Zentralafrikanische Republik

Landesdaten

Vorwahl

+236

Fläche(qkm)

622984

Bevölkerung

4.829.767

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

9

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

No

Hauptnotrufnummer

118

Übersicht

Das öffentliche Antlitz der Zentralafrikanischen Republik ist durch politische Unberechenbarkeit und eine wilde Natur gekennzeichnet. Es ist ein Land der instabilen Regierungen und der grausamen Harmattan-Winde.

Das private Gesicht des afrikanischen Staats ist jedoch viel milder und bietet Besuchern Savanne, Wälder, Wasserfälle und prächtige Nationalparks, in denen zahlreiche Tiere leben, darunter Flachlandgorillas und Waldelefanten.

Das Leben in der Zentralafrikanischen Republik ist eine aufregende Mischung aus Kunst, Kunstgewerbe und kultureller Vielfalt, denn hier sind mehr als 80 ethnische Gruppen zu Hause. Obwohl die Hauptstadt Bangui den Ruf hat gefährlich zu sein, ist sie ein freundlicher und einladender Ort.

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Zentralafrikanische Republik

Hauptstadt

Bangui.

Geographie

Die Zentralafrikanische Republik grenzt im Norden an den Tschad, im Osten an den Sudan, im Süden an den Kongo und die Demokratische Republik Kongo und im Westen an Kamerun. Das riesige Land im Herzen Afrikas hat keinen Zugang zum Meer und besteht größtenteils aus Wäldern, Savanne und Tierschutzgebieten. An der Grenze nach Kamerun, im Nordwesten, westlich von Bocaranga, steigt das Land bis auf 2000 m an. Im Südwesten liegt dichter tropischer Regenwald. Der Großteil des Landes besteht aus sanftem Hügelland und einem flachen Plateau mit trockenen Laubwäldern, die zum Teil durch Buschfeuer zerstört oder durch Abholzung in Savanne verwandelt worden sind. Im Nordosten geht die Landschaft in stellenweise recht gebirgige Einöde und Wüste über.

Regierung

Republik seit 2004. Präsidialrepublik von 1986 bis 2004. Alte Verfassung von 1995. Neue Verfassung von 2004. Parlament (Nationalversammlung) mit 109 Mitgliedern. Einführung des allgemeinen Wahlrechts, seit 1995 in Kraft. Unabhängig seit 1960 (ehemalige französische Kolonie).

Staatsoberhaupt

Faustin Archange Touadéra, seit März 2016.

Regierungschef

Félix Moloua, seit Februar 2022. 

Elektrizität

220/380 V, 50 Hz. Strom nur in größeren Orten.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Von Deutschland, Österreich und der Schweiz aus gibt es keine Nonstop-Flüge in die Zentralafrikanische Republik.

Air France (AF) fliegt zweimal pro Woche nonstop von Paris in die Zentralafrikanische Republik. Zubringerflüge von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Paris sind mit Air France (AF) sowie den jeweiligen nationalen Fluggesellschaften möglich.

Royal Air Maroc (AT) verbindet einmal wöchentlich Frankfurt/M. via Casablanca (Marokko) und Douala (Kamerun) mit Bangui. Zubringerflüge nach Frankfurt/M. sind ab Wien und Zürich mit Lufthansa (LH) sowie der jeweiligen nationalen Fluglinie möglich.

Flugzeiten

Paris - Bangui: 6 Std. 40 Min. (nonstop); Frankfurt/M. - Bangui: 13 Std. 35 Min. (mit Zwischenstopps)

Ausreisegebühr

Am Flughafen von Bangui ist bei Abflug eine Gebühr von ca. 15 € (10.000 CFA Fr.) zu begleichen.

 

Anreise mit dem Pkw

Die Straßen von Yaoundé (Kamerun) und N'Djaména (Tschad) in die Zentralafrikanische Republik sind bei jedem Wetter befahrbar. Auch aus der Demokratischen Republik Kongo gibt es Verbindungsstraßen; der Ubangi wird bei der Anreise mit einer Fähre überquert.

Aufgrund der instabilen politischen Lage in der Zentralafrikanischen Republik und einigen der Nachbarländer empfiehlt es sich, vor Abreise bei der Botschaft Informationen über die aktuelle Situation einzuholen.

Maut: Es gibt keine mautpflichtigen Straßen.

Unterlagen: Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein erforderlich.

 

Anreise mit der Bahn

Es besteht kein grenzüberschreitender Bahnverkehr.

 

Anreise mit dem Schiff

Auf dem Ubangi verkehren Passagier- und Autofähren zwischen Bangui und Zongo (Demokratische Republik Kongo). Boote können ebenfalls gemietet werden, mitunter zu hohen Preisen.

