Angola

Landesdaten

Vorwahl

+244

Fläche(qkm)

1246700

Bevölkerung

32.466.923

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

16

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

No

Hauptnotrufnummer

112

Übersicht

Angola erholt sich langsam vom Jahrzehnte andauernden Bürgerkrieg und abenteuerlustige Touristen beginnen, die portugiesische Architektur, die 1.650 km lange Küste und die bisher wenig besuchten Wildparks zu erkunden.

Dichte Wälder, Hochebenen und wilde Flüsse bestimmen das Landschaftsbild ebenso wie die Namib-Wüste. Besucher finden hier eine reiche afrikanische Tierwelt und die nur in Angola vorkommende schwarze Antilope (Palanca negra) vor.

Ein Waffenstillstand beendete 2002 den Konflikt und ermöglichte schließlich dessen politische Lösung. Nach mehr als einem Vierteljahrhundert feierten die Angolaner 2003 erstmals ein Jahr des Friedens.

Zwar gibt es noch sporadische Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Separatisten der Cabinda-Enklave, die reich an Erdölvorkommen ist, ein Großteil des Landes ist jedoch schon mit der enormen Aufgabe des Wiederaufbaus beschäftigt.

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Angola.

Hauptstadt

Luanda.

Geographie

Angola liegt an der Südwestküste Afrikas. Im Norden grenzt es an die Demokratische Republik Kongo, im Osten an Sambia, im Süden an Namibia und im Westen an den Atlantik. Die Berge an der Küste bilden ein Hochland, das fast die gesamte Landesfläche ausmacht. Nach Süden hin, in Richtung Namib-Wüste, wird das Land trockener, im Norden gedeiht jedoch üppige Vegetation. Die Exklave Cabinda, nördlich von Angola, ist von der Demokratische Republik Kongo und dem Kongo umschlossen.

Regierung

Republik seit 1975. Alte Verfassung von 1975, letzte Änderung 1992. Die neue Verfassung wurde 2010 anerkannt. Ende des Bürgerkrieges im Jahr 2002. Das Parlament (220 Abgeordnete) wird alle 4 Jahre gewählt. Unabhängig seit 1975 (ehemalige portugiesische Kolonie).

Staatsoberhaupt

João Lourenço, seit September 2017, ist auch Regierungschef und Oberkommandierender der Streitkräfte.

Elektrizität

220 V, 50Hz.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Angolas nationale Fluggesellschaft, TAAG Angola Airlines (DT) und Lufthansa (LH) verbinden Frankfurt/M. mehrmals wöchentlich nonstop mit Luanda. Lufthansa (LH) bietet Zubringerflüge nach Frankfurt/M. aus Wien und Zürich an.

In Kooperation mit Brussels Airlines (SN) fliegen Austrian Airlines (OS) ab Wien und Swiss (LX) ab Zürich über Brüssel nach Luanda. KLM (KL) fliegt ab Wien und Zürich über Amsterdam und TAP Air Portugal (TP) fliegt über Lissabon nach Luanda.

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Luanda: 8 Std. 30 Min. (nonstop); Wien - Luanda: ca. 11 Std.; Zürich - Luanda: 10 Std. 30 Min. (jeweils mit Zwischenlandung).

Ausreisegebühr

Keine.

 

Anreise mit dem Pkw

Die Einreise auf dem Landweg ist von Namibia aus möglich. Auf namibischer Seite ist die Straße asphaltiert; in Angola ist der Straßenzustand dann sehr schlecht, und die Straßen sind bei Regen oft unpassierbar. Fahrzeuge mit Allradantrieb werden dringend empfohlen. Mit einem namibischen Mietwagen ist die Einreise nach Angola verboten.

Maut: In Angola gibt es keine mautpflichtigen Straßen.

Unterlagen: Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist der Internationale Führerschein mitzuführen.

Anmerkung zur Anreise mit dem Pkw

Überlandfahrten mit dem Pkw sind wegen des schlechten Zustandes der Straßen und Fahrzeuge mit einem hohen Unfallrisiko verbunden. Grundsätzlich sollten etwaige Fahrten im Konvoi mit anderen Fahrzeugen und nicht bei Nacht durchgeführt werden.

 

Anreise mit der Bahn

Ein Luxuszug von Rovos Rail fährt quer durch Afrika von Dar-es-Salaam in Tansania über Sambia und die Demokratische Republik Kongo nach Lobito in Angola.

 

Anreise mit dem Schiff

Die wichtigsten Häfen sind Malongo, Lobito, Luanda und Namibe. Angolanische Häfen werden von zahlreichen Kreuzfahrtschiffen angelaufen.

Kreuzfahrtschiffe

Phoenix läuft auf seiner in Bremerhaven startenden Kreuzfahrt-Weltreise auch Angola an.

Aus den USA kommend haben u.a. Kreuzfahrtanbieter wie Seabourn und Holland America Line ebenfalls Angola im Programm.

