Armenien

Asien

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Armenien.

Hauptstadt

Eriwan.

Geographie

Armenien liegt im Kleinen Kaukasus und grenzt im Norden an Georgien, im Westen an die Türkei und den Iran und im Osten an Aserbaidschan. Der 4100 m hohe Aragats ist die höchste Erhebung des gebirgigen Landes. Selbst die tiefsten Täler liegen 450-700 m ü. d. M. Größter See der Republik ist der im Osten gelegene Sevan-See.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1991. Neue Verfassung von 1995. Einkammerparlament mit 131 Abgeordneten. Seit 1991 unabhängiger Teilstaat der GUS.

Staatsoberhaupt

Serzh Sarkisyan, seit April 2008.

Regierungschef

Karen Karapetyan, seit September 2016.

Elektrizität

220 V, 50 Hz. Europäische, 2-polige Stecker.

Zeitzone

Armenia Time: MEZ +5

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Aeroflot (Internet: www.aeroflot.com) bietet Linienflugdienste über Moskau nach Eriwan an, diese sind oft verspätet oder werden storniert. Angesichts der politischen Lage gibt es keine direkten internationalen Verkehrsverbindungen zwischen Armenien und Aserbaidschan.
Air Baltic (BT) fliegt ab Berlin nach Eriwan mit Zwischenstopp in Riga.

Ukraine International (PS) fliegt ab Genf und Zürich via Kiew nach Eriwan.

Flugzeiten

Berlin - Eriwan: 4 Std.

Ausreisegebühr

ca. 20 US$, normalerweise zahlbar in der Landeswährung. Ausgenommen sind Transitreisende und Kinder unter 12 Jahren. Reisende, die in großen Hotels übernachtet haben, können diese Gebühr manchmal im Hotel bezahlen und beim Einchecken zum Rückflug den Zahlungsbeleg vorweisen.

Anreise mit dem Pkw

Es gibt eine neue Autobahn, die Armenien mit dem Iran über die Stadt Kapan verbindet. Die Straßen von Eriwan nach Georgien gelten als unsicher. Ein Grenzübertritt zwischen Armenien und der Türkei sowie Aserbaidschan ist nicht möglich.
Bus: Busse fahren vom Kilikia-Busbahnhof ab. Es gibt pro Woche zwei Busverbindungen nach Istanbul über Georgien sowie täglichen Service nach Tabriz (außer freitags).

Anreise mit der Bahn

Verbindungen in die Türkei und Aserbaidschan sind auf unbestimmte Zeit stillgelegt. Internationale Bahnverbindungen nach Georgien und den Iran bestehen weiterhin. Stromausfälle beeinträchtigen den Verkehr. Zudem muss mit Raubüberfällen gerechnet werden. Der Hauptbahnhof ist Sasuntsi Davit.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Derzeit finden keine Inlandsflüge statt.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Es herrscht Rechtsverkehr. Das Tragen von Sicherheitsgurten ist vorgeschrieben, obwohl sich scheinbar niemand daran hält. Es gibt insgesamt 7705 km Straßen. Der Straßenzustand ist oft auch auf Hauptverbindungsstraßen sehr schlecht. Vorsicht vor spielenden Kindern sowie Tieren auf der Straße. Einheimische ignorieren oft die Verkehrsregeln. Besucher sollten beim Autofahren und beim Überqueren von Straßen Vorsicht walten lassen. Es gibt nur wenige Tankstellen, erhältlich sind Benzin und Diesel. Man sollte immer einen Reservekanister mitführen. Es ist üblich, nicht nur Taxis, sondern auch private Pkws anzuhalten und um Mitfahrgelegenheit zu bitten.

Busse
verbinden die größeren Städte. Es gibt City-Minivans, die auf 100 Strecken verkehren und angehalten werden können.

Autovermietungen
, auch von international bekannten Firmen, sind vorhanden.

