Antigua und Barbuda

Karibik

Währung

Ostkaribischer Dollar (XCD)

Einfuhrbeschränkungen in Landeswährung, je Person

frei

Ausfuhrbeschränkungen in Landeswährung, je Person

250.000

Weitere von der ReiseBank empfohlene Zahlungsmittel

  • Landeswährung
  • Kreditkarten eingeschränkt
  • US-Dollar Reiseschecks
  • US-Dollar-Noten
  • Aufgrund der Kurssituation sollten Sie einen Umtausch in Deutschland von EURO in die Landeswährung nur in der Höhe einer "Erstausstattung" für den Anfang der Reise vornehmen. Der Reisescheck von American Express stellt eine sichere Alternative für Ihre Reisekasse dar.

Lage

Karibik, Leeward-Inseln.

Fläche

Antigua: 280 qkm. Barbuda: 160,5 qkm. Redonda: 1,5 qkm. Gesamtfläche: 441,6 qkm.

Bevölkerungszahl

69.842 (UN Schätzung 2008).

Bevölkerungsdichte

158,2 pro qkm.

Hauptstadt

St. John’s. Einwohner: 21.969 (Schätzung 2009).

Staatsform

Parlamentarische Monarchie (im Commonwealth). Verfassung von 1981. Zweikammerparlament bestehend aus Repräsentantenhaus (17 gewählte Mitglieder) und Senat (17 ernannte Mitglieder). Barbuda hat einen eigenen Rat, der über beträchtliche Vollmachten verfügt. Unabhängig seit 1981 (von Großbritannien).

Geographie

Der Inselstaat besteht aus den flachen, vulkanischen Inseln Antigua, Barbuda und Redonda, die zur Gruppe der Leeward-Inseln in der nordöstlichen Karibik gehören. Antiguas Küste besteht aus mehr als 365 palmengesäumten weißen Sandstränden und zahlreichen kleinen Buchten und Häfen, die einmal vulkanische Krater waren. Das Landesinnere ist flach und fruchtbar. Höchster Punkt der Insel ist Boggy Peak mit 402 m. Barbuda, eine flache, von Riffen umgebene Koralleninsel 40 km nördlich von Antigua, ist ein noch unberührtes Naturparadies mit faszinierenden exotischen Vögeln. Die Küstengewässer sind reich an Schalentieren und tropischen Fischen. Die unbewohnte Felseninsel Redonda, 55 km südwestlich von Antigua, ist die kleinste Insel der Gruppe.

Sprache

Amtssprache ist Englisch. Umgangssprache ist ein auf Englisch basierendes Patois.

Religion

Anglikaner und Katholiken.

Ortszeit

MEZ - 5. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Antigua und Barbuda. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -5 Std. und im Sommer -6 Std.

Netzspannung

220/110 V, 60 Hz; amerikanische zweipolige Flachstecker. Adapter erforderlich. Einige Hotels haben auch 240 V, 50 Hz (für europäische zweipolige Flachstecker).

Regierungschef

Baldwin Spencer, seit 2004.

Staatsoberhaupt

Königin Elizabeth II., vertreten durch die Generalgouverneurin Louise Lake-Tack, seit Juli 2007.

Währung

1 Ostkaribischer Dollar = 100 Cents. Währungskürzel: EC$, XCD (ISO-Code). Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10 und 5 EC$; Münzen im Umlauf: 1 EC$ sowie 25, 10, 5, 2 und 1 Cent. US-Dollar werden fast überall angenommen. Der Ostkaribische Dollar ist an den US-Dollar gebunden.

Geldwechsel

Internationale Banken haben Filialen in St. John’s. Fremdwährungen können dort, wie auch in Hotels und einigen Geschäften, umgetauscht werden. US-Dollars und Euros können leicht umgetauscht werden.

ec-/Maestro-Karte/Sparcard

In St. John's kann bei großen Banken in der Regel Geld mit ec-Karte  abgehoben werden.

Kreditkarten

Visa, MasterCard/Eurocard, Diners Club und American Express werden fast überall angenommen. Einzelheiten vom Aussteller der jeweiligen Kreditkarte.

Reiseschecks

Reiseschecks können in internationalen Banken, Hotels und größeren Geschäften eingelöst werden. Die Reiseschecks sollten in US-Dollar ausgestellt sein, weil sie in Euro nicht so häufig akzeptiert werden.

Devisenbestimmungen

Keine Beschränkungen für die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung und von Fremdwährungen; Deklarationspflicht. Die Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung ist nur in Höhe der deklarierten Einfuhr gestattet.

Öffnungszeiten der Banken

Mo-Do 08.00-13.00 und 15.00-17.00 Uhr, Fr 08.00-12.00 Uhr und 15.00-17.00 Uhr. Die Bank of Antigua hat auch Sa 09.00-13.00 Uhr geöffnet.

