Albanien

Europa

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Republik Albanien.

Hauptstadt

Tirana.

Geographie

Albanien grenzt im Nordwesten an Montenegro, im Norden an den Kosovo, im Nordosten an Mazedonien, im Südosten und Süden an Griechenland, im Südwesten an das Ionische Meer und im Westen an die Adria. Außer der Küstenniederung wird das Land von zerklüfteten Gebirgsketten durchzogen. Gute Sandstrände, schöne Seen und ausgedehnte Wälder bieten reizvolle Kontraste.

Regierung

Parlamentarische Republik seit 1991. Neue Verfassung seit Ende 1998. Legislaturperiode ist vier Jahre. Unabhängig seit 1912 (ehemals Ottomanisches Reich).

Staatsoberhaupt

Bujar Nishani, seit September 2013.

Regierungschef

Edi Rama, seit September 2013.

Elektrizität

220 V, 50 Hz. Steckdosen: Typ C / F.

Zeitzone

Central European Time: MEZ +2 (MEZ +3 vom 26 März bis 29 Oktober 2017)

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Wöchentliche Flüge nach Tirana gibt es von Deutschland mit Lufthansa (LH) und Germanwings (4U) in Kooperation mit anderen Airlines, auch mit Austrian Airlines (AU) und Alitalia (AZ).

Flugzeiten

Frankfurt - Tirana: 3 Std. 40 (mit Zwischenstopp); Wien - Tirana: 1 Std. 35; Zürich - Tirana: 3 Std. 45. (mit Zwischenstopp).

Ausreisegebühr

10 € Ausreisegebühr.

Anreise mit dem Pkw

Auf dem Landweg ist Albanien über Mazedonien (Ohrid, Quafe Thane, Pogradec) und Griechenland (Prespa-See, Kapshticë, Korçë und Ioannina, Kakavijë, Gjirokastër) zu erreichen. Aufgrund der politisch angespannten Lage sollten die Straßenverbindungen zwischen Albanien und dem Kosovo gemieden werden.

Bus:
Es gibt Busverbindungen von Tirana nach Istanbul, Sofia und Athen.

Pkw:
Die Einreise mit dem eigenen Pkw ist nicht unbedingt zu empfehlen. Zwar gibt es in Tirana bewachte Parkplätze (Parkgebühr wird erhoben), aber das Einbruch- bzw. Diebstahlrisiko ist auch tagsüber groß. Bei Einreise mit eigenem Wagen ist eine Vollkaskoversicherung unbedingt zu empfehlen. Die Benzinqualität kann gelegentlich problematisch sein. Bleifreier Kraftstoff ist mittlerweile auch im Landesinneren erhältlich, sollte jedoch vorsichtshalber in größeren Städten getankt werden.

Anreise mit der Bahn

Es gibt momentan keine internationalen Bahnverbindungen.

Anreise mit dem Schiff

Die wichtigsten Häfen sind Durrës, Vlora und Shen Gjini.
Von Durrës gibt es Fährverbindungen nach Italien (Bari 9 Std., Brindisi und Triest 23 Std. und Ancona 16 Std.) (Internet: http://www.cemar.it/dest/traghetti_albania.htm). Es gibt auch eine Katamaran-Verbindung zwischen Durrës und Bari (Fahrzeit: 4 Std.) (Internet: www.venezialines.com). Weitere Fährverbindungen bestehen zwischen Vlora und Brindisi (Fahrzeit: 6-8 Std.) (Internet: www.agoudimos-lines.com und www.skenderbeglines.com).
Saranda bietet Überfahrten mit dem Luftkissenboot (Fahrzeit: 30 Min.) sowie mit der Fähre (Fahrzeit: 90 Min.) nach Corfu an. In Corfu gibt es Ticketbüros der Fährschifflinien Finikas und Albkorfuz.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Von rund 18.000 km gelten rund 7450 km als Hauptstraßen. Ein Großteil ist asphaltiert, befindet sich jedoch in schlechtem Zustand. Fahrzeuge mit Allradantrieb werden vor allem für Nebenstraßen empfohlen. Autobahnen sind in Planung, zunehmend werden auch bereits vorhandene Straßen erweitert. Fußgänger, Tiere, Radfahrer, Ochsenkarren, Pferdefuhrwerke und Landfahrzeuge benutzen die Fahrbahn gleichermaßen. Besucher sollten äußerst vorsichtig fahren. Es gibt keine Pannenhilfe. Die Benzinqualität ist problematisch.

