Nicaragua

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Lufthansa (LH) fliegt ab Frankfurt/M. u.a. in Kooperation mit United (UA) via Houston und mit Avianca (TA) sowie American Airlines (AA) via Miami nach Managua.

Austrian (OS) verbindet Wien und Swiss (LX) verbindet Zürich in Kooperation mit United (UA) via Chicago und Houston mit Managua.

Von United (UA) werden von Deutschland, Österreich und der Schweiz außerdem Flüge nach Managua über weitere amerikanische Flughäfen wie Washington, Newark und New York angeboten.

Flugzeiten

Frankfurt/M. - Managua: ca. 34 Std.; Wien - Managua: ca. 33 Std.; Zürich - Managua: ca. 31 Std. (Die Reisezeiten können je nach Aufenthaltsdauer bei den Zwischenstopps erheblich variieren.)

Ausreisegebühr

Falls nicht schon im Ticketpreis enthalten, ist eine Flughafengebühr von ca. 31 € (35 US$) bei Abflug aus Nicaragua zu entrichten. Ausgenommen sind Transitpassagiere, die weniger als 8 Stunden bleiben und den Flughafen nicht verlassen sowie Kinder unter 2 Jahren.

 

Anreise mit dem Pkw

Die Panamericana führt von Honduras über Estelí und Managua nach Costa Rica.

Busse von Nicabus, Ticabus und Transnica verbinden regelmäßig Managua mit weiteren mittelamerikanischen Hauptstädten, wie Tegucigalpa (Honduras), San Salvador (El Salvador) und San José (Costa Rica). Fahrkarten sind im Voraus erhältlich. Die erforderlichen Reisedokumente werden vor Ausstellung der Fahrkarte überprüft.

Maut: In Nicaragua gibt es keine gebührenpflichtigen Straßen.

Unterlagen: Der nationale Führerschein ist anerkannt; dennoch ist es empfehlenswert, den Internationalen Führerschein mitzuführen.

 

Anreise mit der Bahn

Es besteht kein grenzüberschreitender Bahnverkehr.

 

Anreise mit dem Schiff

Die Haupthäfen Corinto, Puerto Sandino, El Bluff und Puerto Cabezas werden von Reedereien Nicaraguas, Mittel- und Nordamerikas sowie Europas angelaufen. Auch Kreuzfahrtschiffe legen in Nicaragua an.

Kreuzfahrtschiffe

Auf ihren in Hamburg startenden Kreuzfahrtweltreisen haben Plantours, Phoenix und Hapag Lloyd Cruises auch Nicaragua im Programm.

Kreuzfahrten mit Start in weiteren europäischen Häfen und Zwischenstopp in Nicaragua bieten MSC und Princess an.

 

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Die Fluggesellschaft La Costeña verbinden Managua u.a. mit Bluefields, Puerto Cabezas und Corn Island an der Atlantikküste. Charterflüge werden ebenfalls angeboten.

 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das nicaraguanische Straßennetz hat eine Gesamtlänge von ca. 24.000 km. Die Panamericana verbindet Nicaragua mit Honduras und Costa Rica und durchquert das Land via Managua. Von der Panamericana zweigen diverse Landstraßen zu wichtigen Orten des Landes ab.

Rechtsverkehr/Linksverkehr

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Zustand der Straßen

Die Panamericana sowie Abzweigungen zu Orten wie Jinotega, Corinto, Granada und Rama sind asphaltiert. Im Südwesten Nicaraguas sind die Straßen allgemein gut ausgebaut; nördlich von León und in den Bergen allerdings zwar geteert, jedoch nicht gut gewartet. Entlang der pazifischen Küste gibt es fast nur Schotterstraßen. Im östlichen Teil des Landes sind die Straßenverhältnisse eher mäßig.

Fahrten außerhalb der Stadtgebiete können, vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, gefährlich sein. Von Nachtfahrten wird abgeraten. Generell sollten bei Überlandfahrten nur Geländefahrzeuge benutzt werden.

Autovermietung

Mietwägen sind sowohl an den Flughäfen als auch in den Städten erhältlich. Das Mindestalter für Fahrer beträgt 18 Jahre; als Maximalalter wird mitunter 75 Jahre angegeben.

Taxi

Taxis findet man in größeren Städten und an Flughäfen. Die meisten Taxis verkehren als Sammeltaxis, die bei der Fahrt zusätzliche Passagiere aufnehmen. Die Fahrtkosten sollten bei Taxis ohne Taxameter vorab vereinbart werden. Trinkgeld ist unüblich.

Fahrrad

Fahrräder können in Orten wie Managua, Granada, San Juan del Sur, Ometepe oder León problemlos gemietet werden. Bei Fahrten mit dem eigenen Fahrrad sollte man einen Eigentumsnachweis mitführen.

Reisebus

Das öffentliche Bussystem ist gut, doch sind die Busse oftmals überfüllt und recht klapprig. Zu größeren Städten verkehren auch etwas bequemere Expressbusse, die zwar teurer sind, ihr Ziel aber wesentlich schneller erreichen.

Vorschriften

Verkehrsbestimmungen:
- Promillegrenze: 0,5 ‰;
- Anschnallpflicht;
- bei Unfällen darf das Fahrzeug nicht bewegt werden, bevor die Polizei eintrifft; die Polizei erreicht man unter 118.

