vorab nach dem Fahrpreis zu erkundigen.

In kleineren Orten sind eher Motorradtaxis, Pick-ups mit Sitzgelegenheiten auf der Ladefläche sowie Fahrradrikschas mit Beiwagen zu finden.

Fahrrad

In den meisten Touristenorten können in Unterkünften oder über Reisebüros Fahrräder gemietet werden. In einigen Orten, wie etwa Bagan und Nyaungshwe, gibt es auch Fahrradverleiher. Da die Fahrräder zumeist recht einfach und/oder alt sind, eignen sie sich eher für Tagesausflüge oder Fahrten in der Stadt als für mehrtägige Fahrradtouren.

Reisebus

Private Busunternehmen, wie JJExpress Bus Myanmar, Myat Mandalar Tun und Famous Traveller Express, verkehren mit ihren klimatisierten Bussen zwischen den Städten des Landes. Hauptstrecken sind u.a. von Yangon nach Meiktila, Pyay, Mandalay und Taunggyi. Tickets sollte man im Voraus kaufen.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Ausländern ist es nur mit Sondergenehmigung erlaubt, in Myanmar Auto zu fahren;
- es besteht keine Gurtpflicht; möglicherweise haben Mietautos daher keine Sicherheitsgurte;
- Motorrad fahren ist in Yangun verboten; in Bagan und anderen Orten ist es Touristen nicht erlaubt Motorräder zu mieten.

Pannenhilfsdienst

In Myanmar gibt keinen Pannendienst.

Dokumentation

Ausländische Führerscheine sind in Myanmar nicht gültig! Touristen ist es nicht erlaubt ein Fahrzeug zu führen.

 

Unterwegs in der Stadt

Yangon hat eine ringförmige Bahnstrecke. In allen Städten verkehren BusseTaxisMotor- und Fahrradrikschas. Auf dem Yangon Fluss verkehren Wassertaxis.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Myanmar Railways, die staatliche Eisenbahngesellschaft, bedient den größten Teil des Landes. Das Streckennetz ist in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, mit Abzweigungen nach Osten und Westen. Die Hauptstrecke ist Yangon-Mandalay (Fahrtzeit: ca. 16 Std.). Weitere regelmäßige Verbindungen bestehen u.a. zwischen Yangon und Bagan, Motta und Pyi.

Die Bahnstrecken (Gleise, Brücken etc.) sind in einem schlechten Zustand und während der Monsunzeit oft nicht befahrbar; Personenzüge sind daher generell sehr langsam unterwegs.

Fahrkarten sind am Bahnhof erhältlich oder bequem online über Myanmar Trains buchbar. Es empfiehlt sich, 1. Klasse oder "Upper Class" zu buchen.

 

Unterwegs mit dem Schiff

Am besten lernt man das Land per Schiff kennen, insbesondere auf dem Irrawaddy zwischen Bhamo und Mandalay und zwischen Mandalay via Bagan nach Pyay.

Nicko-Cruises und Phoenix bieten Luxuskreuzfahrten auf dem Irrawaddy zwischen Mandalay und Yangun an.

Mit MGRG Express können Reisende Tagestouren von Bagan nach Mandalay sowie Mehrtagestouren von Mandalay nach Bhamo buchen.

Schiffe verkehren u.a. auch auf dem Kalanda-Fluss zwischen Mrauk U und Sittwe.

 

Reisewarnung

Überblick

Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de

Stand - Thu, 04 Dec 2025 14:30:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Mon, 05 Jan 2026 12:03:18 +0100)

Letzte Änderungen: 

Aktuelles - Anhaltender Bürgerkrieg, schwere Schäden nach Erdbeben (Wahlen)

Gesundheit - Malaria

Redaktionelle Änderungen

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- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Aktuelles

Vor Reisen nach Myanmar wird gewarnt.

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, das Land zu verlassen.

Anhaltender Bürgerkrieg, schwere Schäden nach Erdbeben

Das Militär hat 2021 gewaltsam die Macht übernommen, das Land befindet sich seitdem im Bürgerkrieg. Es werden landesweit Oppositionelle und Mitglieder der Zivilgesellschaft verfolgt und festgenommen. Bisweilen kommt es auch zu willkürlichen Verhaftungen ausländischer Staatsangehöriger. Das öffentliche Leben einschließlich des Banken- und Transportwesens sowie die medizinische und die Stromversorgung sind erheblich beeinträchtigt; es kommt zu Störungen des Internets und gelegentlich auch der Telefonverbindungen. 

Bis auf die Regionen Rangun und Ayeyarwaddy sind alle Landesteile von kriegerischen Auseinandersetzungen einschließlich Artillerie- und Luftwaffeneinsätzen betroffen, auch gegen die Zivilbevölkerung. Auch in nicht akut vom Bürgerkrieg betroffenen Gemeinden (vor allem größere Städte) sind Einsätze der Sicherheitskräfte und Straßensperren an der Tagesordnung. Es kommt landesweit regelmäßig zu Sprengstoffanschlägen und gewalttätigen Auseinandersetzungen, auch mit Schusswaffengebrauch. Ziele sind oft militärische und staatliche Institutionen, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Einkaufszentren oder Banken sowie Busse oder Fähren. Restaurants, Hotels und Geschäfte, deren Eigentümern Nähe zu den militärischen Machthabern nachgesagt wird („Cronies"), gelten ebenfalls als gefährdet. Eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage kann nicht ausgeschlossen werden, auch in zeitlichem Zusammenhang mit nationalen Feier- und Jahrestagen. 
Im Vorfeld der anstehenden Wahlen am 28. Dezember 2025, 11. Januar und 25. Januar 2026 wurden einige gesetzliche Regelungen verschärft: Jegliche „Beeinträchtigung" des Wahlprozesses wird mit teils mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet. Die entsprechenden Tatbestände sind weit gefasst und können bereits durch das Teilen oder „Liken" eines Beitrags in den sozialen Medien erfüllt sein. Zudem wurden Kontrollen durch lokale Sicherheitskräfte verstärkt; es kommt vermehrt zu Verhaftungen auf Basis von Online-Aktivitäten, auch von westlichen Ausländern.  

