Rumänien
Anreise
Anreise mit dem Flugzeug
Die Anreise auf dem Luftweg ist die beliebteste und schnellste Möglichkeit, nach Rumänien zu reisen. Das Land verfügt über ein gut ausgebautes Netz von internationalen Flughäfen, die sowohl die Hauptstadt als auch wichtige regionale Zentren direkt mit Europa und der Welt verbinden.
Hauptflughafen:
Der wichtigste und geschäftigste Flughafen des Landes ist der Flughafen Bukarest Henri Coandă (OTP), etwa 16 km nördlich des Stadtzentrums von Bukarest. Er dient als wichtigstes Drehkreuz für den internationalen Flugverkehr sowie für Langstreckenverbindungen.
Wichtige Regionalflughäfen:
Neben der Hauptstadt werden regionale Flughäfen für Reisende immer attraktiver, um bestimmte Landesteile direkt anzusteuern. Zu den bedeutendsten gehören:
- Cluj-Napoca / Avram Iancu (CLJ) (Siebenbürgen)
- Timișoara / Traian Vuia (TSR) (Banat)
- Iași (IAS) (Moldau-Region)
- Sibiu (SBZ) (Hermannstadt / Siebenbürgen)
- Brașov-Ghimbav (GHV) (Kronstadt / Karpaten-Region)
Fluggesellschaften & Direktverbindungen aus DACH-Ländern:
Rumäniens nationale Fluggesellschaft Tarom (RO) bietet Direktflüge von Frankfurt/M., München und Wien nach Bukarest sowie saisonal von Stuttgart nach Timișoara und Sibiu an.
Zahlreiche europäische Liniengesellschaften bedienen Direktverbindungen:
- Lufthansa (LH) ab Frankfurt/M. und München nach Bukarest.
- Austrian Airlines (OS) ab Wien nach Bukarest.
- Swiss (LX) ab Zürich nach Bukarest.
- Eurowings (EW) ab Düsseldorf.
Ein dichtes Netz bieten zudem Low-Cost-Airlines an:
- Wizz Air (W6) verbindet u. a. Frankfurt/M., Karlsruhe/Baden-Baden, Leipzig/Halle, Memmingen, Dortmund, Köln/Bonn, Basel und Genf mit Bukarest sowie verschiedenen Regionalflughäfen (z. B. Cluj, Iași, Timișoara, Suceava).
- Ryanair (FR) fliegt u. a. ab Berlin, Memmingen und Wien nach Bukarest und zu regionalen Zielen.
Interkontinentalverbindungen:
Direkte Langstreckenflüge nach Rumänien sind begrenzt. Viele internationale Passagiere reisen daher über große europäische Drehkreuze wie Frankfurt, München, Wien, Amsterdam, Paris oder Istanbul (Turkish Airlines) an.
Flugzeiten
Frankfurt - Bukarest: 2 Std. 15 Min.; Wien - Bukarest: 1 Std. 30 Min.; Zürich - Bukarest: 2 Std. 15 Min.
Anreise mit dem Pkw
Rumänien grenzt an Ungarn, Serbien, Bulgarien, die Ukraine und Moldau. Durch den Beitritt zum Schengen-Raum gestalten sich Landreisen aus Mitteleuropa besonders einfach.
Anreise mit dem Auto:
Die beliebteste Route aus Deutschland, Österreich und der Schweiz führt über Deutschland, Österreich und Ungarn. Die rumänische Autobahn A1 schließt bei Nădlac direkt an die ungarische Autobahn M43 an. Von der Grenze verläuft sie über Arad, Timișoara und Lugoj bis nach Sibiu (Hermannstadt), wo die E81 weiter Richtung Bukarest führt. Die Autobahn A2 verbindet die Hauptstadt Bukarest direkt mit Constanța an der Schwarzmeerküste.
Weitere wichtige Landverbindungen bestehen aus Bulgarien (u. a. über die Donau-Brücke zwischen Ruse und Giurgiu südlich von Bukarest) sowie aus Moldau (Richtung Chișinău). Die Straßenverhältnisse auf Autobahnen und Hauptverkehrsachsen sind sehr gut; auf kleineren Landstraßen und in Gebirgsregionen kann der Verkehr langsamer verlaufen.
Grenzkontrollen & Dokumente:
Seit dem vollständigen Schengen-Beitritt Rumäniens sind die regulären Passkontrollen an den Landgrenzen zu den EU-/Schengen-Nachbarstaaten (Ungarn und Bulgarien) aufgehoben. Dennoch können stichprobenartige Sicherheits- und Zollkontrollen stattfinden. Reisende müssen stets gültige Ausweisdokumente (Personalausweis oder Reisepass) sowie den nationalen Führerschein, den Fahrzeugschein und die Internationale Versicherungskarte (Grüne Karte) mitführen.
Maut / Vignettenpflicht (Rovinieta):
Auf allen rumänischen Nationalstraßen und Autobahnen besteht für Pkw und Wohnmobile Mautpflicht in Form einer elektronischen Vignette (Rovinieta). Die Vignette ist für verschiedene Zeiträume (u. a. 1 Tag, 10 Tage, 30 Tage, 60 Tage oder 1 Jahr) erhältlich. Das bisherige 7-Tage-Format wurde durch flexiblere Tages- und 10-Tages-Optionen ersetzt. Die Rovinieta sollte am besten vorab online über die offizielle Website roviniete.ro erworben werden. Alternativ ist der Kauf an Grenzüberfängen sowie an Tankstellen (z. B. Petrom, Rompetrol, MOL, OMV) möglich. Das Kennzeichen wird elektronisch erfasst.
Fernbusse:
Aufgrund der großen rumänischen Gemeinschaft im Ausland ist das Netz an internationalen Fernbusverbindungen hervorragend ausgebaut. Anbieter wie Flixbus bieten regelmäßige Direktverbindungen aus zahlreichen Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Rumänien an. Wichtige Umsteigepunkte und Zielorte sind u. a. Bukarest, Cluj-Napoca, Timișoara und Brașov.
Pannenhilfe:
Bei Pannen ist der rumänische Automobilklub Automobil Clubul Român (ACR) unter der Rufnummer +40 (21) 315 55 10 oder über die Kurzwahl 9699 erreichbar.
Anmerkung zur Anreise mit dem Pkw
In Rumänien gilt auf fast allen Nationalstraßen, Schnellstraßen und Autobahnen eine elektronische Mautpflicht (Rovinieta). Für das Fahren im gebührenpflichtigen Straßennetz muss vorab eine gültige e-Vignette gelöst werden. Die Maut kann online, an Tankstellen, Grenzübergängen sowie an autorisierten Verkaufsstellen für Zeiträume von einem Tag bis zu einem Jahr erworben werden.
Die Kontrolle erfolgt vollständig elektronisch über ein Netz von Festinstallations- und mobilen Kameras an den Straßen, die das Kennzeichen automatisch mit der zentralen Datenbank abgleichen. Bei Fahrten ohne gültige Rovinieta werden automatisch Bußgelder ausgestellt.
Anreise mit der Bahn
Rumänien verfügt über ein weit verzweigtes Schienennetz und internationale Zugverbindungen mit mehreren Nachbarstaaten. Wichtigster Eisenbahnknotenpunkt des Landes ist die Hauptstadt Bukarest mit dem Hauptbahnhof Gara de Nord. Von hier aus bestehen direkte Verbindungen unter anderem nach Budapest, Wien, Prag, Chișinău, Sofia und Istanbul.
Nationale Bahngesellschaft:
Der Großteil des Personenverkehrs wird von der staatlichen Eisenbahngesellschaft CFR Călători betrieben. Das Zugangebot reicht von modernen Intercity-Verbindungen (IC) bis hin zu langsameren Regionalzügen (Regio). Fahrzeiten und Komfortstandards variieren je nach Zugkategorie und Strecke erheblich.
