Djibouti

Afrika

Währung

Dschibuti Franc (DJF)

Einfuhrbeschränkungen in Landeswährung, je Person

frei

Ausfuhrbeschränkungen in Landeswährung, je Person

frei

Weitere von der ReiseBank empfohlene Zahlungsmittel

  • Kreditkarten eingeschränkt
  • US-Dollar Reiseschecks
  • US-Dollar-Noten
  • Aufgrund der Kurssituation sollten Sie einen Umtausch in Deutschland von EURO in die Landeswährung nur in der Höhe einer "Erstausstattung" für den Anfang der Reise vornehmen. Der Reisescheck von American Express stellt eine sichere Alternative für Ihre Reisekasse dar.

Lage

Nordostafrika, Golf von Aden.

Fläche

23.200 qkm.

Bevölkerungszahl

848.000 (UNO Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

37 pro qkm.

Hauptstadt

Djibouti. Einwohner: 610.608 (Schätzung 2009).

Staatsform

Präsidialrepublik seit 1977. Verfassung von 1992. Nationalversammlung (Assemblée Nationale) mit 65 Mitgliedern (33 Issa, 32 Afar), auf fünf Jahre gewählt. Unabhängig seit 1977 (ehemalige französische Kolonie).

Geographie

Djibouti liegt an der afrikanischen Ostküste am »Horn von Afrika« und grenzt im Südosten an Somalia, im Westen an Äthiopien, im Nordwesten an Eritrea und im Osten an den Golf von Aden. Das Land ist ein verhältnismäßig unfruchtbarer Küstenstreifen, der zwischen 20 und 90 km breit ist. Die Küste besteht aus Sandstränden, das Landesinnere überwiegend aus Halbwüste, die mit Dornbüschen, Steppe und vulkanischen Bergketten durchsetzt ist.

Sprache

Amtssprachen sind Arabisch und Französisch. Daneben werden kuschitische Sprachen der Afar und Issa gesprochen. Hotelangestellte, Taxifahrer und Geschäftsleute sprechen meist etwas Englisch.

Religion

94 % Muslime (Sunniten); römisch-katholische, protestantische und griechisch-orthodoxe Minderheiten.

Ortszeit

MEZ + 2. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Djibouti. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter + 2 Std. und im Sommer +1 Std.

Netzspannung

220 V, 50 Hz.

Regierungschef

Dileita Mohamed Dileita, 2001.

Staatsoberhaupt

Ismail Omar Guelleh, seit 1999.

Währung

1 Djibouti Franc = 100 Centimes. Währungskürzel: FD, DJF (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 10.000, 5.000, 2.000 und 1.000 FD; Münzen in den Nennbeträgen 500, 100, 50, 20, 10 und 5 FD. Die Landeswährung ist an den US-Dollar gebunden.

Geldwechsel

Ist in den großen Hotels und Banken und autorisierten Wechselstuben in der Hauptstadt möglich, die Mitnahme von US-Dollar oder Euro in ausreichender Menge wird empfohlen. Die meisten Banken befinden sich in der Nähe der Place du 27 Juin.

Kreditkarten

Werden nur von Fluggesellschaften und einigen größeren Hotels akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.

Reiseschecks

Werden im Allg. nicht angenommen, wenn sie in Fremdwährungen ausgestellt sind, es sei denn, sie sind mit dem Vermerk »Pour compte étranger« versehen.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen.

Öffnungszeiten der Banken

Sa-Do 07.15-11.45 Uhr.

Wechselkurse

 
 

FD

 

Juli '10

1 EUR

216,01

1 CHF

163,68

1 US$

175,80

Anmerkung

Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Feiertage

2010
1. Jan. Neujahr.
10. Jan. El-am-Hejir (Islamisches Neujahr).
1. Mai Tag der Arbeit.
20. März Moloud (Geburtstag des Propheten).
27. Juni Unabhängigkeitstag.
9. Juli Aufstieg des Propheten.
11. Sept. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
17. Nov. Eid al-Adha (Opferfest).
7. Dez. El-am-Hejir (Islamisches Neujahr).
25. Dez. Weihnachten.

2011
1. Jan. Neujahr.
15. Febr. Mouloud (Geburtstag des Propheten).
1. Mai Tag der Arbeit.
27. Juni Unabhängigkeitstag.
28. Juni Aufstieg des Propheten.
30. Aug. Eid al-Fitr (Ende des Ramadan).
6. Nov. Eid al-Adha (Opferfest).
26. Nov. El-am-Hejir (Islamic New Year).
25. Dez. Weihnachten.