Bei politischen Unruhen, die immer wieder auftreten, findet der Schiffsverkehr, wenn überhaupt, nur sehr unregelmäßig statt.

Fähranbieter

Auf dem Ubangi gibt es Fährverkehr zwischen Bangui und dem Kongo sowie der Demokratischen Republik Kongo. Fahrten ab Brazzaville (Kongo) finden zwischen Juni und November alle zwei bis drei Wochen statt. Am besten ist es, alles Nötige in Brazzaville (Kongo) zu arrangieren.

Routen über die Flüsse

An den Wochenenden sind die Zollstellen in der Demokratischen Republik Kongo geschlossen. Der Ubangi kann dann nicht überquert werden.

 

Vor Ort unterwegs

Warnung

In den Randgebieten von Bangui muss mit bewaffneten Überfällen von kriminellen Banden gerechnet werden.

 

Unterwegs mit dem Flugzeug

Der Inlandflugverkehr, u.a. zwischen Bangui und Berbérati, wird von Charter-Fluggesellschaften durchgeführt.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz hat eine Gesamtlänge von ca. 24.000 Kilometern und verbindet die wenigen größeren Ortschaften des Landes. Außerhalb der Stadtgebiete gibt es nur wenige Fahrzeuge; Ersatzteile sind kaum zu finden.

Ein Teilstück des Transafrican Highway 8 verläuft zwischen der Grenze zu Kamerun und Bangui.

Maut: Die Straßen sind nicht mautpflichtig.

Tankstellen sind außer in den Städten kaum vorhanden und werden oft nur unregelmäßig beliefert. Bei Überlandfahrten sollten daher immer gefüllte Benzinkanister mitgeführt werden.

 

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Nur ca. 3 % des gesamten Straßennetzes sind asphaltiert; auf den übrigen Straßen ist Allradantrieb erforderlich. Während der Regenzeit (Juli bis Oktober) ist ein Großteil der Straßen schlecht befahrbar oder unpassierbar. 

Staßenklassifizierung

Die Straßen des Landes sind unterteilt in Fernstraßen, gekennzeichnet mit den Buchstaben RN und einer Nummer sowie Regionalstraßen, gekennzeichnet mit den Buchstaben RR und einer Nummer.

Autovermietung

Mietwagen sind in den Städten sowohl mit als auch ohne Chauffeur verfügbar.

Taxi

Taxis sind in Städten vorhanden. In der Regel werden sie als Sammeltaxis genutzt, können aber auch zu einem höheren Preis als Einzeltaxi gemietet werden. Der Preis sollte vor Fahrtantritt vereinbart werden; Nachtzuschläge sind üblich.

Reisebus

Linienbusse verkehren zwischen den Städten; die Fahrt kann allerdings sehr lange dauern und anstrengend sein. Eine weitere Möglichkeit sind Minibusse, für die eine Mitfahrgelegenheit selbst organisiert werden muss.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Gurtpflicht;
- Promillegrenze: 0,8 ‰;
- Kinder sind in geeigneten Kindersitzen zu befördern;
- Telefonieren am Steuer ist nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt.

Geschwindigkeitsbeschränkungen:
- innerorts: 60 km/h;
- außerorts: 110 km/h.

Pannenhilfsdienst

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (0)89 76 76 76.

Bei Pannen oder Unfällen mit dem Mietwagen ist zunächst der Autovermieter zu kontaktieren.

Dokumentation

Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein erforderlich.

 

Unterwegs in der Stadt

Bangui hat ein kleines Busnetz mit zwei Fahrpreiszonen. Taxis stehen nur im Stadtgebiet zur Verfügung.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Derzeit gibt es keinen Schienenverkehr.

 

Reisewarnung

Überblick

Stand - Tue, 05 Mar 2024 14:30:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Wed, 06 Mar 2024 12:22:03 +0100)

Letzte Änderungen: Redaktionelle Änderungen

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- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Aktuelles

Vor Reisen in die Zentralafrikanische Republik wird gewarnt.

Kampfhandlungen

Die Sicherheitslage ist im gesamten Land volatil. Es kommt landesweit zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit Todesopfern. Die Anzahl an Anschlägen mit improvisierten Sprengsätzen, auch auf größeren Verbindungsstraßen, nimmt zu. Mehr als eine Million Bewohner des Landes sind auf der Flucht. Landesweit und auch in der Hauptstadt Bangui können jederzeit wieder Kämpfe ausbrechen.

