Nepal

Asien

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Demokratische Bundesrepublik Nepal.

Hauptstadt

Kathmandu.

Geographie

Der größte Teil des Landes liegt an den Südhängen des Himalaya und erstreckt sich von den höchsten Gipfeln durch bergiges Land zur oberen Grenze der Ganges-Ebene. Das Königreich grenzt im Norden und Nordwesten an China sowie im Westen, Süden und Osten an Indien. Man kann das Land in fünf Regionen aufteilen: Terai, Siwalik, Mahabharat Lekh, die Zentralregion oder Pahar und den Himalaya. Die bergige Zentralregion wird vom südlichen Himalaya durchzogen, hier befinden sich die höchsten Gipfel der Welt.

Regierung

Parlamentarische Demokratie. Neue Verfassung von 2015. Zweikammerparlament, Repräsentantenhaus mit 205 für 5 Jahre gewählten Mitgliedern, Nationalrat mit 60 für 6 Jahre ernannten Mitgliedern. Die Verfassung von 1990 legte die Einschränkung der königlichen Machtbefugnisse und die Einführung des Mehrparteiensystems fest. Im Mai 2008 wurde die Monarchie abgeschafft und die Republik ausgerufen.

Staatsoberhaupt

Bidhya Devi Bhandari, seit Oktober 2015.

Regierungschef

Pushpa Kamal Dahal, seit August 2016.

Elektrizität

230 V, 50 Hz.

Zeitzone

Nepal Time: MEZ +6:45

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft von Nepal ist Nepal Airlines (RA) (Internet: www.nepalairlines.com.np). Diese Fluggesellschaft steht auf der Schwarzen Liste der EU. 
Lufthansa (LH) bietet Flüge von Frankfurt/M. nach Kathmandu mit Umsteigen in Bangkok an.
Austrian Airlines (OS) fliegt ebenfalls nonstop von Wien nach Kathmandu.
Qatar Airways (QR) fliegt über Doha nach Kathmandu.

Ausreisegebühr

791 NR bei der Ausreise nach Bangladesch, Bhutan, Indien, Malediven, Pakistan und Sri Lanka; 1.130 NR für alle anderen Länder. Kinder unter 2 Jahren sind hiervon befreit.

Ausschließlich am Tribhuvan International Airport: Tourism Service Fee (TSF) in Höhe von 1000 RS bei der Abreise. 

Anreise mit dem Pkw

Es gibt insgesamt 12 Grenzübergänge, von denen 7 für die Einreise genutzt werden dürfen. Straßen verbinden Kathmandu mit Indien und Tibet. Es gibt Busverbindungen von allen Grenzpunkten nach Kathmandu, am beliebtesten ist der Grenzübergang Sunauli-Bhairawa.

Anmerkung zur Anreise mit dem Pkw

Die Einreise nach Nepal auf dem Landweg ist nur über einen der folgenden Grenzübergänge möglich: Kakarbhitta, Birgunj, Belhiya (Bhairahawa), Nepalgunj, Dhangadi, Mahendra Nagar (alle an der indisch-nepalesischen Grenze) und Kodari (an der chinesisch-nepalesischen Grenze). Der Araniko Highway zwischen Nepal und China ist zur Zeit jedoch unpassierbar.
Für die Einreise mit dem Pkw auf dem Landweg ist ein internationaler Passierschein erforderlich. Näheres von der Botschaft.

Anreise mit der Bahn

Zwei Strecken der indischen Eisenbahn führen bis in die Nähe der nepalesischen Grenze (Raxaul, im indischen Bundesstaat Bihar, oder Nautanwa, Uttar Pradesh), von hier aus fährt man mit Fahrrad-Rikschas weiter zur Grenze (Fahrpreis vorher aushandeln).

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Die größeren Städte des Landes werden von Kathmandu aus mit dem internen Flugnetz verbunden. Viele dieser Flüge bieten eine einmalige Aussicht über die Berge. Nepal Airlines (RA) bietet Flüge zu zahlreichen Inlandzielen an.
Hubschrauber können ebenfalls gemietet werden.

