Panama

Landesdaten

Vorwahl

+507

Fläche(qkm)

75517

Bevölkerung

4.314.767

Bevölkerungsdichte(pro qkm)

48

Bevölkerung im Jahr

2020

Mitglied der EU

No

Hauptnotrufnummer

911

Übersicht

Panama ist eine aufregende Mischung verschiedener kultureller Einflüsse. Es liegt in der Mitte Amerikas und bildet durch seine natürliche Landbrücke das Verbindungsglied zwischen Nord- und Südamerika.
Seine strategische Lage und prächtige Landschaft, die sowohl Dschungel als auch sonnenverwöhnte Sandstrände umfasst, garantieren Panamas international bedeutsame Rolle. Seit 500 Jahren zieht sich eine wichtige Handelsroute durch das Land, zuerst unter den Spaniern, dann als Teil des unabhängigen Großkolumbien, danach des modernen Kolumbien und im 20. Jahrhundert als unabhängige Nation.
Die Zone um den 1914 fertig gestellten Panamakanal wurde jedoch amerikanisches Protektorat. Erst 1977 erklärte sich die USA bereit, bis 1999 die Kontrolle über das Gebiet an Panama zurückzugeben.
In den 1980er Jahren regierte der oberste Militärchef Panamas, der Diktator Manuel Noriega, das Land. Er war in Washington äußerst unpopulär und wurde unter US-Präsident George Bush mit Hilfe eines Militäreingriffs gewaltsam entfernt.
Heute hat Panama zu sich gefunden und ist bereit für ehrgeizige neue Projekte, zu denen u. a. die Erweiterung des Panamakanals zählt.

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Panama.

Regierung

Präsidialrepublik seit 1972. Verfassung von 1983, letzte Änderung 2004. Einkammerparlament mit 71 Mitgliedern. Unabhängig von Spanien seit 1821, Beitritt zur Republik Großkolumbien; 1903 Loslösung von Großkolumbien.

Staatsoberhaupt

Laurentino Cortizo, seit Juli 2019.

Elektrizität

110 V, 60 Hz. Amerikanische Stecker. Adapter sind notwendig.

Hauptstadt

Panamá.

Geographie

Panama ist das Bindeglied zwischen Nord- und Südamerika. Das Land grenzt im Osten an Kolumbien, im Westen an Costa Rica, im Norden an die Karibik und im Süden an den Pazifischen Ozean. Es erstreckt sich von Ost nach West über 772 km, ist S-förmig und zwischen 60 und 177 km breit. Die bergige Landschaft senkt sich an beiden Küsten auf flussreiche Ebenen hinab. Bewaldete Hänge und eine große Savanne mit sanften Hügeln (El Interior), die zwischen der Peninsula de Azuero und der zentralen Bergkette liegt, sind weitere Aspekte der abwechslungsreichen Landschaft. Die Karibik und der Pazifische Ozean werden durch den 65 km langen Panama-Kanal verbunden, der durch die Landenge zwischen der Cordillera de Talamanca und der Cordillera de San Blas gebaut wurde. Nur ca. ein Viertel des Landes ist besiedelt.

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Lufthansa (LH) bietet Nonstop-Flüge zwischen Frankfurt/M. und Panama City an.

COPA Airlines (CM), Panamas nationale Fluggesellschaft, fliegt ab Frankfurt/M. in Kooperation mit United (UA) via Chicago nach Panama City; Tickets für diese Flüge sind auch über Lufthansa (LH) erhältlich.

Condor (DE) verbindet Frankfurt/M. in Kooperation mit COPA Airlines (CM) über Punta Cana (Dominikanische Republik) mit Panama City.

Austrian Airlines (OS) fliegt in Kooperation mit COPA Airlines (CM) von Wien über Washington nach Panama City.

Swiss (LX) bietet in Kooperation mit American Airlines (AA) Flüge ab Zürich via Miami nach Panama City an. Außerdem fliegt Lufthansa (LH) ab Zürich via Frankfurt/M. nach Panama City.

Nonstop-Flüge von europäischen Flughäfen nach Panama City bieten u.a. KLM (KL) ab Amsterdam, Air France (AF) ab Paris sowie Iberia (IB) und Air Europa (UX) ab Madrid. Air Europa (UX) bietet Zubringerflüge nach Madrid u.a. ab Frankfurt/M., München, Düsseldorf und Zürich an.

Discover Airlines (4Y) fliegt ab Frankfurt/M. nach Panama City.

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Panama City: 11 Std. 30 Min. (nonstop); Wien - Panama City: 14 Std. 20 Min. (mit Zwischenstopp); Zürich - Panama City: 14 Std. 5 Min. (mit Zwischenstopp).

Ausreisegebühr

Eine Flughafengebühr von ca. 35 € (40 US $) wird für alle aus Panama abfliegenden Passagiere erhoben; oft ist diese allerdings bereits im Ticketpreis enthalten.

 

Anreise mit dem Pkw

Von Costa Rica aus erreicht man Panama auf der Panamerikana über Paso Canoas. Der Grenzübergang ist täglich geöffnet (i.d.R. zwischen 7.00 und 23.00 Uhr).

Fernbus: Tica Bus verbindet Panama mit Costa Rica, Nicaragua, El Salvador, Honduras, Guatemala und Mexiko.

Maut: Einige Autobahnabschnitte rund um Panama City sind mautpflichtig; die Maut wird dort elektronisch erhoben. Autobahnen, die das Land durchqueren sind gebührenfrei.

Unterlagen: Bis zu einem Aufenthalt von 90 Tagen ist der nationale Führerschein ausreichend. Dennoch ist es empfehlenswert den Internationalen Führerschein zusätzlich mitzuführen.

 

Anreise mit der Bahn

Es gibt keine internationalen Bahnverbindungen nach Panama.

 

Anreise mit dem Schiff

Der Panama-Kanal ist die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen Atlantik und Pazifik. Die wichtigsten Häfen Panamas, die jeweils an den Enden des Panama-Kanals liegen, sind Cristobal und Balboa. Weitere Häfen sind u.a. Fort Amador und der Colon Cruise Port.

Die großen Häfen werden von zahlreichen Kreuzfahrt-, Passagier- und Frachtschiffen angelaufen.

Anmerkung zur Anreise mit dem Schiff

Bei Ein- oder Ausreise mit einer Yacht, einem Katamaran oder anderen Bootstyp ist eine Gebühr von ca. 150 € zu entrichten sowie eine Reihe von Sonderbestimmungen zu beachten, die bei der zuständigen Migrationsbehörde am Anlandungshafen in Panama erfragt werden können.

Kreuzfahrtschiffe

Cunard, Phoenix und Hapag Lloyd Cruises laufen auf ihren in Hamburg bzw. Bremerhaven startenden Kreuzfahrt-Weltreisen u.a. Panama an. Von europäischen Häfen aus starten Kreuzfahrtlinien wie MSC, Costa, Regent Seven Seas Cruises und Princess Cruises ihre Kreuzfahrten mit Zwischenstopp u.a. in Panama.

