Burkina Faso

Landesdaten

Vorwahl

+226

Fläche(qkm)

274200

Bevölkerung

20.680.337

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

69

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

No

Hauptnotrufnummer

17

Übersicht

Der Binnenstaat Burkina Faso, der selbst nach westafrikanischem Standard ein armes Land ist, investiert trotz allem immer mehr in den Tourismus. Die Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten vergrößert sich und für den Tourismus interessante Reiseziele werden attraktiver gestaltet.
Der Osten des Landes ist vor allem wegen seines Tierbestandes interessant, das Zentrum um Ouagadougou konzentriert sich auf Geschäftsreise-Tourismus, der Westen auf Kulturtourismus und der Norden auf die Vermarktung der Traditionen der nomadischen Völker.

Allgemeines

Hauptstadt

Ouagadougou.

Geographie

Burkina Faso liegt in Westafrika und grenzt im Norden und Westen an Mali, im Osten an Niger, im Südosten an Benin und im Süden an Togo, Ghana und Côte d'Ivoire. Während der Norden trocken ist, ist der südliche Landesteil etwas regenreicher und besteht aus bewaldeter Savanne, die in Richtung Norden in Sand und Wüste übergeht. Die Sahara verschiebt sich immer weiter nach Süden und bedroht den schmalen Ackerlandstreifen. Die Ebenen werden von den Flüssen Mouhoun, Nazinon und Nakambé durchflossen.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1960. Verfassung von 1991, letzte Änderung 2000. Volksvertretung (Assemblée des Députés Populaires) mit 111 Abgeordneten. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie), bis 1984 Republik Obervolta.

Staatsoberhaupt

Capt. Ibrahim Traoré, seit September 2022.

Regierungschef

Rimtalba Jean Emmanuel Ouedraogo, seit Dezember 2024.

Elektrizität

220 V, 50 Hz.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Nonstop-Flüge nach Ouagadougou werden von Air Burkina (2J) und Air France (AF) ab Paris-Charles-de-Gaulle sowie von Brussels Airlines (SN) ab Brüssel durchgeführt.

In Kooperation mit Brussels Airlines (SN), fliegen u.a. Lufthansa (LH) ab Frankfurt/M., Austrian (OS) ab Wien und Swiss (LX) ab Zürich via Brüssel nach Ouagadougou.

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Ouagadougou: 7 Std. 45 Min.; Wien - Ouagadougou: 10 Std. 5 Min.; Zürich - Ouagadougou: 9 Std. 30 Min. (jeweils mit Zwischenstopp).

Paris - Ouagadougou: 5 Std. 45 Min.; Brüssel - Ouagadougou: 5 Std. 55 Min. (Nonstop-Flüge).

Ausreisegebühr

Keine.

 

Anreise mit dem Pkw

Auf dem Landweg ist Burkina Faso von Benin, der Elfenbeinküste, Ghana, Mali, Niger und Togo aus erreichbar.

Fernbusse: Während der Trockenzeit gibt es u.a. regelmäßige Busverbindungen auf den Strecken Bobo Dioulasso - Bamako (Mali), Ouagadougou - Niamey (Niger) sowie Ouagadougou - Abidjan (Elfenbeinküste). Auf den meisten Routen stehen auch Buschtaxis zur Verfügung.

Maut: Viele Straßen sind gebührenpflichtig.

Unterlagen: Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist es empfehlenswert, den Internationalen Führerschein mitzuführen. Gegen Vorlage des nationalen Führerscheins ist bei den Behörden des Landes eine befristete Fahrerlaubnis erhältlich.

 

Anreise mit der Bahn

Auf der einzigen internationalen Bahnstrecke von Ouagadougou über Bobo Dioulasso nach Abidjan (Elfenbeinküste) verkehren mehrmals wöchentlich Personenzüge (Fahrtzeit: 20-35 Std.).

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Air Burkina (2J) verbindet täglich Ouagadougou mit Bobo Dioulasso, dessen ca. 3 km von Stadtzentrum entfernt gelegener Flughafen Borgo der wichtigste Flughafen für Inlandsflüge ist. Außerdem werden im Land Charterflüge angeboten.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Die meisten Hauptverkehrsstraßen führen sternförmig von Ouagadougou aus durchs Land bis zu den Grenzen zu den Nachbarstaaten.

