Dominikanische Republik

Nordamerika

Allgemeines

Hauptstadt

Santo Domingo.

Geographie

Die Dominikanische Republik liegt in der Karibik und teilt sich die Insel Hispaniola mit Haiti. Die Landschaft ist waldreich und bergig mit fruchtbaren Tälern und Ebenen. An den Küsten im Norden, Südosten und Osten liegen ausgezeichnete Strände, die teilweise von Bergen umgeben sind. Der Pico Duarte ist mit 3175 m der höchste Berg der Antillen.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1966. Verfassung von 1966, letzte Änderung 1994. Zweikammerparlament (Congreso de la República), bestehend aus Abgeordnetenhaus (150 Mitglieder) und Senat (32 Mitglieder). Unabhängig seit 1844 (ehemals zu Haiti).

Staatsoberhaupt

Staatsoberhaupt und Regierungschef ist Danilo Medina, seit August 2012.

Elektrizität

110 V, 60 Hz; zweipolige Flachstecker. Adapter und Transformator erforderlich.

Zeitzone

Atlantic Standard Time: MEZ -5

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Condor (DE) fliegt ab München nach Puerto Plata und nach Punta Cana.
Air France (AF) verbindet Deutschland, Österreich und die Schweiz mit Santo Domingo. Es gibt außerdem Flüge mit Billig- und Charterfluggesellschaften von Deutschland und Mailand. Iberia (IB) fliegt ab Frankfurt via Midard und Miami nach Santo Domingo. 

Air Berlin (AB) fliegt ab Düsseldorf nach Puerto Plata und nach Punta Cana. 

Anmerkung zur Anreise mit dem Flugzeug

Flugtickets, die in der Dominikanischen Republik gekauft werden, sind hoch besteuert.

Flugzeiten

Frankfurt - Santo Domingo: 9-10 Std. (direkt), 12-14 Std. (mit Zwischenlandung).

Ausreisegebühr

Die Flughafensteuer beträgt für ausreisende Passagiere 20 US$ pro Person und Strecke. Transitpassagiere und Kinder unter zwei Jahren sind hiervon befreit. Bei den meisten Fluggesellschaften ist diese Steuer bereits im Flugpreis enthalten.

Anreise mit dem Schiff

Folgende Reedereien laufen u.a. die Dominikanische Republik an: Celebrity Cruises und Holland America.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Sapair (Internet: www.sapair.com) bietet Charterverbindungen zu anderen Inlandflughäfen. Kleinflugzeuge können gemietet werden. Einzelheiten von den Airlines.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut, allerdings sind nicht alle Straßen befestigt. In den Städten muss man mit Schlaglöchern rechnen. Fahrzeuge mit Allradantrieb sind während der Regenzeit angebracht. Der Sanchez Highway führt von Santo Domingo Richtung Westen nach Elias Piñas an der Grenze zu Haiti, der Mella Highway von Santo Domingo nach Higüey im Südosten, der Duarte Highway von Santo Domingo Richtung Norden nach Santiago und weiter nach Montecristi an der Nordwestküste. Eine Autobahn verbindet Santo Domingo mit Punta Cana und Bayahibe / La Romana.

In der Nähe der Militärstützpunkte gibt es Kontrollen, Schwierigkeiten sind aber nicht zu erwarten. In Grenznähe zu Haiti sind verschärfte Kontrollen üblich.

Fernbusse der Gesellschaften Caribe Tours (Internet: www.caribetours.com.do), Metro Tours (Internet: www.metrotours.com.do) und Terra Bus sind preiswert, zuverlässig und klimatisiert. Sitzplätze müssen im Voraus gebucht werden. Alle größeren Ortschaften werden von der Hauptstadt aus angefahren.

Mietwagen:
Bekannte Firmen wie Budget und Avis haben Niederlassungen in den Großstädten, Flughäfen und in Hotels. Mindestalter: 25 Jahre. Maximale Mietdauer: 90 Tage. Im Straßenverkehr herrschen oft eigene Regeln, so dass Besucher vor dem Fahren mit dem eigenen Auto Abstand nehmen sollten.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein.