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Air Panama bedient den Inlandsflugverkehr im Land und verbindet Panama City u.a. vom regionalen Flughafen Marcos A. Gelabert (PAC) in Panama-Paitilla mit zahlreichen Orten im ganzen Land, wie Bocas del Toro, David und Darién sowie mit verschiedenen Inseln der Comarca Guna Yala und der Perleninseln.

Hubschraubertouren können bei Helipan gebucht werden.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Straßennetz Panamas hat eine Länge von ca. 11.600 km, von denen ca. 4.000 km asphaltiert sind.

Hauptverbindungsstraßen sind in Nord-Süd-Richtung die Transístmica, die von Panama City nach Colón führt. In West-Ost-Richtung verläuft die Panamericana von der costa-ricanischen Grenze aus quer durch Panama und endet ca. 100 km vor der kolumbianischen Grenze. Nach Kolumbien gibt es keine Straßenverbindungen.

Maut: Einige Autobahnabschnitte rund um Panama City sind mautpflichtig; die Maut wird dort elektronisch erhoben. Die übrigen Straßen im Land sind gebührenfrei.

Tankstellen: Entlang der Hauptverbindungsstraßen sind ausreichend Tankstellen vorhanden. In ländlichen Gebieten sollten Reisende sich bietende Tankmöglichkeiten möglichst immer nutzen.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

r

Zustand der Straßen

Die Straßen Panamas sind für die Verhältnisse in der Region gut ausgebaut. Die Hauptstrecken sind asphaltiert und gut befahrbar. Das übrige Straßennetz besteht jedoch hauptsächlich aus Sand- und Schotterpisten, die bei starkem Regen oft überflutet und dann bestenfalls nur noch mit Allrad betriebenen Fahrzeugen nutzbar sind.

Staßenklassifizierung

Panama besitzt Autobahnen (PanamericanaTransístmica) sowie ein Netz aus hauptsächlich unbefestigten Landstraßen, das die verschiedenen Ortschaften verbindet.

Autovermietung

Mietwägen sind in Städten und an Flughäfen erhältlich. Die Fahrer müssen mindestens 21 Jahre alt sein (kann je nach Fahrzeugkategorie variieren) und den Führerschein seit mindestens 1 Jahr besitzen. Fahrer unter 25 Jahren bezahlen oft vor Ort eine Jungfahrergebühr.

Taxi

Wenn möglich sollten Reisende Taxis nicht auf der Straße anhalten, stattdessen diese am Flughafen oder in Hotels bestellen.

Fahrrad

Fahrräder und Roller können in Städten wie Panama City, David oder Boquete gemietet werden. Beim Radfahren sollte man allerdings äußerst vorsichtig sein.

Reisebus

Panama besitzt ein gut ausgebautes Busnetz, das fast sämtliche Orte bedient. In größeren Städten gibt es Busbahnhöfe, in kleineren Städten und ländlichen Gegenden können Busse per Handzeichen angehalten werden. Die günstigen Fahrkarten für Überlandbusse sind vorab am Busbahnhof erhältlich.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Gurtpflicht;
- Helmpflicht für Motorradfahrer.

Geschwindigkeitsbeschränkungen:
- innerorts: 30 km/h;
- außerorts: 80 km/h.

Pannenhilfsdienst

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (0)89 76 76 76.

In Panama gibt es keine Pannenhilfe. Bei Fahrten mit dem Mietwagen ist bei Pannen und Unfällen zunächst die Mietwagenfirma zu kontaktieren.

Dokumentation

Der nationale Führerschein ist bis zu einem Aufenthalt von 90 Tagen ausreichend. Dennoch ist es empfehlenswert den Internationalen Führerschein zusätzlich mitzuführen.

 

Unterwegs in der Stadt

Panama City besitzt ein ausgedehntes Bus- und Minibusliniennetz sowie eine U-Bahn, die Metro de Panama.

Die Busse fahren im Allgemeinen zwischen 05.00 und 22.00 Uhr. Der Fahrpreis wird zumeist beim Einstieg bezahlt und zwar möglichst passend, da die Fahrer oft kein Wechselgeld haben.

Das bequemste Fortbewegungsmittel sind Taxis. Den Fahrpreis sollten Reisende vorab vereinbaren.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Passagier-Züge der Panama Canal Railway Company verbinden auf einer Strecke von ca. 77 Kilometern Colón mit Panama City (Fahrtzeit: ca. 1 Std.).

 

Unterwegs mit dem Schiff

Fähren verkehren zwischen Panama City und verschiedenen panamaischen Inseln. U.a. verbindet Sea Las Perlas Panama City täglich mit Contadora Island (Fahrtzeit: 1 Std. 30 Min.). Schnellboote von Taboga Express pendeln täglich zwischen Panama City und Taboga (Fahrtzeit: 30 Min.).

 

Reisewarnung

Überblick

Stand - Fri, 02 Feb 2024 15:30:00 +0100
(Unverändert gültig seit: Fri, 02 Feb 2024 15:46:37 +0100)

Letzte Änderungen:

Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr

Redaktionelle Änderungen

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.​​​​​​​

Sicherheit

Von Aufenthalten im Osten und Süden der Urwaldprovinz Darién südlich von Yaviza, insbesondere im Grenzgebiet zu Kolumbien, wird dringend abgeraten.

Terrorismus

Innenpolitische Lage

Aus innenpolitischen Gründen kommt es immer wieder zu Demonstrationen, Protesten und Straßenblockaden. Gewaltsame Ausschreitungen sind nicht auszuschließen. Betroffen ist neben der Hauptstadt insbesondere die "Panamericana" im Landesinneren. (s. Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr).

  • Respektieren Sie polizeiliche Zugangssperren unbedingt.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Im Osten und Süden der Urwaldprovinz Darién, insbesondere im Grenzgebiet zu Kolumbien, bestehen hohe Sicherheitsrisiken. In diesem Gebiet operieren kriminelle Organisationen und vereinzelt illegale, bewaffnete Drogenbanden aus Kolumbien, die auch vor Waffengebrauch nicht zurückschrecken. Vielerorts gibt es Zugangssperren, es liegt im Ermessen polizeilicher Kontrollposten, Reisenden die Weiterfahrt zu erlauben.

Kriminalität

Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub ist weit verbreitet.
In Panama-Stadt muss verbreitet mit Gewaltkriminalität gerechnet werden. Ein besonders großes Risiko von Raubüberfällen besteht in den Stadtteilen San Miguelito, Tocumen, Juan Díaz, 24 de Diciembre, El Chorrillo, Santa Ana, Curundu, Calidonia und Pacora sowie in der zweitgrößten Stadt Panamas Colon.