In Burkina Faso kommt es immer wieder zu Überfällen, selbst bei Tag und im Konvoi; von Überland- und Nachtfahrten ist daher dringend abzuraten.

Maut: Viele Straßen Burkina Fasos sind gebührenpflichtig.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

r

Zustand der Straßen

Ca. 1.400 km des gesamten Straßennetzes sind asphaltiert und gut befahrbar. Die restlichen Straßen sind Pisten, die am besten mit Allrad betriebenen Fahrzeugen befahren werden; während der Regenzeit (Juni - Okt.) sind diese oft unpassierbar.

Staßenklassifizierung

Das Straßennetz von Burkina Faso umfasst Nationalstraßen, die teilweise autobahnähnlich ausgebaut und mit dem Buchstaben N und einer Zahl gekennzeichnet sind (z.B. N1), Regionalstraßen, die mit R und einer Zahl gekennzeichnet sind (z.B. R1) und Pistenstraßen, die die kleinen Orte des Landes verbinden.

Autovermietung

Mietwägen sind an Flughäfen und in den Städten nur mit Chauffeur buchbar. 

Taxi

Die grünen Taxis in den Städten sind oft schlecht gewartet. Überlandfahrten sind mit zumeist stark überfüllten Kleinbussen, den "Taxis Brousses" oder Buschtaxis, möglich, die privat oder von Kleinunternehmen betrieben werden.

Reisebus

Zahlreiche Busunternehmen verbinden die Orte des Landes. Die Busse von Rakieta sind mit Klimaanlage ausgestattet und besser gepflegt als Busse der meisten anderen Unternehmen. Es ist empfehlenswert, geplante Fahrten bereits am Vortag zu buchen.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Ein Feuerlöscher ist mitzuführen.
- Es herrscht Alkoholverbot am Steuer.

Geschwindigkeitsbeschränkungen:
- innerorts: 40-50 km/h;
- außerorts: 80-90 km/h.
Je nach Region sind die Geschwindkeitsbeschränkungen unterschiedlich.

Pannenhilfsdienst

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (0)89 76 76 76.

Dokumentation

Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist es empfehlenswert, den Internationalen Führerschein mitzuführen. Gegen Vorlage des nationalen Führerscheins ist bei den Behörden des Landes eine befristete Fahrerlaubnis erhältlich.

 

Unterwegs in der Stadt

Grüne Taxis fahren auf festen Strecken zu günstigen Preisen durch die Stadt; oft pendeln sie zwischen dem "Großen Markt" im Stadtzentrum von Ouagadougou und anderen Zielen. Erheblich teurer wird es, wenn sich Reisende zu einem bestimmten Ziel bringen lassen.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Mehrmals wöchentlich verkehren Züge zwischen Ouagadougou und Bobo Dioulasso.

 

Reisewarnung

Überblick

Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de

Stand - Thu, 18 Dec 2025 13:30:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Thu, 18 Dec 2025 13:37:57 +0100)

Letzte Änderungen: Redaktionelle Änderungen

 

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Sicherheit - Teilreisewarnung

Vor Reisen nach Burkina Faso - mit Ausnahme von Ouagadougou und Bobo-Dioulasso - wird gewarnt.

Von der Nutzung der Straßenverbindung N1 zwischen Ouagadougou und Bobo-Dioulasso wird dringend abgeraten.

Terrorismus

Die Zahl sicherheitsrelevanter Vorfälle verbleibt auf hohem Niveau. 

Außerhalb der großen Städte besteht eine hohe Gefahr terroristischer Gewaltakte und Entführungen. In den beiden großen Städten Bobo-Dioulasso und Ouagadougou besteht das Risiko von Terroranschlägen.

Touristische Ziele sind ebenfalls betroffen, wie z.B. die Nationalparks „W" und Arly im Südosten (siehe Sicherheit - Innenpolitische Lage), der geschützte Wald von Nazinga im Süden an der Grenze zu Ghana, die Wasserfälle von Banfora im Südosten und die Stadt Pô im Süden (siehe Sicherheit - Teilreisewarnung). Sport- und Kulturveranstaltungen außerhalb Ouagadougous und Bobo-Dioulassos sind mit erheblichen Anschlags- und Entführungsrisiken verbunden. In der Vergangenheit waren auch westliche Ausländer Opfer gezielter Entführungen.

