Japan

Asien

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Japanische Yen (JPY)

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Japan

Hauptstadt

Tokio.

Geographie

Japan liegt 160 km vom asiatischen Festland entfernt. Zu Japan gehört der größte Teil der Inselkette, die der asiatischen Ostküste vorgelagert ist. Die Hauptinseln (Nord nach Süd) sind Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu.

Japan ist sehr gebirgig, etwa drei Viertel des Landes bestehen aus Hügel- und Bergland. Mehrere Bergketten verlaufen von Hokkaido im Norden nach Kyushu im Süden. Die Japanischen Alpen verlaufen in nord-südlicher Richtung durch die Mitte der Insel Honshu. Der höchste Berg ist mit 3776 m der Vulkan Fuji-san (Fudschijama). Er ist einer von über 200 Vulkanen, von denen 36 in den letzten hundert Jahren noch aktiv waren.

Die Tiefebenen liegen hauptsächlich in Küstennähe. Sie sind zumeist nur klein; die größte ist die Kanto-Ebene in der Bucht von Tokio. Die Küste ist im Verhältnis zur Landmasse sehr lang und die Küstenlandschaft ausgesprochen vielfältig. An den Ausläufern der Bergketten liegen tiefe Buchten mit natürlichen Häfen.

Regierung

Parlamentarische Demokratie seit 1947. Verfassung von 1947. Zweikammerparlament: Wahlen zum Unterhaus (Shugi-in; 475 Mitglieder) alle 4 Jahre, zum Oberhaus (Sangi-in; 242 Mitglieder) alle 6 Jahre. Kaiserreich seit mindestens 660 v. Chr.

Staatsoberhaupt

Kaiser Akihito, seit 1989.

Regierungschef

Shinzo Abe, seit Dezember 2012.

Elektrizität

100 V, 60 Hz im Westen (Osaka). 100 V, 50 Hz im Osten (Tokio). Zweipolige Flachstecker. Adapter sind erforderlich.

Zeitzone

Japan Standard Time: MEZ +10

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Japans nationale Fluggesellschaften sind Japan Airlines (JL) (Internet: www.jal.com; Informationen und Reservierungen: Tel: (0180) 222 87 00 (Deutschland); (01) 502 91 88 88 (Österreich); (0844) 88 87 00 (Schweiz)) und ANA - All Nippon Airways (NH) (Internet: www.anaskyweb.com). Japan Airlines verbindet Tokio-Narita mit Europa lediglich ab Helsinki. Viele europäische Fluggesellschaften bieten Nonstopflüge nach Tokio und Osaka. ANA bietet Direktflüge von Frankfurt und München nach Tokio.

Lufthansa (LH) bietet u.a. Direktflüge von Frankfurt nach Tokio Haneda an. Swiss (LX) fliegt direkt von Zürich nach Tokio.

British Airways (BA) fliegt direkt von London Heathrow nach Tokio Haneda. Es gibt zahlreiche Zubringerflüge aus dem deutschsprachigen Raum nach London.

Air France (AF) fliegt ab Paris nach Tokio/Narita und nach Tokio/Haneda.

Eva Air (BR)
fliegt über Taipei nach Tokio.

Finnair (AY)
fliegt täglich ab Wien via Helsinki nach Tokio, Osaka und nach Nagoya.

KLM fliegt von Amsterdam nach Fukuoka. Es bestehen sehr gute Verbindungen ab Zürich und Genf via Amsterdam.

Flugzeiten

Frankfurt - Tokio: 10 Std. 55 Min.; Frankfurt - Osaka: 14 Std. (mit 1 Zwischenstopp); Wien - Tokio: 11 Std. 10 Min.; Zürich - Tokio: 11 Std. 50 Min.

Anreise mit der Bahn

Die Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Japan ist interessant, dauert aber recht lange. Täglich fährt der Zug von Moskau ab, und nach etwa sechs Tagen erreicht man Nachodka (Hafenstadt östlich von Wladiwostok). Von dort setzt man mit dem Schiff nach Niigata über.

Anreise mit dem Schiff

Zahlreiche Passagierschiffe legen in den größten japanischen Häfen an. Fähren bieten täglich Verbindungen von Osaka und Kobe nach Shanghai (China) und wöchentlich von Kobe nach Tanggu (nahe Tianjin, China). Verbindungen nach Taiwan legen in Okinawa ab. Die Shimonoseki-Pusan Fähre verkehrt in der Nacht über das Japanische Meer, das auch Ostmeer genannt wird, nach Südkorea. Außerdem gibt es zahlreiche Fährverbindungen zwischen Hakata und Pusan (Südkorea). Nach Russland gibt es wöchentliche Fährverbindungen, die von Yokohama nach Nakhoda (in der Nähe von Wladiwostok) kreuzen. Außerdem gibt es zweimal wöchentlich Verbindungen von Korsakow in Russland nach Wakkanai in Hokkaido. Kreuzfahrtschiffe laufen die japanischen Inseln auf dem Weg nach Shanghai und Hongkong an.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Linienflüge:
Inlandflüge werden von Japan Airlines (JL) und All Nippon Airways (NH) durchgeführt. Japan Airlines verbindet alle größeren Städte. All Nippon Airways fliegt auch kleinere Städte an. Die wichtigsten Flugstrecken sind Tokio - Sapporo, Tokio - Fukuoka, Tokio - Osaka und Tokio - Naha.
Auf den internationalen Flughäfen in Tokio und Osaka stehen Flugschein-Automaten am Schalter für Inlandflüge zur Verfügung.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Fernbusse (Internet: http://www.jrbuskanto.co.jp/bus_route_e/) verbinden die Großstädte untereinander.