Feiertage

Die oben angegebenen Daten für islamische Feiertage sind nach dem Mondkalender berechnet und verschieben sich daher von Jahr zu Jahr. Während des Fastenmonats Ramadan, der dem Festtag Eid al-Fitr vorangeht, essen Muslime nicht während des Tages, sondern erst nach Sonnenuntergang, wodurch es zu Unterbrechungen oder Abweichungen im normalen Geschäftsablauf kommen kann. Viele Restaurants sind tagsüber geschlossen, und der Genuss von Alkohol und Zigaretten kann begrenzt werden. Einige Unterbrechungen können auch während des Eid al-Fitr auftreten. Dieses Fest, ebenso wie das Eid al-Adha, hat keine bestimmte Zeitdauer und kann je nach Region 2-10 Tage dauern.

Erforderliche Impfungen

Art Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen Impfbescheinigung erforderlich?
Gelbfieber Nein 1
Cholera 2 Nein
Typhus & Polio Ja -
Malaria 3 -
Essen & Trinken 4 -

Vorsichtsmaßnahmen

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für Hepatitis A. Impfschutz gegen Hepatitis A wird empfohlen. Hepatitis B ist hochendemisch. Bei Langzeitaufenthalten und für Kinder und Jugendliche ist auch ein Impfschutz gegen Hepatitis B sinnvoll.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Alljährlich werden während der Trockenzeit bzw. der "Harmattan Saison", die von Oktober bis Mai anhält, vermehrt Meningokokken-Meningitis Erkrankungen registriert. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Tollwut kommt vor. Überträger sind u.a. Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Das Zeckenbissfieber tritt landesweit auf.

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung ist unzureichend, Medikamente, Verbandsstoffe, medizinische Instrumente und Hilfsmittel müssen vor der Behandlung in Apotheken erworben werden. Krankenhäuser bieten in keinem Fall westlichen Standard. Ernstere Erkrankungen sollten deshalb in anderen Ländern behandelt werden.

Es sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass man nicht bereits abgelaufene Medikamente kauft und dass es sich um Produkte aus zuverlässiger Produktion handelt (US, Europa). Die Mitnahme einer Reiseapotheke ist ratsam, sie sollte unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Bei Reisen ins Landesinnere sollten ausreichende Trinkwasservorräte mitgenommen werden.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.

Anmerkung

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben sowie Transitreisende, die in Djibouti das Flugzeug nicht wechseln.

[2] Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Um sich zu schützen, sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Vor dem Verzehr von Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

[3] Hohes Malariarisiko ganzjährig landesweit, auch in Städten. Für die im ganzen Land verbreitete gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum (95 %) wurde Chloroquinresistenz gemeldet.

[4] Landesweit besteht eine erhöhte Gefahr für Magen- und Darminfektionen. Trinkwasser ist gechlort und relativ sauber, kann jedoch u. U. leichte Magenverstimmungen hervorrufen. Während der ersten Urlaubstage wird daher abgefülltes Wasser empfohlen. Trinkwasser in versiegelten Flaschen gilt als unbedenklich. Das Wasser außerhalb der größeren Städte kann verunreinigt sein und sollte vor Gebrauch sterilisiert werden. Auf Reisen ins Landesinnere wird die Mitnahme eines ausreichenden Trinkwasservorrats empfohlen.

Milch ist nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und heiß serviert essen. Der Genuss von Schweinefleisch, rohen Salaten und Mayonnaise sollte vermieden werden. Obst sollte geschält und Gemüse gekocht werden. Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt.

Klima

Zwischen Juni und August, wenn der Khamsin weht, sehr heiß und trocken. Zwischen Oktober und April kühler mit gelegentlichen Regenschauern.

Anmerkung

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl. Es gibt Kartentelefone im Stadtzentrum von Djibouti.

Mobiltelefon

GSM 900. Netzbetreiber ist die Djibouti Telecom SA. Mobiltelefone können im Hauptpostamt gemietet werden. Mit der Schweiz besteht seit November 2004 ein Roaming-Vertrag. Es besteht auch ein AMPS- Netzwerk, aber der Sendeempfang beschränkt sich auf die Hauptstadt und nähere Umgebung.

Fax

Es gibt keine öffentlichen Anschlüsse.