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

TAAG Angola Airlines (DT), die nationale Fluglinie, verbindet die größeren Städte des Landes.

Sonair bietet von Luanda aus Charterflüge sowie Linienflüge zu verschiedenen Städten des Landes an; u.a. nach Cabinda in der gleichnamigen Enklave.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Die Nachwirkungen des Bürgerkriegs sind auch Jahre danach noch stark spürbar; das Straßennetz wurde großteils zerstört und ist bis heute nur schlecht befahrbar.

An den Grenzen und im Straßenverkehr gibt es strenge Kontrollen. Bei Polizeikontrollen werden mitunter unrechtmäßige Strafgebühren erhoben. Kraftfahrzeuge werden besonders in Luanda oft im stehenden Verkehr von Bewaffneten auf Motorrädern überfallen.

Maut: Es gibt in Angola keine mautpflichtigen Straßen.

Tankstellen sind ausreichend vorhanden.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

r

Zustand der Straßen

Das Straßennetz Angolas befindet sich in einem sehr schlechten Zustand; teilweise kann nur mit einer Durchschnitts-Geschwindigkeit von 20 km/h gefahren werden. Gefahr in verminte Gebiete zu gelangen, besteht vor allem bei Fahrten abseits der Pisten. Man sollte sich vor Ort dahingehend genau erkundigen.

Autovermietung

Mietwägen sind am Flughafen und über verschiedene Hotels erhältlich. Es ist empfehlenswert, einen Wagen mit Fahrer zu mieten.

Die regulären Mietpreise sind hoch. Von der Fahrzeugmiete bei privaten und billigeren Anbietern ist jedoch abzuraten, da die Fahrzeuge oft nicht ausreichend versichert sind.

Taxi

Taxis sind meist verfügbar, Wartezeiten jedoch durchaus üblich. Reisende sollten nach Möglichkeit planen, sich bei Ankunft am Flughafen abholen zu lassen und in den ersten Tagen die Begleitung von Ortskundigen in Anspruch zu nehmen

In Luanda gibt es die recht teuren MACOM-Taxis. Günstigere, private Taxis sollte man allerdings nur auf Empfehlung nutzen. In weiteren Städten des Landes sind überwiegend Motorrad-Taxis im Einsatz.

Reisebus

Busse verkehren sehr unregelmäßig und sind oft überfüllt. Das Risiko überfallen zu werden, ist immer gegenwärtig.

Dokumentation

Zusätzlich zum internationalen Führerschein muss der nationale Führerschein mitgeführt werden. Außerdem muss für den nationalen Führerschein eine Übersetzung ins Portugiesische vorgelegt werden.

 

Unterwegs in der Stadt

In Luanda verkehren Minibusse und Taxis.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Es gibt drei voneinander unabhängige Bahnstrecken mit regelmäßigen Verbindungen zwischen der Küste und dem Landesinneren:
- die Luanda-Bahn auf der Strecke Luanda - Malanje, im Norden Angolas,
- die Benguela-Bahn auf der Strecke Lobito - Dilolo durch Zentral-Angola und
- die Mocamedes-Bahn auf der Strecke Mocamedes - Menongue, im Süden des Landes.

 

Reisewarnung

Überblick

Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes www.auswaertiges-amt.de

Stand - Fri, 16 Jan 2026 11:45:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Fri, 16 Jan 2026 11:51:03 +0100)

Letzte Änderungen: 

Reiseinfos - Infrastruktur/Verkehr

Redaktionelle Änderungen

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Sicherheit

Terrorismus

Innenpolitische Lage

Die innenpolitische Lage in Angola ist überwiegend stabil. Derzeit kommt es in den großen Städten, vor allem in Luanda, immer wieder zu Streiks und Demonstrationen gegen die Regierung aufgrund steigender Lebenshaltungskosten.

Die meisten Landminen aus der Zeit des Bürgerkriegs wurden inzwischen beseitigt. In einigen Landesteilen außerhalb der großen Städte besteht jedoch weiterhin eine Gefahr durch Minen. Bei der Fahrt abseits von Straßen ist daher Vorsicht geboten. Über Risiken an spezifischen Reiserouten sollten Erkundigungen eingeholt werden. HALO Trust verfügt über Übersichten der erfassten Minen.

In der Provinz Cabinda (Exklave in der Demokratischen Republik Kongo) gibt es noch kleinere sezessionistische Bewegungen. Die Sicherheitslage hat sich verbessert, bleibt jedoch aufgrund spontaner Demonstrationen sowie der prekären wirtschaftlichen und sozialen Lage angespannt.

In den Provinzen Lunda Norte und Lunda Sul ist die Lage in den Diamantengebieten weiterhin unsicher. Es kann zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizeikräften kommen.