Pkw:
Autofahren auf den überfüllten Straßen ist kein Vergnügen, zumal es nur wenige Verkehrsschilder mit lateinischen Buchstaben gibt. In ländlichen Gebieten ist deshalb ein Kompass und Straßenkarten in lateinischer und japanischer Schrift sehr hilfreich. Die Stadtzentren sind oft verstopft. Die Schnellstraßen Keiyo Highway, Tohoku-, Tomei-, Tokaido-, Joban- und Meishin-Expressway verbinden die Städte an der Pazifikküste. Die Insel Awaji ist zwischen Akashi und Iwaya mit dem Festland durch eine Autobrücke verbunden.

Maut:
Die Autobahnen sind gebührenpflichtig.

Unterlagen:
Österreichische Staatsbürger können mit dem österreichischen internationalen Führerschein in Japan Auto fahren, deutsche und Schweizer Staatsbürger benötigen zusätzlich zu ihrem nationalen Führerschein eine Übersetzung ins Japanische. Reisende müssen noch mindestens drei Monate ab Ausstellungsdatum des Führerscheins im Herkunftsland gelebt haben. Übersetzungen sind bei den zuständigen Vertretungen gegen eine Gebühr erhältlich.

Verkehrsbestimmungen:
Promillegrenze: 0,0 ‰;
Linksverkehr.

Geschwindigkeitsbegrenzungen:
auf Autobahnen: 80-100 km/h;
auf Landstraßen: 50 km/h.

Unterwegs in der Stadt

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind ausgezeichnet und pünktlich, jedoch zu den Stoßzeiten (besonders morgens zwischen 08.00 und 09.00 Uhr) überfüllt. Alle großen Städte (Tokyo, Osaka, Kyoto, Nagoya, Yokohama und Sapporo) haben ein U-Bahnnetz. Die Orientierung in der U-Bahn ist inzwischen sehr einfach: Statt japanischer Namen sind die Linien mit Buchstaben und die Stationen mit Ziffern versehen. Es bestehen zwei U-Bahnsysteme, die Tokyo Metro Co. Ltd. (Internet: www.tokyometro.jp/e/) betreibt das Eidan-System (8 Linien), während das System der Toei (Internet: www.kotsu.metro.tokyo.jp) 4 Linien beinhaltet.

Es gibt diverse S-Bahnlinien, die entweder öffentlich oder privat betrieben werden. Zwischen den Zügen der meisten Gesellschaften kann man problemlos umsteigen und mit demselben Fahrschein weiterfahren. Die JR-Yamanote Bahn in Tokyo und die JR-Kanjo-Bahn in Osaka sind Ringbahnen um die Zentren der beiden Städte. Die Yamanote-S-Bahnlinie bietet nicht nur eine gute Gelegenheit, einen ersten Eindruck von der Stadt zu bekommen, sondern hält auch in den wichtigsten Zentren der Stadt, wie Shibuya, Shinjuku oder Tokyo Station. Fahrpreise richten sich nach der Entfernung; die Zielstation muss in den Fahrkartenautomaten eingegeben werden. Die Fahrkarten müssen bis zum Verlassen des Bahnhofs aufbewahrt werden, da sie am Ausgang des Bahnhofs abgegeben werden müssen. Wochen- und Monatskarten sind erhältlich. Preisgünstige Tageskarten für den innerstädtischen Nahverkehr werden in Tokyo und Osaka angeboten. Die von Privatunternehmen betriebenen Vorortzüge ergänzen das Nahverkehrssystem. Während des Berufsverkehrs sollte man öffentliche Verkehrsmittel meiden.

Es ist nicht immer leicht, die städtischen Busse zu benutzen; wenn man nicht mit einem Ortskundigen unterwegs ist, sollte man sich den Weg vom Hotelpersonal genau beschreiben lassen. Sammelkarten sind erhältlich. Das Fahrgeld wird oft erst beim Verlassen des Busses verlangt (beim Einsteigen zieht man eine Karte mit der Nummer der Station, an der man einsteigt).

Taxi:
In den Stoßzeiten 07.30-09.30 und 17.00-18.00 Uhr sowie nachts 23.00-05.00 Uhr besonders teuer. Für die ersten 2 km wird eine Mindestgebühr erhoben, bei Staus wird auch die gewartete Zeit berechnet. Der Bestimmungsort sowie ein in der Nähe gelegener bekannter Ort sollten auf japanisch aufgeschrieben werden. Am besten eine Wegskizze mitnehmen, da es kaum Straßennamen gibt; Hausnummern richten sich nach der zeitlichen Reihenfolge, in der Häuser in einem bestimmten Bezirk gebaut wurden. Wenn das rote Licht in der unteren linken Ecke der Windschutzscheibe leuchtet, ist das Taxi frei. Die Türen werden automatisch von dem Fahrer geöffnet und geschlossen. Für eine Stadtbesichtigung kann ein Wagen mit Englisch sprechendem Fahrer über Hotels oder Reisebüros stundenweise gemietet werden.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Japan hat eines der besten Schienennetze der Welt. Auf den wichtigsten Strecken der JR Gruppe (Japan Railways Group) (Internet: www.japanrail.com) verkehren die Züge in sehr kurzen Abständen.

Die Shinkansen, superschnelle Expresszüge, haben Abteile für Rollstuhlfahrer sowie Speise- und Büffetwagen. Sie verkehren mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 300 km/h und sind eine Alternative zum Flugverkehr. Verspätungen sind fast unbekannt. Für die Schnellzüge und die Erste-Klasse-Wagen der wichtigsten Züge wird ein besonderer Zuschlag verlangt. Sitzplatzreservierung ist erforderlich für die Wagen erster Klasse, frühzeitige Buchung ist empfehlenswert (bis zu einem Monat im Voraus ist möglich). Bei der Japan Railways Group können Tickets auch in englischer Sprache ausgedruckt werden. Der Shinkansen verbindet mehrmals in der Stunde Tokyo mit den wichtigsten Landesteilen.

Neben diesen Hochgeschwindigkeitszügen gibt es noch Schnellzüge, Eilzüge und Lokalbahnen. Die Fahrpreise setzen sich aus einem Grundtarif, der von der Länge der Fahrstrecke abhängt, und einem Zuschlag zusammen, welcher je nach Art der benutzten Züge verschieden hoch ist.

