Skifahren außerhalb der Alpen: Die 6 besten Wintersportgebiete weltweit (Teil 2)

Im ersten Teil unserer Serie haben wir Ihnen bereits spannende Skigebiete außerhalb der Alpenregion vorgestellt. Jetzt geht die Reise weiter: Von japanischem Champagner-Powder über chilenische Sommer-Skiabenteuer bis zum indischen Himalaya – wir nehmen Sie mit zu sechs spektakulären Skigebieten rund um den Globus. Und weil diese Ziele auch außerhalb des Euroraums liegen, zahlen Sie hier mit Fremdwährungen wie Schweizer Franken, Dollar oder Yen. Ob nah wie Zermatt oder außergewöhnlich wie Hokkaido: Diese Skigebiete zeigen, dass die perfekte Piste manchmal ganz woanders liegt als gedacht. 

1. Whistler Blackcomb – nordamerikanisches Skiparadies

Kanada, British Columbia | 675 – 2.284 m Höhe

Wenn Größe zählt, führt kein Weg an Whistler Blackcomb vorbei. Das größte Skigebiet Nordamerikas erstreckt sich über beeindruckende 3.306 Hektar und bietet rund 160 Pistenkilometer auf über 200 Abfahrten. Mit 37 modernen Liften ist die Beförderung effizient gelöst, sodass mehr Zeit zum Fahren bleibt.

Doch Whistler ist weit mehr als nur ein Skigebiet. Die Coast Mountains bieten eine spektakuläre Kulisse für zahlreiche Aktivitäten: Vom Tube Park über Winterwanderungen bis hin zu Ice Shows und Events wird hier keine Langeweile aufkommen. Besonders hervorzuheben ist das erstklassige On-Mountain-Dining – perfekt für alle, die ihr Skierlebnis mit kulinarischen Highlights verbinden möchten.

Preis Skipass: 95-110 Euro pro Tag
Ideal für: Familien, Vielfahrer*innen und alle, die Abwechslung schätzen

2. Portillo – Sommerski in den chilenischen Anden

Chile, Anden | 2.548 – 3.310 m Höhe

Während bei uns Sommer herrscht, lockt Portillo von Juni bis September mit perfekten Skibedingungen – ideal für Europäer*innen, die dem Sommerloch entfliehen wollen. Das auf über 2.500 Metern gelegene Skigebiet nahe der argentinischen Grenze mag mit 20 Pistenkilometern kompakt erscheinen, hat aber mit 14 Liften eine beachtliche Infrastruktur.

Die Pistenverteilung zeigt deutlich, dass Portillo sich an erfahrene Wintersportler*innen richtet: Nur elf Prozent der Abfahrten sind für Einsteiger*innen geeignet, während 31 Prozent für Fortgeschrittene und ebenfalls 31 Prozent für Könner*innen ausgelegt sind. Die anspruchsvollsten 26 Prozent fordern selbst Expert*innen heraus. Wer noch mehr Nervenkitzel sucht, kann Heliskiing buchen, bei dem man mit dem Helikopter auf hochgelegenes, noch unerschlossenes Gebiet gebracht wird, um abseits präparierter Pisten im Tiefschnee zu fahren.

Preis Skipass: 55 Euro pro Tag
Ideal für: Fortgeschrittene und Sommerski-Enthusiast*innen

In Teil 1 unserer Serie stellen wir außerdem das Skigebiet Valle Nevado in Chile vor. Alle Infos gibt es hier.

3. Gulmarg – Himalaya-Abenteuer mit Tiefschneegarantie

Indien, Jammu & Kashmir | 2.650 – 3.980 m Höhe

Das höchste Skigebiet Indiens ist ein echter Geheimtipp für Freerider und Abenteurer*innen. Die Gondel bringt Sie auf knapp 4.000 Meter – wer Heliskiing bucht, kann sogar noch höhere Gefilde erreichen. Mit 70 Prozent schweren Pisten richtet sich Gulmarg klar an erfahrene Fahrer*innen, die abseits präparierter Pisten ihr Glück suchen.

Die etwa 30 Pistenkilometer (präpariert und unpräpariert) sowie sechs Lifte mögen überschaubar klingen, doch das weitläufige Freeride-Gelände macht Gulmarg zu einem Paradies für Powder-Liebhaber*innen. Im Tal finden sich kleine, authentische Unterkünfte, Restaurants und Berghütten, die den besonderen Charme dieser außergewöhnlichen Destination ausmachen.

Preis Skipass: etwa 24 Euro pro Tag
Ideal für: Freerider, Tiefschnee-Profis und Budget-Reisende

4. Mount Buller – Winterzauber auf in Australien

Australien, Victoria | 1.380 – 1.805 m Höhe

Nur drei Stunden von Melbourne entfernt liegt Mount Buller in den Snowy Mountains – perfekt für alle, die australisches Flair mit Wintersport verbinden möchten. Mit 80 Pistenkilometern und 22 Liften bietet das Skigebiet eine solide Infrastruktur. Die längste Abfahrt misst 2,5 Kilometer, was für australische Verhältnisse beachtlich ist.

Die Pistenverteilung mit 20 Prozent leichten, 45 Prozent mittleren und 35 Prozent schweren Abfahrten macht Mount Buller zu einem vielseitigen Ziel für alle Könnerstufen. Die Unterkunftsmöglichkeiten reichen von familienfreundlichen Apartments bis zu luxuriösen Chalets und Spa-Hotels – hier gibt es für jedes Budget ein passendes Domizil. 