Anmerkung zu Flugreisen

Flughafengebühren


165 NR bei Abflug von den Flughäfen Bhadrapur, Biratnagar, Rajbiraj, Janakapur, Simara, Bharatpur, Pokhara, Sidharthangar, Kathmandu, Nepalgang, Dang, Dhangadi und Mahendranagar; 55 NR für Abflüge von allen anderen Flughäfen.
Anmerkung: Alle ausländischen Nationalitäten müssen ihre Flüge in Fremdwährung bezahlen, nur Nepalesen und Inder dürfen in Rupien bezahlen.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Die Qualität der Straßen ist unterschiedlich. Linksverkehr. Bus: Busse fahren am Gongabu Busbahnhof in Kathmandu in alle Landesteile ab. Komfortable Touristenbusse stehen auf den Strecken Kathmandu - Pokhara und Kathmandu - Chitwan zur Verfügung und fahren meist gegen 07.00 Uhr von Thamel im Stadtzentrum von Kathmandu ab. Nächtliche Überlandfahrten mit dem Bus sollten wegen des hohen Unfallrisikos vermieden werden. Mietwagen sind in Kathmandu von den Vertretungen von Hertz, Avis und Yeti Travels erhältlich. Das Mindestalter ist 18 Jahre. Wagen mit Chauffeur kann man nur im Kathmandu-Tal mieten. Unterlagen: Der internationale Führerschein ist 15 Tage lang gültig. Unter Vorlage des gültigen nationalen Führerscheins ist ein zeitlich befristeter Landesführerschein erhältlich.

Unterwegs in der Stadt

In den bewohnten Regionen um Kathmandu, einschließlich der Nachbarstädte Patan und Bhaktapur, verkehren Linienbusse. Ein häufig verkehrender Oberleitungsbus befährt die 11 km lange Strecke zwischen Kathmandu und Bhaktapur. Private Minibusse verbinden die nahe gelegenen Dörfer mit der Hauptstrecke. In den Bussen und Oberleitungsbussen gibt es Fahrscheine in vier unterschiedlichen Preisklassen, die farblich verschieden sind und vom Schaffner verkauft werden.
Tempos
sind dreirädrige Fahrzeuge mit Taxameter, die etwas preiswerter sind als die Taxis. Taxi: In Kathmandu findet man zahlreiche Taxis mit Taxameter, die während der Nachtstunden 50% Zuschlag verlangen. Private Taxis sind teurer, vor Fahrtantritt sollte der Fahrpreis vereinbart werden. Rikschas findet man in der ganzen Stadt. Auch hier sollten Fahrpreise vor dem Fahrtantritt vereinbart werden. Fahr- und Motorräder kann man von Fahrradgeschäften stunden- oder tageweise mieten. Motorradfahrer brauchen einen Führerschein. Achten Sie darauf, dass Ihr Fahrrad eine gut funktionierende Klingel hat - diese ist das wichtigste Zubehör im nepalesischen Straßenverkehr.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Zurzeit besteht kein Bahnverkehr innerhalb Nepals.

Reisewarnung

Überblick Nepal

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 12.01.2017
Unverändert gültig seit: 09.01.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Bandhs/ Streiks

Grundsätzlich muss in Nepal jederzeit mit kurzfristig ausgerufenen „Bandhs" (Zwangsstreiks jedweder Art), auch im Kathmandu-Tal, und Blockaden/Straßensperren gerechnet werden; manchmal werden diese auch gewaltsam durchgesetzt. Letzteres gilt auch für sog. Transportstreiks. Nach den bisherigen Erfahrungen können diese Protestaktionen das öffentliche Leben empfindlich stören bzw. lähmen und zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Gefahr für Leib und Leben führen.

Sofern es die Sicherheitslage zulässt, bemüht sich das Nepal Tourism Board Shuttle-Busse zum Flughafen zu betreiben. Nähere Informationen dazu gibt die Touristenpolizei am jeweiligen Aufenthaltsort.

Es wird empfohlen, jegliche Demonstrationen und größere Menschenansammlungen zu meiden.

Während der Streiks sind Reisen auf dem Landwege nicht oder nur unter schwierigen Bedingungen möglich. Der Flugverkehr ist von den Bandhs in aller Regel nicht betroffen, evtl. aber der Zu- und Abgang zu den Flughäfen. Zu beachten ist, dass während der Ausgangssperren und Streiks teilweise keine Ambulanzfahrzeuge fahren, Krankenhausmitarbeiter nicht erreichbar sind und auch in Notfällen keine Hilfe durch die Botschaft geleistet werden kann.