In den Bahnhöfen der größeren Städte werden an grün markierten Fahrkartenschaltern Platzkarten für Shikansen- und Schnellzüge, Liegewagenkarten sowie andere reservierungspflichtige Sonderfahrkarten verkauft. Die Öffnungszeiten dieser Schalter sind täglich von 06.00-22.00 Uhr. Unter www.world.eki-net.com können im Voraus Platzreservierungen für Shikansen und Narita-Expresszüge über die East Japan Railway Company gebucht werden. Die Abholung der Platzreservierungen ist nur in den folgenden Städten möglich: Tokyo, Narita, Sendai, Morioka, Akita, Yamagata, Niigata und Nagano.

Der Hokkaido Shinkansen verbindet Aomori über den Seikan-Tunnel mit Hokkaido.

Japan Rail Pass (Internet: www.japanrailpass.net): Dieser Touristen-Pass, der nur vor der Ankunft in Japan gekauft werden kann und bei verschiedenen Reiseunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich, bei dem man zuerst eine Exchange Order erhält, die später in Japan gegen den eigentlichen Pass eingelöst wird. Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen) oder unter www.japanrailpass.net erhältlich. Der Japan Rail Pass ist wahlweise für 7, 14 oder 21 aufeinanderfolgende Tage gültig. Kinder zwischen 6-11 Jahren zahlen die Hälfte. Der Pass berechtigt zu unbegrenzten Reisen auf allen von JR betriebenen Zug-, Bus- und Schifffahrtslinien. (Der Pass kann nicht für den Superexpresszug Nozomi eingesetzt werden). Andere Anbieter verlangen einen Preisaufschlag. Rückerstattung der Gesamtkosten nur bei unbenutzten Pässen.

Für Reisende, die sich nur in bestimmten Regionen Japans aufhalten, sind regionale Rail-Pässe zu günstigen Tarifen erhältlich. Der JR-East Rail Pass (Internet: www.jreast.co.jp/english) ist für die nördliche von Tokyo gelegenen Regionen mit Ausnahme von Hokkaido gültig. Der JR-West Rail Pass (Internet: www.westjr.co.jp/english) gilt für die Regionen westlich des Kansai International Airport und der JR-Kyushu Rail Pass (Internet: www.jrkyushu.co.jp/english) gilt für die gesamte Insel Kyushu.

Für das Stadtgebiet Tokios ist die Suica Card erhältlich. Diese kann auch in Verbindung mit dem N'EX Ticket für den Flughafen-Nachtexpress erworben werden.

Unterwegs mit dem Schiff

Es gibt regelmäßige Fähr-, Schnellboot- und Luftkissenbootverbindungen von der Hauptinsel zu den kleineren japanischen Inseln. Hauptrouten sind:

Awaji: Akashi - Iwaya;
Shodo-shima: Shin-Okayama - Tonosho;
Ikuchijima und Omishama: Mihara - Setoda.

Von Tokio, Osaka und Kobe gibt es Fährverbindungen zu den Häfen in Hokkaido und Kyushu. Hochgeschwindigkeitszüge verkehren regelmäßig zwischen Tokio und den wichtigen Häfen. Zusätzlich gibt es in den Erholungsorten am Meer und an den Seen im Landesinnern Ausflugs-, Tragflächen- und Hovercraft-Boote.

Reisewarnung

Überblick Japan

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 06.01.2017
Unverändert gültig seit: 22.12.2016

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Das Auswärtige Amt warnt weiterhin ausdrücklich vor Aufenthalten in der von der japanischen Regierung ausgewiesenen Roten Zone um das Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten der Insel Honshu (Teilreisewarnung). Von nicht notwendigen kurzen Reisen und allen langfristigen Reisen in die Gelbe und Grüne Zone wird abgeraten.

Am 11. März 2011 ereignete sich im Nordosten Japans ca. 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokyo ein schweres Seebeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala. In der Folge traf ein Tsunami weite Teile der Nordostküste Japans, verursachte schwere Schäden und forderte zahlreiche Opfer.   In drei Blöcken des Atomkraftwerks Fukushima I kam es zu Kernschmelzen mit nachfolgender Freisetzung radioaktiver Stoffe. Die Anlagen sind derzeit in einem relativ stabilen Zustand. Die Bemühungen um die Eingrenzung der verbliebenen Gefährdungen dauern an.

Aus radiologischer Sicht ist ein Aufenthalt, außer in den evakuierten Gebieten, in ganz Japan unbedenklich.

Bei den evakuierten Gebieten handelt es sich um - den von der japanischen Regierung festgelegten 20-km-Umkreis um das Kernkraftwerk sowie - das gesamte Gebiet der außerhalb dieses Umkreises gelegenen Ortschaft von Iitate sowie um Teile der Ortschaften von Katsurao, Minamisōma und Kawamata ( Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.meti.go.jp ).

Die japanische Regierung hat die evakuierten Gebiete in drei Zonen unterteilt (Grüne Zone – Gelbe Zone – Rote Zone) (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.meti.go.jp/earthquake). In den Zonen gibt es jeweils eine Begrenzung der gestatteten Aktivitäten und eine Festlegung der Vorsorgemaßnahmen, die beim Betreten der Zonen beachtet werden müssen. Die Rote Zone ist weiterhin gesperrtes Gebiet.

Notwendige Reisen in die evakuierten Gebiete sollten erst nach Kontakt mit den zuständigen regionalen Behörden erfolgen. Da es sich um evakuierte Gebiete handelt, wird weiterhin vorsorglich von einem längerfristigen Aufenthalt in diesen Gebieten abgeraten.

Weil eine Veränderung der radiologischen Situation am AKW Fukushima I zwar unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen ist, wird empfohlen die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der japanischen Behörden sollten unbedingt befolgt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Externer Link, öffnet in neuem Fensterdeutschen Auslandsvertretungen in Japan.