Die Anwesenheit westlicher Ausländer wird von den Sicherheitsbehörden landesweit misstrauisch beobachtet. Es wird ausdrücklich von Aussagen jeglicher Art zu den geplanten Wahlen abgeraten.

Ende März 2025 kam es in den Regionen Mandalay und Sagaing zu einem Erdbeben der Stärke 7, das sich in Rangun und anderen Landesteilen mit Stärke 5 fortsetzte. In den an den stärksten betroffenen Regionen kam es zu weitreichenden Schäden. Straßen und kritische Infrastruktur (insbesondere Krankenhäuser, Wasser- und Stromversorgung) sind teilweise nicht passierbar bzw. stehen nicht zur Verfügung. Die Aufräumarbeiten halten an.

Der internationale Flughafen in Rangun ist geöffnet, und es bestehen zahlreiche Flugverbindungen zu internationalen Drehkreuzen. Mit Verzögerungen bei der Buchung sowie kurzfristigen Flugstornierungen oder -verschiebungen muss gerechnet werden. Ein- und Ausreisen auf dem Land- und Seeweg sind gegenwärtig grundsätzlich nicht möglich.

  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung.
  • Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, das Land zu verlassen.
  • Treffen Sie keine Äußerungen jedweder Art zu den Wahlen.
  • Wenn Sie trotz Reisewarnung für beruflich unvermeidbare Aufenthalte nach Myanmar reisen müssen, seien Sie sich der erheblichen Gefährdung bewusst und vergewissern Sie sich eines sorgfältig und professionell ausgearbeiteten Sicherheitskonzepts.
  • Treffen Sie mit Ihren Angehörigen umfassende Vorkehrungen für den Fall, dass Sie z.B. wegen eines Anschlags, kriegerischer Auseinandersetzungen oder eines Unfalls nicht wie geplant aus Myanmar zurückkehren können. Sie sollten beispielsweise Vollmachten für private und berufliche Erledigungen hinterlassen, ein Testament verfassen und Sorgerechtsfragen klären, falls Sie Kinder haben.
  • Halten Sie sich stets an sicheren Orten auf und bleiben Sie möglichst zuhause; unterlassen Sie Reisen über Land.
  • Meiden Sie Stadtteile und Gebiete, in denen das Kriegsrecht verhängt wurde, sowie Demonstrationen und sonstige Menschenansammlungen weiträumig.
  • Fassen Sie keine verdächtigen Gegenstände an und entfernen Sie sich bei Sprengstoffanschlägen oder gewalttätigen Auseinandersetzungen umgehend vom Ort des Geschehens.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Medien.
  • Halten Sie sich an Ausgangssperren und Versammlungsverbote.

Wehrpflicht

2024 setzte das Militär ein Wehrpflichtgesetz in Kraft, nach dem alle Männer im Alter von 18 bis 35 Jahren (bei spezieller Qualifikation bis 45 Jahre) und alle Frauen im Alter von 18 bis 27 Jahren (bei spezieller Qualifikation bis 35 Jahre) zu einem bis zu 24-monatigen Wehrdienst verpflichtet werden können. Dies gilt auch für Personen mit deutsch-myanmarischer Staatsangehörigkeit. Die Deutsche Botschaft Rangun hat keine Möglichkeit, Doppelstaatern im Falle einer Verpflichtung zum Wehrdienst zu helfen. Es gibt Hinweise darauf, dass Wehrpflichtige nicht aus Myanmar ausreisen dürfen.

  • Beachten Sie die geltende Reisewarnung und reisen Sie insbesondere nicht nach Myanmar, wenn Sie potentiell von der Wehrpflicht betroffen sind. 

Sicherheit - Reisewarnung

Vor Reisen nach Myanmar wird gewarnt.

Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, das Land zu verlassen.

Terrorismus

Politisch motivierte Gewalttaten seitens des Militärs und der Opposition sind seit dem Militärputsch im Februar 2021 an der Tagesordnung. Immer wieder werden in Myanmar Sprengstoffanschläge verübt, bei denen es auch zu Toten und Verletzten kommt.

  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei besonderen Anlässen aufmerksam.
  • Halten Sie sich nicht in der Nähe von Polizei- und Militäreinrichtungen auf – diese könnten Anschlagsziele sein.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Seit der gewaltsamen Machübernahme des Militärs im Februar 2021 befindet sich das Land im Bürgerkrieg. Das Regime geht mit äußerster Härte gegen Oppositionelle und kritische zivilgesellschaftliche Akteure vor. Meinungs-, Presse- oder Versammlungsfreiheit gibt es nicht. Internet und gelegentlich auch Telefonverbindungen werden regelmäßig gestört. In mehreren Stadtteilen von Rangun sowie verschiedenen weiteren Regionen gilt das Kriegsrecht. Es kommt häufiger zu längeren Unterbrechungen der Strom- und Wasserversorgung.

In fast allen Landesteilen kommt es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und bewaffneten Widerstandsgruppen bzw. im städtischen Raum zu Sprengstoffanschlägen und gezielten Tötungen mit Schusswaffengebrauch.

Der Aufenthalt in den Grenzregionen ist nur mit besonderer Genehmigung gestattet.

  • Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, das Land zu verlassen.
  • Halten Sie sich an sicheren Orten auf und bleiben Sie möglichst zuhause.
  • Meiden Sie Stadtteile, in denen das Kriegsrecht verhängt wurde, Demonstrationen und sonstige Menschenansammlungen weiträumig.
  • Informieren Sie sich über die lokalen und internationalen Medien.

Kriminalität

Aufgrund der wirtschaftlichen und sozialen Folgen des anhaltenden Bürgerkriegs ist die Zahl der Eigentumsdelikte in Myanmar gestiegen. 

