Benin
Landesdaten
Vorwahl
+229Fläche(qkm)
112622Bevölkerung
10448647Bevölkerungsdichte(pro qkm)
93Bevölkerung im Jahr
2015Mitglied der EU
NoHauptnotrufnummer
117Übersicht
Benin, das früher Dahomey hieß, war in den 1990er Jahren eines der ersten afrikanischen Länder, das den Übergang von einer Diktatur zu einem politisch pluralistischen System erfolgreich beendete. Heute zählt es zu den stabilsten Ländern Afrikas.
Obwohl die Wirtschaft Benins in den letzten Jahren eine Wachstumsphase verzeichnen konnte und das Land in der internationalen Gemeinschaft hohes Ansehen genießt, bleibt es eines der ärmsten Länder der Welt.
Innerhalb von Westafrika hat Benin ein stabiles Verhältnis zu Nigeria, dem mächtigsten Land der Region. Das einzige nennenswerte Problem bestand lange Zeit mit dem nördlichen Nachbar Benins, Niger, aufgrund von ungeklärten Eigentumsverhältnissen einiger Inseln im Fluss Niger. Der Internationale Gerichtshof entschied 2005, dass 16 dieser Inseln zu Niger und neun zu Benin gehören. Beide Länder akzeptierten diese Regelung.
Allgemeines
Offizieller Name des Staates
Republik Benin.
Hauptstadt
Porto Novo.
Regierungssitz: Cotonou.
Geographie
Benin grenzt im Osten an Nigeria, im Norden an Niger und Burkina Faso sowie im Westen an Togo. Benin erstreckt sich über 700 km von der Bucht von Benin bis zum Niger. Die Küste besteht aus Sandstränden und ist mit Kokospalmen bewachsen. Hinter den Lagunen von Porto Novo, Cotonou, Ouidah und Grand Popo liegt ein Plateau, das zum Atakora-Gebirge hin ansteigt. Im Süden fließt der Ouémé in die Cotonou-Lagune. Der Mono mündet bei Grand Popo in das Meer und bildet die Grenze zu Togo.
Regierung
Präsidialrepublik seit 1991. Verfassung von 1990. Parlament (Assemblée Nationale) mit 83 Abgeordneten, Wahl alle 4 Jahre. Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre (einmalige Wiederwahl). Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie). 1991 ging das Land vom Einparteiensystem zur parlamentarischen Demokratie über.
Staatsoberhaupt
Patrice Talon, seit April 2016.
Elektrizität
220 V, 50 Hz.
Anreise
Anreise mit dem Flugzeug
Benin hat keine eigene Fluggesellschaft. Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus gibt es keine Nonstop-Verbindungen nach Benin.
Air France (AF) bietet Nonstop-Flüge von Paris nach Cotonou an bzw. u.a. Flüge ab Frankfurt/M., Wien, Genf und Zürich mit Zwischenstopp in Paris. Die nationalen Fluggesellschaften Lufthansa (LH), Austrian Airlines (OS) und Swiss (LX) fliegen in Kooperation mit Air France (AF) über Paris nach Benin.
Turkish Airlines (TK) verbindet u.a. München, Nürnberg, Salzburg, Graz und Zürich über Istanbul mit Cotonou.
Flugzeiten
Frankfurt/M. - Cotonou: 10 Std. 20 Min.; Wien - Cotonou: 9 Std. 55 Min.; Zürich - Cotonou: 9 Std. 45 Min. (jeweils mit 1 Zwischenstopp).
Ausreisegebühr
Keine.
Anreise mit dem Pkw
Benin ist auf dem Landweg über seine Nachbarländer Niger, Nigeria, Togo, Burkina Faso und Ghana erreichbar.
Die drei Hauptverkehrswege verbinden Cotonou mit Niamey (Niger), Lagos (Nigeria) mit Porto Novo, Cotonou, Lomé (Togo) und Accra (Ghana) sowie Parakou mit Kara (Togo). Zwei weitere Straßen führen nach Burkina Faso, eine über Banikoara, die andere über Porga.