Bei Fragen zu Reaktorsicherheit und Strahlenschutz informiert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.bmub.bund.de/.

Die Sicherheitslage in der Region, speziell auf der koreanischen Halbinsel, wird vom Auswärtigen Amt genau beobachtet. Zurzeit gibt es keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung deutscher Staatsangehöriger, die sich in Japan aufhalten. Deutschen Staatsangehörigen, die sich (auch nur vorübergehend) in Japan aufhalten, wird geraten sich auf der Externer Link, öffnet in neuem FensterDeutschenliste der Botschaft registrieren zu lassen.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist in Japan niedrig. Allerdings kann es vor allem in den Abendstunden und nachts in den Stadtbezirken Roppongi und Shinjuku (Kabuki-cho) in Tokyo zu Kreditkartenbetrügereien kommen. Männer werden auf der Straße zum Besuch einschlägiger Bars eingeladen und erhalten Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Anschließend erhalten die Reisenden überhöhte Rechnungen, die mangels Bargeld - manchmal unter Androhung von Gewalt - per Kreditkarte gezahlt werden sollen. Nicht selten weist die Kreditkartenabrechnung dann einen nochmals erhöhten Betrag aus. Reisende, die Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, sollten die Kreditkartenfirma informieren und sich umgehend an die örtliche Polizeidienststelle wenden, um Anzeige zu erstatten. In einigen Fällen kann eine Rückzahlung erfolgen.   

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Reisewarnung

Das Auswärtige Amt warnt weiterhin ausdrücklich vor Aufenthalten in der von der japanischen Regierung ausgewiesenen Roten Zone um das Kernkraftwerk Fukushima I im Nordosten der Insel Honshu (Teilreisewarnung). Von nicht notwendigen kurzen Reisen und allen langfristigen Reisen in die Gelbe und Grüne Zone wird abgeraten.

Am 11. März 2011 ereignete sich im Nordosten Japans ca. 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und knapp 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokyo ein schweres Seebeben der Stärke 9,0 auf der Richterskala. In der Folge traf ein Tsunami weite Teile der Nordostküste Japans, verursachte schwere Schäden und forderte zahlreiche Opfer.   In drei Blöcken des Atomkraftwerks Fukushima I kam es zu Kernschmelzen mit nachfolgender Freisetzung radioaktiver Stoffe. Die Anlagen sind derzeit in einem relativ stabilen Zustand. Die Bemühungen um die Eingrenzung der verbliebenen Gefährdungen dauern an.

Aus radiologischer Sicht ist ein Aufenthalt, außer in den evakuierten Gebieten, in ganz Japan unbedenklich.

Bei den evakuierten Gebieten handelt es sich um - den von der japanischen Regierung festgelegten 20-km-Umkreis um das Kernkraftwerk sowie - das gesamte Gebiet der außerhalb dieses Umkreises gelegenen Ortschaft von Iitate sowie um Teile der Ortschaften von Katsurao, Minamisōma und Kawamata ( Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.meti.go.jp ).

Die japanische Regierung hat die evakuierten Gebiete in drei Zonen unterteilt (Grüne Zone – Gelbe Zone – Rote Zone) (Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.meti.go.jp/earthquake). In den Zonen gibt es jeweils eine Begrenzung der gestatteten Aktivitäten und eine Festlegung der Vorsorgemaßnahmen, die beim Betreten der Zonen beachtet werden müssen. Die Rote Zone ist weiterhin gesperrtes Gebiet.

Notwendige Reisen in die evakuierten Gebiete sollten erst nach Kontakt mit den zuständigen regionalen Behörden erfolgen. Da es sich um evakuierte Gebiete handelt, wird weiterhin vorsorglich von einem längerfristigen Aufenthalt in diesen Gebieten abgeraten.

Weil eine Veränderung der radiologischen Situation am AKW Fukushima I zwar unwahrscheinlich, aber nicht völlig ausgeschlossen ist, wird empfohlen die örtliche Medienberichterstattung aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der japanischen Behörden sollten unbedingt befolgt werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Externer Link, öffnet in neuem Fensterdeutschen Auslandsvertretungen in Japan.

Bei Fragen zu Reaktorsicherheit und Strahlenschutz informiert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.bmub.bund.de/.

Die Sicherheitslage in der Region, speziell auf der koreanischen Halbinsel, wird vom Auswärtigen Amt genau beobachtet. Zurzeit gibt es keine Hinweise auf eine konkrete Gefährdung deutscher Staatsangehöriger, die sich in Japan aufhalten. Deutschen Staatsangehörigen, die sich (auch nur vorübergehend) in Japan aufhalten, wird geraten sich auf der Externer Link, öffnet in neuem FensterDeutschenliste der Botschaft registrieren zu lassen.

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate ist in Japan niedrig. Allerdings kann es vor allem in den Abendstunden und nachts in den Stadtbezirken Roppongi und Shinjuku (Kabuki-cho) in Tokyo zu Kreditkartenbetrügereien kommen. Männer werden auf der Straße zum Besuch einschlägiger Bars eingeladen und erhalten Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Anschließend erhalten die Reisenden überhöhte Rechnungen, die mangels Bargeld - manchmal unter Androhung von Gewalt - per Kreditkarte gezahlt werden sollen. Nicht selten weist die Kreditkartenabrechnung dann einen nochmals erhöhten Betrag aus. Reisende, die Opfer eines solchen Betrugs geworden sind, sollten die Kreditkartenfirma informieren und sich umgehend an die örtliche Polizeidienststelle wenden, um Anzeige zu erstatten. In einigen Fällen kann eine Rückzahlung erfolgen.   

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Essen und Trinken

Leitungswasser ist gechlort, weshalb abgefülltes Wasser empfohlen wird, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Offiziell wurde das Leitungswasser in Tokio hinsichtlich der Strahlenwerte für trinkbar erklärt. Wer mit Kindern reist, sollte dennoch sicherheitshalber auf abgepacktes Wasser zurückgreifen. 