Auch in anderen Stadtteilen von Panama-Stadt oder an bei Touristen beliebten Orten, wie der Inselkette Bocas del Toro oder dem Valle de Anton, kann es zu Diebstählen oder Überfällen, wie auch sexueller Belästigung und Nötigung bis hin zu Vergewaltigungen allein reisender Frauen kommen.

Es besteht das Risiko, zufälliges Opfer von Auseinandersetzungen krimineller Banden zu werden. Waffen sind verbreitet und es kommt vermehrt zu Raubüberfällen mit Waffeneinsatz, die unter Umständen auch ohne Vorwarnung eingesetzt werden.

Bei Ankunft am Internationalen Flughafen Tocumen sind die am Taxistand in der Eingangshalle des Flughafens registrierten Taxis und auch in der Stadt registrierte oder online zu buchende Funktaxis und Fahrdienste wesentlich sicherer als Taxis, die an der Straße angehalten werden können. Auch das Zusteigen in Taxis, die bereits Fahrgäste befördern, birgt erhebliche Gefahren für Überfälle.

Gelegentlich nutzen Kriminelle Straßensperrungen auf der Panamericana für Raubüberfälle auf Autofahrer und Plünderungen, s. auch Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr.

In Küstennähe frei ankernde Yachten sind in den karibischen Gewässern Panamas sowie im Archipel der Perleninseln im Pazifik ein potentielles Ziel für kriminelle Banden.

  • Seien Sie in Panama-Stadt besonders vorsichtig und verzichten Sie dort auf Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit und Besuche der Armenviertel.
  • Unternehmen Sie Landausflüge in Colon nur organisiert und vermeiden Sie die Erkundung der Stadt und des Hafengeländes auf eigene Faust.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Bevorzugen Sie bargeldlose Zahlungen und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, sondern halten Sie einen kleinen Geldbetrag zur Herausgabe bereit und geben Sie notfalls auch Wertsachen ab.
  • Nehmen Sie nur registrierte Taxis und bestellen diese vor, halten Sie keine auf der Straße an.
  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, Busbahnhöfen und im Bus besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Ankern Sie mit Booten in Küstennähe nicht frei, sondern nutzen Sie bewachte Hafenanlagen.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Tropenstürme

Es herrscht tropisches Klima. Von Mai bis November ist Hurrikan-Saison. In dieser Zeit ist mit Tropenstürmen und intensiven Regenfällen, Erdrutschen und Überflutungen zu rechnen, die auch den Reiseverkehr erheblich beeinträchtigen können.

Erdbeben

Panama liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.

Flutwellen in Flüssen

Unvorhersehbare Regenfälle können zu starken Flutwellen führen und Badende in Flüssen und Bächen gefährden.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Es existiert ein Binnenflugnetz und dichte Busverbindungen. In den Städten gibt es Taxis und Mietwagen. Es gibt eine Eisenbahnstrecke zwischen Panama-Stadt und Colon, die auf der in der Regel mehrmals wöchentlich ein Panoramazug verkehrt. Momentan ist der Betrieb eingestellt. Das Straßennetz ist im regionalen Vergleich als gut einzustufen. Die von Panama-Stadt entlang der Pazifikküste bis an die costa-ricanische Grenze reichende „Panamericana" befindet sich in meisten Teilen in gutem Zustand. Abseits der Hauptverkehrsstraßen trifft man nur noch vereinzelt auf asphaltierte Straßen; diese verwandeln sich nach einigen Kilometern gelegentlich in unbefestigte Wege und erweisen sich während der langen Regenzeit dann als unbefahrbar. Der Osten des Landes ist verkehrstechnisch kaum erschlossen, die Panamericana (asphaltierter Teil) endet weit vor der Grenze zu Kolumbien. Busse verkehren regelmäßig in alle größeren Orte des Landes. Vereinzelt können Straßen im Hochland von Chiriqui, Veraguas und Bocas Del Toro in Folge von Überschwemmungen stark beschädigt sein. Es empfiehlt sich, vorab Erkundigungen einzuholen, ob das Reiseziel in diesen Provinzen auf dem Landweg erreichbar ist.

Reisen auf der "Panamericana"

Insbesondere auf der „Panamericana" kommt es häufig zu Straßensperrungen aufgrund von Protesten oder Demonstrationen. Die Blockaden dauern in der Regel mehrere Stunden und bisweilen sogar Tage und können daher Reisen erheblich beeinträchtigen.

  • Informieren Sie sich vor einer Fahrt bei offiziellen Stellen und über die lokalen Medien über mögliche Sperrungen.

  • Sollte die "Panamericana" blockiert sein, vermeiden Sie Interaktionen mit Demonstranten, da diese zu Konfliktsituationen führen können.
  • Führen Sie ausreichend Wasser und Verpflegung im Fahrzeug mit.
  • Leisten Sie bei einem Überfall keinen Widerstand, halten Sie einen kleinen Geldbetrag zur Herausgabe bereit und geben Sie notfalls auch Wertsachen ab.
  • Beachten Sie auch die Reise- und Sicherheitshinweise für die Nachbarstaaten, durch die die "Panamericana" führt.

Führerschein

Touristen dürfen in Panama bei einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen mit einem gültigen deutschen Führerschein Auto fahren. Für einen längeren Zeitraum ist die Umschreibung auf einen panamaischen Führerschein nötig.

LGBTIQ

Homosexualität ist in Panama nicht strafbar. Die gesellschaftliche Akzeptanz ist jedoch nicht weit verbreitet. Insbesondere in ländlichen Gegenden kann es zu Anfeindungen kommen.

Rechtliche Besonderheiten

Drogenbesitz und -handel sind auch in Panama strafbare Delikte und werden von den einheimischen Behörden verfolgt. Bei Festnahme ist auch bei kleinen Mengen mit drastischen Haftstrafen im Land zu rechnen. Selbst bei bloßem Verdacht auf Mitführung illegaler Substanzen ist mit einer Verhaftung durch die Polizeibehörden zu rechnen. Die darauffolgende Überprüfung kann unter Umständen mehrere Tage in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit ist eine Inhaftierung die Regel.

In der autonomen Comarca Kuna Yala erfolgt die Rechtsprechung durch die Stammeshäuptlinge gemäß dem indigenen Recht. Dies kann bereits bei kleineren Vorkommnissen zu empfindlichen Strafen führen.

Bootseigentümer müssen auch zwingend vor Einfahrt in die Gewässer der Comarca eine Genehmigung des Congreso General Guna und der panamaischen Migrationsbehörde einholen.

Der Konsum alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit ist verboten und kann zur Inhaftierung führen.

Rauchen ist in weiten Teilen des öffentlichen Raums verboten und im Allgemeinen innerhalb der panamaischen Gesellschaft verpönt. Ein Verstoß gegen das Rauchverbot kann mit Geldstrafen geahndet werden.

