Albanien
Anreise
Anreise mit dem Flugzeug
Nonstop-Flüge nach Tirana werden ab Frankfurt/M. von Lufthansa (LH) angeboten, ab Wien von Austrian Airlines (OS) und ab Genf von Easyjet (U2).
Mit Zwischenstopp fliegt ab Zürich u.a. Austrian Airlines (OS) via Wien.
Wizz Air (W6) fliegt ab Leipzig/Halle nach Tirana.
Edelweiss Air (WK) fliegt ab Zürich nach Tirana.
Flugzeiten
Frankfurt - Tirana: 1 Std. 55 Min.; Wien - Tirana: 1 Std. 35 Min.; Zürich - Tirana: 3 Std. 30 Min. (mit Zwischenstopp).
Ausreisegebühr
10 € Ausreisegebühr.
Anreise mit dem Pkw
Auf dem Landweg ist Albanien über Nordmazedonien (Ohrid, Quafe Thane, Pogradec) und Griechenland (Prespa-See, Kapshticë, Korçë und Ioannina, Kakavijë, Gjirokastër) zu erreichen. Aufgrund der politisch angespannten Lage sollten die Straßenverbindungen zwischen Albanien und dem Kosovo gemieden werden.
Pkw: Die Einreise mit dem eigenen Pkw ist nicht unbedingt zu empfehlen. Zwar gibt es in Tirana bewachte Parkplätze, aber das Einbruch- bzw. Diebstahlrisiko ist auch tagsüber groß. Bei Einreise mit eigenem Wagen ist eine Vollkaskoversicherung unbedingt zu empfehlen. Die Benzinqualität kann gelegentlich problematisch sein. Bleifreier Kraftstoff ist mittlerweile auch im Landesinneren erhältlich, sollte jedoch vorsichtshalber in größeren Städten getankt werden.
Bus: Eurolines fährt von verschiedenen deutschen Städten aus nach Tirana. Busverbindungen nach Tirana bestehen aus den Hauptstädten sämtlicher Nachbarländer - Istanbul, Athen, Sofia (Bulgarien), Tetovo (Nordmazedonien) und Prishtina (Kosovo).
Maut: In Albanien gibt es keine mautpflichtigen Straßen. Eine Maut ist allerdings geplant.
Unterlagen: Der nationale Führerschein ist ausreichend.
Anreise mit der Bahn
Es gibt momentan keine internationalen Bahnverbindungen. Fahrkarten für Bahnfahrten in Albanien können ausschließlich an Bahnhöfen im Land oder direkt im Zug erworben werden.
Die Züge der Albanischen Bahn HSH wurden aus anderen Ländern angekauft und sind oft in schlechtem Zustand. Kurzfristige Zugausfälle sind immer wieder möglich.
Anreise mit dem Schiff
Die wichtigsten Häfen sind Durrës, Saranda, Vlora und Shen Gjini.
Kreuzfahrtschiffe
U.a. laufen Kreuzfahrtschiffe der Reedereien MSC, Holland America Line und P&O Cruises auf ihren in Italien bzw. Malta startenden Kreuzfahrten den Hafen von Saranda an.
Fähranbieter
Adria Ferries verbinden mit ihren Autofähren das ganze Jahr über, jeweils dreimal wöchentlich Durres mit Ancona und Bari. Ilion Lines verkehren viermal pro Woche zwischen Durres und Bari sowie zwischen Durazzo und Triest.
Ionian Seaways verbinden täglich Saranda mit Korfu (Fahrtzeit: 30 Min.).
Vor Ort unterwegs
Unterwegs mit dem Auto/dem Bus
Das albanische Straßennetz umfasst rund 18.000 km. Davon sind etwa 7.450 km Hauptverkehrsadern. Das Autobahnnetz in Albanien ist nur etwa 230 km lang und befindet sich im Ausbau.
Maut: Gebührenpflichtig ist nur die Fahrt durch den Kalimash-Tunnel an der Autobahn A1. Auf albanischen Straßen gibt es keine Mautpflicht.
Tankstellen sind im Landesinneren nicht überall zu finden. Die Benzinqualität ist mitunter problematisch; Wasserbeimischungen und Verunreinigungen sind keine Seltenheit.
Rechtsverkehr/Linksverkehr
rZustand der Straßen
Ein Großteil der Hauptstraßen ist asphaltiert. Vor allem für Nebenstraßen werden Fahrzeuge mit Allradantrieb empfohlen. Die Transitstrecken von Durrës in den Kosovo und aus Montenegro kommend Richtung Griechenland sind allerdings gut ausgebaut.