Anreise aus Deutschland, Österreich und der Schweiz:
Die Hauptroute für internationale Züge nach Rumänien führt über Ungarn (Budapest). Wichtige Verbindungen aus den DACH-Ländern sind:
- Ab Deutschland: Von München besteht die schnellste Tagesverbindung über Wien (mit dem EuroCity) und weiter mit dem Nachtzug nach Bukarest (Gesamtfahrzeit ca. 24 Stunden). Ab Frankfurt/M. beträgt die Fahrzeit ca. 27 Stunden.
- Ab Österreich: Von Wien fahren tägliche Tag- und Nachtzüge direkt nach Bukarest sowie saisonal nach Constanța an die Schwarzmeerküste. Besonders komfortabel ist der direkte Nachtzug (EuroNight / Nightjet-Partnerzug) der ÖBB in Kooperation mit der CFR Călători. Weitere Infos unter nightjet.com.
- Ab der Schweiz: Reisende aus der Schweiz erreichen Bukarest am bequemsten mit Umstieg in Wien.
Hinweis zu Nachbarstaaten: Bei Zugreisen in die Republik Moldau (Chișinău) kommt es an der Grenze aufgrund der unterschiedlichen Spurweiten zu technischen Verzögerungen durch das Umspuren der Fahrgestelle.
Bahnpässe
Rumänien ist an das europäische Schienennetz von Interrail und Eurail angeschlossen. Sowohl der Interrail One Country Pass als auch der Interrail Global Pass sind auf den meisten Strecken der nationalen Bahngesellschaft CFR Călători gültig.
Sitzplatzreservierungen:
Auf vielen Fernverbindungen (InterCity, InterRegio) sowie in internationalen Zügen besteht in Rumänien eine Sitzplatzreservierungspflicht. Die erforderlichen Reservierungen sollten vor Fahrtantritt an den Fahrkartenschaltern der Bahnhöfe oder online erworben werden.
Preistipp: Wer ausschließlich innerhalb Rumöniens mit der Bahn reisen möchte, sollte aufgrund der vergleichsweise günstigen regulären Bahntarife im Land vorab prüfen, ob der Kauf von Einzeltickets preiswerter ist als der Interrail One Country Pass.
Anreise mit dem Schiff
Die Anreise auf dem Wasserweg erfolgt über das Schwarze Meer oder über die Donau. Im Vergleich zum Flug-, Straßen- und Schienenverkehr spielt die Passagierschifffahrt für die reine Anreise eine untergeordnete Rolle, ist jedoch im Bereich der Flusskreuzfahrten von großer Bedeutung.
Seehafen Constanța:
Der bedeutendste Seehafen Rumäniens und einer der größten Häfen Europas ist Constanța an der Schwarzmeerküste. Er dient als zentraler Anlaufpunkt für Passagierschiffe und Kreuzfahrtschiffe im Schwarzmeerraum.
Donau-Flusskreuzfahrten & Binnenwasserstraßen:
Auf der Donau werden zahlreiche mehrtägige Flusskreuzfahrten (u. a. ab Passau oder Wien) bis zum Schwarzen Meer angeboten. Die Routen führen über mehrere europäische Hauptstädte wie Wien, Bratislava, Budapest und Belgrad nach Rumänien. Zu den wichtigsten rumänischen Anlegestellen und Häfen entlang der Donau und im Donaudelta gehören Drobeta-Turnu Severin, Giurgiu (nahe Bukarest), Brăila, Tulcea und Sulina.
Auf der europäischen Binnenwasserstraße Rotterdam–Constanța, die die Nordsee über Rhein, Main, Main-Donau-Kanal und Donau direkt mit dem Schwarzen Meer verbindet, verkehren ebenfalls Passagier- und Kreuzfahrtschiffe. Weitere Informationen erteilt das Rumänische Touristenamt.
Kreuzfahrtschiffe
Kreuzfahrten & Reedereien:
Auf ihren Donau-Kreuzfahrten steuern namhafte Reedereien wie nicko cruises, Phoenix Reisen GmbH und SE-Tours regelmäßig Häfen und Anlegestellen in Rumänien an. Viele dieser Flusskreuzfahrten führen aus Serbien oder Bulgarien kommend weiter durch das artenreiche Donaudelta bis ans Schwarze Meer.
Internationale Seekreuzfahrtschiffe laufen im Sommer gelegentlich den Hafen von Constanța im Rahmen von Schwarzmeer-Routen an. Bitte beachten Sie, dass sich Fahrpläne und Anläufe je nach regionaler Sicherheitslage im Schwarzmeerraum kurzfristig ändern können.
Vor Ort unterwegs
Unterwegs mit dem Flugzeug
Im Vergleich zum Schienen- und Straßenverkehr spielen Inlandsflüge für die meisten Kurzstrecken eine untergeordnete Rolle. Aufgrund der geografischen Ausdehnung Rumäniens und der Gebirgsketten der Karpaten, die einzelne Regionen voneinander trennen, bieten Inlandsflüge auf längeren Strecken jedoch eine erhebliche Zeitersparnis.
Streckennetz & Fluggesellschaften:
Bukarest dient als zentrales Drehkreuz für den Inlandsflugverkehr. Die wichtigste Fluggesellschaft für Binnenverbindungen ist die nationale Airline TAROM (RO), die die Hauptstadt regelmäßig mit größeren Regionalzentren wie Cluj-Napoca, Timișoara, Iași, Oradea, Suceava und Baia Mare verbindet. Zudem bedienen Low-Cost-Airlines (u. a. Wizz Air) ausgewählte Inlandsrouten.
Unterwegs mit dem Auto/dem Bus
Das Auto gehört zu den wichtigsten Verkehrsmitteln in Rumänien, um abgelegene Regionen, Berggebiete und kleinere Ortschaften zu erreichen, die nicht direkt an das Flug- oder Bahnnetz angeschlossen sind. Für europäische Verhältnisse ist das Land flächenmäßig groß; durch gebirgige Abschnitte und Durchfahrten von Ortschaften können Fahrzeiten oft länger ausfallen als die reinen Kilometerdistanzen vermuten lassen.
Straßennetz & Autobahnen:
Das rumänische Autobahnnetz wird stetig ausgebaut – insbesondere im Westen des Landes und rund um Bukarest. Wichtige Zentren wie Bukarest, Cluj-Napoca, Brașov, Sibiu, Timișoara und Constanța sind über das Hauptstraßennetz gut miteinander verbunden.
Panorama-Passstraßen:
Besonders eindrucksvoll sind die Fahrten durch die Karpaten über die beiden berühmten Passstraßen, die die Walachei mit Siebenbürgen verbinden:
- Transfăgărășan (DN7C): Eine der spektakulörsten Hochstraßen Europas mit zahlreichen Serpentinen und Panoramablicken.
- Transalpina (DN67C): Die höchstgelegene Passstraße Rumäniens.
Hinweis: Beide Passstraßen sind in der Regel nur in den schneefreien Sommermonaten (ca. Juni bis Oktober) geöffnet und im Winter wegen Schnee und Eis gesperrt.
Maut (Rovinieta):
Auf allen Nationalstraßen und Autobahnen besteht für Pkw Mautpflicht. Die elektronische Vignette (Rovinieta) ist für Zeiträume von 1 Tag, 10 Tagen, 30 Tagen, 60 Tagen oder 1 Jahr erhältlich. Der Kauf sollte am besten vorab online bei roviniete.ro oder direkt an den Grenzübergängen sowie Tankstellen erfolgen.
Tankstellen & Kraftstoff:
Tankstellen (u. a. Petrom, Rompetrol, MOL, OMV) sind flächendeckend vorhanden, an Hauptverkehrsstraßen und Autobahnen häufig rund um die Uhr. Die Kraftstoffpreise sind im mitteleuropäischen Vergleich meist günstiger. Die Akzeptanz von internationalen Kredit- und Debitkarten ist an allen modernen Tankstellen Standard; in sehr entlegenen ländlichen Gebieten empfiehlt sich jedoch weiterhin die Mitnahme von etwas Bargeld in der Landeswährung (RON).
Rechtsverkehr/Linksverkehr
rZustand der Straßen
Die Straßenqualität variiert in Rumänien je nach Region und Straßentyp erheblich. Autobahnen, Europastraßen und die wichtigsten Hauptverbindungsstraßen (Nationalstraßen / DN) zwischen den größeren Städten – insbesondere im Westen des Landes und rund um Bukarest – sind in einem guten Zustand.