Es kommt verstärkt zu teils unvorhersehbaren Verhaftungen durch Sicherheitskräfte, bei denen keine Rechtsmittel zugelassen sind. Dies betrifft auch Personen, die nicht in der Zentralafrikanischen Republik leben, keine dortige Staatsangehörigkeit haben und sich nur kurzfristig im Land aufhalten.

Einschränkungen des inländischen und internationalen Luftverkehrs bis hin zur Schließung des internationalen Flughafens Bangui-M'Poko sind jederzeit möglich.

Mit Ausnahme der Präfektur Bangui herrscht im gesamten Staatsgebiet eine Ausgangssperre von 0 bis 5 Uhr, die kurzfristig ausgeweitet werden kann.

Die wichtigste Zufahrtsstraße von Douala (Kamerun) nach Bangui wird immer wieder durch bewaffnete Gruppen blockiert, weshalb der Warennachschub unterbrochen ist. Preise auch für Nahrungsmittel steigen, es gibt Warenengpässe. Treibstoff ist nicht durchgängig erhältlich. Auch Konvois der Hilfsorganisationen werden hierdurch beeinträchtigt. Krankenhäuser haben keine Notstromversorgung.

  • Sollten Sie sich trotz Reisewarnung vor Ort aufhalten, beschränken Sie Ihren Bewegungsradius auf Bangui und auf das absolute Minimum und bleiben Sie in gesicherten Unterkünften.
  • Verlassen Sie nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr die Unterkunft. Bei Ausfahrten in den Abendstunden ist ein Begleitschutz notwendig. Gehen Sie insbesondere bei Kampfhandlungen nicht auf die Straße.
  • Beachten Sie die Vorgaben der Ausgangssperre.
  • Halten Sie sich über lokales Radio informiert, wenn Internet- und Telefonverbindungen nicht funktionieren.
  • Denken Sie an Vorratshaltung von Nahrung und Trinkwasser, halten Sie Mobiltelefone und andere Kommunikationsmittel einsatzbereit.
  • Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Seien Sie bei Ihrem Auftreten und Äußerungen in der Öffentlichkeit besonders vorsichtig. Die Regierung verfolgt die von ihr wahrgenommene Unterstützung von Rebellengruppen nachdrücklich. 
  • In der Zentralafrikanischen Republik gibt es keine Deutsche Botschaft, konsularische Hilfe kann vor Ort nicht geleistet werden, sondern erfolgt soweit möglich über die Deutsche Botschaft Jaunde.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste.

Sicherheit - Reisewarnung

Vor Reisen in die Zentralafrikanische Republik wird gewarnt.

Terrorismus

Terroristische Anschläge können im ganzen Land vorkommen, Ressourcen, besonders der Zugang zu Waffen, sind vorhanden. Es kommt weiterhin zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Gruppen und den Sicherheitskräften, auch in der Hauptstadtregion und entlang der wichtigen Straßenverbindungen in die Nachbarstaaten. Die Zahl von Anschlägen mit improvisierten Sprengsätzen nimmt zu. Die bewaffneten Gruppen sind immer wieder in Bewegung, eine Vorhersage, wo es zu Kämpfen zwischen Bewaffneten oder zu Anschlägen auf Zivilisten kommen kann, ist nicht möglich. Es kommt oftmals auch zu Übergriffen auf internationale (Hilfs-)Organisationen.

  • Besuchen Sie keine, insbesondere belebten, Orte. Seien Sie bei unvorhergesehenen Ereignissen wachsam und bleiben Sie stets aufmerksam.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Es gibt im gesamten Land andauernd sehr hohe Sicherheitsrisiken und Kampfhandlungen. Das Konfliktgeschehen ist stark dynamisch und weite Teile des Landes stehen nicht unter staatlicher Kontrolle. Militärische Auseinandersetzungen sind jederzeit möglich, auch in der Hauptstadt. Es gibt Berichte über schwere Menschenrechtsverletzungen und Übergriffe, auch gegen Zivilisten und durch Sicherheitskräfte. Es kann landesweit zu Protesten und Demonstrationen und in deren Folge zu gewaltsamen Ausschreitungen sowie Verkehrsbehinderungen kommen. Staatliche Autoritäten reagieren harsch und teils unberechenbar sowohl auf jegliche vermeintliche Unterstützung bewaffneter Gruppen als auch auf fehlerhafte Anmeldungen und Dokumente und vermeintlich fehlende Genehmigungen. Es gilt eine Ausgangssperre (siehe Aktuelles).

