China (Volksrepublik)

Asien

Allgemeines

Offizieller Name des Staates

Volksrepublik China.

Hauptstadt

Peking (Beijing). 

Geographie

China ist flächenmäßig das drittgrößte Land der Welt. Im Norden grenzt es an Kasachstan, die Kirgisische Republik, die Mongolei und die Russische Föderation, im Osten an Nordkorea, das Gelbe Meer und das Ostchinesische Meer (mit Macau an der Südostküste), im Süden an Vietnam, Laos, Myanmar, Indien, Bhutan und Nepal und im Westen an Pakistan, Indien, Afghanistan, Kirgisistan und Tadschikistan. China besteht aus 23 Provinzen (einschließlich Taiwan), 5 autonomen Gebieten, 4 Stadtbezirken (Peking, Tianjin, Shanghai, Chongqing) und 2 Sonderverwaltungsregionen (Hongkong, Macau).

Die landschaftliche Vielfalt reicht vom Hochland im Westen mit über 8000 m hohen Bergen bis zu den Tiefebenen im Osten. Etwa ein Drittel des Landes ist Gebirge. Die bekanntesten Gebirgsketten sind der Himalaja, die Altai-Berge, die Tianshan-Berge und die Kunlun-Berge. An der Grenze zu Nepal liegt der 8850 m hohe Mount Everest. Im Osten und Westen davon liegen die Qinghai-Hochebene und die Tibet-Hochebene; letztere ist über 4000 m hoch und wird das »Dach der Welt« genannt. Am Fuß der Tianshan-Berge liegt die Turfan-Tiefebene, die mit 154 m unter dem Meeresspiegel Chinas tiefsten Punkt bildet.

Der Gelbe Fluss (Huang He) und der Yangtse Kiang (Chang Jiang) sind die bekanntesten Flüsse. Nur 10% der Fläche eignen sich für die Landwirtschaft. Die Küste hat eine Gesamtlänge von 18.000 km.

Regierung

Sozialistische Volksrepublik. Verfassung von 1982, letzte Änderung 2004. Einkammerparlament: Quanguo Renmin Daibiao Dahui (Nationaler Volkskongress mit 2985 Sitzen). Der Nationale Volkskongress (NVK) ist das mächtigste staatliche Organ. Die Abgeordneten werden alle 5 Jahre von den Provinzparlamenten, den autonomen Gebieten und Städten sowie der Volksbefreiungsarmee gewählt. Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) ist das oberste, politische Machtzentrum. Das oberste Entscheidungsgremium ist der Ständige Ausschuss des Politbüros mit dem Generalsekretär der Partei und weiteren acht Mitgliedern.

Staatsoberhaupt

Xi Jinping, seit März 2013.

Regierungschef

Li Keqiang, seit März 2013.

Elektrizität

Landesweit 220 V, 50 Hz. Je nach Region sind aber Adapter für zweifache bzw. dreifache Flachstecker erforderlich, deshalb werden Mehrfachadapter empfohlen.

Die meisten 4- und 5-Sterne-Hotels verfügen auch über 110 V-Steckdosen.

Zeitzone

China Standard Time: MEZ +9

Anreise

Anreise mit dem Flugzeug

Täglich gibt es mehrere Nonstop-Flüge von verschiedenen europäischen Großstädten nach Peking (Beijing) und von dort weiter nach Shanghai. Alle großen nationalen Fluggesellschaften Europas sowie Air China (CA) und China Eastern (MU) bieten diese Verbindungen an.

Chinas nationale Fluggesellschaft heißt Air China (Internet: www.airchina.de). Air China und ihre Partner bieten Direktverbindungen von Düsseldorf, Frankfurt, München, Genf und Zürich nach Peking sowie von Wien und anderen europäischen Großstädten nach Peking und Shanghai. Air China bietet außerdem Direktverbindungen von Frankfurt nach Hangzhou, Shenzhen und nach Chengdu.

Lufthansa (LH) fliegt täglich nonstop ab Frankfurt und München nach Peking, Shanghai und Hongkong und ab Frankfurt nach Guangzhou/Kanton; via Peking nach Chengdu, Dalian, Hangzhou, Nanking, Xiamen und Xi An sowie via Shanghai nach Tsingtao, Wenzhou, Chengdu, Dalian, Shenzhen, Chongqing und Whenzhou.

U.a. British Airways (BA), Air France (AF), Finnair (AY), KLM (KL), Qantas (QF), Swiss (LX) und Singapore Airlines (SQ) fliegen ebenfalls Peking, Shanghai und/oder verschiedene andere chinesische Städte an.

Finnair (AY) fliegt täglich ab Wien via Helsinki nach Shanghai, Peking und Guangzhou.

Austrian Airlines (OS)
fliegt ab Wien nach Peking und Shanghai (täglich nonstop).

Air Berlin (AB) fliegt ab Düsseldorf nach Peking und Shanghai.

China Southern Airlines (CZ)
bedient die Route Amsterdam - Peking - Shanghai sowie die Route Frankfurt/a.M. - Changsha - Guangzhou.

Hainan Airlines (HU) fliegt von Berlin nach Peking.

Anmerkung: Buchungen sollten vorher bestätigt werden, da Fehlbuchungen vorkommen.

Flugzeiten

Frankfurt - Peking (Beijing): 9 Std. 10 Min.; Frankfurt - Shanghai: 10 Std. 25 Min.; Wien - Peking (Beijing): 9 Std. 25 Min.; Wien - Shanghai: 13 Std. 30 Min. (mit Zwischenlandung); Zürich - Peking (Beijing): 11 Std. 40 Min. (mit Zwischenlandung); Zürich - Shanghai: 12 Std. 30 Min. (mit Zwischenlandung).

Anreise mit dem Pkw

Die wichtigsten Straßen nach China folgen den historischen Handelsrouten durch Myanmar, Indien, die GUS, Mongolei und Nepal.
Zudem ist der Gebirgspass Nathu La zwischen dem indischen Sikkim und Tibet nach mehr als vier Jahrzehnten inzwischen wieder geöffnet.

Anreise mit der Bahn

Eine regelmäßige Zugverbindung besteht zwischen Hongkong und Guangzhou (Kanton). Internationale Züge bieten in der Regel mehr Komfort als Inlandzüge. Reisende mit viel Zeit können mit der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Peking (Beijing) fahren. Vorausbuchung, möglichst 2 Monate vor Abreise, empfehlenswert. Erhöhte Vorsicht ist aufgrund zunehmender Aktivität von Schmugglerbanden geboten.


