Namibia
Anreise
Anreise mit dem Flugzeug
Die meisten internationalen Besucher erreichen Namibia über den Hosea Kutako International Airport (WDH), etwa 45 km östlich von Windhoek. Der Flughafen Walvis Bay (WVB) wird ebenfalls international angeflogen (hauptsächlich Verbindungen ab Kapstadt und Johannesburg).
Direktverbindungen aus dem deutschsprachigen Raum:
Discover Airlines (4Y) bietet Direktflüge von Frankfurt/Main sowie saisonal von München nach Windhoek (Hosea Kutako) an. Zubringerflüge nach Frankfurt oder München stehen u. a. mit Lufthansa (LH) ab zahlreichen deutschen Flughäfen, mit Swiss (LX) ab Zürich und Genf sowie mit Austrian Airlines (OS) ab Wien zur Verfügung.
Umsteigeverbindungen & weitere Fluggesellschaften:
Verbindungen mit Zwischenstopp werden u. a. angeboten von:
- Ethiopian Airlines (ET) via Addis Abeba (ab vielen europäischen Flughäfen),
- South African Airways (SA) und Airlink (4Z) via Johannesburg oder Kapstadt,
- Qatar Airways (QR) via Doha (teils in Codeshare-Kooperationen),
- TAAG Angola Airlines (DT) via Luanda sowie regional mit FlyNamibia (WV).
Flugzeiten
Flugdauer:
Frankfurt/M. – Windhoek: ca. 10 Std. 15 Min. (nonstop);
München – Windhoek: ca. 10 Std. 30 Min. (nonstop, saisonal);
Zürich – Windhoek: ab ca. 12 Std. 10 Min. (mit Umstieg);
Wien – Windhoek: ab ca. 13 Std. 05 Min. (mit Umstieg).
Ausreisegebühr
Keine.
Anreise mit dem Pkw
Die angrenzenden Nachbarländer Angola, Botswana, Südafrika und Sambia sind von Namibia aus gut über den Landweg erreichbar. Die Grenzübergänge sind über gut ausgebaute Straßen angebunden und für Reisende mit gültigen Reisedokumenten in der Regel problemlos zu passieren.
Beliebte Grenzrouten:
- Südafrika: Johannesburg – Windhoek (über Nakop/Ariamsvlei) sowie Kapstadt – Namibia (über Vioolsdrif/Noordoewer).
- Botswana: Verbindung über den Trans-Kalahari-Highway (Mamuno/Buitepos).
- Sambia: Verbindung im Nordosten über den Grenzübergang Katima Mulilo.
Fernbusse:
Regelmäßige Fernbusverbindungen (u. a. Nachtbusse von Intercape) verkehren zwischen Windhoek und südafrikanischen Metropolen wie Kapstadt und Johannesburg. Weitere internationale Busverbindungen bestehen nach Botswana und Sambia.
Maut & Straßengebühren:
In Namibia gibt es zwar kein Mautsystem mit Mautstellen auf den Straßen, für ausländische Fahrzeuge (z. B. bei der Einreise mit einem Mietwagen aus Südafrika) wird an den Grenzen jedoch eine Straßennutzungsgebühr (Cross-Border Road User Charge) erhoben.
Fahrtdokumente & Führerschein:
Zusätzlich zum nationalen Führerschein ist das Mitführen eines Internationalen Führerscheins (oder einer amtlich beglaubigten englischen Übersetzung) gesetzlich vorgeschrieben und wird bei Polizeikontrollen sowie von Autovermietungen verlangt.
Anreise mit der Bahn
Es gibt im regulären Fahrplan keine internationalen Passagierzugverbindungen nach Namibia. Der grenzüberschreitende Zugverkehr auf den Strecken zwischen Windhoek und Kapstadt bzw. Johannesburg ist eingestellt; für diese Verbindungen müssen Reisende auf Fernbusse zurückgreifen.
Exklusive Luxuszüge:
Der Luxuszugbetreiber Rovos Rail bietet mehrmals im Jahr mehrtägige All-inclusive-Zugreisen zwischen Südafrika und Namibia an (u. a. auf der spektakulären Route zwischen Pretoria und Walvis Bay nahe Swakopmund). Diese mehrtägigen Bahnreisen sind mit umfangreichen Ausflugsprogrammen kombiniert.
Anreise mit dem Schiff
Häfen: Der wichtigste und modernste Tiefseehafen Namibias befindet sich in Walvis Bay (Walfischbucht). Einen weiteren, kleineren Hafen besitzt Lüderitz.
Schiffsverbindungen: Es gibt keine regulären internationalen Passagier- oder Fährverbindungen nach Namibia. Walvis Bay und Lüderitz werden jedoch im Rahmen von internationalen Kreuzfahrten regelmäßig von Passagierschiffen angefahren.
Kreuzfahrtschiffe
Namibia ist kein klassisches Ganzjahres-Kreuzfahrtziel, jedoch laufen verschiedene Expeditions- und Luxuskreuzfahrtschiffe auf Routen entlang der westafrikanischen Küste regelmäßig die Häfen Walvis Bay und Lüderitz an.
Weltreisen & Passagen ab Europa:
Auf mehrwöchigen Teilstrecken oder Weltreisen legen unter anderem Schiffe von AIDA und Phoenix Reisen (ab Hamburg bzw. Bremerhaven) sowie Cunard (ab Southampton) Zwischenstopps in Namibia ein.
Vor Ort unterwegs
Unterwegs mit dem Flugzeug
Drehkreuze für den nationalen Flugverkehr sind die beiden Flughäfen Windhoeks: der internationale Hosea Kutako International Airport (WDH) sowie der stadtnah gelegene Regionalflughafen Eros Airport (ERS).
Linienflüge im Inland:
FlyNamibia bietet regelmäßige Inlandsverbindungen ab dem Flughafen Eros zu Zielen wie Ondangwa, Katima Mulilo, Rundu und Lüderitz an. Da manche Strecken nicht täglich bedient werden, empfiehlt sich eine genaue Abstimmung des Reiseplans mit den aktuellen Flugplänen.
Safari-Shuttles & Charterflüge:
Spezielle Safari-Shuttleflüge verbinden Windhoek direkt mit touristischen Highlights wie Sossusvlei, Swakopmund oder der Etosha-Region. Zudem steuern kleine Charterflugzeuge abgelegene Lodges, private Schutzgebiete und unbefestigte Landepisten im ganzen Land an. Inlandsflüge verkürzen die Fahrzeiten erheblich, sind jedoch deutlich teurer als Mietwagenreisen und unterliegen auf Kleinflugzeugen oft strengen Gepäckbeschränkungen (z. B. Weichgepäck-Pflicht).
Unterwegs mit dem Auto/dem Bus
Das Straßennetz Namibias umfasst rund 42.000 Kilometer und verbindet sämtliche Ortschaften sowie die wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes. Selbstfahrer-Rundreisen mit dem Mietwagen sind daher eine der beliebtesten Möglichkeiten, Namibia zu erkunden.
Straßenverhältnisse & Fahrzeugwahl:
Während die Hauptverbindungsstraßen gut ausgebaut und meist asphaltiert sind, bestehen viele Nebenstrecken aus Schotter-, Kies- oder Sandpisten (Gravel Roads). Ein Fahrzeug mit erhöhter Bodenfreiheit (z. B. ein SUV) ist dringend zu empfehlen. Für abgelegene Regionen oder Strecken durch tiefen Sand ist ein Allradfahrzeug (4x4) unerlässlich.
Klassische Selbstfahrer-Route:
Eine der populärsten Rundreisen führt von Windhoek nach Norden zum Etosha-Nationalpark, weiter nach Westen Richtung Twyfelfontein und zur Skelettküste, anschließend entlang der Küste nach Walvis Bay und Swakopmund sowie im Landesinneren zu den Sanddünen von Sossusvlei, bevor es zurück nach Windhoek geht.
Maut:
In Namibia gibt es keine mautpflichtigen Straßen im Inlandsverkehr.
Tankstellen & Bezahlung:
In größeren Ortschaften und entlang der Hauptverkehrsachsen stehen ausreichend Tankstellen zur Verfügung. Da die Distanzen im ländlichen Raum sehr groß sein können, sollte jede Gelegenheit zum Volltanken genutzt werden. Beachten Sie, dass an abgelegeneren Tankstellen oft nur Barzahlung möglich ist.