Wechselkurse

 
 

EC$

 

Juli '10

1 EUR

3,26

1 CHF

2,48

1 US$

2,67

Feiertage

2010
1. Jan. Neujahr.
2. April Karfreitag.
5. April Ostermontag.
3. Mai Tag der Arbeit.
24. Mai Pfingstmontag.
5. Juli Gedenktag an V.C. Bird.
2. Aug. Karneval-Montag.
3. Aug. Karneval-Dienstag.
1. Nov. Unabhängigkeitstag.
9. Dez. Tag der Nationalhelden.
25./26. Dez. Weihnachten.

2011
1. Jan.
Neujahr.
22. April Karfreitag.
25. April Ostermontag.
2. Mai Tag der Arbeit.
13. Juni Pfingstmontag.
4. Juli Gedenktag an V.C. Bird.
1. Aug. Karneval-Montag.
2. Aug. Karneval-Dienstag.
1. Nov. Unabhängigkeitstag.
9. Dez. Tag der Nationalhelden.
25./26. Dez. Weihnachten.

Erforderliche Impfungen

Art Empfohlene Vorsichtsmaßnahmen Impfbescheinigung erforderlich?
Gelbfieber Nein 1
Cholera Nein Nein
Typhus & Polio 2 -
Malaria Nein -
Essen & Trinken 3 -

Vorsichtsmaßnahmen

Bilharziose-Erreger können in manchen Teichen und Flüssen vorkommen, das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt vereinzelt vor. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

HIV/Aids ist weit verbreitet und eine große Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Ungeschützte Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko bergen.

Gesundheitsvorsorge

Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung mit Rücktransport im Notfall wird empfohlen, da die Kosten der medizinischen Versorgung hoch sind und die medizinische Versorgung im Land schlecht ist.

Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.

Anmerkung

[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die innerhalb von 6 Tagen nach Aufenhalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiete einreisen wollen und über ein Jahr alt sind. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben.
[2]: Typhus kann vorkommen, Poliomyelitis nicht.
Für einen Langzeitaufenthalt und für Rucksackreisende wird eine Typhusimpfung empfohlen.
[3]: Leitungswasser ist normalerweise stark gechlort und als Trinkwasser nicht geeignet. Es empfiehlt sich, abgefülltes Wasser zu trinken, das überall erhältlich ist. Beim Kauf von abgepacktem Wasser sollte darauf geachtet werden, dass die Original-Verpackung nicht angebrochen ist. Milch ist pasteurisiert, und einheimische Milchprodukte sind unbedenklich. Beim Verzehr von Fleisch, Gemüse und Obst sollte auf besondere Hygiene geachtet werden. Vor dem Verzehr von Riff-Fischen und Meeresfrüchten, die als Delikatessen in Speiserestaurants angeboten werden, ist wegen möglicher Algenvergiftung Vorsicht geboten.

Klima

Die Temperaturen sind ganzjährig warm, die Niederschlagsrate ist relativ gering. Die Wassertemperatur beträgt durchschnittlich 26-28°C. Die Hurrikan-Saison ist von Juni bis November.

Anmerkung

 

Telefon

Internationale Direktdurchwahl.

Mobiltelefon

GSM 900/1800 und TDMA-Netze stehen zur Verfügung. Netzbetreiber: Cable & Wireless West Indies (Internet: www.cwwionline.com). Roaming-Abkommen bestehen. Reisende mit TDMA-Geräten können Anrufe ohne Voranmeldung tätigen, Voraussetzung ist die Angabe einer Kreditkartennummer.

Fax

Faxdienste sind weit verbreitet. Zahlreiche Hotels bieten Faxanschlüsse an.

Internet/E-Mail

Internetanbieter: Cable & Wireless (Internet: www.cwantigua.com). Internet/E-Mail-Zugang ist in der Zentrale von Cable & Wireless in Long Street, St. John’s möglich.

Telegramme

Auch dieser Service wird von Cable and Wireless angeboten.

POST- UND FERNMELDEWESEN

Es gibt einen Schalter für postlagernde Sendungen im Postamt von St. John’s. Öffnungszeiten des Postamtes: Mo-Fr 08.00-12.00 Uhr und 13.00- 16.00 Uhr.

Deutsche Welle

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.

Fremdenverkehrsamt von Antigua und Barbuda

Thomasstraße 11, D-61348 Bad Homburg
Tel: (06172) 215 04.
Internet: www.karibik.de/antigua-barbuda
Mo-Fr 08.30-17.30 Uhr.
(auch für Österreich und die Schweiz zuständig.)

Antigua and Barbuda Department of Tourism

Corner of Nevis Street and Friendly Alley, P.O. Box 363, AG-St. John's, Antigua W.I.
Postanschrift: PO Box 363, AG-St. John's, Antigua W.I.
Tel: 462 04 80.
Internet: www.antigua-barbuda.org

Antigua and Barbuda High Commission

(mit Visumerteilung)
2nd floor, 45 Crawford Place, GB-London W1H 4LP
Tel: (+44) (020) 72 58 00 70. 
Internet: www.antigua-barbuda.com
Mo-Fr 09.30-15.00 Uhr (Publikumsverkehr); 9.00- 17.30 (tel. Anfragen);
(auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz zuständig).