Bus:
Immer noch das wichtigste Verkehrsmittel in Albanien. Von Tirana aus werden die Hauptrouten (Durrës, Shkodra, Peshkopia, Korça, Gjirokastra, Saranda) von privaten Busfirmen täglich bzw. mehrmals täglich befahren.

Taxis
findet man vor internationalen Hotels oder in Tirana am zentralen Taxistand auf dem Sheshi (»Platz«) Avni Rustemi.

Mietwagen
sowie repräsentative Fahrzeuge sind in Tirana bei Verleihfirmen, auch international bekannten, zu bekommen. Ein Privatchauffeur mit Wagen ist die bequemste und zuverlässigste Alternative, die bei guten Veranstaltern bereits vor der Albanienreise zu buchen ist.

Verkehrsbestimmungen:
Strenge Geschwindigkeitsbegrenzungen, je nach Fahrzeugtyp und Straßenart sowie innerhalb von Ortschaften. Tankstellen sind nicht überall im Landesinneren zu finden. Es wird darauf hingewiesen, dass Fahrzeuge mit ausländischem Kennzeichen oft von der Polizei angehalten werden. Nachtfahrten und Fahrten auf wenig befahrenen Strecken sollten vermieden werden. Rechtsverkehr.

Unterlagen:
Internationaler oder nationaler Führerschein und Internationale Grüne Versicherungskarte erforderlich.

Unterwegs in der Stadt

In den größeren Städten gibt es Busnetze, die billig, jedoch meist überfüllt sind.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Das Streckennetz der albanischen Eisenbahn - einspurig, Dieselbetrieb, in schlechtem Zustand und meist überfüllt - verbindet Tirana und Shkodra, Vlora, Fier, Ballsh und Pogradec.

Unterwegs mit dem Schiff

Eine schnelle Personenfähre verbindet Durrës und Vlora.

Reisewarnung

Überblick Albanien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 26.01.2017
Unverändert gültig seit: 23.01.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Für Albanien besteht derzeit kein landesspezifischer Sicherheitshinweis.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben. Unabhängig von den offiziellen Bestimmungen wird allen Reisenden Impfschutz gegen Gelbfieber empfohlen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Typhus. Schutzimpfungen gegen Polio sollten aufgefrischt werden, wenn die letzte Impfung mehr als 10 Jahre zurückliegt.

Essen und Trinken

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr, insbesondere für diverse Darminfektionen. Daher sollte eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygiene durchgeführt werden. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte vom Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten Abstand nehmen. Leitungswasser ist in Albanien in der Regel nicht trinkbar, es ist chlorhaltig. Es wird empfohlen, auf in Flaschen abgefülltes Wasser zurückzugreifen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Brucellose und Tuberkulose kommen bei albanischen Milchkühen vor. Unpasteurisierte Milch und selbstgemachter Käse sind daher zu vermeiden. In Cafés und Restaurants wird stets H-Milch verwendet, die bedenkenlos getrunken werden kann. 

Andere Risiken

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. 

Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten ist eine Schutzimpfung gegen FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis), deren Erreger bereits mit dem Stich auf den Wirt übertragen werden, dringend zu empfehlen. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A wird bei einem Langzeitaufenthalt empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.  

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt in den Küstenregionen vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel sowie Mückennetze.

Eine Impfung gegen Thyphus sollte bei geplanten Trekkingtouren in abgelegene Gebiete in Erwägung gezogen werden.

Geld

Währung

1 Lek. Währungskürzel: ALL (ISO-Code). Banknoten gibt es in den Werten 5.000, 2.000, 1.000, 500, 200 Lek; 

Münzen in den Nennbeträgen 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Lek. Neben dem offiziellen Zahlungsmittel, dem Lek, werden Euro und US$ als Zahlungsmittel manchmal akzeptiert.

Kreditkarten

Nur begrenzt verwendbar. Akzeptiert werden MasterCard, Diners Club und American Express, jedoch nur in größeren Hotels und einigen Banken. Abhebungen an Geldautomaten der größeren Städte sind problemlos möglich. Einzelheiten vom Aussteller der jeweiligen Kreditkarte.
 

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Bargeldabhebung ist in größeren Städten mit ec-Karte (Maestro) und PIN-Nummer möglich, wenn das Maestro-Zeichen am Geldautomat vorhanden ist.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-14.30 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbegrenzt; Deklarationspflicht. Die Ausfuhr ist auf 5000 US$ bzw. den bei der Einreise deklarierten Betrag beschränkt. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten.

