Foto: Iguaçu Wasserfälle (Horst Uhlen)
© Horst Uhlen
Quelle: www.aboutpixel.de

Brasilien

Südamerika

Währung

Real (BRL)

Einfuhrbeschränkungen in Landeswährung, je Person

frei

Ausfuhrbeschränkungen in Landeswährung, je Person

frei

Weitere von der ReiseBank empfohlene Zahlungsmittel

  • Landeswährung
  • Kreditkarten eingeschränkt
  • Euro-Reiseschecks
  • US-Dollar Reiseschecks
  • Aufgrund der Kurssituation sollten Sie einen Umtausch in Deutschland von EURO in die Landeswährung nur in der Höhe einer "Erstausstattung" für den Anfang der Reise vornehmen. Der Reisescheck von American Express stellt eine sichere Alternative für Ihre Reisekasse dar.

Lage

Südamerika.

Fläche

8.511.965 qkm.

Bevölkerungszahl

192.000.000 (offizielle Schätzung 2008)

Bevölkerungsdichte

22,5 pro qkm.

Hauptstadt

Brasília. Einwohner: 2.300.000 (offizielle Schätzung 2008).

Staatsform

Bundesrepublik seit 1988. Verfassung von 1988, letzte Änderung 1997. Zweikammern-Bundesparlament: Abgeordnetenhaus (513 Mitglieder) und Senat (81 Mitglieder). Direktwahl des Staatsoberhauptes alle 4 Jahre (einmalige Wiederwahl). Die 26 Bundesstaaten haben eigene Länderparlamente, denen jeweils ein Gouverneur vorsteht. Unabhängig seit 1822 (ehemalige portugiesische Kolonie).

Geographie

Brasilien bedeckt fast die Hälfte Südamerikas (fünftgrößtes Land der Erde) und grenzt mit Ausnahme Chiles und Ecuadors an alle südamerikanischen Länder. Der Atlantik bildet die östliche Grenze. Das Land besteht zu ca. 60% aus Hochebene und zu 40% aus Flachland. Im Süden, am Dreiländereck Brasilien, Argentinien, Paraguay, befinden sich die Iguaçu-Fälle mitten im Dschungel. Die Guyana-Hochebene nördlich des Amazonas besteht teils aus dichten Wäldern, teils aus Steinwüste. Zwischen dem Amazonas und den Flüssen des Südens liegt der Bundesstaat Mato Grosso, Brasiliens riesige Hochebene. Die Berge im Südosten, Sierra da Mantiqueira, erreichen eine Höhe von rund 2800 m. Niedrigere Berge, z. B. in Rio de Janeiro, bilden eine Barriere an der Atlantikküste, die durch zahlreiche Lagunen durchbrochen wird. Die Bundesstaaten Minas Gerais (im Süden), São Paulo, Rio de Janeiro und Paraná sind dicht besiedelt.

Sprache

Amtssprache ist Portugiesisch. Englisch und Spanisch wird vereinzelt gesprochen. Im Süden wird auch Deutsch gesprochen, besonders in Santa Catarina, Rio Grande do Sul und Paraná ebenso Französisch und Italienisch; rund 180 Indianersprachen.

Religion

73,6% römisch-katholisch; 15,4% Protestanten, andere christliche Gemeinschaften, Minderheiten von Buddhisten, Bahai, Muslimen und Juden; Naturreligionen und afrobrasilianische Kulte.

Ortszeit

Brasilien hat mehrere Zeitzonen:

Brasilien-Zeit (Hauptstadtgebiet und Südregion (Rio de Janeiro, Sao Paolo, Santa Catarina etc.): MEZ -4. Sommerzeit MEZ -5 Std. Sommerzeitumstellung: Sonntag nach 15.Oktober bis Sonntag nach 15. Februar.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) und im Sommer (in Mitteleuropa) jeweils -5 Std. Im März beträgt die Differenz zu Mitteleuropa - 4 Std.

Mittel- und Ostregionen (Bahia, Para, Rondonia, Pernambuco, Tocantins, Sergipe): MEZ -4. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) -4 Std. und im Sommer (in Mitteleuropa) -5 Std.
 
Westen (Mato grosso do Sul, Mato Grosso): MEZ -5. Sommerzeit MEZ -6 Std. Sommerzeitumstellung. Sonntag nach 15.Oktober bis Sonntag nach 15. Februar.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) und im Sommer (in Mitteleuropa) jeweils -6 Std. Im März beträgt die Differenz zu Mitteleuropa - 5 Std.

Acre-Zeit (Acre und der südwestliche Teil des Staates Amazonas):
MEZ - 6. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter (in Mitteleuropa) -6 Std. und im Sommer (in Mitteleuropa) -7 Std.

Netzspannung

Salvador (Bahia) und Manaus: 127 V / 60 Hz;
Brasília und Recife: 220 V, 60 Hz;
Rio de Janeiro und São Paulo 110/220 V, 60 Hz.

Zweipolige Stecker.

Regierungschef

Luiz Inácio Lula da Silva, seit 2003.

Staatsoberhaupt

Luiz Inácio Lula da Silva, seit 2003.

Währung

1 Real = 100 Centavos. Währungskürzel: R$, BRL (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 BRL; Münzen in den Nennbeträgen 1 BRL und 50, 25, 10, 5 und 1 Centavos.

Geldwechsel

Fast alle Banken, Wechselstuben, Reisebüros und autorisierte Hotels wechseln Reiseschecks und ausländische Währungen. In den Großstädten gibt es Geldautomaten, an denen Bargeld in Landeswährung abgehoben werden kann. Vorsichtshalber sollte man jedoch bereits am Flughafen mit einer Kreditkarte Bargeld abheben oder Reiseschecks (s. Reiseschecks) mit sich führen.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.

Kreditkarten

Die meisten internationalen Kreditkarten werden in Brasilien überall akzeptiert. American Express, MasterCard, Diners Club und Visa werden weitgehend akzeptiert, Eurocard ist weniger gebräuchlich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Hotels, Restaurants, Geschäfte, Reisebüros und Autoverleiher akzeptieren Kreditkarten.

Reiseschecks

Reiseschecks sollten in US-Dollar oder in Euro ausgestellt sein, werden aber immer weniger akzeptiert.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen ist unbeschränkt; Deklarationspflicht für Beträge ab dem Gegenwert von 10.000 BRL.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Fr 10.00-16.00 Uhr.

Wechselkurse

 
 

BRL

 

Juli '10

1 EUR
2,21

1 CHF

1,68

1 US$

1,80

Anmerkung

Feiertage, die auf einen Wochentag fallen, werden auf den vorhergehenden Montag verlegt, ausgenommen sind Neujahr, Tag der Arbeit, Unabhängigkeitstag, Weihnachten und Karfreitag.

*Feiertage werden nur Regional eingehalten.

Feiertage

2010
1. Jan.
Neujahr.
20. Jan.* Tag der Stadt Rio de Janeiro.
25. Jan.* Tag der Stadt São Paulo.
12.-17. Febr. Karneval.
2. April Karfreitag.
5. April Ostermontag.
21. April Tiradentes-Tag (Entdeckung Brasiliens).
1. Mai Tag der Arbeit.
3. Juni Fronleichnam.
7. Sept. Unabhängigkeitstag.
12. Okt. Mariä Erscheinung.
2. Nov. Allerseelen.
15. Nov. Tag der Republik.
24. Dez. Heiligabend.
25. Dez. Weihnachten.
31. Dez. Silvester.

2011
1. Jan. Naujahr.
20. Jan. *Tag der Stadt Rio de Janeiro.
25. Jan. *Tag der Stadt São Paulo.
4.-8. März Karneval.
21. April Tiradentes-Tag (Entdeckung Brasiliens).
22 Apr Karfreitag.
1. Mai Tag der Arbeit.
23. Juni Fronleichnam.
7. Sept. Unabhängigkeitstag.
12. Okt. Mariä Erscheinung.
2. Nov. Allerseelen.
15. Nov. Tag der Republik.
24. Dez. Heiligabend.
25. Dez. Weihnachten.

Feiertage

Feiertage, die auf einen Wochentag fallen, werden auf den vorhergehenden Montag verlegt, ausgenommen sind Neujahr, Tag der Arbeit, Unabhängigkeitstag, Weihnachten und Karfreitag.

*Feiertage werden nur Regional eingehalten.

Erforderliche Impfungen

Art Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen Impfbescheinigung erforderlich?
Gelbfieber Ja 1
Cholera 2 Nein
Typhus & Polio 3 Nein
Malaria 4 -
Essen & Trinken 5 -

Vorsichtsmaßnahmen

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor. Herdförmiges Vorkommen im Norden und Osten, im Mato Grosso und Amazonasbecken. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Während des Sommers muss im Süden Brasiliens, insbesonders in den Bundesstaaten Rio de Janeiro und Sao Paulo, wieder mit neuen Ausbrüchen von Dengue-Fieber gerechnet werden. Im Norden besteht ein ganzjährigen Risiko; dort sind vor allem die Staaten Ceara, Bahia, Maranhao, Paraiba, Pernambuco und Piaui betroffen. Schutz vor tag- und nachtaktiven Überträgermücken beachten. 

Landesweit tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.