Reisen über Land

In Folge des schweren Erdbebens vom 25. April 2015 sowie heftiger Nachbeben gibt es im ganzen Land weiterhin Infrastrukturschäden und unpassierbare Straßen. 

Die schwer betroffenen Distrikte (Gorkha, Kavrepalanchok, Dhading, Nuwakot, Rasuwa mit dem Trekkinggebiet Langtang, Sindupalchok, Dolakha, Ramechhap, Okhaldunga, Makwanpur und Sindhuli) sind durch Erdrutsche oder Gerölllawinen weiterhin teilweise schwer zugänglich. Bei Reisen in diese Gebiete ist daher besondere Vorsicht geboten.  

Reisenden wird empfohlen, sich vor Reisen nach Nepal bei ihrem Reiseveranstalter oder der örtlichen Reiseleitung über die Durchführbarkeit der Reise zu informieren und während eines Aufenthalts in Nepal die aktuelle örtliche Medienberichterstattung zu verfolgen.

Infolge der nicht immer störungsfreien Kommunikation können sich in Notfällen erhebliche Schwierigkeiten ergeben, weil Hilfeleistungen nicht rechtzeitig organisiert werden können. Es wird darauf hingewiesen, dass Rettungsflüge wetter- und tageszeitbedingt nicht immer rechtzeitig durchgeführt werden können und Rettungshubschrauber nicht in alle Höhen und Landesteile fliegen können.

Das Terai, südliches Grenzland zu Indien, war in den vergangenen Jahren oftmals Schauplatz von  Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen politischen Gruppierungen und den Sicherheitskräften. Im Terai und anderen Gebieten, selbst in Kathmandu, waren in der Vergangenheit vereinzelt auch Fahrzeuge von Diplomaten und internationalen Organisationen Ziel von Angriffen. Gelegentlich wurden Ausländer bedroht.

An den Grenzübergängen zu Indien kann es auf Grund der instabilen politischen Situation sowohl auf nepalesischer als auch auf indischer Seite zu Verzögerungen beim Grenzübertritt kommen.

Kriminalität Auf Grund der politischen Instabilität und der Unzuverlässigkeit des Rechtssystems ist eine steigende Gewaltbereitschaft und Kriminalität im ganzen Land feststellbar. In touristischen Regionen sind häufiger Taschendiebstähle vorgekommen, in abgelegeneren Gebieten auch durch vorbeifahrende Motorradfahrer.

In den vergangenen Jahren haben mehrere ausländische Touristinnen Vergewaltigungen in Thamel, dem Touristen-Viertel Kathmandus, sowie in den in Kathmandus südlicher Nachbarstadt Patan gelegenen Vierteln Sanepa und Jawalakhel angezeigt. Frauen wird deshalb empfohlen, nach Einbruch der Dunkelheit besonders vorsichtig und stets mit Begleitung unterwegs zu sein.

Kriminelle Organisationen und andere Gruppierungen erpressen in vielen Landesteilen nationale und internationale Organisationen, Geschäftsleute und Einzelpersonen und setzen Forderungen teilweise mit Gewalt durch. Auch Trekking-Touristen sind gelegentlich Ziel derartiger „Spenden-Erpressungsversuche". Ein ortskundiger Führer kann in solchen Fällen deeskalierend wirken. 

Im Umgang mit staatlichen Sicherheitskräften ist zu beachten, dass in Nepal teils ein anderes Rechtsverständnis besteht. Nachgiebiges Auftreten wird daher angeraten.

Naturkatastrophen

Das Himalaya-Gebiet gilt insgesamt als stark erdbebengefährdet. Im Falle eines schweren Erdbebens muss davon ausgegangen werden, dass medizinische Einrichtungen und generelle Notfallausstattungen überlastet sind. Es wird daher empfohlen, sich vor Anreise mit den Verhaltensregeln für den Fall eines Erdbebens vertraut zu machen.