Geschwindigkeitsbeschränkungen:
- innerorts: 40 km/h;
- Autobahn, Landstraßen und Schnellstraßen: 50 km/h für Pkw, Lkw, Busse und SUVs bzw. 40 km/h für Motorräder

Pannenhilfsdienst

Der ADAC-Auslands-Notruf bietet ADAC-Mitgliedern und Inhabern eines ADAC-Auslandskranken‑ und ‑unfallschutzes umfangreiche Hilfeleistungen bei Fahrzeugpannen, Verkehrsunfällen, Verlusten von Dokumenten und Geld bis hin zu medizinischen Notfällen. Die Notrufnummer ist rund um die Uhr erreichbar; bei Fahrzeugschäden: Tel. +49 (0)89 22 22 22, bei Erkrankungen: +49 (0)89 76 76 76.

Bei Pannen oder Unfällen mit dem Mietwagen ist zunächst der Autovermieter zu kontaktieren.

Dokumentation

Der nationale Führerschein ist zwar bis zu 30 Tage lang gültig; zusätzlich wird dennoch der Internationale Führerschein empfohlen.

 

Unterwegs in der Stadt

Busse und Minibusse in Managua sind preiswert, aber meist überfüllt. Taxis sind vorhanden; es ist empfehlenswert ausschließlich die offiziellen Taxis mit den roten Nummernschildern zu nutzen.

 

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Derzeit gibt es keinen Passagierverkehr.

 

Unterwegs mit dem Schiff

Aufgrund der vielen Seen, Flüsse, Lagunen und der beiden Ozeane bietet sich oft das Reisen zu Wasser an.

Eine Autofähre verkehrt mehrmals wöchentlich zwischen Bluefields und El Rama; auch Bluefields und die Corn Islands sind über Fähren verbunden. Zwischen Ometepe und San Jorge verkehrt eine Fähre im Stundentakt.

Motorisierte Einbaumkanus verbinden Bluefields mit Bluff, Pearl Lagoon, Kukara Hill und Awas und pendeln außerdem zwischen Bluefields und Big Corn Island (Fahrtzeit: 30 Min.).

 

Reisewarnung

Überblick

Quelle: Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes
Link: https://www.auswaertiges-amt.de/

Stand - Thu, 20 Aug 2026 11:15:00 +0200
(Unverändert gültig seit: Thu, 20 Aug 2026 11:20:04 +0200)

Letzte Änderung: 

Gesundheit - Aktuelles

Redaktionelle Änderungen

 

 

Lagen können sich schnell verändern und entwickeln. Wir empfehlen Ihnen:
- Abonnieren Sie unseren Newsletter oder nutzen Sie unsere App „Sicher Reisen".
- Registrieren Sie sich in unserer Krisenvorsorgeliste.
- Beachten Sie die Hinweise im Ratgeber für Notfallvorsorge und  des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
- Bitte beachten Sie die Hinweise unter COVID-19.
- Achten Sie auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz.
- Erkundigen Sie sich vorab bei den Behörden/Botschaften Ihres Reiselandes zu den aktuell geltenden, verbindlichen Einreisebestimmungen sowie bei Ihrem Reiseveranstalter/Ihrer Flug-/Schifffahrts-/Eisenbahngesellschaft nach den geltenden Beförderungsbestimmungen.
- Verfolgen Sie bei Ihrer Reiseplanung/während Ihrer Reise Nachrichten und Wetterberichte.
- Beachten Sie unseren Haftungsausschluss und den Hinweis zu Inhalten anderweitiger Anbieter.

Sicherheit

Terrorismus

Innenpolitische Lage

Die Lage ist derzeit ruhig. Demonstrationen und gewaltsame Proteste können jedoch nicht ausgeschlossen werden. Die Sicherheitsbehörden nehmen, nicht selten aus politischen Motiven, Personen wegen des angeblichen Verdachts der Geldwäsche, des Terrorismus, des Landesverrats oder der organisierten Kriminalität fest oder hindern diese an der Ausreise aus Nicaragua, siehe Reiseinfos – Rechtliche Besonderheiten.

  • Informieren Sie sich über die lokalen Medien.
  • Meiden Sie Demonstrationen und größere Menschenansammlungen weiträumig.
  • Folgen Sie den Anweisungen lokaler Sicherheitskräfte.

Kriminalität

Im Vergleich zu den meisten Ländern Lateinamerikas ist die Kriminalität in Nicaragua niedrig, aber zuletzt im Ansteigen begriffen. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl und Handtaschenraub, aber auch gelegentlich Raubüberfälle gibt es vor allem an von Touristen besuchten Orten wie Granada, San Juan del Sur, León, der Laguna de Apoyo, den Grenzübergängen, Busbahnhöfen und dem Flughafen Managua. Nach Einbruch der Dunkelheit sind die Gefahren nochmals erhöht.

In Überlandbussen im gesamten Land, gehäuft jedoch in der Pazifikregion (v. a. nahe Managua und Granada), kommt es häufiger zu Diebstählen von Wertsachen.

In den Verwaltungsbezirken (departamentos) Nueva Segovia, Madriz, Jinotega, Estelí, Matagalpa und Rio San Juan besteht abseits der Städte für Reisende erhöhtes Sicherheitsrisiko. Insbesondere in den autonomen Regionen „Región Autónoma del Atlántico Sur" (RAAS) sowie und der „Región Autónoma del Atlántico Norte" (RAAN)" liegen Kapitalverbrechen weit über dem Landesdurchschnitt. 

