Montserrat

Nordamerika

Allgemeines

Hauptstadt

Die ehemalige Hauptstadt ist Plymouth (1997 fast gänzlich durch Lavaströme zerstört).
Die einstweilige Hauptstadt ist Brades Estate an der Nordwestküste der Insel.

Geographie

Montserrat gehört zu den Leeward-Inseln der Karibik. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs mit schwarzen Sandstränden und üppiger tropischer Vegetation. Es gibt drei größere Vulkane mit dem 915 m hohen Chances Peak als der höchsten Erhebung. Der zur Soufrière-Kette gehörende Vulkan, der im Juli 1995 ausbrach, ist bis heute aktiv. Der Great-Alps-Wasserfall, vormals eine der eindrucksvollsten Attraktionen auf den Westindischen Inseln, wurde aufgrund der andauernden Vulkanaktivitäten zerstört.

Regierung

Britische Kronkolonie seit 1632, innere Autonomie seit 1960. Verfassung von 2011. Parlament: Legislativrat mit 11 Mitgliedern.

Staatsoberhaupt

Königin Elizabeth II., vertreten durch die Gouverneurin Elizabeth Carriere, seit August 2015.

Regierungschef

Reuben Meade, seit 2009.

Elektrizität

220 V, 60 Hz. US-Steckdosen häufig, Adapter notwendig.

Zeitzone

Atlantic Standard Time: MEZ -5

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Der Montserrat am nächsten gelegene internationale Flughafen befindet sich auf Antigua.

Winair (WM) (Internet: www.fly-winair.com) verbindet Montserrat mit Antigua und St. Maarten.

KLM (KL)
bietet Flugdienste nach St. Maarten, ebenso Air France (AF) und Corsair International (SS). Antigua und Barbuda werden von mehreren internationalen Fluggesellschaften angeflogen, u.a. Lufthansa (LH), British Airways (BA) und Swiss (LX).

Ausreisegebühr

6 US$. Transitreisende, die innerhalb von 24 Std. weiterfliegen, und Kinder unter 12 Jahren sind davon ausgenommen.

Anreise mit dem Schiff

Eine Schnellfähre verkehrt regelmäßig zwischen Little Bay auf Montserrat und Heritage Quay auf Antigua (Fahrzeit: 1 Std.).

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das Verkehrsnetz asphaltierter Straßen umfasst ca. 200 km und verbindet alle Städte. Linksverkehr. Auf Montserrat gibt es 2 Tankstellen.

Bus:
Private Minibusse fahren auf der Insel, auch Ausflugsfahrten werden angeboten. Minibusse können auf der Straße herangewunken werden. Sie verkehren meist nur auf den Hauptverbindungsstrecken der Insel.

Taxi:
Auf Standardstrecken gelten Festpreise, der Preis sollte immer im Voraus erfragt werden. Fahrer können auch als Führer für Ausflüge gebucht werden. Taxis können auf der Straße herangwunken werden. Sie fahren in der Regel nur tagsüber.

Mietwagen
kann man am Heliport in Gerald's Bottom, in Little Bay Port oder über das Hotel buchen. Ein Fahrzeug mit oder ohne Chauffeur ist u. U. im Übernachtungspreis enthalten.

Unterlagen:
Unter Vorlage des nationalen Führerscheins ist ein befristeter Inselführerschein am Heliport oder auf der Polizeistation Salem erhältlich.

Auch Fahrräder kann man auf Montserrat mieten.

Unterwegs mit dem Schiff

Jachten können gemietet werden. Der größte Hafen ist Little Bay, wo ein neuer Pier errichtet wurde.

Reisewarnung

Überblick

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 22.02.2013 
(unverändert gültig seit: 19.2.2013

Besondere Hinweise für die Britischen Jungferninseln, Montserrat und Anguilla
Die Britischen Jungferninseln, Montserrat und Anguilla liegen in der durch Wirbelstürme gefährdeten
Zone der Karibik (Wirbelsturmsaison von Juni bis Ende November). Aktuelle Hurrikan-Informationen
sind im Internet u.a. unter www.nhc.noaa.gov abrufbar.

Hinweis für Montserrat
Die vulkanischen Aktivitäten des Soufrière Hills Vulkans auf der Ostkaribikinsel Montserrat sind
unverändert. Bereits zwei Drittel des Landes sind inzwischen unbewohnbar. Aus Sicherheitsgründen
wird der südliche Inselabschnitt unterhalb des Belham Valley regelmäßig zum Sperrgebiet erklärt.
Die Gefährdungsstufe wurde vom Montserrat Vulkan Observatorium (MVO) derzeit auf Stufe 2 (von
insgesamt 5) festgelegt. Anwohner im nördlichen, noch bewohnten Teil der Insel wurden darauf
hingewiesen, stets mit einer Evakuierung zu rechnen, da sich die Situation jederzeit kurzfristig
wieder verschlechtern könnte. Es wird daher dringend empfohlen, die Aktivität des Vulkans auf der
Website des MVO unter www.mvo.ms regelmäßig zu verfolgen. Auf der Website werden jede Woche
aktuelle Berichte veröffentlicht.
Die gesamte Bevölkerung von etwa 6.000 Bewohnern hält sich, ebenso wie Touristen, ausschließlich im
Norden der Insel auf. Es wurde ein inselweites Sirenen-Alarmsystem eingeführt, das die Bevölkerung
vor vulkanischen Aktivitäten warnt. Im Falle einer Sirenenwarnung sollte sofort Radio Montserrat
ZJB 88.3 FM oder 95.5 FM eingeschaltet werden, um aktuelle offizielle Informationen zu erhalten.
Deutsche Reisende oder Anwohner auf Montserrat sollten auf einen umfassenden Reise- und
Krankenversicherungsschutz inkl. Rücktransportversicherung achten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die über ein Jahr alt sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet einreisen.