  • Reisen Sie nur auf dem Luftweg und nicht auf dem Landweg nach Burkina Faso ein.
  • Führen Sie unbedingt notwendige, längere Reisen auf dem Landweg außerhalb des unmittelbaren Stadtgebiets Ouagadougous und Bobo-Dioulassos nur mit einem tragfähigen Sicherheitskonzept und nur tagsüber durch.
  • Von der Nutzung der Straßenverbindung N 1 zwischen Ouagadougou und Bobo-Dioulasso wird dringend abgeraten.
  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten, bei unvorhergesehenen Ereignissen und in der Innenstadt von Ouagadougou und Bobo-Dioulasso besonders vorsichtig.
  • Vermeiden Sie Aufenthalte in der Umgebung von Einrichtungen der burkinischen Sicherheitskräfte (z.B. Kasernen und sonstige Einrichtungen/Anlagen des Militärs und der Polizei).
  • Beachten Sie auch den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Die Lage in Ouagadougou und Bobo-Dioulasso ist weitgehend stabil. Eine, auch kurzfristige, Verschlechterung der Lage kann jedoch nicht ausgeschlossen werden.  

  • Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung.
  • Seien Sie besonders vorsichtig, auch in städtischen Gebieten wie der Hauptstadt Ouagadougou oder Bobo-Dioulasso. Dies gilt explizit auch für Veranstaltungen wie Festivals und weitere Orte, die von Ausländern frequentiert werden.
  • Meiden Sie Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig.
  • Beschränken Sie Fahrten in Ouagadougou und Bobo-Dioulasso auf ein notwendiges Minimum. Nach mehreren Zwischenfällen am Sicherungsperimeter des Präsidialamtes (Ex-Primature) in der Innenstadt wird empfohlen, den Bereich von 21 Uhr bis 5 Uhr weiträumig zu umfahren.
  • Verlassen Sie nach Möglichkeit in den Abend- und Nachtstunden nicht die Wohnung, seien Sie auf jeden Fall in den Abend- und Nachtstunden nicht zu Fuß unterwegs.
  • Verzichten Sie auf Foto- und Videoaufnahmen in der Öffentlichkeit (Straßen, Gebäude) und machen Sie insbesondere keine Aufnahmen von polizeilichen und militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden und Flughäfen. Sie riskieren damit eine Festnahme. Fotografieren Sie Personen und deren Privatbesitz nur mit deren Einverständnis.
  • Halten Sie ihre Kommunikationsmittel stets einsatzbereit und verfolgen Sie aktiv die Lageentwicklung, auch in den lokalen Medien.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte und verhalten Sie sich z. B. bei Fahrzeugkontrollen kooperativ.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts, wenn Sie sich aktuell in Burkina Faso aufhalten. Wenn Sie bereits registriert sind, kontrollieren Sie, ob Ihre Daten noch aktuell sind.  

Die Sicherheitslage außerhalb der großen Städte bleibt sehr angespannt. Die Sicherheitskräfte gehen landesweit gegen terroristische Gruppen vor. In diesem Zusammenhang kann es auch gegenüber Reisenden aus dem Ausland zur Verhängung von Reisebeschränkungen, Festnahmen, Inhaftierungen und Befragungen wegen z.B. Spionageverdachts, nächtlichen Ausgangssperren, spontanen Hausdurchsuchungen und Abriegelung bestimmter Zonen kommen. Die burkinischen Behörden informieren zuständige Auslandsvertretungen u.U. gar nicht oder mit großer zeitlicher Verzögerung über die Inhaftierung von ausländischen Staatsangehörigen. Dadurch kann die konsularische Betreuung stark eingeschränkt sein.

Die Regierung hat folgende Zonen und Gebiete zu militärischen Sperrzonen erklärt. Jeder Aufenthalt in diesen Gebieten ist Zivilisten untersagt:

  • Parc National du „W",
  • Réserve Totale de Faune de Singou,
  • Réserve Partielle de Faune de Pama,
  • Réserve Totale de Faune de Madjoari,
  • Réserve Partielle de Faune de Kourtiagou,
  • Réserve Totale de Faune d'Arly,
  • Réserve Partielle de Faune d'Arly
  • Gebiet, das durch die Grenze zu Mali im Norden, durch die Orte Soum Bella, Gaskindé, Oka und Souma im Osten, die Orte Souma, Filio und Damba im Süden und die Orte Damba, Tem und Pogol Djambe im Westen begrenzt wird.