Fernbusse: Verschiedene Busunternehmen bieten regelmäßige Verbindungen in die umliegenden Länder.
Unterlagen: Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein mitzuführen.
Anreise mit dem Schiff
In Cotonou, dem größten Hafen des Landes, legen regelmäßig Kreuzfahrtschiffe an. Einheimische Reedereien verbinden Lagos mit Porto-Novo.
Vor Ort unterwegs
Unterwegs mit dem Auto/dem Bus
Das Straßennetz hat eine Länge von ca. 16.000 km. Die Transwestafrikanische Küstenstraße durchquert den Süden Benins zwischen den Grenzen zu Togo und Nigeria. Eine weitere Hauptverkehrsader verläuft von Nord nach Süd zwischen Malanville und Cotonou.
Tankstellen: Das Tankstellennetz ist vor allem im Norden des Landes eher wenig ausgebaut, und es kommt regelmäßig zu Engpässen in der Benzinversorgung. Im Süden, um Cotonou, wird an Ständen oft geschmuggeltes Benzin von schlechter Qualität in Flaschen oder Krügen verkauft.
Rechtsverkehr/Linksverkehr
rZustand der Straßen
Die Straßen zwischen Cotonou und Malanville sowie Parakou und Natitingou sind asphaltiert; ebenso die Küstenautobahn im Süden. Die restlichen Straßen sind überwiegend Pisten, zumeist in eher schlechtem Zustand und während der Regenzeit oft nicht befahrbar. Von nächtlichen Überlandfahrten ist abzuraten.
Staßenklassifizierung
Benin besitzt eine Reihe von Nationalstraßen, die mit den Buchstaben RN und einer Nummer gekennzeichnet sind sowie Internationale Routen, die zwischen den Grenzen zu den Nachbarländern verlaufen, gekennzeichnet mit den Buchstaben RNIE und einer Nummer.
Autovermietung
In Cotonou sind Mietwägen sowohl am Flughafen als auch in der Stadt mit und ohne Chauffeur erhältlich. Fahrer müssen mindestens 21 Jahre alt sein und seit ein bis vier Jahren den Führerschein besitzen (je nach Fahrzeugkategorie); oft wird auch eine Jungfahrergebühr erhoben.
Taxi
In den Städten sind sowohl Auto-Taxis als auch Motorrad-Taxis verfügbar. Motorrad-Taxis sind an den gelben Jacken der Fahrer zu erkennen. Der Fahrpreis sollte grundsätzlich vor Fahrtantritt vereinbart werden. Beim Cotonou Taxi Service können Taxis telefonisch bestellt werden, Tel. +229 44 58 85.
Reisebus
Busunternehmen, wie Confort Lines, bieten regelmäßige Verbindungen zwischen den Städten des Landes.
Für Fahrten zwischen den meisten Städten und zu kleineren Orten stehen außerdem sogenannte Buschtaxis zur Verfügung, die mehrere Personen gleichzeitig befördern. Bequemer, aber auch etwas teurer, ist es entweder das ganze Taxi oder eine Reihe im Taxi zu buchen.
Pannenhilfsdienst
Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (0)89 76 76 76.
Bei Pannen oder Unfällen mit dem Mietwagen ist der Autovermieter zu kontaktieren.
Dokumentation
Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein mitzuführen.
Unterwegs in der Stadt
In den größeren Städten gibt es Taxis. Der Fahrpreis sollte im Voraus vereinbart werden.
Vor Ort unterwegs mit der Bahn
Das Schienennetz umfasst ca. 600 km. Es verkehren Züge von Cotonou nach Pobé via Porto-Novo sowie nach Sègboroué und Parakou.
Reisewarnung
Überblick
Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de
Stand - Fri, 23 Jan 2026 15:00:00 +0100(Unverändert gültig seit: Fri, 23 Jan 2026 15:30:16 +0100)
Letzte Änderungen:
Aktuelles
Sicherheit - Innenpolitische Lage
Redaktionelle Änderungen
Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.