Essen & Trinken

Freizeitkleidung wird in allen Bars und Restaurants akzeptiert. Übermäßiger Genuss von Alkohol wird ungern gesehen; ist der Wirt der Meinung, dass ein Gast zuviel getrunken hat, wird der weitere Ausschank verweigert. Antiguas kulinarische Spezialität sind Hummer- und Fischgerichte. Größere Hotels bieten eine große Auswahl von importiertem Fleisch, Gemüse, Obst und Käse an. Zu den einheimischen Köstlichkeiten gehören Hummer mit Zitronenbutter, Funghi (Maisbrei mit Salzfisch), Hähnchenschmortopf, Hammel- oder Ziegeneintopf, Pilaws und Currygerichte.

Getränke:
Es gibt importierte Weine und Spirituosen, aber auch alkoholfreie Getränke und einheimische Fruchtsäfte. Zu den einheimischen Erfrischungen gehören Cocktails aus frisch gepressten Fruchtsäften (oft mit einem Schuss Rum gemixt), Kokosmilch, brauner und weißer Rum aus Antigua (Cavalier), Rumpunsch sowie das einheimische Bier Wadadli. Eisgekühlte Fruchtsäfte schmecken natürlich auch pur. Auf die meisten Restaurantrechnungen wird eine Regierungssteuer von 7% aufgeschlagen.

Nachtleben

Steelbands, Calypsosänger, Combos und Limbotänzer treten fast jeden Abend in Hotels auf. Es gibt mehrere Kasinos und Nachtklubs. Einige Hotels haben ihre eigene Diskothek.

Einkaufstipps

Schöne Mitbringsel sind Kunstdrucke, Steingut, Kleidungsstücke und Batikstoffe sowie Schmuckstücke mit Halbedelsteinen aus Antigua. Feines englisches Porzellan und Kristall, Edelsteine, Parfüms und Uhren sind zu günstigen Preisen zu haben. Heritage Quay, im Geschäftsviertel von St. John’s, ist ein Einkaufs- und Unterhaltungszentrum mit 40 Duty-free-Shops, einem Theater, Hotel, Restaurant und Kasino. Redcliffe Quay, ein Einkaufszentrum das sich im ehemaligen Sklavenviertel befindet, bietet ähnliche Einrichtungen.

Öffnungszeiten der Geschäfte:
Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-16.00 Uhr; einige Geschäfte und die Apotheken schließen nicht über Mittag. Sa 08.00-12.00 Uhr. Donnerstags ist nur vormittags geöffnet.

Sport

Kricket ist Nationalsport und wird auf sehr hohem internationalen Niveau gespielt.

Es gibt drei Golfplätze auf Antigua: den schön gelegenen 18-Loch-Golfplatz im Cedar Valley, Jolly Harbour und den 9-Loch-Golfplatz in der Half Moon Bay. Auch der K Club auf Barbuda bietet gute Bedingungen. Im Cedar Valley kann man für einen Tag, eine Woche oder einen Monat Mitglied werden, und dann außer Golf auch Tennis spielen.

Hochseeangeln: Ganzjährig gute Bedingungen. Anfang Juni findet alljährlich ein Turnier für Sportfischer statt.

Krabbenrennen:
Ein Sport für die ganz Geruhsamen. Krabbenrennen werden in einigen Bars ein- bis zweimal wöchentlich veranstaltet. Der Gewinn reicht vielleicht, um die nächste Runde auszugeben - zum Millionär wird man dabei jedoch kaum.

Reitpferde können über die Hotels vermittelt werden. An Feiertagen finden in den Cassada Gardens Pferderennen statt.

Tennis: Alle größeren Hotels bieten eigene Plätze. Profis aus aller Welt kommen zu den Internationalen Tenniswochen.

Wassersport: Die meisten Urlaubshotels stellen Ausrüstungen für die gängigsten Wassersportarten zur Verfügung. Windsurfen ist sehr beliebt, und das nötige Zubehör ist einfach zu mieten. Paragliding ist ebenfalls möglich. Wasserski und kleine Segelboote kann man in großen Hotels ausleihen. Jachtcharter wird in Häfen und Anlegestellen angeboten. Einige Hotels haben eigene Tauchstationen. Sporttaucher- und Hochseeangeltouren (s. u.) können über die Hotels arrangiert werden.
Schwimmen: Über 365 Strände erwarten den Badeurlauber.
Antigua ist ein Paradies für Segelfreunde; die große Segelregatta, die jährlich Ende April/Anfang Mai abgehalten wird, ist eine der zehn führenden Regatten der Welt.