Empfohlener Impfschutz gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über einem Monat auch Hepatitis B. Vorkommen von Hepatitis B vor allem im Amazonasbecken.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Leishmaniose kommt landesweit, besonders aber in der Küstenregion vor. Auch hier empfiehlt sich ein Insektenschutz.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor allem in den Slums der östlichen Großstädte vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden.

Fälle der Pest sind vereinzelt im Nordosten in Bahia und Paraiba aufgetreten. Der Schutz vor Ratten und Flöhen durch sichere Schlafplätze und häufigeres Wäschewechseln sowie das Fernhalten von bereits Erkrankten reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflich in Pestgebieten Tätigen empfiehlt sich die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.

Tollwut kommt landesweit vor. Überträger sind vor allem in den Bundesstaaten Maranhão und Pará Flughunde ("Vampire"), aber auch Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse. Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Gesundheitsvorsorge

Die medizinische Versorgung im Lande ist, soweit es sich um die größeren Städte handelt, mit der in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Deutsch-, französisch- oder englischsprachige Ärzte sind in allen größeren Städten zu finden. Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Das Hauptkrankenhaus in São Paulo ist das Hospital das Clinicas. Die Kosten der medizinischen Behandlungen sind hoch.

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen.

Gesundheitszeugnis

Für eine Arbeitserlaubnis sind ein Gesundheitszeugnis sowie ein negativer HIV-Test in deutscher und portugiesischer Sprache erforderlich.

Anmerkung

[1] Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als neun Monate sind und innerhalb von sechs Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet einreisen, sofern sie nicht im Besitz einer ärztlichen Bescheinigung sind, die bestätigt, dass eine Kontraindikation vorliegt. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben. Der Impfung muss bei der Reise mindestens 10 Tage zurückliegen.

Unabhängig von den offiziellen Impfbestimmungen wird eine Gelbfieber-Impfung vom Auswärtigen Amt beim Besuch in jedem Gelbfiebergebiet von Brasilien dringend angeraten. Zu diesen Gebieten zählen die Hauptstadt Brasilia sowie Acra, Amapá, Amazonas, Distrito Federal, Goiás, Iguazu-Wasserfälle, Maranhão, Mato Grosso, Mato Grosso do Sul, Roraima, Pará, Rondônia, Tocantis und bestimmte Regionen von Minas Gerais, Bahia, Espirito Santo, Parana, Piaui, Rio Grande so Sul, Santa Catarina und Sao Paulo sowie im Dreiländerdreieck im Grenzgebiet zu Paraguay und in den angrenzenden argentinischen Provinzen entlang des Uruguay.

[2]
Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist für die Einreise nicht erforderlich, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Die Infektionsgebiete liegen in den Staaten Alagoas, Bahia, Paraíba, Pernambuco und Sergipe.

[3]
Typhus kommt vor. Eine Impfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen.

[4]
Die weniger gefährliche Malaria-Art Plasmodium vivax und die gefährlichere Form Plasmodium falciparum herrschen vor. Es gibt weitaus mehr Infizierungen mit Plasmodium vivax als mit Plasmodium falciparum. Die weniger häufig vorkommende Form Plasmodium falciparum ist gegen Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethamin äußerst resistent. Empfohlen wird der Impfstoff Mefloquine.

In den Amazonasgebieten sowie in den Bergbau- und Agrargebieten und in den Provinzen Amapá (im Norden und im Jari-Tal), Rondonia (im Norden und Nordwesten)und Roraima (im Westen) besteht ein hohes Malariarisiko. Malariaschutz ist ebenfalls ganzjährig erforderlich in den meisten bewaldeten Gebieten unter 900 m, in einigen ländlichen Gegenden der Bundesstaaten Acre (in den Tallagen und entlang des Highways zwischen Tarauacá und Cruzeiro), Amazonas, Maranhão (der westliche Teil), Mato Grosso (der nördliche Teil), Pará (außer Belém-Stadt) und Tocantins (vor allem nördliche und zentrale Araguaia-Region und in einigen südlichen Bezirken) sowie am Stadtrand von Boa Vista, Macapá, Manaus, Maraba, Pôrto Velho, Rio Branco und Santarém.

[5]
Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden oder abgepackt gekauft werden. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser weiterverarbeiten. Einheimische Milchprodukte außerhalb der Städte vermeiden. Fleisch- oder Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß serviert gegessen werden. Den Genuss von Schweinefleisch, Mayonnaise und Salat am besten vermeiden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden.

Aktueller Hinweis

Dengue: Aus der Küstenregion von Sao Paulo wird eine Dengue-Epidemie mit ca. 1.000 bestätigten Fällen und 7 Toten gemeldet. Stark betroffen sind auch die Stadt Ribeirao Preto (ca. 300 km nördlich von Sao Paulo) sowie die Bundesstaaten Rio Grande do Sul und Mato Grosso do Sul im Süden des Landes. Da es keine Impfung gibt, wird Reisenden empfohlen, sich über wirksamen Mückenschutz eingehend zu informieren.

Gelbfieber: 2009 wurden 43 Gelbfieber-Erkrankungen mit 16 Todesfällen in den Bundesstaaten Sao Paulo und Rio Grande do Sul registriert. Impfschutz bei Reisen ins Landesinnere dringend empfohlen; das gilt auch für Städte sowie für den Iguazú-Nationalpark.

Klima

Trockenes Buschland im Landesinneren, Regenwald am Amazonas und Strände an der Ostküste sorgen für ein regional stark unterschiedliches Klima. Im Süden sind Temperaturen gemäßigter. Regenzeit im Norden Januar - April, im Nordosten April - Juli und in der Gegend Rio/São Paulo November - März.

Anmerkung

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl.

Mobiltelefon

Analoge und digitale Netze; es gibt verschiedene Netzbetreiber, unter anderen TCO (Internet: www.tco.com.br) und Americel (Internet: www.americel.com.br). Seit kurzem gibt es auch GSM 1800 Netzwerke, Hauptnetzbetreiber sind TNL PCS SA (Internet: www.oi.com.br), SERCOMTEL, Brasil Telecom Celular, TIM Brasil (Internet: www.timbrasil.com.br) und Claro.
Hinweis: Im Umkreis von 3 km von Flughäfen, insbesondere Rio und Sao Paulo, sollten Mobiltelefone nicht eingeschaltet werden, um unberechtigte Nutzung des Telefonanschlusses durch Dritte zu vermeiden.

Fax

In den Hauptpostämtern der Großstädte und in großen Hotels.

Internet/E-Mail

Zu den Hauptanbietern zählt Terra (Internet: www.terra.com.br); Internetcafés findet man in größeren Städten. Einige Hotels bieten ihren Gästen Internetanschlüsse. Oft gibt es auch auf Flughäfen und manchmal auch in Postämtern Zugang zum Netz.

Telegramme

Internationale Telegramme können fast überall aufgegeben werden. In Rio de Janeiro (Praca Mauá 7) und in São Paulo stehen die Büros der Embratel zur Verfügung.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Der Postverkehr ist verhältnismäßig zuverlässig. Wer Briefe per Einschreiben schickt oder eine Frankiermaschine benutzt, umgeht das Risiko, dass die Briefmarke abgelöst wird. Luftpost nach Europa benötigt 4-6 Tage, auf dem Seeweg mindestens 4 Wochen.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Brasilianisches Fremdenverkehrsamt

Börsenplatz 4, 60313 Frankfurt/a.M.
Tel: (069) 96 23 87 33.
Internet: www.braziltour.com

EMBRATUR - Instituto Brasileiro de Turismo

SQN, Quadra 02, Bloco G, 1o. andar, BR-70712-907 Brasília-DF
Tel: (061) 34 29 77 77.
Internet: http://www.turismo.gov.br/ und http://www.braziltour.com/
Zweigstelle in Rio de Janeiro.

Botschaft der Föderativen Republik Brasilien

Wallstraße 57, D-10179 Berlin
Tel: (030) 72 62 80.
Konsularabt.: Tel: (030) 72 62 86 00 (allg. Fragen).
Internet: www.brasilianische-botschaft.de
Mo-Fr 08.30-13.00 Uhr. Konsularabt.: Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr.
Generalkonsulate in Frankfurt/M (Tel: (069) 920 74 20) und München (Tel: (089) 210 37 60).
Honorarkonsulate in Aachen, Bremen, Hannover, Hamburg, Stein bei Nürnberg und Stuttgart.

Botschaft der Föderativen Republik Brasilien

Pestalozzigasse 4/2, A-1010 Wien
Tel: (01) 512 06 31. Konsularabt.: Tel: (01) 512 06 32.
Internet: www.brazil.or.at
Mo-Fr 10.00-13.00  und 15.00-17.00 Uhr (Publikumsverkehr). Konsularabt.: Mo-Fr 9.00-15.00 Uhr.
Honorarkonsulate in Graz, Innsbruck, Linz, Hard und Salzburg.

Botschaft der Föderativen Republik Brasilien

(ohne Visumerteilung)
Monbijoustraße 68, CH-3007 Bern
Postanschrift: Postfach 1004, CH-3000 Bern 23
Tel: (031) 371 85 15.
Internet: www.brasbern.ch
Mo-Fr 09.00-13.00 Uhr und 14.00-17.00 Uhr.
Generalkonsulat mit Visumerteilung in Zürich (Tel: (044) 206 90 20/30. Internet: www.consuladobrasil.ch) und in Genf (Tel: (022) 906 90 20).