Preis Skipass: 129 Euro pro Tag
Ideal für: Familien und Genussskifahrer*innen, die Südhalbkugel-Winter erleben möchten

5. Niseko United – Japow-Legende auf Hokkaido

Japan, Hokkaido | 300 – 1.200 m Höhe

Wer schon einmal szenische Schneevideos aus Japan gesehen hat und selbst im legendären "Japow" (Japanese Powder) fahren möchte, kommt an Niseko nicht vorbei. Mit etwa 15 Metern Schneefall pro Saison bietet die Region nahe Sapporo extrem trockenen, tiefen Pulverschnee.

Niseko United verbindet vier Skigebiete – Grand Hirafu, Hanazono, Niseko Village und Annupuri – zu einem zusammenhängenden Wintersportparadies mit 70 Pistenkilometern und 29 Liften. Die internationale Atmosphäre mit vielen englischsprachigen Angeboten erleichtert den Aufenthalt, während die Mischung aus Anfänger-, Mittel- und Tiefschnee-Gelände alle Könnerstufen anspricht.

Preis Skipass: 75 Euro pro Tag
Ideal für: Tiefschneefahrer*innen, Powder-Jäger*innen und Japan-Entdecker*innen (oder alternativ Japan-Reisende)

Alles zu Shiga Kogen, dem größten zusammenhängenden Skigebiet Japans lesen Sie im ersten Teil unserer Serie.

6. Zermatt – Schweizer Perle am Matterhorn

Schweiz, Wallis | 1.524 – 3.899 m Höhe

Die Schweiz gehört zwar ebenfalls nicht zum Euroraum, aber sie liegt uns geografisch deutlich näher als die bisherigen Destinationen. Dennoch darf Zermatt in dieser Auflistung nicht fehlen – schließlich handelt es sich um das höchste Skigebiet der Schweiz und eines der spektakulärsten weltweit.

Mit 360 Pistenkilometern (75 km leicht, 220 km mittel, 63 km schwer) und 52 Liften bietet das Matterhorn Ski Paradise eine schier unerschöpfliche Vielfalt. Die Möglichkeit, bis nach Italien (Breuil-Cervinia) zu fahren, macht das Erlebnis noch internationaler. Dank des Gletschers ist hier sogar ganzjähriges Skifahren möglich. Das autofreie Bergdorf versprüht exklusiven Charme mit direktem Blick auf das weltberühmte Matterhorn.

Preis Skipass: 95-113 Euro pro Tag
Ideal für: Anspruchsvolle Skifahrer*innen und Bergliebhaber*innen, die die Nähe zu Deutschland schätzen

Fazit

Ob kanadische Weitläufigkeit, chilenisches Sommerski-Abenteuer, indischer Himalaya-Freeride, australischer Südhalbkugel-Winter, japanischer Powder-Traum oder Schweizer Hochalpinflair – Skigebiete außerhalb des Euroraums bieten einzigartige Erlebnisse, die weit über das hinausgehen, was wir aus den bekannten Alpen kennen. Die Preise bewegen sich dabei in einem ähnlichen Rahmen wie in Europa, wobei Gulmarg mit 24 Euro besonders günstig ist und Mount Buller mit 129 Euro am oberen Ende der Preisspanne liegt.

Wichtig: Denken Sie bei der Urlaubsplanung auch ans Reisegeld! Es ist sinnvoll, immer einen Handbestand der passenden Fremdwährung dabei zu haben. Bei uns können Sie diese in einer unserer deutschlandweiten Filialen oder bequem im Onlineshop kaufen.

Albanien, Serbien, Polen & Co.: Hier finden Sie weitere Skigebiete außerhalb der Alpen.

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Quellen:
www.whistlerblackcomb.com 
www.skiportillo.com 
www.jktdc.co.in
www.niseko.ne.jp
www.zermatt.ch 

Häufig gestellte Fragen

1. Wann ist die beste Reisezeit für Skifahren außerhalb Europas?
In Kanada, den USA, Japan und der Schweiz dauert die Saison meist von Dezember bis April. Auf der Südhalbkugel in Chile und Australien hingegen liegt die Skisaison zwischen Juni und September – ideal für Sommerski-Enthusiast*innen aus Europa.

2. Welche Skigebiete außerhalb der Alpen eignen sich für Familien und Einsteiger*innen?
Whistler Blackcomb (Kanada), Mount Buller (Australien), aber auch das Szczyrk Mountain Resort in Polen oder Ski Pista Bigell in Albanien bieten besonders familienfreundliche Pisten, Skischulen und Unterkünfte. Auch Zermatt in der Schweiz punktet mit einem großen Angebot für Anfänger*innen.

3. Wo kann man im Sommer Ski fahren?
Die Skigebiete Valle Nevado und Portillo in Chile sowie Mount Buller in Australien sind beliebte Ziele, da dort während der europäischen Sommermonate perfekte Winterbedingungen herrschen. Auch in Zermatt kann dank des Gletschers ganzjährig Ski gefahren werden.

4. Welche Skigebiete sind ideal für Tiefschnee- und Freeride-Fans?
Für Powder-Liebhaber*innen sind Niseko United (Japan) mit seinem legendären „Japow“ und Gulmarg (Indien) mit seinem unberührten Himalaya-Tiefschnee absolute Highlights.

5. Wie unterscheiden sich die Skipasspreise weltweit?
Die Preise variieren stark: In Gulmarg liegt der Tagespreis für einen Skipass bei rund 24 Euro, in Portillo bei 55 Euro, während Aspen in den USA stolze 256 Euro verlangt. Ansonsten liegen die Kosten insgesamt in einem ähnlichen Rahmen wie in Europa.

11. November 2025

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