  • Sollten Sie sich trotz Reisewarnung vor Ort aufhalten müssen, seien Sie besonders vorsichtig, meiden Sie die Nähe zu Kampfhandlungen, bleiben Sie in Gebäuden.
  • Vermeiden Sie in jedem Fall Handlungen, die als Unterstützung bewaffneter Gruppen, ausgelegt werden können und führen Sie Ihren Reisepass bzw. notwendige Unterlagen mit sich.
  • Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie unbedingt den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte und beachten Sie die Ausgangssperre.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist hoch. Im gesamten Land besteht die Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität in Form von Entführungen, Plünderungen und Straßenüberfällen sowie von militärischen Handlungen und Schießereien zu werden. Mehr als eine Million Bewohner sind auf der Flucht, teilweise mischen sich bewaffnete Rebellenkämpfer unter die Flüchtlinge.

Auch in der Hauptstadt Bangui besteht die Gefahr, Opfer von Gewaltkriminalität wie Entführungen, Plünderungen, Einbrüchen und Überfällen zu werden.

Das bewaffnete Banditentum, insbesondere in der Hauptstadt nimmt vor allem in den Nacht- und Abendstunden zu. Überfälle auf Privathäuser sind an der Tagesordnung. Private Sicherheitsdienste, die beauftragt werden können, bieten lediglich eingeschränkten Schutz.

  • Halten Sie sich nicht außerhalb des unmittelbaren Stadtzentrums von Bangui auf und meiden Sie möglichst den Besuch von Märkten.
  • Verlassen Sie bei Dunkelheit nicht die Wohnung und beachten Sie die Ausgangssperre.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Bevorzugen Sie, wenn vor Ort möglich, bargeldlose Zahlungen, und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Seien Sie in Menschenmengen auf Flughäfen, Märkten und auf belebten Straßen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Es herrscht tropisches Klima, im Norden Savannen- und im äußersten Nordosten Sahel-Klima.

Während der Regenzeit, von Mai bis Oktober bzw. im Norden von Juni bis September, kann es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen. Straßen und Wege, aber auch Fundamente und das gesamte Erdreich, können dabei aufweichen und Wasserläufe rasch anschwellen, auch in städtischen Gebieten.

Die Trockenzeit dauert von Dezember bis April, insbesondere zwischen Februar und Mai kann es zu großer Hitze im Norden kommen.

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden
  • Hören Sie auf Hinweise von Einheimischen bezüglich Verhaltensweisen in Waldgebieten und an Wasserläufen.

Reiseinfos

Zuständige Auslandsvertretung

In Bangui gibt es keine deutsche Botschaft. Das Verbindungsbüro der deutschen Botschaft Jaunde in Bangui ist erreichbar unter Tel.: +236 21 61 73 33, Mobil: +236 75 50 12 55 oder +236 75 50 12 69, E-Mail: bdb_acc_bg@yahoo.fr.
Die zuständige berufskonsularische Vertretung für die Zentralafrikanische Republik ist die deutsche Botschaft in Jaunde, Kamerun.
Deutsche Staatsangehörige, die Hilfe benötigen, können sich in Notfällen an die französische Botschaft in Bangui wenden (Tel. +236 21 61 30 00, Mobil: +236 75 04 15 26 oder +236 70 02 86 95).

Die Zentralafrikanische Republik hat keine Auslandsvertretung in Deutschland. Zuständige Vertretung ist die zentralafrikanische Botschaft in Paris.

Infrastruktur/Verkehr

Reisen sind in der gesamten Zentralafrikanischen Republik inklusive der Hauptstadt mit erheblichen Risiken verbunden.

Die Zentralafrikanische Republik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und verfügt über so gut wie keine Infrastruktur. Der Lebensstandard der Bevölkerung ist äußerst niedrig. Die Sicherheits- und Versorgungslage sind sehr schlecht. Das Land ist sehr auf internationale Hilfe angewiesen.

In der Hauptstadt Bangui gibt es nur eine begrenzte Auswahl an angemessenen Übernachtungsmöglichkeiten. Langanhaltende Ausfälle von Strom- und Wasserversorgung sind an der Tagesordnung. Versorgung und Unterbringung im Landesinneren sind aufgrund der Armut, der schlechten Sicherheits- und Versorgungslage und der fehlenden Infrastruktur sehr beschränkt. Einzig Missionsstationen und Organisationen wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz oder Médecins Sans Frontières (Ärzte ohne Grenzen), die im Vorfeld informiert werden müssen, bieten einfache Unterkunft.

  • Berücksichtigen Sie die eingeschränkten Möglichkeiten im Rahmen eines dringend erforderlichen Sicherheitskonzepts bei unvermeidbaren Reisen.

Der Flughafen von Bangui kann aus Sicherheitsgründen kurzfristig für den zivilen Flugverkehr geschlossen werden.