Rechtsverkehr/Linksverkehr
lZustand der Straßen
Straßennetz & Zustand:
Rund 5.400 Kilometer des gesamten Straßennetzes sind asphaltiert. Gute Teerstraßen verbinden Windhoek mit den wichtigsten Zentren wie Swakopmund, Walvis Bay, Keetmanshoop, Otjiwarongo sowie mit der Grenze zu Südafrika. Das ländliche Straßennetz und die Pisten in den Nationalparks bestehen größtenteils aus Schotter, verfestigtem Sand oder Salz.
Fahrbedingungen & Pisten (Gravel Roads):
Hauptpisten werden zwar regelmäßig instand gehalten und von Spurrillen befreit, sodass sie meist auch mit normalen PKW gut befahrbar sind. Dennoch muss jederzeit mit Schlaglöchern, Sandverwehungen, tiefen Rillen und losem Splitt gerechnet werden. Nach Regenfällen können Schotterpisten stellenweise rutschig oder unpassierbar werden. Abseits der Hauptverkehrsachsen ist ein Allradfahrzeug (4x4) dringend ratsam.
Gefahren & Nachtfahrten:
Da viele Straßen nicht eingezäunt sind, überqueren Wild- und Nutztiere häufig die Fahrbahn – besonders in den Dämmerungsstunden (Morgengrauen und Abenddämmerung). Nachtfahrten sollten wegen der stark eingeschränkten Sicht, unbeleuchteter Hindernisse und des extrem hohen Risikos von Wildunfällen generell vermieden werden.
Staßenklassifizierung
Straßenkategorien in Namibia:
Das Straßennetz ist in vier Hauptkategorien unterteilt:
- B-Straßen (Trunk Roads): Asphaltierte Fernstraßen und Hauptverkehrsachsen, wie beispielsweise der Trans-Kalahari-Highway.
- C-Straßen (Main Roads): Wichtige Verbindungsstraßen, die meist aus gut gepflegten Schotterpisten bestehen, stellenweise aber auch asphaltiert sind.
- D-Straßen (District Roads): Regio- und Bezirksstraßen, die in der Regel unbefestigte Schotter- oder Sandpisten sind und eine vorsichtige Fahrweise erfordern.
- M-Straßen (Metropolitan Roads): Innerstädtische Hauptstraßen und Verbindungen im urbanen Raum.
Autovermietung
Mietwagenangebot & Standorte:
Mietwagen sind in Windhoek, Walvis Bay sowie direkt am Hosea Kutako International Airport (WDH) bei zahlreichen internationalen und lokalen Anbietern erhältlich.
Empfohlenes Fahrzeug:
Während viele Standardrouten in der Trockenzeit auch mit einem normalen PKW befahrbar sind, wird für Routen abseits der Hauptachsen sowie für ländliche Schotterpisten ein Fahrzeug mit hoher Bodenfreiheit (z. B. SUV) dringend empfohlen. Für Fahrten in abgelegene Regionen oder durch tiefen Sand ist ein Allradfahrzeug (4x4) unerlässlich.
Mietbedingungen & Mindestalter:
Das gesetzliche Mindestalter zum Autofahren liegt bei 18 Jahren. Die meisten Autovermietungen verlangen jedoch ein Mindestalter von 21 bis 23 Jahren (bei großen 4x4-Geländewagen oft 25 Jahre) sowie den Besitz des Führerscheins seit mindestens einem bis zwei Jahren. Für Fahrer unter 25 Jahren erheben viele Vermieter vor Ort eine zusätzliche Jungfahrergebühr.
Erforderliche Dokumente:
Neben dem nationalen Führerschein (Scheckkarte) verlangen Autovermieter und Polizeikontrollen zwingend das Mitführen eines Internationalen Führerscheins (oder einer amtlich beglaubigten englischen Übersetzung).
Taxi
Taxis:
In größeren Städten wie Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay stehen Taxis flächendeckend zur Verfügung. Die meisten Fahrzeuge verfügen über keine Taxameter, weshalb der Fahrpreis zwingend vor Beginn der Fahrt vereinbart werden sollte.
Sicherheitshinweis zu Taxis:
Aus Sicherheitsgründen sollten Reisende niemals in ein Taxi einsteigen, in dem sich außer dem Fahrer bereits andere Fahrgäste befinden (Sammeltaxis/Shared Taxis). Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass unterwegs keine fremden Personen hinzusteigen.
Fahrdienst-Apps (Ride-Hailing):
In Städten wie Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay stehen zudem app-basierte Fahrdienste wie Yango, LEFA und Bolt zur Verfügung. Diese bieten feste Tarife, Ortung per GPS und gelten als besonders sichere und bequeme Alternative für Stadtfahrten.
Fahrrad
Fahrradtouren & Mieträder:
In touristischen Zentren und Städten wie Swakopmund oder Windhoek werden organisierte Fahrradtouren sowie Mieträder (u. a. Mountainbikes und Fatbikes für Wüstentouren) angeboten.
Bedingungen & Praktikabilität:
Während Mountainbiking und geführte Abenteuertouren sehr beliebt sind, eignet sich das Fahrrad aufgrund der enormen Distanzen, der extremen Hitze am Tag und der spärlichen Versorgungsinfrastruktur kaum als alltägliches Transportmittel für Überlandstrecken.
Sicherheit im Straßenverkehr:
Autofahrer in Namibia sind grundsätzlich an Radfahrer gewöhnt. Auf unbefestigten Schotterpisten (Gravel Roads) ist jedoch wegen des losen Untergrunds, Staubentwicklung und schlechterer Sichtverhältnisse erhöhte Vorsicht geboten.
Reisebus
Fernbusse (Intercape):
Die komfortablen und preiswerten Fernbusse von Intercape verbinden Windhoek regelmäßig mit den wichtigsten Städten des Landes – darunter Swakopmund, Walvis Bay, Keetmanshoop, Otjiwarongo, Grootfontein und Katima Mulilo. Zudem werden grenzüberschreitende Strecken nach Südafrika, Botswana, Sambia und Simbabwe bedient.
Sammeltaxis & Minibusse (Combis):
Lokale Minibusse (vor Ort als Combis bekannt) bieten zusätzliche Verbindungen zwischen Städten und kleineren Orten. Sie verkehren ohne festen Fahrplan und fahren meist erst ab, wenn alle Sitzplätze belegt sind.
Organisierte Bustouren:
Lokale Reiseveranstalter bieten zudem geführte Rundreisen und mehrtägige Bustouren im Reisebus durch die verschiedenen Regionen Namibias an.
Vorschriften
Verkehrsbestimmungen:
- Linksverkehr: In Namibia gilt Linksverkehr.
- Anschnallpflicht: Es besteht Gurtpflicht für alle Fahrzeuginsassen (vorne und hinten).
- Promillegrenze: Der zulässige Blutalkoholwert liegt bei 0,5 ‰ (0,05 %).
- Telefonieren am Steuer: Die Nutzung von Mobiltelefonen ohne Freisprecheinrichtung ist während der Fahrt strikt untersagt.
- Kindersicherheit: Kinder müssen in geeigneten Kindersitzen bzw. dem Alter und der Größe entsprechenden Rückhaltesystemen gesichert werden.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
- Innerorts (Schul- & Wohngebiete): max. 60 km/h
- Außerorts & Schotterpisten (Gravel Roads): max. 80 bis 100 km/h (aus Sicherheitsgründen und wegen Rutschgefahr wird auf Schotter maximal 80 km/h dringend empfohlen)
- Asphaltierte Fernstraßen (Tarred Roads): max. 120 km/h
- National- & Wildparks: max. 60 km/h (oder wie lokal beschildert)
Pannenhilfsdienst
Hilfe bei Pannen & Notfällen:
Mietwagen-Pannen:
Bei Unfällen oder Pannen mit dem Mietwagen ist immer die Autovermietung der erste Ansprechpartner. Die meisten Mietwagenanbieter stellen eine 24-Stunden-Notfallnummer bereit oder organisieren im Bedarfsfall einen Abschlepp- und Bergungsdienst.