Aktuelles
Anfang Dezember 2025 kam es zu einem Putschversuch und bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen aufständischen und regierungstreuen Angehörigen der Streitkräfte in Teilen der Stadt Cotonou. Betroffen waren insbesondere das Gebiet nahe der privaten Residenz des Präsidenten und der Bereich Camp Guezo sowie die Basis der „Garde Nationalee" in Fidjrossé/Togbin.
Der Putschversuch wurde noch am selben Tag vereitelt, die Sicherheitslage hat sich seitdem stabilisiert.
Vor dem Hintergrund des Putschversuchs und angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen am 12. April 2026 ist mit einer angespannten Sicherheitslage und verstärkten Kontrollen durch beninische Sicherheitskräfte zu rechnen.
- Informieren Sie sich über die offiziellen lokalen Medien und bleiben Sie weiterhin umsichtig.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Seien Sie, insbesondere an belebten Orten und bei unvorhergesehenen, plötzlich auftretenden Ereignissen, aufmerksam.
Sicherheit - Teilreisewarnung
Vor Reisen in das Grenzgebiet (50 km zum Grenzverlauf) in den Departements Atakora und Alibori wird gewarnt.
Von Reisen
- in die Departements Atakora und Alibori nördlich der Linie Boukoumbé – Natitingou – Kérou – Kandi – Segbana (einschließlich der Orte Boukoumbé, Tanguieta, Natitingou (und Umgebung), Segbana und Kandi),
- im gesamten Grenzgebiet zu Nigeria im Departement Borgou (einschließlich des Forêt des Trois-Rivières sowie der Orte Kalalé und Nikki).
wird dringend abgeraten, siehe auch Togo, Burkina Faso, Niger und Nigeria.
Terrorismus
Im Norden Benins entlang der Grenzen zu Togo, Burkina Faso, Niger und Nigeria sind weiterhin terroristische Aktivitäten zu verzeichnen.
Im gesamten Gebiet nördlich der Linie Boukoumbé – Natitingou – Kérou – Kandi – Segbana in den Départements Atakora und Alibori sowie im gesamten Grenzgebiet zu Nigeria im Département Borgou besteht ein erhöhtes Entführungsrisiko; es kommt immer wieder zu teils tödlichen Anschlägen auf Sicherheitskräfte und Zivilisten. Zuletzt gab es auch in Natitingou sowie in der Umgebung der Stadt Vorfälle bzw. Anschläge. Die Streitkräfte Benins befinden sich im Kampf gegen den Terrorismus. Es ist mit verstärkten Kontrollen und Sperren zu rechnen.
- Beachten Sie die geltende Teilreisewarnung sowie den Sicherheitshinweis.
- Seien Sie in der gesamten nördlichen Region besonders vorsichtig.
- Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei unvorhergesehenen, plötzlich auftretenden Ereignissen aufmerksam.
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Siehe Aktuelles
Am 11. Januar 2026 fanden Parlaments- und Kommunalwahlen statt.
Im Norden Benins kommt es gelegentlich zu teils gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Viehzüchtern und der sesshaften, ackerbautreibenden Bevölkerung.
- Seien Sie besonders vorsichtig, und verfolgen Sie genau die Sicherheitslage bei Aufenthalten in dieser Region.
- Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Neben Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub kommt es in Großstädten gelegentlich auch zu Überfällen. Die Gefahren sind insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit und auf unbeleuchteten Straßen, in Cotonou am Strand, auf dem Dantokpa-Markt in den Morgen- und Abendstunden sowie nahe dem Hafen besonders hoch.
Bei Fahrten auf Motorradtaxis besteht neben einer hohen Unfallgefahr auch eine erhöhte Überfallgefahr.
In Benin kommt es auf Landstraßen gelegentlich zu Überfällen, bei denen auch Personen verletzt werden.
- Seien Sie bei Reisen in den Norden besonders vorsichtig.
- Unternehmen Sie nachts keine Spaziergänge und meiden Sie den Strand von Cotonou und den Dantokpa-Markt auch in den frühen Morgen- und Abendstunden.