An der südlichen Atlantikküste (RAAS), zu der auch die Touristenziele Bluefields, Pearl Lagoon und die Corn Islands zählen, kam es auch zu sexuellen Übergriffen auf Reisende.

  • Seien Sie in größeren Menschenmengen wie an Flughäfen, an Bahnhöfen, auf Märkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln besonders aufmerksam und achten Sie auf Ihre Wertsachen.
  • Lassen Sie Ihr Gepäck nie aus den Augen und Getränke nie unbeaufsichtigt.
  • Bewahren Sie Geld, Ausweise, Führerschein und andere wichtige Dokumente sicher auf; speichern Sie ggf. elektronische Kopien/Fotos. Dies erleichtert im Falle von Diebstahl oder Verlust die Ausstellung eines Ersatzdokuments.
  • Geben Sie bargeldlosen Zahlungen den Vorzug und nehmen Sie nur das für den Tag benötigte Bargeld und keine unnötigen Wertsachen oder auffälligen Schmuck mit.
  • Vermeiden Sie Spaziergänge und möglichst auch Taxifahrten bei Dunkelheit.
  • Zelten Sie nicht außerhalb bewachter Campingplätze.
  • Leisten Sie im Falle eines Überfalls keinen Widerstand.
  • Seien Sie bei ungewohnten E-Mails, Telefonanrufen, Gewinnmitteilungen, Angeboten und Hilfeersuchen angeblicher Bekannter skeptisch. Teilen Sie keine Daten von sich mit, sondern vergewissern Sie sich ggf. persönlich der Glaubwürdigkeit oder wenden Sie sich an die Polizei.

Natur und Klima

Erdbeben

Nicaragua liegt in einer seismisch aktiven Zone, sodass es zu Erdbeben und vulkanischer Aktivität kommt. Dies gilt insbesondere für die Hauptstadt Managua und die Universitätsstadt León, hier gibt es häufig kleinere Erdbeben. Im Umkreis von Ticuantepe und Masaya wurde in letzter Zeit verstärkte seismische Aktivität (Erdbebenschwärme) gemeldet.

Vulkane

Alle sechs aktiven Vulkane in Nicaragua zeigen Aktivität (moderate Eruptionen, mehrere kleinere vulkanische Beben, Austritt von Schwefeldioxid, Anstieg der Lava im Vulkankessel, etc). 
Menschen kamen bisher nicht zu Schaden. Es ist mit weiteren vulkanischen Beben zu rechnen. 

Bei der Insel Ometepe (Vulkan Concepción) ist zu berücksichtigen, dass durch die Insellage eine ggf. erforderliche Evakuierung erschwert wird.

Tropenstürme

Es herrscht tropisches Klima. Ungefähr von Mai bis November ist Regen- und Hurrikan-Saison. In dieser Zeit ist mit intensiven Regenfällen und Tropenstürmen und in der Folge mit Überschwemmungen, Erdrutschen und Beeinträchtigungen im Reiseverkehr zu rechnen. Einschränkungen durch Erdrutsche und nicht passierbare Verkehrswege sind nicht auszuschließen. Tropenstürme haben in der Vergangenheit zahlreiche Schäden im Land verursacht, besonders in der Region Nordkaribik.

Reiseinfos

Infrastruktur/Verkehr

Nicaragua verfügt mit Ausnahme der Karibikregion über ein relativ gutes Straßenverkehrsnetz, vor allem auf den Haupttourismusrouten zwischen den größeren Städten des westlichen Landesteils (Managua, Granada, León, San Juan del Sur und Matagalpa). Kleinere Straßen sind dagegen oft nicht asphaltiert und in schlechtem Zustand. 

Aufgrund der teilweise unberechenbaren Fahrweise der Verkehrsteilnehmer und des oft mangelhaften Zustands der Fahrzeuge (fehlende Beleuchtung vor allem an Motorrädern) besteht eine hohe Unfallgefahr. Nachtfahrten sind aufgrund der oft mangelnden Beleuchtung sowohl der Fahrzeuge als auch der Straßen mit besonderem Risiko behaftet und wenig ratsam.

In ganz Nicaragua gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Ältere Verkehrsschilder mit früher erlaubten Geschwindigkeiten wurden nicht immer entfernt und sind obsolet.

Bei einem Unfall führen schon kleinste Manöver, wie das Fahren an den Straßenrand, dazu, dass die Polizei automatisch dem wegfahrenden Fahrer die Schuld am Unfall zuspricht.

Schiffsüberfahrten auf die bei Touristen beliebten Inseln Corn Island und Little Corn Island in der Karibikregion können aufgrund gravierender Sicherheitsmängel der Schiffe bzw. kleineren Boote gefährlich sein. Passagierschiffe zwischen dem Atlantikhafen „El Bluff" (Nähe Bluefields) und Corn Island sind nicht selten überladen. Die Hygienebedingungen für die rund sechsstündige Überfahrt lassen zu wünschen übrig. Bei schlechten Witterungsverhältnissen wird der Fährbetrieb auch kurzfristig ohne Vorankündigung unterbrochen.

Taxifahrer nehmen grundsätzlich mehrere Passagiere mit und können sowohl hinsichtlich der Preisgestaltung nach Fahrtende als auch hinsichtlich eines möglichen Überfalles ein Risiko für Reisende darstellen. 