ADAC-Notruf & Partnerclub:
Der ADAC-Auslands-Notruf bietet Mitgliedern sowie Inhabern eines Auslandskranken- und Unfallschutzes rund um die Uhr Unterstützung (Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22; medizinische Notfälle: Tel. +49 (0)89 76 76 76).
Partnerclub vor Ort ist der Automobilverband von Namibia (AA Namibia) in Windhoek (Tel. +264 (0)61 22 42 01, 24/7-Notfall-Hotline: +264 (0)81 555 9432).
Sicherheits- & Kommunikationstipps für abgelegene Routen:
In ländlichen und abgelegenen Regionen Namibias ist die Mobilfunkabdeckung oft sehr eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Reisende sollten abgelegene Strecken keinesfalls ohne ausreichende Vorräte (insbesondere reichlich Trinkwasser und Reservekraftstoff) befahren. Es wird dringend empfohlen, Angehörige oder die Unterkunft vorab über die geplante Reiseroute und Ankunftszeit zu informieren.
Dokumentation
Führerschein & Dokumentenpflicht:
Fahrzeugführer müssen in Namibia stets ihren gültigen nationalen Führerschein im Original mitführen.
- Internationaler Führerschein: Da der nationale (deutsche/europäische) Führerschein nicht in englischer Sprache ausgestellt ist, ist das zusätzliche Mitführen eines Internationalen Führerscheins gesetzlich vorgeschrieben. Dieser ist nur in Kombination mit dem nationalen Originalführerschein gültig.
- Englische Übersetzung: Sollte kein Internationaler Führerschein vorliegen, akzeptieren Behörden und Autovermietungen alternativ eine offiziell beglaubigte englische Übersetzung des nationalen Führerscheins.
- Fahrzeug- & Versicherungsunterlagen: Bei Kontrollen sowie Mietwagenfahrten müssen zudem die Fahrzeugzulassung (Vehicle Registration Documents) und der Nachweis über den Versicherungsschutz stets im Fahrzeug mitgeführt werden.
Unterwegs in der Stadt
Zu Fuß durch das Stadtzentrum:
Das Zentrum von Windhoek rund um die Independence Avenue lässt sich gut zu Fuß erkunden, da viele historische Sehenswürdigkeiten (wie die Christuskirche, die Tintenpalast-Gärten oder das Alte Feste-Museum) nahe beieinander liegen. Wegen des hügeligen Stadtgebiets, der hohen Temperaturen sowie zur eigenen Sicherheit bei Dämmerung und Dunkelheit sind für längere Strecken jedoch Verkehrsmittel zu empfehlen.
Taxis & Fahrdienst-Apps:
Für Wege außerhalb des unmittelbaren Zentrums stehen Taxis zur Verfügung. Neben regulären Straßentaxis sind in Windhoek vor allem app-basierte Fahrdienste wie Yango, LEFA und Bolt eine sichere, bequeme und transparente Wahl mit Festpreisen. Bei gewöhnlichen Taxis sollte der Fahrpreis mangels Taxameter vor Fahrtantritt vereinbart werden.
Vor Ort unterwegs mit der Bahn
Schienennetz & Personenzugverkehr:
Namibia verfügt zwar über ein umfangreiches Streckennetz, das von der staatlichen Eisenbahngesellschaft TransNamib betrieben wird, die regulären Passagierverbindungen sind jedoch sehr stark eingeschränkt. Der Großteil des Schienenverkehrs besteht aus Gütertransporten. Für Touristen und Rundreisende ist der reguläre Zugverkehr daher keine praktische Option, um das Land zu bereisen – als Hauptverkehrsmittel dienen Straßen (Mietwagen, Fernbusse) oder Inlandsflüge.
Erlebnis- & Luxuszüge:
- Desert Express: Der einst beliebte Erlebniszug Desert Express, der auf der Panoramastrecke zwischen Windhoek und Swakopmund verkehrte, ist bis auf Weiteres eingestellt.
- Rovos Rail: Exklusive Bahnreisen werden gelegentlich im Rahmen von mehrtägigen Luxuskreuzfahrten auf Schienen durch den Anbieter Rovos Rail von Südafrika aus durchgeführt.
Hinweis: Bahninteressierte Reisende sollten sich vor der Reiseplanung unbedingt über den aktuellen Betriebsstatus lokaler Zugverbindungen informieren.
Unterwegs mit dem Schiff
Küstenschifffahrt & Fähren:
Namibia verfügt über kein reguläres Passagier- oder Fährnetz entlang seiner Atlantikküste. Trotz der langen Küstenlinie bestehen keine Fahrverbindungen auf dem Seeweg zwischen Städten oder Küstenorten. Die Häfen in Walvis Bay (Tiefseehafen) und Lüderitz (kleinerer Hafen) dienen primär dem Frachtverkehr sowie der Zwischenstation für internationale Kreuzfahrtschiffe.
Bootsausflüge & Exkursionen:
Schiffs- und Bootsfahrten werden ausschließlich als touristische Ausflüge angeboten, nicht als Transportmittel:
- Walvis Bay & Lüderitz: Katamaran- und Bootsfahrten zur Beobachtung von Robben, Delphinen, Pelikanen und Wüstentieren (z. B. auf der Lagune von Walvis Bay).
- Caprivi-Streifen / Sambesi-Region: Flusskreuzfahrten, Safaris und Ausflüge auf dem Chobe- und Sambesi-Fluss im Nordosten nahe Katima Mulilo.
- Sportangeln & Bootverleih: Angebot von geführten Angel- und Charta-Touren an verschiedenen Küsten- und Flussabschnitten.
Reisewarnung
Überblick
Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes
Link: https://www.auswaertiges-amt.de/
(Unverändert gültig seit: Thu, 17 Sep 2026 15:46:03 +0200)
Letzte Änderungen:
Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr
Redaktionelle Änderungen
Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.
Sicherheit
Terrorismus
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Die politische Lage in Namibia gilt als stabil. Dennoch:
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Eigentumsdelikte können in ganz Namibia vorkommen, insbesondere in Windhuk und in abgelegenen Gebieten. Es sind Überfälle auf Reisende durch teils schwer bewaffnete Kriminelle bekannt. Dabei werden auch Touristenunterkünfte (auch Campingplätze) gezielt ins Visier genommen.
In Windhuk ereignen sich Raubüberfälle vor allem an Sonn- und Feiertagen, wenn weniger Menschen unterwegs sind (z.B. auf Spaziergänger am Stadtrand wie Farm Windhuk, Avis Damm und Lovers Hill, aber auch mitten in der Innenstadt).
Vereinzelt wurden Reisende nach Übernahme eines Mietwagens gezielt vom Flughafen bis zu ihrer Unterkunft verfolgt, durch Ablenkungen (z.B. Hinweis auf einen angeblichen technischen Defekt) zum Anhalten gebracht und ausgeraubt. Dabei wurden u.a. Fahrzeuge mit Regierungskennzeichen benutzt.
Bei Nutzung von Taxis, in denen sich außer dem Fahrer bereits andere Personen befinden, besteht ein erhöhtes Risiko für Überfalle bzw. Diebstähle.
Reisende sind aufgrund der mitgeführten Kameraausstattung etc. bevorzugte Opfer von Raubüberfällen; auch Kreditkartenbetrug kommt häufig vor.
- Unternehmen Sie Spaziergänge, auch in der Innenstadt von Windhuk, möglichst ohne Wertsachen und Fotoausrüstung sowie ohne große Taschen/Rucksäcke; seien Sie im Stadtrandgebiet von Windhuk besonders vorsichtig.
- Vermeiden Sie Spaziergänge in der Dunkelheit.
- Seien Sie bei Fahrten im Land auch bei kurzen Zwischenstopps vorsichtig.
- Übernachten Sie nur in bewachten Unterkünften bzw. auf bewachten, offiziell registrierten Campingplätzen.
- Verriegeln Sie Fahrzeugtüren immer, behalten Sie Wertsachen auf Busreisen im Blick und lassen Sie sie in Fahrzeugen auch während der Fahrt nicht sichtbar liegen.