Unterwegs in der Stadt

Eriwan hat ein kleines U-Bahnnetz (06.30-23.00 Uhr). Es verkehren Busse und Oberleitungsbusse, Fahrpläne werden jedoch nicht immer eingehalten. Taxis findet man vor allem im Stadtzentrum, sie können auch telefonisch bestellt werden. Man sollte vorher den Preis pro Kilometer erfragen, sonst kann die Fahrt teuer werden, da die Taxifahrer in Versuchung geraten, übertrieben hohe Preise zu verlangen. Mietwagen mit Chauffeur sind erhältlich, aber entsprechend teuer. Sie sollten über offizielle Vermittler wie Hotels oder Reisebüros gebucht werden.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Der Sasuntsi Davit Hauptbahnhof von Eriwan befindet sich auf der Tigran-Mets-Straße. Züge nach Sevan, Gyumri und Vanadzor sind langsam, überfüllt und schlecht gewartet. Reisende sollten ihre Sachen nicht unbeaufsichtigt lassen.

Reisewarnung

Überblick Armenien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 29.09.2016
Unverändert gültig seit: 26.09.2016

Aktuelle Hinweise

Anfang April 2016 kam es zu Kampfhandlungen in der Region Bergkarabach. Es wird nach wie vor von Reisen in die Konfliktregion Bergkarabach sowie die im Südwesten gelegenen, armenisch besetzten Bezirke Agdam, Füsuli, Dschabrayil, Sangilan, Kubadli, Ladschin und Kalbadschar dringend abgeraten.

Seit Januar 2016 ist in Armenien eine Zunahme der Aktivität der Grippeviren, insbesondere vom Typ H1N1 (sog. Schweinegrippe) zu beobachten. Besonders für Reisende mit chronischen Erkrankungen, ggf. auch für gesunde Personen, kann es sinnvoll sein, den Impfschutz gegen Grippe überprüfen- und auffrischen zu lassen. Der aktuelle Grippeimpfstoff schützt auch gegen H1N1. Darüber hinaus sind die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten (siehe auch: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.rki.de).

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Im Nordosten Armeniens verläuft die Landstraße M16 (über Noyemberyan in Richtung des armenisch-georgischen Grenzübergangs Bagratashen/ Sadakhlo) in der Nähe der Landesgrenze Armeniens zu Aserbaidschan. Da es an diesem Teil der Landesgrenze in der Vergangenheit immer wieder  zu Schusswechseln gekommen ist, sollte die Lage genau beobachtet werden und – soweit möglich - Ausweichrouten zur armenisch-georgischen Grenze genutzt werden. Die westlich davon gelegene Straße über Vanadzor und Alaverdi ist allerdings wegen Ausbesserungsarbeiten auf unbestimmte Zeit nicht nutzbar.

Bei einem Aufenthalt in Eriwan wird zudem empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden, insbesondere Protestaktionen vor Regierungsgebäuden.

Reisen in die Konfliktregion Bergkarabach (einschließlich der besetzten Gebiete)

Von Reisen in die Region Bergkarabach wird dringend abgeraten. Die Bundesregierung erkennt die sogenannte „Republik Bergkarabach" völkerrechtlich nicht an. Reisenden, die sich nach Bergkarabach oder in die umliegenden von Armenien besetzten Gebiete der Republik Aserbaidschan begeben, kann weder durch die Botschaft Eriwan, noch durch die Botschaft Baku konsularische Hilfe oder Beistand gewährt werden. An der Waffenstillstandslinie kommt es immer wieder zu Schusswechseln, außerdem besteht Minengefahr. Reisenden, deren Pässe Visa und/oder Einreisestempel der sogenannten „Republik Bergkarabach" enthalten, wird kein Visum für die Einreise nach Aserbaidschan erteilt. Diese Regelung wird grundsätzlich auch angewandt, wenn aserbaidschanische Behörden auf anderen Wegen Kenntnis von Reisen nach Bergkarabach oder in die umliegenden von Armenien besetzten aserbaidschanischen Gebiete erhalten.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Kommunikation

Die armenischen Mobilfunkanbieter Beeline und Vivacell haben laut den Angaben auf ihren Internetseiten  Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.beeline.am/ und Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.vivacell.am/ Roamingabkommen mit den folgenden deutschen Anbietern abgeschlossen: E-plus, O2, O2-3G, T-Mobile und Vodafone (Beeline); E-plus, T-Mobile und Vodafone (Vivacell). Ob Sie die Roamingfunktionalität mit Ihrem Handy in Armenien nutzen können, erfahren Sie von Ihrem deutschen Mobilfunkanbieter; Roaming muss evtl. erst freigeschaltet werden.