Während der von Juni bis Anfang Oktober andauernden Monsunzeit entstehen in ganz Nepal immer wieder Reisebehinderungen durch plötzlich auftretende Überschwemmungen (insbesondere im Grenzgebiet zu Indien) und Erdrutsche, die auch die Hauptreisewege betreffen können.

Hinweise für Trekking-Touren

Es wird dringend empfohlen, nicht alleine zu trekken. Die gesundheitlichen Risiken sind in den höher gelegenen Gebieten sehr hoch. Auch kam es in der Vergangenheit zu Übergriffen gegen allein reisende Trekker.

Weiterhin wird empfohlen, nur bekannte Routen zu begehen, in Gruppen zu bleiben, ausschließlich seriöse Agenturen und Führer zu nutzen sowie vor Aufsuchen abgelegener Gebiete aktuelle Informationen über die Sicherheitslage einzuholen. Darüber hinaus sollten sich Reisende bei der Deutschen Botschaft in Kathmandu unter Angabe der Trekking-Route und der Versicherungsdaten bzw. der evtl. Mitgliedschaft in einer Rettungsfluggesellschaft registrieren Die Registrierung kann maximal 10 Tage vor Ihrer geplanten Reise unter Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de vorgenommen werden.

Beim Trekking sollten Reisende die Risiken der Höhenkrankheit nicht unterschätzen und bei den ersten Anzeichen (Übelkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot) absteigen. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit kommt in der Regel jede Hilfe zu spät. Ebenso ist zu bedenken, dass Helikopter-Rettungsflüge wetter- und tageszeitbedingt nicht immer sofort durchgeführt werden können. Das Auswärtige Amt verweist hierzu auf das Merkblatt zur Höhenkrankheit.

Alle Trekker müssen ein gültiges TIMS-Certificate (Trekkers' Information Management System) vorweisen, das von den TIMS-Stellen des Nepal Tourism Board (NTP) bzw. der Trekking Agents Association of Nepal (TAAN) sowohl für Trekker, die mit einer Agentur reisen als auch für Individual-Trekker ausgestellt wird. Die Gebühr muss in nepalesischen Rupien entrichtet werden. Reiseagenturen, die diesen Verbänden nicht angehören, müssen die Zertifikate bei NTB bzw. TAAN einholen. Gelegentlich werden die Zertifikate von hilfsbereiten Vermittlern ausgefüllt. Da jeder Tourist für den Inhalt seiner Genehmigung selbst verantwortlich ist, gilt es, auf eine korrekte Ausfüllung zu achten. Nähere Informationen sind erhältlich bei NTB, Tel. 00-977-1-422 57 09, E-mail: mediacenter@ntb.org.np Die Trekking Gebühren unterliegen laufenden Anpassungen.

Wiederholt kam es zu Erpressungen von Trekkern, die mit frei angeheuerten Trägern ohne Versicherungsnachweise für die Träger unterwegs waren. Das Einschalten einer verlässlichen Reiseagentur und das Mitführen der entsprechenden Zahlungsnachweise beugen rechtlichen Schwierigkeiten vor.

Freiwilligendienste/Voluntourism-Aufenthalte

Bei der Aufnahme von Freiwilligendiensten (sogenannten Voluntourism) bei vermeintlich gemeinnützigen Organisationen wird zu einer gewissen Vorsicht geraten. Dies gilt insbesondere für Tätigkeiten in Kinderheimen oder wenn dem Freiwilligen ein größerer Geldbetrag für seine Dienste in Rechnung gestellt werden soll. Es ist vermehrt vorgekommen, dass lokale oder internationale Nichtregierungs-Organisationen armutsrelevante Projekte zur eigenen Bereicherung vortäuschen.

Es wird empfohlen, sich vor Abreise beim Hauptsitz der Organisation über die Anstellungsbedingungen, die Art der Arbeit sowie die Versicherungsdeckung zu informieren. Zur Aufnahme einer Freiwilligenarbeit in Nepal muss eine Arbeitserlaubnis von den nepalesischen Behörden erteilt werden. Die Ausübung dieser Tätigkeiten mit einem Touristenvisum ist illegal und wird bestraft.