  • Meiden Sie möglichst Reisen in die Provinzen Cabinda, Lunda Norte und Lunda Sul und beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise für die Demokratische Republik Kongo.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen der Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist hoch. Gewöhnlich ist ein Anstieg der Kriminalität in den Monaten November bis Januar zu verzeichnen, insbesondere bei Raubüberfällen und Diebstählen. Bewaffnete Überfälle und Diebstähle kommen vor allem in Luanda, aber auch im Rest des Landes vor. Diese finden zu jeder Tages- und Nachtzeit, auch in belebten Umgebungen wie in und um Einkaufszentren, Gastronomiebetrieben und Hotels, statt. Vor allem in Luanda werden Überfälle auf Fahrzeuge verübt, die im stehenden Verkehr keine Fluchtmöglichkeit haben. Die Überfälle werden teilweise durch Ablenkungsmanöver eingeleitet, wie das Vortäuschen bzw. die gezielte Provokation eines Unfalls oder mit Wasserflaschen, die zwischen Reifen und Karosserie gesteckt werden. Diese Überfälle erfolgen unabhängig von der Tageszeit überwiegend durch bewaffnete Täter auf Motorrollern. Ausländer sind bevorzugtes Ziel von Diebstählen und Raubüberfällen. Dabei haben es die Täter nicht nur auf Bargeld, sondern auch auf Kreditkarten und Mobiltelefone abgesehen.

  • Verzichten Sie bei einem Überfall auf jede Gegenwehr; die Täter könnten bewaffnet sein.
  • Vermeiden Sie Spaziergänge vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf der Promenade Marginal.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit und verzichten Sie möglichst auf die Mitnahme Ihrer Kreditkarte.
  • Vermeiden Sie es Schmuck und Uhren offen zu tragen.
  • Wählen Sie keine Geldautomaten auf offener Straße, sondern in Einkaufszentren, Supermärkten oder Banken und lassen Sie sich nie von Fremden beobachten oder helfen.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Bahnhöfen und auf Märkten besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Vermeiden Sie die Teilnahme an Demonstrationen.
  • Seien Sie beim Telefonieren mit dem Mobiltelefon in der Öffentlichkeit besonders umsichtig.
  • Achten Sie während des Autofahrens besonders auf herannahende Motorroller.
  • Handtaschen, Fotoapparate, Mobiltelefone etc. sollten Sie nie sichtbar im Auto liegen lassen.
  • Vermeiden Sie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Nutzen Sie stattdessen Taxi-Apps (zwei Apps arbeiten mit Geolokalisation).
  • Lassen Sie Getränke nie unbeaufsichtigt und prüfen Sie Preise vor Bestellungen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Das Klima an der Küste und im Norden des Landes ist tropisch, im Hochland und im Süden gemäßigt-tropisch, im Südosten heiß und trocken.

In Angola beginnt die Regenzeit im Norden im September, im Süden gegen Ende November und dauert jeweils bis April an. In dieser Zeit ist mit intensiven Regenfällen und Überschwemmungen zu rechnen.

  • Verfolgen Sie in der Regenzeit regelmäßig Wetterberichte.
  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Es gibt Inlandsflüge und Busverbindungen sowie einige wenige Eisenbahnverbindungen im Land. Inlandsflüge und Eisenbahnfahrten sind angesichts unregelmäßiger Wartung mit Risiken verbunden. Es gibt Berichte über versuchte Angriffe auf Überlandbusse (Barrikaden auf der Landstraße und Steinwürfen). Die Anzahl der Omnibusse im innerstädtischen Verkehr ist relativ gering. Sie verkehren unregelmäßig, sind oft stark überfüllt und die Fahrtrouten sind für Besucher nur schwer nachvollziehbar. Von der Nutzung der Überlandbusse wird daher abgeraten.

Das Straßennetz wird weiter ausgebaut. Die Mehrzahl der Provinzhauptstädte ist inzwischen auf asphaltierten Fernstraßen erreichbar. In der Regenzeit werden viele Straßen insbesondere in den östlichen, nördlichen und südlichen Landesteilen unpassierbar. Überlandfahrten bringen wegen des schlechten Zustandes der Fahrzeuge und Straßen (Schlaglöcher) sowie der zuweilen unvorsichtigen oder durch Alkohol beeinträchtigten Fahrweise anderer Verkehrsteilnehmer und hohen Verkehrsaufkommens ein erhöhtes Unfallrisiko mit sich. Die medizinische Versorgung und Pannenhilfe außerhalb Luandas sind stark eingeschränkt. Außerhalb der Städte besteht teilweise keine Mobilfunkverbindung.

Fahrzeugkontrollen durch die Polizei werden oft dazu genutzt, wegen angeblicher Regelübertretungen Bußgelder zu verhängen.

  • Achten Sie darauf, bei Ankunft am Flughafen abgeholt und von Ortskundigen begleitet zu werden.
  • Verzichten Sie als Kurzzeitbesucher möglichst darauf, selbst Auto zu fahren.
  • Führen Sie Fahrten außerhalb Luandas möglichst im Konvoi (mindestens zwei Fahrzeuge) durch.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit.
  • Parken Sie nur auf gut beleuchteten Parkplätzen.
  • Halten Sie Fenster und Türen während des Fahrens verschlossen und verriegelt.
  • Bestehen Sie auf der korrekten Ausstellung eines Strafzettels ("Multa").