Für längere Aufenthalte kann für wenige Euro eine armenische Prepaid-SIM-Karte gekauft werden, die allerdings registriert werden muss. Darüber hinaus ist es möglich, von Postämtern oder Internetcafés aus Auslandsgespräche zu führen.

Geld, Kreditkarten

US$-Noten neueren Datums und Euro können getauscht werden. Beim Rücktausch von Landeswährung in Euro sollten die Euro-Noten sorgfältig geprüft werden, da Fälschungen im Umlauf sein sollen. Hinweise zur Erkennung von gefälschten Euro-Noten finden Sie hier:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.bundesbank.de

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.ecb.int

Die Annahme ausländischer Währungen ist Geschäften und Dienstleistern offiziell nicht gestattet, so dass die Bezahlung in der armenischen Landeswährung „Dram" (AMD) zu erfolgen hat. Manche Geschäfte, die hochwertige Waren anbieten, haben eigene Wechselstuben und akzeptieren Kreditkarten (i. d. R. Master-/Visa-Card).

In der Eriwaner Innenstadt gibt es zahlreiche Geldautomaten. Die Geldversorgung – auch über EC/Maestro-Karte - ist möglich.

Außerhalb Eriwans ist die Bargeldversorgung über Geldautomaten nicht flächendeckend möglich, in den Provinzhauptstädten sind Geldautomaten vorhanden. Es wird daher empfohlen, Reisen außerhalb der Hauptstadt nur mit ausreichenden Bargeldreserven anzutreten. Standorte von Geldautomaten des Visa- und des MasterCard/Maestro-Netzwerks können folgenden Webseiten entnommen werden:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.mastercard.com www.visa.com

Einige Restaurants, Geschäfte und Hotels für gehobene Ansprüche akzeptieren gängige Kreditkarten. Es kommt jedoch – besonders außerhalb der Hauptstadt – gelegentlich zu technischen Schwierigkeiten; in diesen Fällen ist nur Barzahlung möglich.

Geldversorgung im Notfall

Sie können sich auf folgenden Wegen Geld aus Deutschland überweisen lassen:

  • Seit Ende August 2008 nehmen armenische Banken nicht mehr am "Western Union" Geldtransfersystem teil. Alternativen sind unter anderem: "MoneyGram" "Anelik", "Unistream" und "Private Money".
  • per SWIFT-Überweisung an eine armenische Bank (Dauer ca. 2-3 Tage) Fast alle Banken in Armenien sind an das SWIFT-Netzwerk angeschlossen. Sie sollten sich vorher bei der empfangenden Bank informieren, ob Ihnen dorthin Geld überwiesen werden kann und welche Angaben (u. a. SWIFT-Adresse, auch BIC genannt) erforderlich sind.

Straßenverkehr

Verkehrsregeln werden in Armenien oft nicht beachtet, das Unfallrisiko ist erheblich höher als in Deutschland. Die armenische Kfz-Haftpflichtversicherung verfügt nur über eine Deckungssumme von ca. 3.000,-- € für Sachschäden, so dass Unfallopfer in der Regel nicht damit rechnen können, angemessenen Schadenersatz zu erhalten. Reisende sollten daher darauf achten, selbst über ausreichenden Versicherungsschutz (Unfall-, Kaskoversicherung) zu verfügen. Außerdem empfiehlt es sich, äußerst vorsichtig und defensiv zu fahren.

Obwohl der Zustand der Straßen vor allem in Eriwan langsam besser wird, gibt es im ganzen Land nach wie vor viele Gefahrenquellen. Hierzu gehören u. a. defekte Ampeln, fehlende Kanaldeckel, unzureichende Beschilderung, fehlende Leitplanken, sowie Erdrutsche, die besonders in den Wintermonaten nach Regenfällen auftreten können, da Straßengräben bzw. Kanalisation insbesondere auf Bergstraßen meist fehlen. Steinschlag-Warnschilder sollten ernst genommen werden. Die landesweite Notrufnummer lautet 911.

Kriminalität

Armenien zeichnet sich bislang als ein Land mit vergleichsweise gering ausgeprägter Gewaltkriminalität aus.