- Verzichten Sie auf Fahrten mit Motorradtaxis.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen, an Bahnhöfen und auf Märkten besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Natur und Klima
Im Norden Benins herrscht trockenes Süd-Sahel-Klima; im Süden ist es tropisch feucht.
Die Regenzeit dauert im Süden des Landes von April bis Mitte Juli und von Mitte September bis Oktober, im Norden von Juni bis September. In dieser Zeit kann Starkregen zu Überschwemmungen und Erdrutschen führen und Straßen und Brücken unpassierbar machen.
In der Trockenzeit von Dezember bis März können Sandstürme aus den Wüstengebieten auftreten.
Baden im Meer ist außerhalb geschützter Bereiche lebensgefährlich. Starke Unterströmungen und die hohe Brandung fordern in Benin alljährlich Menschenleben.
- Verfolgen Sie regelmäßig Wetterberichte.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr
Verkehrsunfälle, vor allem von Motorradtaxis („Zemidjan") sind aufgrund des Alters und der technischen Mängel der Fahrzeuge, der mangelnden Ausbildung und risikoreichen Fahrweise der Fahrer sowie der hohen Verkehrsdichte oft mit Personenschäden verbunden. Die überwiegende Zahl der Verkehrstoten in Benin sind Fahrer und Passagiere von Motorradtaxis. In den vergangenen Monaten setzte die Polizei die Helmpflicht (für Fahrer und Passagier) mittels Bußgeldern und Beschlagnahmen durch.
- Tragen Sie bei notwendigen Fahrten mit „Zemidjans" einen Schutzhelm.
- Fahren Sie stets mit verriegelten Türen.
- Sehen Sie von nächtlichen Überlandfahrten aufgrund der hohen Unfallgefahr ab.
- Fahren Sie im Straßenverkehr angepasst und vorsichtig.
Führerschein
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
LGBTIQ
LGBTIQ-Beziehungen werden in der beninischen Gesellschaft zwar nicht wertgeschätzt, jedoch toleriert. Sie stehen nicht unter Strafe.
- Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Rechtliche Besonderheiten
Das Fotografieren von Militär- und Grenzanlagen ist untersagt. Zuwiderhandlungen werden strikt verfolgt.
- Fotografieren Sie Menschen nur mit deren ausdrücklicher Zustimmung.
- Üben Sie die gebotene Rücksicht, insbesondere auch beim Fotografieren in/von religiösen Kultstätten der in Benin verbreiteten Naturreligion („Voodoo").
Konsum und Handel mit Drogen und Betäubungsmitteln sind verboten. Im Falle einer Verurteilung drohen z.T. sehr hohe Haftstrafen.
Junge Menschen gelten im beninischen Sexualstrafrecht bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres als minderjährig.
Geld/Kreditkarten
Zahlungsmittel ist der CFA-Franc (XOF). Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten und die Bezahlung mit Kreditkarten sind möglich, in ländlichen Gebieten allerdings nur sehr eingeschränkt. Die vorhandenen Geldautomaten fallen häufiger aus; daher empfiehlt sich die Mitnahme von Bargeld in EUR, das zu einem Fixkurs getauscht werden kann.
Einreise und Zoll
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
- Reisepass: Ja
- Vorläufiger Reisepass: Ja
- Personalausweis: Nein
- Vorläufiger Personalausweis: Nein
- Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens drei Monate gültig sein und über ausreichend Platz für Visa und Ein- und Ausreisestempel verfügen.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das rechtzeitig vor Einreise bei der zuständigen Auslandsvertretung Benins oder als e-Visa beantragt werden muss. Die Beantragung des Visums sollte mindestens sieben Tage vor Abflug erfolgen. Das e-Visum kann anschließend selbst ausgedruckt werden und muss bei Einreise und während des Aufenthalts auf Nachfrage zusammen mit dem Reisepass vorgezeigt werden. Auch bei Ausreise wird das e-Visum kontrolliert.
Bei der Beantragung des Visums müssen Flugticket und Impfpass mit gültiger Gelbfieberimpfung vorgelegt werden.