Führerschein

Der internationale Führerschein ist erforderlich und wird nur in Verbindung mit dem deutschen Führerschein anerkannt. Für den deutschen Führerschein sollte eine Übersetzung in portugiesischer Sprache mitgeführt werden.
 

LGBTIQ

Die Neufassung des angolanischen Strafgesetzbuches enthält keine strafrechtlichen Bestimmungen zu gleichgeschlechtlichen Handlungen. Die angolanische Verfassung enthält ein allgemeines Diskriminierungsverbot; das Strafgesetzbuch nennt sexuelle Orientierung als ein Beispiel verbotener Diskriminierung. Ausländer müssen nicht mit Anfeindungen rechnen, sollten jedoch beachten, dass das Zeigen von Zuneigung in der Öffentlichkeit unter gleichgeschlechtlichen Paaren nicht üblich ist.

Rechtliche Besonderheiten

Beim Fotografieren öffentlicher Gebäude in Angola ist Vorsicht geboten. Wachen oder Uniformierte sollten um vorherige Erlaubnis gefragt werden.
Fotografierverbote gelten insbesondere für strategisch wichtige Verkehrsanlagen (z.B. Flughafen), für militärische und polizeiliche Anlagen/Fahrzeuge/Regierungsgebäude sowie deren Personal. Bei Zuwiderhandlung besteht das Risiko, dass die Fotoausrüstung beschlagnahmt werden kann. Auch eine Festnahme kann nicht ausgeschlossen werden.

In Angola besteht eine Ausweispflicht. Dies kann auch in Form einer beglaubigten Kopie der Datenseite des Reisedokuments und des Visums erbracht werden.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Kwanza (AOA). Nur in größeren Hotels und in einigen wenigen Restaurants werden internationale Kreditkarten akzeptiert. Sonstige Rechnungen werden bar in AOA beglichen. Geldautomaten (Bargeldabhebung nur mit VISA-Karte möglich) sind in Luanda am Flughafen, in größeren Hotels und Supermärkten, sowie – auch in den Provinzstädten – an Banken vorhanden, aber nicht immer befüllt. Täglich können max. 40.000,00 AOA abgehoben werden. Am Flughafen (Wechselstube) und in einigen Hotels besteht außerdem die Möglichkeit Bargeld (EUR und USD) in AOA zu wechseln.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: 
Reisedokumente müssen noch mindestens sechs Monate über den Tag der Ausreise hinaus gültig sein. Siehe auch Gesundheit – Impfschutz. 

Visum

Deutsche Staatsangehörige können zu touristischen Zwecken und Privatbesuchen ohne Visum in die Republik Angola einreisen und sich dort 30 Tage visumsfrei aufhalten. Es wird bei der Einreise lediglich die Vorlage eines gültigen Reisepasses verlangt.

Andere Reisezwecke:

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Angola ein Visum, das vor der Einreise persönlich bei einer der angolanischen Auslandsvertretungen wie der Botschaft der Republik Angola beantragt werden muss. Die Bearbeitung des Antrags dauert in der Regel bis zu vier Wochen.

Geschäftsvisa können auch elektronisch über das SME Portal beantragt werden. Nach Absendung des Antrags soll der Antragsteller innerhalb von 72 Stunden eine Vorabgenehmigung („pre-autorização") erhalten.

Diese Vorabgenehmigung muss dann bei der Einreise gemeinsam mit den auf der Webseite aufgelisteten Antragsunterlagen vorgelegt werden. Es sollte genügend Bargeld für die Entrichtung der Visumsgebühr mitgeführt werden. Die Bearbeitung von Online-Anträgen erfolgt in der Regel innerhalb einer Woche, verläuft jedoch nicht immer zuverlässig.

Visa werden zwar grundsätzlich mit einer Gültigkeitsdauer von 60 Tagen ausgestellt, die zulässige Aufenthaltsdauer bei Einreise ist jedoch auf 30 Tage beschränkt. Visa können nach Einreise in Angola bei den zuständigen angolanischen Behörden („SME") maximal zweimal um jeweils 30 Tage verlängert werden.

Einreise auf dem Landweg/Visum

Die in der Republik Kongo (Kongo-Brazzaville) ansässigen Botschaften und Konsulate sowohl Angolas als auch der Demokratischen Republik Kongo stellen Visa nur an eigene Staatsangehörige oder Personen mit Wohnsitz in der Republik Kongo aus – nicht an durchreisende Ausländer.

Für touristische Zwecke und Besuchszwecke in Angola (inklusive der Provinz Cabinda) benötigen deutsche Staatsangehörige aktuell kein Visum, siehe Einreise und Zoll – Visum.

  • Beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise für die Demokratische Republik Kongo.
  • Bitte beachten Sie, dass Sie bei Einreise über den Landweg Einreisegenehmigungen für einen Aufenthalt von 15 oder 30 Tagen erhalten können. Diese Einreisegenehmigung kann nicht verlängert werden.
  • Beantragen Sie vor Reiseantritt ein Visum bei der zuständigen Vertretung der Republik Angola, wenn Sie zu anderen als den genannten visumsfreien Zwecken aus der Republik Kongo oder der Demokratischen Republik Kongo nach Angola einreisen und sich länger als 30 Tage in Angola aufhalten möchten.

Minderjährige

Alleinreisende Personen unter 18 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten in portugiesischer Sprache mitführen. Wenn nur ein Elternteil mitreist, wird die Einverständniserklärung des anderen Elternteils benötigt. Zudem ist die Vorlage einer amtlich beglaubigten Kopie der Geburtsurkunde des Kindes, ggf. mit Übersetzung in die portugiesische Sprache, notwendig.

Einfuhrbestimmungen

Für nicht in Angola ansässige Personen liegt die Höchstgrenze für die anmeldefreie Einfuhr von Devisen beim Gegenwert von 5.000 USD für Volljährige und 1.500 USD für Minderjährige.
Darüberhinausgehende Beträge sind bei der Ein- und Ausreise zu deklarieren.
Zur Ausfuhr von höheren als den genannten Beträgen wird die Genehmigung der Nationalbank benötigt.
Die Ein- und Ausfuhr von AOA ist für alle Reisenden max. bis 50.000 AOA erlaubt.

Bei Einreise an den internationalen Flughäfen Luandas werden strenge Zollkontrollen des Reisegepäcks durchgeführt. Insbesondere gelten Höchstgrenzen für zollfrei einführbare Güter zum persönlichen Gebrauch, siehe auch Webseite des internationalen Flughafens Luanda Quatro de Fevereiro.

Gesundheit

Impfschutz

Angola ist Gelbfieberinfektionsgebiet. Für Personen, die aus Deutschland einreisen, ist keine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Bei Einreise aus anderen Ländern kann am Grenzübergang der Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt werden.

  • Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise bei der für Ihren Wohnort zuständigen angolanischen Vertretung bzgl. der Notwendigkeit eines Gelbfieberimpfnachweises, wenn sie nicht direkt aus Deutschland nach Angola reisen (Botschaft oder Generalkonsulat).
  • Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten über 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land erfolgen. Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis.
  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Denguefieber, Hepatitis B, Typhus, Tollwut und Meningokokken-Krankheit (ACWY) empfohlen.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Denguefieber

Dengueviren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Denguefieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Denguefieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.

Malaria

Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Es besteht ein ganzjährig hohes Infektionsrisiko im ganzen Land. Der Anteil an der fast ausschließlich vorkommenden Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung.

  • Schützen Sie sich in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll (Chemoprophylaxe). Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten. 

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch den Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Cholera

Cholera wird über ungenügend aufbereitetes Trinkwasser oder rohe Lebensmittel übertragen und kann daher gut durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene vermieden werden. Nur ein kleiner Teil der an Cholera infizierten Menschen erkrankt und von diesen wiederum die Mehrzahl mit einem vergleichsweise milden Verlauf. Die Indikation für eine Choleraimpfung ist nur sehr selten gegeben, in der Regel nur bei besonderen Expositionen wie z.B. der Arbeit im Krankenhaus mit Cholerapatienten, siehe Cholera.

  • Lassen Sie sich hinsichtlich Ihres Risikoprofils ggf. durch einen Tropen- oder Reisemediziner beraten.

Schistosomiasis (Bilharziose)

Schistosomiasis wird beim Baden, Waten oder anderen Freizeitaktivitäten im oder am Süßwasser durch das Eindringen der Wurmlarven durch die intakte Haut übertragen, siehe Schistosomiasis.

  • Sehen Sie vom Baden in Süßwassergewässern konsequent ab.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

In den nördlichen Provinzen kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit kommen, die durch große tagaktive Fliegen (Tse-Tse) mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann.

  • Vermeiden Sie Fliegenstiche durch angemessenes Verhalten (u.a. Vorsicht bei Fahrten mit offenen Fahrzeugen) und entsprechende feste, lange Kleidung, auch stabiles Schuhwerk ist hier besonders angeraten.

Medizinische Versorgung

Außerhalb der Hauptstadt Luanda und einiger Provinzhauptstädte ist die allgemeine medizinische Versorgung nach wie vor sehr schlecht, in vielen ländlichen Gegenden Angolas ist sie kaum vorhanden.
In Luanda gibt es jedoch einige gut ausgestattete Privatkliniken und auch qualifizierte Ärzte. Portugiesische Sprachkenntnisse sind notwendig, Ärzte sprechen selten Englisch. Sämtliche Krankheiten, die in Angola häufiger vorkommen, können dort auch behandelt werden, wenn auch zu hohen Preisen. Notwendige Medikamente sind in Luanda in der Regel vorhanden oder beschaffbar.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie dennoch eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

Mehr

Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Reisepassinformationen

Allgemein erforderlich, muss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und zwei leere Seiten enthalten.