Krisenvorsorgeliste

Alle Reisenden haben die Möglichkeit sich im elektronischen Meldesystem des Auswärtigen Amts (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://elefand.diplo.de) anzumelden. Hierüber werden im Bedarfsfall Sicherheitshinweise versandt. Auch sollten dort Informationen zu möglichen Ansprechpartnern in Deutschland sowie Angaben zur Mitgliedschaft bei einer Rettungsfluggesellschaft und die Reisekrankenversicherung hinterlegt werden. Insbesondere Reisenden, die nicht Teil einer Pauschalreisegruppe sind wird geraten, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Pauschalreisende werden ggfs. über die Reiseveranstalter über die Sicherheitslage im Reiseland informiert.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als 9 Monate sind und innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende in Nepal.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch, v.a. in den Distrikten Baitadi, Dhanusha, Jhapa und Khatmandu. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

[3] Malariarisiko, überwiegend in der weniger gefährlichen Form Plasmodium vivax, besteht ganzjährig in den ländlichen Gegenden der Terai-Bezirke sowie in den Terai-Tälern, besonders im Regenwaldgürtel entlang der indischen Grenze mit den Nationalparks Royal Chitwan und Bardia. Chloroquinresistenz der gefährlicheren Form Plasmodium falciparum wurde gemeldet. Kein Risiko besteht in Kathmandu und Nord-Nepal.

[4] Das Risiko von Durchfallerkrankungen ist landesweit sehr hoch. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch immer mit keimfreiem Wasser verwenden. Milchprodukte aus ungekochter Milch am besten vermeiden.

Fleisch- und Fischgerichte nur durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt regional vor. Es tritt auf in den südlichen Regionen Nepals im Grenzgebiet zu Indien und während der regenreichen Sommermonate im Terai. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und B kommen vor. Impfschutz gegen Hepatitis A wird auch Kurzreisenden, gegen Hepatitis B bei längerem Aufenthalt sowie bei Kindern und Jugendlichen empfohlen.

Höhenkrankheit ist für Bergwanderer gefährlich, v.a. ab 3500 m Höhe. Sollten in großer Höhe Übelkeit, Kopfschmerzen oder Atemnot auftreten, so muss die erste Maßnahme der Abstieg sein. Ratschläge erteilt die Himalayan Rescue Association in der Nähe des Kathmandu Guest House im Stadtviertel Thamel in Kathmandu.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von Juli bis Dezember vor allem in Reisanbaugebieten im Süden und in den südwestlichen Distrikten.

Die durch Mückenstich übertragbare Leishmaniose kommt vor allem im Tiefland vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Risikogruppen sollten sich impfen lassen und man sollte große Menschenansammlungen meiden.

Tollwut kommt landesweit vor. Allgemein besteht ein erhöhtes Tollwut-Risiko, durch die Zunahme von streunenden Hunden insbesondere im Dang-Distrikt, West-Nepal. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitszeugnis

Ein HIV-Test ist derzeit für die Einreise nicht erforderlich. Personen, die an einer ernsthaften ansteckenden Krankheit (wie z.B. HIV/AIDS) leiden, kann die Aufenthaltsgenehmigung verweigert bzw. entzogen werden.

Geld

Währung

1 Nepal-Rupie = 100 Paisa. Währungskürzel: NR, NPR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 1.000, 500, 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 NR, Münzen in den Nennbeträgen 5, 2 und 1 NR sowie 50, 25, 10 und 5 Paisa. Die Nepal-Rupie ist an die Indische Rupie gebunden (1,60:1).

Kreditkarten

MasterCard und Visa und teilweise auchAmerican Express werden in Touristengegenden wie Kathmandu, Pokhara, Chitwan und im Gebiet des Mount Everest akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

c-/Maestro-Karte/Sparcard
Im Kathmandu-Tal kann man Geld mit der ec-Karte abheben (Vorsicht mit der Himalaya Bank, deren Geldautomaten bisweilen unzuverlässig sind).

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

I. Allg. So-Do 10.00-15.00 Uhr, Fr 10.00-13.00 Uhr. Autorisierte Wechselstuben haben 12 Stunden geöffnet.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist ab einem Betrag im Gegenwert von 2.000 US$ deklarationspflichtig (Belege gut aufbewahren). Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, gestattet.
Hinweis: Die Einfuhr von Banknoten im Wert von 500 und 1.000 Indischen Rupien ist verboten.

