Tschüss Alltag, hallo Freiheit: 5 Tipps für Ihr Sabbatical

Ihr Leben besteht nur noch aus Meetings, Deadlines und To-Do-Listen? Sie beneiden andere heimlich darum, wie sie die Welt bereisen, während Sie sich durch endlose Excellisten kämpfen? Dann ist es womöglich Zeit für eine Pause vom Alltag. Ob Reisen, Selbstfindung, Weiterbildung oder Me-Time – ein Sabbatical, also eine längere berufliche Auszeit, ist für viele ein Lebenstraum. Wie Sie sich am besten darauf vorbereiten, erfahren Sie hier.

1. Klare Ziele für das Sabbatical setzen

Ein Sabbatical ohne Richtung kann dazu führen, dass Sie die Zeit ungenutzt lassen, sie Ihnen im schlimmsten Fall sogar verschwendet vorkommt. Wollen Sie die Welt entdecken, ein Buch schreiben, sich sozial engagieren oder den Kopf frei bekommen? Je klarer Ihr Ziel, desto besser können Sie planen und desto eher ziehen Sie auch wirklich Kraft und Inspiration aus dieser Zeit.

Hierbei hilft es enorm, sich vorher mit dem eigenen Warum auseinanderzusetzen.

Fragen, die Ihnen helfen können:

  • Was fehlt mir aktuell in meinem Alltag?
  • Was würde mir wirklich guttun – körperlich, geistig, emotional?
  • Gibt es einen Traum, den ich immer wieder aufgeschoben habe?
  • Welche Art von Erfahrungen wünsche ich mir?
  • Wie möchte ich mich nach dem Sabbatical fühlen oder verändert haben?


Die Ziele und die Umsetzung zur Erreichung dieser müssen nicht immer „groß“ sein. Hier ein paar Beispiele:

Erholung & Entschleunigung Einfache Lebensweise, Naturaufenthalte, Digital Detox
Kreativität ausleben Schreiben, Malen, Musizieren, künstlerische Retreats
Reisen & Welt entdecken Backpacking, Langzeitreisen, Slow Travel
Weiterbildung Sprachkurs, Coaching, Online-Studium, Workshops
Soziales Engagement Freiwilligenarbeit, Projekte im In- oder Ausland unterstützen
Zeit für Familie & sich selbst Quality Time, Beziehungen stärken, Achtsamkeit üben

2. Finanzen planen

Ein Sabbatical ohne Geldsorgen? Ja bitte! Der wichtigste Schritt ist ein realistischer Finanzplan
Stellen Sie sich den Sabbatical-Alltag einmal konkret vor: Wo leben Sie? Wie bewegen Sie sich fort? Wie viel möchten Sie reisen? Wie viel in Kurse, Unterkunft und Freizeitaktivitäten investieren?

Beachten Sie folgende Faktoren:

  • Lebenshaltungskosten (je nach Ort ganz unterschiedlich)
  • Miete/Hypothek zuhause (oder planen Sie zwischenzuvermieten?)
  • Krankenversicherung & Zusatzversicherungen (z. B. Ausland, Haftpflicht)
  • Rücklagen für Notfälle oder spontane Änderungen
  • Budget für Hobbys, Weiterbildungen oder persönliche Projekte
  • Reisereserven (Flüge, Bahn, Unterkunft, Verpflegung unterwegs)
  • Laufende Fixkosten (Streaming, Handy, Kredite etc.)

Auch wenn Sie „raus“ sind, kommt Geld womöglich an anderer Stelle rein:

  • Mieteinnahmen aus Untervermietung
  • Nebenprojekte, Freelance-Arbeit oder passives Einkommen
  • Erspartes oder Sonderzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld, Bonus, Abfindung)

3. Frühzeitig mit dem Arbeitgeber sprechen

Viele Unternehmen stehen Sabbaticals inzwischen offen gegenüber – vor allem, wenn sie gut vorbereitet und fair geplant sind. Doch selbst wenn es kein offizielles Modell gibt: Mit einer klaren Strategie und einer Portion Mut haben Sie gute Chancen, Zustimmung zu bekommen.


Warum frühe Kommunikation so wichtig ist

Ein Sabbatical wirkt sich auf die Teamstruktur, Prozesse und Ressourcen aus. Deshalb ist es entscheidend, nicht erst kurz vor knapp damit herauszurücken. Sprechen Sie idealerweise 6–12 Monate vorher mit Ihrem Arbeitgeber – damit beweisen Sie Professionalität, Respekt und Planungskompetenz.