Fußgänger, Tiere, Radfahrer, Ochsenkarren, Pferdefuhrwerke und Landfahrzeuge benutzen die Fahrbahn gleichermaßen. Besucher sollten daher äußerst vorsichtig fahren.
Abseits größerer Straßen sind Hinweisschilder selten; hier empfiehlt sich eine Orientierung nach der Himmelsrichtung oder man erfragt bei Ortskundigen den Weg.
Staßenklassifizierung
Autobahnen sind in Albanien mit einem grünen Schild mit weißer Nummer gekennzeichnet, Nationalstraßen mit einem weiß umrandeten blauen Schild mit weißer Nummer.
Autovermietung
Lokale und auch international bekannte Mietwagenfirmen sind vertreten. In der Regel besteht ein Mindestalter von 22 Jahren für das Mieten von Leihwagen in Albanien. Außerdem müssen Kunden von Mietwagenfirmen mindestens ein Jahr im Besitz ihres Führerscheins gewesen sein.
Taxi
Taxis findet man vor internationalen Hotels, am Flughafen oder am zentralen Taxistand von Tirana auf dem Sheshi (»Platz«) Avni Rustemi.
Fahrrad
Fahrräder und Roller können bei verschiedenen Verleihfirmen in Tirana angemietet werden. Im Verkehr ist jedoch wegen der schlechten Straßenverhältnisse und des ungewohnten Verhaltens anderer Verkehrsteilnehmer Vorsicht geboten.
Reisebus
Busse sind ein wichtiges Verkehrsmittel in Albanien. Von Tirana aus werden die Hauptrouten (Durrës, Shkodra, Gjirokastra, Saranda) von privaten Busfirmen täglich bzw. mehrmals täglich befahren.
Vorschriften
Verkehrsbestimmungen:
- Promillegrenze: 0,1 ‰.
- Abblendlicht ist auch tagsüber Pflicht.
- Am Steuer darf nur mit Freisprecheinrichtung telefoniert werden.
- Für Radfahrer besteht Helmpflicht.
- Kinder dürfen bis zum 12. Lebensjahr nur in Rückhaltevorrichtungen befördert werden; bis zum 3. Lebensjahr ausschließlich auf dem Rücksitz.
Hinweis: Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen werden oft von der Polizei angehalten. Nachtfahrten und Fahrten auf wenig befahrenen Strecken sollten vermieden werden.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
- in geschlossenen Ortschaften: 35/40 km/h;
- auf Landstraßen: 80 km/h;
- auf Schnellstraßen: 90 km/h;
- auf Autobahnen: 110 km/h.
Pannenhilfsdienst
Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (89) 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (89) 76 76 76.
Der Partnerclub des ADAC in Albanien ist der Automobile Club Albania (ACA), Tel. +355 (42) 38 70 11.
Dokumentation
Albanien erkennt ausländische nationale Führerscheine (oft nur in Verbindung mit dem Internationalen Führerschein) von Ländern an, die das Wiener Straßenverkehrsübereinkommen von 1968 unterzeichnet und ratifiziert haben, wie zum Beispiel Deutschland, Österreich, die Schweiz und die Türkei. Der nationale Führerschein, vorzugsweise im Scheckkartenformat, ist für Reisen in Albanien zwar ausreichend; der internationale Führerschein wird jedoch zusätzlich empfohlen. Ist der nationale Führerschein nicht in lateinischer Schrift ausgestellt, ist die Mitnahme des internationalen Führerscheins obligatorisch.
Die internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr ist in jedem Fall mitzuführen.
Unterwegs in der Stadt
In den größeren Städten gibt es Busnetze, die billig, jedoch meist überfüllt sind.
Vor Ort unterwegs mit der Bahn
Die größten Städte (Shkodra, Vlora, Fier, Ballsh, Pogradeck) sind durch ein veraltetes und sehr langsames Streckennetz miteinander verbunden. Die Bahn wird in Albanien kaum noch genutzt.
Reisewarnung
Überblick
Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes
Link: https://www.auswaertiges-amt.de/
(Unverändert gültig seit: Fri, 21 Aug 2026 15:08:19 +0200)
Letzte Änderungen:
Reiseinfos – Infrastruktur/Verkehr
Redaktionelle Änderungen
Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.
Sicherheit
Terrorismus
- Beachten Sie den weltweiten Sicherheitshinweis.