Geldwechsel

Geldwechsel sind zum offiziellen Kurs in den Banken möglich. Bequemer ist der Tausch in Wechselstuben in den größeren Hotels, jedoch ist der Kurs etwas schlechter. Einen besseren Kurs erhält man bei den legalen Geldwechslern auf der Straße, die meist in der Nähe von Banken anzutreffen sind. Hier ist zu beachten, dass oft Falschgeld im Umlauf ist.
Bargeld ist nach wie vor das wichtigste Zahlungsmittel. Nur kleinere Beträge sollten je nach Bedarf gewechselt werden. Neben dem offiziellen Zahlungsmittel, dem Lek, werden Devisen (vorzugsweise US-Dollar) meist gern akzeptiert. Es empfiehlt sich, Devisen in kleineren Sortierungen mitzunehmen, denn das Wechselgeld fehlt häufig selbst im Flughafen, beim Kassieren von Ein- und Ausreisegebühr, in Wechselstuben, Taxis usw.

Sprache

Überblick

Die Amtssprache ist Albanisch. Im südlichen Teil des Landes spricht eine Minderheit Griechisch. In manchen Schulen wird der Unterricht auf Griechisch gehalten. Viele Albaner sprechen Italienisch, einige sprechen auch Französisch oder Englisch.

Albanisch gehört zur indogermanischen Sprachfamilie und ist mit der  griechischen und der armenischen Sprache verwandt. Eine Abstammung von der ausgestorbenen und wenig überlieferten illyrischen Sprache wird vermutet.

Für das gesprochene Albanisch gibt es zwei große Dialektgruppen, das Gegische und das Toskische. Die beiden Dialekte unterscheiden sich sowohl in ihrem Klang als auch in ihrer Grammatik und zum Teil sogar in ihrem Wortschatz. So heißt z.B. „Dorf“ im Gegischen katund und im Toskischen fshat. Im Gegischen gibt es etwa 10 Konsonanten, Vokale und Nasalvokale, die im Toskischen gar nicht vorkommen. Im toskischen Dialekt gibt es außerdem keinen Infinitiv. 

Die Grenze der beiden Dialektgruppen verläuft etwa entlang des 41. Breitengrades. Nördlich des Shkumbin-Flusses leben die Gegisch sprechenden Gegen, südlich die Toskisch sprechenden Tosken. Gegisch wird außerdem noch im Kosovo, in Mazedonien, Montenegro und Südserbien gesprochen. Das in Süditalien gesprochene Arbëresh ist eine Form des toskischen Dialekts.

Toskisch wurde 1972 als Grundlage für die Entwicklung der albanischen Schriftsprache genutzt, wobei auch einige gegische Elemente auf den Wortschatz und die Wortbildung Einfluss nahmen.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Die folgenden Artikel können zollfrei nach Albanien eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 100 Zigarillos (nicht mehr als 3 g pro Stück) oder 250 g Tabak (Personen ab 15 Jahren);
1 l Spirituosen (über  22 Vol.-%) oder 2 l alkoholische Getränke unter 22 Vol.-% und 2 l Wein (Personen ab 18 Jahren);
250 ml Eau de Toilette oder 50 ml Parfüm.

Medizinische Produkte für den persönlichen Bedarf.

Geschenke und Gegenstände für den persönlichen Bedarf dürfen den Gesamtwert von 30.000 Lek nicht übersteigen bzw. 15.000 Lek für Personen unter 15 Jahren.

 

Verbotene Importe

Ein- und Ausfuhrverbot besteht für Waffen, Munition, Drogen, Narkotika und Pornografie.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Repräsentatives Auftreten und äußerliche Indikatoren (von der gewählten Unterkunft bis zum Marken-Image) werden beachtet. Visitenkarten sind üblich. Rechtzeitige Terminvereinbarung ist empfehlenswert. Bei ausländischen Besuchern ist man auf Pünktlichkeit eingestellt. Kopfnicken kann 'Nein' und Kopfschütteln kann 'Ja' bedeuten.

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-13.00 Uhr und 14.30-18.00 Uhr (Behörden und Banken bis 12.00 Uhr). Bei Handel und Gewerbe werden lange Mittagspausen gehalten. Freitags schließen die Geschäfte in der Regel eher. Private Geschäfte haben zu den traditionellen Zeiten zwischen 08.00-15.00 Uhr geöffnet. Behörden haben am Wochenende geschlossen.

