Saudi-Arabien

Asien

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Königreich Saudi-Arabien.

Hauptstadt

Riad (Riyadh).

Geographie

Saudi-Arabien bedeckt 80% der arabischen Halbinsel und grenzt im Nordwesten an Jordanien, im Norden an den Irak und Kuwait, im Osten an den Persischen Golf, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman sowie im Süden an Jemen. Im Westen liegt das Rote Meer. An der Küste des Roten Meeres zieht sich ein schmaler feuchtheißer Küstenstreifen (Tihama) hin, der überwiegend aus großen Feuchtgebieten und Lavafeldern besteht. Hinter der Küstenebene steigt eine Anzahl von Plateaus bis auf 2000 m an, im Süden (Asir) sogar bis auf 3000 m. Östlich dieser Berge, im äußersten Norden, liegt An Nafud, in der Landesmitte erhebt sich der Nedsch. Beide Regionen sind Halbwüsten mit Oasen. Im Landesinneren gibt es ausgedehnte Sandwüsten. An der Golfküste liegen fruchtbare Tiefebenen, die in Gebirgskämme aus Kalkstein übergehen.

Regierung

Islamische absolute Monarchie seit 1932. Verfassung von 1993, der Islam ist Verfassungs- und Gesetzesquelle. Nationaler Konsultativrat (Majlis al-Shura) mit 150 Mitgliedern, vom König ernannt, davon 20% Frauen. Legislative, Exekutive und Jurisdiktion liegen beim König, der auch geistliches Oberhaupt (Hüter der Heiligen Stätten) ist.

Staatsoberhaupt

König Salman, seit Januar 2015.

Regierungschef

König Salman, seit Januar 2015.

Elektrizität

127/220 V, 60 Hz. Stromschwankungen üblich, Adapter wird empfohlen.

Zeitzone

Arabia Standard Time: MEZ +4

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Die nationale Fluggesellschaft heißt Saudi Arabian Airlines (SV) (Internet: www.saudiairlines.com) und fliegt u.a. von München nach Riad und nach Jeddah sowie von Genf via Frankfurt/a.M. nach Jeddah und von Genf nach Riad. Die Flüge von Frankfurt nach Jeddah finden viermal wöchentlich statt und sind dabei dreimal wöchentlich mit Anschlussflügen nach Dammam verbunden.

Lufthansa (LH)
bietet direkte Flugverbindungen von Frankfurt und München nach Riad.

U.a. Air France (AF), Swiss International (LX) und KLM fliegen ebenfalls Saudi-Arabien an.

Flugzeiten

Frankfurt - Jeddah: 5 Std. 15 Min.; Frankfurt - Riad: 5 Std; Wien - Dhahran: 6 Std. 30 Min.; Wien - Jeddah: 5 Std. 50 Min. (mit Umsteigen); Wien - Riad: 4 Std. 20 Min.; Zürich - Dhahran: 7 Std. 20 Min. (mit Umsteigen); Zürich - Jeddah: 5 Std. 40 Min. (mit einer Zwischenlandung); Zürich - Riad: 4 Std. 40 Min.

Airpässe

Mit dem Middle East Airpass der Star Alliance können Reisende auf bis zu zehn Flügen die Länder Ägypten, Bahrain, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Oman, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien und die Vereinigten Arabische Emirate erkunden. Nähere Informationen sind auf der Internetseite der Star Alliance, www.staralliance.com, erhältlich.

Mit dem Visit Middle East Pass der Allianz Oneworld können Reisende beliebig viele Flüge (mindestens 3 Flüge) bei den teilnehmenden Fluggesellschaften British Airways, Cathay Pacific, Qatar Airways und Royal Jordanian buchen und die folgenden 12 Länder bereisen: Ägypten, Bahrain, Iran, Irak, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi Arabien, Qatar und Vereinigte Arabische Emirate.

Ausreisegebühr

50 RI (Kinder unter 2 Jahren und Haj- oder Umrah-Pilger sind ausgenommen).

Anreise mit dem Pkw

Pkw: Die Hauptverbindungsstraßen im Fernverkehr führen von Amman (Jordanien) nach Dammam, Medina und Jeddah. Darüber hinaus gibt es Straßen nach Jemen (von Jeddah), Katar und in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie eine Dammstraße zwischen Al Khobar und Bahrain.

Bus:
Die Saudi Arabian Public Transport Company (SAPTCO) bietet Busverbindungen zwischen Saudi-Arabien und Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Weitere Busverbidnungen nach Ägypten, Jordanien, Katar, Syrien und in die Türkei.

Taxis gibt es in allen größeren Städten; sie haben Taxameter, deren Tarife von der Regierung vorgeschrieben sind. Für längere Strecken sollte man den Preis dennoch im Voraus vereinbaren. Viele Fahrer außerhalb von Riad und Jeddah sprechen kein Englisch.