Fahrzeiten mit der Transsibirischen Eisenbahn:
Peking (Beijing) - Moskau (Russ. Föderation): 5-tägige Fahrt (7622 km); Peking - Ulan Bator (Mongolei): eintägige Fahrt (1356 km).

Anreise mit dem Schiff

Die Haupthäfen sind Shanghai und Hongkong sowie Fuzhou, Guangzhou (Kanton), Qingdao (Tsingtao), Tianjin und Xiamen. Zahlreiche Fährverbindungen mit Nachbarländern, u. a. Shanghai - Kobe, Shanghai - Yokohama, Shanghai - Nagasaki, Shanghai - Osaka, Tianjin - Kobe und zur Westküste von Süd-Korea.

Verschiedene Kreuzfahrtlinien wie Princess Cruises, Silversea und Seabourn bieten Kreuzfahrten an, die entweder ausschließlich chinesische Häfen anlaufen oder dies im Zusammenhang mit einer Ost- oder Südostasientour tun.em

Vor Ort unterwegs

Unterwegs mit dem Flugzeug

Für Langstrecken im Binnenverkehr ist das Flugzeug unentbehrlich. Die Civil Aviation Administration of China (CAAC) ist die Dachorganisation der drei Hauptfluggesellschaften Air China (CA) (Internet: www.airchina.com.cn), China Southern Airlines (CZ) (Internet: www.airchina.com.en/en) und China Eastern (MU)(Internet: www.ce-air.com), die über 150 Städte - darunter Peking (Beijing) -miteinander verbinden.

Es gibt regelmäßige Flüge von Peking und Guangzhou (Kanton) nach Hongkong. Seit der Aufhebung des Reiseverbots bietet die taiwanesische China Airlines (CI) Direktflüge von Peking, Shanghai, Kanton, Hangzhou, Nanjing, Shenzhen, Xiamen, Ningbo, Zhengzhou, Shenyang, Changsha und Xian nach Taipeh (Taiwan) an. Air China fliegt direkt von Tianjin, Hangzhou, Chengdu und Chongqing nach Taipeh. Es gibt Air China-Direktverbindungen von Peking nach Lhasa (Tibet) sowie drei innerchinesische Verbindungen, Peking - Daqing, Chengdu - Zhuhai und Shenzhen -Dazhou.

Cathay Dragon (KA) bietet zweimal täglich einen Flug von Hongkong nach Guangzhou an.

Check-In-Schalter öffnen 90 Min. und schließen 30 Min. vor Abflug. Alle Provinzhauptstädte sind mit dem Flugzeug erreichbar.

Anmerkung zu Flugreisen

Flugtickets werden normalerweise von den Reiseleitern gekauft und sind in den Reisekosten enthalten. Individualreisende können durch das örtliche CITS-Büro buchen, das eine geringe Provision verlangt, oder die Flugtickets im Büro der Fluggesellschaft kaufen. Im April, Mai, September und Oktober wird Vorausbuchung empfohlen. Touristen bezahlen einen Zuschlag für Flugtickets von 100%.

Flughafengebühren: Peking (Beijing): 50 RMB ¥. Shanghai: 50 RMB ¥ (Meist im Ticketpreis enthalten). Kinder unter 2 Jahren sind von den Gebühren befreit.
 

Unterwegs mit dem Auto/dem Bus

Rechtsverkehr. Ca. 80% der chinesischen Ortschaften sind an das Straßennetz angeschlossen, außer Motno und Tibet. Die Straßen sind nicht immer gut, Fahrzeuge sollten absolut verkehrstüchtig sein. Man unterschätzt leicht die Entfernungen. China ist ein Agrarland, Autowerkstätten entsprechen nicht westlichem Standard. Von Peking (Beijing) nach Shanghai sind es 1461 km und von Beijing (Peking) nach Nanjing (Nanking) 1139 km. Eine Express-Autobahn verbindet Peking mit Tianjing. Eine vierspurige, mautpflichtige Autobahn führt von Hangzhou in die Hafenstadt Ningbo in der Provinz Zhejiang.

Fernbus:
Busverbindungen bestehen zwischen den größeren Städten und einigen Orten, die mit Zügen nicht erreichbar sind, die Busse sind jedoch oft überfüllt. Es bestehen außerdem Verbindungen mit teuren Luxusbussen. Der wichtigsten Busbahnhof für Langstrecken in Peking heißt Liuliqiao (Tel: (010) 83 83 17 17). Der neue Fernbus-Bahnhof auf der Zhongxing Road in Shanghai befindet sich am nördlichen Ende des Hauptbahnhofes (Tel: (021) 66 05 11 11).


Mietwagen
nur mit Chauffeur sind erhältlich. Selbstfahren von Mietwagen ist problematisch, weil die Autovermietungsfirmen den Reisepass des Fahrers einbehalten und Ausländern nur in Sonderfällen das Fahren gestattet ist. Autofahren ist in China nur Mitgliedern einer Reisegruppe erlaubt, die über eine Sondergenehmigung verfügen.

Unterwegs in der Stadt

Die offiziellen Reiseleiter bemühen sich darum, dass die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel reibungslos verläuft. Busse sind sehr preisgünstig, jedoch oft überfüllt. U-Bahnnetze gibt es in Peking, Shanghai und Tianjin.

Eine Magnetschienenbahn verbindet den Flughafen Shanghai Pudong (PVG) mit der Metro-Linie 2 am Longyang-Bahnhof (Fahrzeit: 8 Min.) am Stadtrand von Shanghai.

In zahlreichen anderen Städten gibt es Straßenbahnen oder Oberleitungsbusse.

Taxis
gibt es in den Großstädten und sind leicht zu finden. Über den Kilometerpreis gibt ein Aufkleber außen an der Autotür Auskunft. Man sollte darauf achten, dass der Taxameter eingeschaltet ist. Es gibt eine Grundgebühr und einen streckenabhängigen Preis. Wenn möglich, sollte der Preis vor Fahrtantritt ausgehandelt werden. Die Taxifahrer verstehen jedoch in den seltensten Fällen eine Fremdsprache. Deshalb sollten sich Reisende von ihrem Hotel eine chinesisch geschriebene Adresse des Fahrzieles geben lassen und für die Rückfahrt eine Visitenkarte des Hotels. Man kann Taxis auch ganztags mieten.