Essen & Trinken

Die brasilianische Küche mit ihren zahlreichen regionalen Varianten ist einzigartig. Die Bahia-Küche geht auf die Zeit der Sklaverei zurück. Küchenreste und alles, was man fangen konnte, wurde mit Kokosmilch und Palmöl zubereitet. Besondere Spezialitäten sind Vatapá (Krabben, Fischöl, Kokosmilch, Brot und Reis), Sarapatel (Leber, Herz, Tomaten, Paprikaschoten, Zwiebeln und Soße) und Caruru (Krabben, Okra, Zwiebeln und Paprikaschoten). Spezialitäten vom Rio Grande do Sul sind Churrasco (gegrilltes Rindfleisch mit einer Soße aus Tomaten und Zwiebeln) und Galleto al primo Canto (Hähnchenstücke am Spieß in Weißwein und Öl). Aus dem Amazonasgebiet kommen Pato no Tucupi (Ente in aromatischer Wildkräutersoße) und Tacacá (dickflüssige gelbe Suppe mit Krabben und Knoblauch). Im Nordosten werden viele Gerichte mit getrocknetem Salzfleisch und Bohnen zubereitet. Besonders beliebt in Rio ist Feijoada (Eintopf aus schwarzen Bohnen, Fleisch vom Rind und Schwein, Würstchen, Koteletts, Schweineohren und -schwänze mit Reis, gekochtem Gemüse und Orangenscheiben). Traditionell wird es nur samstags zum Mittagessen zubereitet. Ein Feijoada-Restaurant in São Paulo bietet das Gericht jedoch täglich an.

Getränke:
Zahlreiche Spirituosen werden im Land produziert und angeboten. Frisch gepresste Fruchtsäfte gibt es überall. Vitaminas sind dickflüssige Frucht- oder Gemüsesäfte mit Milch gemischt. Kaffee wird meist mit Milch und Zucker serviert. Das Bier ist ausgezeichnet. Bier vom Fass wird Chopp genannt. Cachaça, Pitu oder Aguardente schmecken ähnlich wie Whisky und werden von Einheimischen (weniger Besuchern) gern getrunken. Das brasilianische Nationalgetränk ist Caipirinha (zerstampfte Limonen, brauner Zucker, Cachaça und zerstoßenes Eis). Es gibt Variationen mit Wodka anstelle des Cachaça, Caipirosca genannt und das gleiche mit weißem Rum heißt Caipirissima. In Bars bestellt man teils am Tisch, teils am Tresen.

Nachtleben

Das vielseitigste Angebot gibt es in Rio und São Paulo. In den größeren Nachtklubs in Rio fangen die Shows erst nach Mitternacht an; zahlreiche kleine Nachtklubs (Boites) bieten allabendlich Programme an. Die Nachtlokale in São Paulo sind im Allgemeinen eleganter, die Auswahl größer. Viele Shows fangen früher an als in Rio.

Einkaufstipps

Geschäfte und Märkte in Rio und São Paulo sind bis in die späten Abendstunden geöffnet. Zahlreiche Geschäfte in Rio und Bahia bieten Antiquitäten und Schmuck an. Edelsteine (insbesondere Smaragde), Schmuck (vor allem Silber), Andenken, zum Verkauf freigegebene Antiquitäten und Lederwaren werden überall angeboten. In São Paulo kann man Kleidung, Antiquitäten, Kristall und Keramik erwerben. Vor den »Dschungel-Souvenirs«, die vor allem in Belém angeboten werden, sei gewarnt – mit dem Erwerb unterstützt man die systematische Plünderung des Regenwaldes.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 09.00-19.00 Uhr, Sa 09.00-13.00 Uhr. Einkaufszentren: Mo-Sa 10.00-18.00 Uhr, So 13.00-18.00 Uhr. Öffnungszeiten variieren, zahlreiche Geschäfte schließen erst in den späten Abendstunden.

Sport

Fußball ist nationale Leidenschaft, da Brasilien die Fußballweltmeisterschaft fünfmal gewonnen hat. Andere Ballsportarten und Leichtathletik sind deshalb jedoch nicht weniger beliebt. Capoeira ist heute ein Tanzkampf, der ursprünglich von den schwarzen Sklaven zur Selbstverteidigung entwickelt wurde. Der Kampf wird von den Rhythmen der Berimbau begleitet (ein Instrument, das aus einem mit Draht bespannten Holzbogen und einer Kokosnussschale als Resonanzkasten besteht). Bergsteigen, Drachenfliegen und Autorennen sind häufige Freizeitbeschäftigungen. An der Küste gibt es überall Wasserski- und Tauchklubs. Sportfischen, Angeln und Wellenreiten sind ebenfalls beliebte Freizeitbeschäftigungen.

Veranstaltungskalender


Jan. Festa do Bonfim, Salvador. Febr. Karneval in Olinda, Pernambuco, Recife, São Paulo, Salvador, Parati und Rio de Janeiro. Febr. Chinesisches Neujahr, Sao Paulo. März Karwoche, Sao Paulo. Juni Sao Paulo Pride, Sao Paulo. Juli Rio de Janeiro Pride, Rio de Janeiro. Aug.-Sept. Kurzfilmfestival, Sao Paulo. Sept. Internationales Angel-Festival, Cáceres. Sept.-Okt. Festival do Rio, Rio de Janeiro. Okt. Cirio de Nazare, Belem. Okt. Formel 1 - Großer Preis von Brasilien, São Paulo. Okt. Nossa Senhora Aparecida (Schutzheilige von Brasilien), versch. Orte. Nov. Mix Brasil: Festival der sexuellen Vielfalt, São Paulo. 31. Dez. Silvestermarathon, São Paulo. 31. Dez. Silvesterfeier, Rio de Janeiro.

Weitere Informationen vom Fremdenverkehrsamt EMBRATUR (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Zur Begrüßung gibt man sich die Hand. Brasilianer sind sehr gastfreundlich und bieten häufig Tee oder Kaffee oder sogar ein ganzes Essen an. Ein Brasilianer hat viel Zeit und überstürzt nichts. Dementsprechend viel Zeit muss man selber mitbringen; in Banken, Imbissen, bei der Gepäckaufbewahrung usw. Ein Blumenstrauß wird gern angenommen. Andenken aus dem Heimatland des Besuchers sind ebenfalls beliebt. Freizeitkleidung ist tagsüber akzeptabel, abends zieht man sich etwas eleganter an. Schriftliche Einladungen zu gesellschaftlichen Ereignissen enthalten im Allgemeinen Hinweise zur Garderobe.

Rauchen
ist fast überall gestattet. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist römisch-katholisch und sehr gläubig, Besucher sollten dies respektieren. In Großstädten sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen.

Trinkgeld:
10-15% sind angemessen. Mitunter ist das Bedienungsgeld bereits in der Rechnung enthalten.

Reisehinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 14.07.2010

Aktuelle Hinweise

Bezüglich Dengue-Fieber, Gelbfieber und Meningitis wird um Beachtung der „Medizinischen Hinweise" gebeten.


Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität


Überfälle und Gewaltverbrechen sind in Brasilien leider nirgends völlig auszuschließen. Besonders Großstädte wie Belém, Recife, Salvador, Rio de Janeiro und São Paulo weisen hohe Kriminalitätsraten auf (Eigentumsdelikte, Gewaltverbrechen, Entführungen; siehe auch Allgemeine Reiseinformationen). Grundsätzlich ist Vorsicht angebracht, auch in als sicher geltenden Landes- oder Stadtteilen. Besonders betroffen sind Elendsviertel (Favelas). Von Favela-Besuchen wird dringend abgeraten Diese Gebiete werden teilweise von Kriminellen kontrolliert. Bewaffneten Auseinandersetzungen, auch mit der Polizei, fallen häufig auch Unbeteiligte zum Opfer.

Eine Häufung ist vor allem in weniger belebten Straßen der Innenstädte, an Stränden sowie auf Zubringerautobahnen zum Flughafen zu verzeichnen. Taxis sollten nach Möglichkeit nur per Bestellservice in Anspruch genommen werden. In größeren Flughäfen können Taxis auch schon im Flughafengebäude gebucht und bezahlt werden. Bei der Reise sollten Ausweispapiere nicht im Gepäck aufbewahrt werden. Am Zielort ist es empfehlenswert, Originale der Ausweispapiere im Safe des Hotels zu lassen und nur Kopien und eine Broschüre/Visitenkarte des Hotels mit sich zu führen. Laptops sollten unauffällig, z.B. in einer Reisetasche, verstaut werden.

Auf auffällige Kleidung und Wertgegenstände (Uhren, Schmuck) sollte beim Straßenbummel verzichtet werden. Bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Die oft unter Drogeneinfluss stehenden Täter sind in aller Regel bewaffnet und schrecken vor Gewaltanwendung auch aus nichtigem Anlass nicht zurück. Es ist ratsam, stets einen Geldbetrag im Wert von ca. 50,- Euro zur widerstandslosen Herausgabe mitzuführen.