Wirtschaft

Dhoma e Tregtisë (Dachverband der albanischen Industrie- und Handelskammern)
Rruga Kavajes 6, AL-Tirana
Tel: (042) 302 84.
Internet: www.cci.al

Geschäftskontakte

Dhoma e Tregtisë (Dachverband der albanischen Industrie- und Handelskammern)
Rruga Kavajes 6, AL-Tirana
Tel: (042) 302 84.
Internet: www.cci.al

Kommunikation

Telefon

Ortsvorwahlnummern: Tirana (04), Durrës (052), Elbasan (054), Gjirokastra (084), Kavaja (0554), Korça (082), Shkodra (022).

Mobiltelefon

GSM 900 Mobilfunknetz. Die Hauptanbieter sind Telekom Albania (Internet: telekom.com.al) und Vodafone Albania (Internet: www.vodafone.al). Der Empfangs-/Sendebereich deckt über 90 % des Landes ab. In entlegenen und gebirgigen Landesteilen besteht oft kein Empfang. Roaming-Verträge bestehen.

Internet

Internetcafés gibt es in allen größeren Städten. Einige Hotels, besonders in Tirana, bieten Breitband-Internetzugang und einige Internetzugang via Wi-Fi.

Post

Die Zustellungszeiten sind viel kürzer geworden. Es wird empfohlen, alle Sendungen per Einschreiben aufzugeben. Hauptpostämter gibt es in Tirana, Durrës und in anderen großen Städten. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Fr 07.00-17.00 Uhr und Sa 08.00-13.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Albanien hat alte kunsthandwerkliche Traditionen im Weben von Teppichen (Qilim genannt, auch als Kelim bekannt, vom Tischläufer bis zu größten Formaten wie z.B. Wandteppichen) und Stoffen, Filigranarbeiten in Silber und Kupfer, Holzschnitzerei und Keramik, Sticken und Nähen. Die meisten Kunsthandwerksbetriebe und Glasfabriken haben die Arbeit eingestellt. An allen touristischen Orten, vor den Hotels und Ausflugslokalen bieten Kunsthandwerker oder Kinder Handarbeiten an (vom Musikinstrument über Schnitzereien bis zur gehäkelten Bordüre). Gebrauchskeramik gibt es auf jedem Markt. 
Der beste Ort um Kunsthandwerk zu kaufen ist Kruja, etwa 1 Std. Fahrzeit von Tirana entfernt. Auf dem hiesigen Basar  bieten Filzmacher, Teppichweber und Antiquitätenhändler ihre Waren an. Viele Geschäfte in Kruja bieten Souvenirs an, wie z.B. albanische Flaggen, Kupferteller und Aschenbecher in der Form eines Bunkers. In Tirana gibt es einige weitere Souvenirläden, eine Kunsthandwerkergenossenschaft in Gjirokastra und einen Verkaufsstand für Souvenirs bei Butrint. 
Feilschen um einen akzeptablen Preis wird auch Touristen nicht übelgenommen, allerdings wird ihre Unkenntnis häufig ausgenutzt. Straßenhändler bieten außerdem Antiquitäten an (s. Duty Free). Vorsicht bei verlockenden Angeboten und Geschäftsvorschlägen. 

Öffnungszeiten der Geschäfte: Die Geschäfte haben i. Allg. Mo-Sa 08.00-12.00 und 15.00-19.00 Uhr geöffnet. Auch sonntags haben viele Geschäfte geöffnet. Basare, Verkaufsstände entlang der Landstraßen und fliegende Händler in den Städten haben ihre eigenen Verkaufszeiten.

Nachtleben

Einleitung

Ein besonderes Vergnügen ist das abendliche Flanieren auf den Hauptboulevards der Städte. Mancherorts werden die Straßen extra zu diesem Anlass für ein paar Stunden für den Autoverkehr gesperrt. In Korça soll der Basar, auf dem landestypische Handwerkskunst angeboten wird, zukünftig auch abends geöffnet werden.

Albanien hat einen hohen Standard in der klassischen Musik. Das kulturelle Angebot umfasst Theater, Oper und Konzerte. Zu den wichtigsten Aufführungsorten gehören das Migjeni-Theater in der nordalbanischen Stadt Shkodra, das Theater Andon Zako Çajupi und das Kulturzentrum Vangjush Mio im südöstlich gelegenen Korça sowie der Kulturpalast in der Hauptstadt Tirana.

