Jordanien

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Jordanien ist am einfachsten und schnellsten auf dem Luftweg zu erreichen. Der Großteil der internationalen Flüge landet auf dem Queen Alia International Airport (AMM), der etwa 35 km südlich der Hauptstadt Amman liegt. Dieser moderne, gut organisierte Flughafen dient als Haupttor des Landes und bietet hervorragende Anbindungen in die Innenstadt sowie in alle weiteren Regionen Jordaniens.

Jordaniens nationale Fluggesellschaft Royal Jordanian (RJ) ist Mitglied der Oneworld-Allianz und bietet Direktflüge nach Amman ab zahlreichen europäischen Metropolen an – darunter Frankfurt, München, Berlin, Genf, Zürich, Wien, London und Paris. Zudem bedient Royal Jordanian Langstreckenverbindungen nach Nordamerika (u. a. New York, Chicago, Detroit und Toronto) sowie nach Asien und in den Nahen Osten.

Zusätzlich fliegen zahlreiche renommierte internationale Fluggesellschaften Amman an. Große Drehkreuz-Airlines wie Emirates, Qatar Airways, Etihad Airways und Turkish Airlines (TK) bieten bequeme Umsteigeverbindungen aus der ganzen Welt an – unter anderem über Istanbul. Auch europäische Liniengesellschaften wie Lufthansa, Air France und British Airways bedienen die Strecke ganzjährig oder saisonal.

Für preisbewusste Reisende und regionale Verbindungen bieten Billig- und Regionalflieger eine gute Ergänzung. Fluggesellschaften wie Wizz Air, Pegasus Airlines sowie saisonal auch easyJet oder Ryanair bedienen Strecken nach Jordanien. Regional wird Amman zudem von Jordan Aviation (R5) angeflogen, die Verbindungen zu Zielen im Nahen Osten und Nordafrika (u. a. Ägypten, VAE und Irak) anbietet. Da Low-Cost- und Charter-Flugpläne starken saisonalen Schwankungen unterliegen, lohnt sich eine frühzeitige Prüfung der Verfügbarkeit.

Für Reisende, die direkt an das Rote Meer oder in den Süden möchten, steht der King Hussein International Airport (AQJ) in Aqaba zur Verfügung. Dieser empfängt eine kleinere Anzahl internationaler Linien- und Charterflüge. Der Flughafen Aqaba ist ein idealer Einreiseort für Urlauber mit Schwerpunkt auf Aqaba, Wadi Rum oder Petra, während Amman nach wie vor der flexibelste und am besten angebundene Ankunftsflughafen bleibt.

Flugzeiten

Flugzeiten nach Amman (AMM):
Frankfurt/M. – Amman: ca. 4 Std. 10 Min.; Wien – Amman: ca. 3 Std. 35 Min.; Zürich – Amman: ca. 4 Std. 05 Min.; Genf – Amman: ca. 4 Std. 05 Min. (jeweils nonstop).

Flugzeiten nach Aqaba (AQJ):
Frankfurt/M. – Aqaba: ab ca. 7 Std. 20 Min.; Wien – Aqaba: ab ca. 6 Std. 10 Min.; Zürich – Aqaba: ab ca. 7 Std. 30 Min.; Berlin – Aqaba: ab ca. 6 Std. 45 Min. (jeweils mit Zwischenstopp, z. B. über Amman oder Istanbul).

Ausreisegebühr

Es sind keine Flughafengebühren zu bezahlen.

Bei allen Grenzübergängen auf dem Landweg wird eine Ausreisesteuer in Höhe von 10 JD fällig.

 

Anreise mit dem Pkw

Die Einreise nach Jordanien auf dem Landweg ist über mehrere Nachbarländer möglich. Da sich Bestimmungen, Öffnungszeiten und Sicherheitsbedingungen an den Grenzen kurzfristig ändern können, sollten sich Reisende vor Fahrtantritt unbedingt über den aktuellen Status informieren.

Einreise aus Israel & dem Westjordanland:
Zwischen Jordanien und Israel bzw. dem Westjordanland bestehen drei Hauptgrenzübergänge:

  • King-Hussein-Brücke (Allenby-Brücke): Hauptübergang zwischen Amman und Jerusalem/Jericho. Wichtig: Hier wird bei der Einreise nach Jordanien in der Regel kein „Visa on Arrival" ausgestellt (ein Visum muss vorab besorgt werden oder die Einreise erfolgt mit dem Jordan Pass unter Einhaltung der Bestimmungen).
  • Jordan River Crossing (Sheikh-Hussein-Brücke): Im Norden nahe Beit She'an.
  • Wadi-Araba-Grenzübergang (Yitzhak Rabin Crossing): Im Süden nahe Aqaba und Eilat.

Einreise aus Saudi-Arabien, Irak & Syrien:

  • Saudi-Arabien: Der Grenzübertritt ist über mehrere Wüstenübergänge möglich – am bekanntesten sind Al-Omari / Al-Haditha (auf der Hauptroute Amman–Riad) sowie Durra nahe Aqaba.
  • Irak: Der Grenzübergang Karameh / Trebil ist geöffnet, wird jedoch vorwiegend für den Schwerlast- und Transitverkehr genutzt.
  • Syrien: Die Grenze (u. a. Übergang Jababer/Nassib) unterliegt strengen Kontrollen, Sicherheitsauflagen und gelegentlichen Beschränkungen.

Grenzgebiete & Sicherheit: Die unmittelbaren Grenzregionen zu Syrien und dem Irak gelten weiterhin als militärische Sperrgebiete mit erhöhten Sicherheitsbestimmungen. Reisenden wird geraten, sich nicht unnotwendig in direkter Nähe dieser Grenzstreifen aufzuhalten.

Fernbusse: Das jordanische Busunternehmen Jett bietet internationale Linienverbindungen an – darunter Fahrten nach Kairo (Ägypten) sowie zu verschiedenen Städten in Saudi-Arabien (wie Dschidda, Riad oder Tabuk).

Maut: In Jordanien gibt es derzeit keine mautpflichtigen Straßen.

Fahrzeug & Führerschein:

  • Führerschein: Auch wenn Mietwagenanbieter vor Ort oft den nationalen (deutschen/europäischen) Führerschein akzeptieren, ist die Mitnahme eines Internationalen Führerscheins (in Kombination mit dem nationalen Führerschein) gesetzlich vorgeschrieben und dringend zu empfehlen.
  • Eigenes Fahrzeug: Bei der Einreise mit dem eigenen Kfz ist ein Carnet de Passages (Grenzübertrittsschein, z. B. vom ADAC) erforderlich. Zudem muss direkt an der Grenze eine temporäre jordanische Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, da europäische Policen (inklusive der Grünen Karte) in Jordanien nicht gelten.

Anreise mit dem Schiff

Jordanien besitzt rund um die Hafenstadt Aqaba (Akaba) einen kurzen, aber strategisch und touristisch äußerst wichtigen Küstenstreifen am Roten Meer. Aqaba ist der einzige Seehafen des Landes und bildet das maritime Tor Jordaniens für den internationalen Waren-, Passagier- und Kreuzfahrtverkehr.

Fährverbindungen (nach Ägypten):
Die wichtigste Passagierfähre verbindet Aqaba mit dem ägyptischen Ort Nuweiba auf der Sinai-Halbinsel (hauptsächlich betrieben von AB Maritime). Diese Verbindung wird sowohl von Einheimischen als auch von Reisenden genutzt und verkehrt in der Regel mehrmals wöchentlich.

  • Hinweis: Fahrpläne unterliegen witterungsbedingten und betrieblichen Schwankungen. Zudem sollten Reisende an den Häfen ausreichend Zeit für die teils zeitintensiven Pass- und Zollformalitäten einplanen.