Veranstaltungskalender


Jan. Round the Island Race, Antigua. März Musikfestival. März-Apr. Kricket Weltcup, versch. Orte in der Karibik. Apr. Antigua Classic Yacht Regatta, Antigua. Apr.- Mai Internationale Segelwoche, versch. Orte. Mai Kulturfest, St. Paul. Jul.-Aug. Karneval, Antigua. Okt. National Warri Festival, St. John's. Okt. Heritage Day.  Nov. Independence Day (Feierlichkeiten anlässlich des Unabhängigkeitstages). Dez. Karibisches Comedy-Festival.

Diese Angaben stellen nur eine Auswahl dar. Eine vollständige Liste ist vom Fremdenverkehrsamt erhältlich (s. Adressen).

Sitten & Gebräuche

Kleidung: Freizeitkleidung ist allgemein üblich, spärliche Badebekleidung gehört jedoch an den Strand. Wird elegantere Kleidung erwartet, wird bei Einladungen darauf hingewiesen.

Umgangsformen: Verwandte und gute Freunde umarmen sich bei der Begrüßung. Freunde besuchen einander oft ganz spontan ohne Voranmeldung, Bekannte und Geschäftspartner sollte man jedoch nur nach vorheriger Einladung besuchen. Geschenke gibt man nur zu besonderen Anlässen. Blumen sind bei formelleren Essenseinladungen angemessen; Alkohol sollte man nur mitbringen, wenn man vorher darauf hingewiesen wurde.

Das Rauchen ist fast überall in der Öffentlichkeit gestattet.

Trinkgeld:
10% Bedienungsgeld ist manchmal in den Hotelpreisen und in der Restaurantrechnung enthalten, dazu kommen 8,5% Regierungssteuer. Wenn man sich nicht sicher ist, ob der Service schon in der Rechnung enthalten ist, sollte man fragen. Ansonsten sind in Restaurants 10-15% Trinkgeld üblich. Taxifahrer erwarten 10-15% des Fahrpreises, Gepäckträger am Hafen oder Flughafen erwarten 1 US$ pro Gepäckstück und Zimmermädchen 1 US$ pro Tag.

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 02.12.2009

Landesspezifische Sicherheitshinweise

Kriminalität


Wie in der gesamten Region nimmt auch in Antigua und Barbuda die Kriminalität zu. Bei einem Raubüberfall in einem Hotel wurde 2008 ein ausländisches Ehepaar getötet. 2009 wurde ein weiterer Ausländer Opfer eines Überfalls mit tödlichem Ausgang.

Besonders in größeren Menschenansammlungen wie Karnevalsveranstaltungen, Märkten, Bars etc. sollte auf Wertsachen wie Schmuck verzichtet und Bargeld nur im unbedingt benötigten Umfang mitgeführt werden. Wichtige Dokumente (Flugschein, Reisepass) sollten nur in Fotokopie mitgenommen und die Originale im Hotelsafe hinterlegt werden.

Grundsätzlich wird zu Vorsicht bei Spaziergängen in wenig belebten Vierteln bzw. Parks größerer Städte und Siedlungen, besonders nach Einbruch der Dunkelheit, geraten.

Piraterie

Segler sollten beachten, dass Raubüberfälle auf ankernde Schiffe bzw. Piraterie sporadisch vorkommen und entsprechende Maßnahmen ergreifen (Vorsicht mit spontanen Gästen an Bord, Eigensicherung bei Nacht). Notrufe an die Polizei/Küstenwache über 911 (Mobiltelefon) sind möglicherweise zuverlässiger als Dringlichkeitsrufe über mobilen Seefunk.

Übersicht

Land Reisepass Visum Ruckreiseticket
Deutschland Ja Nein Ja
Österreich Ja Nein Ja
Schweiz Ja Nein Ja
Andere EU-Länder Ja Nein Ja
Türkei Ja Nein Ja

Reisepass

Allgemein erforderlich, muss bei der Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein und über mindestens eine freie Seite verfügen.

Einreise mit Kindern

Deutsche: Deutscher Kinderausweis mit Lichtbild (das Kind muss von einem Elternteil/ Sorgeberechtigten begleitet werden) oder maschinenlesbarer Kinderreisepass oder eigener Reisepass (empfohlen). Die Kinder müssen zusätzlich im Besitz eines Weiter- oder Rückflugtickets sein.
Hinweis zum Kinderausweis und Kinderreisepass: Es werden keine neuen Kinderausweise mehr ausgestellt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar.

Österreicher: Eigener Reisepass (empfohlen) oder Eintragung eines Kindes bis zum vollendeten 12. Lebensjahr in den Reisepass eines begleitenden Elternteils. Die Kinder müssen zusätzlich im Besitz eines Weiter- oder Rückflugtickets sein.

Schweizer:
Eigener Reisepass. Die Kinder müssen zusätzlich im Besitz eines Weiter- oder Rückflugtickets sein.