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.

Scam Compounds

Seit einiger Zeit werden Ausländer mit Angeboten angeblich lukrativer Arbeit nach Myanmar gelockt, dann zu Dienstleistungen auf dem Gebiet des Computer- und Telefonbetrugs in sogenannten „Scam Compounds" gezwungen und dort festgehalten.

  • Prüfen Sie angebliche Arbeitsangebote sorgfältig und seien Sie sich der Gefahr bewusst, dass es sich um kriminelle Unternehmungen handeln könnte.

Natur und Klima

Myanmar befindet sich in einer seismisch aktiven Zone, in der mit Erdbeben gerechnet werden muss.

Das Klima ist tropisch, im Norden subtropisch mit ganzjährig hoher Luftfeuchtigkeit sowie in den nördlichen Hochgebirgsregionen alpin.
In den Küstenregionen treten während des Monsuns von Mai bis Oktober Zyklone auf, die oft Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen und Evakuierungen erforderlich machen.

  • Verfolgen Sie regelmäßig Wetterberichte.
  • Beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland im Fall einer Sturmwarnung.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Tsunamis vertraut. Diese bieten die Merkblätter des Deutschen GeoForschungsZentrums.

Reiseinfos

Siehe Aktuelles

Infrastruktur/Verkehr

Es gibt ein Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen und Taxis. In öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Bushaltestellen kommt es im Nachgang zum Militärputsch immer wieder zu Sprengstoffanschlägen. Straßen und Eisenbahnverbindungen sind aufgrund eines schweren Erdbebens im März 2025 teilweise weiterhin beeinträchtigt. Die Sicherheit des zivilen Flugverkehrs innerhalb Myanmars kann im Einzelfall durch veraltetes bzw. mangelhaft gewartetes Fluggerät lokaler Luftverkehrsgesellschaften beeinträchtigt sein. 

Für einige inländische Reiseziele wird eine vorherige Genehmigung der lokalen Behörden benötigt.

Während des Monsuns kann es im ganzen Land zu Unterbrechungen der Verkehrsverbindungen kommen. Insbesondere Landstraßen im Gebirge oder in der Nähe von Flussläufen, aber auch Bahnstrecken können tagelang unpassierbar sein.

Der schlechte Straßenzustand und das unvorhersehbare Verhalten vieler Verkehrsteilnehmer bilden ein erhebliches Unfallrisiko, das bei Dunkelheit noch erhöht wird.

Straßensperren der Polizei, des Militärs und anderer Behörden sind u.a. an Ortsein- und ausgängen und auf den Überlandstraßen an der Tagesordnung.

Hotels und Gästehäuser müssen der Polizei die Passdaten ihrer Übernachtungsgäste zur Verfügung stellen. Reisende sind deshalb verpflichtet, ihren Reisepass ständig bei sich zu führen. Eine Unterbringung ausländischer Staatsangehöriger in Myanmar außerhalb offizieller Hotels- und Gasthäuser ist unzulässig (Ausnahme: Inhaber von Visa, die zur Arbeitsaufnahme berechtigen, sowie bestimmte Familienbesuchsvisa). Die örtlichen Behörden führen eine Liste zugelassener Beherbergungseinrichtungen. Bei Zuwiderhandlung drohen mehrmonatige Haftstrafen.

  • Beachten Sie, dass auch bei Inlandsflügen Passkontrollen stattfinden können.
  • Fertigen Sie zusätzlich eine Passkopie und bewahren Sie diese getrennt vom Original auf.

Führerschein

Deutsche und internationale Führerscheine werden in Myanmar nicht anerkannt.

Besondere Verhaltenshinweise

Myanmar ist ein überwiegend buddhistisches Land. Religiöse Rituale und Zeremonien haben einen großen Einfluss auf das Alltagsleben und dürfen nicht gestört werden. Reisende sollten ihr Verhalten und ihre Kleidung den lokalen Gepflogenheiten und religiösen Empfindsamkeiten anpassen.

LGBTIQ

Homosexuelle Handlungen werden im myanmarischen Strafrecht nicht ausdrücklich genannt; jedoch können „Unnatural Offences" verfolgt werden und bis zu lebenslänglichen Freiheitsstrafen führen. Tatsächliche Verurteilungen sind bislang nicht bekannt geworden, zumal die buddhistische Kultur gegenüber diskret geführten homosexuellen Beziehungen eine gewisse Toleranz aufweist. Ein offenerer Umgang mit Homosexualität ist derzeit in Myanmar kaum möglich.

Rechtliche Besonderheiten

Siehe Aktuelles

Kritik an den Machthabern wird seit der Machtergreifung durch das Militär grundsätzlich verfolgt. Ausländische Besucher müssen damit rechnen, überwacht zu werden. Dies gilt auch für Äußerungen in den sozialen Medien. Politische Betätigung ist verboten. Ausländische Staatsangehörige sind bereits in mehreren Fällen wegen Verstößen gegen diese Bestimmungen inhaftiert und/oder ausgewiesen worden. In Einzelfällen wurden langjährige Haftstrafen verhängt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Staatsangehörige aus Staaten wie Deutschland, die sich eindeutig gegen die Machtergreifung durch das Militär positioniert haben, in Zukunft aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit Ziel willkürlicher Verhaftung oder Ausweisung/Abschiebungen werden.

Militärische Einrichtungen, Uniformierte und strategisch bedeutende Infrastruktureinrichtungen wie Brücken dürfen nicht fotografiert werden. Die Verwendung von Drohnen (auch an Urlaubsorten) ohne besondere Genehmigung der myanmarischen Behörden ist verboten und kann zur Beschlagnahmung der Drohnen, Verhaftung und Strafverfolgung führen. Insbesondere ist die Benutzung an oder über Militär- und Regierungsbehörden sowie religiösen Stätten und an touristischen Orten verboten.