Anreise mit dem Schiff

Die größten internationalen Passagierhäfen sind Dammam (am Golf) sowie Jeddah und Yanbu (Rotes Meer).

Eine Passagierfähre verbindet Saudi-Arabien mit Ägypten.

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Es gibt viele Verkehrsflughäfen, und Flugzeuge sind bei weitem das beste Verkehrsmittel für Reisen innerhalb des Landes. Saudi Arabian Airlines (SV) verbindet die größeren Städte miteinander. Während der Hadsch gibt es zahlreiche Sonderflüge von und nach Jeddah.

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Das über 150.000 km lange Straßennetz, das weiter ausgebaut wird, verbindet die größeren Städte und die ländlicheren Regionen. Die meisten Hauptstraßen sind ausgezeichnet. U.a. verbindet eine Schnellstraße Jeddah mit Medina und eine relativ gute Straße führt von Jeddah nach Dammam. Die Straße, die sich an den Hängen bei Taif und Mekka hinabwindet, ist ein Meisterwerk der Straßenbaukunst.

Allerdings kann das Fahren in der östlichen Provinz schwierig sein. Die Klärung der Schuldfrage bei Verkehrsunfällen ist äußerst willkürlich, und zahlreiche Verkehrsverstöße werden automatisch mit Gefängnisstrafen geahndet. Da man als Ausländer eher geduldet als willkommen ist, sollte man besonders vorsichtig und vorschriftsmäßig fahren. Frauen dürfen öffentlich nicht Auto oder Fahrrad fahren. Nicht-Muslime dürfen Medina und Mekka und die unmittelbare Umgebung nicht betreten; die Polizei weist Besucher auf die spezielle Ringstraße hin, die als »Christliche Umgehungsstraße« bekannt ist.

Bus:
Planmäßiger Buslinienverkehr der SAPTCO im Fern- und Nahverkehr. Teilweise werden klimatisierte Doppeldeckerbusse eingesetzt. Alle Busse müssen einen abgeschirmten Teil für weibliche Passagiere haben.

axis
stehen in den Städten zur Verfügung, allerdings ist die Benutzung verhältnismäßig teuer. Taxameter sind selten, und man sollte den Fahrpreis im Voraus vereinbaren.

Mietwagen
kann man bei den größeren internationalen Autovermietern erhalten (Mindestalter 25 Jahre).

Unterlagen:
Der landeseigene Führerschein mit beglaubigter arabischer Übersetzung gilt bis zu 3 Monaten. Internationaler Führerschein (mit Übersetzung) wird empfohlen. Frauen dürfen nicht selbst oder zusammen mit Männern fahren, mit denen sie weder verwandt noch verheiratet sind.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Die Hauptverbindung der Saudi Railways Organisation (Internet: www.saudirailways.org) verläuft von Riyadh nach Dammam über Harad, Hofuf und Dhahran. Auf ihr verkehren täglich klimatisierte Züge mit Speisewagen. Eine weitere Strecke besteht zwischen Riad und Hofuf.

Es gibt drei Klassen. Kinder unter vier Jahren fahren umsonst, Kinder im Alter von vier bis elf Jahren bezahlen die Hälfte. Frauen dürfen nur in Begleitung ihres Ehemannes oder eines männlichen Verwandten reisen.

Anmerkung zur Bahnreise

Derzeit entsteht zwischen Mekka und Medina die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Saudi-Arabiens (Haramain High Speed Rail-Projekt), die 2015 in Betrieb genommen werden soll.

Unterwegs mit dem Schiff

An beiden Küsten kann man Dhaus für Ausflüge mieten. Eine schnelle Autofähre verbindet regelmäßig Duba und Hurghada.

Reisewarnung

Überblick Saudi-Arabien

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 08.02.2017
Unverändert gültig seit: 01.02.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Aus Sicherheitsgründen wird von Reisen in das Grenzgebiet zum Jemen und von nicht unbedingt notwendigen Reisen in den Bezirk Qatif (v. a. die Stadt Awamiyyah) in der Ostprovinz dringend abgeraten. Dort kam es u. a. am 3. Januar 2016 erneut zu kleineren Demonstrationen.

Es wird zudem dringend davon abgeraten, in der Ostprovinz während der Freitagsgebete Moscheen zu besuchen.