Internet/E-Mail

Internetzugang steht im Hauptpostamt und in größeren Hotels zur Verfügung. Es gibt Internetcafés in Djibouti. Internetanbieter: Société des Télécommunications Internationales de Djibouti (Internet: www.intnet.dj).

Telegramme

Können zwischen 07.00-20.00 Uhr im Hauptpostamt in Djibouti aufgegeben werden. Man kann Telegramme auch vom Telegraphenamt abschicken.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Das Hauptpostamt befindet sich im Zentrum von Djibouti gegenüber vom Hauptkommissariat. Luftpost nach Europa benötigt ca. eine Woche, auf dem Seeweg drei Wochen.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Office National du Tourisme de Djibouti (ONTD)

Place du 27 Juin, BP 1938, DJ-Djibouti
Tel: 35 37 90, 35 28 00.

Ambassade de la République Djibouti

26 Rue Emile Ménier, F-75116 Paris
Tel: (+33) (01) 47 27 49 22.
Mo-Fr 09.00-16.00 Uhr;
(auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig).
Anmerkung: Visa werden auch von der französischen Botschaft in Berlin ausgestellt (s. Frankreich).

Honorarkonsulat von Djibouti

(ohne Visumerteilung)
Reinlgasse 5-9, A-1140 Wien
Tel: (01) 982 23 57, 982 26 28.
Termine nach Vereinbarung.

Essen & Trinken

Es gibt Restaurants mit französischen, vietnamesischen, chinesischen, arabischen und einheimischen Spezialitäten wie im Ofen gebackener oder gegrillter, scharf gewürzter Fisch sowie Hammel- oder Ziegeneintopf. Alkohol wird nur an Nichtmoslems und ausgeschenkt und ist in Gebieten mit vorwiegend islamischer Bevölkerung unüblich (besonders während des Ramadan). Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit, außer in Restaurants mit Ausschanklizenz, ist verboten.

Einkaufstipps

Auf den Märkten werden einheimische Handarbeiten angeboten. Öffnungszeiten der Geschäfte: i. Allg. Sa-Do 07.30-12.00 und 16.00-19.00 Uhr.

Sport

Die Strände von Doralé und Kor Ambad, etwa 15 km von der Hauptstadt entfernt, bieten ideale Bademöglichkeiten. Im Golf von Tadjoura (besonders bei Obock und Tadjoura) findet man farbenprächtige Fisch- und Korallenarten. Tauchen, Schnorcheln und Unterwasserfotografie sind hier besonders zu empfehlen. Von September bis Mai ist das Meer besonders klar. Bergsteigen bietet sich im Vulkangebirge bei Tadjoura an. Windsurfen ist sowohl im Meer als auch auf dem Trockenen im östlichen Ende der Salzebene Petit Bara möglich. Jagen ist überall verboten.

Sitten & Gebräuche

Legere Kleidung wird akzeptiert. Einheimische islamische Sitten sollten respektiert werden. Badekleidung gehört an den Strand. Fotografieren: Es ist strikt verboten, militärische und sicherheitsrelevante Einrichtungen (z.B. Flughafen, Brücken, Hafenanlagen, Regierungsgebäude etc.) zu fotografieren. Trinkgeld: Taxifahrer erwarten kein Trinkgeld. Es gibt einen festgesetzten Tarif, aber Besucher zahlen normalerweise mehr. 10% für Bedienung wird auf die Rechnung aufgeschlagen.

Reisehinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 15.12.2009

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Die Spannungen im Grenzbereich zwischen Eritrea und Dschibuti bestehen fort. Seit April 2008 sind eritreische und dschibutische Truppen an der gemeinsamen Grenze im Nordosten Dschibutis stationiert. Es wird davon abgeraten, sich auf dem Land- oder Luftwege oder zu Wasser in die dschibutisch-eritreische Grenzregion zu begeben.

Terrorismus / Kriminalität

Touristische und geschäftliche Aufenthalte in Dschibuti-Stadt und Umgebung verlaufen in aller Regel problemlos.

Allerdings sind auch bei Fehlen aktueller Hinweise durch die exponierte Lage Dschibutis am Horn von Afrika und die hohe westliche Truppenpräsenz Anschläge terroristischer Gruppen nicht auszuschließen. Es wird bei Reisen nach Dschibuti grundsätzlich zu erhöhter Aufmerksamkeit, Beachtung der aktuellen Nachrichten und Vermeiden von Menschenansammlungen oder Demonstrationen geraten.