Geld/Kreditkarten

Öffentliches Zahlungsmittel in Panama ist der Balboa (PAB), der im Verhältnis 1:1 an den USD gekoppelt ist. Der PAB existiert nur in Form von Münzen; ansonsten wird mit USD-Noten gezahlt. In Hotels und Geschäften von Panama-Stadt und den größeren Städten im Landesinnern kann meist mit internationalen Kreditkarten, darunter auch Eurocard/Mastercard und vor allem VISA, bezahlt werden. EUR können kaum getauscht werden. Es empfiehlt sich daher, USD in Bargeld mit sich zu führen. Der Einsatz von Debit-Karten (Girocard) funktioniert nicht immer problemlos. An den meisten Geldautomaten kann pro Transaktion nur ein begrenzter Betrag abgeholt werden, hierfür wird eine Transaktionsgebühr erhoben. Geldüberweisungen können innerhalb kurzer Zeit über die einschlägigen international operierenden Finanztransaktionsdienstleister veranlasst werden; es gibt Zweigstellen im ganzen Land.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes.
Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Mögliche Einreisebeschränkungen/COVID-19

Bestimmungen zur Einreise ändern sich häufig. Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei den offiziellen Stellen Panamas sowie der für Deutschland zuständigen Vertretung. Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen/Mindestrestgültigkeit:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens drei Monate und bei einem geplanten längeren Aufenthalt in Panama die gesamte beabsichtigte Aufenthaltsdauer gültig sein.

Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Reisende sollten Sie sich ggf. vor Reiseantritt bei ihrer Fluggesellschaft erkundigen.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise und einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen kein Visum. In Einzelfällen können die panamaischen Grenzbehörden den erlaubten Aufenthaltszeitraum auf bis zu 15 Tage begrenzen.

Es muss entweder ein Rückflugticket nach Deutschland oder ein gültiges Weiterreiseticket (Land-/Luftweg) vorgelegt werden. Daneben muss nachgewiesen werden, dass auch die gesetzlichen Einreisebestimmungen für das Land der Weiterreise erfüllt werden. Ausreichende finanzielle Mittel für den Aufenthalt müssen glaubhaft gemacht werden. Dies bedeutet entweder 1.000 USD in bar oder die Verfügbarkeit der entsprechenden Summe auf dem Kreditkartenkonto (per Kreditkartenkontoauszug nachweisbar).

Einreise auf dem Seeweg

Für die Ein- und Ausreise aus Panama auf Schiffen jeglicher Art (Segelschiffe, Yachten, Katamarane etc.) gelten Sonderbestimmungen: Bei Einreise wird eine Einreisegebühr erhoben.

Touristen erhalten bei Einreise per Schiff lediglich ein Visum für 72 Stunden. Wer länger als 72 Stunden in Panama bleiben möchten, sollte sich unmittelbar bei der zuständigen Migrationsbehörde am Anlandungshafen informieren, wie ein reguläres Touristenvisum erlangt werden kann. Ein Aufenthalt in Panama über die erlaubte Visumsdauer wird als Zuwiderhandlung gegen das Aufenthaltsgesetz mit empfindlichen Geldbußen sowie ggf. Ausweisung aus dem Land geahndet.

Bei der Einreise auf dem Seeweg über das Territorium Guna Yala (San Blas Inseln) ist unbedingt auf die ordnungsmäße Stempelung des Passes durch die Einwanderungsbehörde (Migración) zu achten. Reisende können sonst als Illegal-Eingereiste behandelt werden.
Sollte bei Ankunft mit einem Schiff kein Beamter der Migrationsbehörde vor Ort sein, obliegt es dem Reisenden, nach dem Büro der Migrationsbehörde zu fragen und sich unverzüglich einen Einreisestempel geben zu lassen, auch bei Einreise mit einem privatem Schiff /zu sehr früher und später Stunde.
Ist der Reisende erst einmal im Land (z.B. in Panama Stadt) kann diese Formalität nicht mehr nachgeholt werden und der Reisende gilt ausnahmslos als illegal.

Einreise von Costa Rica

Bei der Einreise von Costa Rica nach Panama auf dem Landweg sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass sowohl der costa-ricanische Ausreisestempel als auch der panamaische Einreisestempel im Reisepass angebracht werden.

Reisende müssen zuerst Steuermarken der Gemeindeverwaltung (Municipalidad) kaufen und sich dann an einem separaten Schalter der Einwanderungsbehörde (Migración) einen Einreisestempel geben lassen. Generell sollten Reisende stets kontrollieren, ob sie einen Einreisestempel erhalten haben und diesen notfalls einfordern. Ohne Einreisestempel im Pass muss mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Ausreise oder bei Straßenkontrollen gerechnet werden. Da es sich hierbei um einen Rechtsverstoß handelt, wird dieser mit Inhaftierung und Zahlung einer sehr hohen Geldstrafe sowie Ausweisung aus Panama geahndet.

Ein- und Ausreise über die USA (gilt auch für San Juan/Puerto Rico) oder über Kanada

Bei Ein- und Ausreise über die USA sind die Einreisebestimmungen für die USA, bei Ein- und Ausreise über Kanada die Einreisebestimmungen für Kanada zu beachten.

Längerfristiger Aufenthalt

Für länger dauernde Aufenthalte (Praktika, Freiwilligeneinsätze, Arbeitsaufnahme etc.) sollte rechtzeitig Kontakt mit der Botschaft Panamas in Berlin aufgenommen werden. Informationen bietet die Migrationsbehörde von Panama.

Es wird darauf hingewiesen, dass deutsche Staatsangehörige, die sich länger als den bei Einreise erlaubten Zeitraum im Land aufhalten wollen, unbedingt einen entsprechenden Aufenthaltstitel (Residencia) beantragen müssen. Die panamaische Migrationsbehörde kontrolliert verschärft die Einhaltung der Aufenthaltsvorschriften. Ausländern, die in Panama leben ohne im Besitz eines gültigen Aufenthaltstitels zu sein, kann bei Ausreise aus dem Land die Wiedereinreise nach Panama verweigert werden, auch wenn sie über genügend Barmittel verfügen.

Ausweispflicht

Für Ausländer gilt in Panama eine Ausweispflicht. Ausweiskontrollen werden regelmäßig durchgeführt.

Minderjährige

Bei der Ausreise aus Panama werden von panamaischen Kindern (auch Doppelstaater) und ausländischen Kindern mit Wohnsitz in Panama regelmäßig die Geburtsurkunden der mitreisenden Kinder verlangt. Familien mit Kindern und Wohnsitz in Panama sollten daher (internationale) Geburtsurkunden aller Kinder mit sich führen. Will ein Elternteil allein mit einem/mehreren Kindern mit Wohnsitz in Panama ausreisen, ist die Vorlage einer notariell beglaubigten Vollmacht des anderen Elternteils – in spanischer Sprache – zwingend notwendig.

Einfuhrbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist unbeschränkt möglich, ab einem Wert von 10.000 USD bzw. 10.000 PAB aber zu deklarieren.

Gegenstände des persönlichen Bedarfs dürfen zollfrei eingeführt werden.
Die Einfuhr von frischem Fleisch, Obst, Gemüse und Blumen in Blumenerde ist nicht erlaubt.

Heimtiere

Bei der Einfuhr von Hunden und Katzen müssen diese zunächst für 30 Tage in Quarantäne, die allerdings auch zu Hause durchgeführt werden kann. In jedem Fall ist ein Impfzeugnis unter Nachweis einer Tollwutimpfung und eine Bestätigung des Veterinäramts über den Gesundheitszustand des Haustieres, beglaubigt von der jeweils zuständigen panamaischen Botschaft erforderlich. Es wird empfohlen, vorher Kontakt mit der Konsularischen Sektion der Botschaft Panamas aufzunehmen.

Gesundheit

Impfschutz

Der Nachweis einer Gelbfieberimpfung wird für alle Personen ab einem Alter von einem Jahr gefordert, die aus einem Gelbfiebergebiet einreisen.

Bei der direkten Einreise aus Deutschland wird kein Nachweis einer Gelbfieberimpfung verlangt, aber die Impfung wird allen Reisenden ab einem Alter von neun Monaten dringend empfohlen, bevor sie in Panama in ein Gebiet reisen, in dem Gelbfieber vorkommt. Hierzu gehören die Regionen östlich des Panamakanals: die Territorien Emberá und Kuna Yala, die Provinz Darién sowie die östlich des Panamakanals gelegene Teilgebiete der Provinzen Colón and Panama.
Für Reisende westlich des Panamakanals (Panama-Stadt, die direkte Umgebung des Panamakanals, Perleninseln, San Blas) wird keine Gelbfieberimpfung empfohlen.
Bei Weiterreise in ein Drittland kann der Nachweis der Gelbfieberimpfung aus Panama kommend verlangt werden.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender des Robert-Koch-Instituts auf dem aktuellen Stand befinden.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Dengue-Fieber, Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.
  • Beachten Sie die Anwendungshinweise und Hilfen für die Indikationsstellung in den Reise-Impfempfehlungen.
  • Aktuelle, detaillierte Reiseimpfempfehlungen für Fachkreise bietet die DTG.

Zika-Virus-Infektion

Die vorrangig durch tagaktive Aedes-Mücken übertragene Infektion mit Zika-Viren kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen sowie neurologische Komplikationen beim Erwachsenen hervorrufen.

Dengue-Fieber

Dengue-Viren werden landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung geht in der Regel mit Fieber, Hautausschlag sowie ausgeprägten Gliederschmerzen einher. In seltenen Fällen treten insbesondere bei Kindern schwerwiegende Komplikationen inkl. möglicher Todesfolge auf. Insgesamt sind Komplikationen bei Reisenden jedoch selten. Eine Chemoprophylaxe und eine spezifische Therapie existieren nicht. Eine Impfung ist verfügbar, siehe Dengue-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Dengue-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.
  • Lassen Sie sich bezüglich einer Impfung von Tropen- und/oder Reisemedizinern beraten.

Chikungunya-Fieber

Chikungunya-Viren werden von tagaktiven Aedes-Mücken übertragen. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch hohes Fieber und unter Umständen länger anhaltenden Gelenk- und Muskelschmerzen. Die Beschwerden können oft nicht eindeutig von anderen durch Mücken übertragenen Erkrankungen unterschieden werden. Chikungunya-Fieber heilt nicht immer folgenlos aus, selten kommt es zu lang anhaltenden rheuma-ähnlichen Beschwerden. Es existiert weder eine Impfung bzw. Chemoprophylaxe noch eine spezifische Therapie, siehe Chikungunya-Fieber.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Chikungunya-Fieber im Rahmen einer Expositionsprophylaxe insbesondere tagsüber konsequent vor Mückenstichen.

Malaria

Malaria wird durch dämmerungs- und nachtaktive Anopheles-Mücken übertragen. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann noch Wochen bis Monate nach Aufenthalt im Risikogebiet ausbrechen, siehe Malaria.

  • Stellen Sie sich beim Auftreten von Fieber während oder auch noch Monate nach einer entsprechenden Reise schnellstmöglich beim Arzt vor und weisen Sie ihn auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet hin.

Es besteht ganzjährig ein mittleres Malariarisiko in Teilen  der Provinzen östlich des Panamakanals. In den Provinzen westlich des Kanals einschl. der Inseln San Blas, Bastimentos, Parida und Colón liegt ganzjährig ein minimales Risiko vor. Panama-Stadt, die Kanalzone, die Inseln Coiba, Cebaco und Pearl Islands gelten als malariafrei.

Der Anteil an Malaria tertiana (P. vivax) liegt bei über 99%, weniger als 1% sind Malaria tropica-Fälle (P. falciparum). Eine Karte stellt die DTG zur Verfügung.

Schützen Sie sich zur Vermeidung von Malaria im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen. Speziell sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Tragen Sie körperbedeckende, helle Kleidung (lange Hosen, lange Hemden).
  • Applizieren Sie wiederholt Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen, tagsüber (Dengue) sowie in den Abendstunden und nachts (Malaria).
  • Schlafen Sie ggf. unter einem imprägnierten Moskitonetz.  

Je nach Reiseprofil ist neben der notwendigen Expositionsprophylaxe zudem eine Notfallselbstbehandlung (NSB) sinnvoll.

  • Besprechen Sie die Notwendigkeit einer NSB sowie die Auswahl der Medikamente und deren persönliche Anpassung inklusive Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner oder Reisemediziner

HIV/AIDS

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch den Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

Influenza A-Virus /H1N1- Grippe

Im Distrikt Barú, Region Chiriqui, wurden vermehrt H1N1 - Influenzafälle mit Todesfällen gemeldet. Die zuständige Gesundheitsbehörde rät zu den üblichen präventiven Hygienemaßnahmen: häufiges Händewaschen, Abstandhalten zu Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung, engen Kontakt mit fremden Menschen reduzieren.

Leishmaniasis

Die kutane und mukokutane Form kommt landesweit vor. Die einzelligen Parasiten werden durch Mücken übertragen.

  • Schützen Sie sich zur Vermeidung von Leishmaniasis im Rahmen einer Expositionsprophylaxe konsequent vor Insektenstichen.