Verkehrsbestimmungen:
Rechtsverkehr.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
innerhalb geschlossener Ortschaften: 60 km/h,
außerorts: 80 km/h,

auf der Autobahn: 110 km/h.

Unterwegs in der Stadt

Bus: Linien- und Minibusse in Santo Domingo und in Santiago haben Einheitspreise. Die häufig überfüllten, aber günstigen Minibusse fahren nicht nur innerhalb von Städten, sondern verbinden sie auch miteinander. Die Busse fahren bis 21.00 Uhr.

Taxi:
Ca. 7000 Carro de Conchos oder Públicos (Sammeltaxis) verkehren 24 Std. täglich in Santo Domingo, Santiago und in Puerto Plata. Sie können überall angehalten werden, sind jedoch teurer als Busse. In der Altstadt von Santo Domingo ist Vorsicht geboten, da einheimische Fahrer oft lieber hupen als bremsen. Die Taxis sind nicht mit Taxametern ausgestattet, weil Einheitspreise verlangt werden, die man sich vor der Abfahrt vom Fahrer bestätigen lassen sollte. Motoconchos sind Motorrad-Taxis, die allerdings nichts für schwache Nerven sind. In den meisten Städten können Pferdekutschen für Ausflüge gemietet werden.

Reisewarnung

Überblick Dominikanische Republik

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 16.02.2017
Unverändert gültig seit: 14.02.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität

Die Kriminalität in der Dominikanischen Republik ist deutlich höher als in europäischen Ländern. Sowohl in Santo Domingo als auch in den Touristengebieten der Nordküste gibt es in letzter Zeit zudem einen spürbaren Anstieg der Gewaltkriminalität.

Die Kriminalität richtet sich selten ausdrücklich gegen Ausländer, sondern bedroht alle Bevölkerungsgruppen und betrifft damit auch ausländische Touristen und im Land lebende Deutsche. In Touristenzentren sind ausländische Touristen auch gezielt Opfer von Übergriffen geworden. Es ist insbesondere in abgelegeneren, ländlichen Gegenden – dazu gehören auch einsame Strände – erhöhte Vorsicht geboten.

Es ist in der letzten Zeit vermehrt zu bewaffneten Überfällen auf Touristen und im Lande lebenden Deutschen gekommen. Betroffen sind sowohl Fußgänger als auch Autofahrer (z. B. im Stau oder vor einer roten Ampel stehend). Die Überfälle ereignen sich selbst in der Hauptverkehrszeit und an belebten Hauptverkehrsstraßen. Fenster und Türen des Autos sollten während der gesamten Fahrt verriegelt und Wertgegenstände von außen nicht sichtbar sein. Es wird empfohlen, nicht bei Straßenverkäufern aus dem Auto heraus zu kaufen und auf offener Straße keinen Schmuck oder Mobiltelefone zu zeigen. Bei einem Überfall wird dringend dazu geraten, keine Gegenwehr zu leisten und Wertgegenstände widerstandslos auszuhändigen.

Grundsätzlich ist es notwendig, jederzeit aufmerksam das Geschehen auf der Straße zu verfolgen und insbesondere bei größeren Menschenansammlungen (z. B. in Märkten, auf Busbahnhöfen, während Busfahrten, in Tanzlokalen) auf Geldbörsen und Wertsachen zu achten.   Es wird zudem empfohlen, außerhalb der Geschäftszeiten keine größere Menge Bargeld abzuheben und sich beim Abheben nicht beobachten zu lassen. Abhebungen von Geldautomaten sollten vorwiegend in geschützten Räumen – etwa bei einer Bank innerhalb eines belebten Einkaufszentrums – vorgenommen werden. Reisende sollten dunkle Straßen und unsichere Wohngegenden  meiden und Armenviertel nur in Begleitung Ortskundiger betreten.

Im Grenzgebiet zu Haiti ist es zuletzt zu einer Häufung von bewaffneten Raubüberfällen auf Kraftfahrzeuge gekommen.

Ausflüge sollten nur mit ansässigen renommierten Touristikunternehmen mit Versicherungsschutz durchgeführt werden. Der Versicherungsschutz der Busunternehmer ist im Vergleich zu Deutschland geringer.