In wenig bevölkerten und grenznahen Landesteilen Dschibutis (nördlich des Golfs von Tadjoura, westlich des Lac Assal, südlich an der Grenze zu Somalia/Somaliland) sind reguläre Sicherheitskräfte nur spärlich vertreten. Es besteht das Risiko bewaffneter Zwischenfälle, da sich noch viele Waffen aus dem Bürgerkrieg vor wenigen Jahren in Umlauf befinden. Die Region Mabla (nördlich von Tadjoura) gilt wegen kleinerer noch vorhandener Rebellengruppen als unsicher.

Nördlich der gedachten Linie Balho - Addailou - Godoria hat das dschibutische Militär eine Sperrzone eingerichtet, die nicht betreten werden kann.

Piraterie

Wegen Piratenüberfällen wird für die Schifffahrt östlich von Dschibuti entlang der somalischen Küste auf die Reisewarnung für Somalia und den Golf von Aden verwiesen.

Reisen über Land / Straßen- und Zugverkehr

Bei Überlandsfahrten besteht eine erhöhte Unfallgefahr durch nicht angepasste Geschwindigkeit, Gegenverkehr und Straßenschäden. Nachtfahrten sollten vermieden werden.

Auf wenig befahrenen Straßen wird zu Konvoifahrten mit umfangreichen Wasser- und Treibstoffreserven geraten.

Bei Unfällen bitte die Polizei holen (Notfalltelefonnummer 17) und einen Unfallbericht erstellen lassen.

Vor der Weiterfahrt über Obock hinaus nach Ras Siyyan sollte Kontakt mit den dschibutischen Behörden in Tadjoura oder Obock aufgenommen werden. Eine Registrierung von Abfahrt und Rückkehr beim Posten der französischen Armee in Weah ist möglich.

Passagierzüge der Strecke Dschibuti-Dire Dawa (von Ausländern allerdings kaum benutzt) stellen wegen des schlechten Streckenzustands, der häufiger zu Entgleisungen führt, ein generelles Sicherheitsrisiko dar, waren aber auch in früheren Jahren mehrfach

das Ziel von Sabotageakten und Sprengstoffattentaten.

Minengefahr

2004 erklärte die Regierung mehrere Minenräumprojekte für erfolgreich abgeschlossen. Dennoch sollten die Küstenstraße nach Obock und andere Pisten nicht verlassen werden.

Nützliche Telefonnummern (Vorwahl jeweils 00253)

Polizeikommissariat in Dschibuti: 35 38 91

Gendarmerie Ali-Sabieh: 42 60 33

Gendarmerie Arta: 42 20 69

Gendarmerie Dikil: 42 00 81

Gendarmerie Obock: 42 81 68

Gendarmerie Tadjourah: 42 40 56.

Übersicht

Land Reisepass Visum Ruckreiseticket
Deutschland Ja Ja Ja
Österreich Ja Ja Ja
Schweiz Ja Ja Ja
Andere EU-Länder Ja Ja Ja
Türken Ja Ja Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Eigener Reisepass. 

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türken: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern. Minderjährige, die allein oder mit nur einem Elternteil reisen, benötigen eine Einverständniserklärung der Eltern bzw. des anderen Elternteils in französischer Sprache.

Visum

Allgemein erforderlich.

Visum bei der Einreise:
Es wird empfohlen, Visa vor der Abreise zu beantragen, weil die Visumausstellung am Flughafen Djibouti-Ambouli sehr zeitraubend ist (Gebühren: 5.000 FD (ca. 23 €)).

Transit

Transitreisende, die mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Ausgenommen sind Staatsangehörige von Israel, denen die Einreise und der Transit verweigert wird.

Visaarten

Einreise- (Visa de Séjour), Touristen- (Visa de Tourisme), Geschäfts- (Visa d'affaires) und Transitvisa (Visa de Transit). Transitvisa werden normalerweise für 10 Tage ausgestellt. Die Visaausstellung hängt von der Nationalität des Besuchers ab. Eine Verlängerungsmöglichkeit besteht vor Ort, Anträge sind an die Einreisebehörden zu stellen.

Visagebühren

Deutschland, Österreich, Schweiz

Visum für einen Aufenthalt von bis zu 10 Tagen
bei der Botschaft von Frankreich in Berlin: 60 €.

Einreisevisum bei der Botschaft von Djibouti in Paris: 50 € + 7 € Porto.