Leptospirose

Ganzjährig kann die Leptospirose vereinzelt durch mit Nagetierausscheidungen kontaminiertes Wasser übertragen werden. Die bakterielle Infektion verläuft meist wie ein milder grippaler Infekt, kann in seltenen Fällen jedoch auch zu schwerwiegender Beteiligung der Leber und Nieren führen. Bei zu erwartender Exposition kann im Einzelfall nach sorgsamer Risikoabwägung durch einen Reise- bzw. Tropenmediziner eine medikamentöse Prophylaxe mit Doxycyclin erwogen werden, siehe Leptospirose.

Hantavirus

Diese seltene virale Erkrankung wird durch Aufnahme von kontaminierten Sekreten infizierter Nagetiere über die Atemwege bzw. den Magen-Darm-Trakt übertragen. Nach zwei bis vier Wochen kann es zu grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen kommen. In seltenen Fällen können tödliche Komplikationen durch Befall der Nieren oder des Herz-Lungensystems entstehen. Eine Impfung bzw. medikamentöse Prophylaxe existiert nicht, siehe Hantavirus.

  • Vermeiden Sie den Kontakt mit den Ausscheidungen von Nagetieren.

Trypanosomiasis („Mal de Chagas")

In Panama kann durch Ausscheidungen von Raubwanzen, die in Ritzen einfacher Behausungen in ländlichen Regionen leben, die amerikanische Trypanosomiasis (Chagas) übertragen werden. Diese können sowohl durch den Biss infizierter Wanzen oder seltener durch verunreinigte Frucht- bzw. Zuckerrohrsäfte aufgenommen werden. In der akuten Erkrankungsphase stehen grippeähnliche Symptome und u.U. eine Schwellung des Augenlides im Vordergrund. Bis zu Jahre nach der Infektion können z.T. gravierende Organveränderungen am Herzen und des Verdauungstraktes auftreten. Insgesamt ist das Risiko für Reisende an Chagas zu erkranken sehr gering.

  • Nutzen Sie zum Schutz gegen Bisse korrekt angebrachte Bettnetze.

Medizinische Versorgung

Insgesamt ist die Gesundheitsversorgung gerade in ländlichen Gebieten häufig nicht mit europäischen technischen und hygienischen Standards vergleichbar. Planbare Eingriffe sollten daher nach Möglichkeit in Deutschland erfolgen.
Die Kosten für eine medizinische Behandlung sowie Medikamente müssen in der Regel vor Ort sofort in bar (auch Kreditkartenzahlung ist ggf. möglich) beglichen werden.
Über eine Liste von deutsch- oder englischsprachigen Ärzten verfügt die deutsche Botschaft in Panama.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.
Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss:

Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Alle Angaben sind abhängig von den individuellen Reiseverhältnissen zu sehen und ersetzen nicht die ärztliche Konsultation sowie eine eingehende medizinische Beratung. Sofern zutreffend, beziehen sich Angaben i.d.R. auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland und sind insbesondere auf längere Aufenthalte vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen und Einreisen aus Drittländern können Abweichungen gelten.

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Pass- und Visabestimmungen

Reisepassinformationen

Ein Reisepass ist allgemein erforderlich, er muss bei einem visumfreien Aufenthalt bei der Einreise noch mindestens 3 Monate gültig sein. Die Botschaft von Panama in Berlin empfiehlt, dass der Reisepass bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.

Hinweis: Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab. Deutsche Reisende benötigen für die Einreise nach Deutschland einen mindestens gültigen Reisepass / Personalausweis. Bei Transit über Drittländer wird grundsätzlich ein Reisepass mit einer Gültigkeit von mindestens 6 Monaten empfohlen.

 

Anmerkung zum Reisepass

Für Ausländer gilt in Panama Ausweispflicht.

Anmerkung zum Sichtvermerk im Reisepass

Wer auf dem Landweg von Costa Rica nach Panama einreist, sollte darauf achten, dass er sowohl den costa-ricanischen Ausreisestempel als auch den panamaischen Einreisestempel in seinem Reisepass erhält. Ohne sie kann es zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Ausreise kommen (Inhaftierung oder Rücksendung an die costa-ricanische Grenze auf eigene Kosten).  

Visainformationen

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsangehörige der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für einen Aufenthalt von bis zu 90 Tagen:

(a) Deutschland, EU-Länder und Schweiz.
(b) Türkei.

Achtung: Touristen, die per Schiff einreisen, erhalten bei der Einreise ein Visum von nur 72 Stunden. Wer sich länger in Panama aufhalten möchte, muss bei der zuständigen Migrationsbehörde am Anlandungshafen ein reguläres Touristenvisum beantragen. Schiffsreisende müssen bei der Einreise eine Einreisegebühr in Höhe von 100-200 $ bezahlen. 

Kosten

Bei Visumpflicht sind die Gebühren je nach Nationalität unterschiedlich und sollten bei Antragstellung erfragt werden.

Visaarten und Kosten

Einreisevisum.

Gültigkeit

30 Tage ab Ausstellungsdatum für Aufenthalte von i.d.R. 30 Tagen (u. U. auch für Aufenthalte von bis zu 90 Tagen). Eine Verlängerung vor Ort ist bei der Dirección Nacional de Migración y Naturalización möglich

JAXBElement

Zuständiges Konsulat bzw. Konsularabteilung der Botschaft (s. Kontaktadressen).

Antrag erforderlich

(a) 2 Antragsformulare.
(b) 2 Passfotos.
(c) Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig ist.
(d) Buchungsbestätigung des Reisebüros und Nachweis des Hin- und Rückflugtickets.
(e) Gebühr.
(f) Nachweis ausreichender Geldmittel.
(g) Ggf. Einladungsschreiben einer Person, die für den Gast bürgt.
(h) Ggf. Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland, Österreich bzw. die Schweiz.
(i) Geschäftsvisum: Firmenschreiben über Zweck und Finanzierung der Reise.
(j) Frankierter Einschreiben-Rückumschlag für Zustellung des visierten Passes.

 

Bearbeitungsdauer

Alle Visa müssen persönlich beantragt werden. Ausstellung u. U. sofort (sollte vorab telefonisch bestätigt werden), ansonsten ca. 3 Tage plus Postweg.
Genehmigungspflichtige Visa: 2-3 Wochen.

Nachweis ausreichender Geldmittel

Alle Reisenden müssen über ausreichende Geldmittel verfügen (US$500 in bar oder Kreditkarten).

Benötigte Dokumente bei der Einreise

(a) Reisepass, der bei der Einreise mindestens 6 Monate gültig ist.
(b) Rück- oder Weiterreisetickets und -papiere.
(c) Ausreichende Geldmittel (500 US$ oder Kreditkarten).