Türken: Eigener Reisepass. Die Kinder müssen zusätzlich im Besitz eines Weiter- oder Rückflugtickets sein.


Anmerkung: Für die Kinder gelten jeweils die gleichen Visumbestimmungen wie für ihre Eltern.

Visum

Allgemein erforderlich, ausgenommen sind u.a. Staatsbürger der folgenden, in der obigen Tabelle genannten Länder für touristische und geschäftliche Aufenthalte:

(a) EU-Länder und Schweiz für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten (Großbritannien für Aufenthalte bis zu 6 Monaten).
(b) Türkei für Aufenthalte von bis zu 3 Monaten.
(c) Kreuzschifffahrtspassagiere, die normalerweise ein Visum benötigen, brauchen kein Visum, wenn sie am Morgen eines Tages in Antigua und Barbuda ankommen und spätestens am Abend des selben Tages das Land wieder verlassen.

Transit

Ansonsten visumpflichtige Reisende, die innerhalb von 24 Stunden mit demselben Flugzeug weiterfliegen, über die erforderlichen Reisedokumente für die Weiterreise verfügen und den Transitraum nicht verlassen, benötigen kein Visum.

Visagebühren

Einzelvisum: 30 £. Mehrfachvisum: 40 £.
Die Visagebühren gelten für visumpflichtige Staatsangehörige.

Gültigkeitsdauer

Ein Einzelvisum ist 3 Monate ab Ausstellungsdatum gültig, ein Mehrfachvisum 6 Monate.

Antragstellung

Persönlich oder postalisch bei der High Commission (s. Adressen).

Aufenthaltsgenehmigung

Deutsche, Österreicher und Schweizer, die sich länger als 6 Monate in Antigua und Barbuda aufhalten möchten, müssen vor Ort eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen. Anträge an: Commissioner of Police, PO Box 132, Police Headquarters, American Road, St. John’s (Tel: 462 03 60).

Bearbeitungszeit

Anträge sollten mindestens 4 Wochen vor Abreise bei der High Commission eingehen.

Ausreichende Geldmittel

Ausländer müssen über ausreichende Geldmittel verfügen.

Impfungen

Informationen zu internationalen Impfbescheinigungen, die für die Einreise erforderlich sind, können dem Kapitel Gesundheit entnommen werden.

Einreise mit Haustieren

Für die Einfuhr von Hunden und Katzen wird eine Erlaubnis beim Veterinäramt benötigt (The Acting Chief Veterinary Officer, PO Box 1282, St. Johns, Antigua, Tel./Fax: (268) 460 17 59. Bearbeitungszeit ca. 60 Tage). Das Tier muss außerdem einen implantierten Mikrochip tragen und über ein amtliches Gesundheitszeugnis sowie ein Tollwut-Impfzertifikat verfügen.

Flugzeug

Linienflüge

Antigua und Barbuda werden von mehreren internationalen Fluggesellschaften angeflogen, u.a.
Lufthansa (LH) (Internet: www.lufthansa.de),
British Midland Airways (BD) (Internet: www.flybmi.com),
British Airways (BA) (Internet: www.britishairways.com),
Swiss International (LX) (Internet: www.swiss.com),
Air France (AF) (Internet: www.airfrance.com),
American Airlines (AA) (Internet: www.aa.com),
Continental Airlines (CO) (Internet: www.continental.com) und
Delta Airlines (DL) (Internet: www.delta.com).
Caribbean Airlines (Internet: www.caribbean-airlines.com/) fliegt ab London nach Antigua. LIAT (LI) (Internet: www.liatairline.com) und Caribbean Star Airlines (Internet: www.flycaribbeanstar.com) bieten regelmäßige Linienflüge von Antigua zu über 20 Destinationen in der Karibik an.

Billigflüge
Condor (DE) fliegt von Deutschland aus nach Antigua.

Flughafengebühren

50 EC$ oder ca 20 US$ bei der Ausreise. Kinder unter 16 Jahren und Transitreisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterreisen, sind davon ausgenommen.

Internationale Flughäfen

VC Bird International (ANU) liegt 8 km nordöstlich von St. John’s. Er wird von den größeren internationalen Flughäfen, u.a. London, New York, Miami, Frankfurt/M., Toronto und Montréal, aus angeflogen; es bestehen Anschlussflüge zu allen ostkaribischen Inseln, den Amerikanischen Jungferninseln und nach Puerto Rico. Duty-free-Shop, Mietwagenschalter, Restaurant, Bar, Geldautomat, Geldwechselbüro, Post, Tourist-Information und Taxistand. Der Flughafen ist behindertenfreundlich eingerichtet. Taxifahrten in das Stadtzentrum St. John’s kosten ungefähr 10 US$, die Fahrtzeit beträgt etwa 10 Minuten. Es gibt keine Verbindung von und zum Flughafen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Schiff

Der Tiefwasserhafen von St. John’s wird insbesondere von Kreuzfahrtschiffen aus den USA, Puerto Rico, Südamerika und Europa angelaufen. Kombinierte Flug-Kreuzfahrt-Programme werden u. a. von Holland America (Internet: www.hollandamerica.com), Royal Caribbean (Internet: www.royalcaribbean.com), Celebrity (Internet: www.celebrity.com), Cunard (Internet: www.cunardline.com), Norwegian (Internet: www.ncl.com) und Princess Cruises (Internet: www.princess.com) angeboten. Zahlreiche kleinere Schiffe fahren zu anderen karibischen Inseln.