 

Kreuzfahrten:
Aqaba ist ein bedeutender Anlaufhafen im internationalen Kreuzfahrtverkehr auf den Routen durch das Rote Meer und den Suezkanal. Das moderne Kreuzfahrtterminal dient als primärer Ausgangspunkt für Landausflüge zu den Hauptattraktionen im Süden des Landes – allen voran in die Felsenstadt Petra und die Wüstenlandschaft des Wadi Rum.

Fähranbieter

Zwischen Aqaba und Nuweiba in Ägypten betreibt die Reederei AB Maritime Fährverbindungen über den Golf von Aqaba. Neben einer regulären Passagier- und Autofähre (Fahrzeit ca. 3 Stunden) kommt je nach Auslastung und Fahrplan auch ein schnellerer Katamaran (Fahrzeit ca. 1,5 bis 2 Stunden) zum Einsatz. Die Überfahrten finden in der Regel täglich statt, unterliegen jedoch witterungsbedingten und operativen Fahrplanänderungen.

Wichtiger Buchungs- & Einreisehinweis: Fährtickets sollten vorab online oder an den Hafenschaltern reserviert werden. Planen Sie am Fährterminal ausreichend Pufferzeit ein, da die Pass- und Zollformalitäten sowie die Fahrzeugabwicklung bei der Ein- und Ausreise erfahrungsgemäß zeitintensiv sein können.

Vor Ort unterwegs

Warnung

Syrisch-jordanische & irakische Grenzregionen: Von Reisen in das unmittelbar syrisch-jordanische Grenzgebiet sowie in die Grenzregion zum Irak wird aufgrund der Sicherheitslage und wiederholter Zwischenfälle weiterhin dringend abgeraten. Diese Gebiete gelten als militärische Sperrgebiete mit erhöhten Sicherheitsbestimmungen.

Grenzgebiete zu Israel, dem Westjordanland & im Roten Meer: In der Nähe der israelischen Grenze, auf grenznahen Straßen sowie bei Aktivitäten im Roten Meer (z. B. beim Segeln, Bootfahren oder Schwimmen vor Aqaba ohne lokale Reiseleitung) sollte der Personalausweis bzw. Reisepass stets griffbereit mitgeführt werden. Bitte halten Sie sich strikt an die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte und achten Sie auf die Einhaltung der Seegrenzen.

Unterwegs mit dem Flugzeug

Inlandsflüge spielen in Jordanien aufgrund der überschaubaren Landgröße eine eher untergeordnete Rolle. Die einzige wesentliche Inlandsflugroute verbindet die Hauptstadt Amman mit der Hafenstadt Aqaba am Roten Meer.

Die Flüge zwischen dem Queen Alia International Airport (AMM) in Amman und dem King Hussein International Airport (AQJ) in Aqaba werden regelmäßig von der nationalen Fluggesellschaft Royal Jordanian bedient. Mit einer Flugzeit von nur etwa 45 Minuten bieten diese Verbindungen eine schnelle und bequeme Alternative zur sonst vier- bis fünfstündigen Autofahrt durch das Landesinnere.

Zusätzlich bieten Anbieter wie Arab Wings und Jordan Aviation bedarfsorientierte nationale Charter- und Privatflüge an.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Reisen auf der Straße ist die praktischste und beliebteste Möglichkeit, Jordanien zu erkunden. Das Land verfügt über ein gut ausgebautes Straßennetz mit einer Gesamtlänge von ca. 8.000 km, das die Hauptstadt Amman effizient mit Petra, Aqaba, dem Toten Meer und Jerash verbindet. Da die Distanzen vergleichsweise kurz sind, lassen sich die wichtigsten Highlights problemlos innerhalb einer Woche bereisen. Zudem erreicht man per Auto auch abgelegene Wüstenregionen und Naturreservate, die nicht vom öffentlichen Nahverkehr bedient werden.

Die wichtigsten Routen:

  • Desert Highway (Wüstenautobahn): Die meistbefahrene Route des Landes verbindet Aqaba im Süden über Ma'an und Amman direkt mit dem Norden.
  • King's Highway (Königsstraße): Die landschaftlich und historisch reizvolle, kurvenreiche Panorama-Alternative westlich der Wüstenautobahn verläuft von Madaba über das Wadi Mujib, Kerak und Petra, bevor sie südlich von Ma'an wieder auf den Desert Highway trifft.

Tankstellen & Kraftstoff: In den Städten und entlang der Hauptverkehrsachsen gibt es ausreichend Tankstellen. Die Kraftstoffpreise sind im Vergleich zu Europa moderat. Im ländlichen Süden ist die Tankstellendichte geringer, weshalb sich rechtzeitiges Auftanken empfiehlt. An kleineren oder älteren Tankstellen wird oft nur Barzahlung akzeptiert.

Sonderwirtschaftszone Aqaba (ASEZA) & Binnenkontrollen: Die Region Aqaba bildet eine eigene Sonderwirtschaftszone mit speziellen Zoll- und Steuerbestimmungen. Auf den Routen von Aqaba nach Norden (z. B. auf dem Desert Highway) gibt es interne Zollkontrollpunkte. Dies sind keine internationalen Grenzen, jedoch führen die Behörden dort stichprobenartige Kontrollen durch, um die Mitnahme von zollfrei eingekauften Waren (z. B. Alkohol oder Tabak) zu überprüfen.

Wichtige Fahrhinweise:

  • Ausschilderung: Auf den Hauptverkehrsstraßen sind Schilder zweisprachig (Arabisch und Englisch) beschriftet. Auf Nebenstraßen fehlt die englische Beschriftung mitunter.
  • Sicherheit: Beim Befahren von Neben- und Wüstenstraßen sollte das Fahrzeug technisch einwandfrei sein. Führen Sie stets ausreichend Trinkwasser mit. Von Nachtfahrten wird aufgrund unbeleuchteter Fahrzeuge, Bumps (Geschwindigkeits-Schwellen) oder Hindernissen auf der Fahrbahn generell abgeraten.
  • Maut: In Jordanien gibt es derzeit keine mautpflichtigen Straßen.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Die Fernstraßen sind in einem guten Zustand.

Autovermietung

Mietwagen sind in Jordanien weit verbreitet und stellen eine flexible Möglichkeit dar, das Land zu bereisen. Internationale sowie lokale Autovermietungen bieten ihre Dienste an den Flughäfen (Queen Alia Airport in Amman und King Hussein Airport in Aqaba), in Stadtzentren, großen Hotels sowie an einigen Landgrenzübergängen (wie der Allenby-Brücke oder Sheikh-Hussein-Brücke) an. Ergänzend lassen sich Mietwagen auch tageweise direkt mit Chauffeur/Fahrer buchen.

Fahrzeugtypen & Ausrüstung: Die Flotten reichen von kompakten Kleinwagen für den Stadt- und Streckenverkehr bis hin zu allradbetriebenen Geländewagen (4WD), die sich besonders für Ausflüge in entlegenere Wüstenregionen wie das Wadi Rum eignen. Bei der Buchung sollte auf die enthaltenen Versicherungsleistungen (Vollkasko ohne Selbstbeteiligung) sowie die Tankregelung (idealerweise Voll/Voll) geachtet werden.

Mietbedingungen & Altersgrenzen:

  • Mindestalter: Das Mindestalter für Fahrer beträgt in der Regel 21 Jahre (kann je nach Vermieter und Fahrzeugkategorie, z. B. bei Allradfahrzeugen, auch bei 23 oder 25 Jahren liegen). Der Führerschein muss seit mindestens einem Jahr gültig sein.
  • Jungfahrergebühr: Für Fahrer unter 25 Jahren erheben viele Verleiher vor Ort eine zusätzliche Jungfahrergebühr (Young Driver Fee).
  • Dokumente: Neben dem nationalen (europäischen) Führerschein wird die Mitnahme eines Internationalen Führerscheins dringend empfohlen. Für die Kaution vor Ort ist eine auf den Hauptfahrer ausgestellte Kreditkarte erforderlich.