Geldwechsel

Geld sollte ausschließlich bei autorisierten Stellen (Banken, Hotels und lizensierten Wechselstuben) gewechselt werden. Touristen sollten Umtauschbelege sorgfältig aufbewahren, da diese für Visaverlängerungen oder Trekking-Genehmigungen vorgelegt werden müssen. Hotelrechnungen, Flugtickets und teilweise auch Trekking-Genehmigungen müssen von Touristen in Devisen bezahlt werden. Es empfiehlt sich die Mitnahme von ausreichend Bargeld, da Kreditkarten und Reiseschecks nicht überall akzeptiert werden. In Pokhara, Kathmandu und Chitwan gibt es zahlreiche Wechselstuben.

Sprache

Überblick

Amtssprache Nepali (47,8 %). Die Bevölkerung setzt sich aus zahlreichen Sprachgruppen zusammen. Es werden ca. 12 Sprachen und 30 Dialekte gesprochen. Verwaltungsangestellte und im Tourismus Beschäftigte sprechen zumeist auch Englisch.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

[*] Alle nepalesischen religiösen Feste und Feiertage werden nach dem Mondjahr berechnet. Ihr Datum ändert sich daher von Jahr zu Jahr.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Nepal eingeführt werden:

 

200 Zigaretten und 50 Zigarren und 20 g Tabak;

1 Flasche (bis zu 1,15 l) Spirituosen oder Wein oder 12 Dosen Bier;

Medikamente für den persönlichen Bedarf (sofern kein Einfuhrverbot besteht);

Nahrungsmittel in Dosen bis zum Wert von 5.000 NR ;

frisches Obst je bis zum Wert von 2.000 NR.

 

(a) Das gesamte Gepäck muss bei der Ein- und Ausreise deklariert werden. 

(b) Man darf nur eine begrenzte Anzahl Kameras, Videos und elektronischer Geräte einführen. Diese werden oft im Visum vermerkt.

Verbotene Exporte

Gold, Silber, Edelsteine, Wildtiere oder deren Häute, Hörner, Felle etc. sowie Drogen aller Art.

Exportbestimmungen

Gegenstände von archäologischer oder historischer Bedeutung (älter als 100 Jahre) dürfen nicht exportiert werden. Für die Ausfuhr bestimmter Antiquitäten ist die Zustimmung des Amtes für Archäologie erforderlich.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Hemd und Krawatte bzw. ein leichtes Kostüm sind angemessen. Die beste Besuchszeit ist zwischen Oktober und Mai.

Geschäftszeiten:
So-Do 10.00-17.00 Uhr.

Wirtschaft

Federation of Nepalese Chambers of Commerce and Industry (Vereinigung der Handelskammern)
Pachali Shahid Shukra, Milan Marg, Teku, PO Box 269, NP-Kathmandu
Tel: (01) 426 20 61.
Internet: www.fncci.org

Geschäftskontakte

Federation of Nepalese Chambers of Commerce and Industry (Vereinigung der Handelskammern)
Pachali Shahid Shukra, Milan Marg, Teku, PO Box 269, NP-Kathmandu
Tel: (01) 426 20 61.
Internet: www.fncci.org

Kommunikation

Telefon

Gibt es in zahlreichen Reisebüros und einigen Hotels. Am Flugplatz gibt es eine Faxkabine. Faxe können auch bei der Nepal Telecommunications Corporation in der Nähe des Stadiums in Kathmandu abgeschickt werden.

Mobiltelefon

Das nepalesische Mobilfunknetz verwendet die PDC (Personal Digital Cellular System)-Technik, die nicht mit anderen gebräuchlichen Mobilfunksystemen wie z. B. GSM kompatibel ist.

Internet

Internetanbieter ist World Link (Internet: www.wlink.com.np). Es gibt Internetcafés in Kathmandu, Patan und Pokhara. Internetzugang auch in manchen Hotels, bei der Nepal Telecommunications Corporation in der Nähe des Stadiums in Kathmandu und in privaten Kommunikationszentren verfügbar.