Auf Obst und Gemüse aus der Provinz Fukushima, das nach wie vor landesweit in Supermärkten erhältlich ist, sollte verzichtet werden. 

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden. 

Landesweit besteht das von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Fleckfieber tritt im Buschland der Flusstäler im Süden auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Es kommt immer wieder zu Ausbrüchen der Hand-, Fuß- und Mundkrankheit (HFMD). Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, sollte man sich regelmäßig die Hände waschen und den Kontakt mit Erkrankten vermeiden.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Ein sehr geringes Ansteckungsrisiko für die durch Mücken übertragene Japanische Enzephalitis besteht von Juni bis September vor allem in den ländlichen Gebieten im Süden. Eine Impfung ist möglich.

Geld

Währung

Japanischer Yen. Währungskürzel: ¥, JPY (ISO-Code). Banknoten sind in den Werten von 10.000, 5000, 2000 und 1000 ¥ im Umlauf. Münzen in den Werten von 500, 100, 50, 10, 5 und 1 ¥.

Kreditkarten

Visa, Diners Club, American Express, MasterCard oder Prepaid MasterCard und andere größere Kreditkarten werden in größeren Städten von Hotels und Kaufhäusern angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der jeweiligen Kreditkarte.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Geldautomaten sind weit verbreitet, akzeptieren jedoch keine ausländische Karten. Inzwischen ist es möglich, mit ec-/Maestro-Karte, die ein Maestro-Zeichen trägt, Geld an Automaten der SevenEleven-Supermärkte abzuheben. Geldautomaten stehen während der üblichen Öffnungszeiten zur Verfügung, so dass dieser Dienst an Wochenenden nur eingeschränkt genutzt werden kann. Ausländische Kredit- und Debitkarten werden auch an den über 21.000 Geldautomaten der japanischen Postämter akzeptiert, die in der Regel Mo-Fr 07.00-23.00 Uhr und Sa-So 09.00-19.00 geöffnet haben. Citibank-Automaten nehmen ebenfalls ausländische Kreditkarten an und sind oft rund um die Uhr geöffnet.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-15.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen für die Ein- oder Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen. Beträge ab einem Gegenwert von 1 Mio ¥ müssen deklariert werden.

Geldwechsel

Geld muss bei autorisierten Banken oder Wechselstuben umgetauscht werden. Am problemlosesten ist der Umtausch von US-Dollar.

Sprache

Überblick

Japanisch. Englisch ist Geschäfts- und Fremdsprache.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

(a) Viele Geschäfte und Büros haben vom 29. Dez.-3. Januar (Neujahr) geschlossen. (b) Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so wird der darauf folgende Montag zum Feiertag (gilt nicht für den Neujahrstag).

(c) Arbeitstage zwischen zwei Feiertagen werden ebenfalls frei gegeben.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel dürfen zollfrei nach Japan eingeführt werden (Personen ab 20 J.):

 

400 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak/ oder 500 g gemischte Tabakprodukte;

3 Flaschen (jeweils ca. 0,76 l) Spirituosen;

59 ml Parfüm;

Geschenke bis zu einem Wert von 300.000 ¥.

Gegenstände für den persönlichen Gebrauch wie Kleidung, Hygieneartikel und ggf. eine tragbare professionelle Ausrüstung.

 

Anmerkung: Die angegebenen Mengen für Tabakwaren gelten für Personen, die ihren dauerhaften Wohnsitz nicht in Japan haben.

Importbeschränkungen

Arzneimittel im Rahmen einer Reiseapotheke: innerliche Anwendung: 2-Monats-Vorrat; äußerliche Anwendung: 24 Stück; Kosmetikartikel: 24 Stück.

Verbotene Importe

Artikel, die Patent- oder Copyright-Rechte verletzen, Falsch- oder Papiergeld, Waffen, Drogen und Betäubungsmittel, spezielle Arzneimittel (u. a. Allergiemittel, bestimmte Schmerzmittel), Aufputschmittel (d. h. auch Nasensprays und Inhalationssprays bei Erkältungen), Munition, obszöne Medien, Pflanzen mit Erde, die meisten frischen Obst-, Pflanzen- und Gemüsesorten. Die Einfuhr von rohem Fleisch ist u.a. aus Österreich und der Schweiz verboten und u.a. aus Deutschland erlaubt. Die Einfuhr von verarbeitetem Fleisch ist u. a. aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erlaubt. Weitere Auskünfte erteilen die zuständigen diplomatischen Vertretungen (s. Kontaktadressen).

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Eine große Anzahl zweisprachiger Visitenkarten ist unerlässlich; man kann sie auch in Japan drucken lassen. Termine sollten im Voraus vereinbart werden. Aufgrund der zu beachtenden Etikette sollte man mehr als ein paar Tage für den Geschäftsbesuch planen. Pünktlichkeit ist sehr wichtig. Vor den zumeist formellen Verhandlungen wird oft Tee gereicht.

Tokio
Die Einwohner Tokios sind zwar kosmopolitischer als andere Japaner, in der Gegenwart von Ausländern, und besonders wenn man von ihnen erwartet, Englisch zu sprechen, sind viele aber reserviert. Fast jeder unter 50 Jahren verfügt über englische Grundkenntnisse, die wenigsten aber sprechen fließend Englisch. Mißverständnisse entstehen somit leicht, deshalb ist es ratsam, Dolmetscher einzusetzen. Von Ausländern wird nicht erwartet, daß sie die japanischen Verhaltensregeln grundlegend kennen, deshalb sieht man über viele Verstöße freundlich hinweg. Man sollte allerdings daran denken, daß die Schuhe in Privathäusern und auch in einigen Büros und Restaurants ausgezogen werden müssen. Trinkgeld wird nicht erwartet, gilt sogar als ordinär, genau wie das Essen beim Gehen. Auch sollte man das Nase Putzen in der Öffentlichkeit vermeiden (Schniefen wird allerdings ohne weiteres akzeptiert). Bei der Arbeit und bei geschäftlichen Anlässen sollte man sich adrett, aber konservativ kleiden. Beim Kennenlernen spielt der Austausch von Visitenkarten eine sehr wichtige Rolle, denn ohne Visitenkarte wird man nicht ernstgenommen.