Am wichtigsten Grenzübergang in die Republik Kamerun, bei Garoua-Boulaï, kann es zu Blockaden kommen. Die als Hauptverkehrsachse geltende Strecke Garoua - Boulaï – Bangui ist nur im Konvoi, gegen Bezahlung mit einer Begleitung durch die VN/MINUSCA oder die zentralafrikanische Armee, mit dennoch hohem Risiko befahrbar. Es kommt zunehmend zu Anschlägen mit improvisierten Sprengsätzen.

Der sogenannte Pantherhügel (la Colline aux Panthères) in Bangui ist militärisches Sperrgebiet und darf nicht ohne Genehmigung betreten werden.

Führerschein

Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.

LGBTIQ

Homosexuelle Handlungen sind mit Gefängnisstrafen von bis zu zwei Jahren und Zahlung einer Geldstrafe von 600.000 XAF (ca. 1.000 EUR) belegt. In der Praxis wird Homosexualität nicht systematisch, jedoch in Einzelfällen bei Anzeigen von Einheimischen bestraft.

Rechtliche Besonderheiten

Zum Fotografieren und Filmen bedarf man einer Genehmigung durch das Informationsministerium. Bevor man Menschen fotografiert, sollte man ihr Einverständnis einholen. In der Hauptstadt ist insbesondere das Fotografieren des Präsidentenpalastes, der Residenz des Präsidenten samt dessen Umgebung, des Flughafens und aller öffentlichen Gebäude strikt verboten.

Der Besitz von Drogen und deren Konsum ist verboten.

Eine Einreise ohne Visum sowie der Aufenthalt mit einer abgelaufenen Einreisegenehmigung kann zur Verhaftung führen, wobei die Dauer der Haft nicht absehbar ist; danach kommt es zur Abschiebung. Auch hohe Geldstrafen können verhängt werden. Nach Ablauf der Einreisegenehmigung bzw. des Visums, ohne eine rechtzeitige Verlängerung, wird in der Regel eine Strafe von 500.000 XAF (ca. 800 EUR) verhängt.

Die Verkehrsvorschriften sollten strikt eingehalten werden, da bei Verstoß hohe Geldbußen bzw. Entzug der Fahrzeugpapiere und des Führerscheins drohen. Ein ausländischer Führerschein muss, bei einem Aufenthalt von über sechs Monaten, in einen nationalen Führerschein des Gastlandes umgetauscht werden.

Das Tragen von Uniformen insbesondere Tarnkleidung (Camouflage) ist in der Zentralafrikanischen Republik verboten, Mitglieder der Streitkräfte sind davon ausgenommen.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der CFA-Franc (XAF). Kreditkarten werden nur selten akzeptiert, auch gibt es kaum Geldautomaten für internationale Debit- (Girocard) oder Kreditkarten. Die Mitnahme von Bargeld in EUR wird empfohlen.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes.
Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen der Zentralafrikanischen Republik sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Visaerteilung noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum, das vor Einreise bei der für Deutschland zuständigen zentralafrikanischen Botschaft in Paris beantragt werden muss.

Minderjährige

Es sind keine besonderen Bestimmungen für die Einreise Minderjähriger bekannt.

Einfuhrbestimmungen

Fremd- und Landeswährung können unbeschränkt eingeführt werden, müssen aber ab einem Wert von 25.000 XAF deklariert werden. Die Ausfuhr von Fremdwährung ist auf den bei Einreise deklarierten Betrag begrenzt.

Gegenstände des täglichen Bedarfs können eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen ist verboten, Jagdwaffen müssen deklariert werden. Eine Genehmigung für die Einfuhr kann vor der Einreise beantragt werden. Daher sollten Jagdaufenthalte über eine der zahlreichen Safarigesellschaften organisiert werden, die die Formalitäten erledigen können.

Die Einfuhr von Nahrungsmitteln ist an Restriktionen gebunden. Die Ausfuhr von Naturprodukten (Holz, Pflanzen, Tierhäute, Knochen o.a.) ist, auch in verarbeiteter Form, über das Forstministerium genehmigungspflichtig.

Die Einfuhr eines Fahrzeugs muss deklariert werden (Laissez-Passer). Anzuraten ist die Beschaffung eines internationalen „Carnet de Passage" (erhältlich über den ADAC oder den AvD). Damit muss kein Zoll bezahlt werden; die Ausfuhr des Fahrzeugs ist dann verbindlich.