Transitvisum:
 60 €.

Gültigkeitsdauer

Unterschiedlich. Visa werden im Normalfall für bis zu 10 Tage, in Paris für maximal 3 Monate ausgestellt. Verlängerungsmöglichkeit vor Ort beim Hauptquartier der Nationalpolizei.

Antragstellung

Botschaft in Paris (s. Kontaktadressen) oder französische Botschaft in Berlin (s. Frankreich).

Bearbeitungszeit

Mindestens 4 Wochen (bei postalischer Beantragung in Paris) bzw. mind. 1 Woche (bei postalischer Antragstellung in Berlin). Expressausstellung ist möglich. Bei persönlicher Antragstellung ist die sofortige Ausstellung i. d. R. möglich.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Flugzeug

Die in Djibouti ansässige Fluggesellschaft Daallo Airlines (D3) (Internet: www.daallo.com) fliegt von Paris nach Djibouti.

Weiterhin gibt es Verbindungen von Europa u.a. mit Ethiopian Airlines (ET).

Flughafengebühren

Keine.

Internationale Flughäfen

Djibouti International Ambouli (JIB) liegt 5 km südlich der Stadt. Taxistand, Bars, Cafeteria, Wechselstube, Gepäckaufbewahrung und Duty-free-Shop.

Bahn

Die Djibouti-Ethiopian Railway verkehrt täglich zwischen Addis Abeba und Djibouti. Touristen und Geschäftsreisende sollten nur 1. Klasse reisen. Die Züge sind in schlechtem technischen Zustand und unzuverlässig. Wegen der gespannten politischen Situation ergeben sich Sicherheitsrisiken für Reisende.

Bus/Pkw

Es gibt Straßenverbindungen von Djibouti nach Assab (Eritrea) und nach Westen über Dikhil nach Addis Abeba (Äthiopien).

Busse
fahren nach Loyoda an der somalischen Grenze.

Der Straßenzustand ist schlecht und Reisende sollten sich des Risikos der persönlichen Sicherheit bewusst sein. Von Reisen ins benachbarte Somalia und Äthiopien wird wegend der gespannten politischen Situation abgeraten. Reisen nach Eritrea sind derzeit möglich.

Flugzeug

Private Charterflüge können gebucht werden.

Schiff

Es gibt Fähren von Djibouti nach Tadjoura und Obock (an der Nordostküste des Golfs von Tadjoura) (Fahrzeit 3 Std.).

Bahn

Auf der einzigen Bahnstrecke fahren täglich Züge zur Grenze nach Äthiopien (s. Reiseverkehr-International).

Bus/Pkw

Es gibt Busverbindungen von Djibouti in nahezu alle Städte landesweit. Da Busse nicht nach Fahrplan, sondern erst abfahren, wenn sie voll sind, können sich lange Wartezeiten ergeben. Eine neue Straße führt von Djibouti nach Tadjoura. Aufgrund des schlechten Straßenzustands sind geländegängige Fahrzeuge empfehlenswert. Die Asphaltstraße sollte wegen der allgemeinen Gefahr von Landminen nicht verlassen werden. Ausreichend Wasser und Benzin sollten mitgeführt werden.

Mietwagen
sind am Flughafen und in Djibouti erhältlich.

Unterlagen:
Internationaler Führerschein empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Unter Vorlage des eigenen Führerscheins erhält man einen befristeten Landesführerschein. Ein Versicherungsnachweis ist nicht nötig.

Stadtverkehr

In Djibouti verkehren Minibusse mit Einheitsfahrpreisen, die nach Bedarf halten. Taxis gibt es in Djibouti, am Flughafen sowie in Ali-Sabieh, Dikhil, Dorale und Arta. Nach Einbruch der Dunkelheit wird ein Zuschlag von 50% berechnet.