Auf Straftaten im Umfeld der Prostitution (Diebstähle, Raub, Überfälle etc.) wird besonders hingewiesen. Berüchtigt ist die Verabreichung von Getränken mit Schlaf- bzw. willensverändernden Mitteln. Es wird dringend empfohlen, vor allem in Bars und anderen Lokalitäten Getränke nie unbeaufsichtigt zu lassen. Von der Mitnahme von Prostituierten oder flüchtigen Bekannten in das eigene Hotelzimmer wird ausdrücklich abgeraten.

Pflanzen- und Tierwelt

Einige einheimische Samen, Pflanzen, Tiere, besonders im Amazonasgebiet, desgleichen Fossilien und bestimmte Mineralien stehen unter strengem gesetzlichen Schutz. Verstöße gegen die entsprechenden Bestimmungen werden auch mit Freiheitsstrafen geahndet (siehe strafrechtliche Vorschriften).

Übersicht

Land Reisepass Visum Ruckreiseticket
Deutschland Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja 1 Ja
Türkei Ja Nein Ja

Anmerkung

Einreisekarten und Stempel werden am Flughafen verteilt.

Hinweis

In Zukunft soll langes und mühsames Anstehen vor der Passkontrolle mit Hilfe eines Strichcodes entfallen. Deshalb kann man heute schon seine Personalien im Internet auf www.dpf.gov.br eingeben. Auf der Internetseite wählt man zunächst unter Serviços à Comunidade und dort unter Formulário Eletrônica de Migração die gewünschte Sprache. Dann füllt man alle Felder aus und erhält schließlich nach Übermittlung der Daten einen Strichcode, den man ausdruckt, im Pass aufbewahrt und bei der Kontrolle vorzeigt. In der Praxis hat sich das angestrebte vereinfachte Einreiseprozedere allerdings noch nicht durchgesetzt.

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass.

Österreicher: Eigener Reisepass.

Schweizer: Eigener Reisepass.

Türkei: Eigener Reisepass.

Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.
Achtung: Alle Personen unter 18 Jahren, die alleine oder nur mit einem Elternteil einreisen oder in Begleitung Dritter reisen, müssen insbesindere für die Ausreise aus Brasilien eine schriftliche Reisegenehmigung der Eltern bzw. des abwesenden Elternteils vorweisen können. Die Einverständniserklärung muss zur Beglaubigung entweder vor einem brasilianischen Konsularbeamten an einer brasilianischen Auslandsvertretung oder bei einem brasilianischen Notariat (Cartório) abgegebenen werden.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für touristische Aufenthalte von bis zu 90 Tagen:

EU-Länder, Schweiz und Türkei ([1] Ausnahmen: Visumpflicht besteht für Staatsangehörige von Estland, Lettland, Malta und Zypern).

Anmerkung:
Geschäftsreisende sollten sich vor Antritt der Reise bei den zuständigen konsularischen Vertretungen (s. Kontaktadressen) erkundigen, ob sie für ihre Reise ein Visum benötigen. Techniker und Monteure benötigen in jedem Fall ein Visum.

Transit

Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden mit dem nächsten Anschluss weiterfliegen, nicht über Nacht bleiben und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Transitvisum. Auch wenn unter den genannten Bedingungen ein Transit möglich ist, wird visumpflichtigen Staatsangehörigen empfohlen, vor der Reise ein Transitvisum zu beantragen, um mögliche Schwierigkeiten zu vermeiden.

Achtung: Transitvisafreiheit besteht nicht beim Transit
(a) zwischen dem São Paulo Vircopos Airport, dem Congonhas Airport und dem Guarulhas Airport,
(b) zwischen dem Rio de Janeiro Galeão Airport und dem Santos Dumont Airport,
(c) am Confis Airport in Belo Horizonte.

Visaarten

u.a. Besuchs- und Touristenvisum, zeitlich begrenztes Visum, Dauervisum, Transitvisum.

Visagebühren

Unterschiedlich je nach Herkunftsland und Aufenthaltsdauer. Auskünfte erteilen die zuständigen konsularischen Vertretungen. Die Visagebühren müssen per Überweisung oder in bar auf das Konto des brasilianischen Konsulates eingezahlt werden (Hinweis: Pro Einzahlung wird eine Bankgebühr erhoben). Eine Zahlung per EC-Karte ist ebenfalls möglich.

Gültigkeitsdauer

Touristen-, Geschäftsvisum: bis zu 90 Tage. Einmalige Verlängerung für weitere 90 Tage kann vor Ort bei der brasilianischen Bundespolizei (Policia Federal) beantragt werden. Der Gesamtaufenthalt darf in einem Zeitraum von 12 Monaten 180 Tage nicht überschreiten. Alle Visa erlauben mehrfache Einreise während des Gültigkeitszeitraums. Touristen dürfen in Brasilien keine Arbeit aufnehmen.

Antragstellung

Persönlich oder postalisch bei der zuständigen konsularischen Vertretung (s. Kontaktadressen).

Hinweis: Laut brasilianischem Konsulat in Berlin müssen vor der Einreichung der Original-Antragsunterlagen zurätzlich noch persönliche Informationen im Internet (https://scedv.serpro.gov.br/) angegeben werden. 

Aufenthaltsgenehmigung

Anträge an die zuständige konsularische Vertretung (s. Kontaktadressen).

Bearbeitungszeit

Je nach Staatsbürgerschaft unterschiedlich. Persönliche Antragstellung: Ca. 7 Tage, maximal 90 Tage. Postalisch: ca. 10 Tage.

Ausreichende Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Meldepflicht

Personen mit einem zeitlich begrenztem oder einem Dauervisum einreisen, müssen sich innerhalb von 30 Tagen nach Ankunft bei der Bundespolizei am Wohnort melden und eine Carteira de Identidade beantragen.

Verlängerung des Aufenthalts

Die Aufenthaltsberechtigung kann vor ihrem Ablauf bei der brasilianischen Bundespolizei um weitere 90 Tage verlängert werden.

Einreise mit Haustieren

Vögel dürfen nicht nach Brasilien verbracht werden.
Für Hunde und Katzen wird ein internationales Gesundheitszeugnis aus dem Herkunftsland benötigt, das höchstens 7 Tage alt ist und aus dem hervorgeht, dass das Tier in den 40 Tagen vor Abreise frei von ansteckenden Krankheiten war. Das Gesundheitszeugnis muss von einem brasilianischen Konsulat beglaubtigt worden sein.

Für Tiere, die älter als 3 Monate sind, wird zusätzlich ein Impfzertifikat gegen Tollwut verlangt, wenn die Tollwutimpfung nicht schon im Gesundheitszeugnis angegeben ist.

Flugzeug

Brasiliens nationale Fluggesellschaften sind Varig (RG) (Internet: www.varig.com.br) und TAM (JJ) (Internet: www.tam.com.br). TAM (JJ) fliegt von Frankfurt nach São Paulo sowie von London, Madrid und Paris viele brasilianische Destinationen an.

Lufthansa (LH) (Internet: http://www.lufthansa.com/) fliegt u.a. täglich von Frankfurt und München und fünfmal in der Woche von Zürich nach São Paulo.

TAP Portugal (TP)
fliegt von Lissabon nach Rio de Janeiro, Sao Paulo und Brasilia. Zubringerverbindungen nach Lissabon bestehen von Frankfurt, Hamburg und München.

Außerdem wird Brasilien von folgenden Fluglinien angeflogen: Air France (AF), Alitalia (AZ), British Airways (BA), Iberia (IB), KLM (KL) und Swiss International (LX). 

Airpässe

Der TAM Brazil Airpass ist nur erhältlich in Verbindung mit einem internationalen Ticket von TAM oder in Verbindung mit Transatlantikflügen anderer internationalen Airlines, mit denen TAM ein multi- oder bilaterales Abkommen hat (gilt nicht für Codeshare-Flüge der TAM). Fluggäste der TAM bezahlen weniger für den Airpass als Reisende, die mit anderen Airlines über den Atlantik fliegen. Der Airpass für bis zu neun Reisezielen ist gültig auf allen Inlandsstrecken mit TAM-Flügen JJ und JJ* in der Economy-Class - OW / RT / CT OJ. Der Pass darf nur an Personen mit ständigem Wohnsitz außerhalb Südamerikas verkauft werden. Für den Preis des Airpasses sind die angeflogenen Flugziele entscheidend, nicht die Anzahl der Coupons. 

Der South American Airpass ist gültig auf allen Strecken der teilnehmenden Fluglinien innerhalb von Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile (mit Ausnahme der Osterinsel), Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Die teilnehmenden Fluglinien sind: TAM (JJ) und TAM Mercosul (PZ). Der Pass gilt für Aufenthalte von mindestens 7 und maximal 45 Tagen und ist nur erhältlich für Passagiere, die ihren Wohnsitz außerhalb Südamerikas haben, in Verbindung mit einem internationalen Hin- und Rückflugticket. Es müssen mindestens 2 und dürfen höchstens 5 Länder bereist werden. Es sind maximal 8 Flugcoupons erlaubt (9 falls Iguazú angeflogen wird), mit maximal 2 Flugunterbrechungen (Stopovers) pro Land. Die Flugroute muss im Flugschein festgelegt und fest reserviert werden. Flüge dürfen umgebucht werden, die Flugroute darf jedoch nicht geändert werden. Kinder unter 12 Jahren erhalten 25%, Kleinkinder unter 2 Jahren (ohne eigenen Sitzplatz) 90% Ermäßigung.