An der Grenze bzw. am Flughafen werden grundsätzlich keine Visa mehr erteilt.
Eine Verlängerung des Visums muss rechtzeitig vor Ablauf bei der Direction de l'Immigration in Cotonou (Avenue Pape Jean Paul II) beantragt werden. Sollte das Visum nicht rechtzeitig verlängert werden, ist pro Woche eine Strafgebühr von 25.000 XOF fällig.
Minderjährige
Alleinreisende Minderjährige müssen eine von beiden Eltern unterschriebene Erlaubnis in französischer Sprache mit sich führen. Es empfiehlt sich, dass Kinder, die nur von einem Elternteil begleitet werden, eine einfache Bestätigung des anderen Elternteils über die Zustimmung zur Reise in französischer Sprache mit sich führen.
- Beachten Sie ggf. die Hinweise für eine Einverständniserklärung für Minderjährige.
Einfuhrbestimmungen
Die Einfuhr von Zahlungsmitteln der Euro-Zone sowie von auf Devisen ausgestellten anderen Zahlungsmitteln ist für Reisende unbegrenzt möglich. In Benin ansässige Reisende dürfen jedoch nur einen Betrag im Gegenwert von zwei Mio. XOF (ca. 3.050 EUR) ausführen. Für nicht in Benin ansässige Reisende ist der Betrag auf 500.000 XOF (ca. 760 EUR) begrenzt.
Die Goldausfuhr ins Ausland erfordert eine vorherige Genehmigung durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft. Lediglich Mengen bis zu 500 g sind von dieser Regelung ausgenommen, wenn sie in verarbeiteter Form (z. B. Ketten, Ringe) mitgeführt werden.
Tiere
Bei Einreise mit einem Haustier werden eine amtstierärztliche Bescheinigung (mit franz. Übersetzung) sowie Tollwutimpfung verlangt. Es empfiehlt sich, vor der Einreise eine serologische Tollwutuntersuchung (Titertest) durchführen zu lassen, die im Impfpass dokumentiert wird, um später Probleme auch bei der Ausreise bzw. Wiedereinreise nach Europa zu vermeiden.
Gesundheit
Impfschutz
Pflichtimpfungen:
Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Personen ab dem Alter von 9 Monaten zur Einreise vorgeschrieben und auch medizinisch sinnvoll.
Reiseimpfungen:
Es sind Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Chikungunya- und Denguefieber, Hepatitis B, Meningokokken ACWY, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Cholera-Impfung ist i.d.R. nicht notwendig.
Standardimpfungen:
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Aufgrund wiederholter Ausbrüche sollte insbesondere ein adäquater Impfschutz für Masern sichergestellt werden.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Benin ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb der großen Zentren fehlt vielerorts ausgebildetes medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung ist in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie etlichen Privatkliniken gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
- Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
- Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
- Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen
Gelbfieber und Malaria sind schwerwiegende Erkrankungen, die durch Mücken übertragen werden. Für beide Erkrankungen besteht ein ganzjährig hohes Infektionsrisiko im ganzen Land inklusive der Städte. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.
Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig landesweit auftreten können: Chikungunya-Fieber, Denguefieber und lymphatische Filariosen. Es ist davon auszugehen, dass auch Leishmaniasis, West-Nil-Fieber und Zikavirus-Infektionen vorkommen.
- Schützen Sie sich den ganzen Tag über konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
- Eine Impfung gegen Gelbfieber ist vorgeschrieben. Es gibt Impfungen gegen Denguefieber und Chikungunyafieber; lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
- Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
Die in Benin vorkommende Erkrankung Krim-Kongo-Fieber wird durch Zecken übertragen. Überträger der afrikanischen Schlafkrankheit sind Tsetsefliegen.
- Schützen Sie sich insbesondere bei Aufenthalten im Freien vor Zecken und Tsetsefliegen. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien sorgfältig ab, siehe Schutz vor Insekten.
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E), Shigellose und Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Benin wurde Poliomyelitis (cVDPV2) nachgewiesen.
- Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
- Lassen Sie sich hinsichtlich einer Typhus-Impfung beraten.
- Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten über 4 Wochen laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land . Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen eine Auffrischimpfung , wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis-Impfung.
- Lassen sich hinsichtlich einer Cholera-Impfung beraten, falls Sie längerfristig in Choleraepidemiegebieten z.B. als medizinisches Personal oder Katastrophenhelfer tätig sind.
Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen
In Benin besteht ein Risiko für Erkrankungen wie Meningokokken-Erkrankungen, Lassafieber und Tuberkulose. Diese werden durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen. Die höchsten Erkrankungszahlen von Meningokokken-Erkrankungen und Lassafieber treten in der Trockenzeit von Dezember bis April auf.
- Halten Sie sich grundsätzlich von krank wirkenden Personen fern. Besuchen Sie keine Beerdigungen oder Krankenhäuser.
- Beachten Sie lokale Warnungen.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Meningokokken ACWY-Impfung ärztlich beraten.
Durch sexuelle Kontakte können neben klassischen Geschlechtskrankheiten wie Syphillis oder Gonorrhoe in Benin insbesondere Erkrankungen wie AIDS oder bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen
Hantavirus-Infektionen und Leptospirose werden durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Lassafieber kann darüber hinaus auch durch Kontakt mit Wildfleisch („bush meat") übertragen werden. Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt über Hunde, Affen und Flughunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Vogelgrippe kann durch Kontakt zu Vögeln und Geflügel übertragen werden. Vor allem in ländlichen Regionen kommen Giftschlangen vor.
- Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
- Sollten Sie von einem Hund, Affen, Flughund oder einer Giftschlange gebissen werden, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung. Gegengifte sind in Benin nur begrenzt erhältlich.
- Meiden Sie den Kontakt zu stehenden oder langsam fließenden Gewässern, da diese mit Urin von Nagetieren verunreinigt sein können.
- Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich ist.
Weitere Gesundheitsgefahren
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.
- Sehen Sie vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Durch die Müllverbrennung besteht eine kontinuierliche Belastung. In der Harmattan-Saison kommt es im ersten Jahresquartal zur besonderen Luftverschmutzung.
- Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
- Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.
Reisen ans Meer können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie z.B. Wurminfektionen.
- Beachten Sie Warnungen lokaler Behörden.
- Meiden Sie Strände, die auch von Tieren genutzt werden.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Länderinfos zu Ihrem Reiseland
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere Hinweise für Ihre Reise
Pass- und Visabestimmungen
Reisepassinformationen
Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
Visainformationen
Allgemein erforderlich.
Visaarten und Kosten
Touristen- und Geschäftsvisum.
Gültigkeit
Gültigkeit und maximale Aufenthaltsdauer: Bis zu 90 Tage.
JAXBElement
Persönlich oder postalisch beim Konsulat oder bei der Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen). Visumpflichtige Touristen müssen ein e-Visum beantragen.
Antrag erforderlich
(a) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.
(b) 2 Antragsformulare (downloadbar auf der Internetseite der zuständigen diplomatischen Vertretung).
(c) 2 Passfotos.
(d) Kopie der internationalen Gelbfieber-Impfbescheinigung.
(e) Kopie des Flugtickets bzw. Bestätigung des Reisebüros über bezahlte Hin- und Rückreise.
(f) Ggf. gültiger Aufenthaltstitel für Deutschland/Österreich.
(g) Bei Geschäftsreisen ein Einführungsschreiben der Firma mit Angaben der Reisedauer, des Reisezwecks und der Kostenübernahme (adressiert an die Botschaft).
(h) Gebühr (per Überweisung).
e-Visum
(a) Antragsformular online auf dei.gouv.bj/services/visas;
(b) Visagebühren (VISA oder Mastercard);
(c) Reisepass;
(d) Flugticket;
(e) gültige Impfbescheinigung gegen Gelbfieber.
Der postalischen Antragstellung sind ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag und der Zahlungsbeleg beizufügen.