Touristen und in der Dominikanischen Republik lebenden Deutschen wird dringend dazu geraten, Wertgegenstände zu Hause zu lassen, Reisepässe und große Mengen Bargeld im Hotelsafe zu hinterlegen und wichtige Dokumente (z. B. Flugschein, Reisepass, Führerschein) nur in Fotokopie mitzuführen. Bei Übergabe von Wertgegenständen an Hotelsafes ist in manchen Fällen die Anfertigung einer detaillierten Übergabeliste mit unterschriftlicher Bestätigung der Hotelleitung zu empfehlen. Die Rechtsverhältnisse im Verlustfall sollten unter Zeugen vor Übergabe geklärt werden.

In öffentlichen Bars, Discos und hotelinternen Clubs sollten Getränke nie aus den Augen gelassen werden, um zu vermeiden, dass narkotisierend wirkende Stoffe („K.-O.-Tropfen") untergemischt werden. Dominikaner setzen im Konfliktfall teilweise Handfeuerwaffen als Drohmittel ein. Generell sollte daher bei Meinungsverschiedenheiten oder bei Konflikten aggressives Auftreten vermieden werden.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[2] Die gefährlichere Malariaform Plasmodium falciparum tritt ganzjährig und landesweit auf, vor allem im Tiefland der westlichen Provinzen (Castanuela, Hondo Valle, Pepillo Salcedo), aber auch im Tiefland der östlichen Provinzen einschließlich der küstennahen Feuchtbiotope. Ein geringes Risiko besteht in den Touristenressorts an der Küste, in Santo Domingo und den übrigen Landesteilen
Gute Mückenschutzmaßnahmen werden empfohlen. Eine Beratung beim Tropenarzt wird empfohlen.

[3] Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Leitungswasser ist als Trinkwasser nicht geeignet. Das Trinkwasser sollte in abgepackter Form in Geschäften erworben werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Leitungswasser sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Ungekochte Milchprodukte außerhalb der Städte am besten vermeiden.

Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. In der warmen Jahreszeit (April bis September) sollte der Verzehr von Fisch (internationale Hotels ausgenommen) vermieden werden. Es besteht die Gefahr, dass diese Fische giftige Algen aufgenommen haben, die auch bei Menschen zu schweren Vergiftungen führen können. Den Fischen selbst sind keinerlei Veränderungen anzumerken.

Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Je nach Stärke und Dauer der Sommerregenfälle ist bis in den Herbst durch die damit verbundene Vermehrung der Stechmücken auch mit einem höheren Risiko für Dengue-Fieber zu rechnen. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Die durch Stechmücken übertragene Virusinfektion Chikungunya kommt vor. Konsequenter Schutz vor Insekten wird empfohlen.  

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut kommt vereinzelt vor (durchschnittlich 1-3 Fälle pro Jahr). Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.
Gesundheitszeugnis

Für einen Daueraufenthalt wird u.a. ein negative HIV-Test gefordert.

Geld

Währung

1 Dominikanischer Peso = 100 Centavos. Währungskürzel: RD$, DOP (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 2000, 1000, 500, 200, 100, 50, 20 und 10 RD$; Münzen in den Nennbeträgen 1, 5, 10 und 25 RD$.

Kreditkarten

MasterCard, Visacard, American Express und Diners Club werden in fast allen Hotels, Geschäften und Restaurants akzeptiert (die Bezahlung mit Bargeld ist jedoch aus Sicherheitsgründen empfohlen). Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Die Höchsgrenze für Abhebungen innerhalb von 24 Stunden liegt bei einem Gegenwert von $1000.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.00-15.00/16.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. In Einkaufszentren auch Mo-Fr 09.00-19.00, Sa 09.00-13.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr der Landeswährung ist offiziell bis 20.000 RD$ möglich (es können jedoch Probleme bei der Einfuhr solch hoher Beträge entstehen). Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt und deklarationspflichtig; ab einem Gegenwert von 10.000 US$ muss eine Genehmigung eingeholt werden. Die Ausfuhr der Landeswährung ist nicht gestattet, Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, gestattet. (Umtauschbelege aufbewahren!)

