Ab sofort führen wir bei der Reisebank 100 %-Recyclingbarren im Sortiment. Damit ergänzen wir unser Angebot um Produkte, die ausschließlich aus Sekundärgold produziert sind. Sekundärgold musste nicht neu geschürft werden, sondern wird aus Produkten gewonnen, die bereits im Umlauf waren.
Immer mehr Menschen hinterfragen den Nachhaltigkeitsaspekt beim Herstellungsverfahren verschiedenster Produkte. Auch Goldanleger achten auf die Umweltbilanz bei ihren Barren und Münzen. Für sie ist wiederverwertetes Gold eine Möglichkeit, nachhaltiger, aber genauso sicher in ihre Zukunft zu investieren.
Was ist Recycling-Gold und für wen eignet es sich?
Recyceltes Gold wird, im Gegensatz zu Primärgold, aus Sekundärmaterialien wie Altgold, Schmuck sowie industriellen und medizinischen Goldprodukten (z. B. Zahngold) gewonnen und neu verarbeitet. Dabei wird bewusst auf den Einsatz von neu gefördertem Minengold verzichtet. Das recycelte Gold aus urbanen Abfallquellen wird eingeschmolzen, um Verunreinigungen und Metalllegierungen zu entfernen und eine höchstmögliche Reinheit zu erzielen. Im flüssigen Zustand wird es anschließend in neue Formen gegossen.
Der Kauf von recyceltem Gold ist für alle interessant, die in Gold investieren möchten. Die Nachfrage nach nachhaltigeren Edelmetallen und umweltfreundlicheren Herstellungsweisen steigt stetig. Recyceltes Gold eignet sich für die Erweiterung Ihres Portfolios um nachhaltigere Optionen, aber auch als Geschenk für Freunde und Familie.
Die Reisebank führt Recyclingbarren des Edelmetallhändlers C.Hafner in verschiedenen Formen und Größen, d. h. in gegossener und geprägter Ausführung in jeweils verschiedenen Gewichtseinheiten. Außerdem bieten wir das sogenannte SmartPack und die SmartBox von C.Hafner an, in denen mehrere 1 g Barren enthalten sind – vergleichbar mit den teilbaren Tafelbarren und der MultiDisc, die es bereits in unserem Sortiment gibt. Der Vorteil ist hierbei, dass der Preis geringer ausfällt als beim Kauf der gleichen Anzahl einzelner 1 g Barren. Im Bedarfsfall (z. B. bei einer Wirtschaftskrise) kann man dann trotzdem kleinteilig sein Goldvermögen umwandeln.
Urban Mining vs. Minengold
Die Wiederaufbereitung von recyceltem Gold, sogenanntes Urban Mining, ist ressourcenschonender als der Abbau von Primärgold. Beim Urban Mining wird die Stadt als große Mine betrachtet, deren Ressourcen (wie zum Beispiel Gold) durch Recycling wiederaufbereitet werden können. Bei der herkömmlichen Förderung aus Minen wird das Gold in oft tiefen Erdschichten ressourcenintensiv geschürft. Diese Förderung verursacht große Mengen an CO2: Etwa 12 bis 16 Tonnen CO2 werden für die Produktion von einem Kilogramm Primärgold freigesetzt. Bei der Herstellung von einem Kilogramm aus Sekundärmaterial (Recycling) werden hingegen nur durchschnittlich 53 kg CO2 ausgestoßen. Durch die Nutzung von recyceltem Gold können also erhebliche Mengen an CO2 eingespart werden, die sonst durch den Abbau in Minen freigesetzt würden. Zudem ist der Herstellungsprozess effizienter, da man bei der Goldgewinnung nicht von weit entfernten Minen abhängig ist.
Hinweis: Auch Barren der Edelmetallhändler Heraeus und Umicore, die Sie ebenfalls im Sortiment der Reisebank finden, bestehen zu einem nicht bekannten und potenziell schwankenden Anteil aus Sekundärgold.
Gesicherte Qualität: Die LBMA-Zertifizierung
Um zu gewährleisten, dass Goldprodukte den höchsten Standards entsprechen, werden Anbieter durch die London Bullion Market Association (LBMA) zertifiziert. Die LBMA-Zertifizierung ist weltweit anerkannt und akzeptiert. Das Zertifikat können sowohl Hersteller von Primärgoldprodukten als auch von Produkten aus recyceltem Gold erhalten.