Temporärer Wohnsitz
Verlängerungen können bei den Einwanderungsbehörden in Cotonou beantragt werden (Direction de l'Immigration, Avenue Jean Paul II, Cotonou). Weitere Informationen von der Botschaft (s. Kontaktadressen).
Bearbeitungsdauer
Ca. 72 Stunden in Deutschland, 48 Stunden in der Schweiz. Express-Bearbeitung: 2 Werktage. Keine Sameday-Bearbeitung in Berlin.
e-Visum: 96 Stunden.
Einreise mit Kindern
Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden).
Österreicher: Eigener Reisepass.
Schweizer: Eigener Reisepass.
Türken: Eigener Reisepass.
Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Kinder benötigen einen Reisepass mit genügend Platz für Visum und Einreise-/Ausreisestempel. Allein reisende Minderjährige sollten eine von beiden Eltern unterschriebene Erlaubnis in französischer Sprache mit sich führen. Es empfiehlt sich, dass Kinder, die nur von einem Elternteil begleitet werden, eine einfache Bestätigung des anderen Elternteils über die Zustimmung zur Reise in französischer Sprache mitführen.
Kulinarisches
Übersicht
In Cotonou gibt es mehrere Restaurants und Hotels, die meist französische Gerichte anbieten. Einige Restaurants haben afrikanische Spezialitäten auf der Speisekarte, insbesondere Meeresfrüchte.
Gesundheitsvorsorge
Anmerkungen Impfungen
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[2] Eine spätestens elf Tage vor Einreise erfolgte Gelbfieberimpfung ist vorgeschrieben. Ohne sie ist eine Einreise nicht möglich. Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden ab einem Alter von 9 Monaten verlangt. Benin gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten (insbesondere in den Departments Atakora und Borgou). Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden in Gelbfieber-Infektionsgebiete.
[3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[4] Das Malariarisiko ist ganzjährig in allen Landesteilen hoch, auch in den Städten. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum herrscht zu 99 % vor. Empfehlung: Mückenschutz und medikamentöse Vorbeugung.
[5] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.
[6] Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten im Land wird ein Impfschutz empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
[7] Typhus und Poliomyelitis treten auf. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen. Eine Polio-Impfung sollte ggf. aufgefrischt werden.
Essen und Trinken
Andere Risiken
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger kommen in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.
Die durch Insekten verursachte Filariose kommt landesweit vor. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.
HIV/Aids verbreitet sich zunehmend und ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Für die Schlafkrankheit besteht ein geringes Infektionsrisiko. Empfehlung: Schutz vor Bremsen; hautbedeckende, helle Kleidung..
Zeckenbissfieber tritt landesweit auf.
Übersicht
Die medizinischen Einrichtungen sind begrenzt und technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch, besonders außerhalb der größeren Städte. Nicht alle Medikamente sind erhältlich. Ärzte und Krankenhäuser verlangen oft sofortige Barzahlung für Dienstleistungen.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Geld
Währung
1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XOF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 200, 100, 50, 25, 10, 5 und 1 CFA Fr.
Anmerkung: [*] Der CFA Franc (XOF) wird von der Banque des Etats de l'Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegeben und von den 8 Mitgliedern der Afrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion (UEMOA) Benin, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Guinea-Bissau, Mali, Niger, Senegal und Togo benutzt. Der von der Banque des Etats de l'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XAF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in Benin. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.
Kreditkarten
Gängige Kreditkarten wie Mastercard, American Express, Diners Club und Visa werden in größeren Städten angenommen. An Geldautomaten kann man in Porto-Novo, Cotonou, Bohicon und in anderen Städten mit der Kreditkarte Geld abheben. Geldautomaten funktionieren jedoch nicht zuverlässig. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Geldautomaten
Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Reiseschecks
Reiseschecks werden in Benin nicht akzeptiert.
Öffnungszeiten der Bank
Mo-Fr 08.00-12.00 und 15.00-17.00 Uhr.
Devisenbestimmungen
Öffentliche Feiertage
Anmerkung
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.
Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.
Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.
Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
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2026Zollfrei Einkaufen
Überblick
Folgende Artikel können zollfrei nach Benin eingeführt werden (Touristen ab 15 J.):
200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 25 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 Flasche Wein und 1 Flasche Spirituosen;
250 ml Eau de Toilette und 250 ml Parfüm.
Verbotene Exporte
Nur verarbeiteter Goldschmuck von bis zu 500 g kann ohne Genehmigung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft ausgeführt werden.
Wirtschaft
Geschäftsetikette
Geschäftsverhandlungen werden meist auf Französisch geführt. Empfehlenswert sind Tropenanzüge. Auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-12.30 und 15.00-18.30 Uhr.
Geschäftskontakte
Ministère de l'Industrie et du Commerce (Ministerium für Industrie und Handel)
Cotonou, Littoral, BP 363, Benin
Tel. +229 (0)21 30 76 45, +229 (0)21 30 30 24.
Website: commerce.gouv.bj
Kommunikation
Telefon
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 00229.
Mobiltelefon
GSM 900 und 4G-Mobilfunktnetz. Netzbetreiber umfassen u.a. MOOV Africa und MTN. Lokale SIM-Karten können vor Ort gekauft werden.
Internet
Hauptanbieter sind MOOV Africa und MTN.
Radio
Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Benin empfangen.
Post
Post nach Europa braucht 3-5 Tage, auf dem Landweg 6-8 Wochen. Postlagernde Sendungen sind möglich. Öffnungszeiten: Mo-Sa 08.00-14.00 Uhr.
Sehenswürdigkeiten
Einkaufen
Überblick
Am Cotonouer Jachthafen gibt es zahlreiche Souvenirstände. Auf dem Dan-Tokpa-Markt in Cotonou werden Waren aus Nigeria und anderen Ländern sowie traditionelle Heilmittel und Handwerkskunst angeboten. Kunstgewerbeartikel und andere einheimische Produkte kann man auf Märkten im ganzen Land kaufen. In Cotonou und Abomey gibt es außerdem Kunstgewerbezentren. Zu empfehlen sind Holzschnitzereien (Masken und kleine Statuen), Bronzearbeiten, Wandteppiche und Töpferwaren (vor allem in Parakou und Porto Novo). Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 09.00-13.00 und 16.00-19.00 Uhr.
Nachtleben
Einleitung
In Cotonou gibt es mehrere Nachtklubs.
Sprache
Überblick
Amtssprache ist Französisch. Etwa 60 afrikanische Sprachen dienen als Umgangssprachen. Im Süden wird vorwiegend Fon/Yoruba gesprochen, im Norden Stammessprachen wie Bariba und Fulani.
Unterkunft
Hotels
In größeren Städten und ländlichen Gegenden gibt es verschiedene Arten von Unterkünften in allen Preisklassen. Gute Hotels findet man jedoch größtenteils nur in der Hauptstadt. In Porga in der Nähe des Pendjari-Nationalparks gibt es zwei Unterkunftsmöglichkeiten (Campements), die Ausgangspunkte für Fotosafaris sind.
Kultur
Religion
50 % Anhänger von Naturreligionen, 30 % Christen (hauptsächlich römisch-katholisch, methodistische Minderheit) sowie 20 % Muslime.
Soziale Verhaltensregeln
Es gelten die üblichen Höflichkeitsregeln. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Man sollte beachten, dass im gesellschaftlichen Umgang die Religion eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Voodoo ist die bekannteste und wahrscheinlich für westliche Reisende ungewöhnlichste Religion. Zwanglose Kleidung wird fast überall akzeptiert. Fotografieren: Ministerien, Militäranlagen und andere öffentliche Einrichtungen dürfen nicht fotografiert werden. Trinkgeld: 10%.
Klima
Beste Reisezeit
Im Süden äquatoriales Klima mit zwei Trocken- und zwei Regenzeiten. Von Januar bis April sowie im August sehr warm und trocken. Die Regenzeiten sind von Mai bis Juli sowie von September bis Dezember. Im Norden ist es von November bis Mai heiß und trocken, von Juni bis Oktober kühl mit viel Regen.
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes - https://www.auswaertiges-amt.de/
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