Der Oneworld Visit South America Pass ist gültig auf Strecken der teilnehmenden Fluglinien American Airlines, British Airways, Cathay Pacific, Finnair, Iberia, JAL Japan Airlines, LAN, Malev Hungarian Airlines, Qantas und Royal Jordanian Airlines innerhalb Südamerikas in den folgenden Ländern: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela.  Nur anwendbar für Passagiere, deren Wohnsitz außerhalb Südamerikas ist. Maximal 6 Monate ab Ankunft in Südamerika gültig. Der Airpass beinhaltet mindestens 3 Coupons. Die Anzahl der Coupons ist nicht limitiert. Für jeden Streckenabschnitt wird ein Coupon benötigt. Die Stopovers sind beschränkt auf die Anzahl der gekauften Coupons. Kinder ab 2 Jahren: keine Ermäßigung. Kleinkinder unter 2 Jahren frei (kein Sitzplatzanspruch). Die Reservierung der gesamten Strecke muss vor Abreise, bzw. Ticketausstellung erfolgen. Pro Streckenänderung, oder Änderung des Flugdatums wird eine Gebühr erhoben. Stornierung: Mit Stornogebühren vor Reiseantritt, nach Reiseantritt keine Erstattung. Flugscheinkauf/Ausstellung vor Reisebeginn in Deutschland.

Internationale Flughäfen

Rio de Janeiro (GIG) (Galeão) (Internet: www.infraero.gov.br) liegt 20 km nördlich der Stadt. Ein Flughafenbus verkehrt zwischen dem internationalen und dem Santos-Dumont-Flughafen. Es gibt Taxis und öffentliche Busse, die ins Stadtzentrum fahren (05.30-23.00 Uhr, Fahrzeit: 40 Min.) Flughafeneinrichtungen: Parkplätze, Gepäckaufbewahrung, Schließfächer, Duty-free-Shops, Banken/Wechselstuben, Hotelreservierungsschalter, Apotheke, Autoverleih (Avis, Hertz, Localiza u.a.), Post, Geschäfte, Tourist-Information und Restaurants.

São Paulo (GRU) (Guarulhos) (Internet: www.infraero.gov.br) liegt 25 km nordöstlich der Stadt. Ein Flughafenbus verkehrt tagsüber alle 30 Minuten und abends stündlich (Fahrzeit: 30 Min.). Taxis sind ebenfalls vorhanden. Flughafeneinrichtungen umfassen Duty-free-Shops, Bank, Bars, Autoverleih (Avis, Budget, Localiza, Interlocodora, Sixt und Unidas), Apotheke, Post, Geschäfte, Gepäckaufbewahrung, Tourist-Information, Hotelreservierungsschalter und Restaurants.

Brasilia International (BSB) liegt 11 km südlich der Stadt (Internet: www.infraero.gov.br). Es gibt regelmäßige Busverbindungen ins Stadtzentrum (Fahrzeit: 30 Min.). Taxis sind ebenfalls vorhanden (Fahrzeit: 20 Min. außerhalb des Berufsverkehrs). Die Flughafeneinrichtungen umfassen Banken/Wechselstuben, Bars, Autoverleih (u.a. Hertz, Interlocodora, Locarauto und Unidas), Apotheke, Erste-Hilfe Station, Postamt, Restaurants, Geschäfte und Tourist-Information.

São Paulo (VCP) (Viracopos) liegt 18 km südwestlich der Stadt Campinas und 99 km von São Paulo. Flughafeneinrichtungen: Bank, Duty-free-Shop und Restaurant.

São Paulo (CGH) (Congonhas) liegt 8 km von der Stadt entfernt.

Manaus (MAO) (Eduardo Gomes) liegt 14 km südöstlich der Stadt. Es gibt Busse zur Stadt und zu anderen Bestimmungsorten. Taxistand. Flughafeneinrichtungen: Banken, Geldautomaten, Wechselstube, Geschäfte, Bars, Café, Restaurant, Mietwagenverleihfirmen.

Salvador (SSA) (Deputado Luís Eduardo Magalhães) liegt 28 km außerhalb der Stadt. Taxistand, Bank, Duty-free-Shop und Restaurant.
Weitere internationale Flughäfen sind De Belém, De Macapa, De Boa Vista, De Cruzeiro do Sul, De Rio Branco, De Tabatinga, Marechal Rondon, De Campo Grande, De Corumba, De Ponta Pora, De Viracopos/Campinas, De Afonso Pena, De Florianopolis und Salgado Filho.

Schiff

Der größte Hafen ist Rio de Janeiro, in dem viele Kreuzfahrtschiffe anlegen. Andere bekannte Häfen sind Manaus, Fortaleza, Recife, Salvador und Vitória. Die Reederei Grimaldi Freighter bietet Kreuzfahrten von Europa an. Weitere Kreuzfahrtunternehmen sind: Holland Amercia Line, Swan Hellenic, Celebrity, Mediterranean Shipping, Seabourn, Silversea Cruises und Norwegian Cruise Line.

Bahn

Es gibt begrenzte Verbindungen nach Argentinien, Bolivien, Chile und Uruguay. Die Hauptstrecken sind u.a. Rio de Janeiro - Buenos Aires, Rio de Janeiro - Santiago, Rio de Janeiro - São Paulo - Montevideo, São Paulo - Bauru - Corumba - Santa Cruz - La Paz, São Paulo - Antofagasta.

Bus/Pkw

Man kann von Rio de Janeiro aus in andere lateinamerikanische Länder fahren, die Fahrten sind jedoch sehr lang (Fahrzeit von Rio de Janeiro nach Buenos Aires (Argentinien) ist z.B. 44 Stunden). Weitere Informationen sind von EMBRATUR (s. Adressen) erhältlich.

Flugzeug

Inlandflüge bieten u.a. die Fluggesellschaften TAM (JJ) (Internet: www.tam.com.br), Gol (G3) (Internet: www.voegol.com.br/INT) und Varig (RG). Brasilien hat eines der größten internen Flugnetze der Welt. Es besteht ein Shuttle-Service zwischen São Paulo und Rio de Janeiro, ein regulärer Flugdienst von São Paulo nach Brasília und ein weiterer Shuttle-Service zwischen Brasília und Belo Horizonte. Lufttaxis stehen ebenfalls zur Verfügung. An Wochenenden empfiehlt sich Vorausbuchung.

Airpässe

Mit dem Brasil Airpass kann man in der Economy Class bis zu neun Strecken fliegen. Er gilt für das gesamte Streckennetz der TAM und regionaler Fluggesellschaften, die ein Abkommen mit TAM haben, in ganz Brasilien, außer auf der Luftbrücke zwischen den Flughäfen Santos Dumont in Rio de Janeiro (SDU) und Congonhas in Sao Paulo (CGH). Die gesamte Reise sollte vor Antritt geplant und gebucht werden. Der Airpass ist ab Reiseantritt bis zu 30 Tage gültig.

Schiff

Ein Fährdienst verbindet alle Seehäfen. Flussboote sind die besten Verkehrsmittel im Amazonasgebiet. Nachdem die regierungseigene Empresa de Navegação de Amazônia (ENASA) ihren Passagierschiffverkehr eingestellt hat, übernahmen private Gesellschaften den Schiffsverkehr und bieten zunehmend bessere Schiffsverbindungen auf Flüssen landesweit an.

Mit Barcos S/A (Internet: www.barcos-sa.com.br) bestehen Fährverbindungen zwischen Rio de janeiro und Niterói sowie zwischen Angra dos Reis und Ilha Grande. Verschiedene Fährschiffe bedienen die Route Blemém und Manaus. Bootsausflüge vom Festland zu den beliebten und hübschen Inseln Ilha Grande, Ilhabela und Ilha de Santa Catarina sind ebenfalls möglich.

Bahn

Es gibt nur noch drei regelmäßige öffentliche Bahnverbindungen neben S-Bahn-Strecken:
Belo Horizonte - Vitória täglich, mit 1., 2. und Pullman Klasse;
São Luis - Parauapebas 3x in der Woche, 3 Wagenklassen;
Porto Santana bei Macapá - Serra do Navio.

Vorortsbahnen
in den folgenden Städten (von S-bahnähnlichem Betrieb bis zu nur 2-3 Fahrten am Tag) (siehe auch www.metrobh.gov.br/principal.asp):
Porto Alegre (1 Linie);
São Paulo (Straßenbahn- und Metronetz (Internet: www.metro.sp.gov.br));
Rio de Janeiro (Straßenbahn- und Metronetz (Internet: www.metrorio.com.br));
Brasília (2 Linien (Internet: www.metro.df.gov.br));
Belo Horizonte (1 Linie);
Salvador (1 Linie);
Maceió (1 Linie);
Recife (2 Linien);
João Pessoa (2 Linien);
Natal (2 Linien);
Fortaleza (2 Linien);
Teresina (1 Linie).