Selbstverständlich müssen Minen und Scheideanstalten heutzutage bei der Produktion ethische und ökologische Standards umsetzen, was von der LBMA regelmäßig überprüft wird.
Für LBMA-zertifizierte Hersteller gilt, dass das Edelmetall
- einen entsprechenden Feingehalt hat (mind. 995/1000)
- ein eindeutiges Feingewicht hat
- eine eindeutige Prägung aufweist
- eine eindeutige Seriennummer besitzt
Unterschied zwischen Recycling- und Vintage-Gold
Recycling und Vintage – klingt beides Retro, unterscheidet sich aber signifikant. Während Recyclingbarren und -münzen aus wiederverwertetem Gold neu gegossen bzw. geprägt wurden, war Vintage-Gold, oder auch „Third-Life-Gold“, bereits im Umlauf und kann Gebrauchsspuren aufweisen. Vintage-Gold ist sogar noch nachhaltiger als Recycling-Gold, denn auch hier entsteht durch die Recyclingprozesse Energieaufwand. Bei Vintage-Gold hingegen bezieht sich die Energiebilanz nur auf den ursprünglichen Produktionsprozess und ist danach nahezu null.
Beim Vintage-Gold entfallen Produktionskosten und wenn Sie die Münze wieder an die Reisebank verkaufen möchten (Ankaufsseite), ist der Goldgehalt bzw. das Feingewicht von Bedeutung – geringfügige Gebrauchsspuren oder Dellen spielen keine Rolle. Die Reisebank kauft Vintage-Gold oder Gold 2. Wahl daher stets zum Preis 1. Wahl an.
Ist recyceltes Gold teurer als andere Goldprodukte?
Grundsätzlich ist der Preis von klassischen Marktfaktoren abhängig, wie z. B. der Endkundennachfrage. Daneben spielen weitere Faktoren wie Produktionskosten und Handlingsaufschläge eine Rolle. Derzeit ist der Preis eines Recyclingbarrens von C.Hafner auf www.reisebank.de identisch mit dem der übrigen Barrenanbieter.
Das müssen Sie beim Kauf von Recycling-Gold beachten
Beim Kauf von recyceltem Gold gelten dieselben Kriterien wie bei herkömmlichem Gold. Zu den wichtigsten gehören:
- Handelsquelle und Zertifizierung des Anbieters, um die Authentizität sicherzustellen
- Reinheit und Qualität, die auch den Preis widerspiegeln – seien Sie vorsichtig bei besonders günstigen Angeboten
- Transparenz bei Herstellung und Verkauf
- Einwandfreie Prüfprozesse im Ankaufsprozess
Anbieter wie C.Hafner bieten detaillierte Einblicke in ihre Prozesse von der Beschaffung bis zur Produktion. Lesen Sie hier mehr über C.Hafner.
Jeder einzelne Barren wird akribisch auf Echtheit überprüft, damit Sie bei der Reisebank Edelmetalle mit der Sicherheit einer Bank kaufen können.
„Beim Kauf von recyceltem Gold sind die Reputation des Anbieters und die Gewährleistung der Korrektheit der Prozesse sowie der Herkunft des Goldes wichtig. Unternehmen sollten ausreichend Erfahrung und Expertise nachweisen können und über entsprechende Zertifikate verfügen. Nur etablierte Anbieter mit nachweislicher Kompetenz sollten in Betracht gezogen werden“, erklärt Rüdiger Schmitt, Pressesprecher und Gold-Experte der Reisebank.
C.Hafner: Eine Familientradition im Zeichen des Klimaschutzes
C.Hafner ist ein deutscher Mittelständler mit Sitz in Wimsheim bei Pforzheim. Das 1850 gegründete Familienunternehmen wird heute von der fünften Generation geführt. Rund 260 Mitarbeitende arbeiten im Edelmetallrecycling und in der Produktion. C.Hafner ist LBMA-zertifiziert und Mitglied des United Nations Global Compact. Der Produktionsstandort in Wimsheim wurde erst kürzlich völlig neu gebaut und unter anderem mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet.
„Nachhaltigkeit ist ein Megatrend des 21. Jahrhunderts, dem sich C.Hafner verschrieben hat. Statt Gold aufwendig abzubauen, recycelt er es aus Produkten, die bereits im Umlauf gewesen sind. Dabei besticht der Hersteller nicht nur durch ressourcenschonend produzierte Barren, sondern auch durch ein innovatives Design – es handelt sich hier um ein unvergleichliches Spitzenprodukt“, so Markus Wirth, Produktmanager der Reisebank.