Auswirkungen des Jemenkonflikts

Seit Ende März 2015 beteiligt sich Saudi-Arabien an einer internationalen Koalition zur Unterstützung der jemenitischen Regierung gegen Rebellen und fliegt im Rahmen dieser Koalition auch Luftangriffe im Jemen. In der Folge haben sich die Spannungen an der jemenitisch-saudischen Grenze verschärft und es ist dort wiederholt zu einzelnen, lokal begrenzten Kampfhandlungen, u.a. gegen die Stadt Nadschran gekommen. Es wird deshalb von Reisen in das unmittelbare Grenzgebiet zum Jemen dringend abgeraten. In jedem Fall ist den Anweisungen der dortigen Sicherheitskräfte unbedingt Folge zu leisten.

Im Südwesten des Landes schlugen seit Beginn des Konflikts mehrere Raketen aus dem Jemen ein, im Oktober 2016 wurden dabei zwei Ausländer verwundet. Besonders betroffen sind militärische Einrichtungen in der Provinz Najran, Provinz Asir, Provinz Jazan. Auch die Provinzen Bahah und Makkah und der südwestlichste Teil der Provinz Riad können Ziel von Raketenangriffen sein. Angesichts sich in der Vergangenheit vergrößernder Reichweiten der genutzten Raketen sind auch Angriffe auf andere Provinzen nicht auszuschließen.

Terrorismus

Die Sicherheitslage in Saudi-Arabien ist weiterhin von der Möglichkeit terroristischer Anschläge geprägt.

Obwohl die saudischen Sicherheitskräfte in den letzten Jahren bemerkenswerte Erfolge im Kampf gegen terroristische Gruppen wie Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAH) und ISIS erzielen, ist die Bedrohungslage weiterhin hoch.

In den vergangenen 12 Monaten kam es mehrfach zu Anschlägen, die Sicherheitskräfte und schiitische Einrichtungen zum Ziel hatten. Am 4. Juli 2016 führten Selbstmordattentäter Angriffe in Djidda, Qatif und Medina durch. Während zwei der Angriffe fehlschlugen, kamen in Medina mehrere saudische Sicherheitskräfte ums Leben.

Ab September 2014 hat es auch einige Angriffe auf westliche Ausländer in Saudi-Arabien gegeben, in einem Fall mit Todesfolge. Deutsche Staatsangehörige waren bisher weder von Drohungen noch von Übergriffen betroffen. Das saudische Innenministerium weist jedoch auf die Notwendigkeit steter Wachsamkeit hin.

Vor diesem Hintergrund wird allen deutschen Staatsangehörigen empfohlen, besondere Vorsicht und Wachsamkeit zu wahren, Menschenansammlungen und den Besuch von Moscheen während der Freitagsgebete, vor allem in der Ostprovinz, zu meiden und sicherzustellen, dass sie sich auf ihre selbst getroffenen Sicherheitsmaßnahmen verlassen können.

Reisen über Land

Die saudi-arabischen Behörden verbieten Reisen in die Wüste (Durchquerung der Rub al-Khali) aus Sorge um die Sicherheit ausdrücklich. Aus Gründen der Sicherheit verlangt das saudi-arabische Außenministerium Reisen zu touristischen Orten innerhalb Saudi-Arabiens vorher bei den Sicherheitsbehörden anzukündigen, damit Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden können.

Insbesondere für den Besuch von archäologischen Stätten verlangen die saudischen Behörden die Anwesenheit von Sicherheitskräften. Bitte nehmen sie dazu Kontakt auf mit der General Commission for Tourism & Antiquities P.O Box 66680 Riyadh 11586 Kingdom of Saudi-Arabia Phone: +966 11 8808855 oder +966 11 800 755 0000 Fax: +966 11 8808844

Web: Externer Link, öffnet in neuem Fensterwww.scta.gov.sa

Kriminalität

Die Kriminalitätsrate steigt, bewegt sich jedoch auf vergleichbar niedrigem Niveau. In Riad wurden einige Fälle von Carjacking bekannt.  

Allgemeine Verhaltenshinweise

Die in Saudi-Arabien geltenden gesellschaftlichen Regeln sollten beachtet, insbesondere auffällige Kleidung und Zurschaustellung oder gar Verteilung christlich-religiöser Symbole vermieden werden. Große Menschenmengen und Versammlungen sollten insbesondere nach den Freitagsgebeten (muslimisches Wochenende) gemieden werden.

Krisenvorsorge

Alle Deutschen, die - auch nur vorübergehend - im Amtsbezirk der Botschaft leben, können in eine Krisenvorsorgeliste gemäß § 6 Abs. 3 des deutschen Konsulargesetzes aufgenommen werden.

Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Maßnahme. Die Botschaft rät, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen, damit Sie - falls erforderlich - in Krisen  und sonstigen Ausnahmesituationen schnell kontaktiert werden können.

Die Aufnahme in die Krisenvorsorgeliste erfolgt passwortgeschützt im Online-Verfahren: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://service.diplo.de/registrierungav.