Innenpolitische Lage
Seit Anfang Juni kommt es zu täglichen Demonstrationen im Zentrum der Hauptstadt Tirana (v.a. im Bereich des Bulevardi Dëshmorët e Kombit). Im Umfeld von Demonstrationen kam es in den vergangenen Monaten vereinzelt auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen.
- Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen und informieren Sie sich über die lokalen Medien.
- Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.
Kriminalität
Gewaltanwendung bei Klein- und Straßenkriminalität ist zwar selten, doch Taschendiebstähle, Auto- und Wohnmobileinbrüche sowie der Diebstahl dort aufbewahrter Dokumente haben insbesondere in der Sommerzeit zugenommen, z. B. an Stränden.
- Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
- Nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen mit.
- Seien Sie in größeren Menschenmengen besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
- Lassen Sie Wertgegenstände nicht unbeaufsichtigt.
- Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.
Natur und Klima
Albanien liegt in einer seismisch aktiven Zone, weshalb es zu Erdbeben kommen kann.
Das Klima ist an der Mittelmeerküste mediterran, im östlichen Gebirge kontinental.
In den Sommermonaten kommt es in Albanien aufgrund der klimatischen Bedingungen immer wieder zu Busch- und Waldbränden. Das Entfachen von offenem Feuer und Grillen ist untersagt. Reisenden wird empfohlen, betroffene Gebiete zu meiden und sich über die lokalen Medien informiert zu halten.
Vor allem bei starken oder langanhaltenden Regenfällen, die in den vergangenen Jahren wiederholt auftraten, muss mit starken Überschwemmungen, Erdrutschen und unpassierbaren Straßen gerechnet werden.
- Achten Sie auf Meldungen in den Medien und auf folgender Onlinekarte zu Bränden. Auch Online-Kartendienste bieten über sog. „Ebenen" bzw. Detaileinstellungen aktuelle Informationen zu Bränden und zur Luftqualität.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen der lokalen Behörden.
- Melden Sie Brandherde unter der Rufnummer 128 der albanischen Feuerwehr. Nutzen Sie die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 (Polizei - Feuerwehr - Ambulanz - Küstenwache).
- Folgen Sie den Sicherheitsanweisungen der albanischen Behörden und ggf. der Brandschutzbeauftragten der Hotels. Hilfreiche Hinweise finden Sie auf der Webseite des albanischen Zivilschutzes (Albanian Civil Protection Agency).
- Machen Sie sich mit Verhaltenshinweisen bei Erdbeben des Deutschen GeoForschungsZentrums vertraut.
- Beachten Sie die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland bzw. die Hinweise des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe im Fall einer Sturmwarnung.
Reiseinfos
Infrastruktur/Verkehr
Die Grenzübergänge zu den Nachbarländern sind auf albanischer Seite in der Regel rund um die Uhr geöffnet. Kurzfristige Änderungen sind möglich.
Reisende müssen sich vor Reiseantritt erkundigen, ob und wann die Grenzübergänge der Nachbarländer geöffnet sind und welche Einreisebedingungen bestehen.
Zwischen den meisten Städten gibt es Busverbindungen und Transportmöglichkeiten durch lokale Taxiunternehmen. Überlandbusse sind oft in schlechtem Zustand.
Die Hauptverbindungsstraßen sind in der Regel gut ausgebaut. Der Zustand vieler Straßen abseits davon ist teilweise jedoch schlecht; kleinere Straßen sind oft nur mit Geländewagen passierbar. Daher ist auch für relativ kurze Strecken mit längerer Reisedauer zu rechnen. An der Verbesserung des Straßennetzes wird intensiv gearbeitet. Es muss mit vielen oft unzureichend gesicherten bzw. schlecht oder gar nicht beschilderten Baustellen gerechnet werden.
Aufgrund der Gefahren durch unbeleuchtete Fahrzeuge und Fuhrwerke, teils sehr tiefe Schlaglöcher, unbefestigte Randstreifen und Baustellen sollten Überlandfahrten so geplant werden, dass das Fahrtziel vor Anbruch der Dunkelheit erreicht werden kann. Heftige Regenfälle und Erdrutsche können Straßen innerhalb kürzester Zeit unpassierbar machen. Im Winter sind manche Verbindungen im Gebirge oft über längere Zeit nicht passierbar.
- Beachten Sie, dass die Routenplanung in Albanien mit digitalen Kartendienstleistern nicht immer zuverlässig und die Beschilderung über Land oft unzureichend sind.