Naturkatastrophen

Armenien liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen. Hinweise zum Verhalten bei Erdbeben finden Sie z. B. im Internetangebot des Geoforschungszentrums Potsdam unter:

Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.gfz-potsdam.de

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Geringes Malariarisiko der weniger gefährlichen Malariaart Plasmodium vivax von Juni bis Oktober im westlichen Tiefland (Ararat-Tal), vorwiegend im Masis-Distrikt. In den touristischen Gegenden besteht kein Risiko. Empfehlung: Mückenschutz

[2]
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Leitungswasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts empfiehlt es sich daher, abgefülltes Wasser zu trinken, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist pasteurisiert, Milchprodukte sind im Allgemeinen unbedenklich. Da das Nutzvieh jedoch nicht regelmäßig geimpft wird, empfiehlt es sich, im Zweifelsfall die Milch abzukochen. Außerhalb der Städte sollte Trinkwasser vorsichtshalber abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.

Fisch- und Fleischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Andere Risiken

Die Borreliose wird durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz übertragen und tritt landesweit zwischen April und Oktober auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Hepatitis B ist endemisch. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell, eine Impfung gegen Hepatitis B bei Langzeitaufenthalten über 4 Wochen und bei besonderer Exposition empfohlen.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitszeugnis

Für Aufenthalte über 3 Monate wird ein negativer HIV-Test in englischer Sprache verlangt. Der Test kann auch innerhalb des 1. Aufenthaltsmonats im Land durchgeführt werden.

Geld

Währung

1 Armenischer Dram = 100 Luma. Währungskürzel: dr., AMD (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 100.000, 50.000, 20.000, 10.000, 5.000 und 1.000 Dram im Umlauf. Münzen gibt es im Wert von 500, 200, 100, 50, 20 und 10 Dram.

Kreditkarten

Kreditkarten werden in einigen größeren Hotels, gehobenen Restaurants und besseren Geschäften angenommen. Gelegentlich kommt es jedoch zu technischen Schwierigkeiten, weshalb dann nur Barzahlung möglich ist. Einige bessere Geschäfte verfügen zudem über eigene Wechselstuben. In Eriwan gibt es zahlreiche Bankautomaten, an denen mit Kreditkarte, z. T. auch mit ec-Karte Bargeld in der Landeswährung abgehoben werden kann.

Außerhalb von Eriwan kann nicht überall Bargeld an Geldautomaten abgehoben werden.
 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden in Armenien in einigen Geschäften, jedoch an Geldautomaten selten akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr und 13.00-18.00 Uhr (z. T. auch nur 09.00-12.30 Uhr). Wechselstuben sind bis 00.00 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt, Fremdwährung ab einem Wert von 10.000 US$ ist deklarationspflichtig. Die Ausfuhr der Landeswährung ist unbeschränkt möglich, die Ausfuhr von Fremdwährung nur in Höhe der deklarierten Einfuhrbeträge abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis).

Geldwechsel

US$-Noten neueren Datums und Euro können an Flughäfen, in Banken und in den meisten Hotels und Geschäften getauscht werden. Beim Rücktausch von Landeswährung in Euro, sollte man die Euro-Noten sorgfältig prüfen. Es sollen falsche Euro-Noten im Umlauf sein. Beim Bezahlen in der nationalen Währung wird Besuchern empfohlen, viel Kleingeld mit sich zu führen, da in einigen Läden und besonders auf Märkten größere Banknoten nicht gewechselt werden können. Die Annahme von US-Dollar ist offiziell verboten. Preise werden oft in US-Dollar notiert und zum Tageskurs in Dram angenommen. Bezahlen in ausländischer Währung ist offiziell verboten.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Armenisch (96 %), eine der ältesten Kultursprachen der Welt. Russisch (2 %) und Kurdisch werden ebenfalls gesprochen. Russisch wird jedoch mittlerweile nur noch selten benutzt.

Öffentliche Feiertage

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei im Handgepäck nach Armenien eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

400 Zigaretten, 400 Zigarillos und 10 Zigarren;
2 l Spirituosen;
Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
Persönliche Gegenstände (bis zu einem Wert von 500 US$).
Bei der Einreise müssen wertvolle Gegenstände (Computer, Kameras, Schmuck, etc.) 
deklariert werden, damit es bei der Ausfuhr nicht zu Problemen kommt. Das Deklarationsformular sollte gut aufbewahrt werden.
Exportbeschränkungen

Für Kunstgegenstände wird eine Ausfuhrerlaubnis des Kulturministeriums benötigt. Für besonders wertvolle Antiquitäten und Kulturgüter besteht Ausfuhrverbot.