Touristische Bahnverbindungen:

Great Brazil Express: Curitiba zu den Wasserfällen von Iguacu, 7-, 8- und 10-Tages-Reisen (Internet: http://www.greatbrazilexpress.com/)
Serra Verde Express: Curitiba - Morretes, die Weiterfahrt bis Paranaguá wird nur sonntags angeboten (Internet: www.serraverdeexpress.com.br);
Trem do Vinho Carlos: Barbosa - Bento Gonçalvez (Internet: www.mfumaca.com.br);
Trem das Termas: Marcelino Ramos - Uruguaí;
Marcelino Ramos - Piratuba u.a.

Einige Verbindungen sollen reaktiviert werden: Corumbá - Campo Grande Trem do Pantanal; Ouro Prêto - Mariana; Belo Horizonte - Rio Acima

Bus/Pkw

Das Straßennetz umfasst ca. 2.000.000 km. Die Busverbindungen des Landes sind ausgezeichnet. Einige Straßen sind jedoch in keinem guten Zustand, so dass Langstreckenfahrten unbequem werden können. 97% aller Reisenden fahren mit dem Bus, 2,2% benutzen das Flugzeug und weniger als 1% fahren mit der Bahn.

Fernbus:
Die meisten modernen Überlandbusse sind schnell und bequem. Es bestehen Verbindungen zu allen bewohnten Gegenden Brasiliens. Komfort und Fahrpläne der Busse sind unterschiedlich; Passagiere sollten mit längeren Wartezeiten (auch Aufenthalten über Nacht) zwischen den Anschlüssen rechnen.

Mietwagen:
In allen größeren Städten erhältlich. Preise sind meist hoch und das Abwickeln der Formalitäten kann lange dauern. Parkplätze sind schwer zu finden, Hauptverkehrsstraßen sollten nach Möglichkeit vermieden werden.

Unterlagen:
Neben dem erforderlichen nationalen Führerschein empfiehlt es sich dringend, auch einen internationalen Führerschein mitzunehmen.

Stadtverkehr

Das Busnetz in den Großstädten ist ausgezeichnet. Executivo-Schnellbusse mit Klimaanlage sind etwas teurer. In São Paulo und Rio de Janeiro kann man auch die Untergrundbahn oder Vorortzüge benutzen. Oberleitungsbusse fahren in São Paulo und verschiedenen Städten. Fahrpreise sind festgesetzt, auf manchen Linien kann man von der Untergrundbahn in den Bus oder Zug umsteigen.

In den meisten Städten haben Taxis rote Nummernschilder und Taxameter. Passagiere sollten darauf achten, dass der Taxameter eingeschaltet ist. Die Preise liegen generell niedrig, klimatisierte Taxis können etwas teurer sein. Die brasilianischen rasanten Taxifahrer empfehlen gern bestimmte Geschäfte oder Sehenswürdigkeiten und beziehen eine kräftige Provision für ihre Bemühungen.

Mit dem Trem de Corcovado (Internet: www.corcovado.com.br) geht es auf dem gleichnamigen Berg in Rio de Janeiro zur berühmten Cristo-Redentor-Statue (Christus der Erlöser). Der Zug fährt zwischen 08.30-18.30 Uhr im 30-Minuten-Takt (Fahrtdauer: 20 Min.).

Hotels

Der Standard der Hotels ist regional verschieden. Die besten Hotels sind im Wesentlichen auf die Städte im Süden begrenzt. Weitere Informationen erteilt: Associacão Brasileira da Industria de Hoteis, sala 213, Avenida das Americas, Bl.1, BR-Rio de Janeiro. (Tel: (021) 33 28 75 45 oder 34 10 51 31. Internet: www.abih.com.br).

Rio de Janeiro/São Paulo:
Hotels aller Preisklassen. Zur Karnevalszeit (jährlich im Februar/März) müssen Hotels in Rio lange im Voraus gebucht werden.

Brasília: Regierungs- und Verwaltungssitz. Es gibt nur wenige gute Hotels. Die meisten Besucher fliegen von Rio oder São Paulo für einen Tagesausflug oder eine Übernachtung hierher.

Salvador:
Geringe Anzahl guter Hotels, einige wenige teure Hotels, Pensionen ebenfalls vorhanden sowie Jugendherbergen und Familienunterkünfte. Zur Karnevalszeit sind alle Unterkunftsmöglichkeiten frühzeitig ausgebucht.

Amazonasbecken:
Ein Teil dieser Region wird zum Touristengebiet ausgebaut.

Kategorien:
Das Sterne-System gilt in fast allen Hotels. Die Klassifizierung entspricht jedoch nicht amerikanischem oder europäischem Niveau. Luxushotels haben 5 Sterne. 3-Sterne-Hotels sind preisgünstig und gutbürgerlich, 1-Stern-Hotels bieten das Allernotwendigste.

Motels

Motels sind weit verbreitet, sehr gepflegt, preisgünstig und eignen sich ideal für die Zwischenübernachtung. Allerdings benutzen brasilianische Pärchen die Motels vor allen Dingen am Wochenende gerne als Liebesnest. Weil die Jugend in Brasilien meist bis zur Hochzeit bei den Eltern wohnt, können die Pärchen nur dort mal für sich ganz alleine sein.

Jugendherbergen

Es gibt über 90 Jugendherbergen. Eine Liste ist erhältlich von Federaçao Brasileira dos Albergues da Juventude, Rua General Dionisio 63, BR-Rio de Janeiro. (Tel: (021) 286 03 03. (Internet: www.hostel.org.br).

Camping

Organisierte Safaris und Campingtouren in das Amazonasgebiet werden angeboten. Da jedoch zahlreiche Gegenden Brasiliens weitgehend unerforscht sind, sollte man sich unbedingt an befestigte Straßen halten. Am besten zeltet man in organisierten Gruppen mit offizieller Genehmigung oder übernachtet in Hotels.

Dem Camping Clube do Brasil (Campingverband) gehören 52 Campingplätze in 14 Bundesstaaten an. Der in den meisten Buchhandlungen und Kiosken in Brasilien erhältliche Guia Camping enthält alle notwendigen Informationen. Näheres auch vom Camping Clube do Brasil, Divisao de Campings, Rua Senador Dantas 75, 29 Andar, BR-20000 Rio de Janeiro. (Tel: (021) 210 31 71. Internet: www.macamp.com.br/CCB.htm.

Andere Unterkunftsmöglichkeiten

Aufgrund einer Regierungsinitiative entstanden im und um den Regenwald des Amazonas so genannte Ökohotels, die in der Regel recht teuer sind. Manche sind als Baumhotels mit Luxuskomfort angelegt und bieten Entdeckungstouren in den Regenwald.

Die so genannten Dormitórios bieten preiswerte Unterkunft in Mehrbettzimmern mit Gemeinschaftsbädern. Übernachtungen in Pousadas (kleine Pensionen) sind ebenfalls preiswert, jedoch teurer als in Dormitórios. Zimmer mit eigenen Bädern werden meist als Apartamentos bezeichnet, Zimmer mit Gemeinschaftsbädern als Quartos.

Der Norden

-

Die Bundesstaaten Amazonas (größter brasilianischer Staat), Pará, Acre, Rondônia, Roraima, Amapá und Tocantins umfassen 3.887.800 qkm, haben aber insgesamt nicht mehr als 10.157.000 Einwohner. Der Norden besteht fast ausschließlich aus dichtem Regenwald. Infolge von Straßenbau und ausgedehnten Brandrodungen kann von einer ungestörten Natur in manchen Regionen nicht mehr die Rede sein. So führt die Transamazonika-Straße 5000 km quer durch das Amazonasgebiet, parallel zum Fluss von Ost nach West. Der Amazonas, einer der größten Flüsse der Welt, führt zwölfmal so viel Wasser wie der Mississippi. Er ist 6577 km lang und hat über 200 Nebenflüsse. Amazonasfahrten von Iquitas (Peru) nach Manaus sind möglich.
Manaus, die Hauptstadt von Amazonas, ist eine Freihandelszone. Die neo-klassizistische Fassade des 1896 fertig gestellten Amazonas-Theaters ist sehenswert. Der Innenraum ist im Jugendstil gehalten. Die Kuppel mit blauen, roten, grünen und gelben Kacheln ist überall in der Stadt zu sehen und ein guter Orientierungspunkt. Der Amazonas und seine Nebenflüsse laden zu Bootsfahrten und Angelausflügen ein. Der Regenwald des Amazonas ist der größte der Welt. Sein Gebiet bedeckt 40% der Gesamtfläche Brasiliens. Hier sind 1800 verschiedene Vogelarten und 250 Säugetierarten heimisch, die meisten Pflanzen- und Tierarten weltweit. Der Amazonas-Regenwald produziert 50% des weltweiten Sauerstoffvorrates. Das Amazonas-Becken und seine Ausläufer liefern 20% des Frischwassers der ganzen Welt. Hier gibt es besonders viele Wasserpflanzen. Die bekanntesten sind die Victoria-Régina-Seerosen, die einen Durchmesser von bis zu zwei Metern erreichen. 1500 Fischarten leben in diesem Flusssystem. In Belém gibt es prächtige Kirchen, einen schönen Zoo und einen großen Wochenmarkt. Besonders sehenswert ist die Basilika Nossa Senhora de Nazaré, Schauplatz der jährlichen »Círio de Nazaré«. Das Goeldi-Museum hat die weltgrößte Sammlung exotischer Pflanzen. Ilha de Marajó (Marajó-Insel) war die Wiege der Marajoara-Zivilisation. Wer Glück hat, kann hier Eier legende Meeresschildkröten beobachten. Die Ortschaft Santarém ist besonders für Angler interessant, in Rio Branco findet man ein Handarbeitszentrum. In Pôrto Velho sollte man sich das Eisenbahnmuseum ansehen. Macapé liegt am Äquator, hier fließt der Amazonas ins Meer. Boa Vista ist für seine Tropenbäume bekannt.