Sollten Sie bei der Online-Registrierung auf Schwierigkeiten stoßen, senden Sie bitte eine E-Mail an die Botschaft Riad über deren Kontaktformular mit einer kurzen Erläuterung oder rufen Sie unter der Telefonnummer +966 11 2776 Durchwahl 913 und 953 an.

Deutsche Botschaft Riad P.O. Box 94001 Riyadh 11693 Tel: +966 11 2776 900 Fax: +966 11 4 88 06 60 Internetseite: Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://riad.diplo.de

Weltweiter Sicherheitshinweis Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Allgemeine Reiseinformationen

Saudi-Arabien ist kein touristisches Reiseland. Visa für Individualtouristen werden nicht erteilt. Transitreisen auf dem Landweg (beispielsweise in die VAE) sind nicht möglich. Es gibt nur einen sehr eingeschränkten Auslandstourismus - vorwiegend aus arabischen Nachbarländern. Einige wenige Gruppenreisen mit Reiseleitung aus westlichen Ländern sind jedoch möglich. Es bestehen strenge Kleidungs- und Verhaltensvorschriften, die nach dem konservativen wahhabitischen Islamverständnis ausgelegt werden.

Hinweise für Doppelstaater

Reisende (auch minderjährige Kinder), die neben der deutschen zugleich auch die saudi-arabische Staatsangehörigkeit besitzen (etwa durch Abstammung von einem Elternteil mit saudi-arabischer Staatsangehörigkeit), werden entsprechend der allgemeinen internationalen Praxis in Saudi-Arabien ausschließlich als Staatsangehörige Saudi-Arabiens behandelt. Personen mit einer solchen doppelten Staatsangehörigkeit unterliegen uneingeschränkt den saudi-arabischen Gesetzen, sobald sie sich in Saudi-Arabien aufhalten (u.a. Wehrpflicht, familienrechtliche Bestimmungen). Nach dortigem Recht dürfen minderjährige Kinder (unter 21 Jahren) ohne Zustimmung des (saudi-arabischen) Vaters nicht ausreisen.

Konsularische Hilfe durch die deutsche Botschaft ist für diesen Personenkreis in aller Regel nicht möglich.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebieten einreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende, die den Flughafen in Saudi-Arabien nicht verlassen.

[2] Für alle Personen unter 15 Jahren, die nach Saudi-Arabien einreisen und aus Ländern kommen in denen das Polio-Wildvirus gemeldet wird, müssen eine gültige Polio-Impfung vorweisen, für die der Nachweis in der Regel bereits bei Beantragung des Visums gefordert wird. Auch für die Wiedereinreise nach Saudi-Arabien nach Aufenthalt in einem Land mit Polio-Wildvirus-Vorkommen gilt diese Vorschrift.

[3] Malariaschutz gegen die vorherrschende gefährlichere Form Plasmodium falciparum ist ganzjährig in den meisten der südwestlichen Regionen (ausgenommen sind die höheren Lagen der Provinz Asir) sowie in bestimmten ländlichen Gebieten der westlichen Regionen erforderlich. Chloroquinresistenz wurde gemeldet.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist.

Milch ist in der Regel nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch vermeiden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen der zentralen und westlichen Provinzen, in den Oasen Taif, Tbuk, Wadi Fatima, Qisan und in der Umgebung von Riad vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Es kommt vereinzelt zu schweren Infektionen der Atemwege durch ein neues Coronavirus (MERS-CoV, die Abkürzung für Middle East Respiratory Syndrome Corona Virus). Wo genau und wie sich Menschen in verschiedenen Ländern anstecken können, ist unklar. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass es bei sehr engem Kontakt zu Erkrankten auch zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen kann. Enger Kontakt zu Kamelen und zu Fledermäusen sollte vermieden werden, da sie als Krankheitsüberträger vermutet werden.

Das durch Mückenstich übertragbare Dengue-Fieber kommt vor allen in Djidda und den Küstenregionen im Westen vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz. 

Hepatitis A und Hepatitis B kommen landesweit vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weltweit ein Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen. Arabische Länder wie Saudi-Arabien werden erst jetzt verzögert und zahlenmäßig noch relativ gering betroffen. Die bekannten Risiken sollte man auch hier meiden.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt landesweit vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden. Für Pilger und Saisonarbeiter gelten bei der Einreise zum Hajj spezielle Impfvorschriften. In der Regel wird eine Meningokokken-Impfung mit einem tetravalenten Impfstoff verlangt; sie ist vom 10. Tag nach der Applikation für 3 Jahre gültig (und wirksam).

Tuberkulose kommt vor. Eine Impfung gegen Tuberkulose sollte bei besonderer Exposition erwogen werden.