Kriminalität

Landesweit besteht die erhebliche Gefahr von Entführungen, siehe Terrorismus, und krimineller Übergriffe. Die räuberische Kriminalität ist in letzter Zeit stark angestiegen, auch in Ouagadougou. Die Verfügbarkeit von Waffen hat sich erhöht.  Bei Überfällen und Einbrüchen kam es zuletzt wiederholt zum Einsatz von Schusswaffen.

Es kommt gelegentlich zu Überfällen an vielbesuchten öffentlichen Orten wie dem beliebten Stadtpark „Parc Urbain Bangr-Weogo" oder den bei westlichen Staatsangehörigen beliebten Wohngegenden „Zone du Bois" und „Ouaga 2000".

Auf Überlandstraßen kommt es immer wieder zu bewaffneten Überfällen und Entführungen. Der Osten und Südosten des Landes waren in den vergangenen Jahren besonders betroffen, aber auch im Südwesten kam es zu mehreren Vorfällen. Selbst Fahrten bei Tageslicht und im Konvoi bieten nur einen begrenzten Schutz. 

Bei Unfällen, insbesondere solchen mit Personenschäden, kommt es häufig sofort zu Menschenansammlungen und in der Folge zu teilweise gewalttätige Ausschreitungen.

  • Vermeiden Sie Fahrten über Land und unbedingt Nachtfahrten.
  • Führen Sie unausweichliche Reisen über Land ausschließlich am Tag, mit bewaffneter Eskorte und nach Anmeldung bei der Polizei und/oder Gendarmerie durch.
  • Ziehen Sie bei Verkehrsunfällen immer Polizei oder Gendarmerie hinzu (Tel. 17 und 18) und bewahren Sie Ruhe.
  • Seien Sie auch während des Tages und an stark frequentierten Orten grundsätzlich vorsichtig und wachsam und führen Sie möglichst keine Wertgegenstände mit.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
  • Seien Sie insbesondere an Flughäfen, Bahnhöfen und im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Im Süden herrscht wechselfeuchtes subtropisches Klima, im Norden Trockensavanne.
In der Regenzeit von Juni bis Oktober kann es zu andauerndem Starkregen kommen, der zu Überschwemmungen und Erdrutschen und in der Folge zu Verkehrsbeeinträchtigungen mit unpassierbaren Straßen und Brücken und Straßenschäden führen kann.

  • Verfolgen Sie in der Regenzeit regelmäßig Wetterberichte.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Vor Reisen nach Burkina Faso - mit Ausnahme von Ouagadougou und Bobo-Dioulasso - wird gewarnt.

Von der Nutzung der Straßenverbindung N1 zwischen Ouagadougou und Bobo-Dioulasso wird dringend abgeraten.

Infrastruktur/Verkehr

Die touristische Infrastruktur in Burkina Faso befindet sich abgesehen von der Hauptstadt Ouagadougou und der zweitgrößten Stadt Bobo-Dioulasso auf überwiegend einfachem Niveau.

Führerschein

Der internationale Führerschein wird empfohlen und ist nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig. Gegen Vorlage des deutschen Führerscheins stellen Behörden vor Ort zudem befristete Fahrerlaubnisse aus.

LGBTIQ

Homosexuelle Lebenspartnerschaften stoßen in Burkina Faso auf hohe gesellschaftliche Ablehnung. Nach dem neuen Familien- und Personenstandsrecht können homosexuelle Handlungen und deren Förderung mit mehrjähriger Haft und einer Geldstrafe geahndet werden. Ausländische Staatsangehörige können des Landes verwiesen werden. Das neue Gesetz ist Mitte Oktober 2025 in Kraft getreten. Auch unabhängig von der Gesetzeslage können als queer erkennbare Menschen in der Öffentlichkeit Anfeindungen ausgesetzt sein. In der Öffentlichkeit sollte auf Darstellungen von LGBTIQ-Rechten oder Nutzung von entsprechender Symbolik verzichtet werden. Zurückhaltendes Verhalten wird empfohlen.

Rechtliche Besonderheiten

Die Einfuhr, der Besitz (auch zum eigenen Konsum) und Verkauf von Rauschmitteln ist verboten und wird mit Haftstrafen bis zu 20 Jahren und hohen Geldstrafen geahndet.