Geldwechsel

Der Peso ist außerhalb der Dominikanischen Republik nicht wechselbar. Zunehmend können der Euro und die Währungen Kanadas, der USA und Großbritanniens in der Dominikanischen Republik umgetauscht werden. Die Mitnahme von US-Dollar, dem 2. Zahlungsmittel in der Dominikanischen Republik, wird jedoch empfohlen. Die Summe des mitgenommen Bargelds sollte allerdings aus Sicherheitsgründen nicht zu hoch sein. Es empfiehlt sich eine Mischung aus Reiseschecks und Bargeld. Vor der Abreise können Restbeträge der Landeswährung bis zu einem Wert von 30% des ursprünglich umgetauschten Betrages zurückgetauscht werden.

Nur Banken, Wechselstuben, z. B. an den Flughäfen und Hotels, die eine Genehmigung der Zentralbank haben, dürfen Geld wechseln. In den Büros der Western Union erhält man einen besseren Wechselkurs als in Banken oder Hotels. Die meisten Banken verfügen über Maestro-Automaten, an denen mit Kreditkarten Bargeld abgehoben werden kann. Es gibt auch einige Geldautomaten, die in das Maestro-System integriert sind und an denen mit der ec-/Maestro-Karte Bargeld gezogen werden kann.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Spanisch. Es gibt eine englischsprachige Minderheit in den Städten Samaná und San Pedro de Macorís. Einwanderer haitianischer Abstammung sprechen das haitianische Kreolisch und Französisch. Die Dominikaner sind stolz auf ihre Hispanität und freuen sich sehr darüber, wenn man zumindest ein wenig Spanisch spricht.

Das in der Dominikanischen Republik gesprochene Spanisch unterscheidet sich sehr von dem in Spanien verbreiteten Castellano. So wurden z.B. einige Ausdrücke und Redewendungen aus der Kolonialzeit beibehalten. Das dominikanische Spanisch enthält zahlreiche Anglizismen (z.B. el switche – der Lichtschalter) und afro-amerikanische Ausdrücke (z.B. merengue – Tanz). Die Grammatik entspricht dem lateinamerikanischen Spanisch. Es wird sehr rasant gesprochen, die Endsilben werden häufig verschluckt. Der Endlaut r wird oft als l aus gesprochen (z.B. Calol statt Calor (Hitze) oder Señiol statt Señior (Herr)). 

In der Umgangssprache findet das Wort bomba vielfache Verwendung. Es kann sowohl Bombe, Tankstelle, Gasflasche oder auch Luftpumpe heißen und wird auch als Ausdruck der Begeisterung benutzt (Bomba! – Klasse!). Als una chica bomba wird ein hübsches Mädchen bezeichnet.

Redewendungen
  • Acht – Scho
  • Drei - Tré
  • Eins - Uno
  • Einwohner der Hauptstadt Santo Domingo - Capitaleño
  • Fünf - Cinco
  • Gleich - Ahora
  • Kleinbusse - Guaguas
  • Motoradtaxis - Conchos
  • Neun - Nueve
  • Sechs - Sei
  • Sieben - Siete
  • Sofort - Ahora mismo
  • Später - Ahorita
  • Tschüss - Abur
  • Vier - Cuatro
  • Volkstümliches Fest, Tanz - Bachata
  • Zehn – Dié
  • Zwei - Dó

 

Öffentliche Feiertage

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei in die Dominikanische Republik eingeführt werden (Personen ab 16 J.):

200 Zigaretten oder eine Schachtel Zigarren;
1 Flasche alkoholische Getränke mit einem Füllgewicht von max. 2 l;
2 geöffnete Flakons Parfüm für den persönlichen Gebrauch;
Geschenke im Gesamtwert von bis zu 100 US$.