Der Nordosten

-

Der Nordosten wird auch »Goldküste« genannt und umfasst die Bundesstaaten Bahia, Sergipe, Alagoas, Pernambuco, Paraíba, Rio Grande do Norte, Ceará, Fernando de Noronha, Piaui und Maranhão. 42,8 Mio. Einwohner leben auf ca. 1.600.000 qkm. Die Region ist bekannt für historische und folkloristische Traditionen sowie für wunderschöne Strände.

Salvador
, die Hauptstadt Bahias, war einst die bedeutendste Stadt Brasiliens. Heute ist sie Zentrum des Candomblé, des wichtigsten afrobrasilianischen Kultes des Landes. Salvador besteht aus einer Unterstadt, die auf der Höhe des Meeresspiegels liegt und einer Oberstadt, die zu Fuß über Treppen oder per Aufzug erreichbar ist. In der Unterstadt befindet sich Salvadors sehenswerter Kunstgewerbemarkt, der Mercado Modelo. Häufig in der Unterstadt anzutreffen sind die Capoeira-Tänzer. Capoeira ist ein Kampftanz, der ursprünglich von Sklaven entwickelt wurde. Der Tanz ist sehr beeindruckend, er wird von den Berimbaus (Ein-Saiten-Instrument) begleitet. In der Oberstadt schmücken unzählige Kirchen das Stadtbild. Das Kloster São Francisco de Assis und die Kirche Nosso Senhor do Bonfim sind besonders eindrucksvoll. Die Altstadt von Salvador wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Der Karneval in Salvador ist ein unvergessliches Erlebnis. Hervorragende Strände säumen die Stadt. Auf Itaparica erwarten den Besucher einsame, von Palmen gesäumte Strände. Die Insel kann man von Salvador aus mit der Fähre erreichen (Fahrzeit 40 Min.). Prunkvolle Kirchen und Kolonialbauten sind typisch für die Städte Ilhéus, Pôrto Seguro und Aracaju. Pôrto Seguro ist von besonderer historischer Bedeutung: Hier setzte Pedro Álvares Cabral, der Entdecker Brasiliens, im Jahre 1500 zum ersten Mal seinen Fuß auf brasilianischen Boden. Der Serra da Caivara Nationalpark im Bundesstaat Piaui zählt ebenfalls zu den acht UNESCO-Kultur- und Naturdenkmälern in Brasilien und bietet zahlreiche interessante Gesteinsformationen und bis zu 25.000 Jahre alte Höhlenmalerei. In Maceió wird man in die Kolonialzeit zurückversetzt. Ganze Stadtteile sind erhalten geblieben und zeichnen sich durch ihre weißen Häuser mit roten Ziegeldächern aus. Zahlreiche Kanäle und Wasserwege führen durch Recife, dem »Venedig Brasiliens«. Recife war bis 1677 unter niederländischer Herrschaft. Die Insel Itamaracá ist mit dem Festland durch eine Brücke verbunden. Das Fort Orange wurde 1631 von den Holländern erbaut. In der Stadt Caruaru ist fast jeder ein Künstler. Nach UNESCO-Angaben ist es das größte Zentrum für Folklorekunst Südamerikas. In der Karwoche findet im nahe gelegenen Fazenda Nova das jährliche Passionsspiel statt. Bauwerke aus der Kolonialzeit, erholsame Strände und ausgezeichnetes Kunsthandwerk zeichnen die Städte Olinda, Natal, João Pessoa, Fortaleza, Teresina und São Luis aus. Die Strände in Ceará Richtung Süden bieten riesige Sanddünen. In der Nähe der Kleinstadt Campina Grande befindet sich Ingá Rock, der geheimnisvolle Inschriften aufweist. Archäologen sind der Meinung, dass sie von phönizischen Seeleuten stammen.

Der mittlere Westen

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Die Bundesstaaten Goiás, Mato Grosso und Mato Grosso do Sul umfassen ein Gebiet von 1.900.000 qkm und haben ca. 8 Mio. Einwohner. Hier fließt der Araguaia durch riesige Sümpfe. Ausgedehnte Plantagen und große Rinderherden bestimmen das Landschaftsbild.

Die Hauptstadt Brasília (seit 1960) wurde auf die Veranlassung des damaligen Präsidenten Kubitschek, weitab von anderen bewohnten Gegenden auf einer riesigen Urwaldrodung von den Architekten Lúcio Costa und Oscar Niemeyer gebaut und ist weithin bekannt für ihre futuristische Architektur. Allgemein wird die Stadt als die »modernste Hauptstadt der Erde« gefeiert. Ihr Grundriss hat die Form eines Flugzeuges. Die Kathedrale Niemeyers liegt zum Großteil unterirdisch und bietet bis zu 40.000 Gläubigen Platz. Besonders eindrucksvoll sind die Praça dos Três Poderes, der Pálacio do Planalto und das Gebäude des Nationalkongresses.

Goiánia
, 200 km weiter südwestlich gelegen, dient als Ausgangspunkt für Ausflüge zum Rio Araguaia, zur Bananal-Insel und zu den Thermalquellen von Caldas Novas.

Pantanal
, das größte Umweltschutzgebiet in Brasilien, liegt im Mato Grosso. Der Rio Araguaia ist als Anglerparadies bekannt. Er hat die größte Anzahl von Fischarten weltweit. Man kann ein- oder zweiwöchige Kreuzfahrten auf so genannten Boatels (schwimmenden Hotels) buchen.

Der Südosten

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Die Bundesstaaten São Paulo, Rio de Janeiro, Minas Gerais und Espirito Santo umfassen ein Gebiet von 900.000 qkm mit ausgezeichneter Infrastruktur und ca. 65,6 Mio. Einwohnern. Hotels, historische Stätten sowie erstklassige Badeorte machen den Südosten zu einem wunderbaren Urlaubsgebiet.

Rio de Janeiro war 125 Jahre lang Hauptstadt Brasiliens und gilt wohl zu Recht als eine der schönsten Städte der Welt. Die Brasilianer sagen: »Gott erschuf die Welt in 6 Tagen, am 7. erschuf er Rio«. Rio liegt idyllisch zwischen den Bergen am Meer. Es gibt zahlreiche Buchten, kleine Inseln, Felsen und schöne Strände, wie z. B. die berühmte Copacabana oder Ipanema und Leblon. Der 370 m hohe Pão de Açúcar (Zuckerhut) bietet eine wunderbare Aussicht. Der Corcovado ist das Wahrzeichen Rios: Auf dem Gipfel seiner 713 m ragt seit 1931 die 40 m hohe Christus-Statue, die im Oktober 2006 zu ihrem 75. Geburtstag zur Heiligenstätte erklärt wurde.

Aktueller Hinweis:
Die nach heftigen Regenfällen im April 2010 gesperrte Christus-Statue ist für den Besucherverkehr nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder geöffnet. Vorerst dürfen jedoch nur Taxis und registrierte Kleinbusse auf den Corcovado fahren; die Zahnradbahn ist weiterhin außer Betrieb.

Ganz besonders zu empfehlen ist der Botanische Garten, der in der Kaiserzeit (1808) eingeweiht wurde. Eine Allee mit über 30 m hohen Palmen und die gesamte Anlage mit 7000 verschiedenen Pflanzenarten versetzen die Besucher in Staunen. Die Stadt pulsiert, ganz besonders zur Karnevalszeit. Zahlreiche Sambaschulen stehen begeisterten Teilnehmern zur Verfügung. Es gibt etliche sehenswerte Museen, Theater und andere kulturelle Einrichtungen.

São Paulo ist das wichtigste Industrie- und Handelszentrum Brasiliens und mit 9 Mio. Einwohnern eine der größten Städte der Welt. São Paulo bietet die besten Geschäfte des Landes und ein faszinierendes Nachtleben. Das internationale Flair ist beeindruckend: Nach amerikanischem Frühstück kann man sein Mittagessen in einem japanischen Restaurant geniessen, dann auf feine englische Art den Fünfuhrtee zu sich nehmen, Cocktails in einer französischen Bar trinken, im russischen Restaurant zu Abend essen und schließlich den Klängen eines Wiener Orchesters lauschen. Im MASP (Museo de Arte de São Paulo) kann man eine international bekannte Sammlung impressionistischer Malerei bewundern, darunter Werke von van Gogh und Degas.