 

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder, die für touristische und private Besuche von bis zu 30 Tagen pro Aufenthalt und bis zu 90 Tage im Jahr visumfrei einreisen dürfen:

a) Deutschland, Österreich und alle anderen EU-Länder;

b) Schweiz;

c) Türkei.

 

Kosten

Deutschland, Österreich:
Touristenvisum: 70 € (normal) / plus 25 % für Expressausstellung in Berlin).

Arbeitsvisum: 240 € (in Berlin).

 

Schweiz:
Touristenvisum: 70 CHF (einmalige Einreise); 210 CHF (mehrmalige Einreise).
Arbeitsvisum: 250 CHF.

Visaarten und Kosten

Einfach-, Touristen-, Arbeits- und Transitvisum, Verlängerung bei den Grenzbehörden möglich.

Für Geschäftsreisende besteht die Möglichkeit, ein Kurzzeitvisum zu beantragen.

Gültigkeit

60 Tage ab Ausstellungsdatum für maximal 30 Tage Aufenthalt.

Transitvisum: Maximal 4 Tage.

Kurzzeitvisum (Geschäftsreisen): Die Einreise muss ab Ausstellungsdatum innerhalb von 72 Std. erfolgen (Aufenthaltsdauer: 7 Tage, Verlängerung um weitere 7 Tage möglich.)

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum.

JAXBElement

Persönlich mind. 30 Tage (in Berlin) bzw. mindestens 3 Wochen (in Bern) vor Abreise bei der zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen). Nur persönliche Beantragung im Konsulat von Angola in Berlin möglich. Ein Interviewtermin ist obligatorisch.

Vorabgenehmigung für Geschäftsvisum über www.sme.gov.ao/solicitarvisto/ zur Vorlage bei der Botschaft. 

Antrag erforderlich

Touristenvisum:
(a) 2 ausgefüllte Antragsformulare (downloadbar auf den Webseiten der zuständigen konsularischen Vertretungen), ein Antragsformular in der Schweiz.
(b) 2 biometrische Passfotos mit weißem Hintergrund.
(c) Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig sein muss sowie gut lesbare Kopie der relevanten Seiten, auch von ehemaligen Visa für Angola.

(d) persönliches Interview, für das vorab ein Termin vereinbart werden muss.
(e) Bestätigte Hotelbuchung.
(f) Kopie des Flugtickets mit Hin- und Rückflug.

(g) Impfnachweis gegen Gelbfieber,  Hepatitis A und B (bei der angolanischen Botschaft in Berlin); internationaler Impfpass beim angolanischen Generalkonsulat in Frankfurt a.M.

(h) Gebühr.
(i) Ggf. Kopie der noch mindestens sechs Monate gültigen Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich oder die Schweiz.
(j) Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel (mindestens 200 US$ pro Aufenthaltstag).

(k) Zusatzformular „Declaração“ mit geforderten Unterlagen.

(l) Medizinischer Nachweis darüber, dass der Antragsteller keine ansteckenden Krankheiten hat. 

(m) Schreiben an die Botschaft.

Arbeitsvisum:
(a) 1 Antragsformular (2 bei Beantragung in Frankfurt).
(b) 3 Passfotos.
(c) Reisepass, der noch mindestens 18 Monate gültig ist.
(d) Einladung des angolanischen Arbeitgebers/Geschäftspartners mit Bitte um ein Arbeitsvisum bei der Botschaft.
(e) Lebenslauf, Nachweis schulischer und beruflicher Abschlüsse (Diplomzeugnisse)*.
(f) Führungszeugnis*.
(g) Ärztliches Attest*.
(h) Arbeitsvertrag oder Arbeitsversprechen*.
(i) Eidesstattliche Erklärung (Befolgung angolanischer Gesetze)*.
(j) Angaben zum Grund der Reise. Unter Umständen können noch weitere Unterlagen verlangt werden (aktuelle Konzession der Firma, aktueller Steuerbescheid u. a.)

(k) notariell beglaubigte Erklärung des Antragstellers, die angolanischen Gesetze zu achten.


[*] Diese Dokumente müssen von einem vereidigten Übersetzer ins Portugiesische übersetzt werden.

 

Vorabgenehmigung e-Visum für Geschäftsvisum

(a) Reisepass, der bei der Beantragung noch mindestens 12 Monate gültig ist.

(b) aktuelles Passfoto mit weißem Hintergrund.

(c) Unterkunftsnachweis.

(d) Gültiger internationaler Impfpass.

(e) Nachweis ausreichender Geldmittel.

Bearbeitungsdauer

Ein Touristenvisum muss mindestens 30 Tage (in Berlin) bzw. mindestens 3 Wochen (in Bern) vor der Reise beantragt werden.

Konsulararbeitstage für ein Touristenvisum: Ca. 8 Tage (normal) bzw. 48 Std. (Express) in Berlin. 3 Tage in Bern.

