Bereits die letzten Jahre haben gezeigt, dass sich das Reisen vor dem Hintergrund aktueller geopolitischer und popkultureller Entwicklungen wandelt. In diesem Jahr spitzt sich dieses veränderte Reiseverhalten voraussichtlich noch weiter zu. Im folgenden Beitrag möchten wir einen Blick auf Trends werfen, die 2025 prägen werden.
1. Nachhaltigkeit im Fokus
Umweltfreundliches Reisen ist keine Nische mehr. Reisende bevorzugen Ziele, die regenerative Ansätze fördern, wie den Schutz natürlicher Ressourcen oder die Unterstützung lokaler Gemeinschaften. Besonders beliebt sind naturnahe Unterkünfte und „Slow Travel“, bei denen Qualität über Quantität steht.
Reiseziele, die nachhaltige Tourismus unterstützen, sind beispielsweise Schweden, die Schweiz, Bhutan, oder Mauritius. Hier finden Sie u.a. Öko-Hotels und -Resorts in der Natur und Umweltprojekte, denen Tourist*innen sich anschließen können sowie Tauchexpeditionen von Anbietern, die sich dem Schutz von Korallenriffen verschrieben haben.
2. Digital Detox und Authentizität
Immer mehr Menschen meiden überfüllte Instagram-Hotspots und suchen authentische Erlebnisse. Dazu gehören abgelegene Orte, kulturelle Aktivitäten und persönliche Begegnungen. Viele Reisende versuchen dabei so gut es geht auf ihr Smartphone zu verzichten. Geeignete Reiseziele zum wortwörtlichen „Abschalten“ sind z.B. die weiten Steppen der Mongolei, wo Sie sich Nomadenfamilien anschließen, reiten, wandern und pure Ruhe genießen können. Perfekt dafür sind außerdem das südamerikanische Patagonien oder die norwegischen Lofoten geeignet.
3. Coolcation: Flucht vor überhitzen Sommerreisezielen
Unsere Erde wird nachweislich immer wärmer. Das hat zwar nicht unmittelbar zur Folge, dass Reisende auf umweltbelastende Verkehrsmittel wie das Flugzeug verzichten. Es findet allerdings ein Shift bei den Reisezielen statt: Den Sommerurlaub an noch heißeren Orten als zuhause zu verbringen erscheint vielen eher mühselig als entspannt. Daher zieht es sie mittlerweile in kühlere Gebiete, wie z.B. Skandinavien, die britischen Inseln oder Kanada.
4. Dem Idol hinterher auf Konzertreisen
Ein Paradebeispiel aus dem letzten Jahr hat gezeigt, dass Fans für ihren Star über Ländergrenzen hinweg hinterherreisen: Taylor Swift hat während ihrer „The Eras Tour“ nicht nur riesige Konzerthallen gefüllt, sondern auch sämtliche Verkehrsmittel. Das sogenannte „Gig-Tripping“ oder auch „Tour-Tourismus“ bezeichnet ein Phänomen, bei dem die Fans zu mehreren Tourspots ihres Idols reisen, oft sogar auf andere Kontinente.
5. Babymoon: Letzte Auszeit zu zweit
Bevor der Familienalltag startet, möchten viele werdende Eltern noch einmal die Zeit zu zweit genießen. Ähnlich wie beim Honeymoon (Flitterwochen) suchen Paare beim Babymoon nach stressfreien Reisezielen, wie z.B. Wellness-Resorts, Stranddestinationen und Boutique-Hotels, die zur Entspannung einladen und maßgeschneiderte Angebote für Schwangere bereithalten, etwa pränatale Massagen, gesunde Ernährung und sanfte Aktivitäten. Vielen ist dabei eine kurze Reisezeit wichtig, ebenso wie eine gute medizinische Ausstattung. Besonders beliebt für einen Babymoon sind Ziele wie die Schweiz, die Toskana oder Mallorca.
Bei der Reiseplanung auch an das passende Bargeld gedacht?
Wohin es Sie in diesem Jahr auch ziehen mag – für einen entspannten Start in den Urlaub empfehlen wir, Bargeld in der jeweiligen Landeswährung mitzunehmen. Damit sparen Sie sich die Suche nach einer Wechselstube im Zielland und haben für die erste Taxifahrt oder den ersten Snack bei der Ankunft die passenden Scheine parat.
Insights zum Reiseverhalten der Deutschen lesen Sie im Beitrag zu unserer Studie.