Gesellschaftliche Anlässe spielen sich vor allem in Restaurants und in „Izakaya”-Bierhallen ab, Einladungen zu Geschäftspartnern nach Hause sind dagegen ungewöhnlich. Das Trinken von Alkohol (Bier, Whisky, Sake) ist genau wie das Rauchen Teil dieser Kultur. Selten werden die Partner von Geschäftsreisenden mit eingeladen, denn die geschäftliche Unterhaltung wird immer noch von Männern dominiert. Geschenke sind äußerst wichtig (allerdings brauchen sie nicht groß oder verschwenderisch sein) und werden feierlich ausgetauscht.

Kollegen erwähnt man normalerweise mit dem Nachnamen, und Hierarchien sollten respektiert werden. Bei Geschäftsverhandlungen muß man meistens Geduld beweisen, denn Direktheit steht man mißtrauisch und ablehnend gegenüber, deshalb werden Anworten mit einem klaren „Ja” oder „Nein” vermieden. Ungeduld wird mißbilligt, und Konfrontationen stehen außer Frage, denn sie gelten als ein Zeichen größter Schwäche. Sich zu entschuldigen und zu bedanken ist sehr wichtig und sollte nicht zu knapp ausfallen. 

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr. Manche Geschäfte sind am Samstag von 09.00-12.00 Uhr geöffnet.

Wirtschaft

Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan
Postanschrift: CPO Box 588, JP-Tokyo 100-8692
Straßenadresse: Sanbacho KS Building, 2-4 Sanbancho, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 102-0075
Tel: (03) 52 76 98 11.
Internet: www.dihkj.or.jp

Japan External Trade Organisation (JETRO)
An der Welle 4, D-60422 Frankfurt/M
Tel: (069) 75 93 87 68.
Internet: www.jetro.de
Büros in Berlin, Düsseldorf und München.

Japan External Trade Organisation (JETRO)
Mariahilferstraße 41-43/3, A-1060 Wien
Tel: (01) 587 56 28.
Internet: www.jetro.go.jp/austria

Japan External Trade Organisation (JETRO)
Rue de Lausanne 80, CH-1202 Geneva
Tel: (022) 732 13 04.
Internet: www.jetro.go.jp/switzerland/geneva

Japan Chamber of Commerce and Industry (Nippon Shoko Kaigi-sho)
2-2 Marunouchi 3 Chome, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 100-0005
Tel: (03) 32 83 78 24.
Internet: www.jcci.or.jp

Geschäftskontakte

Deutsche Industrie- und Handelskammer in Japan
Postanschrift: CPO Box 588, JP-Tokyo 100-8692
Straßenadresse: Sanbacho KS Building, 2-4 Sanbancho, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 102-0075
Tel: (03) 52 76 98 11.
Internet: www.dihkj.or.jp

Japan External Trade Organisation (JETRO)
An der Welle 4, D-60422 Frankfurt/M
Tel: (069) 75 93 87 68.
Internet: www.jetro.de
Büros in Berlin, Düsseldorf und München.

Japan External Trade Organisation (JETRO)
Mariahilferstraße 41-43/3, A-1060 Wien
Tel: (01) 587 56 28.
Internet: www.jetro.go.jp/austria

Japan External Trade Organisation (JETRO)
Rue de Lausanne 80, CH-1202 Geneva
Tel: (022) 732 13 04.
Internet: www.jetro.go.jp/switzerland/geneva

Japan Chamber of Commerce and Industry (Nippon Shoko Kaigi-sho)
2-2 Marunouchi 3 Chome, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 100-0005
Tel: (03) 32 83 78 24.
Internet: www.jcci.or.jp

Kommunikation

Telefon

Die Landesvorwahl ist 0081. Es gibt vier Unternehmen, die internationale Kommunikationsdienste anbieten: KDDI (001), SoftBank Telecom (0061), Nihon Telecom (0041) und NTT (0033). Möchte man nach Deutschland telefonieren, wählt man die Nummer (Vorwahl) eines Anbieters und dann die Ländervorwahl. Direkte Einwahlgespräche kann man in den öffentlichen Telefonzellen führen, auf denen "International & Domestic Card / Coin Telephone" steht. Öffentliche Telefone sind oft im Bereich von Bahnhöfen, Hotels und an anderen von Touristen stark frequentierten Orten zu finden. Sie sind grau oder grün und können mit Münzen oder Telefon-Karten benutzt werden. Telefon-Karten sind in kleinen Gemischtwarenläden und am Bahnhofskiosk erhältlich. Öffentliche Telefone, die für internationale Gespräche mit Telefon-Karten genutzt werden können, sind jedoch selten.
 

Mobiltelefon

Mobilfunknetze in Japan stützen sich auf die PDC-Technologie (Personal Digital Cellular System), die weder mit GSM noch mit anderen Mobilfunkstandards kompatibel ist. UMTS-Mobiltelefone bzw. 3G Mobiltelefone können jedoch in Japan genutzt werden. Die Servicestellen von SoftBank Mobile, von DoCoMo sowie der Mobilfunkanbieter des Reisenden vor Ort richten die Nutzung der eigenen SIM-Karte im eigenen Mobiltelefons  oder im Miethandy ein. Internationale Roaming-Abkommen bestehen. In Japan können ansonsten Mobiltelefone u.a. von NTT (Internet: www.ntt.co.jp) oder von Rentafone Japan (Internet: www.rentafonejapan.com) gemietet werden. Schon am Narita Flughafen und am Kansai Flughafen findet man Verleihfirmen wie SoftBank Mobile (Internet: www.softbank-rental.jp).