Verbotene Importe

Tierische, pflanzliche und andere landwirtschaftliche Produkte (einschließlich Obst, Gemüse und Pflanzen) sowie Drogen.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Die anfängliche Zurückhaltung einheimischer Geschäftsleute ist schnell überwunden, die Atmosphäre ist generell entspannt. Spanischkenntnisse sind von Vorteil. Hotels können oft Dolmetscher vermitteln. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.00-18.00 Uhr. Behörden: Mo-Fr 07.30-14.30 Uhr.

Wirtschaft

Cámara de Comercio, Industria y Turismo Dominico-Alemana
Calle Isabel la Católica No. 212, Apto. Postal 8335, zona Colonial, DO-Santo Domingo
Tel: (809) 688 67 00.
Internet: www.ahkzakk.com/republicadominicana

Cámara de Comercio y Producción de Santo Domingo (Industrie- und Handelskammer)
Arz. Nouel 206, Apartado 815, DO-Santo Domingo, DN
Tel: (809) 682 26 88.
Internet: www.ccpsd.org.do (im Aufbau) oder www.camarasantodomingo.org.do (im Aufbau)

Geschäftskontakte

Cámara de Comercio, Industria y Turismo Dominico-Alemana
Calle Isabel la Católica No. 212, Apto. Postal 8335, zona Colonial, DO-Santo Domingo
Tel: (809) 688 67 00.
Internet: www.ahkzakk.com/republicadominicana

Cámara de Comercio y Producción de Santo Domingo (Industrie- und Handelskammer)
Arz. Nouel 206, Apartado 815, DO-Santo Domingo, DN
Tel: (809) 682 26 88.
Internet: www.ccpsd.org.do (im Aufbau) oder www.camarasantodomingo.org.do (im Aufbau)

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Mit der Comunicard der Telekommunikationsgesellschaft der Dominikanischen Republik (Codetel/Verizon) kann man internationale Anrufe von jedem Touchtone-Telefon aus tätigen. Weitere Informationen von Codetel/Verizon, Av. Tiradentes 1169, DO-Santo Domingo. (Tel: 220 51 68. Fax: 549 47 21. E-Mail: ayuda@codetel.com.do; Internet: www.codetel.net.do).

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Mit der Comunicard der Telekommunikationsgesellschaft der Dominikanischen Republik (Codetel/Verizon) kann man internationale Anrufe von jedem Touchtone-Telefon aus tätigen. Weitere Informationen von Codetel/Verizon, Av. Tiradentes 1169, DO-Santo Domingo. (Tel: 220 51 68. Fax: 549 47 21. E-Mail: ayuda@codetel.com.do; Internet: www.codetel.net.do).

Mobiltelefon

GSM 1900. Hauptnetzbetreiber ist Orange Dominicana S.A (Internet: www.orange.com.do/default.jsp).

Internet

Internetanbieter ist Codetel (Internet: www.codetel.net.do).

Post

Luftpost nach Europa braucht ca. eine Woche. Briefe werden im Hauptpostamt von Santo Domingo am schnellsten abgefertigt.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Zu den beliebtesten Andenken gehören der wunderschöne Schmuck und andere Souvenirs aus Bernstein (ámbar), z. T. mit eingeschlossenen Insekten, Blättern oder Tautropfen. Dominikanischer Bernstein ist bekannt für seine Farbenvielfalt, begehrt ist vor allem der seltene Blaue Bernstein, dessen Färbung auf fluoreszierende Moleküle zurückzuführen ist. Dem meeresblauen Larimar (auch bekannt als Pektolith oder Atlantisstein), der weltweit nur auf der dominikanischen Halbinsel Barahona und bei Soave in Italien zu finden ist, schreiben Esoteriker eine entkrampfende und kreativitätsfördernde Wirkung zu. Aus den milchig-blauen und rosafarbenen Gehäusen von Meeresschnecken wird ebenfalls Schmuck hergestellt. Typisch sind auch Schaukelstühle, Holzschnitzereien aus Mahagoni, naive Malerei, Makramé, Korbwaren und Arbeiten aus Kalkstein. CDs mit Salsa- und Merengue-Klängen sind ebenfalls schöne Mitbringsel. Edle Mode von dominikanischen Designern bekommt man in den Einkaufszentren der großen Hotelanlagen.

