Tansania

Afrika

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Vereinigte Republik Tansania.

Hauptstadt

Dodoma.
Der Regierungssitz befindet sich noch in Dar es Salaam, der ehemaligen Hauptstadt.

Geographie

Tansania liegt am Indischen Ozean und grenzt im Norden an Kenia und Uganda, im Westen an Burundi, Ruanda und Demokratische Republik Kongo und im Süden an Sambia, Malawi und Mosambik. Das tansanische Festland besteht aus der 16-64 km breiten Küstenebene mit üppiger tropischer Vegetation, der 213-1067 m hoch gelegenen Masai-Savanne im Norden und dem Hochplateau im Süden, das sich bis nach Sambia und zum Nyassa-See erstreckt. Savanne und Buschland bedecken den Großteil des Landes, Halbwüsten und fruchtbare Küstenebenen machen die verbleibende Landschaft aus. Die Binnengewässer umfassen eine Fläche von über 53.000 qkm, den größten Anteil haben die Seen des Rift Valleys, dem ostafrikanischen Grabenbruch. Die Inseln Sansibar und Pemba, ca. 45 km vor der Nordostküste, gehören zum Hoheitsgebiet.

Regierung

Föderative Präsidialrepublik (im Commonwealth) seit 1964. Verfassung von 1977, letzte Änderung 2000. Einkammerparlament mit 274 Mitgliedern. Darunter sind 232 auf fünf Jahre gewählte Mitglieder. Das Staatsoberhaupt wird alle fünf Jahre direkt gewählt. Unabhängig seit 1964 (Inkrafttreten der Union), ehemaliges britisches Protektorat.

Staatsoberhaupt

John Magufuli, seit November 2015.

Regierungschef

Mizengo Pinda, seit Februar 2008.

Elektrizität

230 V, 50 Hz. Adapter empfohlen.

Zeitzone

Eastern Africa Time: MEZ +4

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Tansanias nationale Fluggesellschaft heißt Air Tanzania (TC) (Internet: www.airtanzania.com).
Swiss International (LX) fliegt Dar es Salaam regelmäßig an.
Weitere Fluggesellschaften, die Tansania anfliegen, sind British Airways (BA), Gulf Air (GF), KLM, Emirates (EK), South African Airways (SA), Ethiopian Airways (ET) und Air India (AI).

Ausreisegebühr

Keine.

Anreise mit dem Pkw

Pkw: Gute geteerte Straßen verbinden Tansania, Sambia und Kenia. Die befestigte Great North Road führt von Lusaka (Sambia) direkt nach Dar es Salaam. Am häufigsten wird die Überlandstrecke über die kenianische Grenzstadt Namanga genutzt, die zwischen Nairobi in Kenia und Arusha in Tansania liegt. Die Straßenverbindungen zwischen Tansania (wegen fehlender Brücken über den Ruvuma), Ruanda und Mosambik sind äußerst schlecht. Reisende, die von Malawi kommen, müssen über die Songwe-Brücke, südöstlich von Mbeya, nach Tansania fahren. Reisende aus Uganda fahren über Mutukula, nordwestlich von Bukoba, nach Tansania.
Fernbus: Regelmäßige Busverbindungen bestehen zwischen Nairobi (Kenia) und Arusha (Tansania) und täglich fahren Busse zwischen Mombasa (Kenia) und Dar es Salaam (Tansania). Mehrmals wöchentlich fahren Busse zwischen Lilongwe (Malawi) und Dar es Salaam und zwischen Lilongwe, Mzuzu (Malawi) und Mbeya (Tansania). Es bestehen Busverbindungen zwischen Dar es Salaam und Kampala in Uganda.

Anreise mit der Bahn

Züge der Tanzania-Zambia Railway Authority (Tazara) (Internet: www.trctz.com) fahren zweimal wöchentlich von Dar es Salaam nach Kapiri Mposhi (Sambia), an der Grenze steigt man um. Der Zug hat einen Speisewagen. Von Kigoma und Mwanza kann man per Schiff die Reise nach Burundi, Ruanda und Uganda fortsetzen. Die Zentrallinie führt von Dar es Salaam 1.254 km bis an die Ufer des Sees Tanganyika. Dies ist eine wichtige Bahnstrecke für internationalen Verkehr nach Sambia, Burundi, Ruanda, Kongo Demokratische Republik und Uganda.