Die Nutzung von Virtual Private Networks (VPN) ist verboten. Es kommt in Myanmar regelmäßig zu Verhaftungen, auch aufgrund aus Sicht der Betroffenen geringfügiger Vergehen wie der Nutzung eines VPN oder bestimmter, durch das Militär als verdächtig eingestufter Apps. Hiervon können auch Ausländer betroffen sein. 

Bei verschiedenen Vergehen kann die Todesstrafe verhängt werden. Das Militär vollstreckte 2022 zum ersten Mal seit über 30 Jahren Todesurteile.

Der Besitz schon geringer Mengen von Drogen (auch im Transitbereich von Flughäfen), einschließlich so genannter „weicher Drogen", wird mit langjährigen Haftstrafen bestraft; in besonders schweren Fällen kann die Todesstrafe verhängt werden.

Myanmarische Vorstellungen zur Sexualmoral unterscheiden sich teilweise deutlich von denen in Europa oder anderen Ländern der Region. Prostitution und der Besitz pornographischen Materials sind strafbar.

Bei sexuellem Missbrauch von Kindern drohen langjährige Haftstrafen. Darüber hinaus werden solche Straftaten auch in Deutschland verfolgt.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Kyat (MMK), der in jüngerer Zeit von einem recht starken Wertverfall betroffen ist. Es gibt mittlerweile einen offiziellen und daneben inoffizielle Wechselkurse zu harten Währungen wie dem USD oder EUR. Inlandszahlungen sind derzeit gemäß Anweisungen der Militärregierung zwar ausschließlich in MMK zu leisten, Hotels, Fluggesellschaften und sonstige Dienstleister sowie nicht zuletzt staatliche Stellen wie Immigrationsbehörden bestehen jedoch häufig auf einer Zahlung in USD.

Kreditkarten (zumindest Mastercard und VISA) werden oft akzeptiert, allerdings mit z.T. hohen Gebühren. Barabhebungen mit internationalen Debit- oder Kreditkarten sind theoretisch möglich; in der Praxis ist dies allerdings äußerst unzuverlässig, insbesondere außerhalb von Rangun.  Das Bankwesen ist sehr eingeschränkt. Abgenutzte, beschädigte, stark geknickte, ältere oder verschmutzte USD-Scheine werden nicht akzeptiert. Es wird empfohlen, bei der Einreise nur neue, unbeschädigte und glatte Dollarnoten mitzuführen, die in Wechselstuben in Landeswährung getauscht werden können (Achtung: Rücktausch in USD oder EUR ist derzeit zumeist nicht möglich). Weitere Einschränkungen und neue Regelungen im Bankwesen und Geldverkehr können jederzeit sehr kurzfristig erfolgen. 

Neuwertige Scheine des EUR werden zunehmend in Rangun zum Umtausch akzeptiert. Der Geldumtausch sollte in offiziellen Wechselstuben stattfinden. 

Geldanweisungen aus dem Ausland über die einschlägigen international operierenden Finanztransaktionsdienstleister sind überwiegend möglich. Auszahlungen erfolgen jedoch nur - zu oft ungünstigem Kurs - in MMK.

  • Nehmen Sie ausreichend Barmittel, vorzugsweise in USD, mit.
  • Tauschen Sie kein Geld bei Straßenhändlern.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: 
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise mindestens sechs Monate über das beabsichtigte Ausreisedatum hinaus gültig sein.

Reisende sollten besonders bei Einreise auf dem Landweg darauf, dass ihre Einreise erfasst wird und sie einen Einreisestempel erhalten. Anderenfalls kann es zu Problemen bei der Ausreise bzw. zu aufenthaltsbeendenden Maßnahmen kommen.

Visum

Siehe Aktuelles

Visum vor der Einreise

Deutsche Staatsangehörige benötigen zur Einreise nach Myanmar ein Visum. Visa, die zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit oder selbständigen gewerblichen Aktivität berechtigen, werden aktuell nur selten erteilt. Es wird dringend davon abgeraten, unter Angabe eines falschen Aufenthaltsgrunds einzureisen; dies kann zur Ausweisung sowie zu hohen Geld- und teilweise Haftstrafen führen. 

E-Visa

Die Erteilung von E-Visa für Tourismus- und Geschäftszwecke ist möglich. Weitere Informationen erteilen die Behörden von Myanmar und die myanmarische Botschaft in Berlin.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise Minderjähriger bekannt.

Einfuhrbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr ausländischer Devisen ist in unbegrenzter Höhe zulässig; ausländische Besucher müssen jedoch Beträge, die (insgesamt) den Gegenwert von 10.000 USD übersteigen, deklarieren. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung Kyat (MMK) ist nicht gestattet.

Tragbare Computer (z.B. Laptops oder Notebooks) und Mobiltelefone können ohne vorherige Genehmigung eingeführt werden. Die Einfuhr und der Betrieb sowohl von Satellitentelefonen als auch von Drohnen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch das Post & Telecommunications Department von Myanmar. 

Einfuhrverbote bestehen u. a. für Waffen, pornographische Materialien, Spielkarten und Gegenstände, die die Staatsflagge Myanmars und/oder das Bildnis Buddhas oder myanmarischer Pagoden zeigen. Die Abbildungen von myanmarischen Sehenswürdigkeiten (Buddhas, Pagoden) auf Reiseführern sind unbedenklich.

Die Ausfuhr von Antiquitäten ist streng verboten. Zuwiderhandlungen können zu sofortiger Festnahme und mehrmonatiger Haft führen. Die Ausfuhr von Edelsteinen (sowohl ungeschliffen als auch geschliffen und/oder gefasst), von Schmuck und Silber ist nur gegen Vorlage der Kaufquittung eines staatlich zugelassenen Händlers zulässig.