Internet

In Tokio und in jeder anderen größeren Städten gibt es Internet-Cafés. In Tokio, Kobe und in Yokohama haben ausländische Touristen kostenlosen Zugang zum Internet über Wi-Fi-Hotspots (Internet: www.hotspotlocations.com). Die meisten Hotels bieten meist kostenpflichtigen Zugang zum Internet. Einen kostengünstigen Internetanschluss bieten auch viele öffentliche Gebäude und sogenannte Manga-Cafés.

Post

Auf dem Hauptpostamt am Tokioer Bahnhof steht englischsprachiges Personal zur Verfügung. Luftpostbriefe nach Europa benötigen 4-6 Tage. Postlagernde Sendungen werden von größeren Postämtern angenommen und bis zu 10 Tage aufbewahrt. Öffnungszeiten: Mo-Fr 09.00-17.00 Uhr, Sa 09.00-12.00 Uhr. Das Hauptpostamt und das internationale Postamt (in der Nähe von Ausgang A-2 der U-Bahn-Station Otemachi; Personal spricht Englisch) öffnen bis 19.00 Uhr, Sa bis 17.00 Uhr.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

In den großen Kaufhäusern findet man eine Kombination fernöstlicher und europäischer Waren. Typische Mitbringsel sind Kimonos, Mingei (Kunsthandwerk wie z. B. Drachen und traditionelles Spielzeug), Seide aus Kyoto, Fächer, Wandschirme, Puppen, religiöse Gegenstände des Shinto und Buddhismus, Papierlaternen, Hi-fi-Geräte, Fotoapparate, Fernsehapparate und andere elektronische Geräte. Bei Vorlage des Reisepasses wird die Steuer erlassen.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-So 10.00-19.00/20.00 Uhr und an Feiertagen.

Nachtleben

Einleitung

Zahllose Kinos, Bars, Cafés und Nachtklubs sorgen für Abwechslung. Im Sommer sind Dachgartenrestaurants und -biergärten sowie Straßencafés sehr beliebt. Jeden Abend finden zahlreiche Konzerte in Tokio statt, internationale Sinfonieorchester, Solisten und Ensembles treten auf. Karten sollten im Voraus gekauft werden, da Veranstaltungen sehr schnell ausverkauft sind. In den großen Kaufhäusern gibt es Vorverkaufsbüros. In Karaoke-Bars dürfen sich die Gäste als Sänger versuchen: International bekannte Hits und Oldies werden vom Band gespielt, dem Amateur-Popstar wird ein Mikrofon in die Hand gedrückt, und der Text (natürlich in japanischer Schrift) wird auf dem Video-Bildschirm vorgegeben. Karaoke-Bars sind sehr beliebt und unbedingt einen Besuch wert, auch wenn man selbst keine Starambitionen hat. Ein anderes weit verbreitetes Freizeitvergnügen ist Pachinko, das dem Bingo-Spiel verwandt ist.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

Sind entweder im »westlichen« oder im traditionellen Stil eingerichtet, gelegentlich findet man auch eine Mischung aus beiden. Westlicher Stil bedeutet europäische oder amerikanische Ausstattung. Die Business Hotels im westlichen Stil bieten preiswerte Übernachtungsmöglichkeiten für Geschäftsreisende. Sie befinden sich i. Allg. in der Stadtmitte, die Zimmer sind meist Einzelzimmer. Hotels japanischen Stils bieten hohen Komfort. In einigen Hotels z. B. wird die japanische Teezeremonie durchgeführt. Eine Vielfalt an Extraleistungen wird angeboten. 10-20 % Bedienung werden auf die Rechnung aufgeschlagen.

Ein besonderes Vergnügen ist die Übernachtung in einem Ryokan, einem traditionellen japanischen Hotel. Frühstück und Abendessen - meist japanische Gerichte - sind oft im Übernachtungspreis enthalten. Man trägt keine Straßenschuhe, sondern die bereitgestellten Hausschuhe. Reisstrohmatten und Schiebetüren aus Holz und Papier, japanische Bäder und der Ausblick auf einen der herrlichen japanischen Mini-Gärten vermitteln ein besonderes Ambiente. Typisch für die Ryokan sind die ansprechenden Bäder, die teilweise sogar mit heißem Quellwasser gefüllt sind oder mitunter auch ganzen Badelandschaften ähneln. Hier ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass man sich zunächst in der bereitstehenden Waschwanne wäscht, alle Seife, Haarshampoo oder Duschgel vom Körper entfernt und dann erst in das eigentliche Bad steigt. Dies dient ausschließlich der Entspannung und dem körperlichen Wohlbefinden.Der Service ist hervorragend. Je nach Kategorie kostet eine Übernachtung im Ryokan zwischen umgerechnet 35 € und 300 €. In den Unterkünften der gehobenen Kategorie sind im Preis zwei tägliche Mahlzeiten enthalten. Zu buchen gibt es die Ryokans unter http://www.itcj.or.jp/ und http://www.jpinn.com/ und http://www.japaneseguesthouses.com/. Weitere Informationen sind bei der Japan Ryokan Association (Internet: www.ryokan.or.jp) erhältlich.

Capsule-Hotels gibt es in allen größeren Städten in der Nähe der Bahnhöfe, wo man in winzigen Kabinen preiswert übernachten kann. Das von der Japan Tourist Organization gegründete Welcome Inn-Reservierungssystem bucht Unterkünfte der unteren Preisklasse. Näheres vom Fremdenverkehrsamt (s. Adressen).

Kategorien: Es gibt keine Kategorien.

Weitere Informationen von der Japan Hotel Association, Shin Otemachi Building, 2-2-1 Otemachi, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 100-0004. (Tel: (03) 32 79 27 06. Internet: www.j-hotel.or.jp).

Auskünfte erhält man auch von JHN (Japan Hotel Network) Travel Ltd., Hokujo 2937-275, Hakuba Mura, Kita Azumi Gun, Nagano Pref, JP-399-9301. Tel: (0261) 75 53 60. Internet: www.japanhotel.net.