 

Hinweis: Derzeit unterliegt die Bearbeitungszeit starken Schwankungen. Die Ausstellung von Visa kann u. U. Wochen, manchmal Monate, dauern.

Benötigte Dokumente bei der Einreise

(a) Reisepass, der noch 6 Monate über die Ausreise hinaus gültig ist.

(b) Impfnachweis gegen Gelbfieber. 

Einreise mit Kindern

Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden).

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Die Reisedokumente müssen noch mindestens zwei leere Seiten enthalten.

Hinweis: Alleinreisende Personen unter 18 Jahren sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Eltern/Erziehungsberechtigten mitführen. Wenn nur ein Elternteil mitreist, wird die Einverständniserklärung des anderen Elternteils benötigt.

Sehenswürdigkeiten

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird ab einem Alter von 8 Monaten von allen Reisenden verlangt. Ein Impfnachweis gegen Gelbfieber wird für die Beantragung eines Visums verlangt. Das Gelbfieber-Impfzertifikat erhält bei der Erstimpfung erst 10 Tage nach der Impfung seine Gültigkeit. Angola gilt als Land mit Gelbfieber-Infektionsgebieten. Daher empfiehlt die WHO unabhängig von den Landesvorschriften nachdrücklich die Impfung für alle Reisenden in Gelbfieber-Infektionsgebiete.

[3]
 Ein Impfnachweis gegen Hepatitis A und B wird zur Visumbeantragung verlangt. Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

[4] Malariaschutz aufgrund ganzjährig hohem Risiko landesweit erforderlich, auch in den Stadtgebieten. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum herrscht zu 99 % vor. Daher ist vor Abreise eine individuelle Beratung beim Arzt unbedingt empfohlen.

[5]
 Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.

[6] Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten im Land wird ein Impfschutz empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

[7] Typhus tritt auf. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen. Eine Impfbescheinigung gegen Poliomyelitis wird bei der Ausreise von allen Besuchern verlangt, die sich über 4 Wochen in Angola aufgehalten haben.

 

Essen und Trinken

Landesweit besteht eine erhöhte Gefahr für diverse Infektionskrankheiten (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen), die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden. Daher sollten stets sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen durchgeführt werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

 

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Einheimische Milchprodukte aus ungekochter Milch außerhalb der Städte vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

 

Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Provinzen Bengo, Benguela, Cabinda, Huambo, Huila, Kuando-Kubango, Kunene, Kwanza-Norte, Kwanza-Sul, Luanda (Luanda Cap.), Malanga, Namibe, Uige und Zaire. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen. Abweichend von den offiziellen Bestimmungen kann gelegentlich eine Choleraimpfung verlangt werden, insbesondere bei Ankunft aus einem Land mit Cholera bzw. bei Einreise außerhalb der internationalen Flughäfen.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.

Im Norden tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Reisende reduzieren die Übertragungsgefahr, wenn sie einen wirksamen Insektenschutz benutzen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Immunschutz gegen Masern (durchgemachte Erkrankung oder Impfung) sollte bei Reisen nach Angola gegeben sein.

Erkrankungsfälle der Schlafkrankheit werden ganzjährig aus den nördlichen Gebieten (v.a. Provinz Uije, Kunene, Huambo, Namibe und Huila) berichtet. Gute Schutzmaßnahmen gegen Stechfliegen sind stets durchzuführen.

Das Zeckenbissfieber ist endemisch und kommt landesweit vor.

Übersicht

Angola hat als eines der ärmsten Entwicklungsländer zahlreiche Krankheitsrisiken und eine unzureichende medizinische Infrastruktur. Die medizinische Versorgung entspricht keinesfalls westlichem Standard. In Luanda gibt es jedoch einige besser ausgestattete Kliniken, in denen Routinebehandlungen möglich sind, wenn auch zu hohen Preisen.

Eine Reiseapotheke sollte mitgeführt werden, da Medikamente oft nicht erhältlich sind.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rückholversicherung ist unbedingt erforderlich.

Hinweis: Neben der obligatorischen Gelbfieberimpfung wird auch eine Impfung gegen Hepatitis A und B bei der Antragstellung für ein Visum verlangt.

Geld

Währung

1 Neuer Kwanza = 100 Centimos. Währungskürzel: Kz, AOA (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 5000, 1000, 500, 200, 100 und 50 Kw; Münzen existieren im Wert von 50 Centimos sowie von 20, 10, 5 und 1 Kw.

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten werden nur in einigen großen Hotels und Restaurants  akzeptiert.
 

Geldautomaten

Bankkarten
 
Nur mit einer VISA-Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Sie kann in einigen Provinzstädten sowie in Luanda am Flughafen, in Supermärkten und in größeren Hotels genutzt werden. Die Geldautomaten sind jedoch gelegentlich leer. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.
 