Gesundheitszeugnis

Für eine Arbeitserlaubnis ist ein negativer HIV-Test in englischer Sprache (Formular auf Anfrage über die Botschaft) erforderlich. Das Mitführen einer arabischen Übersetzung ist ratsam.

Geld

Währung

1 Saudi-Arabischer Riyal = 100 Halalah. Währungskürzel: RI, SAR (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 500, 200, 100, 50, 20, 10, 5 und 1 RI; Münzen sind im Wert von 100, 50, 25, 10 und 5 Halalah im Umlauf.

Kreditkarten

American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden in internationalen Hotels akzeptiert. In Geschäften sollte vorher nachgefragt werden, auch wenn Kreditkartensymbole die Bezahlung mit diesen kennzeichnen. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Geldautomaten

ec-/Maestro-Karte/Sparcard
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren. 

Öffnungszeiten der Bank

Sa-Mi 08.30-12.00 und 17.00-20.00 Uhr, Do 08.30-12.00 Uhr. Wechselstuben haben länger geöffnet.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen bei der Ein- und Ausfuhr der Landeswährung. Einfuhr von Fremdwährungen bis zum Gegenwert von 60.000 RI möglich, bei höheren Beträgen Deklarationspflicht (detailliertes Formular des saudi-arabischen Finanzministeriums). Unbeschränkte Ausfuhr von Fremdwährungen.
Die israelische Währung darf nicht eingeführt werden.

Geldwechsel

Fremdwährungen können in Banken und Wechselstuben umgetauscht werden.

Sprache

Überblick

Die offizielle Amtssprache ist Arabisch. Englisch ist als Wirtschafts- und Verkehrssprache wichtig und weit verbreitet. Viele Saudis absolvieren ein Studium an einer der großen Universitäten im Ausland, wie z.B. Oxford oder Harvard. Deutsch, Französisch und Japanisch sind als Fremdsprachen verbreitet. Verkehrsschilder sind in der Regel sowohl auf Arabisch als auch auf Englisch beschriftet.

Arabisch wird weltweit von etwa 320 Mio. Menschen als Muttersprache gesprochen, weitere 60 Mio. Menschen sprechen es als Zweitsprache. Wegen seiner Bedeutung als Sakralsprache im islamischen Glauben hat sich Arabisch zu einer Weltsprache entwickelt. Es ist neben Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch eine der sechs Amtssprachen der Vereinten Nationen. Außer in Saudi-Arabien ist Arabisch auch Amtssprache u.a. in Ägypten, Algerien, Bahrain, Eritrea, Israel, Irak, Jemen, Kata, Somalia, Sudan, Tunesien sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten, wobei sich die lokalen Dialekte mitunter sehr voneinander unterscheiden. Der Kairoer Dialekt gilt aufgrund der großen ägyptischen Filmproduktion als allgemein verständlich. Hocharabisch wird nur selten als mündliches Kommunikationsmittel verwendet, wie etwa beim Verlesen der Nachrichten oder bei Gottesdiensten.

Schriftsprache für alle Dialekte ist das geschriebene Hocharabisch. Geschrieben wird von rechts nach links. Im arabischen Alphabet gibt es nur Konsonanten und Langvokale. Arabisch ist eine der Kurrentschriften, d.h. die einzelnen Buchstaben eines Wortes werden miteinander verbunden.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Die angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr.

Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, ist es Muslimen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt zu essen, zu trinken oder zu rauchen, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf (u. a. reduzierte Öffnungszeiten von Geschäften und Behörden) und deshalb zu Einschränkungen für Reisende kommen kann.

Viele Restaurants außerhalb der Hotels sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten ist nur eingeschränkt möglich bzw. z. T. sogar strikt verboten, auch für nichtmuslimische Urlauber. In Hotelanlagen muss damit gerechnet werden, dass Mahlzeiten und Getränke während des Ramadan nur im Hotelrestaurant bzw. auf dem Zimmer eingenommen werden dürfen.

Reisende sollten mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Fragen der Respektierung islamischer Traditionen rechnen.

Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Folgende Artikel können zollfrei nach Saudi-Arabien eingeführt werden (ohne Altersbegrenzung):

600 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak;
eine kleine Menge Parfüm für den persönlichen Bedarf;
eine kleine Menge Zuchtperlen für den persönlichen Bedarf.
Alle Waren, außer persönliche Gegenstände und Kleidung für die Reise, sind zu verzollen. Kameras und Laptops sind zollpflichtig; wenn man diese Artikel innerhalb von 90 Tagen wieder ausführt, wird der Betrag zurückerstattet.