Verbotene Importe

Pornographisches Material und Narkotika.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Bei Geschäftstreffen geht es in der Regel recht förmlich zu. Termine sollten im Voraus vereinbart werden. Anzug und Krawatte bzw. Kostüme sind üblich.

Geschäftszeiten:
Mo-Fri 09.00-18.00 Uhr.

Wirtschaft

Bundesverband der Deutschen Industrie
(Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft)
Breite Straße 29, D-10178 Berlin
Tel: (030) 20 28 14 52.
Internet: www.ostausschuss.de

Wirtschaftskammer Österreich
(Osteuropareferat)
Stubenring 8-10, A-1010 Wien
Tel: (01) 514 50.
Internet: http://portal.wko.at

Vereinigte Wirtschaftskammern
Sonnenbergstrasse 48, CH-8032 Zürich
Tel: (01) 268 43 00.
Internet: www.jointchambers.ch

Armenintorg (Armenische Außenwirtschafts- und Außenhandelsgesellschaft)
Ul. Hr. Kochar 25, AM-375012 Jerewan
Tel: (02) 22 43 10. Fax: (02) 22 00 34.

Industrie- und Handelskammer der Republik Armenien
Sayat Nova 29-1, AM-375010 Jerewan
Tel: (02) 56 54 38. Fax: (02) 56 50 71.

Geschäftskontakte

Bundesverband der Deutschen Industrie
(Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft)
Breite Straße 29, D-10178 Berlin
Tel: (030) 20 28 14 52.
Internet: www.ostausschuss.de

Wirtschaftskammer Österreich
(Osteuropareferat)
Stubenring 8-10, A-1010 Wien
Tel: (01) 514 50.
Internet: http://portal.wko.at

Vereinigte Wirtschaftskammern
Sonnenbergstrasse 48, CH-8032 Zürich
Tel: (01) 268 43 00.
Internet: www.jointchambers.ch

Armenintorg (Armenische Außenwirtschafts- und Außenhandelsgesellschaft)
Ul. Hr. Kochar 25, AM-375012 Jerewan
Tel: (02) 22 43 10. Fax: (02) 22 00 34.

Industrie- und Handelskammer der Republik Armenien
Sayat Nova 29-1, AM-375010 Jerewan
Tel: (02) 56 54 38. Fax: (02) 56 50 71.

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl nach Eriwan und in einige Regionen. Die nationale Telefongesellschaft heißt Armentel (Internet: www.armentel.com/eng/home.htm). Für Ferngespräche ins Ausland und zur Umgehung der Kommunikationsprobleme innerhalb des Landes nutzt Armentel internationale Satellitenverbindungen. Es gibt öffentliche Kartentelefone, von denen sich über 90 % in Eriwan befinden. Die Telefonkarten sind u.a. in Postämtern erhältlich.

Mobiltelefon

GSM 900 wird verwendet. Die Hauptmobilnetzanbieter sind Armentel (Internet: www.armentel.com) und VivaCell (Internet: www.vivacell.am), deren Service fast flächendeckend ist. Mobiltelefone können für mindestens 3 Tage und maximal 1 Monat von der Firma Rent a Phone (Internet: www.rentaphone.am) gemietet werden. Für internationale Gespräche werden Prepaid-Karten genutzt.

Internet

Örtliche Internetanbieter ist u.a. Arminco (Internet: www.arminco.com). In Eriwan gibt es zahlreiche Internetcafés, von denen einige rund um die Uhr geöffnet haben. Neben Internetanschluss bieten Internetcafés in Armenien auch die Möglichkeit zu faxen, scannen und zu fotokopieren.