- Halten Sie nur an Tankstellen und belebten Rastplätzen an, an denen sich auch andere Personen befinden. Im Notfall rufen Sie die Polizei unter 10111.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf und führen Sie Kopien von Pass und Visum an anderer Stelle Ihres Gepäcks mit sich, speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Verstauen Sie Ihr Gepäck immer in Ihrem Kofferraum.
- Lassen Sie Ihre Wertsachen auch in Ihrer bewachten Unterkunft bzw. auf bewachten Campingplätzen nicht offen liegen.
- Nutzen Sie keine Taxis, in denen sich weitere Fahrgäste befinden und lassen Sie keine unbekannten Fahrgäste ins Taxi zusteigen.
- Nehmen Sie Wertsachen stets im Handgepäck mit und lassen Sie sich nicht überreden, diese im aufzugebenden Gepäck zu befördern.
- Nutzen Sie keine Geldautomaten auf offener Straße; geben Sie stattdessen Geräten in Einkaufszentren, Supermärkten oder Banken den Vorzug und lassen Sie sich nie von Fremden beim Geldabheben beobachten oder dabei helfen.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Natur und Klima
Vor allem im September und Oktober kann es aufgrund der herrschenden klimatischen Bedingungen zu Buschbränden kommen. Auch in Tourismusgebieten muss mit einer Beeinträchtigung der Infrastruktur gerechnet werden.
Insbesondere Gebiete im Norden Namibias zwischen der Etosha-Pfanne und der angolanischen bzw. sambischen Grenze können in der Regenzeit von Januar bis April von Überschwemmungen betroffen sein. Straßen können dann nur eingeschränkt nutzbar sein.
Trockenflussbetten („Rivières") im ganzen Land können sich in der Regenzeit in kürzester Zeit zu reißenden Flüssen entwickeln.
- Erkundigen Sie sich vor Reisen z.B. beim namibischen Tourismusbüro oder landeskundigen Reiseveranstaltern zu möglichen Beeinträchtigungen.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen.
- Befolgen Sie Anweisungen lokaler Behörden.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr
In Namibia herrscht Linksverkehr. Das Straßennetz ist gut ausgebaut; bis auf die Hauptverkehrsstraßen handelt es sich hauptsächlich um Schotterpisten. Das Unfallrisiko von Überlandfahrten wird oft unterschätzt. Die Entfernung plötzlich auftauchender Wildtiere zum eigenen Kfz ist oft schwer einzuschätzen. Übermüdung, Unkonzentriertheit oder kurze Ablenkung können insbesondere wegen des sehr geringen Verkehrsaufkommens zu schweren Verkehrsunfällen führen. Rettungssanitäter erreichen in abgelegenen Gebieten die Unfallstelle z. T. erst nach Stunden, was bei schweren Verletzungen lebensgefährlich sein kann.
Es muss stets mit gefährlichen Überholmanövern auch in nicht einsehbaren Streckenabschnitten gerechnet werden. Taxis wechseln zur Aufnahme von Passagieren oft plötzlich und völlig unberechenbar Fahrtrichtung und -spur.
Lokale Mietwagenfirmen statten Mietwagen in der Regel mit einem GPS-Gerät („GPS-Tracker") aus, das es erlaubt, die gefahrene Strecke und Geschwindigkeit des Fahrzeugs jederzeit nachprüfen zu können. Schon bei geringfügiger Geschwindigkeitsübertretung erlischt bei einigen Mietwagenfirmen bzw. Versicherungen jeglicher Versicherungsschutz.
Im Schadensfall haben Versicherungen lokaler Mietwagenfirmen die Beweislast des Öfteren umgekehrt: vom Versicherten wurde der Nachweis verlangt, Schäden nicht fahrlässig verursacht zu haben. Dies kann weitreichende Folgen bis hin zu einer strafrechtlichen Verfolgung und Verhaftung haben.
Die Treibstoffversorgung in den Lodges der staatlichen Namibia Wildlife Resorts (NWR) ist nicht gewährleistet.
- Achten Sie immer und insbesondere vor Fahrten in den Etosha Nationalpark und andere abgelegene Regionen auf die für Ihre geplante Reiseroute notwendige Treibstoffmenge. Berücksichtigen Sie hierbei auch den ggf. durch Klimaanlage, Straßenverhältnisse, etc. erhöhten Verbrauch.
- Vermeiden Sie Überlandfahrten bei Dunkelheit.
- Fahren Sie direkt nach Ankunft am Flughafen keine weiten Strecken mit einem Mietwagen.
- Leisten Sie bei Verkehrsdelikten keine Sofortzahlung von Bußgeldern, sondern steuern Sie dazu die nächstgelegene Polizeistation an.
- Prüfen Sie die vollständigen Vertragsbedingungen genau und hinterfragen Sie Unklarheiten bei der Anmietung von Fahrzeugen/beim Abschluss von Versicherungen.
- Mieten Sie Fahrzeuge möglichst nur von einem Autovermieter, der Mitglied der namibischen Vereinigung der Autovermieter - CARAN – ist.
- Kontrollieren Sie Bremsen, Reifenzustand, etc. vor Fahrtantritt auf Zuverlässigkeit und überprüfen Sie, ob Werkzeug und Wagenheber mit an Bord sind.
- Seien Sie bei Fahrten auf Schotterpisten besonders vorsichtig; führen Sie möglichst zwei Reserveräder mit (Gefahr von Reifenpannen).
- Achten Sie generell und insbesondere bei Fahrten in den Etosha Nationalpark und anderen abgelegenen Regionen stets auf eine ausreichende Treibstoffversorgung.
- Kontaktieren Sie im Fall eines Unfalls unmittelbar Ihre Mietwagenfirma und/oder rufen Sie den MVA Fund unter der Nummer 9682, um den Unfall zu melden und Ambulanz etc. anzufordern. Nähere Informationen zum Verhalten bei einem Unfall.
Besuch von Nationalparks im Norden und Grenzgebiet zu Angola
Die namibische Regierung hat in den Nationalparks im Norden Namibias die offiziellen Maßnahmen zur Bekämpfung der Wilderei intensiviert.
Die Grenze zu Angola ist an verschiedenen Stellen gar nicht oder nur durch einen niedrigen Drahtzaun markiert. Wer die Grenze (auch nur für wenige Meter) illegal überschreitet, muss mit der Festnahme durch die namibische oder angolanische Grenzpolizei, Geldbuße und/oder Haftstrafe rechnen.
- Erkundigen Sie sich bei Einfahrt in einen Nationalpark ausdrücklich nach Aktivitäten der Anti Poaching Units (APU) und eventuell nach gesperrten Wegen.
- Verhalten Sie sich im Fall eines Zusammentreffens mit Einheiten der APU, welche nicht immer in Uniformen auftreten, zurückhaltend.
- Seien Sie im Grenzbereich vorsichtig und überschreiten Sie die Grenze nicht.
Führerschein
Der internationale Führerschein ist erforderlich und nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig.
LGBTIQ
Offen gelebte Homosexualität gilt in Namibia als unerwünschtes Verhalten. 2024 wurde ein Gesetz, dass gleichgeschlechtliche Handlungen zwischen Männern durch das sog. "Sodomie-Verbot" unter Strafe stellte, durch den Obersten Gerichtshof als verfassungswidrig und ungültig erklärt; die namibische Regierung legte Berufung gegen die Entscheidung ein.
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften wurden höchstrichterlich als verfassungsgemäß anerkannt. Regierung und Parlament haben allerdings das Ehegesetz (Marriage Act 2024) so angepasst und verabschiedet, dass gleichgeschlechtliche Ehen (auch wenn diese außerhalb Namibias geschlossen wurden) nicht anerkannt werden. Das Gesetz ist noch nicht in Kraft getreten.
- Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Rechtliche Besonderheiten
Es gibt besondere Bestimmungen für den Besitz von und Handel mit Edelsteinen, Waffen, Munition und dergleichen sowie den Handel mit Drogen.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der namibische Dollar (NAD). Daneben wird im Alltag auch der südafrikanische Rand (ZAR) als Zahlungsmittel akzeptiert. Beide Währungen sind im Verhältnis 1:1 aneinandergekoppelt. Geldabhebungen sind mit allen gängigen Kreditkarten sowie Debitkarten (Girocard, Maestro) möglich.