Verbotene Importe

Alkohol, Schweinefleisch und dessen Erzeugnisse, alle anderen Nahrungsmittel, Arzneimittel mit Betäubungswirkung (u. a. auch Captagon-Tabletten), pornographisches Material, Waffen sowie Artikel, die von der Arabischen Liga verboten sind (eine genaue Liste ist von der Botschaft erhältlich).
Drogenschmuggel und -handel wird mit der Todesstrafe geahndet.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Termine müssen im Voraus vereinbart werden. Visitenkarten sollten auf der Rückseite eine arabische Übersetzung tragen. Wochenende ist am Freitag und Samstag.


Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: So-Do 08.00-12.00 und 15.00-18.00 Uhr (Ramadan 20.00-01.00 Uhr) mit einigen regionalen Unterschieden (z. B. Dhahran: Sa-Mi 07.00-11.30 und 13.00-14.30 Uhr). Freitags von 08.00-12.00 Uhr.
Behörden: So-Do 07.30-14.30 Uhr.

Wirtschaft

Handelsabteilung der Botschaft von Saudi-Arabien
Tiergartenstraße 33-34, D-10785 Berlin
(nur schriftliche Anfragen).

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Riyadh Chamber of Commerce and Industry, (Industrie- und Handelskammer)
PO Box 596, 11421 Riyadh
Tel: (01) 404 00 44.
Internet: www.riyadchamber.com

Geschäftskontakte

Handelsabteilung der Botschaft von Saudi-Arabien
Tiergartenstraße 33-34, D-10785 Berlin
(nur schriftliche Anfragen).

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Riyadh Chamber of Commerce and Industry, (Industrie- und Handelskammer)
PO Box 596, 11421 Riyadh
Tel: (01) 404 00 44.
Internet: www.riyadchamber.com

Kommunikation

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber u.a. Saudi Telecom Company (STC) (Internet: www.stc.com.sa) und Etisalat (Internet: www.emirates.net.ae). Internationale Roaming-Verträge bestehen. Die Netzabdeckung ist fast überall gut. Am Flughafen kann man eine eigene Mobiltelefonnummer beantragen und eine Prepaid-SIM-Karte kaufen. 

Internet

Das Post- und Telekommunikationsministerium bietet Interneteinrichtungen in den meisten Städten. Zugang zum Internet gibt es in vielen Hotels und in den größeren Städten gibt es Internet-Cafés. Hauptinternetanbieter sind Prime Net und Etisalat (Internet: www.etisalat.ae/nrd/en/index.jsp). Zahlreiche Wi-Fi-Hotspots ermöglichen mobiles Surfen im Internet an verschiedenen Orten in Saudi-Arabien. Dafür bestehen mehrere Angebote mit verschiedenen Konditionen. Die Nutzung des Internets unterliegt in Saudi-Arabien staatlicher Zensur. 

Post

In jedem Ort gibt es ein Postamt. Luftpostsendungen nach Europa sind bis zu einer Woche unterwegs.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Telefon

Die Landesvorwahl ist 00966. Das moderne Telekommunikationsnetz des Landes ist mit Satelliten-, Mikrowellen- und Kabelsystemen ausgestattet. Hotels oder Appartements bieten oft einen Festnetzanschluss, jedoch sind internationale Anrufe meist sehr teuer. Die nationale private Telefongesellschaft heißt Saudi Telecom Company (STC). Notrufnummern sind: Polizei 999, Feuerwehr 998 und Rettungswagen 997.

Einkaufen

Öffnungszeiten

So-Fr 09.00-13.00 und 16.30-20.00 Uhr (Ramadan 20.00-01.00 Uhr), regionale Unterschiede. Während der Gebetszeiten (5 mal am Tag) sind die Geschäfte für etwa 15 - 30 Min. geschlossen.

Seit Juli 2013 ist am Freitag und Samstag Wochenende in Saudi-Arabien. Davor fiel das Wochenende auf den Donnerstag und Freitag. Alle staatlichen und öffentlichen Institutionen, Regierungseinrichtungen sowie Privatschulen sind an die neue Regelung gebunden. Der Freitag ist ein verkaufsoffener Tag.

Anmerkung

In den Geschäften ist Frauen das Anprobieren von Kleidungsstücken in der Regel nicht gestattet, es gibt jedoch großzügige Rückgaberegelungen. In einigen größeren Modegeschäften gibt es abgetrennte Damenabteilungen, zu denen Männer keinen Zutritt haben und in denen die Ware anprobiert werden darf.

Überblick

Auf den Souks werden Räucherwerk und dazu passende Gefäße, Schmuck, Bronze- und Messingartikel, reich verzierte Dolche und Säbel sowie in den östlichen Provinzen riesige, mit Messing beschlagene Truhen angeboten. Handeln ist üblich, auch für Kameras und andere elektronische Artikel, die teilweise sehr preisgünstig sind. 