Zigarren findet man in den größeren Einkaufszentren wie dem Plaza Columbus in Santo Domingo (Internet: www.columbusplazastores.com) sowie in spezialisierten Geschäften. Die Davidoff Puro wird nach alter traditioneller Art komplett aus Tabaken der Dominikanischen Republik hergestellt, während andere Zigarren häufig mit einem ausländischen Deckblatt umgeben sind.

In der an der Nordküste gelegenen Stadt Moca gibt es zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten zu landesüblichen Preisen. Besonders preiswert sind einheimische Produkte wie Früchte und Gemüse, während Importgüter wie z.B. Schokolade und Wein mitunter recht teuer sind.

In vielen Geschäften gibt es keine Preisauszeichnungen, Feilschen ist zu empfehlen und wird häufig auch erwartet. Das farbige Armband (plástico), das viele Pauschalurlauber tragen, kann dabei zu einer recht freien Preisgestaltung führen.

Öffnungszeiten

Mo-Sa 08.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr. Colmados (kleine Lebensmittelgeschäfte) haben z.T. rund um die Uhr geöffnet.

Nachtleben

Einleitung

Die Dominikanische Republik ist für ihr lebendiges Nachtleben bekannt. In zahlreichen Hotels werden Folklore- und Tanzabende veranstaltet. Perico-ripiao-Trios begleiten Tänze wie Salsa und Merengue. Auch Bachata-Klänge, eine Form des karibischen Boleros, sind häufig zu hören und gewinnen mehr und mehr an Beliebtheit. Die Musikrichtung wurde international bekannt durch die Band Aventura, die 2004 mit dem Song "Obsesión" auch in Deutschland in den Charts war.

Außerhalb der Hotelanlagen gibt es unzählige Nachtklubs, Diskotheken und Kasinos, in denen man vor allem an den Wochenenden viele Einheimische trifft. Ein besonders vielfältiges Nachtleben hat Santo Domingo zu bieten: Entlang der Uferpromenade (Malecón) am Hafen gibt es neben zahlreichen Tanzlokalen und Nachtklubs auch einige gemütliche Cafés. Zu einem der besten Clubs der Welt gehört die Diskohöhle Guácara Taína, in der bis zu 2000 Besucher unter Stalaktiten zu heißen Beats tanzen können.

Jüngere Dominikaner hören gerne Reggaetón, eine Mischung aus Reggae, Dancehall, Hip-Hop, Merengue Hip Hop, verschiedenen lateinamerikanischen Musikrichtungen und elektronischer Tanzmusik. Dazu tanzt man Perreo, bei dem vor allem die Tänzerinnen durch starke Hüftbewegungen provozieren.

In der Casa de Francia und auf der Plaza de la Culturain Santo Domingo finden häufig Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Ein besonderes Ereignis sind die fiestas (Live-Konzerte), die häufig an Autowaschplätzen stattfinden und bei denen man für ein geringes Eintrittsgeld  Merengue- und Bachata-Bands erleben kann.

Hinweis: In der Dominikanischen Republik gibt es eine gesetzlich vorgeschriebene Sperrstunde, so dass Bars und Diskotheken an Wochentagen um 0:00 Uhr und an den Wochenenden um 2:00 Uhr schließen müssen. 

Kulinarisches

Regionale Spezialitäten


  • La bandera (bedeutet 'die Flagge' und besteht aus weißen Reis, rote Bohnen, gedünstetem Fleisch, Salat und gebratenen Kochbananen).

  • Chicharrones (knusprige Schweineschwarten)

  • Chicharrones de pollo (in Streifen geschnittenes Brathuhn)

  • Cassava (gebratene Gemüseart)

  • Moro de habicuelas (Reis und Bohnen)

  • Sopa criolla dominicana (Gemüsesuppe mit Fleisch)

  • Pastelon (gebackener Gemüsekuchen)

  • Sancocho (Eintopf mit bis zu 18 verschiedenen Zutaten) 

Trinkgeld

In den Hotel- und Restaurantrechnungen sind 10% Bedienung bereits inbegriffen; ein zusätzliches Trinkgeld von 5-10% ist jedoch durchaus üblich. Fahrer von Sammeltaxis erwarten nicht unbedingt ein Trinkgeld, für alle anderen Dienstleistungen sind jedoch Trinkgelder üblich.