- Bitte beachten Sie auch, dass die Routenplanung in Albanien mit digitalen Kartendienstleistern nicht immer zuverlässig ist.
Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung/Verkehrsunfälle
Die Promillegrenze beträgt 0,1. Es muss auch tagsüber ganzjährig mit Abblendlicht bzw. Tagfahrlicht gefahren werden. Die Grüne Versicherungskarte ist erforderlich und wird kontrolliert.
Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung wie z.B. das Fahren unter Alkoholeinfluss werden je nach Schwere mit Geldstrafen, vorübergehenden Einbehaltung des Führerscheins bis hin zu Inhaftierung oder Verhängen einer Ausreisesperre geahndet. Insbesondere im Zusammenhang mit Unfällen kann auch das Fahrzeug beschlagnahmt werden.
Es kommt häufig zu schweren Unfällen. Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden können Ausländer ohne Wohnsitz in Albanien bis zum Abschluss des Untersuchungsverfahrens in Untersuchungshaft genommen oder eine Ausreisesperre verhängt werden. Entlassung gegen Hinterlegung einer Kaution ist nicht immer möglich.
- Verhalten Sie sich im Straßenverkehr defensiv.
- Lassen Sie sich im Schadensfall eine Kopie des Polizeiprotokolls, ggf. mit der Anschrift des zuständigen Gerichts und dem Aktenzeichen, aushändigen.
- Achten Sie unbedingt auf ausreichenden Krankenversicherungsschutz, siehe Gesundheit - Medizinische Versorgung.
Mietwagen
Reisende sollten bei Anmietung eines Mietwagens sämtliche Vertragsbedingungen (vor allem das sog. „Kleingedruckte") prüfen und beachten. Häufig sind nur Sachschäden, z. T. auch mit Selbstbehalt, nicht aber Personenschäden versichert. Insbesondere bei sehr günstigen Angeboten empfiehlt es sich oft, Vorsicht walten zu lassen und ggf. auf den Abschluss einer Vollkaskoversicherung zu achten. Unbefestigte Straßen dürfen üblicherweise nicht mit Mietwagen befahren werden. Eventuell entstehende Schäden sind ggf. nicht von der Versicherung gedeckt.
- Beachten Sie, dass die Deutsche Botschaft Tirana im Schadens- oder Streitfall keine Rechtsberatung durchführen oder Streitigkeiten mit der Mietwagenfirma klären kann.
Führerschein
Der deutsche Führerschein wird anerkannt. Um eventuelle Schwierigkeiten bei Verkehrskontrollen zu vermeiden, wird empfohlen, den Führerschein im Scheckkartenformat mitzuführen.
Wanderungen/Trekking-Touren
Bei Wanderungen durch die Albanischen Alpen – das Gebirgsmassiv Prokletije in Nordalbanien - muss beachtet werden, dass bei Grenzübertritt nach Albanien bzw. in ein Nachbarland eine sofortige Meldung bei einer Polizeistation erforderlich ist; ansonsten entsteht der Verdacht der illegalen Einreise und Aufenthalts.
Wege sind zum Teil schlecht ausgeschildert. Albanien verfügt zudem über keine professionelle Bergwacht und wenige Rettungshelikopter.
- Beachten Sie, dass bei Grenzübertritt nach Albanien und in seine Nachbarländer eine sofortige Meldung bei einer Polizeistation erforderlich ist.
- Führen Sie bei selbst geplanten Wanderungen ein geladenes Mobiltelefon mit GPS-Funktion/ GPS-Gerät sowie eine zusätzliche Powerbank mit, um möglichst lange erreichbar zu sein.
- Hinterlegen Sie vor einer Wanderung Ihre Kontaktdaten sowie Informationen über Weg und Ziel in Ihrer Unterkunft.
- Planen Sie genügend Zeit ein, sodass die Ankunft bzw. Rückkehr vor Einbruch der Dunkelheit erfolgt.
- Beachten Sie Warnschilder. Betreten Sie keine umzäunten Gelände. Leisten Sie Folge, falls Sie zum Verlassen eines Weges oder eines Geländes aufgefordert werden.
- Versuchen Sie bei einer Begegnung mit aggressiven Hirtenhunden direkten Kontakt zu den Hirten aufzunehmen. Ziehen Sie sich ggf. langsam zurück und umgehen Sie das Gelände weiträumig.
- Machen Sie sich mit dem Verhalten des sicheren Bergwanderns vertraut.