Flugzeug

Das Chartern von Flugzeugen ist möglich. In der Nähe von Codrington auf Barbuda gibt es eine Landebahn für Kleinflugzeuge. Carib Aviation bietet Charterflüge zwischen Antigua und Barbuda an (Internet: www.candoo.com/carib).

Bus/Pkw

Das Straßennetz ist relativ gut ausgebaut, auf Barbuda, der touristisch weniger erschlossenen Insel, gibt es nur Sandstraßen. Im Verkehr wird wegen herumstreunender Tiere, Schlaglöchern und teilweise kurvenreichen Straßen zu Vorsicht geraten.
Mietwagen können bei internationalen und einheimischen Firmen, u.a. Avis, Budget und Hertz, auf Antigua und Barbuda gemietet werden. Einige Firmen vermieten auch Mopeds und Fahrräder. Es gibt eine Tagesgebühr ohne Kilometerbegrenzung. Unterlagen: Eine Fahrerlaubnis wird benötigt, die gegen eine Gebühr von ca 20 US$ und der Vorlage des eigenen Führerscheines bei der örtlichen Polizei oder bei den Autovermietungen ausgestellt wird. Diese ist drei Monate gültig.
Bus: Minibusse verkehren unregelmäßig zwischen den Ortschaften. Der Busbahnhof in St. John’s ist am Marktplatz. Die Fahrer machen durch Hupen auf sich aufmerksam und warten jedesmal auf eine volle Fuhre. Die Busse verkehren auf festgelegten Strecken und halten nach Wunsch.
Einheitstarife gelten für Taxis. US-Dollar werden bevorzugt angenommen.
Fahrrad: Auf Barbados verleiht Barbuda Bike Tours Mountainbikes und bietet auch geführte Touren über die Insel an (Internet: www.barbudabiketours.com).

Verkehrsbestimmungen:

Linksverkehr.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
Außerhalb von Ortschaften: 88 km/h.

Fahrzeiten

von St. John’s zu den anderen Urlaubsorten in Antigua (ungefähre Angaben in Std. und Min.):
Bus/Pkw
VC Bird International 0.10
Dickenson Bay 0.10
English Harbour 0.35
St. James’s 0.35
Royal Antiguan 0.15
Half Moon Bay 0.30
Long Bay 0.35
Jolly Beach 0.20
Shirley Heights 0.35

Hotels

Im Sommer (Mai - November) sind die Hotelpreise wesentlich niedriger. Viele Hotels schließen im September. Eine Regierungssteuer von 8,5 % wird auf alle Hotelrechnungen aufgeschlagen. Mehrere Hotels bieten behindertengerechte Unterkünfte an. Alle internationalen Hotels gehören der Antigua Hotels Association an. Adresse: Island House, Newgate Street, PO Box 454, St. John’s. (Tel: 462 03 74. Internet: www.antiguahotels.org).

Kategorien:
Es gibt keine offizielle Klassifizierung, rund 50 % der Hotelzimmer entsprechen jedoch dem für internationale 4- und 5-Sterne-Hotels üblichen Standard. Klimaanlage bzw. Ventilator gehören zur Ausstattung. Eine vollständige Preisliste aller Hotels und Pensionen ist vom Fremdenverkehrsamt und am Flughafen auf Antigua erhältlich.

ANTIGUA: Die Zimmer der meisten größeren Hotels haben Klimaanlage oder Ventilator. Die Speisekarte ist umfangreich. In den Hotels der besseren Klasse stehen vielfältige Freizeitanlagen wie etwa Tennisplätze und Wassersporteinrichtungen zur Verfügung. Für Abendunterhaltung ist ebenfalls gesorgt. Pensionen sind im Vergleich preiswerter, bieten einfache saubere Unterkunft, manchmal auch mit Mahlzeiten. Ferienwohnungen sind ebenfalls vorhanden.

BARBUDA:
Touristisch weniger erschlossen als Antigua. Die eher herbe Schönheit der Insel hat einen ganz eigenen Charakter. Gegenwärtig gibt es drei größere Hotels sowie einige Villen und Pensionen.