In allen größeren Städten gibt es Restaurants und Bars, doch die Hauptstadt Tirana hat für Nachtschwärmer am meisten zu bieten. Das ehemalige Villenviertel Ish-Blloku, das vor der demokratischen Wende eine abgeperrte Wohnsiedlung für höhere Führungspolitiker wie z.B. Enver Hoxha war, ist heute ein beliebtes Ausgehviertel mit zahlreichen Cafés, trendigen Bars und schicken Restaurants. In Tirana gibt es auch einige Diskotheken, die bis spät in die Nacht hinein geöffnet sind. Manchmal wird die Musik live gespielt, vor allem an den Wochenenden. Außerhalb von Tirana sind Diskotheken weniger üblich. In den Küstenorten finden während der Touristensaison im Sommer Musik- und Tanzveranstaltungen in den größeren Hotels statt.

Das hiesige Kinounternehmen Millenium unterhält Filmvorführhäuser in allen größeren Ortschaften. Für gewöhnlich werden Hollywood-Filme mit albanischen Untertiteln gezeigt.

Kulinarisches

Regionale Spezialitäten

Die einheimische Küche ist Balkanküche mit türkischem Einschlag und entlehntem Vokabular (Byrek, Qofte, Shishqebab), aber auch mit mancherlei Varianten. Auf der Speisekarte stehen Gemüse und Fleisch, Brot gehört zu jeder Mahlzeit. Bekannte Spezialitäten sind Fërgesë Tirane, ein heißes Pfannengericht aus Fleisch- und Leberstücken mit Ei und Tomaten sowie Tavë Kosi bzw. Tavë Elbasani, Hammelfleisch in Jogurt überbacken. Weiterhin beliebt ist der Koran, eine Lachsforellenart aus dem Ohrid-See, auch der Shkodra-Karpfen ist eine Kostprobe wert. Kukurec, gefüllte Schafsdärme (im Süden besonders beliebt) und gebackene Hammelköpfe gelten als Ehrung für den Gast. Erfrischend im Sommer ist Tarator, eine kalte Jogurt-Gurkensuppe.

Ein spezieller Nachtisch ist Oshaf, ein Feigen- und Schafsmilch-Pudding aus Gjirokastra. Überhaupt ist Albanien ein Eldorado für Freunde süßer Torten, honiggetränkter Kuchen, Puddings und Eis oder (besonders im Süden) kandierter Früchte, Reçel.

Wissenswertes

Das übliche Hotelfrühstück, in der Regel nicht im Übernachtungspreis enthalten und separat beim Kellner zu bezahlen, ist am kontinentalen Frühstück orientiert. Ein rustikales einheimisches Frühstück wie Pilaf (Reisgericht) oder Paça, eine kräftige Suppe aus Innereien, ist nicht jedermanns Sache und wird in Hotels nicht angeboten.

Trinkgeld

Trinkgeld wird in Restaurants und für Dienstleistungen erwartet und ist angesichts der niedrigen Löhne und Gehälter für den Einheimischen wichtig. Es ist üblich den Rechnungsbetrag um etwa 10% aufzurunden.

Regionale Getränke

Viele Getränke werden importiert, von österreichischem Dosenbier, mazedonischem Wein, bis hin zu Cola-Imitationen und Anisschnaps aus Griechenland. Rar geworden sind die guten heimischen Weine. Besonders genießen wird der Kenner den Raki, einen klaren Tresterschnaps (Raki Rrushi), wobei der privat angebotene und (legal) selbst gebrannte natürlich jeweils der beste ist. Immer schon eine seltene Spezialität war Maulbeerschnaps (Raki Mani), den man nur in der Gegend um Korça als Selbstgebrannten findet. In manchen Hotels werden noch beide albanischen Weinbrände,Konjak Skënderbeu und der Ekstra aus Korça mit seinem besonderen Aroma, angeboten. Fein gemahlener, nach Belieben zusammen mit Zucker gekochter Kafe Turke (Türkischer Kaffee) wetteifert mit dem italienischen Ekspres (Espresso) um die Gunst des Publikums. In den Kaffeestuben sitzen meist nur Männer.

Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke

In Albanien darf man ab 18 Jahren Alkohol trinken.

Unterkunft

Hotels

Die staatlichen Touristenhotels werden von Albturist (s. Adressen) verwaltet. Zahlreiche neuere Hotels befinden sich in Privatbesitz.

Camping

Campingplätze an der Adriaküste bieten im Sommer 4-Bett-Wohnwagen an. Es wird davon abgeraten, frei zu zelten.