Regionale Getränke

Presidente heißt das ausgezeichnete einheimische Bier. Bekannte Rumsorten sind Brugal und Bermudez. Rum añejo (alter, dunkler Rum) mit Eis empfiehlt sich nach dem Essen. Einheimischer Kaffee ist ausgezeichnet und stark. Einheimische Biersorten und Spirituosen sind erheblich preiswerter als Importgetränke.

Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke

In der Dominikanischen Republik darf man ab 18 Jahren Alkohol trinken.

Unterkunft

Hotels

Das Hotelangebot wird ständig erweitert. Die modernen Hotels an der Südostküste liegen in Strandnähe. In der Hauptstadt werden Unterkünfte aller Klassen angeboten, deren Preise ganzjährig gleich sind. In den Urlaubsgegenden liegen die Sommerpreise etwa 10 % unterhalb der Winterpreise. Hotels außerhalb von Santo Domingo und La Romana sind generell bedeutend preiswerter. Bedienungsgeld und 13 % Regierungssteuer kommen zu Hotelrechnungen hinzu.

Kategorien:
5-Sterne-System, das Niveau entspricht aber nicht den sonst in der Karibik üblichen Maßstäben.

Weitere Informationen sind erhältlich von der Asociación Nacional de Hoteles y Restaurantes (ASONAHORES), Calle Presidente Gonzalez esq, Avenida Tiradentes, Edificio La Cumbre, DO-Santo Domingo. (Tel: 540 46 76. Internet: http://asonahores.com/).

Camping

Offizielle Campingplätze stehen nicht zur Verfügung. In ländlichen Gegenden ist Zelten mit der Genehmigung des Grundstückseigentümers erlaubt.

Kultur

Religion

Katholiken (95%). Minderheiten von Protestanten, Bahai und Juden.

Soziale Verhaltensregeln

Allgemeines: Die römisch-katholische Kirche spielt eine wichtige Rolle und übt einen Einfluss auf die Sozialstruktur aus. Auch der spanische Einfluss ist auf der ganzen Insel spürbar. Die dominikanische Lebensweise kennt die Tradition der ausgedehnten Mittagspausen nicht.

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Die gängigen Höflichkeitsformeln sollten beachtet werden, so freut sich z. B. bei Einladungen der Gastgeber über ein kleines Geschenk. Blumen überreicht man nur zu besonderen Anlässen. 

Bekleidung: Vor allem tagsüber ist Freizeitkleidung angemessen. Badekleidung und Shorts gehören ohne Ausnahme an den Strand oder den Pool. Abends sollten Männer ein Jackett tragen, eine Krawatte ist nicht unbedingt erforderlich.  Korrekte Kleidung wird beim Betreten von Kirchen erwartet, Arme und Beine sollten bedeckt sein. 

Fotografieren: Personen sollten gefragt werden, bevor man sie fotografiert. In Kirchen und Museen ist das Fotografieren z.T. erlaubt, man sollte aber vorher fragen.

Rauchen: Grundsätzlich darf überall geraucht werden. Einige Hotels unterteilen jedoch in Raucher- und Nichtraucherzimmer. Nichtraucherzonen sollten beachtet werden.

Kriminalität: Wie überall auf der Welt gibt es auch in der Dominikanischen Republik Taschendiebe. Wertgegenstände gehören in den Safe und sollten am Strand nicht unbeaufsichtigt sein. Mietwagen sollten stets abgeschlossen und auf gesicherten Parkplätzen abgestellt werden. Spaziergänge in dunklen Viertel und Nachtfahrten über Land sollte man besser vermeiden. 

Klima

Beste Reisezeit

Heiß und tropisch ganzjährig. Regenzeit von Mai bis Oktober. Von Juni bis November können Hurrikane auftreten.

Landesdaten

Vorwahl +1 Fläche(qkm) 48670 Bevölkerung 10478756 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 215 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 911

Copyright © 2018 REISEBANK AG