  • Fahren Sie stets vorsichtig und defensiv.
  • Vergewissern Sie sich vor Fahrtbeginn, ob der Straßenzustand auf Ihrer Route unter Umständen die Nutzung eines Allradfahrzeugs nötig macht.
  • Bewegen Sie im Falle eines Unfalles Ihr Fahrzeug auf keinen Fall von der Unfallstelle.
  • Vereinbaren Sie bei Taxifahrten den Fahrpreis vor Fahrtantritt und auch, ob andere Fahrgäste zusteigen dürfen. Fahren Sie möglichst nicht alleine Taxi.
  • Teilen Sie zu Ihrer Sicherheit für den Taxifahrer sichtbar vor der Fahrt die Nummer des Taxis, Lizenz des Fahrers und Fahrtziel anderen mit.

Führerschein

Der gültige deutsche Führerschein wird bei touristischen Kurzaufenthalten als Fahrerlaubnis anerkannt.

LGBTIQ

Gemäß der nicaraguanischen Verfassung genießen alle Menschen Gleichheit vor dem Gesetz, es darf keine Diskriminierung aufgrund unter anderem der sexuellen Orientierung geben.

Rechtliche Besonderheiten

Ausländern ist die politische Betätigung verboten. Dies schließt auch Äußerungen zur nicaraguanischen Politik oder das Teilen solcher Inhalte in den sozialen Medien ein, siehe auch Einreise und Zoll –Einreiseverweigerungen.

Drogenbesitz und Drogenkonsum werden streng bestraft.

Die Bestechung oder der bloße Versuch gegenüber nicaraguanischen Behördenmitarbeitern (Grenzbeamte, Polizisten, etc.) sind strafbar.

Das Fotografieren und Filmen von Einrichtungen, Fahrzeugen und Personal des Militärs und der Polizei ohne entsprechende Genehmigung ist nicht gestattet; dasselbe gilt für Gefängnisse und Gebäude der Gefängnisverwaltung. Bei Verstoß droht die Beschlagnahme des Foto-/Filmapparates und Festnahme. 

Die Einfuhr und Benutzung von Drohnen ist nicht gestattet und kann zur Beschlagnahme des Gerätes durch die Polizei führen. Auch Ferngläser können bei Einfuhr oder Nutzung konfisziert werden.

Geld/Kreditkarten

Landeswährung ist der Córdoba (NIO), US-Dollar (USD) werden jedoch landesweit ebenfalls noch als Zahlungsmittel akzeptiert. Gesetzlich vorgeschrieben ist die Preisauszeichnung in NIO, manche Preise sind aber (zusätzlich) in USD ausgezeichnet. Geld in beiden Währungen kann derzeit noch mit Kreditkarten an Geldautomaten abgehoben werden. Aufgrund der aktuellen Gesetzgebung können kurzfristige Änderungen nicht ausgeschlossen werden.
EUR werden nicht akzeptiert; ihr Umtausch ist bei einzelnen Banken mit deutlichen Kursverlusten verbunden.
Kreditkarten (VISA und Mastercard) werden in den meisten Hotels, Supermärkten und Restaurants akzeptiert. Debitkarten können nicht verwendet werden.

  • Nehmen Sie für Reisen ins Landesinnere abseits der großen Städte Bargeld mit, da nicht immer Geldautomaten zur Verfügung stehen.

Einreise und Zoll

Einreise- und Zollbestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Bitte erkundigen Sie sich daher vorab zusätzlich bei den Vertretungen Ihres Ziellandes. Nur dort erhalten Sie rechtsverbindliche Informationen und/oder über diese Hinweise hinausgehende Informationen zu den Einreise- und Zollbestimmungen Ihres Reiselandes. Der deutsche Zoll informiert über die aktuell geltenden Zollbestimmungen bei Einreise nach Deutschland.

Einreiseverweigerungen

Reisende müssen damit rechnen, dass die nicaraguanischen Behörden Internet-Recherchen über sie anstellen. Reisenden – auch solchen mit nicaraguanischer Staatsangehörigkeit - wird die Einreise häufig auch aufgrund teils Jahre zurückliegender Äußerungen in den sozialen Medien verweigert. Auch Personen, die journalistisch oder (entwicklungs-)politisch – auch im weitesten Sinne und ohne Bezug zu Nicaragua - tätig sind oder waren, müssen an der Grenze oder bereits auf dem Transit- oder Ursprungsflughafen mit Zurückweisung rechnen. Dasselbe gilt für Personen, die früher in der Entwicklungszusammenarbeit mit Nicaragua tätig waren, sowie katholische Geistliche.

Die Regierung hat ihr Vorgehen gegen Regierungsgegner erheblich verschärft. Insbesondere mutmaßliche Teilnehmer und Unterstützer (etwa in den sozialen Medien) der Demonstrationen von 2018 sowie deren Familienangehörige - müssen damit rechnen, nach Einreise verhaftet und unter dem Vorwurf von Terrorismus und Landesverrat zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt oder ausgewiesen und ausgebürgert zu werden. Doppelstaatern kann in der Regel kein konsularischer Schutz gewährt werden.

  • Nehmen Sie auf keinen Fall an Demonstrationen oder politischen Zusammenkünften teil.
  • Vermeiden Sie politische Diskussionen mit Einheimischen, auch zu deren Sicherheit.