Das Fotografieren bestimmter Einrichtungen ist untersagt. Die Nichtbeachtung dieses Verbots zur Festnahme führen. Mit der Konfiszierung des Fotoapparates ist in jedem Fall zu rechnen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der an den EUR gekoppelte westafrikanische Franc CFA (1 EUR = 656 FCFA). Kreditkarten werden in größeren Hotels, einzelnen Restaurants und Einkaufsgeschäften akzeptiert. An Geldautomaten kann mit internationalen Kreditkarten, ggf. gegen eine Gebühr, Geld abgehoben werden.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen zur Einfuhr von Waren erhalten Sie nur direkt bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:

Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Visumsantragsstellung noch mindestens sechs Monate nach Ende des geplanten Aufenthaltes in Burkina Faso gültig sein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum zur Einreise nach Burkina Faso. Das Visum muss vor Reiseantritt online beantragt werden. Eine Visumsbeantragung bei der Botschaft von Burkina Faso ist nicht mehr möglich. Die Visumsbeantragung sollte frühzeitig erfolgen, da die Bearbeitungszeiten in letzter Zeit zugenommen haben. Wartezeiten von mehreren Wochen sind nicht unüblich. Von der Beantragung eines „Visa on Arrival" wird abgeraten. Nur in begründeten, dringlichen Ausnahmefällen werden diese von den Grenzbeamten entgegengenommen. Es sind Fälle bekannt, in denen Reisende je nach Begründung kein „Visa on Arrival" erhalten haben und nicht einreisen konnten.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise Minderjähriger bekannt.

Einfuhrbestimmungen

Gegenstände des täglichen Bedarfs sowie ausreichend Devisen für die Zeit des touristischen Aufenthalts können ohne Probleme eingeführt werden. Für die Einfuhr von Jagdwaffen bedarf es einer besonderen Genehmigung. Die Einfuhr pornographischen Materials ist verboten.

Während des Aufenthaltes in Burkina Faso erworbene Souvenirs aus Bronze müssen bei der Ausreise per Flugzeug im Koffer verstaut werden, da sie als gefährliche Gegenstände eingestuft sind.

Tiere

Für die Einfuhr von Haustieren gelten die allgemein gültigen Bestimmungen wie erforderlicher Mikrochip, amtstierärztliches Gesundheitszeugnis, nach Möglichkeit in französischer Übersetzung, und Nachweis einer Tollwutimpfung, die nicht älter als 12 Monate, aber mindestens 30 Tage alt sein muss.

Gesundheit

Impfschutz

Pflichtimpfungen:

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen ab dem Alter von 9 Monaten zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch sinnvoll. 

Reiseimpfungen:

Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunyafieber, Denguefieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Cholera-Impfung ist in der Regel nicht notwendig.

Standardimpfungen:

Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Aufgrund wiederholter Ausbrüche sollte ein adäquater Impfschutz für Masern sichergestellt werden.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Burkina Faso ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb der Hauptstadt fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung ist in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie wenigen Privatkliniken auf einfachem Niveau gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

  • Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
  • Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen
  • Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.

Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen

Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Für beide Erkrankungen besteht ein ganzjährig hohes Infektionsrisiko im ganzen Land inklusive der Städte. Der Anteil an der fast ausschließlich vorkommenden Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.

Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die landesweit insbesondere rund um die Regenzeit auftreten können: Chikungunyafieber, Denguefieber, Leishmaniasis, lymphatische Filariosen, West-Nil-Fieber und Zikavirus-Infektionen.

  • Schützen Sie sich den ganzen Tag über konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Eine Impfung gegen Gelbfieber ist vorgeschrieben. Es gibt Impfungen gegen Denguefieber und Chikungunyafieber; lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten. 
  • Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.

Die in Burkina Faso vorkommende Erkrankung Krim-Kongo-Fieber wird durch Zecken übertragen. Die in Burkina Faso inzwischen seltene afrikanische Schlafkrankheit wird von Tsetsefliegen übertragen.

  • Schützen Sie sich bei Aufenthalten im Freien vor Zecken und Tsetsefliegen. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien sorgfältig ab, siehe Schutz vor Insekten.

Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene

Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle und auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E), Shigellose und Typhus können auch Reisende betreffen. In Burkina Faso wurde Poliomyelitis (cVDPV2) nachgewiesen.

  • Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A- und Typhus-Impfung beraten.
  • Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten über 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land erfolgen. Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis-Impfung.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Cholera-Impfung beraten, falls Sie längerfristig in Choleraepidemiegebieten z.B. als medizinisches Personal oder Katastrophenhelfer tätig sind.

Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen

In Burkina Faso besteht ein Risiko für Erkrankungen wie Meningokokken-Erkrankungen, Lassafieber und Tuberkulose. Diese Erkrankungen werden durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. Die höchsten Erkrankungszahlen von Meningokokken-Erkrankungen und Lassafieber treten in der Trockenzeit von Dezember bis April auf.

  • Halten Sie sich grundsätzlich von krank wirkenden Personen fern. Besuchen Sie keine Beerdigungen oder Krankenhäuser.
  • Beachten Sie lokale Warnungen.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Meningokokken ACWY- Impfung ärztlich beraten.

Durch sexuelle Kontakte können neben klassischen Geschlechtskrankheiten wie Syphillis oder Gonorrhoe in Burkina Faso insbesondere Erkrankungen wie AIDS oder bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis B-Impfung beraten.

Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen

Es ist davon auszugehen, dass Hantavirus-Infektionen und Leptospirose im Land vorkommen. Diese Erkrankungen werden in der Regel durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Lassafieber kann darüber hinaus auch durch Kontakt mit Wildfleisch („bush meat") übertragen werden. Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt über Hunde, Katzen, Affen und Flughunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Vogelgrippe kann durch Kontakt zu Vögeln und Geflügel übertragen werden.

  • Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
  • Sollten Sie von einem Hund, Affen, Flughund, einer Katze oder Giftschlange gebissen werden, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung. Gegengifte sind in Burkina Faso nur begrenzt erhältlich.
  • Meiden Sie den Kontakt zu stehenden oder langsam fließenden Gewässern, da diese mit Urin von Nagetieren verunreinigt sein können.
  • Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass eine passive Impfung nach Biss oder Kontakt in Burkina Faso nicht oder nur sehr begrenzt erhältlich ist.

Weitere Gesundheitsgefahren

Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.

  • Sehen Sie vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab.

Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Durch die Müllverbrennung besteht eine kontinuierliche Belastung. In der Harmattan-Saison kommt es im ersten Jahresquartal zur besonderen Luftverschmutzung.

Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.

  • Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.

Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Anmerkung zum Reisepass

Da sich Einreisebestimmungen kurzfristig ändern, sollte man sich vor der Abreise bei der Botschaft erkundigen.

Visainformationen

Allgemein erforderlich für alle in der obigen Tabelle genannten Länder.

Kosten

e-Touristenvisum:
33.000 CFA (einmalige Einreise, Aufenthalt bis 3 Monate)
55.000 CFA (mehrmalige Einreise, Aufenthalt bis 3 Monate)

e-Geschäftsvisum:

77.000 CFA (einmalige Einreise, Aufenthalt bis 3 Monate)

93.500 CFA (mehrmalige Einreise, Aufenthalt bis 3 Monate)


Familienbesuch:
55.000 CFA (einmalige Einreise, Aufenthalt bis 6 Monate)
71.500 CFA (mehrmalige Einreise, Aufenthalt bis 6 Monate)
 

Visaarten und Kosten

Einreisevisa zur ein- und mehrmaligen Ein- und Ausreise.

Gültigkeit

3 oder 6 Monate. Verlängerungen vor Ort bei der Direction Générale de la Police Nationale in Ouagadougou möglich.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, gültige Dokumente für die Weiterreise vorweisen können und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum (Staatsangehörige von Südafrika benötigen jedoch ein Transitvisum.).

JAXBElement

Das Visum muss vor der Reise online beantragt werden.

Antrag erforderlich

(a) Online-Antragsformulare.
(b) 1 Passfoto mit weißem Hintergrund (4,5 x 3,5 cm).
(c) Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(d) Nachweis, dass der Antragsteller keine ansteckende Erkrankung hat.
(e) Visum-Gebühr (Überweisung).
(f) Reisekrankenversicherung.

(g) Nachweis über Grund der Reise.
(h) Geschäftsvisum: Firmenschreiben an die Botschaft mit Bescheinigung der Kostenübernahme durch die entsendende Firma.

 

 

Temporärer Wohnsitz

Anträge an die Regierung von Burkina Faso.

Bearbeitungsdauer

Bearbeitungsdauer bis zu mehreren Wochen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Hinweis: Allein reisende Minderjährige unter 18 Jahren benötigen eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern/Sorgeberechtigten.