Es gibt zahlreiche glamouröse und klimatisierte Einkaufszentren, in denen so gut wie alle bekannten Nobelmarken von Armani über Saks Fifth Avenue bis hin zu Gucci zu finden sind. Auch wenn die saudi-arabischen Frauen in der Öffentlichkeit stets verhüllt sind, tragen sie unter der gesetzlich vorgeschriebenen Abaya gerne elegante Kleider. 

Nachtleben

Einleitung

Das Nachtleben in Saudi-Arabien unterscheidet sich sehr von dem, was man aus anderen Teilen der Welt gewohnt ist. Abgesehen von Restaurants und Hotels gibt es kein Nachtleben im westlichen Stil. Aufgrund der per Gesetz streng vorgeschriebenen Geschlechtertrennung sind jegliche Einrichtungen verboten, in denen Männer und Frauen zusammenkommen könnten. Dazu gehören z.B. Nachtklubs, Diskotheken und Kneipen. Obwohl es eine kleine saudi-arabische Filmindustrie gibt, sind auch Kinos seit den 1980er-Jahren verboten. Es gibt zwar seit der durch König Abdullah eingeleiteten Reform im Jahr 2005 immer mal wieder Sondergenehmigungen für einzelne Filmhäuser, für gewöhnlich schaut man sich die Filme jedoch zu Hause über Satellitenfernsehen oder auf DVD an.

Doch auch in Saudi-Arabien muss man nicht gänzlich auf ein abendliches Unterhaltungsprogramm verzichten: In den größeren Städten können Männer die wenigen Bars besuchen, die wegen des Alkoholverbots allerdings nur wenig besucht sind. Deutlich mehr Besucher zieht es in die Kaffeehäuser, in denen neben Wasserpfeifen, Tee und Kaffee auch kleine Imbisse gereicht werden. In einigen Restaurants und Hotels werden folkloristische Schwerttanzaufführungen und Trommelkonzerte geboten. Auch im King Fahd Cultural Centre in Riyadh finden verschiedene Konzerte und Aufführungen statt.

Im Fastenmonat Ramadan wird die Nacht plötzlich zum Tag: Die Einkaufszentren öffnen in den Abendstunden und schließen häufig erst wieder im Morgengrauen.

Kulinarisches

Regionale Spezialitäten


  • Pitta (flaches, ungesäuertes Brot) ist ein Grundnahrungsmittel, das zu jeder Mahlzeit gegessen wird. 

  • Reis, Linsen, Hummus (Kichererbsenpüree) und Burghul (gemahlener Weizen) werden häufig angeboten. 

  • Kultra (Fleischspieße) sind eine beliebte Hauptmahlzeit.

  • Kebabs werden häufig mit Suppe und Gemüse serviert. 

  • Mezzeh ist eine Vorspeise, die aus bis zu 40 Gerichten bestehen kann.

Wissenswertes

Essen, Trinken und Rauchen in der Öffentlichkeit während der Fastenzeit im Ramadan wird streng bestraft. Zu Beginn einer Mahlzeit sagt man Bismillah (Im Namen Gottes) und beendet die Mahlzeit mit dem Ausspruch Alhamdulillah (Gott sei gepriesen).

Trinkgeld

Trinkgeld zu geben ist üblich, angemessen sind 10% der Rechnungssumme.

Regionale Getränke

Alkoholfreies Bier und alkoholfreie Cocktails werden in den Hotelbars serviert. Arabischer Kaffee und Fruchtsäfte werden in fast allen Restaurants ausgeschenkt. Häufig wird süßer Tee gereicht. Eine besondere Spezialität ist Qamar ad-din, ein Getränk aus getrockneten Aprikosen.

Mindestalter für den Verzehr alkoholischer Getränke

Alkohol ist gesetzlich verboten, und Verstöße werden hart bestraft ohne Rücksicht auf Nationalität und Konfession.

Unterkunft

Hotels

Die Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten ist landesweit sehr gut, die Preise richten sich nach dem Standard und den jeweiligen Einrichtungen. Während der Pilgerzeit empfiehlt sich Vorausbuchung. In Luxus- und Spitzenhotels werden 15% für Bedienung und in allen anderen Hotels 10 % Bedienungsgeld berechnet. In Mekka und Medina sind die Hotelpreise zur Pilgerzeit doppelt so hoch. In den Sommermonaten wird in den Urlaubsorten wie Taif, Abha, Kamis Mushait und al-Baha ein Zuschlag von 25% verlangt.

Kategorien:
Einstufung in sieben unterschiedliche Hotelklassen: Deluxe, 1. Klasse A und B, 2. Klasse A und B sowie 3. Klasse A und B.

Kultur

Religion

98 % Muslime, überwiegend Sunniten, Schiiten in der östlichen Provinz; Christen und Hindus (ausländische Arbeitskräfte).