Heimtiere

Die Einfuhr von Heimtieren ist nur über den internationalen Flughafen von Bangui M'Poko möglich. Die Einfuhrbestimmungen verlangen nicht zwingend, dass das Tier mit einem Mikrochip versehen wurde, dies wird jedoch zur Identifikation empfohlen. Hunde, Katzen und Frettchen benötigen eine Tollwutimpfung, die mindestens 14 Tage vor Einreise erfolgen muss, sie darf jedoch nicht länger als sechs Monate zurückliegen.
Für alle Tiere muss ein tierärztliches Gesundheitszeugnis in französischer Sprache mitgeführt werden, nachdem das Tier keine Anzeichen von Erkrankungen aufweist und bei Hunden, Katzen und Frettchen aus einem tollwutfreien Bezirk stammt.

Gesundheit

Impfschutz

Eine gültige Gelbfieberimpfung wird für alle Reisenden ab dem Alter von neun Monaten bei Einreise gefordert und ist auch medizinisch sinnvoll. Es kommt immer wieder zu Gelbfieberausbrüchen.

Reisende unter 4 Wochen Reisezeit sollten einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) mit Auffrischimpfungen alle 10 Jahre haben. Einwohner und Langzeitreisenden über 4 Wochen wird gemäß WHO eine Auffrischimpfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise empfohlen, siehe Poliomyelitis.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, Polio, Tollwut und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Es besteht ganzjährig ein hohes Infektionsrisiko im ganzen Land, inklusive der Städte. Der Anteil an Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz. 

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) sinnvoll. Hierfür sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z. B. Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin) auf dem deutschen Markt erhältlich.

  • Besprechen Sie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner.
  • Die Mitnahme eines ausreichenden Vorrats wird empfohlen.

HIV/AIDS

HIV/AIDS ist im Lande ein großes Problem. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera (s.u.) jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch den Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera ist endemisch, Ausbrüche werden immer wieder beobachtet.
Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Bilharziose wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe auch Schistosomiasis.

  • Sehen Sie vom Baden in Süßwassergewässern konsequent ab.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Die afrikanische Schlafkrankheit ist endemisch, insbesondere im Norden der Zentralafrikanischen Republik. Jährlich werden mehrere hundert Fälle diagnostiziert. Von einer hohen Dunkelziffer im gesamten Grenzgebiet zu Tschad und Sudan ist auszugehen.
Die afrikanische Schlafkrankheit kann durch große tagaktive Fliegen (TseTse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden.

  • Vermeiden Sie Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahrten mit offenen Fahrzeugen) und entsprechende feste, lange Kleidung, auch stabiles Schuhwerk ist hier besonders angeraten.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist landesweit völlig unzureichend. In der Hauptstadt gibt es Privatkliniken, die insgesamt einen etwas besseren Standard bieten, allerdings ebenfalls mit Versorgungsproblemen kämpfen;  die Gesundheitsstation der französischen Botschaft kann eventuell eine Notversorgung durchführen. Die staatlichen Krankenhäuser sind fast nicht funktionsfähig. Französische Medikamente sind begrenzt in den Apotheken der Hauptstadt erhältlich. Im Landesinneren, aber auch in den Provinzhauptstädten, ist die Medikamentenversorgung sehr eingeschränkt. Für jede ernste Erkrankungen ist eine Evakuierung nach Europa dringend anzuraten.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Alle Angaben sind abhängig von den individuellen Reiseverhältnissen zu sehen und ersetzen nicht die ärztliche Konsultation sowie eine eingehende medizinische Beratung. Sofern zutreffend, beziehen sich Angaben i.d.R. auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland und sind insbesondere auf längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen und Einreisen aus Drittländern können Abweichungen gelten.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.     

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, der Reisepass muss zum Zeitpunkt der Visaerteilung noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Visainformationen

Erforderlich u.a. für Staatsangehörige der in der obigen Tabelle genannten Länder.

Kosten

Antragsteller aus Deutschland und Österreich bei der Botschaft der Zentralafrikanischen Republik in Paris:

80 € (einmalige Einreise, bis 1 Monat);
160 € (mehrmalige Einreise, bis 3 Monate);
 

Antragsteller aus der Schweiz bei der Botschaft der Zentralafrikanischen Republik in Genf:

120 CHF (einmalige Einreise, Aufenthalt bis 60 Tage)

270 CHF (Aufenthalt bis 90 Tage);

370 CHF (Aufenthalt bis 180 Tage).

Visaarten und Kosten

Touristen- und Geschäftsvisa sind für max. 3 Monate gültig.
Eine Ein- und Ausreisegenehmigung ist erforderlich, sie wird von den Einreisebehörden in Bangui ausgestellt.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Transitreisende, die mit dem selben Flugzeug weiterfliegen, über gültige Dokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

JAXBElement

Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) 2 Antragsformulare.
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass mit mindestens drei freien Seiten.
(d) Hin- und Rückflugticket.
(e) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(f) Gebühren (bei Antragstellung in bar oder per Verrechnungsscheck).
(g) Nachweis einer Gelbfieberimpfung.