Diese Punkte sollten Sie klären:

  • Gibt es eine offizielle Sabbatical-Regelung im Unternehmen?

    Manche Firmen bieten z. B. ein sogenanntes "Zeitwertkonto" oder ein "Ansparmodell" an. Dabei verzichten Sie vorab auf Gehalt, das später als bezahlte Freistellung genutzt werden kann. Alternativ gibt es die Möglichkeit auf unbezahlten Urlaub.

  • Wie lange können Sie realistisch fehlen?

    Hier kommt es auf den Aufgabenbereich, Ihre Verantwortung und die aktuelle Personalsituation an. Es muss auch nicht gleich ein ganzes Jahr sein – auch 3 oder 6 Monate können für Sie bereits einen Unterschied machen.

  • Wie sieht Ihre Vertretungskonzept aus?

    Zeigen Sie Eigeninitiative: Wer kann Ihre Aufgaben übernehmen? Gibt es Möglichkeiten zur Einarbeitung im Vorfeld und können Sie Dokumentationen oder Übergabepläne erstellen?

4. Digital Detox vorbereiten: Zeit für echte Offline-Momente

Unsere digitale Welt ist in vielerlei Hinsicht ein Segen – aber sie kann auch zur Dauerablenkung verleiten. Gerade im Sabbatical, wenn Sie bewusst entschleunigen oder zu sich selbst finden wollen, kann eine digitale Auszeit unglaublich befreiend wirken. Es geht nicht darum, die Technik komplett zu verbannen – sondern achtsam zu entscheiden, wann und wie viel Sie online sein möchten. Im Idealfall können Sie so Stress reduzieren, Ihre Umgebung intensiver wahrnehmen und Ihren Gedanken mehr Raum geben.

Reflektieren Sie Ihren digitalen Alltag vor der Auszeit: Wie oft schauen Sie aufs Handy, ohne dass es nötig ist? Wann fühlen Sie sich von Social Media oder Nachrichten eher leer als inspiriert? Was würden Sie tun, wenn Sie mal eine Stunde gar nichts konsumieren?

Konkret planen: Ihre Detox-Strategie für unterwegs

  • Digitale Auszeiten festlegen: Zum Beispiel keine Mails vor 10 Uhr, ein Tag pro Woche komplett offline, kein Handy im Schlafzimmer.
  • Automatische Abwesenheitsnotiz aktivieren: mit klarer Info, wann Sie NICHT antworten.
  • Push-Benachrichtigungen deaktivieren – oder gleich bestimmte Apps deinstallieren.
  • Apps bewusst auswählen: Reise-Apps ja, Social Media nur zeitlich begrenzt – oder gar nicht.
  • Analog statt digital: Notizbuch statt Evernote, Kamera statt Handy, Papierkarte statt Google Maps.

5. Abschalten und Zeit genießen

Sie haben geplant, organisiert, vielleicht auch hart gespart – jetzt ist sie endlich da: Ihre Auszeit. Und doch fällt es vielen schwer, wirklich abzuschalten. Der Kopf hängt noch im Alltag, im Job, bei To-Do-Listen. Deshalb: Erlauben Sie sich bewusst, loszulassen.


Raus aus dem Funktionieren – rein ins Erleben

Ein Sabbatical ist kein Projekt, das Sie „abarbeiten“ müssen. Geben Sie sich die Zeit, aus dem Hamsterrad auszusteigen – das dauert manchmal länger, als man denkt. Nichts tun müssen muss man oft erst wieder lernen.


Weniger Produktivität, mehr Präsenz

Sie müssen nicht jeden Tag „sinnvoll nutzen“. Es reicht oft, einfach da zu sein. In einer Hängematte. Bei einer Tasse Tee. In einem Gespräch mit Freunden oder Fremden. Beim Sonnenuntergang. Fragen Sie sich nicht ständig: „Was bringt mir das?“, fragen Sie lieber: „Wie fühlt sich das gerade an?“

Fazit

Ein Sabbatical ist eine wertvolle Auszeit vom Alltag – mit guter Vorbereitung, klaren Zielen und bewusster Entschleunigung kann es neue Perspektiven, Erholung und persönliche Weiterentwicklung schenken. 

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28. April 2025

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