Tiere

Bei der Einfuhr von Hunden und Katzen sind eine Tollwutimpfung sowie eine ärztliche Bescheinigung aus dem Ausfuhrland in englischer Sprache vorgeschrieben, in dem die Gesundheit des Tieres bescheinigt wird. Der Europäische Heimtierausweis, der die lückenlose Impfung des Tieres bescheinigt, erleichtert den Import. Quarantäne ist bisher nicht gefordert worden.

Gesundheit

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als zwölf Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von einem Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf dem aktuellen Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Japanische Enzephalitis empfohlen.
  • Reisende sollten einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Auffrischimpfungen alle zehn Jahre haben.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Denguefieber

Dengueviren werden landesweit insbesondere in den Regenperioden durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Stadtgebiete sind oftmals stark betroffen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Denguefieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Denguefieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu langanhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Weitere Informationen siehe Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Der Anteil der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt 19 %, 81% entfallen auf die Malaria tertiana (Plasmodium vivax). Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko besteht ganzjährig, ist regional unterschiedlich:

  • Hohes Risiko: Norden: Gebiet westlich des Flusses Irrawaddy und im nördlichen Teil der Provinz Sagaing; Westen: einige Gebiete an und nahe der Küste und an der Grenze zu Bangladesch; Osten: einige Gebiete in den östlichen Grenzregionen zu Thailand; Süden: Gebiet südlich der Stadt Bassein
  • Mittleres Risiko: alle übrigen Landesteile. Aufgrund der politischen Situation und der potenziell eingeschränkten Gesundheitsversorgung wird allen Reisenden, die Regionen mit mittlerem Risiko besuchen, eine individuelle Risikobewertung empfohlen. Je nach Risikobewertung wird die Mitnahme einer notfallmäßigen Behandlung gegen Malaria (NSB) oder die Einnahme einer medikamentösen Prophylaxe empfohlen.

 

  • Schützen Sie sich den ganzen Tag über konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
  • Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen. Lassen Sie sich bezüglich der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch den Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Japanische Enzephalitis

Bei der Japanischen Enzephalitis (JE) handelt es sich um eine Entzündung des Gehirns, die von Viren verursacht wird. Vor allem Schweine und Wasservögel sind mit dem Virus infiziert, ohne dabei selber zu erkranken. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt über nachtaktive Stechmücken. Erkrankungen beim Menschen sind selten, verlaufen dann aber häufig schwer und hinterlassen oft bleibende Schäden oder enden tödlich. Es gibt keine wirksamen Medikamente zur Behandlung einer JE, siehe Japanische Enzephalitis.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Japanischer Enzephalitis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere nachts konsequent vor Mückenstichen und lassen Sie sich ggf. impfen.

Tollwut

Bei der Tollwut handelt es sich um eine regelmäßig tödlich verlaufende Infektionskrankheit, die durch Viren verursacht wird, welche mit dem Speichel infizierter Tiere oder Menschen übertragen werden. Landesweit besteht ein hohes Risiko an Bissverletzungen durch streunende Hunde. Die notwendigen medizinischen Maßnahmen nach Bissverletzungen eines Ungeimpften sind in Myanmar nicht immer möglich. Einen zuverlässigen Schutz vor der Erkrankung bietet die Impfung, siehe Tollwut.

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit streunenden Tieren.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Tollwut-Impfung beraten und ggf. impfen.
  • Suchen Sie auch bei bestehender Impfung nach Kontakt mit einem potentiell infizierten Tier oder Menschen (Biss, Belecken verletzter Hautareale oder Speicheltröpfchen auf den Schleimhäuten von Mund, Nase und Augen) umgehend einen Arzt auf.

Vogelgrippe/Aviäre Influenza

Auch in Myanmar tritt die die klassische Geflügelpest (hochpathogene Form der aviären Influenza, „Vogelgrippe") auf.

  • Verzichten Sie auf Kontakt mit Vögeln und Geflügel sowie insbesondere auf den Besuch von Geflügelmärkten.
  • Bitte beachten Sie die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlichten aktuellen Informationen für Reisende zur Vogelgrippe.

Tuberkulose

Tuberkulose kommt landesweit vor. Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion oder enge Kontakte. Durch unsachgemäße oder abgebrochene Behandlungen gibt es zunehmend resistente Tuberkuloseerreger.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete englisch-/französischsprechende Ärzte.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

 

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Die Daten für buddhistische Feiertage hängen vom Mondkalender ab. Minoritäten haben unterschiedliche Feiertage. Im Oktober begehen die Hindus das Lichterfest Diwali, Muslime feiern Bakri Idd Ende November, Weihnachten und Ostern werden von Christen begangen, der Stamm der Karen feiert Anfang Januar Neujahr. Weitere Informationen von den diplomatischen Vertretungen.

year

2026

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Myanmar eingeführt werden (Personen ab 17 J.):

400 Zigaretten, 50 Zigarren, 250 g Pfeifentabak;
2 l Spirituosen;
150 ml Parfüm oder Eau de Toilette;

Medikamente mit Verschreibung, die während der Reise benötigt werden;

Persönliche Gegenstände und Haushaltswaren bis zu einem Wert von 500 US$ sowie andere Waren, bis zu einem Wert von 500 US$, sofern diese von den Zollbeamten als zollfrei anerkannt werden.

Verbotene Exporte

Nicht eingeführt werden dürfen Waffen, pornographische Materialien, Spielkarten und Gegenstände, die die Staatsflagge Myanmars und/oder das Bildnis Buddhas oder myanmarische Pagoden zeigen.

Exportbeschränkungen

Nicht ausgeführt werden dürfen Antiquitäten. Die Ausfuhr von Edelsteinen, Schmuck und Silber ist nur bei Vorlage der Kaufquittung eines staatlichen Händlers möglich.