[2] Typhus kommt vor, Poliomyelitis nicht.

[3]
Leitungswasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Wochen des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist pasteurisiert und kann, ebenso wie Milchprodukte, Fleisch, Geflügel, Obst und Gemüse, unbesorgt verzehrt werden.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV-AIDS ist wie auch auf anderen Karibikinseln verbreitet. Die bekannten Risiken sollten unbedingt vermieden werden.

Geld

Währung

1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: EC$, XCD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 EC$; Münzen im Umlauf: 1 EC$ sowie 25, 10, 5, 2 und 1 Cent. Der Ostkaribische Dollar ist an den US-Dollar gebunden.

Kreditkarten

Alle gängigeren Kreditkarten werden akzeptiert, jedoch nicht überall. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Geldautomaten sind in den zwei Banken (Bank of Montserrat und Royal Bank of Canada) vorhanden.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

Im Allg. Mo-Do 08.00-14.00 Uhr, Fr 08.00-15.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährungen ist unbegrenzt, Deklarationspflicht. Die Ausfuhr von Landes- und Fremdwährungen ist auf den bei der Einreise deklarierten Betrag beschränkt.

Geldwechsel

Devisen können in Banken umgetauscht werden. Fast überall kann man auch mit US-Dollar bezahlen.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Englisch.

Öffentliche Feiertage

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Montserrat eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 225 g Tabak (Personen ab 17 J.);
1,14 l Wein oder Spirituosen (Personen ab 17 J.);
170 ml Parfüm und Eau de Toilette;
Geschenke bis zu einem Wert von 500 EC$ (schließt die Tabakwaren, alkoholischen Getränke und das Parfüm mit ein).

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Anzug bzw. Kostüm werden bei Geschäftsterminen nicht unbedingt erwartet.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-16.00 Uhr.

Wirtschaft

Montserrat Development Unit
PO Box 292, Brades
Tel: 491 20 66.
Internet: www.mninet.com/devunit

Geschäftskontakte

Montserrat Development Unit
PO Box 292, Brades
Tel: 491 20 66.
Internet: www.mninet.com/devunit

Kommunikation

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Mit Telefonkarten oder Münzen betriebene öffentliche Telefonzellen stehen zur Verfügung. Bei Anrufen ins Ausland wählt man die Vorwahl 011.

Mobiltelefon

GSM 850 und TDMA-Netz (nicht kompatibel mit GSM-Mobiltelefonen). Netzbetreiber ist Cable & Wireless West Indies Ltd. (Montserrat). Der Sende-/Empfangsbereich für Mobilfunk erstreckt sich auf den nördlichen Teil der Insel. Mobiltelefone können beim örtlichen Netzbetreiber gemietet werden. Besitzer von GSM-Geräten können ihre SIM-Karten auch in einem TDMA-Gerät verwenden.

Internet

Hauptinternetanbieter ist Cable & Wireless (Internet: www.cwantigua.com).

Post

Das Hauptpostamt ist in Brades. Öffnungszeiten: Mo-Fr 08.15-15.55 Uhr. Briefmarken sind in den Läden erhältlich, in denen Postkarten gekauft werden können. Hotelrezeptionen nehmen Briefsendungen für ein Trinkgeld von ca. 1 US$ entgegen. Luftpostsendungen brauchen ca. 4 Wochen nach Europa.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Schmuck, Taschen, Körbe, Keramik, Glasartikel, Gegenstände aus Kokosnüssen, Kleidung, Tischdecken, und Kissen. Öffnungszeiten der Geschäfte: Mo, Di, Do 08.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr, Mi und Sa 08.00-13.00 Uhr, Fr 08.00-17.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Einige Hotels bieten Live-Unterhaltung mit Musik und Tanz. Grillpartys sind sehr beliebt.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

Einige Hotels mussten aufgrund der Vulkanaktivitäten schließen. Hotels sind i. Allg. klein mit persönlichem Service. Übernachtungspreise sind im Winter höher als im Sommer. Ein 18-Zimmer-Hotel wurde in Sweeneys eröffnet. Einige Hotels bieten kleine separate Bungalows und Hotelzimmer. Reinigungspersonal, Babysitter und Wäschedienst werden auf Wunsch angeboten. Auf die Rechnungen werden normalerweise 7% Steuern und 10 % Bedienungsgeld aufgeschlagen.

Kategorien:
Die meisten Hotels bieten mehrere Übernachtungspreise an:
Full American Plan (FAP): Zimmer mit Vollpension (einschl. Nachmittagstee).
American Plan (AP): Zimmer mit drei Mahlzeiten.
Modified American Plan (MAP): Zimmer, Frühstück und Abendessen, in manchen Hotels auch Nachmittagstee.
Continental Plan (CP): Zimmer mit Frühstück.
European Plan (EP): nur Übernachtung.

Kultur

Religion

Katholiken, Anglikaner, Methodisten und andere christliche Glaubensgemeinschaften.

Soziale Verhaltensregeln


Alltagskleidung ist angemessen, Badekleidung gehört an den Strand. Der Lebensstil ist beschaulich und verbindet irische und karibische Einflüsse.Trinkgeld ist üblich.

Klima

Beste Reisezeit

Subtropisches Klima, durch Passatwinde gemildert. Mit Regenschauern muss von September bis November fast immer gerechnet werden.

Landesdaten

Vorwahl +1 664 Fläche(qkm) 102 Bevölkerung 5241 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 51 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 999

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