Anreise mit dem Schiff

Passagier- und Frachtlinien laufen Dar es Salaam an. Die MS Sepideh verkehrt zwischen Tansania und Mombasa (Kenia).
Auf dem Tanganjika-See werden Fährverbindungen zwischen Bujumbura (Burundi) und Kigoma, in den Kongo (Dem. Rep) und zwischen Mpulungu (Sambia) und Kigoma angeboten. Auf dem Victoria-See gibt es Verbindungen nach Kenia und Uganda. Reisende von Malawi können mit der Fähre von der Nkhata Bucht in Malawi zur Mbamba Bucht in Tansania über den Nyasa-See fahren. Südlich von Mtwara verbindet ab Kilambo eine Fähre Tansania mit Mosambik.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Air Tanzania (TC) und zahlreiche private Fluggesellschaften wie Precision Air (PW)(Internet: www.precisionairtz.com) fliegen regelmäßig nicht nur alle größeren Städte und Urlaubsorte an. Die Flüge sind in der Regel zuverlässig, trotzdem sollte man sich vor Abflug in einem Büro der Fluggesellschaft nach eventuellen Flugplanänderungen erkundigen.
Alle Nationalparks haben Landepisten. Kleinflugzeuge zweier Chartergesellschaften fliegen die Landepisten der Städte und im Busch an.

Anmerkung zu Flugreisen

Flughafengebühren:

Keine.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Ein gutes, wetterfestes Straßennetz verbindet alle größeren Städte. Nebenstraßen sind oft in schlechtem Zustand und in der Regenzeit (April - Mai) nur mit Fahrzeugen mit Allradantrieb befahrbar. Nachtfahrten sollten vermieden werden, da man auf wilde Tiere, Rinder und Ziegen auf der Straße stoßen kann. Wegweiser fehlen an Kreuzungen häufig, weshalb man nach dem Weg fragen sollte. Ersatzteile sind schwer erhältlich, Benzinengpässe kommen vor.

Busse verbinden fast alle Ortschaften und sind recht preiswert, jedoch eher unzuverlässig. Minibusse (Dala Dalas) halten auch in kleineren Dörfern. Besonders während der Regenzeit werden Fahrpläne nicht immer eingehalten, und Ausfälle sind häufig.

Mietwagen: Fahrzeuge ohne Chauffeur sind teuer und selten, empfehlenswert sind Fahrzeuge mit Chauffeur. Unterlagen: Internationaler Führerschein empfohlen, unter Vorlage des eigenen Führerscheins stellt die Polizei eine befristete Fahrerlaubnis aus.
Verkehrsbestimmungen: Linksverkehr.

Unterwegs in der Stadt

In Dar es Salaam gibt es Busse und Minibusse; es gelten Einheitsfahrpreise. Die Busse sind oft überfüllt und unzuverlässig. In Dar es Salaam stehen Taxis vor den Hotels zur Verfügung. Sie haben festgelegte Tarife für Fahrten innerhalb der Stadt. In anderen Städten sollten die Tarife im Voraus vereinbart werden. Es sollten nur offizielle Taxis benutzt werden. Taxifahrer erwarten 10% Trinkgeld.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Züge der Tanzania Railways Corporation (TRC) (Internet: www.trctz.com) verkehren auf der Zentrallinie von Dar es Salaam nach Kigoma und Mwanza sowie entlang der Linien Kaliua-Mpanda, Tanga-Arusha, Dar es Salaam-Mbeya und Manyoni-Singida.
TRC fährt täglich von Dar es Salaam nach Mwanza und Kigoma; Die Zugfahrten dauern Tage, Verpflegung ist im Zug erhältlich. Tazara fährt zur sambischen Grenze.

Es gibt 3 Fahrklassen, für die Reservierung im Voraus empfehlenswert ist. Züge sind meist überfüllt, aber Bahnbeamte helfen bei der Suche nach einem Sitzplatz. Sein Gepäck sollte man in Sichtweite behalten. Kinder unter 3 Jahren reisen kostenlos, Kinder zwischen 3 und 11 Jahren erhalten 50 % Ermäßigung.

Weitere Auskünfte erteilen die Tanzania Railways Corporation, PO Box 468, Dar es Salaam. Tel: (22) 211 05 99. Fax: (22) 211 65 25.