LGBTIQ
Homosexuelle Handlungen stehen nicht unter Strafe; jedoch ist die Toleranz für LGBTIQ-Personen in der Bevölkerung gering.
- Beachten Sie die allgemeinen Hinweise für LGBTIQ.
Rechtliche Besonderheiten
Der Im- und Export, Besitz und Handel von Drogen (inklusive Cannabis und daraus gewonnener Produkte) sind strafbar. Jeglicher Kauf und Konsum von Drogen, auch von Kleinstmengen, führt zur Einleitung strafrechtlicher Ermittlungen.
Es sind Fälle bekannt, in denen auch der Besitz kleiner Mengen von Betäubungsmitteln, auch wenn diese nachweislich aus medizinischen Gründen mitgeführt werden, zur Inhaftierung und Einleitung eines Strafverfahrens führten. Von einer Mitnahme nach Albanien wird daher ausdrücklich abgeraten. Es können Freiheitsstrafen von mehreren Jahren verhängt werden.
Auch das Hinterlassen von Spritzen etc. an öffentlichen Orten steht unter Strafe. Es drohen Haftstrafen bis zu einem Jahr.
Sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit können mit Geldstrafen bzw. mit einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr geahndet werden.
Prostitution ist in Albanien verboten und wird mit Geldstrafen bzw. mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft.
Von scheinbaren Schnäppchen (u.a. Mobiltelefone und Luxusgüter wie Damenhandtaschen und Uhren) wird ausdrücklich abgeraten, da es sich um illegale, gestohlene oder gefälschte Ware handeln könnte.
Illegaler Handel mit Kunst und Kulturschätzen wird streng geahndet. Es können Freiheitsstrafen bis zu 15 Jahren verhängt werden.
Geld/Kreditkarten
Landeswährung ist der albanische Lek (ALL). Üblich sind Barzahlungen in ALL, EUR werden nur selten angenommen. Kartenzahlung ist vor allem in ländlichen Gebieten eher die Ausnahme. Die Bargeldbeschaffung in Landeswährung ist an Geldautomaten verschiedener Bankinstitute in den größeren Städten in der Regel problemlos möglich.
Einreise und Zoll
Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.
Reisedokumente
Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:
- Reisepass: Ja
- Vorläufiger Reisepass: Ja
- Personalausweis: Ja
- Vorläufiger Personalausweis: Nein
- Kinderreisepass: Ja
Anmerkungen:
Reisedokumente müssen im Zeitpunkt der Einreise noch mindestens drei Monate gültig sein.
Die Anforderungen einzelner Fluggesellschaften an die von ihren Passagieren mitzuführenden Dokumente weichen zum Teil von den staatlichen Regelungen ab.
Ausweisdokumente, die einmal als verloren oder gestohlen gemeldet wurden, sollten nicht zur Einreise nach Albanien benutzt werden. Auch wenn der Reisepass oder Personalausweis wieder aufgefunden wurde und dies den zuständigen Behörden in Deutschland mitgeteilt wurde, besteht keine Garantie, dass diese Information auch den albanischen Behörden bekannt ist. Die albanische Grenzpolizei zieht solche Dokumente des Öfteren ein und verweigert die Einreise.
Visum
Deutsche Staatsangehörige benötigen für einen touristischen Aufenthalt bis zu 90 Tagen kein Visum. Bei längeren Aufenthalten müssen Reisende vor der Einreise ein längerfristiges Visum oder innerhalb der ersten 30 Tage nach Einreise eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. Für die Beantragung ist die Vorlage von Unterlagen, u.a eines apostillierten deutschen Führungszeugnisses, erforderlich. Es wird empfohlen, die notwendigen Unterlagen bereits vor Reiseantritt vorzubereiten.
Minderjährige
Minderjährige dürfen alleine, in Begleitung Erziehungsberechtigter oder in Begleitung Dritter nach Albanien reisen, wenn sie eine Einverständniserklärung des/der nicht mitreisenden Erziehungsberechtigten mit amtlich beglaubigter Unterschrift, eine Übersetzung der Einverständniserklärung ins Englische oder Albanische und eine internationale Geburtsurkunde mit sich führen.
Sofern ein alleiniges Sorgerecht eines Erziehungsberechtigten besteht, sollte ein Nachweis darüber mit Übersetzung ins Englische oder Albanische mitgeführt werden.