Nebenstraßen & ländliche Regionen:
Nebenstraßen sowie Fahrwege zu kleineren Dörfern weisen häufiger Schlaglöcher, unebene Fahrbahnen und fehlende Asphaltierung auf. Bei starkem Regen sind unbefestigte Strecken ohne Allradantrieb schwer passierbar. Es empfiehlt sich daher, auf den ausgeschilderten Nationalstraßen zu bleiben und Abkürzungen über untergeordnete Landwege zu vermeiden.
Besonderheiten & Sicherheitshinweise:
- Sichtverhältnisse bei Dunkelheit: Straßenschilder und Leitpfosten bestehen stellenweise aus nicht reflektierendem Material und sind bei Nacht schwer zu erkennen. Zudem fehlt auf vielen ländlichen Routen eine Straßenbeleuchtung. Nachtfahrten über Land sollten daher nach Möglichkeit vermieden werden.
- Hindernisse auf Fahrbahnen: In Ortschaften und auf Nebenstraßen muss jederzeit mit unbeleuchteten Pferdefuhrwerken, Fußgängern, Radfahrern oder Weidevieh auf der Straße gerechnet werden.
- Gebirgsstraßen: Passstraßen durch die Karpaten sind landschaftlich spektakulär, aber oft eng und kurvenreich. Im Winter können Schnee, Eis und Nebel die Fahrbahnverhältnisse beeinträchtigen; einige hochgelegene Pässe werden saisonal komplett gesperrt.
Staßenklassifizierung
Das Straßennetz in Rumänien gliedert sich in folgende Kategorien und Kennzeichnungen:
- Autobahnen (autostrăzi): Kennzeichnung mit A auf grünem Grund (z. B. A1, A3) für den schnellen Fernverkehr zwischen Großstädten und Regionen.
- Schnellstraßen (drumuri expres): Kennzeichnung mit DEx bzw. DX auf rotem Grund mit Nummer oder Buchstaben.
- Nationalstraßen (drumuri naționale): Kennzeichnung mit DN auf rotem Grund. Sie verbinden wichtige Städte, Regionen und Grenzübergänge. Hauptrouten des internationalen Verkehrs sind zusätzlich mit der Europastraßen-Bezeichnung E (grünes Schild) gekennzeichnet.
- Kreisstraßen (drumuri județene): Kennzeichnung mit DJ auf blauem Grund mit dreistelliger Nummer oder Buchstaben für regionale Verbindungen.
- Gemeindestraßen (drumuri comunale): Kennzeichnung mit DC auf gelbem Grund mit dreistelliger Nummer oder Buchstaben zur Erschließung kleinerer Dörfer und ländlicher Gebiete.
Autovermietung
Mietwagen:
Mietwagen sind in Rumänien flächendeckend verfügbar. Vertretungen internationaler sowie lokaler Autovermietungen finden sich an allen größeren Flughäfen, Hauptbahnhöfen und in Städten wie Bukarest, Cluj-Napoca, Brașov, Timișoara und Sibiu. Ein Mietwagen bietet die flexibelste Möglichkeit, Panoramastraßen wie die Transfăgărășan oder abgelegene Dörfer in Siebenbürgen und Maramureș zu erkunden.
Voraussetzungen & Bestimmungen:
- Mindestalter & Führerschein: Fahrer müssen in der Regel mindestens 21 Jahre alt sein (variiert je nach Fahrzeugkategorie und Anbieter) und seit mindestens einem Jahr einen gültigen Führerschein besitzen. Nationalführerscheine aus EU-/EWR-Ländern und der Schweiz werden problemlos anerkannt. Ein internationaler Führerschein wird nur empfohlen, wenn der nationale Führerschein nicht im lateinischen Alphabet ausgestellt ist.
- Gebühren & Altersgrenzen: Für Fahrer unter 25 Jahren erheben viele Autovermietungen vor Ort eine Jungfahrer-Gebühr (Young Driver Surcharge). Einige Anbieter sehen zudem eine Höchstaltersgrenze (häufig 70 bis 75 Jahre) vor.
- Grenzübertritt & Versicherung: Bei geplanten Fahrten in Nachbarländer (z. B. nach Bulgarien, Ungarn, Serbien oder Moldau) muss vorab die ausdrückliche Zustimmung der Autovermietung eingeholt und der Versicherungsschutz entsprechend erweitert werden.
Taxi
Taxis & Ride-Hailing:
Taxis stehen in rumänischen Städten wie Bukarest, Cluj-Napoca, Brașov und Timișoara flächendeckend zur Verfügung. Offizielle, lizensierte Taxis sind durch Firmenschilder, ein Dachschild sowie gut sichtbare Tarifaufdrucke an den Fahrzeugtüren erkennbar (die Fahrzeugfarben variieren, in Bukarest sind sie meist gelb). Fahrten sind im europäischen Vergleich günstig.
Praxistipps für Taxis:
- Empfehlung: Es wird dringend geraten, nur gekennzeichnete Taxis zu nutzen, die telefonisch, per App oder an offiziellen Taxiständen (z. B. an Bahnhöfen und Flughäfen) bestellt wurden. Unaufgefordert ansprechende Fahrer in Terminals oder Bahnhofshallen sollten gemieden werden.
- Fahrpreise & Trinkgeld: Der Taxameter sollte bei Fahrtbeginn stets eingeschaltet werden. Trinkgeld ist nicht verpflichtend, üblich ist jedoch das Aufrunden des Betrags bzw. ein Aufschlag von ca. 5–10 % bei gutem Service.
- Flughafen Bukarest (Henri Coandă): Am Flughafen stehen offizielle Taxis an den ausgewiesenen Haltestellen sowie automatische Bestell-Terminals in der Ankunftshalle bereit.
Ride-Hailing-Dienste (Uber & Bolt):
In Großstädten sind Vermittlungs-Dienste wie Uber und Bolt extrem weit verbreitet und werden von Besuchern oft bevorzugt, da Preis und Route vorab in der App transparent angezeigt und bargeldlos abgewickelt werden.
Fahrrad
Das Radfahren in Rumänien reicht von städtischem Pendeln über gemütliche Touren durch ländliche Regionen bis hin zu anspruchsvollem Mountainbiking in den Karpaten. Abseits der Großstädte bietet das Land mit abwechslungsreichen Landschaften, traditionellen Dörfern und ruhigen Nebenstraßen hervorragende Bedingungen für erfahrene Radfahrer.
Fernradwege & Radfernreisen:
In mehreren Regionen wird die Infrastruktur für den Radtourismus stetig ausgebaut. Dazu gehören Abschnitte des internationalen EuroVelo-Netzes (insbesondere EuroVelo 6 entlang der Donau). Die Donau-Region sowie Siebenbürgen (Transsilvanien) zählen dank ihrer historischen Städte, eindrucksvollen Szenerien und verkehrsarmen Landstraßen zu den beliebtesten Zielen für Mehrtagestouren.
Mountainbiking & Rennrad in den Karpaten:
Mountainbiking und Rennradfahren erfreuen sich in den Gebirgsregionen wachsender Beliebtheit. Hotspots sind die Regionen rund um Brașov (Kronstadt), Sibiu (Hermannstadt) und das Apuseni-Gebirge. Aufgrund steiler Steigungen, kurvenreicher Strecken und rasch wechselnder Wetterbedingungen erfordern viele Routen im Gebirge eine gute körperliche Kondition.
Radinfrastruktur in Städten:
Die städtische Radinfrastruktur ist regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während Bukarest im Vergleich zu westeuropäischen Hauptstädten nur über wenige getrennte Radwege verfügt, investieren andere Großstädte (wie Cluj-Napoca oder Sibiu) zunehmend in den Ausbau von Radwegen und städtischen Bike-Sharing-Systemen.
Reisebus
Fern- und Kleinbusse bilden einen zentralen Pfeiler des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs in Rumänien. Sie ergänzen das Schienennetz ideal und verbinden auch entlegene Ortschaften sowie ländliche Regionen, die nicht direkt von Zügen angefahren werden.