Post

Postämter gibt es in den meisten Ortschaften. Achten Sie darauf, dass die Briefmarken in Ihrer Gegenwart gestempelt werden. Postfächer sollten nicht für wichtige Post benutzt werden. Die größeren Hotels bieten auch einen Postdienst an. Das Hauptpostamt in Kathmandu, in der Nähe des Dhrahara Towers, hat Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr geöffnet.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Einkaufen

Überblick

Topi (Kappen mit Ohrenklappen), gestrickte Fausthandschuhe und Socken, tibetanische Kleidungsstücke, Webschals, Pashmin (Laken aus Ziegenwolle), Khukri (der traditionelle Dolch), Saranghi (eine kleine Violine mit vier Saiten, die mit einem Bogen aus Pferdehaar gespielt wird), Teeschüsseln und Tanzmasken aus Pappmaché. Auf den Märkten und in zahlreichen Geschäften kann man handeln.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
So-Fr 10.00-20.00 Uhr (einige Geschäfte haben auch samstags und an Feiertagen geöffnet).

Nachtleben

Einleitung

In Kathmandu gibt es mehrere Kinos, die überwiegend indische Filme zeigen. Westliche Filme werden im europäischen und amerikanischen Kulturzentrum angeboten. Das Nachtleben ist begrenzt, nur einige Tempel und Restaurants bieten Abendunterhaltung. Einige Touristenhotels bieten einheimische Tanz- und Musikaufführungen. Im Soaltee Oberoi Hotel gibt es ein Spielkasino mit Baccarat, Chemin de Fer und Roulette.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

In Kathmandu gibt es zunehmend Hotels der internationalen Klasse, für die sich besonders im Frühling und Herbst rechtzeitige Vorausbuchung empfiehlt. Komfortable Hotels gibt es auch in Pokhara und im königlichen Chitwan-Nationalpark im Terai-Dschungel. Auf die Rechnung wird eine Regierungssteuer aufgeschlagen, die je nach Hotelkategorie verschieden ist. Weitere Informationen vom General Secretary der Hotel Association of Nepal (HAN), Kamalpokhari, NP-Kathmandu. Tel: (01) 41 27 05. (Internet: http://www.hotelassociationnepal.org/)

Kultur

Religion

80,6 % Hindus, 10,7 % Buddhisten, 4,2 % Muslime, 4,5 % andere.

Soziale Verhaltensregeln


Umgangsformen: Zur förmlichen Begrüßung gibt man sich traditionell nicht die Hand, sondern hält die Handflächen zusammen - Finger nach oben, wie zum Gebet - und sagt Namaste. Ein Gastgeschenk wird oft ungeöffnet zur Seite gelegt, da das Öffnen eines Päckchens in der Gegenwart eines Gastes als unhöflich angesehen wird. Man sollte in der Öffentlichkeit, besonders an religiösen Stätten, keine Zärtlichkeiten austauschen.

Kleidung: Außer zu formalen Gesellschaftstreffen wird zwanglose Kleidung akzeptiert. Bikinis, Shorts, unbedeckte Schultern und Rücken werden ungern gesehen. Männer ziehen nur zum Baden die Hemden aus.

Fotografieren:
Fragen Sie immer im Voraus um Erlaubnis. Außerhalb der Tempel und bei Festen ist das Fotografieren erlaubt. Religiöse Zeremonien oder die Inneneinrichtung von Tempeln sollten nicht fotografiert werden. Es gibt jedoch keine genauen Vorschriften, am besten fragt man um Erlaubnis.

Trinkgeld wird nur in Touristenhotels und Restaurants erwartet. Taxifahrer erwarten nur dann ein Trinkgeld, wenn sie besonders hilfsbereit waren. 10% sind ausreichend. In allen anderen Fällen ist kein Trinkgeld angebracht.

Klima

Beste Reisezeit

Das Wetter in Nepal ist angenehm. Der Sommer, der mit der Monsunzeit zusammenfällt, dauert von Juni bis Oktober, der Rest des Jahres ist trocken. Frühling (März bis Mai) und Herbst (September bis November) sind die schönsten Jahreszeiten. Im Winter (Dezember bis Februar) gibt es Frost und in den Bergen viel Schnee. Das Kathmandu-Tal hat mildes Klima (19-27ºC im Sommer, 2-20ºC im Winter).

Landesdaten

Vorwahl +977 Fläche(qkm) 147181 Bevölkerung 31551305 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 214 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 100

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