Aufenthaltsverlängerung

EU-Bürger, Schweizer und Türken, die sich länger als 180 Tage in Panama aufhalten möchten, müssen rechtzeitig bei der Migrationsbehörde von Panama einen Aufenthaltstitel beantragen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Elektronischer Reisepass für Personen unter 24 Jahren oder noch gültiger maschinenlesbarer Kinderreisepass (dieser wird seit dem 1.1.2024 nicht mehr ausgestellt; bereits vorhandene Kinderreisepässe können bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit entsprechend der Einreisebestimmungen der einzelnen Länder genutzt werden). Achtung: bei Anreise über die USA besteht mit dem Kinderreisepass Visumpflicht. Nur der Reisepass ist für die visumfreie Ein- und Durchreise nutzbar.

Österreicher: Reisepass.

Schweizer: Reisepass.

Türken: Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Eine Reiseerlaubnis benötigen in der Regel panamaische Kinder (auch Doppelstaatler) sowie ausländische Minderjährige mit Wohnsitz in Panama. Reisen Eltern mit ihren Kindern, sollten sie (internationale) Geburtsurkunden aller Kinder mit sich führen. Reisen Minderjährige unter 18 Jahren alleine oder nur mit einem Elternteil, müssen sie über eine notariell beglaubigte Vollmacht des abwesenden Elternteils bzw. der abwesenden Eltern – in spanischer Sprache – verfügen.
 

Einreise mit Haustieren

Für Hunde und Katzen werden ein internationaler Heimtierpass, ein internationales Gesundheitszeugnis, das bei der Einreise nicht älter als 10 Tage sein darf, und ein Tollwutimpfzertifikat verlangt, das bestätigt, dass das Tier mindestens 30 Tage und maximal 16 Monate vor der Einreise u.a. gegen Tollwut geimpft wurde. Die Dokumente müssen von einem Konsulat von Panama beglaubigt werden. Des Weiteren ist eine Einfuhrgenehmigung vom Veterinäramt (Departamento de Sanidad Animal, Ministerio de Agricultura Comercio e Industrias, Apartado 1631, Panama City) erforderlich.

Einige Hunde und Katzen müssen für 40 Tage in Quarantäne. Eine Quarantäne zu Hause kann u. U. beim Veterinäramt beantragt werden. Auskunft erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Für Vögel gelten besondere Einfuhrbestimmungen.

Sehenswürdigkeiten

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinischen Einrichtungen haben einen hohen Standard.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Gelbfieberimpfung wird verlangt von Reisenden, die innerhalb von 6 Tagen aus einem von der WHO ausgewiesenen Gelbfieber-Endemiegebiet einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Panama. Unabhängig von dieser Bestimmung wird Reisenden eine Gelbfieberimpfung empfohlen, weil landesweit und v.a. in den Provinzen Darién und Kuna Yala (ehem. San Blas) sowie in den Distrikten Chepo, Chima und Balboa ein Gelbfieber-Übertragungsrisiko besteht.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, jedoch kann abweichend von den offiziellen Bestimmungen gelegentlich ein Cholera-Impfzertifikat bei der Einreise verlangt werden, insbesondere wenn die Einreise aus einem Land, in dem Cholera vorkommt, erfolgt und wenn außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt eingereist wird.
Cholera kommt v.a. in den Provinzen Colon, Comarca de San Blas, Darién und Panama vor. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3]
Typhus tritt auf, Poliomyelitis nicht. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4] Ganzjähriges Malaria-Risiko, hauptsächlich Malaria tertiana, im Osten auch Malaria tropica (auch mit Chloroquinresistenzen). Ein mittleres Risiko besteht in den ländlichen Gebieten der Provinzen auf der Karibikseite und im Grenzgebiet zu Kolumbien, eine geringes Risiko in den tiefer gelegenen ländlichen Gebieten der übrigen Provinzen. Sehr geringes oder kein Risiko in der Kanalzone und in den Stadtgebieten.Ausreichenden Schutz vor Malaria bieten langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel. Eine Medikation bietet sich nur im Notfall in den hauptsächlich von Malaria betroffenen Gebieten an.

[5] Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Das Leitungswasser in Panama-Stadt ist als Trinkwasser zu verwenden, sonst sollte es sterilisiert werden. Es können jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Aus hygienischen Gründen sollte der Verzehr von Getränken und Speisen bei Straßenverkäufern vermieden. Fischgerichte sollten nur in Restaurants der gehobenen Kategorie verzehrt werden. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte aus ungekochter Milch, Fleisch, Geflügel, Obst und Gemüse, unbesorgt verzehrt werden. Vor dem Verzehr von Riff-Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die landesweit vorkommen, herbeigeführt. Bei Übernachtungen in einfachen Hütten und im Freien empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Tollwut
kommt vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Bisher dokumentierte, vereinzelte Todesfälle standen überwiegend mit anderen Vorerkrankungen in Zusammenhang. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Gesundheitszeugnis

Ausländer, die länger als 1 Jahr oder auf Dauer im Land bleiben wollen, müssen einen negativen HIV-Test in spanischer Sprache vorweisen, der vom Gesundheitsamt beglaubigt und von der panamaischen Vertretung legalisiert ist (Test vorzugsweise durch ein WHO Collaborating Laboratory).

Geld

Währung

1 Balboa = 100 Centésimos. Währungskürzel: B, PAB (ISO-Code). Der US-Dollar ist ebenfalls gesetzliches Zahlungsmittel. Banknoten gibt es nur in US-Dollar-Noten. Münzen gibt es im Wert zu einem Zehntel-, Viertel- und 1/2 Balboa sowie von 5 und 1 Centésimos. 

Kreditkarten

Gängige Kreditkarten wie Mastercard, Visa, American Express und Diners Club werden in Panama City und in anderen großen Städten in Restaurants, in Hotels und in größeren Geschäften akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Außerhalb von größeren Städten ist man in der Regel auf Bargeld angewiesen. Bargeld kann auch mit Kreditkarte an Geldautomaten (rote Aufschrift "Sistema clave") abgehoben werden, das Tageslimit liegt derzeit bei 200-500 US-Dollar.

Geldautomaten

Bankkarten
 

Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann in Panama an vielen Geldautomaten (mit roter Aufschrift "Sistema clave") mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Das Tageslimit bei Abhebungen liegt derzeit zwischen 200-500 US-Dollar. 

Die neue Debitcard und ihre Nutzung im Ausland
Aus der Girocard wurde eine Debitcard: Seit 2023 stellen Banken keine neuen Girokarten mehr mit dem Maestro-Symbol aus. Noch gültige Karten mit dem Maestro-Symbol können jedoch im In- und Ausland weiterhin bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit genutzt werden. Spätestens Ende 2027 wird es das Maestro-Symbol nicht mehr geben.
 
Maestro-Nachfolger sind „Debit Mastercard“, „Visa Debit“ oder „V-Pay“. Visa Debit und Debit Mastercard sind weltweit in mehr als 200 Ländern, in denen Visa und Mastercard akzeptiert werden, nutzbar. Für die Buchung von Reisen oder Mietwagen werden oft nur Kreditkarten akzeptiert. Zur Sicherheit gehört neben einer Debitkarte auch immer eine Kreditkarte ins Reisegepäck.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Reiseschecks

Reiseschecks werden in der Regel in Panama nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.00-14.00 Uhr, Sa 08.30-12.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Unbeschränkte Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen. Beträge ab einem Gegenwert von 10.000 US$ müssen deklariert werden.