Importbestimmungen

Tragbare Computer (Laptops) dürfen ohne vorherige Genehmigung eingeführt werden, sie müssen jedoch deklariert werden. Für die Einfuhr aller Telekommunikationsgeräte (u. a. Modems und Telefaxgeräte) wird jedoch eine Einfuhrgenehmigung benötigt. Diese kann beim Post & Telecommunications Department beantragt werden. Mobiltelefone müssen theoretisch bis zur Wiederausreise beim Zoll hinterlegt werden, in der Praxis wird dies aber selten durchgesetzt.

Kontaktadressen

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Leichter Anzug oder Sommerkleid sind angemessen für geschäftliche Termine. Gespräche auf höchster Ebene erfordern konservativere Kleidung. Die Geschäftssprache ist i. allg. Englisch. Geschäftsreisen legt man am besten in die Monate Oktober bis Februar.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 09.30-16.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft der Union Myanmar
Thielallee 19, D-14195 Berlin
Tel: (030) 206 15 70.
Internet: www.botschaft-myanmar.de

Handelsabteilung des Generalkonsulats der Union Myanmar
47 Avenue Blanc, CH-1202 Genève
Tel: (022) 906 98 80.

Es gibt über 20 Staatsunternehmen, die in allen geschäftlichen Fragen behilflich sein können. Nähere Informationen erteilen die Handelsabteilungen der Botschaften.

Kulinarisches

Übersicht

Spezialitäten sind Lethok Son (ein scharf gewürzter vegetarischer Reissalat), Mohinga (Fischsuppe mit Nudeln) und Oh-No Khauk Swe (Reisnudeln, Huhn und Kokosmilch). Die Avocados aus der Gegend am Inle-See sind ausgezeichnet. Getränke: Tee ist ein beliebtes Getränk. Die einheimischen alkoholfreien Getränke sind von minderwertiger Qualität und teuer. Einheimisches Bier sowie einheimischer Rum, Whisky und Gin sind überall erhältlich.

Unterkunft

Hotels

In Yangon gibt es ca. 1000 Hotelzimmer. Man sollte Reservierungen im Voraus vornehmen bei der Hotel and Tourist Corporation (gleiche Adresse wie Myanmar Travels and Tours, s. Adressen).
Hotels gibt es außerdem in den Urlaubsorten Sandoway, Taunggyi und Pagan. Von November bis März sollte man besonders früh buchen.

Kategorien:
Luxus-, Erste- und Touristenklasse.

Kultur

Religion

Buddhismus (89 %); Islam (4 %), Christentum (4 %), Anhänger von Naturreligionen (1 %) und andere.

Soziale Verhaltensregeln


Höfliches Benehmen und Respekt für Tradition und Religion werden erwartet. Vor dem Betreten religiöser Gebäude muss man Schuhe und Strümpfe ausziehen. Beim Sitzen sollten die Fußsohlen nicht sichtbar sein, dies wird als Beleidigung aufgefasst. Shorts und Miniröcke sollten nicht getragen werden. Trinkgeld: Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. In Hotels und Restaurants gibt man zwischen 5% und 10%.

Klima

Beste Reisezeit

In Myanmar gibt es drei Jahreszeiten — die heißeste Jahreszeit liegt zwischen März und Mai mit geringem Niederschlag. Die Monsunzeit dauert von Juni bis September. Von Oktober bis Februar herrscht trockenes, kühleres Wetter.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Birmanisch, außerdem werden über 100 verschiedene Sprachen und Dialekte gesprochen. In Geschäftskreisen spricht man Englisch.

Nachtleben

Einleitung

Gelegentlich finden Veranstaltungen in den drei Theatern Yangons statt. Kinos sind populär, sieben der 50 Kinos in Yangon zeigen regelmäßig Filme in englischer Sprache.

Pass- und Visabestimmungen

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Reisepässe, die ehemals als verloren oder gestohlen gemeldet waren, sollten zur Einreise nach Myanmar nicht genutzt werden. Inhabern von solchen Reisepässen kann die Einreise verweigert werden.

Anmerkung zum Reisepass

Die Einreise nach Myanmar ist nur per Flugzeug und Schiff sowie über den Landweg von Thailand aus an den Grenzübergängen Tarchilek, Myawady und Kawthaung möglich.

Visainformationen

Ein Visum ist allgemein erforderlich.

Einreise- Geschäfts- und Transitvisum bei der Einreise 

An den internationalen Flughäfen Yangon und Mandalay sowie an den Grenzübergängen Tarchilek, Myawady und Kawthaung zwischen Thailand und Myanmar erhalten Bürger mit der Nationalangehörigkeit u.a. der folgenden Länder ein Entry-Visa (max. 28 Tage Aufenthalt, für Meetings, Workshops und Events), ein Transit- (max. 24 Stunden Aufenthalt, nicht verlängerbar) oder ein Geschäftsvisum (max. 70 Tage Aufenthalt, verlängerbar) gegen Vorlage eines Reisepasses, gültiger Rückflugtickets und zwei Passbildern, eines Visumantrages (erhältlich bei den Fluggesellschaften) und von zahlreichen weiteren Dokumenten, zu denen die Botschaft von Myanmar und das Ministry of Immigration nähere Auskunft erteilt:

(a) Deutschland, Österreich, die Schweiz und alle EU-Länder.

Touristenvisum bei der Einreise (derzeit ausgesetzt)

Die Staatsangehörigen der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder können als Touristen bei der Einreise an den Flughäfen Yangon (RGN), Mandalay (MDL) und Nay Pyi Taw (NYT) und ein Touristenvisum (nicht verlängerbar) mit einer Gültigkeit von 30 Tagen für eine einmalige Einreise beantragen:

(a) Deutschland, Österreich,

(b) Schweiz,

(c) Italien, Luxemburg, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn.

e-Visum für Touristen

U.a. die folgenden Nationalitäten können ein e-Visum für eine einmalige Einreise und für einen Aufenthalt von max. 28 Tagen online auf evisa.moip.gov.mm beantragen. Die Inhaber eines e-Visums müssen innerhalb von drei Monaten nach Ausstellung des Visums an den Flughäfen Yangon (RGN), Mandalay (MDL) und Nay Pyi Taw (NYT) einreisen und über ein aktuelles Passbild in Farbe sowie über einen Reisepass mit einer Mindestgültigkeit von 6 Monaten verfügen: 

(a) Deutschland, Österreich, die Schweiz und alle EU-Länder. 