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Informationen über die Albanian Youth Hostel Association (Tel: (04) 274 234. Internet: www.ayha.org).

Kultur

Religion

70% Muslime (hauptsächlich Sunniten), 20% Orthodoxe und 10% Katholiken.

Soziale Verhaltensregeln

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Traditionell berühren sich Männer untereinander seitlich mit den Köpfen. Anrede: Herr (Zoti) und Frau (Zonja) mit akademischen Titeln. Ausführliches, mehrfaches Fragen nach dem Wohlbefinden des Gesprächspartners und dem seiner Familienangehörigen eröffnen das Gespräch und sind bei Begegnungen und jedem Telefonat üblich. Kenntnisse des Kanun (des traditionellen Gewohnheitsrechtes) sind angesichts des Wiederauflebens alter Sitten unentbehrlich.

Es ist nicht üblich, bei häuslichen Einladungen Blumen mitzubringen. Kleine Gastgeschenke hingegen, unauffällig abgegeben, werden gern akzeptiert. Geschenke erfordern meist eine Gegenleistung. Bei Todesfällen wird ein Kondolenzbesuch der Bekannten erwartet. Albanier ziehen ihre Schuhe aus, wenn sie das Haus betreten, Besuchern werden meist Plastiksandalen oder Hausschuhe angeboten.

»Ja« und »nein« wird in Albanien auf besondere Weise gezeigt, und man sollte sich spontaner Gesten mit dem Kopf enthalten. »Ja«: kurzes seitliches Kopfschütteln. »Nein«: Heben des Kopfes, unterstrichen durch einen Schnalzlaut und, wenn nötig, von einer Bewegung des Zeigefingers begleitet. Jeder Versuch, sich in albanischer Sprache zu verständigen, wird mit Sympathie aufgenommen.

Es wird i. Allg. legere Kleidung getragen. Rocklänge und Extravaganz der Damenmode werden nicht mehr von prüden Moralvorstellungen diktiert. Kurze Hosen bei Männern sind sowohl am Strand als auch in der Stadt akzeptabel.

Öffentliche Ordnung und Sicherheit haben sich weitgehend normalisiert. Dennoch sollte man als Tourist vorsichtig sein. Demonstratives Zurschaustellen z. B. von teurem Schmuck sollte man vermeiden. Äußerst interessant für Diebe sind Reisepässe, da albanische Staatsbürger durch Einreisebeschränkungen anderer Länder ihr Land kaum verlassen können. Aufpassen muss man auch auf Devisen, Wertsachen, Fotoapparate, Uhren und Mäntel — auf alles, was sich leicht zu Geld machen lässt. Welche Konsumgüter dazugehören, führen die fliegenden Händler am Straßenrand und in den Basaren deutlich vor. Gepäckstücke sollte man nicht aus den Augen lassen, verschlossene Autos sind kein Tresor. 

Bei Streifzügen durch einsame Straßen und in abgelegenen Gegenden oder zu touristischen Sehenswürdigkeiten abseits des allgemeinen Publikumverkehrs ist das Risiko, belästigt oder beraubt zu werden, besonders groß, vor allem bei Dunkelheit. Frauen werden leicht Opfer von Zudringlichkeiten.

Rauchen ist weit verbreitet, rauchfreie Zonen in Gaststätten oder Bars sind schwer zu finden. In öffentlichen Gebäuden ist das Rauchen verboten, es wird sich aber kaum daran gehalten. Langstreckenbusse hingegen machen oft Raucherstopps bei Fahrten durch das Land.

In Restaurants ist es üblich 10 Prozent Trinkgeld zu geben.

Homosexualität ist ein Tabu, Zärtlichkeiten unter homosexuellen Paaren in der Öffentlichkeit werden bei den Einwohnern mit etwas Feindseligkeit begrüßt.

Klima

Beste Reisezeit

Das Klima ist in den einzelnen Landesteilen unterschiedlich.

Küste: Typisches Mittelmeerklima, besonders ausgeprägt in den westlichen Küstenniederungen: Feucht-milde Winter und trockene warme Sommer.

Gebirge: Im gebirgigen Landesinneren Klima kontinentaler Prägung: Im Sommer heiß und trocken, im Winter teilweise sehr kalt. Hauptniederschläge im Winter, in höheren Lagen viel und sehr lange Schnee.

Beste Reisezeit ist Mai/Juni oder Mitte September bis Mitte Oktober.

Landesdaten

Vorwahl +355 Fläche(qkm) 28748 Bevölkerung 3029078 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 105 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 127

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