Geldwechsel

Banken und Wechselstuben tauschen Geld um. Der Umtausch von US-Dollar ist nicht nötig.
Anmerkung: In einigen Geschäften werden Banknoten, die einen höheren Wert als 20 US$ haben, nicht angenommen. Deshalb sollte man Bargeld immer in kleineren Stückelungen mit sich führen. Western Union verfügt über Zweigstellen im ganzen Land, die zu Geldanweisungen genutzt werden können.

Wechselkurse

PAB

Öffentliche Feiertage

year

2024

Anmerkung

Feiertage, die auf einen Sonntag oder die Wochenmitte fallen, werden auf den darauf folgenden Montag verschoben.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Panama eingeführt werden:

500 g Tabakwaren (ab 18 Jahren);
5 l alkoholische Getränke (ab 18 Jahren);

2kg Süßigkeiten;
Parfüm und Eau de Toilette für den persönlichen Bedarf in geöffneten Flakons;
Geschenke bis zu einem Gesamtwert von bis zu 500 US$.

Kleidung, Medikamente, Lebensmittel und Gegenstände für den persönlichen Gebrauch, u.a. ein Mobiltelefon, eine Kamera, ein PC, ein Doppelfernglas etc.

Importbestimmungen

Medikamente sollten mit ärztlichem Attest eingeführt werden.

Verbotene Importe

Drogen aller Art und Betäubungsmittel, Waffen und Munition sowie Fälschungen.

Kontaktadressen

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Pünktlichkeit und Visitenkarten werden erwartet.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-12.00 und 14.00-17.00 Uhr.

Geschäftskontakte

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
Kasernenstrasse 11, 8004 Zürich, Schweiz
Tel. +41 (0)44 240 33 00.
Website: www.latcam.ch

Cámara de Comercio, Industrias y Agricultura de Panamá (Industrie- und Handelskammer)
Avenida Cuba y Ecuador, Calle 33-A, Apartado: 0816-07517 Panamá, Panamá
Tel. +507 (0)207 34 00.
Website: www.panacamara.com

Kommunikation

Post

Postsendungen nach Europa sind 5-10 Tage unterwegs, die größeren Postämter nehmen postlagernde Sendungen entgegen und bieten einen Expressservice für Postzustellungen an. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 06.30-17.45 Uhr, Sa 07.00-17.00 Uhr.

Telefon

Die Landesvorwahl ist 00507. 

Öffentliche Telefone sind in Panama selten geworden, aber es gibt sie noch in der Nähe von Krankenhäusern, Bildungszentren und Bahnhöfen.

Mobiltelefon

GSM 850, GSM 1900, G3 und G4. Mobilfunknetzbetreiber sind u.a. Cable & Wireless und Claro. Der Empfangs-/Sendebereich ist gut. Roamingverträge bestehen. Roaming-Verträge bestehen. Dennoch lohnt sich ggf. der Erwerb eines Handys vor Ort und einer panamaischen Prepaid-SIM-Karte.

Internet

Internetcafés gibt es in den größeren Städten. Über hunderte von Hotspots hat man in den Großstädten wie Panama City an Bushaltestellen kostenloses WLAN. Auch Einkaufzentren, Restaurants, Bibliotheken sowie Hotels in Gebieten, die stark von Touristen frequentiert werden, stellen kostenloses WLAN zur Verfügung.

Unterkunft

Camping

Offizielle Campingplätze gibt es nicht, aber man kann an einigen Stränden und Abschnitten der Panamerikana zelten.

Hotels

Zahlreiche neue Hotels sind derzeit im Entstehen. Die Projekte beschränken sich nicht nur auf Panamá sondern schließen auch das Landesinnere sowie Berg- und Küstenregionen mit ein. Das Angebot reicht von Hotels mit internationalem Standard über preiswerte Landgasthäuser und neue Urlaubshotels zu sehr einfachen Hotels. Auf alle Hotelrechnungen werden 10 % Steuern aufgeschlagen.

Einkaufen

Überblick

Panama ist ein zollfreies Einkaufsparadies für Luxusartikel aus aller Welt, die hier ca. ein Drittel billiger sind. Beliebte Souvenirs sind Lederartikel, gemusterte Perlenhalsbänder der Guaymí-Indios, Nationaltrachten, Holzschnitzereien, Keramiken, Gegenstände aus Pappmaché, Makramee und Mahagoni-Schüsseln.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Sa 08.00-18.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Besonders Panama hat einiges für Nachtschwärmer zu bieten. Das Angebot reicht von Nachtklubs und Spielkasinos bis hin zu Volkstänzen, Bauchtanz und klassischem Theater. In allen großen Hotels und in zahlreichen Klubs gibt es Shows und Tanzveranstaltungen. In den anderen größeren Städten sorgen Musik, Tanz, Spielkasinos und Kinos für Unterhaltung.

Kulinarisches

Übersicht

In Panama und in anderen größeren Städten gibt es eine große Auswahl an Restaurants. Landesspezialitäten sind Ceviche (Fisch in Limonensaft, Zwiebeln und Paprikaschoten), Palacones de Plátano (gebratene Kochbananen), Sancocho (panamaischer Eintopf mit Huhn, Fleisch und Gemüse), Tamales (gewürzte Pastete in Bananenblätter gewickelt), Carimañolas und Empanadas (Pfannkuchen mit Fleisch, Huhn oder Käse gefüllt). Tischbedienung ist üblich. In Hotels, Bars und Restaurats gibt es eine große Auswahl an Wein, Spirituosen und Bier.

Kultur

Religion

85 % Katholiken, 15 % Protestanten. Einwanderer von den Karibischen Inseln sind Methodisten, Baptisten oder gehören der Episkopal-Kirche an. Muslimische Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln


Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Die einheimische Kultur ist eine lebendige Mischung aus spanischem und amerikanischem Lebensstil.

Kleidung: Zwanglose Kleidung ist angemessen.

Trinkgeld:
In Hotels und Restaurants sind 10% üblich; Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld.

Klima

Beste Reisezeit

Tropisches Klima. Höhere Luftfeuchtigkeit an den Küsten als im Landesinneren. Ganzjährig hohe Temperaturen, in den Bergen kühler. Die Regenzeit dauert von Mai bis November. An der Pazifikküste ist die Niederschlagsmenge doppelt so hoch wie an der Karibik. Beste Reisezeit Mitte Dezember bis März.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Spanisch. Englisch ist Verkehrssprache. Außerdem werden indianische Sprachen gesprochen.

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