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Landesweit ist mit erheblichen Engpässen bei der medizinischen Versorgung, die vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch hoch problematisch ist, zu rechnen. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete, Englisch oder Französisch sprechende Ärzte. Planbare Operationen sollten nur in Europa durchgeführt werden. Für den Notfall kommen einzelne Privatkliniken in Ouagadougou in Betracht.

Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über 9 Monate alt sind. Ausgenommen sind Transitreisende, die den Transitraum nicht verlassen.

[3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

[4]
Malariaschutz ganzjährig landesweit, einschließlich der Städte, erforderlich. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum tritt zu 99 % auf. Empfehlung: Vorbeugung durch Medikamente und Mückenschutz.

[5] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.

[6] Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten im Land wird ein Impfschutz empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

[7] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen. Eine Impfung gegen Poliomyelitis wird empfohlen.

Essen und Trinken

Landesweit besteht eine erhöhte Gefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Nur gut durchgekochte und heiß servierte Fleisch- und Fischgerichte essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

 

Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Provinzen Boulgou und Soum. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Die heiße, staubige Luft kann Atemwegskrankheiten verstärken.

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor. Das Schwimmen oder Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Fleckfieber tritt ebenfalls landesweit auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

HIV/Aids ist ein großes Problem im Land und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches lebensgefährliches Risiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Die durch Mücken übertragene Schlafkrankheit tritt landesweit auf. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Das Zeckenbissfieber kommt landesweit vor.

Einkaufen

Überblick

Auf den Märkten kann man handeln. Beliebte Mitbringsel sind Holzfiguren, Bronzeartikel, Masken, Lederwaren, Schmuck, Stoffe, handgewebte Decken und Kunsthandwerk aller Art. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-14.00 und 16.00-17.00 Uhr. Einige Geschäfte öffnen auch sonntags. In den größeren Städten finden täglich Märkte statt.

Geld

Währung

1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XOF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 200, 100, 50, 25, 10, 5 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Der CFA Franc (XOF) wird von der Banque des Etats de l'Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegeben und von den 8 Mitgliedern der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo benutzt. Der von der Banque des Etats de l'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XAF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Burkina Faso. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten wie Visa werden in großen Hotels und Banken der Hauptstadt akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. In der Hauptstadt gibt es wenige Geldautomaten, die mit Visa-Karte und Pinnummer genutzt werden können.
 

Geldautomaten

Bankkarten
 
Mit der Visa-Kreditkarte und Pinnummer kann an wenigen Geldautomaten in der Hauptstadt Geld abgehoben werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks können in Burkina Faso in den größeren Städten bei wenigen Banken eingetauscht werden. Dazu ist oft der Original-Kaufbeleg notwendig, den man mitnehmen sollte.

Öffnungszeiten der Bank

I. Allg. Mo-Fr 07.30-12.30 und 15.30 bis 17.30 Uhr (Abweichungen sind möglich).

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen bei der Einfuhr von Fremdwährungen und der Landeswährung. Es besteht Deklarationspflicht ab einer Summe im Gegenwert von 1.000.000 CFA. Die Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist bis in Höhe der deklarierten Beträge erlaubt. Außerhalb der westafrikanischen Währungszone werden die CFA nicht umgetauscht.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

year

2026

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können im Handgepäck zollfrei nach Burkina Faso eingeführt werden (Touristen ab 15 J.):
- 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 25 Zigarren oder 250 g Tabak;
- 1 l Spirituosen und 1 l Wein;
- 500 ml Eau de Toilette und 250 ml Parfüm.

Für die Benutzung von Foto-, Film- und Videokameras ist eine Erlaubnis des Ministeriums für Verwaltung erforderlich.

Exportbeschränkungen

Für traditionelle Kunst- und Gebrauchsgegenstände aller Art wird eine Ausfuhrgenehmigung des Kultusministeriums in Ouagadougou benötigt. Pro Person können nur fünf derartiger Gegenstände ausgeführt werden, für die Ausfuhrzoll zu zahlen ist.