Motorrad-Taxis
, Motorrad-Dreiräder und Fahrrad-Rikschas stehen an Bahnhöfen und Busbahnhöfen zur Verfügung. Fahrräder können u.a. in größeren Hotels und bestimmten Geschäften gemietet werden. Fahrradfahrer müssen langsam fahren und ständig klingeln.

Vor Ort unterwegs mit der Bahn

Züge sind Hauptverkehrsmittel im Fracht- und Personenverkehr in China und meist sicher und pünktlich. Die Hauptstrecken führen von Peking nach Guangzhou, Shanghai, Harbin, Chengdu und Urumqi. Es gibt Direktverbindungen von Peking über Guangzhou nach Hongkong, von Peking nach Shanghai und von Peking nach Tianjin. 

Die 1.318 km lange neue Hochgeschwindigkeitsstrecke der China Railways zwischen Peking und Shanghai verbindet die beiden Metropolen in nur 4 Std. 48 Min. Vier Fünftel der Strecke führt über Brücken. Zwischenstopp ist in Nanjing, Tianjin, Jinan sowie anderen chinesischen Großstädten. 

Es besteht außerdem eine Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Peking und Tianjin (Fahrzeit: 30 Min.); ein Nachtzug verkehrt zwischen Peking und Shanghai (Fahrzeit: 9 Std. 15 Min.).

Als Teil der neuen, im Bau befindlichen Hochgeschwindigkeitsachse Peking-Shenzhen-Hongkong ist derzeit schon die Strecke Peking-Wuhan-Guangzhou in Betrieb. Die Hochgeschwindigkeitszüge benötigen für die Strecke von Peking nach Guangzhou lediglich 8 Std. Für die Teilstrecke Wuhan-Guangzhou lediglich 3 Std. 30 Min. 

Die Qinghai-Tibet-Eisenbahn verbindet Lhasa mit der Provinz Qinghai. Vom Endpunkt Golmud besteht eine Anbindung an Peking. Die Fahrtzeit nach Peking beträgt 48 Stunden. Mit über 5000 Metern über dem Meeresspiegel ist es die höchste Eisenbahnstrecke der Welt.

Es gibt zwei Klassen: Holzsitz (2. Klasse), Polstersitz (1. Klasse), Hartlieger (2. Klasse) und Weichlieger (1. Klasse) (harte oder gepolsterte Betten). Gepolsterte Betten sind zweimal teurer als harte Betten. Fahrkarten: Fahrkarten können erst ab 10 Tage vor Abfahrt erworben werden. Preisnachlässe für Kinder werden praktisch berechnet: Kinder, die kleiner als 1 m sind, fahren kostenlos; Kinder unter 1,30 m bezahlen 25% des Fahrpreises. Touristen bezahlen einen Zuschlag für Bahnfahrkarten von 70%. Auf den großen Bahnhöfen gibt es spezielle Schalter mit englischsprachigem Personal. Am Umsteigebahnhof muss das Ticket für die Weiterreise gekauft werden. Gepäckbestimmungen: Erwachsene max. 20 kg, Kinder max. 10 kg und Diplomaten max. 35 kg.

Unterwegs mit dem Schiff

Fährverkehr auf allen größeren Flüssen. Die Küstenfähren verkehren zwischen Dalian, Tianjin (Tientsin), Qingdao (Tsingtao) und Shanghai. Wichtige Häfen sind Tianjin (Tientsin), Qingdao (Tsingtao) und Shanghai. Victoria Cruises (Internet: www.victoriacruises.com) bietet ganzjährig Fahrten auf dem Jangtse Kiang zwischen Chongqing und Shanghai über Wuhan und Nanjing an. Neben anderen Landausflügen wird eine Besichtigung der so genannten Stadt des Weißen Kaisers, einer 2000 Jahre alten Tempelanlage, angeboten. Sie war bislang für Touristen nicht erreichbar.

Reisewarnung

Überblick China

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 02.02.2017
Unverändert gültig seit: 30.01.2017

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Region Xinjiang

Bei Reisen in die Autonome Region der Uiguren Xinjiang ist weiterhin besondere Vorsicht geboten. Es wird nachdrücklich empfohlen Menschenansammlungen zu meiden und die Nachrichten aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der Polizei und der Sicherheitskräfte sollten unbedingt befolgt werden.

Die Region Xinjiang erlebt seit 2013 eine Häufung gewaltsamer Zusammenstöße mit vielen Toten und Verletzten. Die chinesische Regierung hat die Sicherheitsmaßnamen in der Region im Rahmen einer Anti-Terror-Kampagne seit Frühjahr 2014 deutlich verschärft. So gelten bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln (Bussen, Zügen) grundsätzlich die gleichen Sicherheitsvorschriften wie an Flughäfen. Die Mitnahme von Flüssigkeiten (auch Trinkwasser, Speiseöl, Joghurt) sowie Feuerzeugen und Feuerwerkskörpern ist untersagt.  

Verschärfte Kontrollen finden insbesondere in der Stadt Urumqi bzw. an den Zugangspunkten nach Urumqi statt. Trotz der Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen sind weiterhin Angriffe zu verzeichnen, bei denen sowohl Uiguren wie auch chinesische Sicherheitskräfte verletzt oder gar getötet wurden. 

Die weiterhin angespannte Sicherheitslage stellt auch eine potentielle Gefahr für Ausländer dar. Bei Reisen in die Region Xinjiang ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Es wird nachdrücklich empfohlen Menschenansammlungen zu meiden und die Nachrichten aufmerksam zu verfolgen. Anweisungen der Polizei und der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten.  

Reisen über Land, Kriminalität

Die Sicherheitslage in der VR China kann generell als gut eingestuft werden. Dennoch sollten sich Reisende stets mit der gebotenen Aufmerksamkeit bewegen. Dies gilt insbesondere in Touristenzentren, auf größeren Bahnhöfen, Busbahnhöfen sowie an den Flughäfen, wo aufdringliche, mitunter aggressive Schlepper und Schwarzmarkthändler allerhand Dienstleistungen, insbesondere Taxi-Dienste im Ankunftsbereich, auch sexuelle Leistungen, (siehe dazu Kapitel „Besondere strafrechtliche Vorschriften" unten) und Waren (oft gefälscht oder funktionsuntüchtig) zu unrealistischen Konditionen anbieten. Reisende sollten solche Angebote konsequent ablehnen oder ignorieren und die ausgeschilderten Taxi-Stände oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen.