Belo Horizonte, die Hauptstadt von Minas Gerais, wurde nach dem Vorbild von Washington DC erbaut und bietet Zugang zu allen Kolonialstädten. Im Goldrausch des 18. Jahrhunderts schossen Städte wie Ouro Preto in Minas Gerais wie Pilze aus dem Boden. 1980 wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Petrópolis, Teresópolis und Nova Friburgo sind nur einige der zahlreichen Kurorte.

Der Süden

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Die Bundesstaaten Rio Grande do Sul, Santa Catarina und Paraná umfassen ein Gebiet von 577.800 qkm mit 22,8 Mio. Einwohnern. Das angenehme Klima hat zahlreiche europäische Emigranten angezogen, insbesondere Deutsche und Italiener.
Rio Grande do Sul ist einer der reichsten Bundesstaaten Brasiliens. In Pôrto Alegre, der Hauptstadt, gibt es gute Museen und ausgezeichnete Kunstgalerien. Die Stadt liegt in einer überaus reizvollen Landschaft. Die meistbesuchten Strände des Südens sind in Tramandai (126 km von Pôrto Alegre entfernt) und Torres (209 km entfernt) zu finden. Die Berge Gramado und Canela sind ebenfalls beliebt. Im Bundesstaat Santa Catarina, dessen Hauptstadt Florianópolis auf einer Insel liegt, sind die besten Strände in Laguna, Itapema und Camboriú. Die Hauptstadt ist mit dem Festland durch zwei Brücken verbunden. In der Nähe findet man die »deutschen« Städte Blumenau, Brusque und Joinville. Im Staat Paraná wird fast ausschließlich Kaffee angebaut. Die Bahnfahrt von der Hauptstadt Curitiba nach Paranaguá ist ein Erlebnis. Weitere interessante Sehenswürdigkeiten sind Vila Velha (»Steinerne Stadt«) und die berühmten Foz do Iguaçu. Die Iguaçu-Wasserfälle entstehen durch das Zusammentreffen der Flüsse Paraná und Iguaçu, 275 Wasserfälle stürzen aus 60 m in die Schlucht und erzeugen dabei eine 30 m hohe Gischt. Boote fahren an die Wassermassen heran, Hubschrauberrundflüge ermöglichen den besten Anblick aus nächster Nähe. Mit dem neuen Luxusreisezug Great Brazil Express (Internet: http://www.greatbrazilexpress.com/) kann man in sieben, acht oder zehn Tagen von Curitiba bis zu den Iguaçu-Wasserfällen gelangen und während der All-inclusive-Reise den Bundesstaat Paraná kennenlernen. Die Übernachtungen finden in 3- bis 5-Sterne-Hotels statt. Die Anreise nach Curitiba erfolgt mit dem Flugzeug ab Rio de Janeiro.

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Brasilien ist das fünftgrößte Land der Welt und hat die größte Volkswirtschaft Lateinamerikas und die zehntgrößte Volkswirtschaft der Welt. Es verfügt über reiche Ressourcen wie Bodenschätze, Wasserkraft, Arbeitskräfte und gute Bedingungen für die Landwirtschaft. Ein Großteil der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft tätig, aber auch die herstellende Industrie (Nahrungsmittel, Metallverarbeitung, Maschinen- und Autobau, Textilien, Schuhe) und der Bergbau spielen eine bedeutende Rolle. 2008 betrug der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 6,7 %, des Dienstleistungssektors rund 65,3 % und der verarbeitenden Industrie 28 %.
Brasilien steht in der Weltrangliste der landwirtschaftlichen Exporteure an zweiter Stelle. Vor allem Kaffee, Sojabohnen, Orangensaft, Zucker, Kakao, Geflügel und Rindfleisch werden ausgeführt. Außerdem werden Sisal, Tabak, Mais und Baumwolle angepflanzt. Die industrielle Produktion konzentriert sich auf die Herstellung von Maschinen, elektrischen Geräten, Baumaterialien, Gummi, Chemikalien und Fahrzeugen. Eisenerz, Bauxit, Gold, Titan, Mangan, Kupfer und Zinn werden in großen Mengen abgebaut – Brasilien zählt zu den wichtigsten globalen Rohstofflieferanten und ist der größte Eisenerz-Exporteur der Welt. Bis auf Öl liefert das Land fast jeden an den Terminmärkten gehandelten Rohstoff. Obwohl immer mehr Erdöl gefördert wird, muss der riesige Bedarf durch saudi-arabische Importe gedeckt werden.

Wirtschaftslage
Zwischen 2001 und 2003 verzeichnete die brasilianische Wirtschaft nur ein Wachstum von durchschnittlich 1,1%, weil das Land in dieser Zeit gleich mehrere nationale und internationale wirtschaftliche Krisen erlitt. Überstanden hat Brasilien die Krisen durch die vom früheren Präsidenten Cardoso 1994 eingeleitete und von Präsident Lula da Silva fortgesetzte Wirtschafts- und Finanzpolitik. Die drei Säulen dieser Politik sind die Verminderung der Inflation, ein rigoroses Sparprogramm sowie freie Wechselkurse, die die Auswirkungen von Dollarkursschwankungen auf die Konjunktur verhindern.
2004 und 2005 schließlich bescherte der Exportboom der Wirtschaft Brasiliens ein außergewöhnlich gutes Wachstum, das sich 2007 (5,4 %) und 2008 (5,1 %) fortsetzte. Weitere positive Entwicklungen waren in 2004 und 2005 sinkende Arbeitslosenzahlen und gleichzeitig steigende Realeinkommen. Brasilien profitierte in den letzten Jahren sehr stark vom Rohstoffboom, und so konnte die Staatsverschuldung durch die erheblichen Handelsüberschüsse weiter abgebaut werden. Lag die Arbeitslosenquote 2007 noch bei 9,3 %, verringerte sie sich 2008 auf 7,4 %. Eine Folge der weltweiten Finanzkrise ist eine erhöhte Inflationsrate von 5,7 % (2008); 2007 betrug sie noch 3,6 %.

Wirtschaftspolitik
Ein mittelfristiges Ziel von Präsident Lula da Silva ist, die schlechte Infrastruktur zu verbessern. Kaputte Häfen, Straßen und Schienennetze sollen modernisiert werden, um den reibungslosen Transport von einem immer größer werdenden Warenfluss in Zukunft gewährleisten zu können.
Die Handelsbeziehungen mit China (VR) sowie mit der Russischen Föderation, Indien, Südafrika und einigen arabischen Ländern sollen intensiviert werden, um die Abhängigkeit von den jetzigen Haupthandelspartnern EU  und USA zu vermindern.

Handelspartner

Die wichtigsten Außenhandelspartner Brasiliens sind Europa (23,7 %), die USA (14 %) sowie China, Argentinien und Mexiko.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Brasilien ist Mitglied in den regionalen Wirtschaftszusammenschlüssen ALADI und Mercosur (südamerikanische Freihandelszone).

Umgangsformen

Anzug und Krawatte bzw. Kostüm oder Kleid sind angebracht. Termine (möglichst mit gleichrangigen Partnern) sollten im Voraus vereinbart werden; Visitenkarten sind üblich. Geschäftszeiten: Mo-Fr 09.00-18.00 Uhr.

Kontaktadressen

Brasilianisch-Deutsche Handelskammer (Büro Rio de Janeiro)
Avenida Graca Aranha, 1-6 andar, 20030-002 BR-Rio de Janeiro - RJ
Tel: (021) 22 24 21 23.
Internet: www.ahk.com.br
Es gibt weitere AHK-Niederlassungen u.a. in Porte Alegre und Sao Paulo.

Lateinamerikanische Handelskammer in der Schweiz
c/o DPS Communications, Gessnerallee 28, CH-8001 Zürich
Tel: (044) 699 54 47.
Internet: www.latcam.ch

zollfrei einkaufen

Die folgenden Artikel können zollfrei nach Brasilien eingeführt werden:

400 Zigaretten, 25 Zigarren, 250 g Pfeifentabak (Personen ab 18 J.);
24 Flaschen (0,75 l oder 1 l) alkoholische Getränke (davon maximal 12 von einer Sorte) (Personen ab 18 J.);
10 Stück Kosmetikartikel;
maximal 3: Uhren, Spielzeugartikel, elektronische Geräte;
Geschenke im Gegenwert von bis zu 500 US$;
Kleidung und andere persönliche Gebrauchsgegenstände (z.B. Kamera, Rasierapparat, Haarfön, Radio etc.);
Bücher und Zeitschriften.

Anmerkung: Internationale Passagiere dürfen zusätzlich im Gegenwert von bis zu 500 US$ Waren einführen, die in Duty-Free-Shops in brasilianischen Flughäfen erworben wurden (ausgenommen sind Tabakwaren, Alkohol und Druckerzeugnisse). Außerhalb von Brasilien erworbene Mobiltelefone müssen beim Zoll angemeldet werden.

Einfuhrverbot

Fleisch- und Käseprodukte sowie andere von Tieren stammende Produkte, Obst, Gemüse, Pflanzen und Pflanzenteile, Tierfutter, landwirtschaftliche Produkte (Honig, Wachs, etc.), lebende Insekten und Schnecken, Impfserum, Viren, landwirtschaftliche Vernichtungsmittel etc.
Die Botschaft erteilt weitere Auskünfte.