- Lassen Sie sich Bankkarten für den Gebrauch im südlichen Afrika freischalten.
- Behalten Sie aufgrund zahlreicher Betrugsfälle möglichst während des gesamten Zahlungsvorgangs Ihre Karte im Auge, verlangen Sie in Restaurants ein mobiles Kartenlesegerät oder begleiten Sie das Personal zur Kasse.
Einreise und Zoll
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
- Reisepass: Ja
- Vorläufiger Reisepass: Ja
- Personalausweis: Nein
- Vorläufiger Personalausweis: Nein
- Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig sein und noch mindestens drei freie Seiten enthalten. Sie müssen in einwandfreiem, unbeschädigten Zustand sowie gut lesbar sein.
In Einzelfällen kam es zu Problemen mit den Einreisebehörden am Flughafen und an den Grenzen auf dem Landweg, da die Gültigkeitsdauer von Einreisesichtvermerken willkürlich festgelegt wurde.
Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.
- Achten Sie bei der Einreise auf die Übereinstimmung erteilter Aufenthaltserlaubnisse mit dem Reisezeitraum, siehe auch Visum.
Weiterreise nach Südafrika mit Kinderreisepässen
Bei der Weiterreise mit Kindern nach Südafrika sind die geltenden Einreisebestimmungen unbedingt zu beachten, da ansonsten die Einreise durch die südafrikanischen Grenzbeamten verwehrt wird. Weitere Informationen bieten die Reise- und Sicherheitshinweise Südafrika - Reisedokumente.
Visum
Seit April 2025 können deutsche Staatsangehörige zu touristischen Zwecken nur mit gültigem Visum nach Namibia einreisen. Dieses Visum wird mit einer Gültigkeit von 90 Tagen erteilt und berechtigt im Regelfall zur mehrfachen Einreise (sog. „multiple entry").
Folgende Arten der Visumsbeantragung stehen zur Verfügung:
- „Visa on Arrival" (als Online-Visum): Das namibische Innenministerium empfiehlt, das Visum vor Reisebeginn online als E-Visum zu beantragen.
- „Visa on Arrival" (bei Einreise): Informationen zu einer Visumserteilung bei Einreise sowie zu den Grenzübergängen, an denen diese möglich ist, finden sich im Factsheet des namibischen Innenministeriums.
- Visumsbeantragung bei der namibischen Botschaft in Berlin.
In allen anderen Fällen - auch für Geschäftsreisen oder unbezahlte Tätigkeiten wie Praktika, Studienaufenthalte, Freiwilligendienste etc. - ist ein Visum erforderlich, das frühzeitig vor Einreise beantragt werden muss. Der Antrag kann online oder direkt bei der namibischen Botschaft gestellt werden.
Journalisten benötigen für eine Tätigkeit in Namibia ein Arbeitsvisum sowie unter Umständen eine - am besten vor der Einreise - beim namibischen „Ministry of Information and Communication Technology" einzuholende Akkreditierung. Die Genehmigungsdauer beträgt bis zu vier Wochen. Ansprechpartner für diesbezügliche Fragen und Anträge ist die Botschaft der Republik Namibia.
Einreise via Südafrika
Bei der Einreise nach Namibia von Südafrika aus gelten besondere Einreisebestimmungen. Jedes Überziehen eines Visums führt zur Erklärung zur unerwünschten Person und zu einer Einreisesperre. Für die Ein- und Durchreise mit minderjährigen Kindern sind das Mitführen einer internationalen Geburtsurkunde, aus der die Eltern ersichtlich sind, sowie gegebenenfalls einer Einverständniserklärung des nicht begleitenden Elternteils oder eines Nachweises des alleinigen Sorgerechts erforderlich. Detaillierte und verbindliche Informationen bietet die zuständige südafrikanische Auslandsvertretung.
Minderjährige
Unter Verweis auf die Einreisebestimmungen benachbarter Länder ist es derzeit gängige Praxis an namibischen Grenzkontrollstellen, bei der Ein- und Ausreise minderjähriger Kinder die Sorgerechtslage zu prüfen. Personen unter 18 Jahren müssen neben dem Reisepass eine Geburtsurkunde vorweisen können, in der die Eltern aufgeführt sind.
Erforderlich ist eine internationale Geburtsurkunde bzw. gegebenenfalls eine beglaubigte englische Übersetzung.
Unbegleitete minderjährige Kinder benötigen zur Ein- und Ausreise die Zustimmung beider Elternteile (ein „Affidavit" in englischer Sprache), dass das Kind alleine reisen darf. Die beglaubigten Kopien der Reisepässe beider Elternteile müssen dem Affidavit angeheftet werden.
Reist ein Minderjähriger nicht in Begleitung beider sorgeberechtigter Elternteile, muss außerdem nachgewiesen werden, dass der nicht anwesende Elternteil entweder mit der Reise einverstanden ist (eidesstattliche Versicherung "Affidavit", Passkopie und Kontaktdaten des nicht anwesenden Elternteils) bzw. dass die Einverständniserklärung nicht erforderlich ist (gerichtlicher Beschluss über alleiniges Sorgerecht oder Sterbeurkunde oder Negativbescheinigung des deutschen Jugendamts, wenn die minderjährige Person in Deutschland wohnhaft ist).
Personen, die mit Minderjährigen reisen, welche nicht ihre eigenen Kinder sind, müssen neben der Geburtsurkunde des Kindes eidesstattliche Versicherungen, Passkopien und die Kontaktdaten beider sorgeberechtigter Eltern bzw. des gesetzlichen Vertreters des Kindes vorlegen.
Alleinreisende Minderjährige müssen darüber hinaus bei Einreise ein Bestätigungsschreiben einschließlich Kontaktdaten und Wohnanschrift, eine Passkopie und gegebenenfalls eine Kopie der namibischen Aufenthaltserlaubnis derjenigen Person vorlegen, zu der sie in Namibia reisen.
Eidesstattliche Versicherungen bedürfen der Beglaubigung durch einen „Commissioner of oaths" (in Namibia), einen Notar oder eine namibische Auslandsvertretung.
Es wird dringend empfohlen, englischsprachige Erklärungen, Urkunden bzw. Übersetzungen vorzulegen. Kurzfristige Änderungen der Bestimmungen oder abweichende Auslegungen durch einzelne Dienststellen können nicht ausgeschlossen werden. Detaillierte und verbindliche Informationen sind beim namibischen Ministry of Home Affairs and Immigration oder der für den Wohnort zuständigen namibischen Auslandsvertretung erhältlich.
Einfuhrbestimmungen
Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 50.000 USD möglich, muss ab einem Betrag von 5.000 NAD jedoch bei Einreise deklariert werden.
Die Ausfuhr ist für Reisende auf den Betrag begrenzt, der eingeführt wurde.
Für Reisen zwischen den Mitgliedsstaaten der Southern African Customs Union SACU (Botsuana, Eswatini, Lesotho, Namibia und Südafrika) gibt es keine Beschränkungen.
Jagdwaffen müssen bei der Einreise an einem speziell eingerichteten Schalter im Gepäckabholbereich des Flughafens vorgezeigt werden. Die Nummer jeder Waffe wird in ein dort ausliegendes Antragsformular eingetragen. Aufgrund des Antrags wird dann sofort eine zeitlich begrenzte Waffenlizenz für Namibia erteilt. Die Einfuhr von Faustfeuerwaffen ist nicht gestattet.
Ein gültiger Jagdschein des Heimatlandes ist nicht erforderlich: Ausländische Jäger dürfen nur zusammen mit einem namibischen, staatlich lizenzierten Jagdführer bzw. Berufsjäger jagen. Dieser beschafft für die Jäger die nötige Jagderlaubnis vom namibischen Ministerium für Umwelt und Tourismus.