Unterwegs mit dem Schiff

Es gibt folgende größere Seen in Tansania: Den Eyasi-See, Manyara-See, Natron-See, Nyasa-See, Tanganyika-See und den Victoria-See.
Ein Schnellboot verkehrt täglich in beide Richtungen zwischen Dar es Salaam und Sansibar (Fahrzeit 60-90 Min.). Es gibt auch eine Verbindung von Sansibar nach Pemba. Dampfer verkehren auf dem Tanganjika- und dem Victoria-See. Es gibt drei Klassen, die 1. Klasse ist bequem und selten überfüllt.
Die Dampfer des Victoria-Sees verbinden Bukoba, Mwanza und Musoma; die Fahrpläne werden nicht immer eingehalten.

Reisewarnung

Überblick Tansania

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 27.01.2017
Unverändert gültig seit: 23.01.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Alle Reisenden haben die Möglichkeit, sich im Externer Link, öffnet in neuem Fensterelektronischen Meldesystem des Auswärtigen Amts anzumelden. Hierüber werden im Bedarfsfall Sicherheitshinweise versandt. Insbesondere Reisenden, die nicht Teil einer Pauschalreisegruppe sind, wird geraten, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Pauschalreisende werden ggfs. über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Allgemeine Lage

Reisenden wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden. Es wird zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit auf öffentlichen Plätzen sowie beim Besuch von touristischen Sehenswürdigkeiten und religiösen Stätten geraten.

Die politische Lage in der autonomen Teilrepublik Sansibar ist aufgrund der Annullierung der im Oktober 2015 erfolgten Wahlen angespannt. Es wird deshalb zu erhöhter Wachsamkeit, insbesondere beim Besuch des Großraums Stone Town geraten.

Piraterie auf hoher See

Vor den Küsten Somalias und seiner Nachbarstaaten sowie in den angrenzenden Gewässern besteht weiterhin ein Risiko von Piratenangriffen und Kaperungen. Nach wie vor sind auch Schiffe tief im Indischen Ozean (um die Seychellen und Madagaskar) sowie vor Kenia, Tansania, Mosambik, Jemen und Oman gefährdet, angegriffen und gekapert zu werden. Schiffsführern in den vorgenannten Gebieten wird dringend empfohlen, höchste Vorsicht walten zu lassen. Trotz der internationalen Bemühungen zur Eindämmung der Piraterie bleibt die Zahl der Piratenangriffe hoch; ein wirksamer Schutz kann nicht garantiert werden. Schiffsführern in den gefährdeten Gewässern wird eine Registrierung beim Maritime Security Center unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.mschoa.org dringend empfohlen.

Terrorismus

In der Region sind Attentate nicht auszuschließen. Kriminalität

Derzeit häufen sich die Fälle, in denen Touristen von angeblichen Taxifahrern angesprochen und ihnen Fahrgelegenheiten angeboten werden, um sie anschließend auszurauben und/oder unter Androhung von Gewalt zu zwingen, mit ihrer Bankkarte Geld vom Automaten abzuheben. Mehrfach wurden Touristen gezwungen, durch Anrufe bei Familie oder Bekannten Geldtransfers über Western Union zu erwirken. In und um Daressalam nimmt diese Art der Kriminalität signifikant zu. Bevorzugte Plätze sind die Bahnhofsstation, Fähranlegestelle und Busstationen. Es wird daher dringend empfohlen, ausschließlich registrierte Taxis zu nutzen. Diese sind an einem grünen, gelben oder blauen Längsstreifen auf der weißen Karosserie zu erkennen. In Zweifelsfällen sollte der Fahrer gebeten werden, seine Registrierung vorzuzeigen. Es wird ausdrücklich davon abgeraten, Angebote von Mitfahrgelegenheiten oder Hilfe beim Abheben von Geld oder Banktransfers von Fremden anzunehmen.

Nicht bewachte Strände und einsam gelegene Gegenden sollten auch tagsüber gemieden werden. Dies gilt insbesondere auch für die Strände in den Küstenstädten. Mit Einbruch der Dunkelheit sollte von Spaziergängen und von Überlandfahrten abgesehen werden.