Ausländer über 16 Jahren müssen sich zu jeder Zeit mit einem Reisepass mit gültigem chinesischem Visum ausweisen können. Polizeiliche Kontrollen sind, insbesondere im Zuge erhöhter Sicherheitsmaßnahmen im Umfeld von Großereignissen oder Gedenktagen, jederzeit möglich. Es wird empfohlen, Passkopien und Flugtickets im Hotel sicher zu deponieren und den Pass mit gültigem Visum stets mitzuführen, um sich bei Polizeikontrollen ausweisen zu können.

Mit der Visitenkarte des Hotels kann der Taxifahrer für den sicheren Rücktransport sorgen, auch wenn man über keine chinesischen Sprachkenntnisse verfügt. Personenansammlungen und jede Art von Gedränge sind wegen der Gefahr von Taschendiebstählen zu meiden. Überfälle auf Ausländer werden selten bekannt, sind aber auch an gut bewachten Plätzen nicht auszuschließen. Es kommt, insbesondere in Shanghai, immer wieder vor, dass Touristen von meist jüngeren Chinesen/Chinesinnen, die in der Regel sehr gut Englisch sprechen, auf der Straße, meist in Touristengebieten, nahe Restaurants, Kneipen und Diskotheken, ein gemeinsamer Besuch von Sehenswürdigkeiten, Teehäusern, Karaokebars, und insbesondere Massagesalons (siehe auch Kapitel „Besondere strafrechtliche Vorschriften" unten) und ähnlichem angeboten wird. In Einzelfällen wurden die Angesprochenen sogar nur in ein Gespräch verwickelt und dann von mehreren Tätern in ein nahegelegenes Gebäude abgedrängt und festgehalten. Das Opfer erhält am Ende eine überhöhte Rechnung oder wird unmittelbar bei Betreten der Lokalität unter Androhung von Gewalt um hohe Geldbeträge (bar oder - per Kreditkarte) erpresst. Opfern derartiger Delikte wird empfohlen, sich möglichst unverzüglich an die nächste Polizeistation zu wenden. Mit Unterstützung der Polizei kann in vielen Fällen eine (Teil-)Rückerstattung des erpressten Betrages erreicht werden. Eine nachträgliche Geltendmachung ist schwierig und in der Regel erfolglos.

Bei Online-Geschäften im Internet mit chinesischen Geschäftspartnern ist besondere Vorsicht geboten, da es hier in letzter Zeit zu betrügerischen Vorfällen gekommen ist. In Bars und Nachtclubs in Peking kommt es zunehmend zu Zwischenfällen mit Beteiligung von Ausländern. In einigen Fällen wurden ausländischen Besuchern Betäubungsmittel in ihr Getränk gemischt und sie anschließend beraubt, in anderen waren Ausländer in (z.T. provozierte) Auseinandersetzungen mit Verletzungsfolgen involviert.

Meldepflicht

Für Ausländer besteht eine Meldepflicht bei der lokalen Polizei bei Aufenthalten über 24 Stunden an einem Ort (die Meldung muss innerhalb von 24 Stunden erfolgen). Übernachtet man in einem Hotel, übernimmt das Hotel diese Meldung automatisch; ist man privat bei Freunden untergebracht, müssen diese die Meldung vornehmen.

Naturkatastrophen

Das starke Erdbeben im Kathmandu-Tal vom 25.04.2015 hat auch im südlichen Tibet erhebliche Zerstörungen verursacht. 25 Menschen starben, über 50.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Die Aufräumarbeiten im südlichen Tibet, insbesondere in den Grenzgebieten zu Nepal (Nyalam und Gyirong) werden voraussichtlich längere Zeit andauern.

In den letzten Jahren ereigneten sich im Südwesten Chinas (insbesondere Provinz Sichuan) mehrere starke Erdbeben. Heftige Regenfälle, wie sie in der Regenzeit von Juni bis September die Regel sind, verursachen zudem in den Berglagen dieser Gegend regelmäßig Erdrutsche, bei denen Todesopfer zu beklagen sind. Bei geplanten Reisen insbesondere in Berglagen dieser Region wird dringend empfohlen, sich in den lokalen Medien (z. B. Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.chinadaily.com.cn/china/, englischsprachig) vorab über die Wetterlage und etwaige wetterbedingte Gefahrensituationen zu informieren.

Der Süden und Südosten Chinas wird von Juni bis Oktober regelmäßig von Taifunen getroffen, die Überschwemmungen und gefährliche Erdrutsche verursachen können. Es kann wegen Taifunen immer wieder zu unvorhergesehenen und gefährlichen Situationen kommen. Auf der Homepage des Chinesischen Wetterdienstes (Externer Link, öffnet in neuem Fensterhttp://www.cma.gov.cn/en/) können sich Reisende über die aktuellen Wetterverhältnisse und aktuelle Taifunwarnungen informieren. Den Sicherheitshinweisen und Empfehlungen der örtlichen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten.

Weltweiter Sicherheitshinweis

Es wird gebeten, auch den Externer Link, öffnet in neuem Fensterweltweiten Sicherheitshinweis zu beachten.

Gesundheitsvorsorge

Anmerkungen Impfungen

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet ein- oder durchreisen wollen. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Eine Impfung ist nur in seltenen Fällen zu empfehlen.

[3] Impfschutz gegen Poliomyelitis und Typhus ist sinnvoll.

[4] Ein Malaria-Risiko durch die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax besteht in Anhui, Fujian, Guangdong, Guangxi, Guizhou, Hainan, Hubei, Henan, Jiangsu, Jiangxi, Sezchuan, Shandong, Xizang und Yunnan. Die gefährlichere Form Plasmodium falciparum nimmt Richtung Süden hin zu und tritt in Hainan und Yunnan auf. In den Regionen nördlich 33° nördlicher Breite besteht das Übertragungsrisiko von Juli bis November, zwischen 33° und 25° nördlicher Breite von Mai bis Dezember und in den Regionen südlich 25° nördlicher Breite das ganze Jahr über.