Post

Der internationale Postverkehr hat sich in den letzten Jahren stark verbessert. Die Hauptpost ist Mo-Fr von 09.00-17.00 Uhr geöffnet und befindet sich am Platz der Republik. Eine Zweigstelle gibt es u.a. an der Ecke der Abovyan-Straße und der Sayat Nova Avenue in Eriwan. In Postämtern kann Geld gewechselt, telefoniert, Postkarten und Telefonkarten gekauft und Postsendungen abgeschickt oder empfangen werden. Internationale Kuriere unterstützen das nationale Postsystem.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

In Eriwan gibt es mehrere moderne Bekleidungsgeschäfte mit Mode von einheimischen Designern. Diverse Kunstgewerbeartikel aus Seide, Keramik und Holz sowie Gemälde werden in Eriwaner Galerien verkauft. Antiquitäten wie Ikonen, Läufer und Teppiche sind sehr teuer und können nur mit einer besonderen Genehmigung exportiert werden. Diese erhält man nur, wenn der Kauf in einem offiziellen Laden und nicht auf einem Markt oder von einer Privatperson getätigt wurde. Waren aller Art werden am Vernisaj-Flohmarkt in Eriwan angeboten, der bei Touristen sehr beliebt ist. Die Einkaufszeiten der Geschäfte sind von 09.00-17.00 Uhr, im Sommer haben die meisten Läden länger geöffnet.

Nachtleben

Einleitung

Es gibt zahlreiche Restaurants und Nachtclubs in Eriwan, wo einheimische Bands alles von leisem Jazz bis Hardrock spielen. Einige der größten Clubs spielen Techno- und Trance-Musik bis zum Morgengrauen, die manchmal von DJs aus Russland oder Europa aufgelegt wird. Auf dem Weg zum Flughafen gibt es eine Reihe von etwas verlassen wirkenden Kasinos. Eriwan verfügt über eine große Konzerthalle, ein Opernhaus und Kammermusikhalle und mehrere Theaterhäuser. Opern- und Musikaufführungen haben ein hohes Niveau und Eintrittskarten sind preisgünstig. Das armenische Philharmonische Orchester und das 1997 gegründete armenische Kammerorchester gastieren regelmäßig in Eriwan und anderen Städten. Es gibt mehrere Musikensembles, die sich auf traditionelle armenische Volksmusik, -gesang, und -tanz spezialisieren.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

In Eriwan gibt es mehrere große Hotels, deren Standard etwa dem internationaler 3-Sterne-Hotels entspricht. Das Hotel Armenia wird in Kooperation mit Marriott geführt, die Stromversorgung ist durch eigene Generatoren gesichert. Im Hotel Armenia und im neu ausgestatteten Ani Plaza Hotel befinden sich Touristeninformationsbüros, über die unter anderem auch Ausflüge organisiert werden können.

Camping

Campingmöglichkeiten sind nicht vorhanden.

Kultur

Religion

Überwiegend armenisch-orthodox, daneben russisch-orthodox und muslimisch (mehrheitlich Kurden). Die armenische Kirche ist die älteste christliche Kirche der Welt.

Soziale Verhaltensregeln


Das gesellschaftliche Leben spielt sich im eigenen Heim ab, Einladungen werden gern ausgesprochen. Armenier sind großzügig und gastfreundlich. Gästen werden trotz aller Knappheit üppige Mahlzeiten vorgesetzt, und ein ums andere Mal werden die Gläser auf das Wohl der Gäste geleert. Eine kleine Aufmerksamkeit wie Blumen, Schokolade oder eine Flasche Importwein wird gern gesehen. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Visitenkarten werden nicht nur bei geschäftlichen Treffen, sondern generell auch häufig bei der ersten Begegnung mit jemandem überreicht. Die Gespräche kreisen zwangsläufig um die Politik, jedoch ist Zurückhaltung angebracht. Angesichts der steigenden Kriminalität sollte man Wertgegenstände nicht »zur Schau stellen«. Trinkgeld: Das Personal in Restaurants erwartet Trinkgeld, zum Teil schon im Voraus. Fahrpreise in Taxis sollten grundsätzlich vor der Abfahrt vereinbart werden. Es ist ratsam, sich im Voraus über die üblichen Tarife zu informieren. Gleiches gilt für Marktstände usw.

Klima

Beste Reisezeit

Kontinentalklima mit heißen trockenen Sommern und kalten Wintern. Die Durchschnittstemperatur im Januar beträgt -6°C, im Juli 25°C. Während des Sommers kann es tagsüber heiß und trocken, nachts empfindlich kalt werden. Die beste Reisezeit ist Mai/Juni und September/Oktober.

Landesdaten

Vorwahl +374 Fläche(qkm) 29743 Bevölkerung 3056382 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 103 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 112

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