Bei Übernachtungen, insbesondere auf Campingplätzen und in abgelegenen Gebieten, sollte auf hinreichend vorhandene Sicherheitsvorkehrungen geachtet werden. Sicherheitsrelevante Zwischenfälle in Nationalparks und in ihrer unmittelbaren Umgebung sind selten; allerdings kam es im Juni 2012 bei Ikoma (nordöstlicher Eingang zum Nationalpark Serengeti) zu einem bewaffneten Raubüberfall mit Todesfolge. Auch in anderen Landesteilen kommt es vereinzelt zu bewaffneten Raubüberfällen auf Hotels.  

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Ein Impfnachweis für Gelbfieber wird von Reisenden verlangt, die über 1 Jahr alt sind und aus einem Gelbfiebergebiet (z. B. aus den Nachbarländern) kommen. Reisende aus Nicht-Endemiegebieten (z. B. Europa) benötigen laut Auswärtigem Amt nur dann eine Gelbfieberimpfung, wenn sie in einem Gelbfiebergebiet den Flughafen beim Zwischenstopp verlassen oder mindestens 12 Stunden in diesem Flughafen auf ihren Anschlussflug warten. Wer vom Festlandgebiet Tansanias nach Sansibar reist, benötigt eine Impfung gegen Gelbfieber.

[2] Der Nachweis einer Cholera-Impfung ist in ganz Tansania nicht erforderlich. Abweichungen der Grenzbeamten von den eigenen Impfvorschriften sind in Einzelfällen nicht auszuschließen. Der Deutschen Botschaft sind in letzter Zeit allerdings keine Schwierigkeiten bekannt geworden. Das Risiko einer Infektion ist für Touristen gering.

Cholera kommt verstärkt im Arusha, Coast, Dar es Salaam (Distrikte: Ilala, Kinondoni), Dodoma, Kigoma, Kilimanjaro, Lindi, Mara, Mbeya, Morogoro, Mtwara, Mwanza, Rukwa, Shinyanga, Tanga und auf der Insel Sansibar vor. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariaschutz ist ganzjährig, besonders aber während der Regenzeit (November bis Mai), in allen Landesteilen unter 1.800 m einschließlich der Städte erforderlich. In Regionen unterhalb der 1.800 m-Marke besteht ein geringes bzw. kein Risiko der Ansteckung. Die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum (Malaria tropica) soll hochgradig gegen Chloroquin und Sulfadoxin/ Pyrimethamin resistent sein. Für die Gebiete mit hohem Malariarisiko empfiehlt sich eine medikamentöse Prophylaxe. In den übrigen Gebieten reicht ein Schutz durch langärmelige Kleidung und Mückenschutzmitteln aus. In der Region Kagera wird zurzeit ein starker Anstieg von Malariafällen beobachtet.

[4] Größtes Infektionsrisiko stellen Darminfektionen dar. Die für alle tropischen Länder geltenden Hygieneregeln (z. B. Vorsicht bei Genuss von Nahrungsmitteln und Leitungswasser) sollten sorgfältig beachtet werden. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Andere Risiken

Bilharziose-Erreger können landesweit (auch in Sansibar und Pemba) in manchen Teichen und Flüssen vorkommen. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Landesweit besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Ebenfalls landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die Zahl der HIV-Infizierten in Tansania wird auf mehrere Millionen geschätzt. Sexuelle Kontakte mit unbekannten Partnern sollten gemieden werden.

Masern kommen vor. Reisende sollten ihren Impfschutz vor einer Tansania-Reise unbedingt überprüfen und ggf. auffrischen.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor allem in den ländlichen Gebieten vor. Um sich zu schützen empfiehlt sich eine Impfung und die Meidung großer Menschenansammlungen.

Pest-Fälle wurden aus der Provinz Tanga am Westhang der Usambara-Berge gemeldet. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflich in Pestgebieten Tätigen empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

In den Nationalparks Manyara, Serengeti und Ngorongoro sowie in den Gebieten Arusha und Kigoma kann es zu einer Infektion mit dem Erreger der Schlafkrankheit (afrikanische Trypanosomiasis) kommen, die durch die Tsetse-Fliege mit einem schmerzhaften Stich auch durch dünneren Stoff hindurch übertragen werden kann. Vermeiden der Fliegenstiche durch Insektenschutzmittel und entsprechende, möglichst helle Kleidung ist hier besonders angeraten. Bei Verdacht (Reaktion an der Stichstelle, unklares Fieber) sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Tollwut kommt landesweit vor. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Zeckenbissfieber tritt landesweit und ganzjährig, v.a. von April bis Oktober, auf. Schutz vor den Überträgern bieten hautbedeckende Kleidung und Insektenschutzmittel.