Essen und Trinken

Wegen der Gefahr möglicher Infektionen sollte man auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene achten. Wasser sollte generell vor dem Trinken, Zähneputzen und vor der Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. 

Unpasteurisierte Milch sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten nicht konsumiert werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Andere Risiken

Die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene (u.a. gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Mumps, Masern, Röteln, Pneumokokken und Influenza) sollten vor der Reise ggf. aufgefrischt werden.

Bilharziose-Erreger kommen landesweit in manchen Teichen und Flüssen (entlang des Yangtze) vor, besonders in den zentralen und östlichen Landesteilen Anhui, Honan, Hubei, Jiangsu und Jiangxi. Das Schwimmen oder Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind ungefährlich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor allem im Süden des Landes vor. Während des Monsuns (Juni bis Oktober) ist das Übertragungsrisiko besonders hoch. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz und hautbedeckende Kleidung.

Vereinzelt tritt im Süden die durch Insekten verursachte Filariose auf. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel. 

Fleckfieber tritt im Buschland im Süden des Landes auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. Nur in seltenen Fällen sollte eine Impfung erwogen werden.

Hepatitis A, B und E (im Norden des Landes) kommen vor. Impfschutz ist gegen Hepatitis A und bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch gegen Hepatitis B sinnvoll.

HIV/Aids ist eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht von April bis Oktober vor allem in den zentralen und östlichen Provinzen (Ausnahmen: Xizang in Tibet, Xinjiang und Quinghai).

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt im Süden und in zentralen Landesteilen vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Pest-Fälle wurden vereinzelt aus Qinghai und Xizang gemeldet. Das Infektionsrisiko ist gering. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufiges Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit in Pestgebieten empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Tollwut kommt landesweit vor, die südlichen Provinzen sind besonders betroffen. Überträger sind u.a. Hunde (Hauptüberträger), Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Eine Impfung wird empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

In ländlichen Gebieten kommt es immer wieder zu Ausbrüchen der Hand-, Fuß- und Mundkrankheit (HFMD). Symptome sind Bläschen an Händen, Füßen und im Mundbereich, veeinzelt mit Fieber. Meist sind Kinder betroffen und hochansteckend, der Krankheitsverlauf ist jedoch in der Regel harmlos. Eine sorgfältige Händehygiene und die Vermeidung von Kontakten zu kranken Personen kann das Infektionsrisiko stark einschränken.

Bei Reisen in Lagen über 2500 Meter kann es durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe zur Höhenkrankheit kommen. Klingen Symptome wie schlechter Schlaf, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Atemnot durch eine Pause nicht ab, sollte auf eine Höhe von unter 2000 Meter abgestiegen werden.  

Durch die teilweise hohe Luftverschmutzung in den Ballungszentren des Landes können sich chronische Atemwegserkrankungen weiter verschlechtern. Über die aktuellen Luftwerte kann man sich beim chinesischen Umweltministerium (Internet: www.aqicn.org) informieren.

Gesundheitszeugnis

Ausländer, die länger als 1 Jahr in China bleiben, müssen u.U. bei der Einreise eine Gesundheitserklärung abgeben und einen negativen HIV-Test nachweisen.
Für Arbeitsaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") mit Befunden von Röntgenaufnahme des Thorax, EKG und Labor (inklusive Syphillis-Test) sowie ein HIV-Test in chinesischer und englischer Sprache verlangt (Formular auf Anfrage über die Botschaft).

Vogelgrippe

Die Vogelgrippe kommt selten vor. Reisende sollten Märkte mit lebendem Geflügel meiden. 

Geld

Währung

1 Renminbi Yuan = 10 Jiao = 100 Fen. Währungskürzel: RMB¥, CNY (ISO-Code). 

Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 ¥ sowie 5, 2 und 1 Jiao sowie 5, 2 und 1 Fen. 

Münzen sind in Nennbeträgen von 1 ¥ sowie in 5 und 1 Jiao sowie 5, 2 und 1 Fen im Umlauf. 

Fen-Scheine und -Münzen sind inzwischen sehr selten geworden.

Kreditkarten

MasterCard, Visa, Diners Club und American Express werden in manchen, jedoch nicht in allen internationalen Hotels und größeren, vor allem touristischen Geschäften angenommen. Unproblematisch ist die Kartennutzung in Peking und Shanghai. (Hinweis: Selbst wenn die Karte theoretisch funktioniert, gibt es bisweilen Probleme mit Automaten, die keinen Auslandsbezug haben.) Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Die Gründung des Chinesischen Bankvereins hat die Verwendung von Kreditkarten der staatseigenen Banken in China vorangetrieben.

Geldautomaten

Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Zurzeit ist die Bargeldabhebung an Bankautomaten mit deutschen ec-Karten in China nur sehr eingeschränkt möglich. Aus diesem Grund sollte man über alternative Zahlungsmittel wie z.B. Kreditkarten und Bargeld verfügen.

(Hinweis: Selbst wenn die Karte theoretisch funktioniert, gibt es bisweilen Probleme mit Automaten, die keinen Auslandsbezug haben. Diesbezüglich ist vor allem die Bank of China für das Abheben von Bargeld empfehlenswert.) Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Anmerkung: An Automaten kann man in der Regel 2000-3000 RMB abheben. Manche Automaten akzeptieren eine mehrmalige Abbuchung (1-3 Mal).

Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.  

Öffnungszeiten der Bank

Mo-Fr 09.00-12.00 Uhr, 13.00/14.00-16.00/17.00 Uhr. Teilweise auch Sa 08.00-11.30 Uhr.

Devisenbestimmungen

Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt und ab einem Gegenwert von 5.000 US$ deklarationspflichtig. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nur bis 20.000 RMB ¥ gestattet. Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis in Höhe der deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, erlaubt.

Geldwechsel

Ausländische Währungen und Reisechecks können in internationalen Banken und Hotels gewechselt werden. In den Hotels und den so genannten Friendship Stores kann man die für Besucher importierten Luxusartikel (wie Spirituosen) in Devisen bezahlen. Wechselschalter der Banken befinden sich bereits am Flughafen, hier können alle gängigen Währungen getauscht werden.