Einfuhrbestimmungen
Die Einfuhr von Landes- oder Fremdwährung muss ab einem Wert von 1.000.000 ALL deklariert werden. Diese können bis zum deklarierten Wert wieder ausgeführt werden. Die Einfuhr von Drogen, Waffen und pornographischem Material ist verboten. Private Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen können in Albanien für einen Zeitraum bis zu sechs Monaten (180 Tage) gefahren werden. Bei längerer Nutzung werden hohe Zollgebühren fällig.
Weitergehende Informationen erteilt die albanische Zollbehörde.
Tiere
Für die Ein-, Weiter- und Rückreise mit bestimmten Haustieren (Hunde, Katzen, Frettchen) ist ein EU-Heimtierausweis erforderlich. Er dient u. a. als Nachweis, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist und weitere Informationen.
Gesundheit
Impfschutz
Pflichtimpfungen
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Impfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet müssen alle Personen ab einem Alter von einem Jahr eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Reiseimpfungen
Es ist eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen. Nach individueller Indikation sind zusätzlich Impfungen gegen FSME, Hepatitis B und Tollwut angeraten.
Standardimpfungen
Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
Medizinische Versorgung
Die ärztliche Versorgung entspricht nicht deutschem Standard. Operationen sollten nur im äußersten Notfall durchgeführt werden. Für bestimmte medizinische Dienstleistungen werden für Touristen Gebühren erhoben.
- Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
- Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
- Schließen Sie eine Reisekrankenversicherung und medizinische Evakuierungsversicherung ab.
Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen
Insbesondere in den Küstenregionen kann von Frühjahr bis Herbst Leishmaniose durch nachtaktive Sandmücken und West-Nil-Fieber durch tagaktive Mücken und übertragen werden.
Die in Albanien von Frühjahr bis Herbst vorkommenden Erkrankungen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Krim-Kongo-Fieber werden durch Zecken übertragen.
- Schützen Sie sich tags und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
- Lassen Sie sich bei Reisen in FSME-Risikogebiete mit vermehrtem Aufenthalt im Freien hinsichtlich einer FSME-Impfung beraten.
Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene
Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) treten auch bei Reisenden auf.
- Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
- Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A-Impfung beraten.
Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen
HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
- Es gibt keine Reiseimpfempfehlung zum Schutz vor Mpox. Lassen Sie sich unabhängig von einer Reise bzgl. einer Mpox-Impfung ärztlich beraten, wenn Sie die Kriterien der STIKO für eine Impfung erfüllen.
Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen
Leptospirose wird durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Es besteht ein geringes Risiko für Tollwut.
- Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
- Meiden Sie den Kontakt zu stehenden oder langsam fließenden Gewässern, da diese mit Urin von Nagetieren verunreinigt sein können.
- Sollten Sie von einem Tier gebissen werden, begeben Sie sich umgehend in ärztliche Betreuung.
- Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich sein können.
Weitere Gesundheitsgefahren
Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.
- Informieren Sie sich über aktuelle Luftwerte z. B. über den World Air Quality Index.
Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.
- Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.
Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein.
- Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
- Meiden Sie Strände, die auch von Tieren genutzt werden.
Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen.
- Beachten Sie unsere Informationen zum Tauchen.
Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss
Länderinfos zu Ihrem Reiseland
Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.
Weitere Hinweise für Ihre Reise
Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise
Gesundheitsvorsorge
Übersicht
Die ärztliche Versorgung ist unzureichend und Operationen sollten - wenn überhaupt - nur im Notfall durchgeführt werden. Angesichts der dürftigen medizinischen Versorgungslage sollten Vorsorgeuntersuchungen (z. B. Zähne) vor Abreise nach Albanien gemacht werden.
Benötigte Medikamente in ausreichender Menge und eine gut bestückte Reiseapotheke sollten mitgeführt werden.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Notfallrückführung wird unbedingt empfohlen.
Anmerkungen Impfungen
[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die ein Jahr alt und älter sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben.
[2] Schutzimpfungen gegen Polio sollten aufgefrischt werden, wenn die letzte Impfung mehr als 10 Jahre zurückliegt.
Essen und Trinken
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, insbesondere für diverse Darminfektionen. Daher sollte eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygiene durchgeführt werden. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte vom Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten Abstand nehmen. Leitungswasser ist in Albanien in der Regel nicht trinkbar, es ist chlorhaltig. Es wird empfohlen, auf in Flaschen abgefülltes Wasser zurückzugreifen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
Brucellose und Tuberkulose kommen bei albanischen Milchkühen vor. Unpasteurisierte Milch und selbstgemachter Käse sind daher zu vermeiden. In Cafés und Restaurants wird stets H-Milch verwendet, die bedenkenlos getrunken werden kann.