Soziale Verhaltensregeln

Allgemeines: Saudi-Arabien ist ein streng muslimisches Land. Doch wer die strengen Gesetze und Traditionen achtet und respektiert, bekommt die Gelegenheit, dieses besondere Land kennen zu lernen.

Umgangsformen: Männer geben sich zur Begrüßung die Hand, zwischen Männern und Frauen ist der Händedruck eher die Ausnahme. Für Ausländer sind Einladungen in Privathäuser selten, die Bewirtung findet meist in Hotels oder Restaurants statt. Es ist eine besondere Ehre für den Gastgeber, wenn der Gast von möglichst vielen Speisen probiert. Obwohl es üblich ist, mit der rechten Hand zu essen, steht auch Besteck zur Verfügung. Als Gast sollte man drei Tassen Kaffee trinken und dann durch Hin- und Herschwenken der Tasse (kleine schnelle Bewegung aus dem Handgelenk) zeigen, dass man genug hatte. Ein kleines Firmengeschenk oder ein Mitbringsel aus der Heimat werden gern angenommen. Wer mit übergeschlagenen Beinen sitzt, darf weder die Fußsohlen zeigen noch mit dem Fuß auf eine andere Person deuten, da dies als Beleidigung aufgefasst wird. 

Kleidung: Männer sollten in der Öffentlichkeit keine Shorts tragen oder sich mit bloßem Oberkörper zeigen; angemessen sind lange Hosen und Hemden. Für Frauen ist die Abaya in der Öffentlichkeit als Mindeststandard der Verhüllung gesetzlich vorgeschrieben; die großen Hotels verleihen diese in der Regel an Gäste. Das Tragen eines Kopftuchs wird durch die Mutawas (islamische Religionspolizei) zwar stets gefordert, ist jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben; empfehlenswert ist es, stets einen dünnen Schal mitzuführen, der bei Aufforderung genutzt werden kann, um die Haare zu bedecken. In größeren Städten sind die Kleidervorschriften mitunter etwas lockerer.

Geschlechtertrennung: In Saudi-Arabien gibt es eine strikte Geschlechtertrennung. Selbst Hochzeiten werden meistens getrennt nach Geschlechtern gefeiert. Frauen dürfen nicht gemeinsam mit Männern baden, das gilt auch für den hoteleigenen Pool. Im Taxi oder bei der Fahrt in einem Auto mit einem nicht-verwandten Fahrer sollten Frauen darauf achten, keinesfalls auf dem Beifahrersitz, sondern auf den Rücksitzen Platz zu nehmen. 

Rauchen: Nichtraucherzonen sind ausgeschildert und sollten beachtet werden. Für Frauen ist es unüblich, in der Öffentlichkeit zu rauchen. Während des Ramadan sollten auch Besucher nicht in der Öffentlichkeit essen, trinken oder rauchen. Das Rauchen ist in öffentlichen Gebäuden, auf öffentlichen Plätzen und in touristischen Einrichtungen verboten. 

Fotografieren: Fotografieren ist in der Öffentlichkeit nicht gestattet. Deswegen ist es grundsätzlich angebracht, immer um Erlaubnis zu fragen, bevor man den Auslöser betätigt. Für militärische Anlagen, Einrichtungen in Grenznähe, Flughäfen und andere öffentliche Gebäude gilt ein Fotografierverbot. Ein ausdrückliches Fotografierverbot besteht in und um die al-Haram-Moschee in Mekka und für die Prophetenmoschee in Medina. Wer dennoch fotografiert, muss damit rechnen, dass seine Kamera, Filme und Speicherkarten konfisziert werden. Frauen und Kinder sollten nicht fotografiert werden.

Trinkgeld: Hotelportiers, Zimmermädchen und Taxifahrer erwarten Trinkgeld. In Restaurants ist nur dann ein Trinkgeld in Höhe von 10-15% üblich, wenn in der Rechnung nicht schon eine Service-Gebühr enthalten ist.

Klima

Beste Reisezeit

Zum größten Teil trockenes Wüstenklima. In Jeddah und in der Küstenregion am Roten Meer ist es das ganze Jahr über sehr heiß. Im Landesinneren (Riyadh) ist es im Sommer heißer und im Winter kühler als in den Küstengebieten, die Temperaturen können in den Wintermonaten (Dezember - Februar) nachts unter den Gefrierpunkt sinken; gelegentlich starke Regenfälle im Winter.

Das Klima ist von Mai bis September am angenehmsten. 

Landesdaten

Vorwahl +966 Fläche(qkm) 2149690 Bevölkerung 32157974 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 13 Bevölkerung im Jahr 2016 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 997

Copyright © 2018 REISEBANK AG