Geld

Währung

1 Tansanischer Schilling = 100 Cents. Währungskürzel: TS, TZS (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5.000, 2.000, 1.000, 500 TS; Münzen in den Nennbeträgen 200, 100 und 50 TS (kleinere Beträge sind nur vereinzelt im Umlauf).

Kreditkarten

Diners Club, MasterCard und Visa werden nur in größeren Hotels, Lodges und Reisebüros akzeptiert (oft mit Gebühren). Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. An den Bankautomaten der amtlich zugelassenen Banken im ganzen Land kann Bargeld auch mit Kreditkarte abgehoben werden.

Geldautomaten

EC-Karte / Maestro-Karte

Geldautomaten stehen zur Abhebung zur Verfügung, Symbole an den Automaten zeigen an, welche Karten akzeptiert werden. Bargeldlose Zahlung ist mit ec-Karte nicht möglich.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 08.30-12.30 Uhr, teilweise auch bis 16.00 Uhr, Sa 08.30-13.00 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährungen; Deklarationspflicht. Ausfuhr von Fremdwährungen bis in Höhe des deklarierten Betrages, abzüglich der Umtauschbeträge.

Geldwechsel

Umtausch von Bargeld - vorzugsweise US-Dollar oder Euro - bei jeder Zweigstelle der National Bank of Commerce und allen autorisierten Wechselstuben. Umtauschquittungen sollten bis zur Ausreise aufbewahrt werden. In den touristischen Zentren wird der US-Dollar ebenfalls als Zahlungsmittel angenommen (nur Scheine ab 2006).

Sprache

Überblick

Kisuaheli und Englisch sind Amtssprachen. Arabisch und verschiedene regionale Sprachen.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Tansania eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 Flasche alkoholische Getränke;
Parfüm und Eau de Toilette für den persönlichen Gebrauch.

Verbotene Importe

Drogen, pornografische Erzeugnisse und Waffen. Jagdwaffen müssen deklariert werden.

Verbotene Exporte

Ausfuhr von Tiermaterial nur unter Einhaltung des Washingtoner Artenschutzabkommens. Ein Ausfuhrverbot besteht für Tiertrophäen oder Schmuck mit Bestandteilen von Tieren und für andere Gegenstände aus Tiermaterial, die CITES-gelistet sind.

Exportbestimmungen

Für Holzschnitzereien müssen bei der Ausfuhr gegen eine Gebühr eine Prüfbescheinigung und eine Ausfuhrerlaubnis erworben werden.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Einheimische Geschäftsleute erwarten die üblichen Höflichkeitsformen. Auf äußere Erscheinung wird großen Wert gelegt; Sakko und Krawatte oder Safarianzug bzw. Kleid, Kostüm oder Hosenanzug sind angemessen. Der Austausch von Visitenkarten ist üblich.

Geschäftszeiten:
Mo-Fr 08.00-12.00 und 14.00-16.30 Uhr, Sa 08.00-13.00 Uhr. Behörden: Mo-Fr 07.30-15.30.

Wirtschaft

Tanzania Chamber of Commerce, Industry and Agriculture
(Industrie-, Landwirtschafts- und Handelskammer)
PO Box 9713, Dar es Salaam
Tel: (022) 211 94 36/37.
Internet: www.tccia.com

Geschäftskontakte

Tanzania Chamber of Commerce, Industry and Agriculture
(Industrie-, Landwirtschafts- und Handelskammer)
PO Box 9713, Dar es Salaam
Tel: (022) 211 94 36/37.
Internet: www.tccia.com

Kommunikation

Telefon

Selbstwählferndienst. Telefonzellen sind in Postämtern und größeren Städten vorhanden. In einigen ländlichen Gebieten müssen Anrufe ins Ausland bei der Vermittlung angemeldet werden.

Mobiltelefon

GSM 900 und GSM 1800. Netzbetreiber sind Vodacom Tanzania (Internet: www.vodacom.co.tz) Zanzibar Telecom und Celtel Tanzania (Internet: http://www.tz.celtel.com/en/index.html). Der Sende-/Empfangsbereich fur Mobilfunk beschränkt sich auf die Umgebung der größeren Städte.