Andere Risiken
Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.
Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.
Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten hauptsächlich von März bis Oktober ist eine Schutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, zu empfehlen. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.
Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A wird empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.
Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt in den Küstenregionen vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel sowie Mückennetze. Auch Hunde können an Leishmaniose erkranken.
Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Impfungen
Geld
Währung
Kreditkarten
Nur begrenzt verwendbar. Akzeptiert werden Mastercard, Diners Club und American Express, jedoch nur in größeren Hotels und einigen Banken. Abhebungen an Geldautomaten der größeren Städte sind problemlos möglich. Einzelheiten vom Aussteller der jeweiligen Kreditkarte.
Geldautomaten
Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. In Albanien liegen die Abhebegebühren am Geldautomaten bei durchschnittlich 2,6 %.
Reiseschecks
Reiseschecks sind in Deutschland und in der Schweiz nicht mehr und in Österreich kaum noch erhältlich. Reiseschecks werden in Albanien so gut wie nicht mehr akzeptiert. Sie können nur in Tirana in wenigen Banken oder Wechselstuben eingelöst werden.
Öffnungszeiten der Bank
Mo-Fr 08.30-14.30 Uhr.
Devisenbestimmungen
Die Einfuhr von Fremdwährungen und der Landeswährung ist unbegrenzt; Deklarationspflicht ab einem Gegenwert von 10.000 €. Die Ausfuhr ist auf den bei der Einreise deklarierten Betrag beschränkt.
Währungen
Öffentliche Feiertage
Anmerkung
Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.
Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.
Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.
Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.
Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.
Liste der gesetzlichen Feiertage
Zollfrei Einkaufen
Überblick
Die folgenden Artikel können zollfrei nach Albanien eingeführt werden:
200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 Zigarillos (nicht mehr als 3 g pro Stück) oder 250 g Tabak (Personen ab 17 Jahren);
1 l Spirituosen (über 22 Vol.-%) oder 2 l alkoholische Getränke unter 22 Vol.-% (Personen ab 17 Jahren);
2 l Wein (Personen ab 17 Jahren);
10 l Bier (Personen ab 17 Jahren);
bis zu 3 kg Kaffee.
Medizinische Produkte für den persönlichen Bedarf.
Geschenke / sonstige Waren bis zu einem Gesamtwert von 300 € pro Reisenden (Reisen mit der Bahn/dem Auto) bzw. 430 € pro Reisenden (Flug- und Seereisen); Kinder unter 15 Jahren generell 150 €.
Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.
Verbotene Importe
Ein- und Ausfuhrverbot besteht für Waffen, Munition, Drogen, Narkotika und Pornografie.
Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.
Kommunikation
Telefon
Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl von Albanien ist 0355.
Ortsvorwahlnummern: Tirana (04), Durrës (052), Elbasan (054), Gjirokaster (084), Kavaje (055), Korçe (082), Shkodra (022).
Mobiltelefon
4G- und 5G-Mobilfunknetz. Die Hauptanbieter sind u.a. One Albania und Vodafone Albania. Der Empfangs-/Sendebereich deckt über 90 % des Landes ab. In entlegenen und gebirgigen Landesteilen besteht oft kein Empfang. Roaming-Verträge bestehen. Dennoch kann sich ggf. der Erwerb einer albanischen Prepaid-SIM-Karte lohnen.
Internet
Zahlreiche Hotels, Restaurants und Cafés sowie Flughäfen, Bahnhöfe und Büchereien bieten kostenloses WLAN an.
Post
Die Zustellung nach Westeuropa beträgt drei bis sieben Tage. Hauptpostämter gibt es in Tirana, Durrës und in anderen großen Städten. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.00-17.00 Uhr und Sa 08.00-13.00 Uhr.
Radio
Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich in Albanien über Astra-Satelliten bzw. über das Internet empfangen.
Unterkunft
Hotels
Zahlreiche neuere Hotels befinden sich in Privatbesitz. 5-Sterne-Hotels sind in Albanien noch selten. Das erste offizielle 5-Sterne-Hotel des Landes ist das Maritim Hotel Plaza Tirana.
Camping
Campingplätze an der Adriaküste bieten im Sommer 4-Bett-Wohnwagen an. Es wird davon abgeraten, frei zu zelten.
Andere Unterkunftsmöglichkeiten
In Tirana ist das Hostel Homestel Albania eine günstige Unterkunft.
Kultur
Religion
70% Muslime (hauptsächlich Sunniten), 20% Orthodoxe und 10% Katholiken.