Reisedokumente

Die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige mit folgenden Dokumenten möglich:

  • Reisepass: Ja
  • Vorläufiger Reisepass: Ja
  • Personalausweis: Nein
  • Vorläufiger Personalausweis: Nein
  • Kinderreisepass: Ja

Anmerkungen: 
Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Bei Einreise nach Nicaragua auf dem Land- oder Seeweg soll ein Einreiseformular ausgefüllt und sieben Tage im Voraus an folgende E-Mailadresse geschickt werden: solicitudes@mint.gob.ni.   

Es ist möglich, das Formular online auf der folgenden digitalen Plattform auszufüllen. 

Bei der Einreise auf dem Luftweg senden manche Fluggesellschaften einen Link zum Ausfüllen des Einreiseformulars. Dieses muss innerhalb der von der Fluggesellschaft festgelegten Frist erfolgen, die die Daten dann an die Behörden weiterleitet. Einige Fluggesellschaften übermitteln die Passagierdaten direkt an die nicaraguanischen Einwanderungsbehörden, ohne dass Reisende ein Online-Formular ausfüllen müssen.

Ansonsten muss ein Papierformular im Flugzeug vor der Landung ausgefüllt werden. Darin sind u.a. die genaue Adresse und Telefonnummer der Unterkunft anzugeben. 

Am Flughafen Managua steht Reisenden derzeit kein öffentliches WLAN zur Verfügung. Reisende sollten daher für die Ankunft über eine alternative Internetverbindung verfügen, insbesondere wenn digitale Reiseunterlagen oder Kommunikationsdienste benötigt werden.

Visum

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach und Aufenthalte in Nicaragua bis zu 90 Tagen kein Visum.

Es ist unbedingt darauf zu achten, dass der Reisepass bei Einreise auf dem Luft- oder Seeweg mit einem Einreisestempel versehen wird.

Bei Einreise auf dem Landweg aus einem der Nachbarländer werden bisweilen keine Ein- oder Ausreisestempel angebracht, da die Sonderregelung für das CA4-Gebiet (El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua) einen Aufenthalt von insgesamt bis zu 90 Tagen im Gesamtraum des CA4-Gebiets gestattet. Es wird geraten, den jeweiligen Ein- bzw. Ausreisestempel vor Grenzübertritt zu überprüfen, ansonsten drohen ggf. Bußgelder oder Probleme bei der Wiederein-/Ausreise.

Bei der Einreise wird der Erwerb einer Touristenkarte verlangt. Diese kostet derzeit am Flughafen Managua 10 USD, an allen anderen Grenzübergängen, z.B. der Grenze nach Costa Rica Peñas Blancas 13 USD. Bei Ausreise ist eine weitere Gebühr in Höhe von 3 USD fällig (außer Ausreise über Flughafen Managua). Alle Gebühren können nur in bar gezahlt werden. Die Touristenkarte weist eine Gültigkeit von 30 Tagen auf, der Aufenthalt ist dennoch bis zu 90 Tage gestattet. Der tatsächliche Nachweis wird über die Stempel im Pass geführt.

Eine Verlängerung der Aufenthaltsdauer kann bei der nicaraguanischen Einwanderungsbehörde (Migración) beantragt werden. Die bei Antragstellung vorzulegenden Unterlagen hängen vom Einzelfall ab. Bei Überziehung des visafreien Aufenthaltes von 90 Tagen fällt eine von der Dauer abhängige Geldbuße in erheblicher Höhe an.

Ein- und Ausreise über die USA

Beachten Sie für die Ein- und Ausreise über die USA die Einreisebestimmungen für die USA.

Minderjährige

Alleinreisende Minderjährige müssen eine Einverständniserklärung der Eltern in spanischer Sprache mitführen.

Einfuhrbestimmungen

Die Einfuhr von frischen Lebensmitteln, Fleisch- und Wurstwaren sowie von Milchprodukten ist verboten. Das Gepäck ankommender Reisender wird regelmäßig von Spürhunden kontrolliert.

Die Ein- und Ausfuhr und die Verwendung elektronischer Nikotinabgabesysteme, elektronischer Zigaretten, Verdampfer oder ähnlicher Geräte mit oder ohne Nikotin ist verboten.

  • Reisende müssen damit rechnen, dass elektronische Nikotinabgabesysteme, elektronische Zigaretten, etc. durch Zoll oder Polizei beschlagnahmt werden.
  • Führen Sie keinesfalls Pakete für andere nach Nicaragua ein oder aus. Es ist nicht auszuschließen, dass Drogenschmuggler auf diese Weise illegale Substanzen schmuggeln.

Tiere

Für die Einfuhr von Haustieren nach Nicaragua sind ein Gesundheitszeugnis eines im Herkunftsland registrierten Tierarztes erforderlich, dass das Tier keine ansteckenden Krankheiten hat und generell gesund ist sowie ein Impfzeugnis über eine Tollwutimpfung, die mindestens 25 Tage vor Einfuhr verabreicht wurde sowie eine Staupeimpfung. Bei Einreise auf dem Luftweg sollte vorab Kontakt mit der Fluggesellschaft aufgenommen werden, um sicherzustellen, ob eine Mitnahme grundsätzlich möglich ist. Alle Unterlagen müssen in spanischer Sprache vorliegen.