Kontaktadressen

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Bei offiziellen Anlässen trägt man einen Anzug, ansonsten sind auch nur Hemd und Krawatte angemessen. Die meisten Beamten tragen Nationaltracht. Geschäftssprache ist Französisch; Dolmetscherdienste sind erhältlich.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.00-12.30 und 15.00-17.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Chambre de Commerce et d'Industrie du Burkina Faso (Industrie- und Handelskammer)
Avenue de Lyon, 01 BP 502, Ouagadougou 01, Burkina Faso
Tel. +226 (0)25 30 61 14/15.
Website: www.cci.bf

Kommunikation

Post

Es gibt nur wenige Postämter, Briefmarken erhält man jedoch auch in Hotels. Postlagernde Sendungen sind möglich, beim Abholen wird eine Gebühr erhoben. Postzustellung ist unbekannt, Korrespondenz für alle Behörden und Büros wird an ein Postfach adressiert. Post nach Europa benötigt bis zu 2 Wochen. Öffnungszeiten: Mo-Fr 07.30-12.30 und 15.00-17.30 Uhr. Das Hauptpostamt von Ouagadougou hat Mo-Sa 08.30-12.00 und 15.00-18.30 Uhr geöffnet.

Telefon

Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 00226.

Mobiltelefon

4G und 4G+Mobilfunknetz. Hauptnetzbetreiber sind Orange Burkina Faso, Moov Africa und Telecel. Der Sende- und Empfangsbereich deckt die größten Orte des Landes ab. Mobiltelefone können gegen hohe Kaution vor Ort gemietet werden. Weitere Informationen von Onatel. Roaming-Verträge bestehen.

Internet

WLAN steht in einigen Hotels und in Internetcafés in den größten Städten zur Verfügung. Internetanbieter sind Orange Burkina Faso, Moov Africa und Telecel

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Burkina Faso empfangen.

Sehenswürdigkeiten

Nachtleben

Einleitung

In Ouagadougou sorgen Nachtklubs mit Musik und Tanz sowie Freiluftkinos für Abendunterhaltung. Es gibt sowohl Open-Air-Kinos als auch überdachte mit Klimaanlage.

Kulinarisches

Übersicht

Abgesehen von den Hotels gibt es in Ouagadougou und Bobo Dioulasso nur wenige Restaurants. Hauptnahrungsmittel sind Sorghum, Hirse, Reis, Mais, Nüsse, Kartoffeln und Yams. Einheimisches Gemüse ist in der jeweiligen Erntezeit erhältlich. Das am weitesten verbreitete Nationalgericht ist der scharf gewürzte Tô, ein Hirseteig mit Sorghum oder Mais, der zusammen mit einer Soße gegessen wird. Die Zutaten der Soße sind regional verschieden. Andere Spezialitäten sind Brochettes (Fleisch am Spieß) und Geflügelgerichte. Getränke: Bier ist sehr preiswert. Das einheimische Bier Dolo wird aus Hirse hergestellt.

Unterkunft

Hotels

Es gibt Hotels mit Klimaanlage und weiteren Einrichtungen wie Swimmingpool und Tennisplätze in Ouagadougou, Bobo Dioulasso. Außerdem findet man komfortable Guest Houses (Pensionen) und Lodges sowie Bungalows im Arly-Nationalpark. Nähere Auskünfte von der Direction du Tourisme et de l'Hôtellerie (s. Adressen).

Kategorien:
Die Regierung vergibt je nach Ausstattung und Dienstleistungen 1-4 Sterne.

Kultur

Religion

40 % Anhänger von Naturreligionen, 50 % Muslime und 10 % Christen (vorwiegend Katholiken).

Soziale Verhaltensregeln


In den Städten herrschen französische Sitten und Gebräuche vor. Kleidung darf leger und dem heißen Wetter angepasst sein. Zu besonderen Anlässen wird elegantere Kleidung erwartet. Auf dem Land hat sich über Jahrhunderte wenig an der Lebensweise geändert, Besucher sollten örtliche Sitten und Traditionen respektieren. Trinkgeld: Bedienung ist normalerweise in der Rechnung enthalten (10-15%). Taxifahrer, Hotelangestellte und Gepäckträger erwarten jedoch ein Trinkgeld.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Französisch. More und Dioula werden ebenfalls gesprochen. Teilweise Englisch und Arabisch.

Klima

Beste Reisezeit

Tropisch. Beste Reisezeit ist zwischen November und März. Der Harmattan-Wind zwischen November und Februar bringt trockenes und kühles Wetter. Heiße Jahreszeit März - Mai gefolgt von der Hauptregenzeit (Juni - Oktober). Hohe Niederschlagsrate im Südwesten, geringer im Nordosten.

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Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes - https://www.auswaertiges-amt.de/

VR International Länderinformationen Bereitgestellt von Columbus Travel Media Ltd.

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