Ausfuhrbestimmungen
Bei der Ausfuhr von Antiquitäten und Souvenirs sind die Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) zu beachten. Produkte aus in Annex I zu diesem Übereinkommen aufgeführten Tieren dürfen nicht aus Namibia ausgeführt werden. Dies gilt auch, wenn sie in Schmuck oder Kleidung eingearbeitet sind (z. B. Elefantenhaarschmuck). Eine Ausfuhr von Produkten aus Tieren, die in Annex II aufgeführt sind, kommt möglicherweise mit einer entsprechenden Genehmigung in Frage. Hierüber sollten sich Reisende vor dem Kauf durch Rückfrage bei den namibischen Behörden oder beim deutschen Zoll vergewissern. Die Erteilung einer Ausfuhrgenehmigung aus Namibia beinhaltet nicht automatisch die Einfuhrgenehmigung nach Deutschland. Nähere Informationen bietet CITES.
Tiere
Die Einreise mit Tieren ist nur mit entsprechender Einreisegenehmigung möglich. Die Veterinary Association of Namibia hat dazu weitere Informationen zusammengestellt.
Gesundheit
Impfschutz
Pflichtimpfungen:
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebiets müssen alle Personen ab einem Alter von neun Monaten eine Gelbfieberimpfung nachweisen. Namibia selbst ist kein Gelbfiebergebiet.
Reiseimpfungen:
Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A und Poliomyelitis empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus angeraten. Eine Meningokokken-Impfung und Cholera-Impfung sind in der Regel nicht notwendig.
Standardimpfungen:
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Namibia ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb der großen Zentren fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung sind in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie etlichen Privatkliniken gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.
- Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
- Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
- Schließen Sie eine medizinische Evakuierungsversicherung ab.
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen
Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica (P. falciparum) beträgt über 99%. Eine Karte der Malaria-Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko ist saisonal und regional unterschiedlich:
- Ganzjährig hohes Risiko: im Norden und Nordosten des Landes (Provinz Zambezi/Caprivi Streifen; östlicher Teil der Provinz Kavango East; nördlicher Teil der Provinz Kavango West; östlicher Teil der Provinz Ohangwena)
- Saisonal hohes Risiko von September bis Mai: Übrige Teile des nördlichen Drittels des Landes (Ausnahmen s. o.), einschl. des Etosha-Nationalparks und großer Teile der Provinz Kunene; die Städte Grootfontein, Okakarara, Ondangwa, Outapi und Tsumeb. Hinweis: Im Jahr 2025 und 2026 wurde in einigen Gebieten im Norden und Nordosten des Landes ein starker Anstieg der Malariafälle beobachtet
- Saisonal mittleres Risiko von Juni bis August: Übrige Teile des nördlichen Drittels des Landes (Ausnahmen s. o.), einschl. des Etosha-Nationalparks und großer Teile der Provinz Kunene; die Städte Grootfontein, Okakarara, Ondangwa, Outapi und Tsumeb. Hinweis: Im Jahr 2025 und 2026 wurde in einigen Gebieten im Norden und Nordosten des Landes ein starker Anstieg der Malariafälle beobachtet
- Ganzjährig mittleres Risiko: westliche Regionen der Provinz Kunene (Ausnahmen s. o.)
- Ganzjährig geringes Risiko: Rest des Landes (Ausnahmen s.o./u.)
- Malariafrei: südliche Landeshälfte inklusive Windhuk, Namib-Wüste, gesamte Küstenregion
- Schützen Sie sich insbesondere in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
- Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
- Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
Durch Zecken kann das afrikanische Zeckenbissfieber, eine Rickettsiose, sowie selten Krim-Kongo-Fieber übertragen werden.
- Schützen Sie sich bei naturnahen Aufenthalten im Freien vor Zecken. Suchen Sie Ihren Körper nach dem Aufenthalt im Freien sorgfältig ab, siehe Schutz vor Insekten.
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Cholera hingegen betrifft Reisende so gut wie nie. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) und Typhus treten auch bei Reisenden auf. In Namibia wurde Poliomyelitis (cVDPV-2) nachgewiesen.
- Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
- Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A- und Typhus-Impfung beraten.
- Stellen Sie einen vollständigen Impfschutz gegen Poliomyelitis sicher. Bei Aufenthalten über 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Impfung 4 Wochen bis 12 Monate vor Ausreise aus dem betroffenen Land erfolgen. Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde, siehe Poliomyelitis-Impfung.
- Lassen sich hinsichtlich einer Cholera-Impfung beraten, falls Sie längerfristig in Choleraepidemiegebieten z.B. als medizinisches Personal oder in der Katastrophenhilfe tätig sind.
Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen
In Namibia besteht ein Risiko für Mpox und Tuberkulose; das Risiko für Meningokokken-Erkrankungen ist sehr gering. Diese Erkrankungen werden i.d.R. durch den engen Kontakt mit infizierten Menschen übertragen.
- Halten Sie sich grundsätzlich von krank wirkenden Personen fern. Besuchen Sie keine Beerdigungen oder Krankenhäuser. Meiden Sie engen Hautkontakt.
- Beachten Sie lokale Warnungen.
- Es gibt keine Reiseimpfempfehlung zum Schutz vor Mpox. Lassen Sie sich unabhängig von einer Reise bzgl. einer Mpox-Impfung ärztlich beraten, wenn Sie die Kriterien der STIKO für eine Impfung erfüllen.
- Eine Meningokokken-Impfung ist i.d.R. nicht empfohlen. In besonderen Situationen (Ausbruch oder einfacher Reisestil mit engen sozialen Kontakten) kann sie dennoch sinnvoll sein.
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können auch durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen
Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde und spielt aufgrund der Nähe dieser Tiere zu Menschen eine besondere Rolle. Bei Milzbrand handelt sich um eine bakterielle Infektion, die durch Kontakt mit erkrankten Huftieren (vor allem Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde und Wildtiere sowie deren Kadaver) übertragen werden kann und vorrangig im Nordosten/ Caprivi auftritt. Krim-Kongo-Fieber kann neben der Übertragung durch Zecken auch durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren (Blut oder Fleisch) übertragen werden. Vor allem in ländlichen Regionen kommen Giftschlangen vor.
- Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
- Sollten Sie von einem Tier gebissen werden, begeben Sie sich in ärztliche Betreuung.
- Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs und rohen tierischen Produkten.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich sind.
- Beachten Sie unsere Hinweise zu Schlangenbissen.
Weitere Gesundheitsgefahren
Schistosomiasis ist eine Wurmerkrankung, die auch bei geringem Kontakt mit Süßwasser übertragen werden kann und vor allem im Norden des Landes (Provinzen West-Kavango, Ost-Kavango und Sambesi) vorkommt. Auch in fließenden Gewässern kann Schistosomiasis übertragen werden.
- Sehen Sie vom Baden und Schwimmen in Binnengewässern ab.
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen. Ggf. weitere Hinweise zu Brandsaison oder anderweitiger Saisonalität.
- Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z.B. über den World Air Quality Index.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
- Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.
Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie z.B. Wurminfektionen.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
- Meiden Sie Strände, die auch von Tieren genutzt werden.
Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Länderinfos zu Ihrem Reiseland
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere Hinweise für Ihre Reise
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Gesundheitsvorsorge
Übersicht
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Die medizinische Versorgung in den städtischen Bereichen liegt weit über dem afrikanischen Durchschnitt. In allen größeren Orten findet man Krankenhäuser und Apotheken. Die Ärzte stehen im Telefonbuch unter "Medical Practioners".
Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden. Medikamente gegen Durchfall, Fieber und Schmerzen sowie Verbandstoff, Pflaster und Wunddesinfektion sollten unbedingt mitgenommen werden. Serum gegen Schlangenbisse und Skorpionstiche sollte u. U. mitgeführt werden.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Anmerkungen Impfungen
[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.
[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die aus einem der von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete kommen. Es wird ebenfalls keine Impfbescheinigung verlangt, wenn in einem Land der Infektionszone zwischengelandet wurde, und dort der Transitraum nicht verlassen wurde bzw. der Aufenthalt im Transit mehr als 12 Stunden gedauert hat. Personen, die auf Verlangen keine Gelbfieber-Impfbescheinigung vorlegen können, müssen sich einer 6-tägigen Quarantäne unterziehen oder werden ins Herkunftsland zurückgeschickt.
Bei Kindern unter 9 Monaten und Frauen im ersten Drittel einer Schwangerschaft wird nicht auf einer Impfbescheinigung bestanden.