Sprache

Überblick

Amtssprache ist Mandarin. Neben zahlreichen regionalen Dialekten sprechen größere Gruppen Kantonesisch, Fukienesisch, Xiamenhua und Hakka. Die autonomen Regionen haben ihre eigenen Sprachen, wie z. B. Tibetisch und Mongolisch. Übersetzer- und Dolmetscherdienste sind gut. Englisch wird teilweise in Geschäftskreisen sowie in Geschäften, Hotels und von Reiseleitern gesprochen.

Öffentliche Feiertage

Anmerkung

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Daten treten folgende Feiertage regional auf: 8. März Internationaler Frauentag. 4. Mai Tag der Jugend. 23. Mai Tag der Befreiung Tibets. 1. Juni Internationaler Tag der Kinder. 1. Aug. Tag der Streitkräfte.

Anmerkung

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Daten treten folgende Feiertage regional auf: 8. März Internationaler Frauentag. 4. Mai Tag der Jugend. 23. Mai Tag der Befreiung Tibets. 1. Juni Internationaler Tag der Kinder. 1. Aug. Tag der Streitkräfte.

Zollfrei Einkaufen

Überblick

Reisende können folgende Artikel zollfrei nach China einführen:

400 Zigaretten;
2 Flaschen alkoholische Getränke (je bis 0,75 l);

Persönliche Wertgegenstände bis zu einem Wert von 2000 RMB.

Bei der Einreise müssen alle Wertgegenstände (Kameras, Uhren, Schmuck, Antiquitäten usw.) deklariert werden. Die Kopie dieser Deklaration muss bei der Ausreise vorgelegt werden. Drogenbesitz wird mit hohen Freiheitsstrafen geahndet, auf Drogenhandel steht die Todesstrafe. Zollbeamte können CDs, Zeitschriften und Bücher beschlagnahmen und auf politisches, religiöses oder pornographisches Material hin untersuchen.

Verbotene Importe

Waffen, Munition, Drogen und Betäubungsmittel, belichtetes, nicht entwickeltes Filmmaterial, Pornographie (manche Fotos in westlichen Zeitschriften können als pornographisch eingestuft werden), Rundfunk-Sendegeräte, politisches oder religiöses gedrucktes Material, Obst und bestimmte Gemüsearten (z.B. Tomaten) sowie andere frische Lebensmittel (Eier, Fleisch und Fleischprodukte).
Anmerkung: Waffen und Munition für die Jagd können mit einer Genehmigung, die vor der Abreise über das Reisebüro eingeholt wurde, eingeführt werden.

Verbotene Exporte

Antiquitäten dürfen nur ausgeführt werden, wenn sie ein Exportsiegel vom Amt für kulturelle Artefakte tragen. Beim Kauf von Schmuck, Jadeartikeln, Kunstgegenständen, Gemälden, Kalligraphien und Antiquitäten muss die Quittung aufbewahrt werden, um bei der Ausreise ein Exportzertifikat zu erhalten. Ohne dieses Zertifikat dürfen die genannten Artikel nicht ausgeführt werden.
Anmerkung: Nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen dürfen kein Elfenbein und keine Elfenbeinprodukte, Schildkrötenpanzer und daraus hergestelltes Schildpatt sowie bestimmte traditionelle Arzneimittel (z.B. aus der Galle von Bären) nach Europa eingeführt werden.

Wirtschaft

Geschäftsetikette

Terminvereinbarungen sind üblich, auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Visitenkarten sollten auf der Rückseite die chinesische Übersetzung aufweisen. Geschäftsleute treffen sich mit ihren Geschäftspartnern normalerweise in Restaurants. Man sollte immer ein wenig früher erscheinen. Es ist üblich, den Gastgeber ebenfalls einzuladen.
Shanghai
Wenn man in Shanghai geschäftlich unterwegs ist, braucht man, zumindest was den formellen Teil betrifft, beachtliche Geduld und Beharrlichkeit. Ein Verständnis für die chinesische Kultur, in der Respekt vor Rangordnung und althergebrachten Moralvorstellungen eine große Rolle spielen, ist für dauerhafte Geschäftsbeziehungen vorteilhaft. Unerschütterlich gute Manieren sind wichtig, damit Klienten ihr Gesicht wahren können. Öffentliche Wutausbrüche sind unter allen Umständen zu vermeiden. Dennoch können lang gezogene Verhandlungen geschickt mit einem Geschäftsessen oder einem abendlichen Besuch in einer Karaoke-Bar abgeschlossen werden. Das sind die Orte, an denen man Chinas legendäre Guanxi (Beziehungen) pflegen kann. Das öffentliche Geschäftsleben ist sehr formell. Geschäftsleute tragen Anzüge und tauschen Visitenkarten aus (immer mit beiden Händen), man verbeugt sich und schüttelt Hände. Sowohl Männer als auch Frauen sollten sich in gedeckten Farben kleiden und es vermeiden, mit den Händen zu gestikulieren, mit den Fingern zu zeigen oder andere Personen zu berühren. Geschenke brechen bei neuen Kontaktpersonen oft das Eis, sollten aber niemals als Bestechungsversuch interpretiert werden können. In vielen Firmen, besonders großen und etablierten, übernimmt ein Parteibeauftragter, der einen ehrenamtlichen oder nominellen Posten in der Firma innehat, den Vorsitz über die ersten Begegnungen mit neuen oder potenziellen Geschäftspartnern. Die darauf folgenden, echten Verhandlungen überlässt er der Betriebsführung. 


Älteren Menschen gegenüber ist man normalerweise respektvoll, zumindest in ihrer Gegenwart. Frauen sind durch die politischen Veränderungen zwar emanzipierter geworden, in Geschäftsangelegenheiten haben Männer aber weiterhin den Vorrang. Man erwartet von Geschäftsfrauen Zurückhaltung. Geschäftsmänner dagegen sollten darauf vorbereitet sein, mit ihren Klienten und Partnern so manchen Abend in Hostess-Bars zu verbringen. Ausländern wird generell verhaltener Respekt gezollt, obwohl die Kontinentalchinesen auf ihre eigene Sprache und Kultur sehr stolz sind.

Die in der Öffentlichkeit von Chinesen präsentierten Tischmanieren kommen Ausländern oft sehr locker vor - in Shanghai spuckt und rülpst man und stochert sich unverhohlen in den Zähnen herum. Man sollte dies zwar tolerieren, jedoch nicht nachahmen. Trinkgelage nach Büroschluss um Verhandlungen abzuschließen und Beziehungen zu festigen sind gebräuchlich. Die Shanghaier sind trinkfester als viele Chinesen im Ausland.