(h) Einladung oder anderer Nachweis zum Zweck des Aufenthalts.

(h) Arbeitsaufenthalte: ein von den zentralafrikanischen Behörden genehmigter Arbeitsvertrag.

Bei postalischer Antragstellung ist ein frankierter Einschreiben-Rückumschlag beizufügen.

Bearbeitungsdauer

Ca. 2 Wochen, Expressbearbeitung möglich.

Gesetzlich vorgeschriebene Registrierung

Soll der Aufenthalt mehr als 3 Monate dauern, müssen sich Reisende innerhalb von 4 Wochen bei der Polizeidienststelle anmelden.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden).

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

 

Ausreisegenehmigung

Ausländer, die sich länger als 3 Monate im Land aufgehalten haben, benötigen eine von der Polizei ausgestellte Ausreisegenehmigung. Dies gilt nicht für Staatsangehörige der visumfreien afrikanischen Länder.

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung ist landesweit unzureichend. In der Hauptstadt gibt es zwei Privatkliniken, die eine Notversorgung durchführen können. Für ernste Erkrankungen ist eine Evakuierung nach Europa dringend anzuraten.

Französische Medikamente sind grundsätzlich in den Apotheken der Hauptstadt erhältlich. Im Landesinneren, aber auch in den Provinzhauptstädten, ist die Medikamentenversorgung sehr eingeschränkt.

Der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, einschließlich einer Rückholversicherung, ist daher absolut notwendig.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind. Auch Transitpassagiere benötigen eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber.
Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird allen Reisenden Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen, da die Zentralafrikanische Republik als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten gilt.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, besonders in der Präfektur Ouaka. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig, besonders in der Regenzeit von Mai bis September, in allen Landesteilen. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum soll gegen Chloroquin resistent sein.

[4]
Die Trinkwasseraufbereitung ist mangelhaft. Das Leitungswasser in der Hauptstadt und in großen Provinzstädten (Bambari, Bangassou, Berberati, Bossangoa, Bouar, Bozoum, Carnot, Ndélé) ist nach Verwendung eines Filters unbedenklich. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen. Hepatitis E kommt vor allem in Bangui und Umgebung vor und ist besonders für Schwangere gefährlich.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Mückenstich übertragbare Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor allem im Norden während der Trockenzeit von Dezember bis Mai vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Es besteht landesweit ein erhöhtes Infektionsrisiko für Schlafkrankheit, die durch Mücken übertragenen wird. Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber kommt landesweit vor. Schutzmaßnahmen sind hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.

Geld

Währung

1 CFA (Communauté Financiaire Africaine) Franc* = 100 Centimes. Währungskürzel: CFA Fr, XAF (ISO-Code). Banknoten sind im Wert von 10.000, 5000, 2000, 1000, 500 CFA Fr im Umlauf. Münzen gibt es in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 25, 10, 5, 2 und 1 CFA Fr.

Anmerkung: [*] Wird von der Banque des Etats de l'Afrique Centrale (BEAC, Staatsbank der Zentralafrikanischen Staaten) herausgegeben und von Äquatorialguinea, Gabun, Kamerun, Kongo, Tschad und der Zentralafrikanischen Republik verwendet. Der von der Banque des Etats de l'Afrique de l'Ouest (BCEAO, Staatsbank der Westafrikanischen Staaten) herausgegebene CFA Franc (XOF) ist kein gesetzliches Zahlungsmittel in der Zentralafrikanischen Republik. Der CFA Franc ist an den Euro gebunden.

Kreditkarten

Kreditkarten werden selten und nur in wenigen größeren Hotels akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der Kreditkarte.
 

Geldautomaten

Bankkarten

 

Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann nur an wenigen Geldautomaten Geld abgehoben werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel über Bargeld in Euro verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in der Zentralafrikanischen Republik nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 07.30-11.30 Uhr.

Devisenbestimmungen

Unbeschränkte Einfuhr der Landeswährung, deren Ausfuhr nur bis 50.000 CFA Fr.
Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen, Deklarationspflicht ab einem Gegenwert von 25.000 CFA Fr. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe der deklarierten Einfuhr.

Geldwechsel

In Banken in Bangui und Berbérati möglich. Zum Teil kann auch mit US-Dollar in bar bezahlt werden. Der Rücktausch ist mit hohen Verlusten verbunden.