[3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
[4] Ein hohes Malariarisiko besteht ganzjährig im Norden und Nordosten des Landes (Sambesi/Caprivi-Streifen, Kavango-West, Kavango-Ost, Ohangwena). Ein hohes Malaria-Risiko besteht von Oktober bis April regional im Nordosten von Namibia (in den nordöstlichen Teilen der Distrikte Oshikoto, Otjozondjupa, Omaheke inkl. Städte Grootfontein und Tsumeb). Im Nordosten der Distrikte Oshikoto, Otjozondjupa, Omaheke inkl. den Städten Grootfontein und Tsumeb besteht von Mai bis September ein mittleres Risiko. Ein mittleres Risiko besteht ganzjährig in den restlichen nördlichen Regionen einschl. Kunene, Omusati, Oshana sowie in den weatlichen Anteilen von Oshikoto, Otjozondjupa (im südlichen Teil), Omaheke und dem Etosha Nationalpark. Ein geringes Risiko besteht im Rest des Landes. Als malariafrei gelten Windhuk, die Küste, die Namib-Wüste und die Gebiete um und südlich von Mariental.
Über 99 % vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica).
Für die Malariaprophylaxe sind generell langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel empfohlen. In den Gebieten mit hohem Malaria-Risiko sollte man zusätzlich medikamentös einer Malaria-Infektion vorbeugen.
[5] Eine Impfung gegen Meningokokken-Meningitis A,B,C,W,Y ist bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten) empfehlenswert.
[6] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
[7] Eine Impfung gegen Thypus wird bei Langzeitaufenthalt und besonderer Exposition empfohlen.
Essen und Trinken
Andere Risiken
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen, v.a. im Caprivi-Streifen vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.
Die UV-Strahlung ist sehr hoch und kann zu Hautschäden führen. Sonnenschutz durch hautbedeckende Kleidung und Sonnenschutzmittel (LSF > 20) ist daher unbedingt erforderlich.
HIV/Aids ist weit verbreitet. Namibia hat eine der höchsten HIV/Aids-Raten der Welt. HIV/Aids ist eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.
Die durch die Tse-Tse-Fliege übertragene Schlafkrankheit tritt sehr selten bei Reisenden auf, sporadisch im Norden (Caprivi-Streifen). Es empfehlen sich sorgfältige Mücken-Schutzmaßnahmen.
Impfungen
Geld
Währung
1 Namibia-Dollar = 100 Cent. Währungskürzel: N$, NAD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 200, 100, 50, 20 und 10 N$. Münzen in den Nennbeträgen von 5 und 1 N$ sowie 50, 10 und 5 Cents. Der Namibia-Dollar ist an den Südafrikanischen Rand gebunden, der ebenfalls in Namibia als gültige Währung akzeptiert wird.
Kreditkarten
Gängige Kreditkarten wie Visa, Mastercard, American Express und Diners Club werden akzeptiert. Tankstellen akzeptieren nur Bargeld. Es kann auch an Geldautomaten mit der Kreditkarte (vor allem Visa und Maestro) Geld abgeholt werden. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Geldautomaten
Die Bankkundenkarte kann bei einigen Banken verwendet werden (u. a. Standard Bank, Nedbank).
Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
Reiseschecks
Reiseschecks werden in der Regel in Namibia nicht mehr akzeptiert.
Öffnungszeiten der Bank
Mo-Fr 09.00-15.30 Uhr, Sa 08.30-12.00 Uhr.
Devisenbestimmungen
Die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung ist ab einem Gegenwert von 5.000 N$ deklarationspflichtig. Die Landeswährung darf nur bis zu einem Gegenwert von 50.000 US$ eingeführt werden. Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis in Höhe der eingeführten, deklarierten Beträge gestattet.
Bei Reisen zwischen den SACU-Staaten Botsuana, Namibia, Lesotho, Südafrika und Swasiland bestehen keinerlei Ein- und Ausfuhrbeschränkungen.
Währungen
Öffentliche Feiertage
Liste der gesetzlichen Feiertage
Zollfrei Einkaufen
Überblick
Folgende Artikel können zollfrei nach Namibia eingeführt werden:
200 Zigaretten und 20 Zigarren und 250 g Tabak (Personen ab 18 J.);
2 l Wein und 1 l Spirituosen (Personen ab 18 J.);
50 ml Parfüm und 250 ml Eau de Toilette;
Geschenke im Wert bis zu 5.000 N$ (jedoch keine Fernsehgeräte).
Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.
Kommunikation
Telefon
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl von Namibia ist 00264.
Mobiltelefon
Mobilfunknetz & Netzabdeckung:
In Namibia stehen moderne 3G- und 4G-Mobilfunknetze zur Verfügung. In Windhoek, allen größeren Städten sowie entlang der Hauptverkehrsstraßen ist der Empfang generell sehr gut. In abgelegenen Wüsten- und Schutzgebieten sowie auf entlegenen Farmstraßen kann die Netzabdeckung jedoch lückenhaft sein oder ganz fehlen.
Netzbetreiber & SIM-Karten (SIM-Registrierung):
Die beiden Hauptnetzbetreiber des Landes sind MTC und Telecom Namibia (TN Mobile).
- Prepaid-SIM-Karten: Für Urlauber empfiehlt sich der Kauf einer lokalen Prepaid-SIM-Karte (z. B. direkt am Flughafen Windhoek Hosea Kutako oder in den Filialen der Betreiber).
- Registrierungspflicht: Für die Aktivierung einer SIM-Karte ist in Namibia eine gesetzliche Registrierung unter Vorlage eines gültigen Reisepasses oder Ausweisdokuments zwingend erforderlich.
- Roaming & Mietgeräte: Internationale Roaming-Abkommen mit europäischen Betreibern bestehen. Mobiltelefone oder Satellitentelefone können für Fahrten in sehr entlegene Gebiete vor Ort gemietet werden.
Weitere Informationen zu Tarifen und Netzabdeckung finden Sie direkt bei den Anbietern: MTC Namibia und Telecom Namibia.
Internet
WLAN & Wi-Fi-Verfügbarkeit:
Internetzugang über WLAN ist in Unterkünften, Hotels, Safari-Lodges, Gästefarmen, Restaurants und Cafés in Windhoek und anderen größeren Städten weit verbreitet.
- Hotels & Lodges: Die meisten Unterkünfte und touristischen Camps bieten ihren Gästen kostenfreies WLAN an. In entlegeneren Regionen kann die Verbindung jedoch langsamer oder weniger stabil sein. Einige Lodges beschränken das kostenfreie WLAN bewusst auf Gemeinschaftsbereiche (z. B. Rezeption oder Restaurant) oder verlangen eine geringe Gebühr.
- Öffentliche Hotspots & Flughäfen: Öffentliche WLAN-Hotspots (z. B. von Telecom Namibia) stehen unter anderem am internationalen Flughafen Hosea Kutako (WDH) sowie im Besucherzentrum einiger Nationalparks zur Verfügung.
Tipp: Wer auch während Überlandfahrten oder in abgelegeneren Gebieten auf stabiles Internet angewiesen ist, sollte das mobile Internet über eine lokale Prepaid-SIM-Karte nutzen.
Post
Postkarten nach Europa sind ca. 1 bis 2 Wochen unterwegs. Briefmarken sind meist direkt an den Rezeptionen größerer Hotels und Lodges erhältlich. Für den zügigen Versand von Dokumenten empfiehlt sich die Nutzung internationaler Kurierdienste (wie DHL oder NamPost Courier).
Unterkunft
Hotels
Namibia bietet ein breites Spektrum an Unterkunftsmöglichkeiten – von modernen Hotels internationaler Standards und stilvollen Boutique-Gästehäusern in den Städten über traditionelle Gästefarmen bis hin zu luxuriösen Safari-Lodges, komfortablen Zeltcamps (Tented Camps) und Selbstversorger-Unterkünften.
- Städtische Hotels & Gästehäuser: Die größte Auswahl an Hotels der Mittel- und Oberklasse sowie Pensionen findet sich in Windhoek, Swakopmund und Walvis Bay.