Eine für Geschäftsreisende nützliche Monatszeitschrift ist der Shanghai Business Review (Internet: www.sbrchina.com) mit Nachrichten aus der Geschäftswelt, Reportagen, Interviews, Veranstaltungen, etc.


Peking
Wenn man in China geschäftlich unterwegs ist, muss man über unendlich viel Geduld verfügen. Viele ausländische Geschäftsleute empfinden die langen Begrüßungszeremonien, die sich hinziehenden Verhandlungen, in denen jede Kleinigkeit bis ins Detail besprochen wird, und der scheinbare Unwille, ein Geschäft abzuschließen, als äußerst frustrierend. Man kann diesem Problem nur mit reichlich eingeplanter Zeit für Diskussionen und Verhandlungen begegnen. Außerdem sollten alle wichtigen Konditionen in einen Vertrag aufgenommen werden.

Chinesische Geschäftsleute verhalten sich sehr formell und es ist ratsam, einen eleganten, zurückhaltenden Anzug zu tragen. Ein weiteres wichtiges Detail bei einem Treffen ist das Austauschen der Visitenkarten. Sie sollten immer mit beiden Händen überreicht und entgegengenommen werden und auf der einen Seite in englischer, auf der anderen in chinesischer Sprache bedruckt sein. Wer zu einem Geschäftsessen in einem Restaurant einlädt, sollte die Rechnung übernehmen. Wenn man einen Geschäftspartner zu Hause besucht, ist ein kleines Geschenk wie Pralinen oder Blumen angebracht. Man sollte keine teuren Geschenke und schon gar kein Geld überreichen. Letzteres wird als Beleidigung empfunden.

Eine für Geschäftsreisende nützliche Monatszeitschrift ist der Beijing Review (Internet: www.bjreview.com.cn).


 

Öffnungszeiten

Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr, mit ein oder zwei Stunden Mittagspause.

Geschäftskontakte

Delegiertenbüro der Deutschen Wirtschaft Beijing
Friedrich-Blos-Str. 42, D-76133 Karlsruhe
Tel: (0721) 937 74 82.
Internet: www.china.ahk.de
(Weitere AHK-Büros gibt es in Beijing (Peking), Hongkong, Guangzhou und Shanghai)

Wirtschaftskammer Schweiz - China
Höschgasse 83, CH-8008 Zürich
Tel: (044) 421 38 88.
Internet: www.swisscham.org/swisscham oder www.sccc.ch
(Weitere Büros in Peking, Shanghai, Genf und Lugano)

Chinesische Handelskammer
Haus der Deutschen Wirtschaft
Breite Straße 29
D-10178 Berlin


China Council for the Promotion of International Trade (CCPIT)
1 Fu Xing Men Wai Jie, CN-100860 Beijing
Tel: (10) 68 02 02 29 oder 68 03 48 23.
Internet: www.ccpit.org

Kommunikation

Mobiltelefon

GSM 900 mit Empfangs-/Sendebereich in den Städten und in der Nähe von Städten. Netzanbieter sind u.a. China Unicom (Internet: www.netchina.com.cn).

Internet

In Großstädten hat man kostenlosen Zugang zum Internet via Wi-Fi in Cafés, Restaurants, Einkaufszentren und auf anderen öffentlichen Plätzen. Netzanbieter: Eastnet China Ltd. (Internet: www.eastnet.com.cn). Internetcafés sind in größeren Städten weit verbreitet. Mobiles Surfen im Internet ermöglichen u.a. die kostenpflichtigen Goodspeed-Wi-Fi-Hotspots (Internet: goodspeed.io/de/index.html). Es muss bedacht werden, dass einige Internetseiten zensiert wurden und deshalb nicht zugänglich sind. 

Post

Post nach Europa benötigt ca. eine Woche. Alle Postsendungen sollten mit der Aufschrift The People's Republic of China (»Volksrepublik China«) versehen sein. Große Postämter haben von 08.00-19.00 Uhr geöffnet, kleinere kürzer. Briefmarken sind in Hotels erhältlich, dort können Postkarten und Briefe auch aufgegeben werden.

Radio

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Telefon

Die Landesvorwahl ist die 0086. Ortsvorwahlen: Peking 10, HongKong 852, Macau 853, Shanghai 21. Öffentliche Telefone sind immer schwerer zu finden, denn die meisten Gespräche werden über das Handy geführt. Am leichtesten findet man öffentliche Telefone in Kiosken und Postämtern. In den großen Hotels und in den meisten kleinen Bedarfsartikelgeschäften sind Pre-paid-Karten in den Werten von 20, 50, 100 and 200 ¥ erhältlich. Damit telefoniert man am günstigsten. Eine weitere Möglichkeit zum Telefonieren bietet Skype.

Einkaufen

Überblick

Die Preise sind von der Regierung vorgeschrieben. In Geschäften und Kaufhäusern kann man nicht handeln, auf Märkten hingegen ist es durchaus üblich. Für Antiquitäten, die über 100 Jahre alt sind, ist eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich; diese ist durch ein amtliches rotes Wachssiegel gekennzeichnet. In den Geschäften gibt es preiswerte Souvenirs. Manche Artikel sind schwer erhältlich. Die besten Mitbringsel findet man in den regionalen Fabriken, Geschäften und Hotels, die sich auf Kunsthandwerk spezialisiert haben. Empfehlenswert sind Jadeschmuck, Stickereien, Kleidung aus Seide oder Kaschmirwolle, Schriftrollen, Kalligraphien, Gemälden und Schnitzereien aus Bambus, Stein und Holz. In Großstädten wie Beijing und Shanghai gibt es auch große Kaufhäuser mit breit gefächertem Angebot.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-So 09.00-19.00 Uhr.

Nachtleben

Einleitung

Das abendliche Unterhaltungsprogramm ist generell vorher festgelegt, und die Mehrzahl der Besucher folgt einer vorausbestimmten Besichtigungstour. Die Reiseführer sind hilfsbereit und freundlich. Die meisten Touren schließen im Voraus arrangierte Restaurantbesuche sowie Opern-, Ballett- und Theaterabende mit ein. Karaoke (auf Schildern mit OK abgekürzt) ist eine beliebte Form der Abendunterhaltung.