Wechselkurse

XOF

Öffentliche Feiertage

year

2024

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Zentralafrikanische Republik eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

1000 Zigaretten/Zigarillos oder 250 Zigarren oder 2 kg Tabak (Frauen dürfen nur Zigaretten einführen);
5 Flaschen alkoholische Getränke;
5 Flakons Parfüm.

Kontaktadressen

Wirtschaft

Geschäftsetikette

In größeren Hotels stehen mitunter Übersetzer und Dolmetscher zur Verfügung, französische Sprachkenntnisse sind notwendig. Visitenkarten sollten auch auf Französisch beschriftet sein. Die Zeit von November bis Mai ist für Geschäftsreisen am besten geeignet.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 07.30-15.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Chambre de Commerce de la République Centrafricaine
PO Box 252, Bangui

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber ist Telecel Centrafrique (Internet: www.telecel.com) und Nationlink Telecom RCA (Internet: http://nationlinks.info). Das Mobilfunknetz beschränkt sich auf die Hauptstadt Bangui.

Internet

Internetanbieter sind Socatel (Internet: www.socatel.intnet.cf), Fateb und Bangui 2000.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Post

In jeder Präfektur gibt es ein Postamt, Post- und Fernmeldewesen befinden sich jedoch noch im Entwicklungsstadium, und das örtliche Postwesen ist sehr unzuverlässig. Luftpostsendungen nach Europa sind ca. eine Woche unterwegs, mitunter erheblich länger. Postlagernde Sendungen können nur nach Bangui geschickt werden. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.30-11.30 und 14.30-16.30 Uhr, Briefmarkenverkauf: Sa 14.30-18.30 Uhr und So 08.00-11.00 Uhr.

Sehenswürdigkeiten

Einkaufen

Überblick

Goldschmuck und Ebenholzschnitzereien. Handgefertigte Gegenstände kann man in den Dörfern außerhalb der großen Ortschaften meist durch Tauschgeschäfte bekommen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo-Sa 08.00-12.00 und 16.00-19.00 Uhr. Alle Geschäfte sind sonntags, einige auch montags geschlossen. Der Markt in Bangui öffnet um 07.30 Uhr und schließt bei Einbruch der Dunkelheit.

Nachtleben

Einleitung

Die teuren Nachtklubs der wenigen Hotels in Bangui sind für Touristen und Geschäftsleute gedacht. Das einheimische Nachtleben konzentriert sich auf den Bezirk Kilometre Cinq (s. Urlaubsorte & Ausflüge).

Kulinarisches

Übersicht

Europäische Gerichte erhält man nur in Bangui. Fast alle Hotels haben gute Restaurants, aber auch die anderen Restaurants sind durchaus empfehlenswert. In kleinen Dörfern kann man Lebensmittel durch Tauschgeschäfte erstehen. Getränke: In Bangui gibt es Bars. In Gebieten mit islamischer Bevölkerung empfiehlt sich Zurückhaltung bei alkoholischen Getränken.

Unterkunft

Hotels

In Bangui haben einen hohen Standard, einige sind sehr exklusiv und teuer. Die besseren Hotels bieten Klimaanlagen und Swimmingpools. Vorausbuchung empfohlen. Außerhalb von Bangui sind gute Unterkünfte schwer zu finden; in den Kleinstädten Bangassou, Bambari und Bossangoa gibt es Pensionen.

Camping

Wird im Centre d'Accueil des Touristes am Kilometre Cinq angeboten. Die notwendigen Ausrüstungen und Lebensmittel sollten mitgebracht werden.

Kultur

Religion

35 % Anhänger von Naturreligionen, 50 % Christen, 15 % Moslems.

Soziale Verhaltensregeln


Freizeitkleidung wird akzeptiert; in islamischen Gegenden sollte man die herrschenden Sitten und Gebräuche beachten. Es gilt als unhöflich, beim Sitzen die Fußsohlen zu zeigen. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Vor allem während des Fastenmonats Ramadan sollte man in überwiegend islamischen Gegenden in der Öffentlichkeit weder Alkohol trinken noch rauchen. Fotografieren: Filme sind teuer und sollten in Europa entwickelt werden. Militärische Einrichtungen und öffentliche Gebäude dürfen nicht fotografiert werden. Man sollte grundsätzlich um Erlaubnis fragen, bevor man Einheimische fotografiert. Trinkgeld: 10% sind für alle Dienstleistungen üblich.

Klima

Beste Reisezeit

Ganzjährig heiß mit ausgeprägter Trockenzeit. Im Süden treten von Mai bis Oktober Monsunregen auf.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Französisch; Sangho ist Lingua Franca und Nationalsprache. Ubangi-Sprachen und Fulani dienen als Umgangssprachen.

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