Taxi

Gelbe Straßentaxis (Yellow Taxis): Sie sind weit verbreitet und können auf der Straße herangewunken oder vor Hotels genutzt werden. In Städten wie Amman sind sie gesetzlich verpflichtet, das Taxameter (Meter) einzuschalten. Dennoch versuchen Fahrer gelegentlich, Festpreise zu verhandeln. Reisende sollten darauf bestehen, dass das Taxameter gestartet wird („meter please"), oder den Fahrpreis vor Fahrtantritt verbindlich vereinbaren. Auch für längere Strecken sind Taxis vergleichsweise günstig.

Sammeltaxis (Weiße Taxis / Service Taxis): Diese weißen Fahrzeuge verkehren auf festen Routen innerhalb der Städte sowie zwischen einzelnen Orten. Sie werden hauptsächlich von Einheimischen genutzt und zeichnen sich durch sehr feste, günstige Tarife pro Sitzplatz aus. Alternativ können weiße Taxis für individuelle Strecken auch komplett privat gemietet werden.

Ride-Hailing-Apps (Fahrvermittlung): Apps wie Careem (der regionale Marktführer) und Uber sind vor allem in Amman sowie in Aqaba verfügbar. Sie bieten eine transparente, bargeldlose und oft bequemere Alternative zum regulären Taxi, da der Preis vorab feststeht und die Route per GPS getrackt wird. In kleineren Orten (z. B. Petra/Wadi Musa oder Wadi Rum) stehen diese App-Dienste nicht zur Verfügung – hier greift man auf klassische Taxis oder Vorausbuchungen zurück.

Fahrrad

Das Radfahren in Jordanien dient primär der Freizeitgestaltung sowie geführten Touring-Routen. In den Städten – allen voran in Amman – stellen der dichte Verkehr, die extrem hügelige Topografie und im Sommer sehr hohe Temperaturen erhebliche Herausforderungen dar. Ein klassisches App-basiertes Scooter- oder Fahrrad-Sharing-System gibt es im Stadtgebiet von Amman nicht; Leihfahrräder und Motorroller sind lediglich vereinzelt über spezielle Radgeschäfte, Tour-Anbieter oder geführte Ausflüge erhältlich.

Erfahrene Radfahrer und Aktivurlauber finden jedoch außerhalb der Ballungsräume reizvolle Strecken – etwa auf ruhigeren Nebenstraßen im Jordan-Tal, in Teilen des Ausflugsbereichs des Jordan Trail oder im Umland von Wadi Musa nahe Petra. Sorgfältige Planung, ausreichend Wasservorrat, gute Sichtbarkeitskleidung sowie ein Helm sind dabei unerlässlich. Das Radfahren im städtischen Berufsverkehr sollte möglichst vermieden werden.

Reisebus

Das Busnetz in Jordanien ist preiswert, gut ausgebaut und stellt eine beliebte Möglichkeit dar, das Land zu bereisen. Zwischen den größeren Städten verfehlen Fernbusse und Minibusse selten ihr Ziel.

Fernbusse (Intercity-Reisebusse):
Für längere Strecken – beispielsweise von Amman nach Aqaba, Irbid, Petra oder zum Toten Meer – nutzen Reisende bevorzugt die moderneren, klimatisierten Reisebusse.

  • JETT: Das bekannteste Busunternehmen JETT bietet verlassliche, komfortable Verbindungen mit festem Fahrplan an. Tickets können vorab online reserviert werden.
  • Weitere Anbieter: Unternehmen wie Alpha Express und lokale Reisebus-Veranstalter bedienen ebenfalls Strecken im gesamten Land.

Minibusse (Sammeltaxis/Kleinbusse):
Minibusse sind auf fast allen Neben- und Hauptstrecken im Einsatz. Sie sind extrem günstig und verkehren häufiger als die großen Reisebusse, haben jedoch meist keine festen Abfahrtszeiten: Sie fahren an den Busbahnhöfen erst ab, wenn alle Sitzplätze belegt sind. Sie werden primär von Einheimischen genutzt und sind eine ideale Option für zeitlich flexible Reisende, die sich spontan fortbewegen möchten.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:

  • Alkohol am Steuer: Es gilt eine strikte Promillegrenze von 0,0 ‰ (Null-Toleranz). Zuwiderhandlungen werden streng geahndet.
  • Kindersicherheit: Kinder unter 13 Jahren müssen auf dem Rücksitz mitfahren. Für Kleinkinder wird die Nutzung eines passenden Kindersitzes dringend empfohlen.
  • Mitführpflichten: Ein Warndreieck sowie ein funktionstüchtiger Feuerlöscher müssen im Fahrzeug mitgeführt werden (bei Mietwagen vor Abfahrt kontrollieren).
  • Zwei- und Dreiräder: Es besteht Helmpflicht für Fahrer und Mitfahrer von Motorrädern, Mopeds und Rollern.
  • Gurtpflicht & Handy: Das Anlegen des Sicherheitsgurtes ist Pflicht. Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung ist untersagt.

Geschwindigkeitsbegrenzungen (sofern nicht anders ausgeschildert):

  • Innerorts: 50 km/h
  • Außerorts / Landstraßen: 80 km/h
  • Autobahnen (z. B. Desert Highway): 110–120 km/h (auf vielen Streckenabschnitten gilt ein Tempolimit von 100 km/h)

Wichtiger Fahrhinweis: Geschwindigkeitskontrollen (sowohl per stationären Blitzern als auch durch Polizeikontrollen mit Laserpistolen) sind auf den Hauptverkehrsachsen sehr häufig. Zudem gibt es auf jordanischen Straßen oft unbeleuchtete oder schlecht markierte Geschwindigkeits-Schwellen (Bumps), weshalb vorausschauendes Fahren unerlässlich ist.

Pannenhilfsdienst

In Jordanien gibt es keinen flächendeckenden nationalen Automobilclub, der einen eigenständigen Pannendienst im Stil europäischer Automobilclubs anbietet. Bei Pannen mit einem Mietwagen erfolgt der Support in der Regel direkt über die jeweilige Autovermietung, die meist eine entsprechende Notfall-Hotline zur Verfügung stellt.

ADAC-Partnerclub vor Ort:
Der offizielle Partnerclub des ADAC in Jordanien ist der Royal Automobile Club of Jordan (RACJ) in Amman (Tel. +962 (6) 585 06 26).

ADAC-Auslands-Notruf (für Mitglieder):
Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern sowie Inhabern eines ADAC-Auslandskranken- und -Unfallschutzes umfangreiche Hilfestellungen bei Pannen, Verkehrsunfällen, Verlust von Dokumenten oder Geld sowie bei medizinischen Notfällen. Die Notrufnummern sind rund um die Uhr aus dem Ausland erreichbar:

  • Fahrzeugschäden & Pannen: Tel. +49 (89) 22 22 22
  • Erkrankungen & medizinische Notfälle: Tel. +49 (89) 76 76 76

 

Dokumentation

Führerschein & Dokumente:
Ausländische Fahrer benötigen einen gültigen nationalen Führerschein ihres Heimatlandes (in der Regel seit mindestens einem Jahr gültig). Zusätzlich wird die Mitnahme eines Internationalen Führerscheins dringend empfohlen und von manchen Autovermietern sowie bei Polizeikontrollen verlangt.

Wichtige Mitführpflichten im Fahrzeug:
Aufgrund häufiger Polizeikontrollen auf den Hauptverkehrsachsen sollten Fahrer folgende Dokumente stets im Original griffbereit im Fahrzeug mitführen:

  • Gültiger Reisepass inkl. Visum bzw. Einreisestempel;
  • Nationaler sowie Internationaler Führerschein;
  • Mietvertrag und Fahrzeugpapiere;
  • Versicherungsnachweis des Mietwagens.