Fahrzeugtypen & Streckennetz:
Das Angebot reicht von modernen, klimatisierten Reisebussen auf den Hauptstrecken zwischen den Großstädten bis hin zu kleineren Minibussen (microbuze), die im regionalen und ländlichen Linienverkehr eingesetzt werden. Neben Bukarest dienen auch regionale Zentren wie Cluj-Napoca, Brașov, Iași und Timișoara als wichtige Knotenpunkte für den Busverkehr.
Tickets & Fahrpreise:
Fahrkarten sind im europäischen Vergleich sehr günstig. Je nach Anbieter und Strecke können Tickets vorab online, an den Busbahnhöfen (Autogară) oder direkt beim Fahrer erworben werden. Auf Hauptverbindungen empfiehlt sich eine Reservierung im Voraus.
Vorschriften
Verkehrsbestimmungen:
- Rechtsverkehr: In Rumänien gilt Rechtsverkehr.
- Promillegrenze: Es gilt ein striktes absolutes Alkoholverbot (0,0 Promille) am Steuer. Verstöße werden streng geahndet und führen in der Regel zum Führerscheinentzug.
- Lichtpflicht: Das Fahren mit Abblendlicht oder Tagfahrlicht ist das gesamte Jahr über auf allen Straßen Pflicht (auch tagsüber und innerorts).
- Telefonieren: Mobiltelefone dürfen während der Fahrt nur mit einer Freisprechanlage benutzt werden.
- Anschnallpflicht & Kinderbeförderung: Für alle Insassen besteht Anschnallpflicht. Kinder unter 3 Jahren müssen in geeigneten Rückhaltevorrichtungen befördert werden. Kinder unter 12 Jahren bzw. unter 1,50 m Körpergröße benötigen einen passenden Kindersitz.
- Pflichtmitführbringsel im Fahrzeug:
- 2 Warndreiecke
- Feuerlöscher (gilt für alle Kfz inklusive Pkw und Wohnmobile, auch bei der Durchreise)
- Erste-Hilfe-Kasten (Verbandskasten)
- Reflektierende Warnweste (muss beim Verlassen des Fahrzeugs außerhalb geschlossener Ortschaften getragen werden)
- Winterreifenpflicht: Bei winterlichen Straßenverhältnissen (Schnee, Eis, Schneematsch) sind Winterreifen gesetzlich vorgeschrieben.
Geschwindigkeitsbegrenzungen (für Pkw):
- Innerorts: 50 km/h
- Außerorts / Landstraßen: 90 km/h
- Schnellstraßen (Expresswege) & Europastraßen: 100 km/h
- Autobahnen: 130 km/h
Hinweis zu Bußgeldern: Polizei- und Geschwindigkeitskontrollen sind auf Hauptverkehrsachsen und Autobahnen häufig. Verstöße können mit sofortigen Bußgeldern geahndet werden.
Pannenhilfsdienst
Rumänien verfügt über ein gut ausgebautes Netz an Pannendiensten und Abschleppunternehmen – insbesondere entlang der Autobahnen, Nationalstraßen und rund um die größeren Städte. In abgelegenen ländlichen Gebieten oder Gebirgsregionen kann die Anfahrtszeit vor allem im Winter länger ausfallen.
Allgemeiner Notruf:
Die europaweite Notrufnummer für Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr ist in Rumänien die 112.
Rumänischer Automobilklub (ACR):
Der rumänische Automobilklub Automobil Clubul Român (ACR) bietet Pannendienste für eigene Mitglieder sowie für Mitglieder partnerrelevanter internationaler Automobilklubs (z. B. ADAC, ÖAMTC, TCS) an.
Kontakt: Tel. +40 (21) 315 55 10 oder nationale Kurzwahl 9699.
Pannen- und Notruf für Klubs aus dem DACH-Raum (z. B. ADAC):
Der Auslandsnotruf des ADAC steht Mitgliedern und Inhabern eines Auslandskranken- und Unfallschutzes rund um die Uhr zur Verfügung (Unterstützung bei Pannen, Unfällen, Dokumentenverlust oder medizinischen Notfällen):
- Bei Fahrzeugschäden / Pannen: Tel. +49 (89) 22 22 22
- Bei Erkrankungen / medizinischen Notfällen: Tel. +49 (89) 76 76 76
Mietwagen-Hinweis: Bei einer Panne oder einem Unfall mit einem Mietwagen sollte immer zuerst die Notfallnummer der Autovermietung kontaktiert werden, da die meisten Mietverträge eigene Pannenschutzleistungen vorschreiben.
Dokumentation
Bei Fahrten in Rumänien müssen Führerschein, Ausweisdokumente (Reisepass oder Personalausweis), Fahrzeugschein sowie der Versicherungsnachweis stets im Fahrzeug mitgeführt werden. Auf allen gebührenpflichtigen Straßen muss zudem eine gültige elektronische Maut (Rovinieta) auf das Kennzeichen registriert sein.
Führerscheinbestimmungen:
- EU- und EWR-Bürger: Nationale Führerscheine aus EU- und EWR-Mitgliedstaaten sowie der Schweiz sind in Rumänien uneingeschränkt und unbefristet gültig.
- Drittstaaten: Nationale Führerscheine aus vielen Nicht-EU-Ländern werden für einen vorübergehenden Aufenthalt (bis zu 185 Tage ab Wohnsitznahme) anerkannt, sofern sie im lateinischen Alphabet ausgestellt sind. Bei anderen Schriftzeichen wird ein Internationaler Führerschein als Zusatzdokument benötigt. Rumänien erkennt Internationale Führerscheine von Staaten an, die die Wiener Straßenverkehrskonvention von 1968 oder das Genfer Abkommen von 1949 ratifiziert haben.
- Einschränkungen: Nationale Führerscheine einzelner Drittstaaten (z. B. Ghana) werden in Rumänien nicht anerkannt. Vorläufige Führerscheine aus dem Ausland werden ebenfalls nicht akzeptiert.
Kfz-Versicherung & Versicherungsnachweis:
- Kennzeichenabkommen (EU/EFTA): Für Fahrzeuge aus EU- und EFTA-Staaten gilt das amtliche Kennzeichen als ausreichender Nachweis der Haftpflichtversicherung.
- Empfehlung Internationale Versicherungskarte (Grüne Karte): Trotz der Kennzeichenregelung wird EU- und EFTA-Bürgern die Mitnahme der Internationalen Versicherungskarte für den Kraftverkehr (Grüne Karte) dringend empfohlen. Sie erleichtert im Unfall- oder Schadensfall die Aufnahme vor Ort erheblich und stellt sicher, dass der volle Versicherungsschutz greift.
- Nicht-EU-Staaten: Fahrzeuge aus Nicht-EU-Ländern müssen eine gültige Grüne Karte mit Länderkennung RO oder eine entsprechende Grenzversicherung vorweisen.
- Zusatzversicherung: Für Reisen mit dem eigenen Fahrzeug wird zusätzlich der Abschluss einer Kurzkaskoversicherung empfohlen.
Unterwegs in der Stadt
In rumänischen Großstädten gibt es ein gut ausgebautes und preiswertes Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln.
Öffentlicher Nahverkehr in Bukarest:
Die Hauptstadt Bukarest verfügt über ein umfangreiches Nahverkehrsnetz aus U-Bahn, Bus Linien, Straßenbahnen und Oberleitungsbussen (Trolleybussen).
- U-Bahn (Metrorex): Das unterirdische U-Bahn-Netz wird von Metrorex betrieben. Es ist modern, verlässlich und verbindet die wichtigsten Stadtteile, Geschäftszentren und Bahnhöfe (z. B. Gara de Nord). U-Bahn-Tickets bzw. Entwertungen gelten zeitunabhängig für eine Fahrt, solange man den kostenpflichtigen Bereich hinter den Bahnsteigsperren nicht verlässt.