Kulinarisches

Unterkunft

Hotels

Mittlerweile gibt es über 5000 Touristenhotels mit einer Zimmerkapazität von rund 400.000. Mehr als die Hälfte der Hotels sind nach dem internationalen Sterne-System kategorisiert. Klimaanlage, Zimmer mit Bad, Konferenz- und Veranstaltungsräume, Bankettsäle, Restaurants mit chinesischer und internationaler Küche, Bars, Swimmingpool, Sauna, Schönheitssalons, medizinische und andere Service-Einrichtungen gehören im Allgemeinen zur Standardausstattung. Einige Hotels bieten zusätzlich Einkaufspassagen, Business Center, Banken und Postämter.

Zimmer sind einfach zu finden und nach europäischen Maßstäben preiswert, obwohl Preise in 5-Sterne-Hotels in den letzten Jahren erheblich gestiegen sind. Die übrigen Hotels sind generell sauber und zweckmäßig eingerichtet. Auskünfte vom Hotelverband China Tourism Hotel Association, 9 A Jian Guo Men Nei Avenue, CN-100740 Beijing. (Tel: (10) 65 20 11 14 oder 65 12 29 05)

Kultur

Religion

Die wichtigsten Religionsrichtungen sind der Buddhismus, der Taoismus, der Konfuzianismus und der Islam. Christliche, hinduistische und lamaistische Minderheiten. (Offiziell ist China atheistisch.)

Soziale Verhaltensregeln

Kulturelle Unterschiede können u. U. zu Missverständnissen zwischen Bevölkerung und Besuchern führen. In Hotels, Speisewagen und Restaurants sind Verbesserungsvorschläge oft erwünscht; sie werden dann sorgfältig geprüft. 

Chinesen sind im Allgemeinen reserviert. Es gilt: Höflichkeit vor Vertraulichkeit. Man sollte sich mit kritischen Bemerkungen über die politische Führung Chinas zurückhalten und keine Sympathie für Taiwan zeigen.

Der volle Name des Landes ist »Volksrepublik China«, und er sollte auch im Schriftwechsel benutzt werden. Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Manchmal wird ein ausländischer Gast mit Applaus begrüßt. Darauf applaudiert man zurück.

In China wird der Familienname zuerst genannt, Wong Man Ying wird beispielsweise als Mister Wong angesprochen. Bei einer Einladung sollte man immer ein wenig vor der vereinbarten Zeit eintreffen und ein kleines Geschenk wie Obst, Pralinen oder ein Andenken aus der eigenen Heimat mitbringen. Briefmarken sind ebenso ein beliebtes Geschenk. Beim Besuch von Freunden freuen sich die Kinder über kleine Geldgaben. Es ist üblich, Gegeneinladungen auszusprechen.

Während einer Mahlzeit prostet man sich bei jedem neuen Gang zu. Es können bis zu 12 Gänge serviert werden und obwohl es nicht als Beleidigung aufgefasst wird, wenn man nur wenig isst, gilt es als höflich, jeden Gang zu probieren. Wenn man zu einem chinesischen Fest eingeladen ist, sollte man sich vorher nach dem traditionell vorgeschriebenen Gastgeschenk erkundigen.

Zurückhaltende Alltagskleidung ist angemessen, freizügige Kleidung sollte vermieden werden. Bei einigen gesellschaftlichen Anlässen und in manchen Restaurants wird gepflegte Kleidung erwartet.

Rauchen ist in der Regel gestattet. Nichtraucherzonen sind gekennzeichnet. Allerdings ist das Rauchen in Peking in allen öffentlichen Gebäuden wie Hotels, Restaurants, Kinos und Theatern und auf öffentlichen Plätzen verboten. Dieses Rauchverbot soll in Zukunft auf das ganze Land ausgeweitet werden. 

Fotografieren: Auf Flughäfen ist das Fotografieren verboten. Auch in einigen Tempeln besteht Fotografierverbot. Bevor militärische und industrielle Einrichtungen oder Regierungsgebäude fotografiert werden, sollte man eine Genehmigung einholen.

Trinkgeld wird außerhalb der großen, internationalen Hotels als Beleidigung aufgefasst. In den Touristenzentren nimmt das Servicepersonal aber gerne 10 Prozent, das Zimmermädchen 2-3 ¥ und dem Reiseleiter gibt man ca. 1 US-$.

Klima

Beste Reisezeit

Das Klima ist regional sehr unterschiedlich, es reicht von alpin in den Gebirgen über subarktisch im äußersten Norden bis hin zu tropisch im Süden. Ein Satellitenfoto von China verrät auf einen Blick, wo der meiste Regen fällt und welche Regionen sehr trocken sind: Der Nordwesten, der Westen und der Norden bis auf den nordöstlichen Rand erscheinen auf dem Bild in Hellbraun, während der äußerste Norden und Nordosten sowie der Osten und der Süden des Landes in sattes Grün getaucht sind. Der meiste Regen fällt in den Sommermonaten.

Im Osten findet man zwischen Peking und dem Jangtse gemäßigtes Monsunklima. Das Klima geht von dort in südlicher Richtung zunächst in subtropisches und ganz im Süden in tropisches Klima über.

In den Küstengebieten herrscht feuchtes Klima durch den Einfluss des Monsuns.

Von der Takla Makan im Westen herrscht bis nach Peking Wüstenklima mit heißen Sommern und kalten Wintern.

Die beste Reisezeit liegt in den Monaten April bis Juni sowie September bis November. Der Norden hat mehr Sonnenstunden als der Süden.

Durch den Klimawandel kämpfen die Regionen vermehrt mit Hitzeperioden, Trockenheit, Wassermangel und Überschwemmungen. Der Norwesten hat vermehrt mit Trockenheit zu kämpfen, der Nordosten u.a. mit Hitzewellen, im Norden die Autonomen Gebiet Innere Mongolei mit Wasserknappheit. Im Süden werden immer häufiger Überschwemmungen und Trinkwassermangel beobachtet. 

Landesdaten

Vorwahl +86 Fläche(qkm) 9596960 Bevölkerung 1367485388 Bevölkerungsdichte(pro qkm) 142 Bevölkerung im Jahr 2015 Mitglied der EU No Hauptnotrufnummer 120

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