 

Hinweis zu lokalen Fahrzeugen: Die Bestimmung, dass Fahrzeuge mit jordanischem Kennzeichen nur von Inhabern einer jordanischen Fahrerlaubnis gesteuert werden dürfen, gilt für Einwohner bzw. Langzeit-Ansässige mit Wohnsitz in Jordanien. Touristen mit einem regulären Mietfahrzeug (welche grüne Kennzeichen tragen) sind davon nicht betroffen und dürfen dieses problemlos mit ihrem nationalen und internationalen Führerschein fahren.

Unterwegs in der Stadt

Innerhalb jordanischer Städte erfolgt die Fortbewegung meist per Taxi, Minibus oder Mietwagen. Insbesondere in der Hauptstadt Amman ist der öffentliche Nahverkehr funktional und primär auf die einheimische Bevölkerung ausgelegt. Für Touristen bleiben Taxis und Ride-Hailing-Apps in der Regel die einfachste und bequemste Option.

Busse & Sammeltaxis (Servees) in Amman:
In Amman verkehren sowohl städtische Linienbusse (u. a. der modernere Amman Bus) als auch die traditionellen Servees-Sammeltaxis (weiße Fahrzeuge):

  • Servees-Taxis: Diese staatlich zugelassenen Sammeltaxis fahren festgelegte Strecken zu günstigen Standardtarifen. Sie besitzen keine festen Zwischenhaltestellen, sondern werden per Handzeichen herangewunken oder an den Endstationen im Stadtzentrum sowie in den Außenbezirken bestiegen.
  • Städtische Linienbusse: Buslinien decken viele Stadtteile ab. Fahrpläne, Routennetz und Haltestellen sind für Besucher jedoch oft schwer zu durchschauen, weshalb die Nutzung etwas Orientierung erfordert.

Zu Fuß unterwegs:
Das Zu-Fuß-Gehen ist nur in einzelnen, kompakteren Stadtvierteln (wie Downtown/Balad oder Teilen von Weibdeh und Rainbow Street) zu empfehlen. Die extrem hügelige Topografie, der dichte Straßenverkehr, hohe Sommertemperaturen sowie streckenweise fehlende oder unwegsame Gehwege machen längere Fußmärsche in Amman oft beschwerlich.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

In Jordanien gibt es derzeit keinen regulären Passagierreiseverkehr auf der Schiene. Das Land verfügt über kein modernes Zugnetz für den Personenverkehr.

Die historische Hedschasbahn (Hejaz Railway), die an die berühmte Bahnverbindung aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts anknüpft, betreibt ebenfalls keinen regulären Linienverkehr mehr. Gelegentlich werden lediglich Sonderfahrten für Eisenbahnliebhaber oder touristische Charterfahrten (z. B. auf Teilstrecken nahe Amman) angeboten.

Für Reisen innerhalb des Landes sollten Besucher daher vollständig auf Fernbusse, Taxis, Mietwagen oder Inlandsflüge ausweichen.

Reisewarnung

Überblick

Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes
Link: https://www.auswaertiges-amt.de/

Stand - Thu, 27 Aug 2026 17:00:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Thu, 27 Aug 2026 17:03:45 +0200)

Letzte Änderungen: 

Aktuelles

Sicherheit - Sicherheitshinweis

Redaktionelle Änderungen

 

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Aktuelles

Von Reisen in das unmittelbare syrisch-jordanische Grenzgebiet sowie in den Nordosten des Landes und in die Grenzregion zu Irak wird dringend abgeraten.

Von nicht notwendigen Reisen in andere Landesteile Jordaniens wird abgeraten.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer

Sicherheitslage Jordanien

Die Sicherheitslage in der Region bleibt volatil; es kann, trotz der im Juni 2026 zwischen den USA und Iran unterzeichneten Absichtserklärung zur Beendigung der militärischen Auseinandersetzung, weiterhin zu militärischen Schlägen gegen Ziele in der Region, u. a. gegen Militärstützpunkte in Jordanien, kommen. Das Risiko einer erneuten Ausweitung der Kampfhandlungen – auch in der Nähe von Touristenzielen – sowie Sperrungen des Flugverkehrs bleibt bestehen. Zudem besteht eine erhöhte abstrakte Gefährdung für terroristische Anschläge unvermindert fort.

An Grenzübergänge zwischen Israel und Jordanien kann es zu kurzfristigen Änderungen der Öffnungszeiten sowie auch der zeitweisen Schließung kommen, insbesondere auch am Grenzübergang King-Hussein-Brücke (Allenby-Brücke) bei Ausreise aus dem Westjordanland, siehe Einreise und Zoll – Einreise aus Israel. 

In grenznahen Regionen (insbesondere auch auf dem Dead Sea Highway) kann es zu Sperrungen und/oder zusätzlichen Kontrollen kommen.

  • Beachten Sie den Sicherheitshinweis und prüfen Sie generell die Notwendigkeit von Reisen in die Region.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Weisen Sie auch andere Deutsche auf diese Möglichkeit hin.
  • Befolgen Sie besonders im Fall einer erneuen Verschärfung der Sicherheitslage die Anweisungen der Behörden und Sicherheitskräfte, vor allem mit Blick auf öffentliche Orte, Einrichtungen und Veranstaltungen.
  • Beachten Sie immer die Alarmsirenen des Zivilschutzalarms: Suchen Sie Schutz in Gebäuden; meiden Sie Fenster und verbleiben Sie bis zum Ertönen der Entwarnungssirene im Gebäude.
  • Meiden Sie US-Einrichtungen sowie Einrichtungen, die mit den USA assoziiert oder nach außen sichtbar von US-Sicherheitskräften genutzt werden (z.B. Hotels, Firmen, Banken, Universitäten), sowie sämtliche militärische Liegenschaften möglichst weiträumig.
  • Laden Sie Mobiltelefone sowie andere Kommunikationsmittel und verfügbare externe Batterien immer voll auf.
  • Informieren Sie sich regelmäßig zur aktuellen Lage über die Medien.
  • Seien Sie vor allem wegen möglicher Demonstrationen in der Nähe der (geschlossenen) israelischen Botschaft in Amman äußerst aufmerksam.
  • Meiden Sie alle Demonstrationen weiträumig. 

Sicherheit 

Von Reisen in das unmittelbare syrisch-jordanische Grenzgebiet sowie in den Nordosten des Landes und in die Grenzregion zu Irak wird dringend abgeraten.

Von nicht notwendigen Reisen in andere Landesteile Jordaniens wird abgeraten.

Angriffe der Huthi-Miliz im Roten Meer

Terrorismus

In den vergangenen Jahren ist es in Jordanien nicht zu Terroranschlägen gegen Reisende gekommen. Trotzdem kann insbesondere aufgrund der regionalen Krisen landesweit die Gefahr von Anschlägen nicht ausgeschlossen werden, auch nicht an Orten, die von Ausländern besucht werden. Die jordanischen Behörden haben daher seit vielen Jahren ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

  • Seien Sie insbesondere an belebten Orten und bei ungewöhnlichen, unvorhergesehenen Ereignissen besonders aufmerksam.
  • Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.

Innenpolitische Lage

Siehe Aktuelles

Sowohl das syrisch-jordanische als auch das irakisch-jordanische Grenzgebiet sind militärisches Sperrgebiet, in dem besondere Bestimmungen gelten. 

Im gesamten Grenzgebiet zwischen Jordanien und Syrien sowie zwischen Jordanien und Irak kommt es häufig zu Schmuggelaktivitäten von Drogen und Waffen. Daher kommt es in diesen Gebieten häufiger zu Gegenmaßnahmen der Sicherheitsbehörden, auch unter Einsatz von Schusswaffen. Von Reisen in diese Gebiete wird daher dringend abgeraten.