Gesundheit

Aktuelles

Im August 2026 wurde ein Ausbruch von Chikungunyafieber im Verwaltungsbezirk Managua gemeldet.

  • Schützen Sie sich insbesondere tags und in der Dämmerung vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung, siehe Schutz vor Insekten.
  • Eine Impfung gegen Chikungunyafieber ist gemäß STIKO-Empfehlung für Personen ab 12 Jahren angeraten, die in ein Gebiet mit aktuellem Ausbruchsgeschehen reisen. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.

Impfschutz

 

Pflichtimpfungen

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist für alle Reisenden ab dem Alter von einem Jahr eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Reiseimpfungen

Es ist eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen. Nach individueller Indikation sind Impfungen gegen Chikungunyafieber, Denguefieber, Hepatitis B und Tollwut angeraten. 

Standardimpfungen

Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der STIKO auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein. 

Medizinische Versorgung

 

In Nicaragua entspricht die Gesundheitsversorgung, besonders in ländlichen Gebieten, häufig nicht den technischen und hygienischen Standards in Deutschland. Die Kosten für eine medizinische Behandlung sowie Medikamente müssen in der Regel vor Ort sofort in bar oder mit Kreditkarte beglichen werden. Es wird daher empfohlen eine ausreichend gedeckte Kreditkarte mitzuführen. Es sind in den vergangenen Monaten mehrere Fälle bekannt geworden, in denen trotz eines Notfalles bis zur Klärung der Kostenfrage dringend notwendige Behandlungen oder Operationen nicht vorgenommen wurden. 

  • Lassen Sie sich frühzeitig reisemedizinisch beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende reisemedizinische Praxen und Impfstellen sind u.a. über die DTG zu finden.
  • Nehmen Sie eine Reiseapotheke sowie regelmäßig einzunehmende Medikamente mit. Lassen Sie sich für die Einreise ggf. die Notwendigkeit ärztlich auf Englisch bescheinigen.
  • Schließen Sie eine Reisekrankenversicherung und medizinische Evakuierungsversicherung ab.

Durch Mücken, Zecken und sonstige Gliederfüßer übertragene Erkrankungen

 

Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil an Malaria tropica (P. falciparum) und Mischinfektionen beträgt 12%, 88% sind Malaria tertiana-Fälle (P. vivax). Eine Karte der Risikogebiete stellt die DTG zur Verfügung. Das Malariarisiko besteht ganzjährig und ist regional unterschiedlich:

  • Hohes Risiko: autonome Region Karibikküste Nord, Teile der autonomen Region Karibikküste Süd und Miskita Cay („Mosquito-Insel"); Teile der Provinz San Juan
  • Mittleres Risiko: restliche autonome atlantische Provinzen; Nordosten der Provinz Jinotega; Südosten der Provinz San Juan
  • Geringes Risiko: Rest des Landes einschließlich Corn Islands und Hauptstadt Managua

Darüber hinaus gibt es folgende mückenübertragene Erkrankungen, die ganzjährig landesweit auftreten können: Chikungunyafieber, Denguefieber, Leishmaniose und Zikavirus-Infektionen. 

  • Schützen Sie sich tags und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
  • Es gibt Impfungen gegen Chikungunyafieber und Denguefieber. Lassen Sie sich bzgl. Ihres persönlichen Risikos beraten.
  • Zur Verhinderung einer Malaria ist in Gebieten mit hohem Malariarisiko zusätzlich zum Mückenschutz eine Tabletteneinnahme sinnvoll. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
  • Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.

Die Chagas-Krankheit wird über Raubwanzen und verunreinigte Frucht- oder Zuckerrohrsäfte („garapa") übertragen. 

  • Schützen Sie sich vor Raubwanzen. Verwenden Sie vor allem in einfachen Unterkünften auf dem Land Bettnetze, um nächtliche Raubwanzenbisse zu vermeiden, siehe Schutz vor Insekten.
  • Verzichten Sie auf den Genuss von nicht-industriell verarbeiteten Frucht- und Zuckerohrsäften, z.B. auch von Açaí-Saft.

Erkrankungen im Zusammenhang mit mangelnder Hygiene

 

Insbesondere durch mangelnde Trinkwasser-, Lebensmittel und Handhygiene können Erkrankungen auftreten, die oft mit Durchfällen einhergehen. Häufig treten unbestimmte Reisedurchfälle auf. Bestimmte Viruserkrankungen der Leber (Virushepatitis A und E) treten auch bei Reisenden auf. 

  • Beachten Sie unsere grundlegenden Hygienehinweise.
  • Lassen Sie sich hinsichtlich einer Hepatitis A-Impfung beraten.

Mensch-zu-Mensch-übertragene Erkrankungen 

 

HIV-Infektionen, Mpox und bestimmte Lebererkrankungen (Virushepatitis B, C und D) können durch sexuelle Kontakte übertragen werden. Die Übertragung ist prinzipiell auch durch Drogenkonsum mit unsauberen Spritzen oder Kanülen, Tätowierungen und Bluttransfusionen möglich. 

  • Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Hepatitis B-Impfung ärztlich beraten.
  • Es gibt keine Reiseimpfempfehlung zum Schutz vor Mpox. Lassen Sie sich unabhängig von einer Reise bzgl. einer Mpox-Impfung ärztlich beraten, wenn Sie die Kriterien der STIKO für eine Impfung erfüllen. 