Antigua

-

Die Einwohner der Insel behaupten, es gebe genauso viele Strände auf der Insel wie das Jahr Tage hat. Die Vogel- und Insektenwelt der Insel ist besonders artenreich und in den Küstengewässern gibt es viele wunderschöne Korallen und tropische Fische; außerdem kann man auch einige interessante historische Stätten besichtigen. Segelausflüge nach Bird Island werden von mehreren Veranstaltern angeboten. Viele Hotels bieten Ausflugsfahrten in Booten mit Glasböden an, von denen aus man das Riff bestaunen kann. Ein restauriertes Piratenschiff bietet Tages- oder Abendtouren an; Essen, reichliche Getränkeauswahl und ein Unterhaltungsprogramm sind im Fahrpreis inbegriffen.

-

Nelson’s Dockyard in English Harbour ist einer der wenigen hurrikanfreien Naturhäfen in der Karibik. Die englischen Admirale Nelson, Rodney und Hood nutzten ihn während der napoleonischen Kriege als sichere Flottenbasis. Clarence House, das Nelson’s Dockyard überblickt, war der Sitz des Herzogs von Clarence, des späteren Königs William IV. Heute ist Clarence House die Sommerresidenz des Generalgouverneurs und wird regelmäßig für Besucher geöffnet.

-

Shirley Heights und Fort James bezeugen die Entschlossenheit der Briten etwaige Invasionen durch Befestigungsanlagen abzuschrecken und ihre Stellung in der Kolonie im 18. Jahrhundert zu festigen. Shirley Heights wurde nach General Shirley benannt, dem späteren Gouverneur der Leeward-Inseln (1781). Eines der Hauptgebäude, das Block House, wurde 1787 von General Matthew für den Fall einer Belagerung erbaut. In der Nähe ist der Friedhof mit einem Obelisken, der an die Gefallenen des 54. Regiments erinnern soll.
Die St. John’s Cathedral wurde ursprünglich 1683 erbaut, 1745 aber durch ein Steingebäude ersetzt. Ein Erdbeben vernichtete sie fast 100 Jahre später und 1845 wurde der Grundstein für die heutige Kathedrale gelegt. Die Figuren des Jüngers Johannes und von Johannes dem Täufer am Südtor sollen angeblich von einem der Schiffe Napoleons stammen und mit einem britischen Kriegsschiff zur Insel gebracht worden sein. Der Markt befindet sich in der Nähe des Hafens von St. John’s und ist besonders Samstag vormittags ein lohnendes, farbenprächtiges Ausflugsziel.

-

Indian Town ist eines der Naturschutzgebiete Antiguas und liegt im Osten der Insel. Die tosende Brandung des Atlantik hat die Felsen zur Devil’s Bridge (»Teufelsbrücke«) geformt und Löcher in die Kliffs gewaschen, aus denen die Gischt herausspritzt.
Der See, der heutzutage das Landschaftsbild im Landesinneren beherrscht, ist dagegen Menschenwerk. Er kam durch den Bau des Potworks Dam zustande und ist mit 4,5 Milliarden Litern Wasser Antiguas größter See.

-

Fig Tree Drive ist eine Ringstraße, die durch tropischen Regenwald, eine attraktive Hügellandschaft und schöne Fischerdörfer an der Südküste führt. Diese Tour kann man mit einem Taxi unternehmen.
Am Greencastle Hill stehen große, geheimnisumwobene Megalithen, die möglicherweise zu Ehren des Sonnengottes und der Mondgöttin errichtet wurden.

-

Parham im Osten der Insel ist für seine achteckige Kirche aus dem 18. Jahrhundert bekannt, in der noch einige Stuckarbeiten erhalten geblieben sind.

Barbuda

-

Die Insel hat wundervolle einsame Strände und ein dicht bewaldetes Landesinneres, in dem Wildschweine, Damwild und zahlreiche Vogelarten ihr Zuhause haben. Das Vogelschutzgebiet im Nordwesten der Insel liegt inmitten einer Lagune, die von Mangroven überzogen ist. Wer einmal die Fregattvögel im Flug gesehen hat, mit einer Flügelspannweite bis zu 2 m, wird den Anblick nie vergessen. Die Insel ist noch relativ unberührt und ein Paradies für Naturfreunde. Codrington, die größte und einzige Ortschaft, liegt am Rand einer Lagune. Sie ist nach einer englischen Familie benannt, die einst die Insel von der britischen Krone für »ein gemästetes Schwein pro Jahr« pachtete.

Redonda

-

Dieses unbewohnte Felseninselchen liegt ca. 55 km südwestlich von Antigua. Einige englische Exzentriker verhalfen dem Inselchen über ein Jahrhundert lang zu Berühmtheit. 1865 wurde Redonda von einem gewissen Matthew Shiell als Königreich für seinen Sohn Philippe »beansprucht«. Der Nachfolger von »König Philippe I.«, der englische Dichter John Gawsworth, ernannte bekannte Schriftsteller seiner Zeit zu Grafen und Gräfinnen seines Königreichs; zu den Glücklichen gehörten J. B. Priestley, Dylan Thomas und Rebecca West. Die Insel ist unter Vogelkundlern für ihren kleinen Bestand an Höhleneulen bekannt – ein Vogel, der auf Antigua bereits ausgestorben ist.