In Jordanien kam es sowohl in der Hauptstadt Amman als auch in anderen Städten und Ortschaften des Landes vor allem an den Wochenenden nach dem Freitagsgebet des Öfteren zu Demonstrationen und Protestaktionen, in denen verschiedene Bevölkerungsgruppen ihre wirtschaftlichen, sozialen und politischen Forderungen artikulieren. In der Folge kam es zu Verkehrsbeeinträchtigungen und auch zu vereinzelten gewaltsamen Auseinandersetzungen kommen. Das Demonstrationsgeschehen kann vor dem Hintergrund der regionalen Krise jederzeit wieder aufflammen.

Es kann zudem immer wieder zu Streiks, Demonstrationen und auch gewaltsamen Auseinandersetzungen, Straßenblockaden und zu Steinwürfen auf Fahrzeuge kommen.

  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Bei Straßenblockaden kehren Sie ggf. um oder nutzen Sie alternative Routen.
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien und folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Vermeiden Sie Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit - vor allem aus Gründen der Verkehrssicherheit (Schlaglöcher, Fahrbahnschwellen, schlecht beleuchtete Fahrzeuge).
  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien und folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
  • Beachten Sie die fortgeltende Reisewarnung Syrien und die Reisewarnung Irak.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate in Jordanien ist niedrig. Straftaten wie Taschendiebstähle, vereinzelte Sexualdelikte, z. B. verbale und körperliche Belästigungen durch Einzelpersonen oder Gruppen von jungen Männern, aber auch Fahrzeugdiebstähle oder Einbrüche in Fahrzeuge kommen, insbesondere an von Touristen stark frequentierten Orten (vor allem im Bereich Totes Meer/Wadi Mujib) sowie in den ländlichen Regionen, vor.

  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Lassen Sie keine Wertsachen oder Dokumente in unbeaufsichtigt abgestellten Fahrzeugen zurück. Nutzen Sie bestenfalls beaufsichtigte Parkplätze.
  • Seien Sie als allein reisende Frau besonders vorsichtig und lassen Sie sich nach Möglichkeit durch vertrauenswürdige Personen begleiten.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfsersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

In den östlichen und südlichen Landesteilen herrscht Wüstenklima, im Bergland am Rand des Jordangrabens ist es mediterran, an der Rotmeerküste subtropisch.

In den Herbst- und Wintermonaten kann es insbesondere bei Niederschlägen nach Dürreperioden zu plötzlich auftretenden Überschwemmungen und Sturzfluten kommen. Betroffen sind vor allem normalerweise trockene Niederungen und Täler („Wadi"), die sich bei Regen im Einzugsbereich des Wadis außerordentlich rasch füllen und in reißende Flüsse verwandeln können. Es kommt hierbei immer wieder zu auch schweren Unfällen. 2025 mussten zahlreiche Reisende aus der Schlucht von Petra evakuiert werden.

Der gesamte Westen Jordaniens liegt in einer seismisch aktiven Zone, sodass es zu Erdbeben kommen kann.

  • Beachten Sie die Reise- und Sicherheitshinweise zu Israel und den Palästinensischen Gebieten.
  • Informieren Sie sich vor Wanderungen in Bergen und Flusstälern (Wadi) bei Tourenführern, Reiseveranstaltern oder lokalen Behörden über die Gefahrensituation.
  • Informieren Sie sich über die aktuelle Lage in den Medien und leisten Sie den Sicherheitshinweisen der jordanischen Sicherheitskräfte und Behörden Folge.
  • Registrieren Sie sich in der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts bzw. prüfen Sie, ob Ihre dort hinterlegten Daten aktuell sind. Weisen Sie auch andere Deutsche auf diese Möglichkeit hin.
  • Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben des Deutschen GeoForschungsZentrums vertraut.

Reiseinfos

Siehe Aktuelles

Infrastruktur/Verkehr

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen (bis lebenslänglich) geahndet. Bei der Mitführung entsprechender Medikamente zu medizinischen Zwecken muss die ärztliche Notwendigkeit in englischer Sprache dokumentiert sein.

Die Haftbedingungen sind härter als in Deutschland. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe, die auch weiterhin vollstreckt wird.

Es besteht strenges Fotografierverbot militärischer Anlagen und Einrichtungen. Majestätsbeleidigung ist ebenfalls unter Strafe gestellt.

Bei der Verwicklung in Gerichtsverfahren in Jordanien muss damit gerechnet werden, dass die jordanischen Behörden die Reisedokumente bis zum Abschluss des Verfahrens einbehalten oder dass eine Ausreisesperre für die Dauer des Verfahrens verhängt wird.

  • Lassen Sie auf Reisen mit Ihrem eigenen Fahrzeug oder einem Mietwagen besondere Vorsicht walten.
  • Unternehmen Sie Fahrten in die Wüste nur in Gruppen von mehreren Geländefahrzeugen und achten Sie dabei auf einen ausreichenden Vorrat an Wasser, Nahrungsmitteln, Treibstoff und Ersatzteilen.
  • Von Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten.
  • Verlassen Sie Hauptstraßen im Jordantal im Zweifel nicht bzw. beachten Sie Warnschilder für Landminen.

Führerschein

In vielen Fällen wird der deutsche Führerschein (im EU-Format) als ausreichend anerkannt. Es ist jedoch empfehlenswert, einen internationalen Führerschein mitzuführen, der nur in Verbindung mit dem nationalen deutschen Führerschein gültig ist.

LGBTIQ

Obwohl die jordanischen Gesetze gleichgeschlechtliche, sexuelle Handlungen nicht verbieten, wird Homosexualität sozial nicht toleriert. Jordanien erkennt keine gleichgeschlechtlichen Ehen an.

Rechtliche Besonderheiten

Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz werden schon bei geringsten Mengen und bei jeder Art von Drogen mit langjährigen Haftstrafen (bis lebenslänglich) geahndet. Die Haftbedingungen sind härter als in Deutschland. Das jordanische Strafrecht beinhaltet die Todesstrafe, die auch weiterhin vollstreckt wird.

Es besteht strenges Fotografierverbot von militärischen Anlagen und Einrichtungen. Majestätsbeleidigung ist ebenfalls unter Strafe gestellt.

Bei der Verwicklung in Gerichtsverfahren in Jordanien muss damit gerechnet werden, dass die jordanischen Behörden die Reisedokumente bis zum Abschluss des Verfahrens einbehalten oder dass eine Ausreisesperre für die Dauer des Verfahrens verhängt wird.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Jordanische Dinar (JOD). Bargeldabhebung an gekennzeichneten Geldautomaten mit Kredit- und Debitkarten (Girocard) und die Bezahlung mit Kreditkarten sind in den von Touristen besuchten Orten in der Regel möglich. Der Umtausch von Bargeld in EUR oder USD ist bei vielen Wechselstuben und Banken möglich.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen:

Reisedokumente müssen zum Zeitpunkt der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Die Mindestrestgültigkeitsdauer wird streng kontrolliert.

Mit HIV infizierte Personen dürfen nicht nach Jordanien einreisen und sich nicht in Jordanien aufhalten, siehe auch Gesundheit – HIV.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum. 

Visum vor der Einreise

Ein Visum kann vor der Reise online beim jordanischen Innenministerium beantragt werden. Auch die Antragstellung über die App des Innenministeriums ist möglich. Die Visumsbeantragung vor der Einreise ist für deutsche Staatsangehörige allerdings nicht verpflichtend.

Bei Einreise muss das elektronisch ausgestellte Visum mitgeführt werden.