Internet

Internetanbieter sind Africa Online (Internet: www.africaonline.co.tz) und Raha (Internet: www.raha.com). In den Großstädten gibt es viele Internetcafés, auch in ländlichen Gebieten wird zunehmend Internetzugang angeboten.

Post

Luftpost nach Europa ist ca. fünf Tage unterwegs.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Trommeln, alte Messing- und Kupfergegenstände, Schmuckwaren und Holschnitzereien. Auf »Souvenirs« wie Jagdtrophäen, Tierfelle, Elfenbein u. Ä. sollte man verzichten, da diese unter das Artenschutzabkommen fallen und nicht in die Bundesrepublik, die Schweiz oder nach Österreich eingeführt werden dürfen.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 08.30-12.00 und 14.00-18.00 Uhr, Sa 08.30-12.30 Uhr. Einige Geschäfte sind auch sonntags geöffnet.

Nachtleben

Einleitung

In Dar es Salaam gibt es vier Nachtklubs und ein Kabarett. Kinos sind klimatisiert, ein Autokino ist auch vorhanden. In der Oyster Bay befindet sich das Little Theatre.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

Hotels aller Klassen stehen zur Verfügung. Preiswertere Hotels sind zweckmäßig, jedoch weniger komfortabel, und häufig ausgebucht. Preise sind i. Allg. recht hoch. Zwei Personen können sich meist ein Einzelzimmer teilen; dies ist jedoch nicht in Hotels der höheren Preisklassen möglich.

Camping

Campingplätze gibt es in den folgenden Parks: Arusha-Nationalpark (vier), Tarangire-Nationalpark (zwei), Manyara-See-Nationalpark (zwei), Ngorongoro Conservation Unit (zwei), Serengeti-Nationalpark (sieben), Kilimanjaro-Nationalpark (einen), Mikumi-Nationalpark (zwei) und Ruaha-Nationalpark (zwei). Einige bieten Waschgelegenheiten, Toiletten, Hütten und Feuerholz; in anderen ist die Ausstattung teilweise recht einfach. Bereits vor der Ankunft sollte man eine Erlaubnis zum Betreten sowie zum Fotografieren und Filmen beantragen und sich über Preise und Campbenutzungsordnung informieren. Schriftliche Buchungen an: Tanzania National Parks, PO Box 3134, Arusha. Tel: (027) 250 34 71, 250 19 30. (Internet: http://www.tanzaniaparks.com/)

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Manyara-See-Nationalpark (hauptsächlich für Schul- und Lehrgruppen), Serengeti-Nationalpark, YMCA-Hostels in Moshi und Dar es Salaam sowie das YWCA-Hostel (für Frauen und auch Paare) in Dar es Salaam.

Kultur

Religion

Muslime (35 %), Christen (30 %), Anhänger von Naturreligionen (35 %) und hinduistische Minderheit. Sansibar ist zu fast 100 % muslimisch.

Soziale Verhaltensregeln


Umgangsformen: Zur Begrüßung und zum Abschied gibt man sich die Hand. Eine einzelne Person wird mit Jambo begrüßt, worauf man ein Jambo erwidert. Gruppen begrüßt man mit Hamjambo und grüßt mit Hatujambo zurück. Traditionell isst man mit der Hand, und Gastgeber freuen sich über ein Geschenk.

Rauchen: Ein Aschenbecher ist normalerweise ein Zeichen, dass geraucht werden darf. Kinos und öffentliche Verkehrsmittel sind Nichtraucherzonen. Vor allem auf Sansibar, wo 95 % der Bevölkerung muslimisch sind, sollte auf zurückhaltende Kleidung geachtet werden.

Fotografieren:
Es ist strikt verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughäfen, Brücken etc.) zu fotografieren. Mitunter wird eine geringe Geldsumme erwartet. Grundsätzlich immer um Erlaubnis fragen, bevor man jemanden fotografiert.

Trinkgeld
ist nicht üblich, obwohl Kellner und Träger oft ein kleines Entgelt erwarten.

Klima

Beste Reisezeit

Tropisches Klima, an der Küste heiß und feucht, Regenzeiten von Mitte März bis Mai und im November. Äußerst trocken in der Hochebene; im nordwestlichen Hochland herrscht kühles und gemäßigtes Klima mit Regenzeiten von November bis Dezember und Februar bis Mai.

Landesdaten

Vorwahl +255 Fläche(qkm) 945087 Bevölkerung 51045882 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 54 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 112

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