(b) Türkei.

Ist während des Aufenthalts in Myanmar mit e-Visum der Besuch eines Nachbarlandes geplant, wird für die Wiedereinreise ein zweites e-Visum benötigt. 

e-Visum für Geschäftsleute

U.a. die folgenden Nationalitäten können ein e-Visum für eine einmalige Einreise und für einen Aufenthalt von max. 70 Tagen online auf evisa.moip.gov.mm/ beantragen. Die Inhaber eines e-Visums müssen innerhalb von drei Monaten nach Ausstellung des Visums an den Flughäfen Yangon (RGN), Mandalay (MDL) und Nay Pyi Taw (NYT) einreisen und über ein aktuelles Passbild in Farbe, ein Einladungsschreiben, die Firmenregistrierungsnummer sowie über einen Reisepass mit einer Mindestgültigkeit von 6 Monaten verfügen: 
 
(a) Deutschland, Österreich, die Schweiz und alle EU-Länder. 

Ein reguläres Visum von der Botschaft wird jedoch in allen Fällen dringend empfohlen.

Kosten

Deutschland und Österreich

Touristenvisum: 40 € (3 Monate gültig, max. Aufenthalt 28 Tage, auch für Kinder unter 7 Jahren).

Besuchsvisum: 50 € (einmalige Einreise, max. 70 Tage Aufenthalt, 3 Monate gültig)
 

Geschäftsvisum:
50 € (einmalige Einreise, max. 70 Tage Aufenthalt, 3 Monate gültig),
380 € (mehrmalige Einreise, max. 70 Tage Aufenthalt, 6 Monate gültig),
570 € (mehrmalige Einreise, max. 70 Tage Aufenthalt, 12 Monate gültig).

e-Visum für Touristen: 50 US$.

Touristenvisum bei der Ankunft: 50 US$.

e-Visum für Geschäftsleute: 70 US$.

Schweiz
(Gebühren beim Generalkonsulat von Myanmar in Genf)

Touristenvisum: 40 CHF.

Besuchsvisum: 50 CHF (4 Wochen Aufenthalt, 3 Monate gültig).

Geschäftsvisum:
200 CHF (einmalige Einreise, bis 3 Monate gültig),
400 CHF (mehrfache Einreise, 3 oder 6 Monate gültig),
600 CHF (mehrfache Einreise, 12 Monate gültig).

Visum bei der Einreise

Visa-on-Arrival für Geschäftsleute (max. 30 Tage Aufenthalt): 50 US$.
Transitvisum (max. 24 Std. Aufenthalt): 20 US$.

Touristenvisum bei der Ankunft: 50 US$.

 

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisum, Transitvisum, Besuchervisum. Es gibt auch e-Visa für Touristen und für Geschäftsleute. Es wird jedoch empfohlen, mit einem Visum einzureisen, das bei der zuständigen konsularischen Vertretung beantragt wurde. 

Gültigkeit

Touristenvisum: 3 Monate ab Ausstellungsdatum für einen Aufenthalt von bis zu 28 Tagen (nicht verlängerbar).
Geschäftsvisum: 3, 6 oder 12 Monate für Aufenthalte von jeweils bis zu 90 Tagen (verlängerbar)
Besuchsvisum: 1 Monat (Schweiz: 3 Monate) für einen Aufenthalt von bis zu 28 Tagen (verlängerbar).

Transit

Transitreisende, die mit demselben Flugzeug weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

JAXBElement

Persönlich oder postalisch beim Konsulat bzw. bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Visum bei der Einreise: Das bei der Einreise erhältliche Geschäfts-, Entry- und Transitvisum kann vor der Abreise auf www.mip.gov.mm beantragt werden. Innerhalb von 3 Tagen wird dem Antragsteller ein Approval Letter zugeschickt. Das Visum wird ausschließlich bei der Einreise über die Flughäfen Yangon, Mandalay und Nay Pyi Taw erstellt. Achtung: Diese Art der Visabeantragung garantiert jedoch keinesfalls eine reibungslose Einreise. Deshalb wird dringend empfohlen, vor der Abreise ein Visum bei der zuständigen diplomatischen Vertretung von Myanmar zu beantragen.

e-Visumevisa.moip.gov.mm  

Antrag erforderlich

Touristenvisum:
(a) 2 Antragsformulare (downloadbar auf der Webseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 2 aktuelle Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Report of Arrival-Formular.
(e) Buchungsbestätigung (Pauschalreise) bzw. Weiter-/Rückreiseticket.
(f) Gebühr (bar, Verrechnungsscheck oder Überweisung mit Beleg).

Geschäftsvisum:
(a) 2 Antragsformulare (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(b) 2 aktuelle Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Report of Arrival-Formular.
(e) Garantiebrief, dass die entsendende Firma im Wohnsitzland für alle Kosten der Reise aufkommt.
(f) Einladungsschreiben des Geschäftspartners oder der betreffenden Regierungsstelle in Myanmar.
(g) Schreiben der Firma mit genauen Angaben über Reisezweck und Aufenthaltsdauer sowie die finanzielle Situation des Antragstellers.
(h) Rückreiseticket.
(i) Gebühr (bar, Verrechnungsscheck oder Überweisung mit Beleg).

(j) Kopie des Handelsregisterauszugs (Certificate of incorporation) des einladenden Unternehmens.

 

Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizulegen.

Bearbeitungsdauer

In Berlin zurzeit bis zu mehreren Wochen.

e-Visum: Bis zu 5 Arbeitstage.