Visum bei Einreise („on arrival")

Das Visum kann bei Einreise an den Flughäfen Queen Alia International und Aqaba auch „on arrival" beantragt werden. Die Visumgebühr in Höhe von derzeit 40 JOD muss an den Flughäfen sofort in JOD bezahlt werden (Wechselstuben/Geldautomat vorhanden). Eine Kreditkartenzahlung ist in der Regel möglich. Die Visumsbeantragung kann mit Wartezeiten verbunden sein, die ausnahmsweise auch erheblich sein können.

Einreise aus Israel

Siehe Aktuelles

Das Visum kann bei Einreise über die Grenzübergänge Aqaba/Yitzhak Rabin (Nähe Eilat) und Sheikh-Hussein-Brücke (nördliche Grenze) beantragt werden. 

Bei Einreise über die King-Hussein-Brücke aus dem Westjordanland (Palästinensische Gebiete) kommend benötigen Reisende vor der Einreise ein Visum, welches online beantragt werden muss. Das Visum kann bei der Einreise nicht beantragt werden. 

Reiseveranstalter bieten Ausflüge unter Vermittlung der Grenzabfertigung (gegen Gebühren) an, sodass keine vorherige Visumserteilung, aber die vorherige Übermittlung von Passkopien erforderlich ist.

Bei einer Reise von Israel nach Jordanien auf dem Landweg wird im Zweifelsfall empfohlen, vor Reiseantritt Kontakt mit der jordanischen Botschaft in Berlin oder in Tel Aviv aufzunehmen.

Aufenthalte über 14 Tage und Visumsverlängerung

Ausländer, die einen Aufenthalt von mehr als 14 Tagen in Jordanien beabsichtigen, müssen seit Oktober 2025 spätestens 14 Tage nach ihrer Einreise eine Aufenthaltsanzeige bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle machen. Erfolgt die Anzeige nicht fristgerecht, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 200 JOD gerechnet werden, die bei Ausreise zu zahlen ist. Informationen zu den vorzulegenden Unterlagen sowie zu Ausnahmen bietet die jeweilige Polizeidienststelle.

Die Regelungen zur Verlängerung eines Visums bleiben davon unberührt. Für die Verlängerung eines Visums ist die Vorsprache bei der für den Aufenthaltsort zuständigen Polizeidienststelle erforderlich. Die Kosten für die Visumverlängerung betragen 40 JOD. 

Einreisekontrolle

Deutsche, die in der Region (aber nicht in Jordanien) geboren wurden, insbesondere bei irakischer, syrischer oder palästinensischer Abstammung, müssen damit rechnen, bei der Einreise zurückgewiesen oder durch die jordanischen Sicherheitsbehörden befragt zu werden. In Einzelfällen können Reisende auch zu einem Gespräch am folgenden Tag geladen werden. Dieser Aufforderung sollte unbedingt Folge geleistet werden, da ansonsten die Ausreise verweigert wird. Betroffenen wird daher geraten, Visa nicht erst am Flughafen, sondern schon vorab elektronisch zu beantragen (siehe Einreise und Zoll - Visum)

Israelische Stempel oder Stempel der jordanischen Grenzübergangsstellen zu Israel im Pass können zur Zurückweisung bei der Weiterreise in arabische Nachbarstaaten (außer Ägypten) führen.

Personen, die an übertragbaren Krankheiten, wie Tuberkulose, Hepatitis B und C, sowie HIV, leiden, dürfen nach Jordanien weder einreisen noch langfristigen Aufenthalt nehmen. Medizinisches Fachpersonal muss HIV-Infektionen melden.

Minderjährige

Minderjährige (sowohl nach jordanischem als auch nach deutschem Recht bis zum Erreichen des 18. Lebensjahres), die nicht in Begleitung eines Sorgeberechtigten reisen, müssen eine durch den/die Sorgeberechtigten unterschriebene schriftliche Bestätigung in englischer und deutscher Sprache mit sich führen, aus der die Erlaubnis des/der Sorgeberechtigten zur Durchführung dieser Reise hervorgeht. Diese Bestätigung muss die vollständigen Ein- und Ausreisedaten, Name/-n der Sorgeberechtigten, Namen des Kindes und der Begleitpersonen beinhalten. Ferner muss der Bestätigung eine Kopie des Reisepasses der sorgeberechtigten Person/-en beiliegen.

Für Minderjährige, die mit dem jordanischen Vater in Jordanien eingereist sind oder deren jordanischer Vater sich in Jordanien aufhält, gilt: Falls sie bei der Ausreise nicht vom Vater begleitet werden, muss dieser schriftlich zustimmen, dass die Minderjährigen Jordanien verlassen dürfen. Die Erklärung muss von den örtlich zuständigen Behörden beglaubigt werden. 

Es sind zunehmend Fälle bekannt, in denen sich der jordanische Vater anlässlich eines gemeinsamen Urlaubsaufenthalts der Familie in Jordanien unerwartet dazu entschied, auf Dauer in Jordanien zu bleiben. In diesem Fall ist eine Rückreise des Kindes ohne Einverständnis des Vaters nicht mehr möglich. Wenn das Kind einen jordanischen Familiennamen in einem deutschen Ausweisdokument führt, vermuten die jordanischen Behörden, dass das Kind auch die jordanische Staatsangehörigkeit besitzt. Bereits aus diesem Grund kann die Ausreise von dem schriftlichen Einverständnis des Vaters abhängig gemacht werden.

Einfuhrbestimmungen

Bargeld darf bis zu einem Gegenwert von 15.000 JOD (ca. 19.460 EUR) ins Land gebracht werden. Darüber hinaus gehende Beträge müssen dem jordanischen Zoll angezeigt werden. Reisebedarf inklusive Laptop und Kamera darf zollfrei eingeführt werden, muss aber wieder ausgeführt werden. Bis zu 1 l Alkohol, außerdem 200 Zigaretten und 200 g Tabak dürfen zollfrei mitgeführt werden. Die Einfuhr von Waffen, Drohnen, Funkgeräten, Rauschgift und pornografischen Schriften ist verboten. Ebenfalls verboten ist die Ausfuhr von Antiquitäten und Korallen.

Einreise mit einem Fahrzeug

Bei Einfuhr eines Pkw, müssen an der Grenze ein internationaler Führerschein, eine internationale Zulassung und ein „Triptyk" oder „Carnet de Passages" (Grenzübertrittsschein) vorgelegt werden. Diese Dokumente sind gegen Gebühr bei den deutschen Automobilclubs erhältlich. Die europäische Haftpflichtversicherung gilt in Jordanien nicht. An der Grenze muss daher eine temporäre Haftpflichtversicherung (etwa 22 JOD) abgeschlossen werden . Drei Monate nach Einfuhr muss das Fahrzeug verzollt werden, wobei der Zoll über 100% des von der Behörde geschätzten Wertes beträgt. Das Alter des Fahrzeugs unterliegt keinen Beschränkrungen und ist für den Zolltarif ohne Belang. Die dauerhafte Einfuhr von Diesel-Pkw ist für Privatpersonen ausgeschlossen. Die vorübergehende Einfuhr (bis zu drei Monate) von Dieselfahrzeugen ist schwierig und nur mit Genehmigung möglich. Diese wird gebührenpflichtig direkt an der Grenze ausgestellt.

Gesundheit

Impfschutz

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Aufenthalt von mehr als 12 Stunden im Transit eines Gelbfiebergebietes müssen alle Personen ab einem Alter von 1 Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Bei Einreise aus einem Poliogebiet muss der Nachweis einer Impfung gegen Poliomyelitis (Kinderlähmung) innerhalb der letzten 12 Monate bis vier Wochen vor Abreise aus dem Poliogebiet erbracht werden.

  • Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
  • Als Reiseimpfungen werden Impfungen gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus empfohlen.

HIV/AIDS

Die Inzidenz von HIV-Infektionen in Jordanien ist sehr gering.