- Oberflächenverkehr (STB): Busse, Straßenbahnen und Trolleybusse erschließen Gebiete abseits der U-Bahn-Linien. Beachten Sie, dass es auf den Straßen im Berufsverkehr häufig zu Staus kommen kann. Tickets für den Oberflächenverkehr müssen vor der Fahrt erworben und beim Einstieg validiert werden (kontaktloses Zahlen mit Bankkarte im Fahrzeug ist weit verbreitet).
- Fahrkartenangebot: Neben Einzelfahrscheinen gibt es 10er-Karten, Tages-, Wochen- und Monatskarten sowie kombinierte Umsteigetickets für Bus/Straßenbahn und U-Bahn.
- Altstadt & Fußgängerzonen: Das historische Zentrum (Lipscani) lässt sich ideal zu Fuß erkunden. Ergänzend stehen Taxis sowie Ride-Hailing-Dienste (Uber, Bolt) günstig zur Verfügung.
Öffentlicher Nahverkehr in anderen Städten:
Weitere Großstädte wie Cluj-Napoca, Timișoara, Iași und Brașov betreiben eigene, gut ausgebildete Bus- und Straßenbahnnetze. In kleineren Städten liegt der Schwerpunkt auf Bussen, Minibussen (microbuze) und Taxis. Die Fahrpreise sind im gesamten Land im europäischen Vergleich sehr günstig.
Vor Ort unterwegs mit der Bahn
Rumänien verfügt über eines der größten Schienennetze Osteuropas. Die Bahn ist weiterhin ein wichtiges und preiswertes Verkehrsmittel für Reisen zwischen den Großstädten und Regionen. Der Personenverkehr wird überwiegend von der staatlichen Eisenbahngesellschaft CFR Călători betrieben.
Streckennetz & Züge:
Direkte Bahnverbindungen verknüpfen Bukarest mit Städten wie Cluj-Napoca, Brașov, Sibiu, Timișoara, Iași, Constanța und Suceava. Auf längeren Inlandsstrecken (z. B. von Bukarest in den Norden oder Westen des Landes) verkehren Nachtzüge mit Schlaf- und Liegewagen.
Zugkategorien & Komfort:
- InterCity (IC) & InterRegio (IR): Schnellere und modernere Fernzüge mit höherem Komfort. Für diese Züge sind Zuschläge sowie eine obligatorische Sitzplatzreservierung erforderlich. Einzelne Fernzüge verfügen über Speisewagen oder Catering-Angebote.
- Regio (R): Nahverkehrszüge, die auch kleinere Stationen bedienen. Sie sind sehr günstig, verhalten sich jedoch deutlich langsamer und bieten einfacheren Standard.
Fahrkarten & Buchung:
Die Fahrpreise sind im europäischen Vergleich sehr günstig. Tickets und Reservierungen können bequem vorab online über die Website der CFR Călători, per mobiler App oder direkt an den Bahnhofsschaltern gekauft werden.
Barrierefreiheit & Praxishinweis:
In vielen rumänischen Zügen und auf älteren Bahnhöfen befinden sich die Einstiegstüren der Waggons recht hoch über dem Bahnsteig. Das Einsteigen mit schwerem Gepäck oder für Personen mit eingeschränkter Mobilität kann daher beschwerlich sein.
Bahnpässe
Rumänien ist vollständig an das internationale Schienennetz von Interrail und Eurail angeschlossen. Sowohl der Interrail One Country Pass als auch der Interrail Global Pass (sowie Eurail Passes für Nicht-EU-Bürger) werden auf fast allen Verbindungen der staatlichen Bahngesellschaft CFR Călători akzeptiert.
Sitzplatzreservierungen:
Beachten Sie, dass in Rumänien auf den meisten Fernverkehrszügen (InterCity, InterRegio) sowie in internationalen Zügen eine obligatorische Sitzplatzreservierungspflicht besteht. Die Reservierungsgebühren müssen vor Fahrtantritt zusätzlich an den Schaltern oder online erworben werden.
Preistipp: Wer ausschließlich innerhalb Rumöniens reist, sollte vorab die Preise für reguläre Einzeltickets vergleichen. Da die Bahntarife im Land im europäischen Vergleich sehr günstig sind, ist der Kauf von Einzelfahrkarten oft preiswerter als der Interrail One Country Pass.
Unterwegs mit dem Schiff
Die Binnenschifffahrt spielt in Rumänien vor allem entlang der Donau, auf dem Donau-Schwarzmeer-Kanal sowie im artenreichen Donaudelta eine wichtige Rolle – sowohl für den Frachtverkehr als auch für den lokalen Personenverkehr und den Tourismus. Zu den schiffbaren Flüssen des Landes gehören neben der Donau unter anderem die Theiß (Tisa), Mureș, Siret und der Pruth (Prut).
Donaudelta & Personenschifffahrt:
Das Donaudelta ist weitgehend frei von Autostraßen, sodass Schiffe und Boote das Hauptverkehrsmittel darstellen. Die Stadt Tulcea gilt als das zentrale Tor zum Delta. Von hier aus verkehren Linienfähren, Passagierschiffe und Wassertaxis zu isolierten Ortschaften wie Sulina, Sfântu Gheorghe und Mila 23. Für Touristen werden Tagesausflüge, mehrtägige Naturkreuzfahrten sowie Fahrten mit Fischer- oder Schnellbooten angeboten, um Pelikane, Reiher und andere seltene Vogelarten in den schmalen Schilfkanälen zu beobachten.
Fährverbindungen entlang der Donau:
Entlang der Donau bestehen an mehreren Punkten Autofähren und Passagierschiffe zur Überquerung des Flusses sowie zur regionalen Anbindung, unter anderem bei Brăila, Galați, Tulcea und Smârdan. Zudem verbinden Ausflugsschiffe in den Sommermonaten Küstenorte entlang der Schwarzmeerküste.
Schwarzmeerhafen Constanța:
Der Hafen von Constanța ist der bedeutendste Seehafen des Landes und bildet den Endpunkt des europäischen Binnenwasserweges Rhein-Main-Donau zum Schwarzen Meer.
Reisewarnung
Überblick
Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes
Link: https://www.auswaertiges-amt.de/
Stand -
(Unverändert gültig seit: )
Gesundheitsvorsorge
Übersicht
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückhoversicherung wird empfohlen. Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger.
Im Krankheitsfall wendet man sich an einen Vertragsarzt oder eine Vertragseinrichtung, die mit der nationalen Krankenkasse (Casa Judeteana di Asigurari de Sanatate) verbunden ist.
In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Anmerkungen Impfungen
[1] Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Zecken übertragen. Bei längerem Aufenthalt und besonderer Exposition wird eine Impfung gegen FSME empfohlen.
[2] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[3] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Essen und Trinken
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen) die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Leitungswasser ist in der Regel gechlort und es hat keine Trinkwasserqualität. Leitungswasser sollte abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.
Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Durch hygienisches Essen und Trinken - nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes; Leitungswasser, Salat und Fisch mit Vorsicht genießen - können Durchfallerscheinungen vermieden werden. Von dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln, vor allem Fleisch, aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird abgeraten.
Andere Risiken
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Landesweit besteht in den Sommermonaten das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Tuberkulose kann vorkommen. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch über Tröpfcheninfektion.
Das von Mücken übertragene West-Nil-Fieber kommt in Rumänien in den Sommermonaten vor. Eine Schutzimpfung gibt es nicht, es empfiehlt sich ein wirksamer Mückenschutz.
Impfungen
Geld
Währung
1 Leu (Plural: Lei) = 100 Bani. Währungskürzel: RON (ISO-Code).
Banknoten gibt es im Wert von 500, 200, 100, 50, 10, 5 Lei und 1 Leu, Münzen im Wert von 50, 10, 5 und 1 Bani.
Kreditkarten
Mastercard, American Express, Diners Club und Visa werden in größeren Hotels, Mietwagenfirmen und einigen Restaurants und Geschäften akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Geldautomaten
Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Reiseschecks
Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks werden in Rumänien in größeren Städten in wenigen Banken und Wechselstuben eingetauscht und sollten in Euro oder US-Dollar ausgestellt sein.