Für Informationen zu Hotels speziell in Tokio steht folgende Organisation zur Verfügung: Tokyu Hotel Chain Co Ltd, 10-3 Nagata-Cho, 2-Chome, Chiyoda-Ku, JP-Tokyo 100-0014. (Tel: (03) 34 62 01 09. Fax: (03) 37 80 34 39. Internet: www.tokyuhotelsjapan.com).

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Es gibt etwa 400 Jugendherbergen in Japan. Nähere Auskünfte sind unter folgender Adresse erhältlich: Japan Youth Hostels Inc., 2-20-7 Misaki-cho, Chiyoda-ku, JP-Tokyo 101-0061. (Tel: (03) 32 88 14 17. Internet: www.jyh.or.jp).

Pensionen
Vor allem in Erholungsgebieten gibt es Pensionen westlichen Stils. Minshuku sind preiswerte Familienpensionen, hauptsächlich in Erholungsgebieten gelegen. Ein oder zwei Mahlzeiten sind im Preis enthalten, die Zimmeraustattung ist einfacher als in Ryokans oder Hotels im westlichen Stil.

Anmerkung:
Seit April 2005 ist beim Einchecken in Hotels und anderen Unterkünften in Japan aus Sicherheitsgründen gesetzlich vorgeschrieben:
- die "Staatsangehörigkeit", "Reisepass-Nr." sowie "Name", "Adresse" und "Beruf" des Besuchers an den entsprechenden Stellen des Formulars zur Registrierung auszufüllen,
- den Reisepass zur Kopie zur Verfügung zu stellen. (Die Eigentümer der Unterkünfte sind verpflichtet, diese Kopien aufzubewahren.)

Kultur

Religion

84% Shintoismus und Buddhismus (die meisten Japaner folgen beiden Religionen); christliche und andere Minderheiten.

Soziale Verhaltensregeln

Umgangsformen: Die Höflichkeitsregeln, die von der Mehrheit der Japaner beachtet werden, weichen zwar in vieler Hinsicht von den europäischen ab, Japaner sind sich jedoch des Unterschiedes bewusst und akzeptieren, dass Ausländer nicht alle Sitten und Gebräuche kennen. Höfliches und korrektes Benehmen wird erwartet. Es ist unhöflich, »nein« zu sagen. Ein vages »ja« bedeutet aber nicht unbedingt eine Bejahung. Die Tatsache, dass es auch unter Japanern zahlreiche Missverständnisse gibt, sollte Besucher beruhigen. Gäste werden selten in Privathäuser eingeladen, da dies eine sehr ernstzunehmende, formelle Angelegenheit ist. (Eine andere Version besagt, dass japanische Wohnungen zu klein sind, um Gäste einzuladen.) Zur Begrüßung verbeugt man sich. Die höfliche Nachsilbe "San" sollte bei der Anrede japanischer Männer und Frauen benutzt werden: Herr T. Yamada wird demnach mit »Yamada-san« angesprochen. Beim Betreten einer japanischen Wohnung oder eines Ryokans zieht man i. Allg. die Schuhe aus, die Schuhspitzen sollten zur Eingangstür zeigen. Tischmanieren sind wichtig, obwohl ein japanischer Gastgeber dem westlichen Gast gegenüber sehr tolerant sein wird. Man sollte sich jedoch mit den wichtigsten Tischmanieren vertraut machen und Essstäbchen benutzen. Es ist üblich, dem Gastgeber ein kleines Geschenk mitzubringen. Geschäftsleute sollten den japanischen Geschäftspartnern ebenfalls ein Geschenk überreichen.

Rauchen: Nichtraucherzonen sind ausgeschildert. Zigaretten dürfen nicht auf die Straße geworfen werden. In Japan sind deshalb tragbare Aschenbecher üblich. Außerdem ist Rauchen im Gehen verpönt. Rauchen ist in öffentlichen Verkehrsmitteln und in U-Bahnhöfen verboten. Große gastronomische Betriebe müssen über einen Raucherbereich verfügen. Das Rauchen auf der Straße ist in einigen Großstädten und in den folgenden Bezirken von Tokio verboten: Chiyoda, Shinagawa, Shinjuku und Nakano. In der Präfektur Kanagawa darf in öffentlichen Räumen wie beispielsweise in Krankenhäusern, Schulen und Ämtern nicht geraucht werden. 

Trinkgeld: Trinkgeld wird nicht erwartet, weder im Restaurant, im Hotel noch vom Taxifahrer. Für besondere Dienste oder als Anerkennung können Geldgeschenke gemacht werden. Man sollte aber niemals eine Handvoll Kleingeld überreichen, sondern spezielle Briefumschläge für Geldgeschenke kaufen.

Klima

Beste Reisezeit

Von regionalen Ausnahmen abgesehen stabiles, gemäßigtes Klima im größten Teil des Landes. Der Sommer (Juni - September) ist je nach Region warm bis sehr heiß. Mild im Frühling und Herbst. Regenfälle ganzjährig, die meisten Niederschläge fallen von Juni bis Anfang Juli. 

Norden: Im Norden von Hokkaido kann es im Winter sehr kalt werden, bis zu vier Monate lang kann Schnee liegen, gute Voraussetzungen für den Wintersport sind gegeben. Im Süden von Hokkaido herrscht mediterranes Klima. Hokkaido ist trockener als Tokio. Auch in Zentraljapan sind die Wintersportmöglichkeiten sehr gut.

Süden (Okinawa) Subtropisch, Regenzeit von Mitte Mai bis Mitte Juni. 

Taifune drohen im Süden und im Südwesten ab Frühsommer, dauern aber selten länger als einen Tag.

Die besten Reisezeiten fallen auf den Frühling und auf den Herbst. 

Landesdaten

Vorwahl +81 Fläche(qkm) 377915 Bevölkerung 126919659 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 336 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 119

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