- Safari-Lodges & Wilderness Camps: In den Hauptattraktionen des Landes – wie rund um den Etoscha-Nationalpark, Sossusvlei, im Damaraland oder am Fischfluss-Canyon – dominieren stimmungsvolle Lodges und Camps. Viele dieser Unterkünfte liegen abgelegen in der Natur und bieten Verpflegung (oft Vollpension) sowie geführte Pirschfahrten und Ausflüge an.
- Gästefarmen: Typisch für Namibia sind auch Unterkünfte auf aktiven Rinder- oder Wildfarmen, die Reisenden einen persönlichen Einblick in das Landleben bieten.
- Klassifizierung: Die Einstufung von Hotels erfolgt offiziell nach dem gewohnten Sterne-System (1 bis 5 Sterne).
Buchungstipps, Hauptsaison & Barrierefreiheit:
- Frühzeitige Vorausbuchung: Die Gesamtzahl der Betten in Namibia ist begrenzt. Während der Hauptreisezeit (von Juli bis Oktober) sind Unterkünfte in begehrten Regionen – insbesondere in und direkt an den Nationalparks – oft viele Monate im Voraus ausgebucht. Eine rechtzeitige Reservierung wird dringend empfohlen.
- Barrierefreiheit: Ein zunehmender Teil der modernen Hotels und Safari-Lodges verfügt über barrierefreie Zimmer und Einrichtungen für Reisende mit eingeschränkter Mobilität.
Detaillierte Informationen und Verzeichnisse geprüfter Betriebe bietet der Hotelverband Namibias: Hospitality Association of Namibia (HAN).
Camping
Camping ist in ganz Namibia weit verbreitet und gehört zu den beliebtesten Unterkunftsformen – insbesondere für Selbstfahrer mit Allradfahrzeugen und Dachzelten. Das Angebot reicht von modern ausgestatteten Campingplätzen in Nationalparks, privaten Reservaten und Rastlagern bis hin zu einfachen, naturnahen Stellplätzen auf Gästefarmen und in kommunalen Schutzgebieten (Community Conservancies).
- Ausstattung: Die meisten offiziellen Campingplätze verfügen über Sanitäranlagen (Ablution Blocks), feste Grillstellen (Braai Facilities) und Stromanschlüsse. Auf abgelegeneren Stellplätzen im Busch oder in Wüstenregionen kann die Infrastruktur jedoch sehr einfach sein.
- Staatliche Rastlager (NWR): Die staatliche Organisation Namibia Wildlife Resorts (NWR) betreibt beliebte Campingplätze direkt in den wichtigsten Schutzgebieten und Parks – darunter im Etoscha-Nationalpark, im Namib-Naukluft-Park, im Skelettküsten-Nationalpark sowie in /Ai-/Ais, am Hardap-Damm, in Groß-Barmen und an den Popa-Fällen im Kavango-Gebiet.
- Wildcamping & Buchung: Wildes Campen außerhalb ausgewiesener Campingplätze ist in Namibia nicht gerne gesehen bzw. untersagt. Auf privatem oder kommunalem Land muss vorab zwingend die Erlaubnis der Landeigentümer oder lokalen Behörden eingeholt werden. Für gefragte Stellplätze in den Nationalparks wird während der Hauptreisezeit eine frühzeitige Vorausbuchung dringend empfohlen.
Kultur
Religion
Christen (80-90%, davon mindestens 50% Lutheraner) und Naturreligionen (10-20%).
Soziale Verhaltensregeln
Trinkgeld: 10% sind üblich.
Klima
Wirtschaft
Geschäftsetikette
Geschäftskultur & Kommunikation:
Geschäftstreffen in Namibia verlaufen in der Regel professionell, aber in einer entspannten Atmosphäre. Englisch ist die offizielle Amtssprache und die Hauptsprache in Wirtschaft und Politik. In vielen Unternehmen und im Handel werden jedoch auch Afrikaans und Deutsch verstanden und gesprochen.
Begrüßung & Kleidung:
Ein Erstkontakt beginnt gewöhnlich mit einem Händedruck, gefolgt von höflicher Smalltalk-Konversation, bevor geschäftliche Themen angesprochen werden. Der Austausch von Visitenkarten ist üblich. Für formelle Termine in den Städten (insbesondere bei Banken, Behörden und Großunternehmen) sind Anzug mit Krawatte bzw. Kostüm oder Business-Hosenanzug angebracht. In kleineren Ortschaften oder entspannteren Branchen wird auch gehobene Freizeitkleidung (Smart Casual) akzeptiert.
Terminplanung & Entscheidungsfindung:
Termine sollten stets im Voraus vereinbart und kurz vor dem Treffen nochmals bestätigt werden. Pünktlichkeit wird geschätzt, dennoch können Besprechungen gelegentlich etwas später als geplant beginnen. Entscheidungswege – insbesondere in staatlichen Organisationen und Behörden – erfordern oft Zeit und Geduld.
Beste Reisezeit für Geschäftsreisen:
Als beste Monate für geschäftliche Besuche gelten die Zeiträume Februar bis Mai sowie September bis November (außerhalb der Hauptferienzeiten rund um Weihnachten/Neujahr und den Hochsommer).
Wirtschaft
Wirtschaftsstruktur & Währung:
Namibia verfügt über eine vergleichsweise kleine, offene Volkswirtschaft, die eng mit Südafrika verknüpft ist. Der Namibische Dollar (NAD) ist im Verhältnis 1:1 fest an den Südafrikanischen Rand (ZAR) gekoppelt.
Wichtige Wirtschaftszweige:
- Bergbau & Rohstoffe: Der Bergbau ist der wichtigste Exportträger des Landes. Neben Uran, Gold und Kupfer spielen vor allem Diamanten eine zentrale Rolle – darunter seltene Meeresdiamanten, die vor der Atlantikküste gefördert werden.
- Tourismus: Der Tourismus ist eine der dynamischsten Einnahmequellen Namibias. Tiere im Etosha-Nationalpark, die Dünen von Sossusvlei, Selbstfahrer-Rundreisen und spektakuläre Wüstenlandschaften ziehen jährlich hunderttausende internationale Besucher an.
- Landwirtschaft: Ein Großteil der Landbevölkerung lebt von der Landwirtschaft, insbesondere von der kommerziellen und subsistenten Viehzucht (Rinder und Schafe).
- Fischerei: Die kommerzielle Fischerei und Fischverarbeitung konzentrieren sich vor allem auf die Küstenstädte Walvis Bay und Lüderitz.
Herausforderungen & Risiken:
Zu den anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen gehören eine hohe Arbeitslosigkeit, eine ausgeprägte Einkommensungleichheit sowie die hohe Anfälligkeit für Dürreperioden. Aufgrund des kleinen Binnenmarktes und der starken Abhängigkeit von Importen reagiert die namibische Wirtschaft sensibel auf Entwicklungen im Nachbarland Südafrika und auf Schwankungen der globalen Rohstoffpreise.
BIP
US$15 billion (2025).
Hauptexporte
- Rohstoffe & Mineralien: Diamanten (einschließlich Meeresdiamanten), Uran, Gold, Kupfer und weitere mineralische Erzeugnisse
- Nahrungsmittel & Fischerei: Fisch und Meeresfrüchte (aus den Küstengewässern um Walvis Bay und Lüderitz)
Hauptimporte
- Energie & Kraftstoffe: Erdölprodukte und Treibstoffe
- Fahrzeuge & Transportmittel: Kraftfahrzeuge und Nutzfahrzeuge
- Maschinen & Technik: Maschinen, mechanische Geräte und elektrische Ausrüstungen
- Konsumgüter & Versorgung: Nahrungsmittel und verarbeitete Lebensmittel
Geschäftskontakte
Wichtige Wirtschaftskontakte & Adressen:
Handelsabteilung der Botschaft von Namibia in Deutschland:
Reichsstr. 17, 14052 Berlin, Deutschland
Tel. +49 (0)30 254 09 50
Website: www.namibia-botschaft.de
Namibia National Chamber of Commerce and Industry (NNCCI):
6436 Church Street, Windhoek, Namibia
Tel. +264 (0)61 228 809
Website: ncci.org.na
Allgemeines
Hauptstadt
WindhoekReise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes - https://www.auswaertiges-amt.de/
VR International Länderinformationen Bereitgestellt von Columbus Travel Media Ltd.
https://www.derreisefuehrer.com
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