Durch Tierkontakt übertragene Erkrankungen

 

Leptospirose wird durch Kontakt mit infektiösen Ausscheidungen von Nagetieren übertragen. Ciguatera ist eine Erkrankung, die durch Konsum von vergiftetem Fisch entsteht. Eine Ansteckung mit Tollwut erfolgt vorrangig über Hunde. Es kommen verschiedene Giftschlangen vor.

  • Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Tieren und deren Ausscheidungen.
  • Meiden Sie den Kontakt zu stehenden oder langsam fließenden Gewässern, da diese mit Urin von Nagetieren verunreinigt sein können.
  • Vermeiden Sie Verzehr von Fleischgerichten unklaren Ursprungs und rohen tierischen Produkten.  
  • Verzichten Sie auf den Verzehr von Seefischen und Meeresfrüchten.
  • Lassen Sie sich bzgl. einer Tollwutimpfung beraten. Beachten Sie, dass Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline nicht oder nur sehr begrenzt im Land erhältlich sein können.   
  • Beachten Sie unsere Hinweise zu Schlangenbissen.

Weitere Gesundheitsgefahren

 

Insbesondere in großen Städten kann es durch Luftverschmutzung zu gesundheitlichen Beschwerden kommen.

Intensive Sonneneinstrahlung kann zu kurz- und langfristigen Haut- und Augenschäden führen.

  • Informieren Sie sich z.B. über die App SunSmart über notwendige Sonnenschutzmaßnahmen.

Reisen ans Meer in Verbindung mit Schwimmen und Wassersport können mit besonderen Gefahren verbunden sein. Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen wie z.B. Wurminfektionen. 

  • Beachten Sie stets Verbote, Hinweisschilder und Warnungen sowie die Anweisungen lokaler Behörden.
  • Meiden Sie Strände, die auch von Tieren genutzt werden.

Machen Sie sich vor einem Tauchurlaub mit den grundlegenden Gefahren des Sporttauchens vertraut und lassen Sie sich vor Reiseantritt tauchmedizinisch beraten und untersuchen. 

Bitte beachten Sie neben dem generellen auch den medizinischen Haftungsausschluss

Länderinfos zu Ihrem Reiseland

Hier finden Sie Adressen zuständiger diplomatischer Vertretungen und Informationen zur Politik und zu den bilateralen Beziehungen mit Deutschland.

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Weitere Hinweise für Ihre Reise

Weitere wichtige Hinweise für Ihre Reise

 

Gesundheitsvorsorge

Übersicht

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung sowie einer Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Anmerkungen Impfungen

[1] Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. Bei längerem Aufenthalt oder besonderer Exposition empfiehlt sich eine Impfung gegen Dengue-Fieber.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die nach Aufenthalt in den von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende, die in Nicaragua den Flughafen nicht verlassen.

[3] Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

[4]
Malariarisiko ganzjährig vor allem in den nördlichen Gebieten, besonders an der Atlantikküste und in Sumpfgebieten (hohes Malariarisiko). Managua ist malariafrei. Der Anteil der weniger gefährlichen Form Plasmodium vivax beträgt 45 % und der gefährlicheren Form Plasmodium falciparum 55 %.

[5] Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind u.a. streunende Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

[6] Typhus kommt vor. Eine Typhusimpfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

Essen und Trinken

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.
 
Milch ist nicht überall pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden. Es wird zur Vorsicht bei Trinkwasser, Eis und frischem Gemüse geraten. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken, Poliomyelitis und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Chagas-Erkrankungen werden durch Raubwanzen, die vor allem in den ländlichen Gebieten der Pazifikregion vorkommen, herbeigeführt. Reisenden, die in einfachen Hütten und im Freien übernachten, empfiehlt sich ein Insektenschutz mit Moskitonetzen.

Die durch Mücken übertragene Viruserkrankung Chikungunya (CHIC) kommt vor. Wirksamen Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. Eine Impfung gegen Chikungunya ist verfügbar, eine Impfempfehlung der STIKO besteht jedoch noch nicht.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Gelegentlich, besonders nach tropischen Wirbelstürmen, kommt es zu Leptospirose-Erkrankungen, durch Nagetierausscheidungen (Ratten, Mäuse) über Hautwunden übertragene bakterielle Infektionen der Leber, Nieren und Hirnhäute.

Das Zika-Virus wird durch Stechmücken auf den Menschen übertragen. Zu den Symptomen gehören u.a. Fieber, Gelenkschmerzen und eine Bindehautentzündung. Häufig bleibt die Infektion unbemerkt oder verläuft nur mit milden Symptomen. Das Auswärtige Amt rät Schwangeren von nicht zwingend notwendigen Reisen in Gebiete mit aktuellen Zika-Ausbrüchen ab, weil das Virus im Verdacht steht, bei Ungeborenen Mikrozephalie zu verursachen.
Es existiert weder eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe. Eine konsequente Einhaltung persönlicher Mückenschutzmaßnahmen wird empfohlen.

Gesundheitszeugnis

Für Daueraufenthalte ist u. U. ein HIV-Test nötig.

Impfungen

Geld

Währung

1 Córdoba Oro = 100 Centavos. Währungskürzel: C$, NIO (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 500, 200, 100, 50, 20 und 10 C$; Münzen sind im Wert von 5 und 1 C$ sowie von 50 und 25 Centavos im Umlauf.