Öffnungszeiten der Bank
I. Allgemeinen von Mo-Fr 08.00-13.00 und 14.00-17.00/18.00 Uhr.
Devisenbestimmungen
Währungen
Öffentliche Feiertage
Liste der gesetzlichen Feiertage
Zollfrei Einkaufen
Überblick
Zoll- und Einfuhrbestimmungen für Rumänien:
Reisen innerhalb der EU (EU-Binnenverkehr):
Waren für den persönlichen Eigenbedarf können von Personen ab 17 Jahren abgabenfrei aus anderen EU-Mitgliedstaaten nach Rumänien transportiert werden, sofern die Steuern im Erwerbsland bezahlt wurden. Zur Abgrenzung zwischen privatem Eigenbedarf und gewerblichem Verkehr gelten folgende Richtmengen:
- Tabakwaren: 800 Zigaretten, 400 Zigarillos, 200 Zigarren oder 1 kg Rauchtabak.
- Alkoholische Getränke: 10 Liter Spirituosen (Alkoholgehalt über 22 %), 20 Liter Zwischenerzeugnisse/verstärkter Wein (bis 22 %), 90 Liter Wein (davon maximal 60 Liter Schaumwein) und 110 Liter Bier.
Einreise aus Nicht-EU-Ländern (Drittstaaten):
Bei der Einreise aus einem Nicht-EU-Land gelten für Reisende ab 17 Jahren folgende zollfreie Freimengen für den persönlichen Gebrauch:
- Tabakwaren (Flug- und Seereisen): 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak (auch kombiniert möglich).
- Tabakwaren (Landweg / Bahn / PKW): Wegen strengerer Grenzkontrollen an den EU-Außengrenzen auf dem Landweg gilt ein reduzierter Freibetrag von 40 Zigaretten (2 Schachteln).
- Alkohol & Getränke: 1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von über 22 % oder 2 Liter alkoholische Getränke/Zwischenerzeugnisse bis zu 22 % Alkoholgehalt; zusätzlich 4 Liter Stillwein sowie 16 Liter Bier.
- Sonstige Waren & Geschenke: Bis zu einem Gesamtwert von 430 € für Flug- und Seereisende bzw. 300 € bei der Einreise auf dem Land- oder Schienenweg. Für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren gilt generell ein Freibetrag von 175 €.
Hinweis: Jugendliche und Kinder unter 17 Jahren dürfen keine Freimengen für Tabakwaren oder Alkohol in Anspruch nehmen.
Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.
Verbotene Importe
Alle nicht in Dosen verpackte Tierprodukte wie Fleisch, Milch und Milchprodukte (siehe auch Einfuhrbestimmungen), pornografische Erzeugnisse und Drogen. Für lebendes Geflügel, Fleisch und Fleischerzeugnisse besteht im Reiseverkehr ein generelles Einfuhrverbot aus Drittländern (ausgenommen aus den Färöer, Grönland, Island, Liechtenstein und der Schweiz).
Es besteht ein Einfuhrverbot u.a. für die folgenden Waren aus der Russischen Föderation in die EU: Diamanten, Gold, Schmuck, Zigaretten, Kosmetikartikel, Meeresfrüchte (z.B. Kaviar), Spirituosen (z.B. Vodka), Schuhe, Kleidung und Smartwatches.
Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.
Importbestimmungen
Computer, Laptops, Drucker u. ä. sowie Schmuck und Kunstgegenstände müssen deklariert werden.
Reisende, die von außerhalb der Europäischen Union u.a. Fleisch- und Milcherzeugnisse in die EU einführen, müssen diese anmelden. Die Regelung gilt nicht für die Einfuhr von tierischen Produkten aus den EU-Staaten sowie aus Andorra, Liechtenstein, Norwegen, San Marino und der Schweiz. Wer diese Produkte nicht anmeldet, muss mit Geldstrafen oder strafrechtlicher Ahndung rechnen.
Import/Export in die EU
Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt, sofern die Waren für den persönlichen Bedarf und nicht für den Weiterverkauf bestimmt sind. Außerdem dürfen die Waren nicht in Duty-free-Shops gekauft worden sein. Über den persönlichen Eigenbedarf kann von den Reisenden ein Nachweis verlangt werden. Die Mitgliedstaaten haben das Recht, Verbrauchsteuern auf Spirituosen oder Tabakwaren zu erheben, wenn diese Produkte nicht für den Eigenbedarf bestimmt sind.
Als persönlicher Bedarf gelten folgende Höchstmengen:
800 Zigaretten (Personen ab 17 J.);
400 Zigarillos (Personen ab 17 J.);
200 Zigarren (Personen ab 17 J.);
1 kg Tabak (Personen ab 17 J.);
10 Liter hochprozentige Alkoholika (Personen ab 17 J.);
20 Liter mit Alkohol angereicherter Wein (z. B. Port oder Sherry) (Personen ab 17 J.);
90 Liter Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein) (Personen ab 17 J.);
110 Liter Bier (Personen ab 17 J.);
Parfüms und Eau de Toilette: Keine Beschränkungen, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Menge für den persönlichen Verbrauch bestimmt ist.
Arzneimittel: Dem persönlichen Bedarf während der Reise entsprechende Menge.
Andere Waren: Der Warenverkehr innerhalb der EU ist für Reisende unbeschränkt. Ausgenommen davon sind jedoch Goldlegierungen und Goldplattierungen in unbearbeitetem Zustand oder als Halbzeug (Halbfabrikat) und Treibstoff. Kraftstoff darf nur mineralölsteuerfrei aus einem EG-Mitgliedstaat eingeführt werden, wenn er sich im Tank des Fahrzeuges oder in einem mitgeführten Reservebehälter befindet. Dabei wird eine Kraftstoffmenge von bis zu 10 Litern im Reservebehälter nicht beanstandet.
Wenn darüber hinausgehende Mengen dieser Waren mitgeführt werden, wäre z. B. eine Hochzeit ein Ereignis, mit dem sich ein Großeinkauf begründen ließe.
Anmerkung: Allerdings gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regelung des unbeschränkten Warenverkehrs. Sie betreffen insbesondere den Neufahrzeugkauf und Einkäufe zu gewerblichen Zwecken. (Nähere Informationen hinsichtlich Steuern für Kraftfahrzeuge stehen im Leitfaden "Kauf von Waren und Dienstleistungen im Binnenmarkt" der Europäischen Kommission.)
EU
Der Duty-free-Verkauf auf Flug- und Schiffshäfen wurde für Reisen innerhalb der EU abgeschafft. Nur noch Reisende, die die EU verlassen, können im Duty-free-Shop billig einkaufen. Bei der Einfuhr von Waren in ein EU-Land, die in Duty-free-Shops in einem anderen EU-Land gekauft wurden, gelten dieselben Reisefreimengen und derselbe Reisefreibetrag wie bei der Einreise aus nicht EU-Ländern.
Kommunikation
Telefon
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 0040.
Mobiltelefon
Rumänien verfügt über ein sehr gut ausgebautes und schnelles Mobilfunknetz (2G, 4G/LTE sowie flächendeckendes 5G in Großstädten und Ballungsräumen). Die Netzabdeckung ist in Städten, kleineren Orten sowie entlang der Hauptverkehrsstraßen und Bahnstrecken ausgezeichnet. In entlegeneren Bergregionen der Karpaten oder Teilen des Donaudeltas kann der Empfang schwächer sein, hat sich jedoch auch im ländlichen Raum stark verbessert.
Netzbetreiber & Prepaid-SIM-Karten:
Zu den führenden rumänischen Mobilfunkanbietern gehören Orange Romania, Vodafone Romania, Digi Mobil und Telekom Romania.
- EU-Roaming ("Roam like at Home"): Da Rumänien Mitglied der Europäischen Union ist, nutzen Reisende aus EU-/EWR-Ländern ihren Heimat-Tarif für Anrufe, SMS und Datenvolumen ohne Zusatzkosten (unter Beachtung der Fair-Use-Policy ihres Anbieters).