Mit HIV infizierte Personen dürfen nicht nach Jordanien einreisen und sich nicht in Jordanien aufhalten, siehe auch Einreise und Zoll – Reisedokumente.

Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht jedoch ein grundsätzliches HIV-Übertragungsrisiko.

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.

Durchfallerkrankungen

Bei Durchfallerkrankungen handelt es sich um häufige Reiseerkrankungen, siehe Durchfallerkrankungen. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Cholera jedoch vermeiden. Zum Schutz Ihrer Gesundheit beachten Sie daher folgende grundlegende Hinweise:

  • Trinken Sie ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser. Durch den Kauf von Flaschenwasser mit Kohlensäure kann eine bereits zuvor geöffnete Flasche leichter identifiziert werden.
  • Benutzen Sie unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen möglichst Trinkwasser.
  • Falls kein Flaschenwasser zur Verfügung steht, verwenden Sie gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser.
  • Kochen oder schälen Sie Nahrungsmitteln selbst.
  • Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern.
  • Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, stets jedoch vor der Essenszubereitung und vor dem Essen.
  • Wenn möglich, desinfizieren Sie Ihre Hände mit Flüssigdesinfektionsmittel.

MERS (Middle East Respiratory Syndrome)

Diese Infektionskrankheit löst seit 2012 vorrangig in Ländern der Arabischen Halbinsel vereinzelt schwere Atemwegserkrankungen aus. Ursache ist ein Coronavirus (MERS-CoV), dessen Biologie nicht abschließend geklärt ist. Kamele scheinen an der Übertragung auf den Menschen beteiligt zu sein. Zu Übertragungen von Mensch zu Mensch kam es nur bei sehr engem Kontakt zu Kranken, siehe MERS.

  • Vermeiden Sie zur Krankheitsprävention unnötigen Kontakt mit Kamelen.

Weitere Infektionskrankheiten

Insbesondere einige durch Mücken übertragene Infektionskrankheiten kommen vor, sind insgesamt aber selten (z.B. Leishmaniose, Phlebotomus Fieber). Durch nicht pasteurisierte Milchprodukte kann Brucellose übertragen werden.

Luftverschmutzung

Medizinische Versorgung

Das Versorgungsniveau ist in Amman sehr gut. Hier sind besonders die beiden großen Privatkrankenhäuser der Maximalversorgung, das Al-Khalidi Medical Center und das Arab Medical Center, zu nennen. Außerhalb der Hauptstadt ist mit starken Einschränkungen zu rechnen, v.a. auch hinsichtlich des Rettungsdienstes bei Unfällen.

  • Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
  • Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
  • Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die DTG.

Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Die medizinische Versorgung in Amman ist gut, außerhalb Ammans entspricht sie je nach Gebiet nicht bzw. nur mit Einschränkungen westeuropäischem Standard.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und Reiserückholversicherung wird für Aufenthalte in Jordanien dringend empfohlen.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und aus einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen. Ausgenommen sind Reisende, die sich nicht länger als 12 Stunden im Transitraum in den Infektionsgebieten aufgehalten haben.

[2] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

[3] Eine Impfbescheinigung gegen Polio wird von allen Reisenden verlangt, die sich innerhalb der letzten 12 bis 4 Wochen in einem Polio-Endemiegebiet aufgehalten haben. Thypus kommt vor. Eine Impfung wird bei Langzeitaufenthalt und besonderer Exposition empfohlen.

[4] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Essen und Trinken

Das Leitungswasser ist stark gechlort. Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 
 
Es kommt vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist  unklar. Enger Kontakt zu Kamelen und zu Fledermäusen sollte vermieden werden, da sie als Krankheitsüberträger vermutet werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. 

Auch in Jordanien besteht geringe Gefahr einer HIV-Infektion. Die bekannten Risiken sollten vermieden werden.

Durch Sandmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Gesundheitszeugnis

HIV-Infizierte dürfen nicht nach Jordanien einreisen und sich nicht in Jordanien aufhalten. Reisende, die im Besitz von Medikamenten gegen HIV sind, werden als HIV-Infizierte angesehen werden und müssen infolgedessen mit ihrer Ausweisung aus Jordanien rechnen. 

Impfungen

Geld

Währung

1 Jordanischer Dinar = 100 Piaster = 1000 Fils. Währungskürzel: JD, JOD (ISO-Code). 

Banknoten gibt es im Wert von 50, 20, 10, 5 und 1 JD. 

Münzen sind im Wert von ½ Dinar und ¼ Dinar, sowie 10 Piaster, 5, 2 1/2  und 1 Piaster im Umlauf. Der JD ist an den US-Dollar gekoppelt.

Wegen des hohen Wertverlustes des Rial sind statt Banknoten, die sogenannten Iran-Cheques, im Umlauf und werden als gängiges Zahlungsmittel verwendet. Sie werden ausschließlich von der Iranischen Zentralbank ausgegeben.

Kreditkarten

Geläufige Kreditkarten wie American Express, Visa, Mastercard und Diners Club werden in touristischen Orten in Hotels, Restaurants und in größeren Geschäften akzeptiert. Auf den Souks und in kleineren Geschäften wird in der Regel Bargeld verlangt. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

 

Geldautomaten

Bankkarten
Mit der Kreditkarte und Pinnummer kann an Geldautomaten Geld abgehoben werden. Die Girocard (ehemals ec-Karte) mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol wird weltweit akzeptiert. Sie kann vielerorts in touristischen Gebieten an Geldautomaten mit dem Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.
 
Die neue Debitcard und ihre Nutzung im Ausland
Aus der Girocard wurde eine Debitcard: Seit 2023 stellen Banken keine neuen Girokarten mehr mit dem Maestro-Symbol aus. Noch gültige Karten mit dem Maestro-Symbol können jedoch im In- und Ausland weiterhin bis zum Ablauf ihrer Gültigkeit genutzt werden. Spätestens Ende 2027 wird es das Maestro-Symbol nicht mehr geben.
 
Maestro-Nachfolger sind „Debit Mastercard“, „Visa Debit“ oder „V-Pay“. Visa Debit und Debit Mastercard sind weltweit in mehr als 200 Ländern, in denen Visa und Mastercard akzeptiert werden, nutzbar. Für die Buchung von Reisen oder Mietwagen werden oft nur Kreditkarten akzeptiert. Zur Sicherheit gehört neben einer Debitkarte auch immer eine Kreditkarte ins Reisegepäck.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Jordanien nicht mehr akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Sa-Do 08.30-15.00 Uhr. Ramadan: 08.30-10.00 Uhr, teilweise auch nachmittags geöffnet.

Devisenbestimmungen

Einfuhr der Landeswährung und von Devisen in bar bis zum Gegenwert von 10.000 JD gestattet, darüber hinaus besteht Deklarationspflicht.

Ausfuhr von Fremdwährungen nur bis in Höhe der deklarierten Beträge.

Israelische Währung darf nicht nach Jordanien eingeführt werden, kann aber an der Grenze umgetauscht werden.

Währungen

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

(a) Weihnachten und Ostern werden nur in christlichen Haushalten und Geschäftshäusern gefeiert.

(b) Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Liste der gesetzlichen Feiertage

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Jordanien eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

Zigaretten und andere Tabakwaren in kleinen Mengen, die keinen kommerziellen Charakter haben;
alkoholische Getränke in kleinen Mengen ohne kommerziellen Charakter;
Geschenke und persönliche Gebrauchsgegenstände in kleinen Mengen ohne kommerziellen Charakter bis zu einem Wert von 200 JD.

Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.

Verbotene Importe

Waffen und Munition (s. auch Einfuhrbeschränkungen), Funkgeräte, Betäubungsmittel, pornografisches Material.

Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.

Verbotene Exporte

Antiquitäten und Korallen.

Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.