Wirtschaft

Wichtige Wirtschaftszweige
Antigua und Barbuda gehörte zu den ersten Ländern der Karibik, die Ende der sechziger Jahre begannen, den Tourismus zu fördern. Ende der achtziger Jahre gab es einen zweiten Boom, im Zuge dessen weitere Projekte verwirklicht wurden. Tourismus und Finanzdienste sind heute die Haupteinnahmequellen und erbringen rund 74,3 % des Bruttoinlandsprodukts, 60% davon fallen auf den Tourismussektor (Stand: 2008). Die Tourismusindustrie musste in den vergangenen Jahren wegen Hurrikanschäden größere Einbußen hinnehmen und das Finanzwesen geriet zeitweise wegen zweifelhafter Verbindungen zu Geldwäscheunternehmen in Verruf. Der Anteil des Agrarsektors am Bruttoinlandsprodukt liegt bei 3,8 % und der Industrie bei 22 % (Stand: 2008). Weitere Einnahmequellen sind die zwei Militärstützpunkte der Amerikaner.
Durch seine geographische Lage ist das Land besonders durch Naturkatastrophen gefärdet.

Wirtschaftslage
Ende 2003 lag die Arbeitslosenquote bei über 12% mit steigender Tendenz. Das Land hat ein hohes Außenhandelsdefizit und eine negative Zahlungsbilanz. Ende 2004 war das Land wegen seiner Kreditunwürdigkeit stark in seinem Handlungsspielraum eingeschränkt. Die Staatsverschuldung lag 500% über den Staatseinkünften. Die derzeit amtierende Regierung konnte in den vergangenen Jahren die hohe Verschuldung von 120 % des BIP auf etwa 90 % reduzieren (Stand: 2008).
Der Bauboom im Zusammenhang mit dem expandierenden Tourismussektor sowie dem Cricket Word Cup 2007 hatte zwischen 2003 und 2007 für hohe, teilweise zweistellige Wachstumsraten gesorgt. Das Wirtschaftswachstum betrug 2008 nor noch 4,2 % (2007: 6,9 %).

Wirtschaftspolitik
Um nicht allein vom Dienstleistungssektor abhängig zu sein, versucht die Regierung, der Wirtschaft eine breitere Basis zu verschaffen. So werden die herstellende Industrie, Fischfang und Fischzucht sowie der Anbau von Obst und Gemüse verstärkt gefördert, um die Importabhängigkeit zu reduzieren. Einige Firmen in der Leichtindustrie stellen Textilien, Papier, Möbel und Haushaltsgeräte her. Außerdem erhält Antigua beträchtliche Entwicklungshilfezahlungen. Weiterhin ist die Regierung bemüht, die hohe Staatsverschuldung durch eine restriktivere Finanzpolitik zu bremsen, was ihr gelingt. Der Korruption soll mit mehr Transparenz im öffentlichen Dienst begegnet werden.
Die Handelsbeziehungen zur EU sollen sich dank des im Oktober 2008 unterzeichneten Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (Economic Partnership Agreement, EPA) positiv entwickeln. 

Handelspartner
Haupthandelspartner sind die USA, Puerto Rico, Großbritannien, Kanada und die Länder des karibischen CARICOM-Handelsblocks, dem auch Antigua und Barbuda angehören. Das Land ist außerdem um die Fortschreibung des Programms, das die Präferenzregelungen für den europäischen Markt festlegt, bemüht.

Umgangsformen

Ein leichter Anzug und Krawatte bzw. leichtes Kostüm sind in der Regel angemessen. Auf Pünktlichkeit wird Wert gelegt. Visitenkarten sind üblich. Verhandlungen werden auf Englisch geführt.
Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.00-12.00 und 13.00-16.30 Uhr.

Kontaktadressen

Antigua and Barbuda Chamber of Commerce and Industry Ltd (Industrie- und Handelskammer)
PO Box 774, 7, Redcliffe and Cross Streets, St. John’s
Tel: 462 07 43.

Konferenzen/Tagungen

Einige der Hotels, die zur Antigua Hotel & Tourist Association (Adresse s. Unterkunft) gehören, bieten Konferenzeinrichtungen. Informationen sind vom Fremdenverkehrsamt oder von folgender Organisation erhältlich:

Alexander Parrish (Antigua) Ltd
Redcliff Street, PO Box 45, St. John’s
Tel: 462 06 38.
Internet: www.apalantigua.com

zollfrei einkaufen

Folgende Artikel können zollfrei nach Antigua und Barbuda eingeführt werden (Personen ab 18 J.):

200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak;
1 l Wein oder Spirituosen;
170 ml Parfüm.

Einfuhrbeschränkungen

Eine besondere Einfuhrgenehmigung ist für Waffen aller Art erforderlich (auch Schreckschuss-, Taucher- und Bootssignalpistolen).