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Angola nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.45-16.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Deklarationspflicht von Fremdwährungen bei Import und Export ab einem Wert von 10.000 US$. Ausfuhr nur in Höhe der deklarierten Einfuhr abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis). Für die Ausfuhr von Beträgen ab einem Gegenwert von 10.000 US$ wird ein Einfuhrnachweis verlangt.

Öffentliche Feiertage

year

2026

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Angola eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 250 g Tabak oder 50 Zigarren oder 500 g gemischte Tabakwaren (pro Passagier ab 18 Jahren).

1 l Spirituosen und 2 l Wein (pro Passagier ab 18 Jahren);
100 ml Parfüm und 100 ml Eau de Toilette;

Neuwertige Güter im Gesamtgegenwert von über 1 Mio. Kwanza müssen deklariert werden. 

Importbeschränkungen

Für tierische Produkte, Tiere und Teile von Tieren wird eine Sondergenehmigung benötigt. Waffen und Munition dürfen nur mit einer Einfuhrgenehmigung der angolanischen Behörden eingeführt werden.

Kontaktadressen

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Sommeranzüge oder -kostüme werden empfohlen. Einheimische Geschäftsleute sind leger gekleidet. Für gesellschaftliche Anlässe sind dunkle Farben angebracht. Portugiesisch-, Französisch- oder Spanischkenntnisse sind von Vorteil, da es nur wenige Dolmetscher gibt. Die Urlaubsmonate Juni bis September sollten vermieden werden.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.30-12.30 und 14.00-18.00 Uhr; manche Banken und Geschäfte auch Sa 08.30-12.30 Uhr.

Geschäftskontakte

Câmara do Comércio e Indústria de Angola (Industrie- und Handelskammer)
Tel. +244 (0)22 996 93 99 93.
Website: www.cciangola.com

Kommunikation

Telefon

Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 00244. Die Telefongesellschaft von Angola ist die staatlich betriebene Angola Telecom.

Mobiltelefon

GSM 900/1800, 3G- und 4G-Mobilfunknetz. Netzbetreiber sind u.a MSTelcom, Movicel und Africell. Der Empfangs/Sendebereich deckt alle Städte und Gemeinden ab.

Internet

Anbieter sind u.a MSTelcom, Movicel und Africell. Kostenloses WLAN steht in einigen Hotels zur Verfügung. In größeren Städten gibt es Internetcafés.

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Angola empfangen.

Post

Postsendungen nach Europa sind 5-10 Tage unterwegs. Inlandspost ist verhältnismäßig zuverlässig.

Einkaufen

Überblick

Traditionelle Kunstgewerbeartikel werden in Luanda angeboten. Außerhalb der großen Städte gibt es kaum Einkaufsmöglichkeiten.

Nachtleben

Einleitung

In Luanda gibt es mehrere Nachtklubs und Kinos. Hier empfiehlt sich ebenfalls rechtzeitige Kartenvorbestellung. Die beliebten Kizombas bieten afrikanische Musik und einheimisches Essen.

Kulinarisches

Übersicht

Da es nur wenige Restaurants und Hotels gibt, sollten Tische im Voraus reserviert werden. Erstklassiger Service ist im Hotel Presidente Meridien erhältlich.

Unterkunft

Hotels

Viele Hotels in Angola wurden vor kurzem renoviert und bieten nun Klimatisierung, Telefon, Radio und private Badezimmer. Dennoch ist das Angebot begrenzt, daher sollte man lange im Voraus buchen. In Luanda sind Hotels besonders teuer. Weitere Informationen sind von SATUL (Sociedade Angolana de Empreendimentos Turisticos e Hotelaria, LDA), Rua do Carmo 8, Luanda. (Tel: (02) 33 21 19). Auch im Kissama National Park (s. Urlaubsorte & Ausflüge) gibt es Unterkünfte.

Kultur

Religion

(47 %) Naturreligionen und Christentum (vorwiegend Katholizismus (38 %) sowie Protestanten (15 %)).

Soziale Verhaltensregeln


Die üblichen Höflichkeitsformen sollten beachtet werden. Fotografieren: Öffentliche Einrichtungen, Veranstaltungen oder Gebäude und Soldaten dürfen nicht fotografiert werden. Bei Zuwiderhandlung ist mit Verlust des Filmes, der Fotoausrüstung oder mit Verhaftung zu rechnen. Trinkgeld wird offiziell ungern gesehen. Wenn nicht in der Rechnung enthalten, ca. 10%. Zigaretten u. ä. werden gern angenommen.

Klima

Beste Reisezeit

Im Norden während der Sommermonate November bis April heiß und feucht; in den Wintermonaten Mai bis Oktober etwas kühler und erheblich trockener. Im Süden ist es fast durchgehend heiß, im Winter geringfügig kühler.

Sprache

Überblick

Offizielle Landessprache ist Portugiesisch. Die meisten Einwohner sprechen Bantu-Sprachen (Ombundu, Kimbundu, Chokwe, Lwena, Kikongo).

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Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes - https://www.auswaertiges-amt.de/

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