Importbeschränkungen

Für die Einfuhr von Jagdwaffen und Munition (nicht im Handgepäck) wird eine Einfuhrgenehmigung benötigt.

Kommunikation

Telefon

Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 00962.

 

Mobiltelefon

4G- und 5G-Mobilfunknetz. Zu den Mobilfunkanbietern gehören u.a. Zain Mobile, Orange Mobile und Umniah Mobile. Internationale Roaming-Abkommen bestehen. Der Sende- und Empfangsbereich deckt das Land, von einigen Wüstengebieten im südlichen Teil des Landes abgesehen, gut ab. Eine kostengünstige Variante ist das Telefonieren mit einer jordanischen SIM-Karte u.a. von Zain Jordan. Kauft man diese bei einem Mobiltelefonhändler, wird die Karte vor Ort gleich aktiviert.

Internet

Hotels, Restaurants, Cafés, beliebte Sehenswürdigkeiten und Einkaufszentren bieten meist kostenloses WLAN. 

Post

Pakete sollten für die Zollkontrolle offen bleiben. Post nach Europa benötigt 3-5 Tage, gegen Aufpreis wird eine Zustellung innerhalb von 24 Std. in zahlreiche Länder angeboten.

Öffnungszeiten der Postämter: Sa-Do 08.00-18.00 Uhr, Fr geschlossen (mit Ausnahme des Postamtes im Geschäftsviertel von Amman, Prince Mohammed-Street).

Unterkunft

Hotels

Unterkünfte in Jordanien:
Das Angebot an Unterkünften in Jordanien deckt alle Reisebudgets und Stile ab – von internationalen Hotelketten und Resort-Anlagen über gemütliche Pensionen bis hin zu traditionellen Wüstencamps. Das Qualitätsniveau in der Mittel- und Oberklasse ist hoch, mit zuverlässigen Standards und englischsprachigem Personal.

Regionale Besonderheiten & Unterkunftstypen:

  • Amman: Bietet die vielseitigste Auswahl – von günstigen Hostels und familiengeführten Hotels bis hin zu modernen Business-Hotels und stilvollen Boutique-Unterkünften in Vierteln wie Jabal Amman oder Weibdeh.
  • Totes Meer & Aqaba: Am Totes Meer dominieren weitläufige Resort-Hotels mit Spa-Bereichen. Aqaba am Roten Meer ist geprägt von Strandresorts, Tauch-Lodges und entspannten Unterkünften direkt am Wasser.
  • Petra & Wadi Rum: Nahe der Felsenstadt Petra überwiegen kleine Hotels und Pensionen. Im Wüstenschutzgebiet Wadi Rum sind die Beduinen-Camps ein Highlight – das Spektrum reicht von einfachen Zeltlagern bis hin zu luxuriöseren Glamping-Camps mit eigenem Bad.
  • Öko-Lodges & Nachhaltigkeit: Im Rahmen des wachsenden Ökotourismus gibt es nahe Naturschutzgebieten (wie dem Biosphärenreservat Dana) nachhaltige Lodges und gemeindenahe Gästehäuser. Ein bekanntes Beispiel ist die Feynan Eco-Lodge, die auf kerzenbeleuchtete Abende, regionale Einbindung und geführte Naturaktivitäten setzt.

Camping

Camping in Jordanien:
Camping bietet eine eindrucksvolle Möglichkeit, die Naturlandschaften Jordaniens – von Wüsten über Gebirge bis hin zu Naturschutzgebieten – hautnah zu erleben. Das Angebot reicht von organisierten Camps mit grundlegendem Komfort bis hin zu naturnahen Übernachtungen. Allerdings ist Camping in Jordanien stärker reguliert als in anderen Ländern, weshalb lokale Vorschriften beachtet werden müssen.

Wichtige Regionen & Vorschriften:

  • Wadi Rum: Das beliebteste Ziel für Camping in der Wüste. Camping ist hier ausschließlich in lizenzierten Beduinen-Camps gestattet. Das Spektrum reicht von einfachen Zeltlagern mit Gemeinschaftsbädern bis hin zu komfortablen Camps mit privaten Zelten, Verpflegung und geführten Touren. Wildcamping ist im geschützten Bereich von Wadi Rum strikt untersagt, und die Einreise darf nur mit einem autorisierten Anbieter erfolgen.
  • Naturschutzgebiete (z. B. Dana Biosphärenreservat): Außerhalb von Wadi Rum ist Camping in ausgewiesenen Bereichen von Schutzgebieten möglich. Offizielle Campingplätze und Öko-Lodges bieten dort vorbereitete Zelte an oder erlauben das Aufstellen eigener Zelte nach vorheriger Genehmigung. Zum Schutz von Umwelt und Tierwelt ist eine Vorab-Buchung bzw. Anmeldung in der Regel erforderlich.

Kultur

Religion

92% sunnitische Muslime, christliche (6 %) und schiitische Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Für Jordanier sind die arabische Kultur und Gastfreundschaft von großer Bedeutung. Besucher werden herzlich aufgenommen, Jordanier sind gern Gastgeber und Berater und geben bereitwillig Auskunft über Kultur und Traditionen. Der Islam spielt im gesellschaftlichen Leben eine wichtige Rolle. Arabischer Kaffee wird bei gesellschaftlichen Ereignissen oft und reichlich angeboten. Falls man die Tasse beim Zurückgeben nicht leicht zur Seite gekippt hält, wird sie automatisch nachgefüllt. Kleine Gastgeschenke werden gern angenommen.

Kleidung: Frauen sollten sich zurückhaltend kleiden. Badebekleidung gehört an den Privat-Strand oder an den Pool. Jordanische Frauen gehen vollständig bekleidet zum Schwimmen.

Fotografieren: Man sollte um Erlaubnis bitten, bevor man jemanden fotografiert. In manchen Orten ist Fotografieren generell nicht gestattet. Militärische Anlagen dürfen nicht fotografiert werden. 

Trinkgeld: Ein extra Trinkgeld liegt im Ermessen des Gastes, dennoch freuen sich Kellner und andere Dienstleister über ein Trinkgeld in Höhe von ca. 10%. Im Taxi rundet man üblicherweise auf die nächsten 100 Fil auf. 

Rauchen: In Jordanien ist das Rauchen in allen Restaurants, Krankenhäusern, Schulen, Kinos, Theatern, Museen, öffentlichen Verkehrsmitteln, auf Flughäfen und in überdachten Einkaufszentren verboten. Auch Wasserpfeifen (Shishas) dürfen an diesen Orten nicht geraucht werden. 

Klima

Wirtschaft

Geschäftsetikette

In Geschäftskreisen wird in der Regel Englisch gesprochen. Es empfiehlt sich, Freitagstermine zu vermeiden und einen Vorrat an Visitenkarten mitzunehmen.


Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: So-Do 08.30-18.00 Uhr. Mittagspause in der Regel zwischen 13.00-15.00 Uhr.

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft von Jordanien
Heerstraße 201, 13595 Berlin, Deutschland
Tel. +49 (0)30 369 96 00.
Website: www.jordanembassy.de

Ghorfa Arabisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer eV
Garnisonkirchplatz 1, 10178 Berlin, Deutschland
Tel. +49 (0)30 278 90 70.
Website: www.ghorfa.de

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1/15, Postfach 76, 1010 Wien, Österreich
Tel. +43 (0)1 513 39 65.
Website: aacc.at

Amman Chamber of Industry (ACI)
Zahran Street, PO Box 1800, Amman 11118, Jordanien
Tel. +962 (0)6 464 30 01.
Website: www.aci.org.jo

Jordanische Handelskammer
Bldg. #218, Princess Bassma Street, PO Box 7029, Amman 11118, Jordanien
Tel. +962 (0)6 590 20 40.
Website: www.jocc.org.jo

Allgemeines

Hauptstadt

Amman
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