Zurzeit ist keine Expressbearbeitung möglich.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Ausländer müssen über mindestens 300 US$ pro Person (Familien: insgesamt 600 US$) für den Aufenthalt verfügen.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Reisende, die sich mehr als 30 Tage im Land aufhalten wollen, müssen sich innerhalb von 72 Stunden nach Ankunft bei der örtlichen Meldestelle (Immigration Department) registrieren lassen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren (dringend empfohlen).

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden ab einem Alter von einem Jahr verlangt, die nach Aufenthalt oder Transit von mehr als 12 Stunden in einem der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete nach Myanmar einreisen wollen. 

[3] Hepatitis A ist weitverbreitet, Hepatitis B kommt landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

[4] Ein Ansteckungsrisiko für die durch Mücken übertragene Japanische Enzephalitis besteht. Eine Impfung wird bei Langzeitaufenthalt und bei besonderer Exposition empfohlen.

[5] Mittleres bis hohes Malariarisiko besteht ganzjährig in allen Landesteilen unter 1000 m außer in den größeren Städten der Distrikte Yangon und Mandalay, die als malariafrei gelten. Am höchsten ist das Risiko in den entfernter gelegenen ländlichen, hügeligen und bewaldeten Gegenden. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum herrscht zu 19 % vor.

[6] Reisende, die sich weniger als 4 Wochen in Myanmar aufhalten, sollten gegen Poliomyelitis mit Auffrischung alle zehn Jahre geimpft sein. Der Polio-Impfschutz von Langzeitreisenden muss gemäß WHO ein bis zwölf Monate vor Ausreise aus Myanmar gewährleistet sein. Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[7] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Essen und Trinken

Landesweit besteht eine erhöhte Gefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte ebenfalls abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser weiterverarbeiten. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

 

Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, ein geringes Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.

Die ebenfalls durch Mücken übertragene Filariose kommt landesweit vor.

Ein Risiko für das durch Kleiderläuse übertragene Fleckfieber besteht landesweit. Man schützt sich durch konsequente Körperhygiene und regelmäßigen Wäschewechsel.

HIV/AIDS ist mittlerweile auch in Myanmar, insbesondere in größeren Städten und in den östlichen Grenzgebieten, ein gravierendes Problem. Gefährdet sind alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein lebensgefährliches Risiko bergen.

Tuberkulose kommt landesweit vor. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Das Zika-Virus kann beim ungeborenen Kind zu Fehlbildungen führen.

Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ oder hygienisch problematisch. Oft fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte.

In Notfällen kann Rat bei der SOS-Klinik (Myanmar SOS International Ltd, Inya Lake Hotel, 37 Kaba Aye Pagoda Road, Mayangone Township, Yangon, Tel: (+95) (01) 66 78 77 (rund um die Uhr), oder (+95) (01) 66 78 71) in Rangun eingeholt werden, die auch Rettungsflüge organisiert.

Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs der z.T. hohen Temperaturen wegen geschützt werden.

Geld

Währung

1 Kyat = 100 Pya. Währungskürzel: K, MMK (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5.000, 1.000, 500, 200, 100, 90, 50, 45, 20, 15, 10, 5 und 1 K und 50 Pya im Umlauf. Münzen im Wert von 100, 50, 25, 10, 5 und 1 Pya. Um den Schwarzmarkt zu unterbinden und die finanzielle Situation der Dissidentengruppen zu schwächen, werden gelegentlich bestimmte Banknoten ohne Vorwarnung für ungültig erklärt. Inoffiziell werden US-Dollar oder Euro als Zahlungsmittel verlangt. US-Dollar und Euro werden nur in neueren und unbeschädigten Scheinen akzeptiert, in manchen Gegenden werden auch Singapur-Dollar als Zahlungsmittel angenommen.

Kreditkarten

Kreditkarten werden zunehmend in Einkaufszentren und Hotels angenommen, jedoch muss man mit hohen Extragebühren rechnen.

Ausländische Touristen müssen bestimmte Leistungen wie Flüge, Zugtickets, Eintrittsgebühren, Schiffsreise und Hotelrechnungen in bar (oft in US-Dollar) bezahlen.

 

Geldautomaten

Bankkarten

Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann selten an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Myanmar nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 10.00-14.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Landeswährung darf weder ein- noch ausgeführt werden. Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht aller Zahlungsmittel ab einer Summe von 10.000 US$. Die Deklaration muss aufbewahrt werden, da die Ausfuhr auf die bei der Einreise deklarierte Summe beschränkt ist. Persönlicher Schmuck sollte bei der Einreise allenfalls deklariert werden, um beim Verlassen des Landes Schwierigkeiten zu vermeiden. Am Flughafen in Rangun finden regelmäßig Kontrollen statt. Daher sollten alle Quittungen zum Nachweis der im Lande ausgegebenen Summen aufbewahrt werden.

Kommunikation

Telefon

Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 0095.

 

Mobiltelefon

3G- und 4G-Mobilfunknetz in den Städten. Netzbetreiber sind u.a. MPT Myanmar, Ooredoo Myanmar und ATOM Myanmar. Außerhalb von größeren Städten besteht kein Mobilfunkempfang. Lokale SIM-Karten sind an Flughäfen erhältlich.

Post

Post nach Europa ist ca. 10- 14 Tage unterwegs. Es gibt keine Garantie dafür, dass die Post ankommt. Es empfiehlt sich, Briefe persönlich aufzugeben und eine Bescheinigung dafür zu verlangen (geringe Gebühr). Postämter haben Mo-Fr von 09.30-16.30 Uhr geöffnet.

Sehenswürdigkeiten

Einkaufen

Überblick

Schmuck und Edelsteine (Rubine) sollte man nur in hierzu offiziell berechtigten Geschäften kaufen.

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Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes - https://www.auswaertiges-amt.de/

VR International Länderinformationen Bereitgestellt von Columbus Travel Media Ltd.

https://www.derreisefuehrer.com

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