- Prepaid-SIM-Karten & eSIM: Lokale Prepaid-SIM-Karten (Cartelă PrePay) sowie digitale eSIM-Tarife sind sehr günstig. Sie sind an Flughäfen, in Supermärkten, Kiosken und Mobilfunkgeschäften erhältlich. Für die Registrierung einer SIM-Karte vor Ort kann die Vorlage eines Personalausweises oder Reisepasses erforderlich sein.
Internet
WLAN & Internetverbindungen:
In Rumänien steht ein sehr dichtes Netz aus kostenlosen und öffentlich zugänglichen WLAN-Hotspots zur Verfügung. Das Land ist international für seine hervorragende digitale Infrastruktur bekannt und verfügt über einige der schnellsten Breitband- und Internetverbindungen Europas.
- Verfügbarkeit in Städten: WLAN (Wi-Fi) ist in nahezu allen Hotels, Pensionen, Cafés, Restaurants, Einkaufszentren, Museen sowie an vielen öffentlichen Plätzen und Bahnhöfen – insbesondere in Großstädten und touristischen Zentren – als Standard-Service kostenfrei verfügbar.
- Gastronomie & Unterkünfte: In den meisten Gastronomiebetrieben erhalten Kunden das WLAN-Passwort auf Anfrage oder finden es direkt auf der Speisekarte bzw. der Belegrechnung ausgedruckt.
- Abdeckung in ländlichen Regionen: Während die Abdeckung in Städten und Ballungsräumen hervorragend ist, kann der Empfang in entlegenen Bergdörfern der Karpaten oder in isolierten Teilen des Donaudeltas gelegentlich schwächer oder uneinheitlich sein. Der Netzausbau wird jedoch auch in ländlichen Gebieten stetig vorangetrieben.
Radio
Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Rumänien empfangen.
Unterkunft
Hotels
Rumänien bietet ein breites Spektrum an Übernachtungsmöglichkeiten – von internationalen Luxushotels und modernen Stadt-Appartements bis hin zu gemütlichen Familienpensionen auf dem Land. Die Preise für Unterkünfte liegen im europäischen Vergleich auf einem sehr günstigen Niveau, insbesondere außerhalb der Hauptstadt Bukarest und der Haupttouristenregionen.
Hotelkategorien & Klassifizierung:
Hotels in Rumänien werden offiziell nach dem internationalen Standard von 1 bis 5 Sternen klassifiziert. Neben großen internationalen Hotelketten in den Zentren gibt es eine wachsende Zahl von Boutique-Hotels und gepflegten Mittelklassehotels.
Unterkunftsarten im Überblick:
- Städtische Hotels & Appartements: Bukarest verfügt über das größte Angebot an Unterkünften, darunter Luxushotels, Aparthotels für Geschäftsreisende sowie Hostels und Ferienwohnungen. Auch große Regionalstädte wie Cluj-Napoca, Brașov, Sibiu und Timișoara bieten eine breite Auswahl für jedes Budget.
- Traditionelle Pensionen (Pensiune): In ländlichen Regionen wie Siebenbürgen (Transilvania), Maramureș und der Bukowina (Bucovina) sind familiengeführte Pensionen sehr beliebt. Sie bieten Reisenden oft hausgemachte regionale Speisen und authentische Einblicke in das traditionelle Dorfleben.
- Berglodges & Skiresorts: In den Karpaten (z. B. in Poiana Brașov, Sinaia oder Predeal) stehen Ganzjahres-Resorts, Skihütten und Chalets für Outdoor- und Wintersportler zur Verfügung.
- Günstige Alternativen: Kurzzeitmieten (Apartments), Hostels und Budget-Hotels sind vor allem in Universitätsstädten und bei Rucksacktouristen weit verbreitet.
Buchungshinweis:
In Städten und touristischen Zentren lassen sich Unterkünfte problemlos über gängige Online-Buchungsportale oder direkt bei den Hotels reservieren. Für Unterkünfte in abgelegenen ländlichen Gebieten empfiehlt sich eine rechtzeitige Vorausbuchung per E-Mail oder Telefon, um eine schriftliche Reservierungsbestätigung zu erhalten. Weitere Informationen bietet die Romanian Hotel Industry Federation (FIHR).
Camping
Camping erfreut sich in Rumänien großer Beliebtheit und bietet eine hervorragende Möglichkeit, die beeindruckende Natur des Landes hautnah zu erleben. Landesweit stehen rund 100 offizielle Campingplätze zur Verfügung, deren Hauptsaison von Mai bis September reicht.
Beliebte Camping-Regionen:
- Karpaten & Bergregionen: Die Gebiete rund um Brașov, Sibiu und das Apuseni-Gebirge sind ideale Ausgangspunkte für Wanderer, Outdoor-Begeisterte und Wohnmobilreisende.
- Donaudelta: Bietet einzigartige Stellplätze in Wassernähe mit Fokus auf Bootstouren, Angeln und Naturbeobachtungen.
- Schwarzmeerküste: Entlang der Küste finden sich zahlreiche Plätze für Sommer- und Badeurlauber.
Ausstattung & Standard:
Die Ausstattung der Plätze variiert erheblich. Gut ausgebaute Ferienparks und moderne Campingplätze bieten Stromanschlüsse, Sanitäranlagen, WLAN, Restaurants sowie Ver- und Entsorgungsstationen für Wohnmobile. In entlegeneren Regionen sind die Plätze oft einfacher gehalten.
Wildcamping & Freistehen:
Freies Stehen bzw. Wildcamping wird in vielen ländlichen Regionen und Berggebieten in der Praxis geduldet. Es empfiehlt sich jedoch, vorab die Erlaubnis von Grundbesitzern einzuholen. In Naturschutzgebieten und Nationalparks ist das Wildcampen streng verboten bzw. auf ausgewiesene Zeltplätze beschränkt.
Saisontipp: Viele Campingplätze öffnen nur in den Sommermonaten (Mai bis September). Eine vorherige Reservierung ist vor allem in der Hochsaison an der Küste und in beliebten Karpaten-Tälern ratsam.
Andere Unterkunftsmöglichkeiten
Die meisten Jugendherbergen sind nur in der Reisesaison geöffnet, manche auch das ganze Jahr über. Weitere Informationen erteilen die folgenden Organisationen: Fremdenverkehrsamt für Jugendliche, Strada Onesti 4-6, RO-Bucuresti. YMCA Hostels, Strada Silvestru 33. Tel: (01) 210 09 09. Fax: (01) 321 41 34. Youth Hostel Association Romania, Casa de Cultura a Studentilor, P-ta Lucian Blaga no. 1, First floor/AITASS, Cluj-Napoca. Tel: (0264) 58 66 16. (Internet: www.hihostels-romania.ro. Vila Helga Hostel, Strada Busolei 7A, Tel: (021) 212 08 28. (Internet: www.rotravel.com/hotels/helga). Auskunft erteilen auch die Touristenämter sowie Spezialveranstalter.
Kultur
Religion
Der Großteil der Bevölkerung Rumäniens ist tief im orthodoxen Glauben verwurzelt. Neben der orthodoxen Mehrheit prägen historische Minderheiten vor allem in Siebenbürgen (Transilvania) sowie in den städtischen Zentren und an der Schwarzmeerküste die religiöse Vielfalt des Landes.
Religiöse Verteilung im Überblick:
- Rumänisch-Orthodox (ca. 85–87 %): Das orthodoxe Christentum ist die mit Abstand größte Religionsgemeinschaft. Religiöse Feiertage wie Ostern (Paște) und Weihnachten (Crăciun) sowie traditionelle Bräuche nach dem orthodoxen Kalender spielen im Alltag und Familienleben eine zentrale Rolle.
- Protestanten (ca. 6–7 %): Vor allem in Siebenbürgen vertreten, bedingt durch die historische deutsche (Siebenbürger Sachsen) und ungarische Bevölkerung (u. a. Lutherisch und Reformiert).
- Römisch-Katholisch & Griechisch-Katholisch (ca. 4–5 %): Römisch-katholische Gemeinden finden sich überwiegend unter der ungarischen und deutschen Minderheit in Siebenbürgen und im Banat. Die rumänische griechisch-katholische Kirche (mit dem Papst in Rom unierte ostkirchliche Tradition) besitzt ebenfalls historische Bedeutung.