Soziale Verhaltensregeln
Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Traditionell berühren sich Männer untereinander seitlich mit den Köpfen. Anrede: Herr und Frau mit akademischen Titeln. Ausführliches, mehrfaches Fragen nach dem Wohlbefinden des Gesprächspartners und dem seiner Familienangehörigen eröffnen das Gespräch und sind bei Begegnungen und jedem Telefonat üblich. Kenntnisse des Kanun (des traditionellen Gewohnheitsrechtes) sind angesichts des Wiederauflebens alter Sitten unentbehrlich.
Es ist nicht üblich, bei häuslichen Einladungen Blumen mitzubringen. Kleine Gastgeschenke hingegen, unauffällig abgegeben, werden gern akzeptiert. Geschenke erfordern meist eine Gegenleistung. Bei Todesfällen wird ein Kondolenzbesuch der Bekannten erwartet. Albanier ziehen ihre Schuhe aus, wenn sie das Haus betreten, Besuchern werden meist Plastiksandalen oder Hausschuhe angeboten.
»Ja« und »nein« wird in Albanien auf besondere Weise gezeigt, und man sollte sich spontaner Gesten mit dem Kopf enthalten. »Ja«: kurzes seitliches Kopfschütteln. »Nein«: Heben des Kopfes, unterstrichen durch einen Schnalzlaut und, wenn nötig, von einer Bewegung des Zeigefingers begleitet. Jeder Versuch, sich in albanischer Sprache zu verständigen, wird mit Sympathie aufgenommen.
Es wird i. Allg. legere Kleidung getragen. Rocklänge und Extravaganz der Damenmode werden nicht mehr von prüden Moralvorstellungen diktiert. Kurze Hosen bei Männern sind sowohl am Strand als auch in der Stadt akzeptabel.
Öffentliche Ordnung und Sicherheit haben sich weitgehend normalisiert. Dennoch sollte man als Tourist vorsichtig sein. Demonstratives Zurschaustellen z. B. von teurem Schmuck sollte man vermeiden. Äußerst interessant für Diebe sind Reisepässe, da albanische Staatsbürger durch Einreisebeschränkungen anderer Länder ihr Land kaum verlassen können. Aufpassen muss man auch auf Devisen, Wertsachen, Fotoapparate, Uhren und Mäntel — auf alles, was sich leicht zu Geld machen lässt. Welche Konsumgüter dazugehören, führen die fliegenden Händler am Straßenrand und in den Basaren deutlich vor. Gepäckstücke sollte man nicht aus den Augen lassen, verschlossene Autos sind kein Tresor.
Bei Streifzügen durch einsame Straßen und in abgelegenen Gegenden oder zu touristischen Sehenswürdigkeiten abseits des allgemeinen Publikumverkehrs ist das Risiko, belästigt oder beraubt zu werden, besonders groß, vor allem bei Dunkelheit. Frauen werden leicht Opfer von Zudringlichkeiten.
Rauchen ist weit verbreitet, rauchfreie Zonen in Gaststätten oder Bars sind schwer zu finden. In öffentlichen Gebäuden ist das Rauchen verboten, es wird sich aber kaum daran gehalten. Langstreckenbusse hingegen machen oft Raucherstopps bei Fahrten durch das Land.
In Restaurants ist es üblich 10 Prozent Trinkgeld zu geben.
Homosexualität ist ein Tabu, Zärtlichkeiten unter homosexuellen Paaren in der Öffentlichkeit werden bei den Einwohnern mit etwas Feindseligkeit begrüßt.
Klima
Wirtschaft
Geschäftsetikette
Repräsentatives Auftreten und äußerliche Indikatoren (von der gewählten Unterkunft bis zum Marken-Image) werden beachtet. Visitenkarten sind üblich. Rechtzeitige Terminvereinbarung ist empfehlenswert. Bei ausländischen Besuchern ist man auf Pünktlichkeit eingestellt. Kopfnicken kann 'Nein' und Kopfschütteln kann 'Ja' bedeuten.
Öffnungszeiten
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-13.00 Uhr und 14.30-18.00 Uhr (Behörden und Banken bis 12.00 Uhr). Bei Handel und Gewerbe werden lange Mittagspausen gehalten. Freitags schließen die Geschäfte in der Regel eher. Private Geschäfte haben zu den traditionellen Zeiten zwischen 08.00-15.00 Uhr geöffnet. Behörden haben am Wochenende geschlossen.
Allgemeines
Hauptstadt
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