Kreditkarten

Internationale Kreditkarten wie American Express, Mastercard, und Visa werden in Hotels, Restaurants und größeren Supermärkten in Städten und in touristischen Gegenden akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Eine Kreditkarte sollte man beim Bezahlen nie aus den Augen lassen.
 

Geldautomaten

Bankkarten

 

In Nicaragua können mit der Kreditkarte und Pinnummer an Geldautomaten Córdoba und US-Dollar abgehoben werden. Girokarten und Debitkarten können in Nicaragua nicht genutzt werden. Zur Sicherheit sollten Reisende stets über eine alternative Geldversorgung wie zum Beispiel Bargeld verfügen. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Reiseschecks

Reiseschecks werden in Nicaragua nicht akzeptiert.

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-17.00 Uhr (mit Mittagspause), Sa auch 09.00-12.00 Uhr. Wartezeit einplanen.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen bei der Ein- und Ausfuhr der Landeswährung. Unbeschränkte Ein- und Ausfuhr von Fremdwährungen. Deklarationspflicht für alle Geldmittel (Bargeld, Schecks, Edelmetalle etc.) ab einer Summe im Gegenwert von 10.000 US$. 

Währungen

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Zusätzlich gibt es mehrere Feiertage, die nur regional begangen werden.

Liste der gesetzlichen Feiertage

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Nicaragua eingeführt werden:

20 Packungen Zigaretten oder 50 Zigarren oder 500 fertige Tabakbündel (Personen über 21 J.);
5 l alkoholische Getränke (Personen über 21 J.);

2 kg Süßigkeiten.
Persönliche Gegenstände wie Kleidung, Toilettenartikel, Make-up, Medikamente, Freizeitausrüstung, eine Kamera, ein Computer etc. für den persönlichen Gebrauch.

Geschenke bis zu einem Gegenwert von 500 US$.

Die Freimengen für zollfreie Waren können sich ändern, manchmal auch kurzfristig, zum Beispiel durch neue Vorschriften oder äußere Umstände. Die Angaben sind immer so aktuell wie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Reisende sollten vor ihrer Reise die aktuellen Freimengen bei den zuständigen Zollbehörden überprüfen. Wir übernehmen keine Verantwortung für Probleme oder Verluste, die durch Änderungen dieser Regeln entstehen.

Verbotene Importe

Frische Lebensmittel, Gemüse, Fleischwaren, Milchprodukte, Ledererzeugnisse, Streichhölzer. Für Schusswaffen und Munition ist eine Einfuhrgenehmigung erforderlich.

Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.

Verbotene Exporte

Archäologische Ausgrabungsstücke, Gold und Goldmünzen sowie Antiquitäten.

Diese Liste ist nicht vollständig. Reisende sollten die offizielle Zoll-Website konsultieren oder die Botschaft beziehungsweise das Konsulat in ihrer Nähe kontaktieren, um die aktuellsten Informationen zu erhalten.

Kommunikation

Telefon

Internationale Telefonvorwahl. Die Landesvorwahl ist 00505.

Mobiltelefon

GSM 1900, 3G-, 4G und teilweise 4G+Mobilfunknetz. Netzbetreiber sind u.a. Claro und Tigo. Der Empfangs-/Sendebereich beschränkt sich auf Städte und ihre Umgebung sowie auf die Verbindungsstraßen zwischen den Städten.

Internet

Internetcafés sind in größeren Städten vorhanden. In Managua und in Léon gibt es zahlreiche kostenlose öffentliche WiFi-Hotspots.

Post

In den meisten größeren Städten gibt es ein Postamt. Post nach Europa ist vier Tage bis zwei Wochen unterwegs. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 09.00-17.30 Uhr.

Radio

Zahlreiche deutschsprachige Radiosender lassen sich u.a. über Astra-Satelliten bzw. über das Internet in Nicaragua empfangen.

Kultur

Religion

85 % katholisch; 5 % protestantisch; außerdem Anhänger von Naturreligionen.

Soziale Verhaltensregeln


Legere Kleidung wird akzeptiert. Fotografieren: Militäreinrichtungen und Soldaten sollten nicht fotografiert werden. Trinkgeld: In Hotels und Restaurants wird normalerweise 10% Bedienungsgeld berechnet. Gepäckträger erwarten ein kleines Trinkgeld, Taxifahrer jedoch nicht.

Klima

Wirtschaft

Geschäftsetikette

An besonders heißen Tagen tragen Geschäftsleute durchaus auch kurzärmelige Sporthemden, niemals jedoch Shorts. Spanischkenntnisse sind nützlich, vereinzelt wird auch Englisch gesprochen. Die günstigste Zeit für Geschäftsreisen ist zwischen November und März.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-17.00 Uhr.

Geschäftskontakte

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

Cámara de Comercio de Nicaragua
Rotonda Gueguense, 400 Mts al Sur, 20vrs. Este, NI-Managua
Tel: 268 35 05.
Internet: www.caconic.org.ni

NicaExport Nicaragua
km 4 Carretera a Masaya, Esquina Sur Edificio Delta, 1c.al Este, 1/2c. al Norte, NI-Managua
Tel: (505) 252 57 47.
Internet: www.nicaexport.org oder www.cei.org.ni

Allgemeines

Hauptstadt

Managua
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