- Weitere Minderheiten: In städtischen Zentren sowie in der Küstenregion Dobrudscha (Dobrogea am Schwarzen Meer) bestehen kleinere muslimische (vor allem türkisch- und tatarischstämmige), jüdische und weitere Glaubensgemeinschaften.
Soziale Verhaltensregeln
Rumänen gelten als sehr gastfreundlich, herzlich und aufgeschlossen. Im täglichen Zusammenleben spielen traditionelle Höflichkeitsformen eine wichtige Rolle:
- Begrüßung: Bei formalen Anlässen und Erstbegegnungen ist ein handschlagüblicher Händedruck die Regel. Unter Verwandten und Freunden sind Wangenküsse üblich. Die förmliche Anrede erfolgt mit Domnule (Herr), Doamna (Frau) oder Domnișoară (Fräulein) in Verbindung mit dem Nachnamen. Vornamen werden bei zwangloseren Treffen oder unter Bekannten verwendet.
- Einladungen & Gastgeschenke: Wenn Sie privat eingeladen werden, gehört ein kleines Mitbringsel zum guten Ton – etwa Wein, Likör oder Pralinen. Blumen werden in Rumänien stets in ungerader Anzahl verschenkt (gerade Anzahlen sind Traueranlässen vorbehalten). Wenn Gastgeber auf dem Land selbstgemachte Speisen, Gebäck oder Obstbrände (Țuică / Pălincă) anbieten, gilt es als höflich, zumindest eine kleine Kostprobe anzunehmen.
- Gesprächsthemen: Sensible politische Themen, Korruption oder die kommunistische Vergangenheit sollten mit Fingerspitzengefühl und Respekt behandelt werden. Wertschätzende Worte zur Kultur, Landschaft und den Fortschritten des Landes kommen stets gut an.
Kleidung & Verhalten in Sakralbauten:
Im Alltag ist gepflegte Freizeitkleidung üblich. Für Restaurantbesuche oder Abendveranstaltungen kleidet man sich gerne etwas schicker. Beim Besuch von Kirchen und Klöstern ist angemessene, bedeckende Kleidung vorgeschrieben (Schultern und Knie sollten bedeckt sein; Frauen wird in orthodoxen Klöstern oft ein Kopftuch empfohlen). Badebekleidung gehört ausschließlich an den Strand oder Poolbereich.
Fotografieren:
Fotografieren an Touristenzielen ist generell erlaubt. Das Fotografieren von militärischen Anlagen, Polizeieinrichtungen, Flughäfen, Brücken und Regierungsgebäuden ist jedoch strikt untersagt. In Museen und historischen Kirchen können Fotografiergebühren anfallen. Es gehört zur Höflichkeit, Personen – insbesondere in ländlichen Regionen – vor dem Fotografieren um Erlaubnis zu fragen.
Rauchen:
In öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis, geschlossenen öffentlichen Gebäuden sowie Innenräumen von Restaurants und Bars gilt ein gesetzliches Rauchverbot. In Gastronomiebetrieben sind ausgewiesene Außen- oder Terrassenbereiche zum Rauchen oft vorhanden.
Klima
Wirtschaft
Geschäftsetikette
Die rumänische Geschäftskultur verbindet formelle Etikette mit einem hohen Stellenwert für persönliche Beziehungen. Erstkontakte verlaufen meist professionell und konservativ, wandeln sich mit wachsendem Vertrauen jedoch rasch zu einer sehr persönlichen und gastfreundlichen Zusammenarbeit.
Sprache & Kommunikation:
Rumänisch ist die Hauptverhandlungssprache. In internationalen Unternehmen, der Technologiebranche sowie bei jüngeren Führungskräften ist Englisch weit verbreitet und Verhandlungssprache. Aufgrund historischer und kultureller Verbindungen sind zudem Deutsch und Französisch in vielen Wirtschaftszweigen geläufig.
Geflogenheiten & Etikette:
- Begrüßung & Visitenkarten: Ein fester Händedruck gilt als Standardbegrüßung. Der Austausch von Visitenkarten ist bei Erstkontakten üblich. Akademische Titel und berufliche Positionen werden insbesondere in traditionellen Branchen und bei Behördenkontakten geschätzt.
- Termine & Pünktlichkeit: Vorab vereinbarte Termine sind Pflicht. Pünktlichkeit wird im internationalen Geschäftsumfeld und in Großstädten erwartet, auch wenn Besprechungen gelegentlich mit kleiner Verzögerung beginnen.
- Kleidung: Im geschäftlichen Rahmen wird klassische, eher konservative Business-Kleidung (Anzug / Kostüm) bevorzugt.
- Geschäftsessen & Gastfreundschaft: Ein Großteil des Beziehungsaufbaus findet bei gemeinsamen Essen oder Kaffee statt. Gastfreundschaft spielt eine zentrale Rolle; nach dem formellen Teil werden Gespräche rasch lockerer und persönlicher.
Öffnungszeiten
Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr.
Wirtschaft
Rumänien gehört zu den größten Volkswirtschaften Mittel- und Osteuropas und hat seit seinem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2007 ein starkes Wirtschaftswachstum verzeichnet. Die rumänische Wirtschaft ist breit aufgestellt und stützt sich auf die Hauptsektoren Industrie, Informationstechnologie, Dienstleistungen, Landwirtschaft und Energie.
Wichtige Wirtschaftszweige:
- Industrie & Automobilbau: Die verarbeitende Industrie bildet eine tragende Säule. Rumänien hat sich zu einem bedeutenden Produktionsstandort für internationale Konzerne entwickelt – insbesondere im Bereich der Automobilherstellung (u. a. Dacia/Renault, Ford), des Maschinenbaus, der Elektronik und der chemischen Industrie.
- IT & Dienstleistungssektor: Der Dienstleistungssektor ist der am schnellsten wachsende Bereich. Städte wie Bukarest, Cluj-Napoca und Timișoara haben sich zu dynamischen Technologie- und Start-up-Zentren entwickelt, die von gut ausgebildeten Fachkräften und einer modernen digitalen Infrastruktur profitieren. Auch Finanzdienstleistungen, Telekommunikation und Outsourcing wachsen stetig.
- Rohstoffe & Energie: Das Land verfügt über bedeutende Vorkommen an Erdgas, Erdöl und Holz sowie über beträchtliches Potenzial im Bereich der Wasserkraft und der erneuerbaren Energien.
- Landwirtschaft: In den ländlichen Regionen nimmt die Landwirtschaft weiterhin eine wichtige Rolle ein. Haupterzeugnisse sind Weizen, Mais, Sonnenblumenkerne, Gemüse und Wein.
Regionale Unterschiede & EU-Integration:
Die wirtschaftliche Entwicklung verläuft regional unterschiedlich: Während die Hauptstadt Bukarest sowie große Ballungsräume wie Cluj-Napoca, Timișoara und Brașov einen raschen Modernisierungsschub und steigende Lebensstandards verzeichnen, sind entlegenere ländliche Regionen nach wie vor von geringeren Einkommen geprägt. Rumäniens Wirtschaft ist aufs Engste in den EU-Binnenmarkt integriert; die EU ist der mit Abstand wichtigste Handelspartner und Hauptquelle ausländischer Direktinvestitionen.
BIP
US$383 billion (2025).
Hauptexporte
Hauptexportgüter Rumäniens:
Zu den wichtigsten Ausfuhrgütern Rumäniens gehören Maschinen und Transportausrüstung, Kraftfahrzeuge und Fahrzeugteile, elektrische Ausrüstungen und Geräte sowie Textilien und Bekleidung.
Hauptimporte
Hauptimportgüter Rumäniens:
Zu den wichtigsten Einfuhrgütern Rumäniens gehören Maschinen und Transportausrüstung, chemische Erzeugnisse, Brennstoffe und Mineralöle, verarbeitete Industrieerzeugnisse, Pharmazeutika sowie Nahrungsmittel und landwirtschaftliche Produkte.
Allgemeines
Hauptstadt
BukarestReise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes - https://www.auswaertiges-amt.de/
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