Urlaubsorte & Ausflüge

Djibouti liegt im Afar-Dreieck, einer der heißesten und abgelegensten Regionen der Welt. Die Stadt wurde im 19. Jahrhundert gegründet und bietet einen ausgezeichneten Markt, den Marché Central, in der Nähe der Moschee sowie einiger guter Restaurants. Sehenswert ist auch der Hafen, in dem Fischerboote und die traditionellen arabischen Segelschiffe (Dhaus) liegen, und das Aquarium Tropical de Djibouti, in dem man die Unterwasserwelt des Roten Meeres bestaunen kann. Das Aquarium ist täglich (außer während des Ramadans) von 16.00-18.30 Uhr geöffnet. Man kann Bootsausflüge zu den Inseln Maskali und Moucha im Golf von Tadjoura unternehmen. Doralé ist 11 km und Kor Ambad 14 km von der Hauptstadt entfernt, beide Orte haben herrliche Strände. Das Land besteht größtenteils aus Wüste und liegt in einem Senkgraben, der am Rand ins äthiopische Hochland übergeht. Der größte Teil des Landes liegt unter dem Meeresspiegel. Der Assal-See (100 km südwestlich der Hauptstadt) liegt 150 m unter dem Meeresspiegel in einem der tiefstgelegenen Gebiete der Welt. Wie viele andere Regionen kann er nur mit einem Fahrzeug mit Allradantrieb erreicht werden. In der Nähe liegt der Lac Goubet, ein Meerwassersee, der im Volksmund den Namen »Teufelsgrube« trägt. Beide Seen sind umgeben von einer öden Mondlandschaft aus erloschenen Vulkanen und schwarzem Lavagestein. Der Abbé-See an der äthiopischen Grenze ist die Heimat Tausender Flamingos und Pelikanen. Auf dem Weg von Djibouti nach Ali-Sabieh durchquert man zwei beeindruckende Wüstenebenen, die Salzpfannen Petit Bara und Grand Bara. Der große Markt ist die Hauptattraktion von Ali-Sabieh. Im Stadtzentrum gibt es noch mehrere traditionelle Afar-Hütten. Am Nordufer des Golf von Tadjoura kann man wunderbar tauchen. Hier liegen die Hafenstädte Obock und Tadjoura. Tadjoura hat sieben Moscheen und gute Strände. Das vorgelagerte Korallenriff bietet hervorragende Tauch- und Schnorchelgründe. Unmittelbar hinter der Stadt erheben sich markante Vulkanberge von bis zu 1300 m Höhe. Der Godaberg-Nationalpark liegt im Landesinneren.

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt:
ca. 1,885 Mio. US$ (2008)
pro Kopf: ca. 3.700 US$ (2008)

Wachstumsrate: ca. 5,8 % (2008)

Arbeitslosenrate: ca. 59 % (2007)

Inflationsrate: ca. 5 % (2007)

Bevölkerung unter der Armutsgrenze: ca. 42 % (2007)

Anteil der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt:
Landwirtschaft: ca. 3,2 % (2006)
Industrie: ca. 14,9 % (2006)
Dienstleistungen: ca. 81,9 % (2006)

Wichtige Wirtschaftszweige:
Viehzucht, Transport- und Bankwesen

Außenhandel
Importe: ca. 1,555 Mrd. US$ (2006)
Exporte: ca. 340 Mio. US$ (2006)

Wichtige Handelsbeziehungen:
Somalia, Jemen, Saudi-Arabien, Indien, Äthiopien, China (VR), Frankreich

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen und Sonderorganisationen, Organisation für Afrikanische Einheit, Arabische Liga, Organisation der Islamischen Konferenz, Blockfreien-Bewegung, AKP-Staat, IGAD (Intergovernmental Authority on Development), Communauté des Etats sahéliens-sahariens, Comesa (Common Market for Eastern and Southern Africa)

Umgangsformen

Leichte Tropenanzüge bzw. Sommerkleider sind für Geschäftstermine angebracht. Französisch ist Geschäftssprache. Dolmetscher- und Übersetzerdienste stehen begrenzt zur Verfügung. Geschäftszeiten: Sa-Do 06.20-13.00 Uhr.

Kontaktadressen

Arabisch-Deutsche Vereinigung für Handel und Industrie e.V
Garnisonskirchplatz 1, D-10178 Berlin
Tel: (030) 278 90 70.
Internet: www.ghorfa.de

Österreichisch-Arabische Handelskammer
Lobkowitzplatz 1, A-1015 Wien
Tel: (01) 513 39 65.
Internet: www.aacc.at

Chambre Internationale de Commerce et d’Industrie de Djibouti (Industrie- und Handelskammer)
Place de Lagarde, BP 84, Djibouti
Tel: 35 10 70.

zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Djibouti eingeführt werden:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Spirituosen und 2 l Wein;
Parfüm und Eau de Toilette für den persönlichen Gebrauch.

Einfuhrverbot

Drogen, pornographisches Material, Waffen.

Einfuhrbestimmungen

S. Frankreich.